Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1920-08-24 · Heft 58 (24.8.1920) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 58 (24.8.1920)
Date
1920-08-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2652228-2652285--13347-2671064
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 58 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 457! 1 V\!1 I) /:. ׳, i ■יי / \ \J v L■ r ־ / ך*—* י•׳ \! r ,.t .,j c> ״״» a״—~v #״. -״j c- ׳/ ' ( ~ 1 /«\^ 43' רד s,־־׳״/ * i <׳ /w• ׳׳? W j /f X * 3 u “*־־> ^־״׳״-״^ ןיי״׳-י '"'S 1 ,t // Die Welthilfszentrale ln die aus 2*) Mitgliedern bestehende jüdische \V eitii H f s z e » tr a I e , deren Sit/, in London sein wird, wurde» folgende Delegierte gewählt: Dr .1111 sott (Petersburg), Chttrgin (Minsk), Obcrrabb. 1 >r. C h a - jes (Wien), Obcrrabi». I>j־. Ehrenpreis (Sitjekiiolm), Färbst ei» (Warsehati), Dr, Hei! mann (Riga), Jeirojki» (Petersburg), l)r. Joekelmanu (London), Llieser K a 111,1 n (Weiliruliland), I)r. Kramer (IJuko- \vi»a), Dr. K 111 m e I (Warschau), Dr. Bernhard Kalm (Berlin), KoJi» (Lyon), Dr. Klee (Deutschland), Dr, I;111 il Al a r g 111 i e s (Leitmerit/), Fritz Kauf m a u n (Berlin), Len Motzki» (Paris), Anita Müller (Wien), Rabbiner Dr. Nicmirowcr (Bukarest), Prof. Piek (London), Ra c 11 nt i fc w; t s c 11 (Kowtvo), Dr. Rosmarin (Lemberg), Dr. Salkiiu! (Petersburg), Salman (Kanada), Sir Stuart Samuel (London), Prot, Dr. Simoiiscn (Kopenhagen), Sliosberg (Petersbürg), Dr. Solowejaik (Kowno), Wladimir Teinki» (Kiew), Zum V o r s i t z. e n d e 11 wurde Sir Stuart S a in uel, zu stellv. Vorsitzende» Prof, Dr. Simon sc 11 und Rechtsanwalt Dr. Klee, zum Schriftführer ür. Emil M arg »lies gewählt, I >ic Exekutive besteht aus den Herren: Motzki» (Vorsitzender), Sl/osberg, liramsoii, Salkind, Teilt ki», Jefrojkin, Pro t. Pick', Bernliard Kahn iiml Trau Anita Müller. Die Resolutionen der Welthilfskonferenz Allgemeine Resolution. (Di. So I 0\v i e t sehi k, —- D r. Margit! ics.) Die jitdisehe Weltliilfskonferenz. erklärt, nachdem sie die Berichte aus den Ländern der jüdischen Not una die Berichte über das geleistete Hilfswerk a»gc* hört hat: Das Problem der gegenwärtigen jüdischen Not ist nicht ein Problem der Not des einzelnen jüdischen Individuums, sondern ein Problem der Not des jüdische» Volkes. Das jüdische Hilfswerk ist daher grundsätzlich nicht die Sache philanthropischer 1; i 11 - ze liier und darf nicht geleistet werden nach den Methoden charitativer Hilfe, sondern eine Sache des ganzen jüdischen Volkes, das nicht geteilt werden dar! unter dig» Gesichtspunkt des Wblibiitcr־ und des Almoseiienipfängers, sondern zusammcngefaKt wird in allen seinen aktiven, zur Arbeit zusamineiigesdilossene» Teilen. Das Hilfswerk ist eine Auf* g a b e d c r a 11 f breitester O r u n d 1 a g e o r g a 11 i - s i e r t c 11 g e s c 11 s c 11 a 1' t /i c 111• n jüdisch e 11 S e I h s t 11 i I t c, Weil dieser Grundsatz unter dem Eindruck der Grolle des plötzlich hereingebrocheneu Unglücks und infolge der durch die Verhältnisse bewirkten Zer- Splitterung nicht genügend berücksichtigt wurde, hat das Hilfswerk, trotz der Groliartigkeit der von ihm aufgewendeten Kräfte und der von ihm angebrachte» Mittel, nicht alles feisten können, was bei einer