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Jüdische Rundschau · 1920-08-20 · Heft 57 (20.8.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 57 (20.8.1920)
Date
1920-08-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1! ff i4 l 1 י r*# * » I MM *־'-» Seite 450 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 57 \\> \ \/ 'y' Schluß der Wclthilfskonfcrenz Karlsbad, 13, August (J, C, B). Heute wurde die Welthilfskonferenz nach einer feierlichen Ansprache Sokolows und einer Reihe Ansprachen anderer Delegierter, wie Ehrenpreis, Prof, Dr, Simonseu, Hettenberg, Sliosborg, 'Salzmann (Canada), Staatssekretär Rachmilewicz (Kowno) und Motzkin geschlossen. Es wurde eine aus 29 Mitgliedern bestehende jüdisch® Welthi fszentra'.e mit dem Sitze in London und eine netmgliedrige Exekutive gewählt. Vor dem Schlüsse der Konferenz wurde ein Hilfsaufruf an alle an der Konferenz beteiligten Staaten, sowie an die gesamte Judcnhcit, verlesen. Es wurde mich beschlossen, einen Tmstaufruf nu die Jndcnsrhaft der Ukraine zu richte«. * Die südafrikanische Judenschaft verständigte telegraphisch die Wclthilfskonfcrenz, dal) sic 1-10000 Pfund Sterling für Waiscnfi'trsargezweckc zur Verfügung stellt. Gleichzeitig ist auch vom britischen Children-Relieffuud (Kinde rhilfstVmd?) das Anerbieten finanzieller Hilfe und das Ansuchen utn diesbezügliche Vorschläge cingclangt. Ferneer haben sich die südafrikanischen Juden bereit eerklärt, eine ,größere Zahl von Kindern zu übernehmen und für Palästina vorzubcrcitcn. Auch Kanada hat sich bereit erklärt, tausend jüdische Kriegswaisen zu übernehmen. Entschließungen!.Wiederaufbau. 1. Die jüdische Wclthilfskonfcrenz erwartet, daß die von den Kriegskatastrophen betroffenen Staaten beim Wiederaufbau und der Wiederaufrichtung der Existenzen aus staatlichen Mitteln die Judenschaft ihres Landes vollkommen g 1 e i c 11 den übrigen Staatsbürgern behandeln und insbesondere zur Krcditaufriclitung der durch Raub, Plünderung und Pogromen zerstörten jüdischen Wirtschaften und zerrütteten jüdischen Existenzen aus staatlichen Mitteln beitragen werden. Die Konferenz gibt auch der Uebcrzcugung Ausdruck, daß bei der jeweiligen internationalen Zuweisung von Rohstoffen und Erteilung von Krediten an die einzcliien Staaten darauf Gewicht gelegt werden wird, daß diese Hilfsmittel im Interesse der Gesundung dieser Staaten allen hilfsbedürftigen Staatsbürgern ausnalunslos zugute kommen. 12. Die wirtschaftliche Katastrophe, die über den grollten Teil des Judentums, insbesondere in Osteuropa hereingebrochen ist, erfordert mit unaufschiebbarer gcbietcrischer Notwendigkeit eine Reihe systematischer Maßnahmen, die zu einer Abkehr vo n r e i n p h i 1 a nthropi sehen Methoden der Hilfstätigkeit nötigen und einerseits energisch zur Wiederaufrichtung der zerrütteten Wirtschaftszweige, andererseits zur Ucbcrführung der jüdischen Massen in produktive Berufe führen. 3, Die Wiederaufrichtung des jüdischen Wirtschaftsiebens hat in erster Linie durch die auf der Grundlage der Selbsthilfe aufgebauten Organisationen durchgeführt zu werden. 1׳, Als für die Durchführung des Wiederaufbaus geeignete Organisationen erachtet die jüdische Welthilfskonferenz insbesondere die verschiedenen Formen der Genossenschaften und als solche, die sich am leichtesten dem jüdischen Wirtschaftsleben anpassen und die größte Beständigkeit erwiesen haben:'die Kredit ge- ח o s s e 11 s c h a f t e 11 (Volksbanken) und die K o 11 s u m - gc 11 o ss e n s cb a f t e 11. Unter günstigen lokalen Bedinguugen kommen auch andere Formen in Betracht, so Rohstoff- und Absatz-, evtl, auch Produktionsgenossenschäften. 5. Die Wiederaufrichtung und Förderung des jüdischen Handwerks, der Landwirtschaft und des Arbeiter- Standes geschieht in erster Linie durch Belieferung mit Arbeitsgeräten, Maschinen und Rohstoffen, und zwar nicht geschenkweise, sondern in Form von Darlehen und grundsätzlich durch Vermittelung genosscnschaftlieber Organisationen an diejenigen, welche sclblätig in ihrem Fache arbeiten. Der Einkauf der Rohstoffe, Werkzeuge und Maschinen soll möglichst zentralisiert werden. 