nach diesem Prinzip geleisteten Arbeit hätte erreicht werden müsse». Insbesondere muh konstatiert werden, dali die Ueber- Icituag der im Zeitpunkte der akuten Not mierläli* liclien augenblickliche» ehuritativen Aushilfe a 111 *las Gebiet des Wiederaufbaues, durch organisierte Selbsthilfe in den Ländern, wo die Möglichkeit dazu bereits vorliegt, nicht rechtzeitig mul nielil mit der notwendigen Lut* kchlossenhcit in Angriff genommen worden ist. Da in einer ganzen Reihe von Ländern die Voraussetztmgen liierfiir gegeben sind, erklärt die Welthilfskonferenz, dal» die Linderung der »och bestellenden augenblicklichen Not in diesen Ländern tunlichst Aufgäbe des heimischen Judentums sein und dal» die Tätigkeit des ausländischen Milfswcrkes sich auf die Aulgaben des Wiederaufbaues konzentrieren sollte. Wo aber die gegenwärtige Lage schnelle charitative Hilfe erfordert, muH auch diese nach den Prinzipien sozialer Arbeit sind in einer Eorm geleistet werden, welche unter allen Umständen einen Schutz der Würde der Notleidenden gewährleistet. Die Wellhilfskonferenz hat die Aufgabe, welche dem Hilfswerk auf den verschiedenen Arbeitsgebieten׳ und in den unter verschiedenen Bedingungen stellenden Ländern gestellt sind, und die Wege, die sich ihr zur Lösung zu bieten scheinen, in einer Reihe be- «»!»derer Resolutionen formuliert. Die Hilfskonferenz spricht als ihre Ueberzeiiguug aus, dal» die Lösung der außerordentlich schwierige» sozialc» Aufgaben einerseits die Zusammenarbeit samt* lieber bestehender I lilfsorgamsafionen, andererseits m den Ländern der Not das Zusammengehen sämtlicher mit sozialer Tätigkeit befalfter Organisationen in genieüisamcr Arbeit erfordert, und dal» die Bedürfnisse der einzelnen Länder durch ihre demokratische Vertretung »a der Arbeit des Hillswerkes zur Geltung kommen sollen. hn volle» Bewußtsein der ungeheueren Schwierig- Seiten der zu lösenden Aufgaben, gestützt aber durch den civKclilosscnen Willen des jüdischen Volkes zu in *־«bei», und in der Zuversicht, dal» sich um die־ hier verkündete» Prinzipien sämtliche jüdischen Hilfsorganisationci summeln werden, ist die Welthilfskoiifereiiz an da ־. Aufgaben hcrangctrctcn. Aber die zur Lösung dieser Aufgaben notwendigen Mittel 1d ersteige» um ein Vierfaches die bisher autgebrachte». Wie überhaupt das bisher .geschaffene Hillswerk trotz seiner Großartigkeit nicht im Verhältnisse zu der durch den Krieg und seine Begleiterscheinungeilt liervorgerufenen imbesdireibliciien Not steht. Noch sind weite Kreise des Judentums, und noch ist das Judentum in vielen Lancier« den Hilfswerken feragohliebc». Die Welthilfskonferenz, zusammengesetzt aus Vertretern des Judentums ater Länder, wendet sich weiter dem oatsct/.iidlicu Eindruck der furchtbaren Gefahr und der Not, in denen die jüdischen Massen des Ostens sielten, und ■erfüllt von der Erkenntnis der Dringlich* keit ihrer Aufgaben, an das gesamte jüdische Volk mit der Aufforderung, seine Anstrengungen zu vervielfachen, denn cs gilt bttclisläblich die. Kettung von hunderttausenden Existenzen, hundert tausenden Waisen und Kindern, cs gilt die Rettung der jüdischen Massen. Zur ״schnellen Hilfe“. (Dr. Salkiud.) 1. Die schnelle Hilfe muh als eine zeitweilige Institution betrachtet werden. Sie darf nur dann und dort angcwciulet werden, wenn es die allgemeine Lage in dem betreffenden Lande und die Lebensverhälinisse der jüdischen Bevölkerung noch nicht erlauben, zu konstrukfiver llilfsarbeit überztigehcu. 2. Das Verhältnis zwischen■ der schnellen und konstruktive» Hilfe kann man bezüglich der Länder, wo Jude» von Krieg und Pogrom gelitten haben, in drei Gruppen eintcilcn. , a) Solche Länder, die grundsätzlicli schnelle Hilfe benötige», und wo konstruktive Hilfe nur in sehr begrenztem Matte geleistet werden kann. b) Solche Länder, wo die beiden Formen der Hilfe, die schnelle und die konstruktive, gleichzeitig und 1 fand in Hand geführt werden können und sollen. c) Solche Länder, wo die konstruktive Hilfe prinzipiell vorherrscht und die schnelle nur als Aus- »ahme /»gelassen werden kann. 3. Zu ckr llilfsarbeit muh man die Notbedürftigen seihst /«ziehen, so dali ihre Vertreter sich an den örtliche» Organisationen beteiligen sollen, welche sich mit 1 Siife befassen. ■1. Man mul» nach Möglichkeit vermeiden, den Notbedürftige» Geld zu geben, besonders um sich Speise, Kleidung, Schuhwerk usw. anzusdiaffcn. Statt dessen soll mau Produkte und fertige Waren herausgeben und üemeiiKlfküche» und Speiseräume errichten. 3. Diese Hilfe soll überhaupt mir gegen einen gewisse» Betrag gegeben werden, wenn auch einen minimalen. Nur die vollständig Mittellosen dürfen davon befreit Werden, ö. Konkret■ soll die schnelle Hilfe die Notbedürftigen versorge« mit Nahrung, Wäsche, Kleidern, Schuhwerk und Beheizung, Zugleich damit soll man dis' bescitädigten Häuser wieder auibauciv, dali inan in ihnen wohne» kann, Baracken zum zeitweiligen -Wuhnen hauen, Greisen- und!livalidenhäuser errichten, planmäßig die Heimloseu in verschiedenen Orten ansiedeln, soweit möglich sie reevakuiere» und in ihre alte Heimat zuritekschaffc», Kinderheime, Waisenhäuser, Schulen und medizinisch-sanitäre Hilfe organisieren, 7, Die wichtigste und aktuellste Arbeit ist der Kampf mit den verschiedenen Epidemien, In die Orte, in de,um tipiilcmicn will!׳», muh ms<1 A1׳r/teerun1x’(l schicken, welche die notwendigen Desinfektionsmittel, Medikamente usw. bei sich führe»‘ sollen. Man um!» gleichzeitig moderne Gemeindebäder, Ambulatorien, Krankenhäuser, Isolierbaracken einriditen, wie auch * unter der Bevölkerung Seife und ändere notwendige hygienische Artikel verteilen. Resolution der Fürsorgekommission. 1. Kimirrfürsorge ist ein integrierender Bestand* teil des gesamten I lilfswerkes und bietet gleichzeitig eine rasche, wie׳ konstruktive Hilfe. 2. Zum Zwecke eitler ■einheitlichen Regelung wird im Rahme» der zu schaffenden Zentralstelle eine be* sondere Abteilung für Kinderschutz und Jugendfürsorge errichtet, 3. Aufgabe dieser Abteilung ist: a) Schaffung und Sichtung authentischen Materials über Zahl, Alter, Geschlecht und Unterbringungv mögiidikeit aller fürsorgebediirftigen Kinder. b) Studium und Prüfung der besten Methoden zur Versorgung verlassener und verwaister Kinder (Kimlersiedelttngen, Adoption, ׳•Versorgung der Kinder aulierhalb des Landes). e) Gründung von Landessteilen für Kinderschutz. und Jugendfürsorge. d) Systematische Propaganda zwecks Aufbringung der lür die Waiscnfürsorge erforderlichen Mittel. e) Schaffung einer jüdischen Welthilfsmarke für vorlassene ,und verwaiste Kinder (Waisenmarke). 4. Die Kommission ■empfiehlt, einen namhaften Bruchteil des gesamten Hilfsbudgets, welches aufgebracht wird, für Kinderfürsorge zu bestimmen. 5. Die Kommission wünscht, dal» die Wcitlülfskouferenz in einem Aufrtti die ganze jüdische Welt zur Teilnahme ain Waisenhilfswerk auf ruft Zweiter Teil 1. Die jüdische Weltliilfskonferenz hält den Autbau des jüdischen Schul- und Bildungswcscns in eien Notstandsliindcrn für eine der Hauptaufgaben der'Konstruktionshilfsarbeit, um die Jugend dein Judentum ■zu erhalte» lind• sie für produktive Berufe vorzubereiten, 2. Zur Durchführung der angestrehten Berufst!«»- Schichtung wird als notwendig erkannt: a) Die Errichtung eines Netzes von Volksschulen, Ladt- und Gewerbeschulen, Tagesuna Abendk ursen. b) Die Gründung landwirtschaftlicher Schulen. c) Die Schaffung geeigneter Berufsschulen für Mädehe», in erster Reihe für Hauslialtungs-, Erzieh- ■ungs- und Wohlfahrtsberufe; 3. Die von der Hilfskonferenz zu schaffende Zentralinstanz unterstützt alle Organisationen, die sich mit der Errichtung von Schulen befassen,• propörfioneh der Schüler/ahl *um! unter gleichmäßiger Berücksichtigung aller im Jude«turne vertretenen Richtungen. 4. Die KuUurhiJfo fördert weiter die Heranbildung von Lehrkräfte!» und die Herausgabe geeigneter Unterrichiswerkc, insbesondere Lehrerseminare, 5. Im R’ahmcn des gesamte» Erziehungswerkes ist der körperliche» Ertüchtigung der ostjüdiseben Jugend besondere Aufmerksamkeit zu widmen. (>. Zur Erreichung obgenatmter Ziele wir« in der Zentralstelle ein Organ rein administrativer Natur geschaffen. Diesem steht kein Einfluß auf Richtung und Lehrinhait eier verschiedenen Schultypen zu. Dritter Teil S111 d e n t e » h i 1 f c. Die jüdische Weltliilfskonferenz erklärt die Studenten- Itilfe als Bestandteil des jüdische» I lilfswerkes. Die Bekämpfung der Notlage der jüdische» Studentenschaft erfordert: 1. Schnelle Hilfe für die Kriegsbeschädigten und die von der I ieimat abgeschnittenen. 2. Errichtung von Studentenheimen, Küchen, Kon- *umstelle» und Beschaffung von Studieniiiitteiu. '3. Die Durchführung einer Benifsumschielitung im Sinne einer Ablenkung von den akademischen Berufen durch Gründung von Lehrwerkstätten, Laclikursen und Lehrfannen. Die Welthilfskonferenz fordert andererseits die jüdische Studentenschaft auf, sich in den Dienst der jüdische» sozialen Aufbauarbeit zu stellen. Unter allgemeiner Studentenhilfe wird auch die Hilfe für studierende der Jischowoth verstanden. Vierter Teil. Kriegsgefangenenu. In validen fürsorg c. Im Interesse des beschleunigten Rücktransportes der jüdische» Kriegsgefangenen aus Sowjetrußkutd in Sibiricii, sowie tler Wiederaufricluung der Kriegs- und i׳ogrominvalide» wird die Gründung einer Heimkehrer- und Kriegsinvalidenstdk vorgeschlagen, welcher folgend« Aufgaben obliegen: a) Rücktransport der jüdische» Kriegsitivaliden. b) Fürsorge für die Heimkehrer. c) BerufsvermittcUmg und Förderung der Berufsutn- Schichtung. ) Rechtsschutz. c) Errichtung von Heimen für Erwerbsunfähige. Resolution der Emigrationskommission. Aus-geltend von den Tatsachen, dali die jüdische Emigration eiiren Umfang umi eine Bedeutung angenommen hat, die sie zu einem der lebenswichtigste« Faktoren der gesamte» Judcnhcit macht, muU die Eimgrationsangclegenlieit auch eine Sache der gesamten Jiuieiiheit sein. Die jüdische Welthiüskonforenz beschlieüt dal» er: Die ncugewähltc Welthilfszcntrale wira beauftragt, sofort eine spezielle Sektion ats Zentralwande«» ruiigsstelle zu errichte», deren Aufgabe es »st, regulierend die jüdische Emigratk>» zu überwachen, für- »orgena für die Emigranten tätig zu sein und :trieb de» bereits Eiugewamkrtcn Schutz und Beratung zuteil wer«!»» ״/ii lasse». Alle (>rgnnisatkwsformen. «lic sich bewahrt habe», zur Regulierung «er ejingr.mo״, ItiKHinierting und zum Schutze der Enugranten, werden, soweit sie nicht, schon bestehen, von dieser Zentralstelle aus durchgeführt und in ein einheitliches System gebracht. Die Einzclarbeitcn liegen bei den Organisationen in den Einwanderung»-, I )urchwamlerungs- und Auswauderungsliiiulcn». Die Art der Fin/elarbeiten zu Irestimme», ist je nach den Verhältnissen des Ortes und Landes und der Emigranten, den verschiedenen Bediirf• nisse» der Emigranten und der verschiedensten Statioiie» und Flappen, von diesen Organisationen festzuset/c». Das Zenfralwanderungsamt hat die Zusatmneaarbeit der einzelnen Institutionen der verschiedenen Linder sieherzustelleu, jedes GegctK'inanderarheiteu zu verhindern und eine immer feinere Organisierung durch- /«führen. Es hat ferner die Aufgabe, für umfassende, sachverständige Information der einzelnen Landvsorganisatk>ae»_ zu sorgen, sowie auch für die Informierrugj der Oet'ieatlichkeit und der Emigranten, noch bevor sie ihren Wohnort verlassen. Schließlich hat es dafür zu sorge», dal» die Emigration von Land zu Land überwacht wird, der Emigrant auf dem ganzen Wege geschützt und beraten wird, daß er am Reiseziel geeignete Unterkunft und Arbeit findet usw. 2ur Erfüllung seiner Aufgaben wind das Zentralwamlcrungsamt aus folgenden Abteilungen bestellen müssen: 1. Eine Abteilung für die wissonsdiaftkihe und statistische Erfassung des gesamten Auswanderung*- Problems. 2. Eine Abteilung für die Durchführung der Organisafiot» in den Auswanderungsländern. 3. Eine Abteilung für die Durchführung der Organisatiou i» den Durch- und Eimv.andcntngsländern. 4. Eine Abteilung für die Bewältigung der tech- »vischen Schwierigkeiten der Auswanderung und der sanitären Betätigung. 5. Eine Rechtsuna Schutzabteilung für die Emigranten. 6. Eine Finanzabtcihmg, die dafür sorgt, daß die finanziellen Abwickelungen, die mir der Auswanderung zusanimc» hangen, sich zum ״Besten der Emigrantci» abwiekcl» und 7. Losgelöst von allen diesen Abteilungen, doch im engsten Kontakt mit ihnen eine Infortuations- und Avis-• kuaftsstelle, deren Aufgaben bereits einganjrs äugegeben siiul. Die Weltliilfskonferenz. beauftragt die neugewählte Exekutive, durch die ZenfralwatulerungsstcUe periodische Konferenzen von Fachmännern für das Einigrationswc,sen mit den verschiedenen mit dieser Frage siel» befassenden Organisationen der Aus-, Durch- und Einwanderungsländer zu Organisieren und einzuberufen. Interterritorielles jüdisches Hilfskomitee. Die jüdische Weltliilfskonferenz bescldieüt atra Zwecke der Stärkung, Systematisierung und Kevardinierung der Tätigkeit sämtlicher, für die Kriegs- und

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.