6. De technische Ausbildung der Handwerker soll gefördert werden durch Musterwerkstätten für erwachsene Handwerker, Instruktoren und Ausdchnung ihrer Tätigkeit auch auf private Werkstätten, gewerbliche Abendkurse für Arbeiter, kleine gewerbliche Museen, Herausgabe populärer technischer Literatur in der Umgangssprache der jüdischen Massen. 7. Für fachliche Ausbildung der heranwachsenden jüdischen Generation soll gesorgt werden in erster Reihe durch Schaffung von öffeiltliehen jüdischen Lehrwerkstätten, sowie durch Unterbringung von Lehrlingen bei fähigen und mit modern eingerichteten Werkstätten versehenen Meistern, Einrichtung von Patronaten zum Schutze der Lehrlingc, Veranstaltung von Prüfungen, Ausstellungen und Erteilung von Prämien und Errichtung von Abendschulen. 8. Für die Uebcrleitung der Jugend in gewerbliche Berufe sind besondere Stellen für Berufsberatung, Lehr- Stellenvermittelung, Jugendvercinc usw. zu gründen, ׳ 9. Als Maßnahmen für die B e r u f s u m s c h i c h - tungder nichtproduktiven Elemente gelten Arbcitsnachweise,, insbesondere für dauernde Erwerbsmöglichkeiten ך־ף ך»,; 1' a י ך*־ף ך~* י 1 <ך׳/ 3 'je | ך־ף ץ' j! V ן ן! ן f \ן! י . .; :;! 1 1!Malויחי—*’ La- «MtJ —-Ü L-* -.,**I und Gründung gesellschaftlicher Werkstätten, in denen die Arbeiter, ohne das Risiko der Produktion und des Absatzes zu tragen, fest entlohnt werden. Diese Werk- Stätten, die nur für die Uebcrgangszcit berechnet sind, sollen die für den Wiederaufbau notwendigen Produkte im Aufträge der jüdischen Institutionen allfertigen. Daueriide Existenzen sollen die Werkstätten auf genessenschaftlicher Grundlage schaffen. 10. D׳ic Förderung der Landwirtschaft, welcher immer größere Schichten des jüdischen Volkes ihre Aufmerksamkeit zuwenden, soll geschehen durch: a) b) c) Unterstützung der genossenschaftlichen Gruppen von Landarbeitern, insbesondere behufs Anlage von Gärten und Sk-dUmgeii in der Nähe der Städte. Zuteilung von Inventar in Form von Darlehen und Gewährung von Amelioratkms- und Hypothekarkrediten. Bestellung agronomischer Hilfskräfte und Instruktoren für jüdische Landwirtschaften, d) Gründung von Musterwirtschaften zur Heranbildung praktischer Landwirte, Gründung von Kursen in den Musterwirtschaften, sowie solcher Kurse auch in den Städten. e) Errichtung von Schulgärten im Anschlüsse an öffentliche Schulen. f) Populäre Literatur und ausgedehnte Propaganda über die Bedeutung der Landwirtschaft für das jüdischc Leben. 11. Unter den für den Wiederaufbau cinzukitenden Vorarbeiten ist der Durchführung genauer statistischer Materialsaiumhnigen eine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. 12. Zur Erleichterung der Anpassungsfähigkeit der emigrierenden Elemente an die neuen Wirtschaftsverhältnisse sind nicht allein in den Emigrations-, sondern auch in den Transit- und Immigration Ständern die oi>- genannten Institutionen zur Förderung produktiver Arbeit ins Leben zu rufen. 13. Zwecks einheitlicher Durchführung des Wiederaufbaus sollen die Genossenschaften in jedem Lande in Verbände zusamnicngcschlosseri und jüdische Zentralbanken gegründet werden. Die Gründung von Kreditgenosscnschaftcn ist durch Instruktoren und entsprechende Propaganda zu fördern. •Die Finanzinstitute sollen allen Schichten der jüdischen Bevölkerung zugänglieh sein. Zwecks Erleichterung der Kreditprüfung sind Garanticfonds zu schaffen. 14 Die Welthilfskonferenz erachtet es als unbedingte Pflicht der Judenschaft auch der vom Kriege betroffenen Länder, zwecks Ermöglichung der Selbsthilfe die Mittel, ins* besondere für die zu gründenden Finanzinstitute, belzutragcn. In Anbetracht der derzeitigen wirtschaftlichen Verhfdtnisse In Osteuropa aber erwartet die Konferenz, daß die Juden der Linder mit gesunden valutarischen Verhältnissen, besonders die Mitglieder der Landsmannschaftsorganisationen, durch die Ucbernahmevon Anteilen oder Aktien der Landeszentralbanken zur Verstärkung des Eigenkapitals der letzteren beitragen werden. Die Konferenz erachtet es aber auch als unerläßlich, daß die gesellschaftlichen Mittel, welche durch die jüdischen Hilfs- Organisationen für den Wiederaufbau aufgebracht werden, den genannten zentralen llllfsinstitutionen der einzelnen Linder ln Form von langfristigen Valutakrediten zar Verfügung gestellt werden. 0 Dr. Chajcs (fortfahrend): Noch über ein anderes Land möchte ich bei dieser Gelegenheit sprechen•, über Italien. Es ist ein ganz anderes Bild. Die Lage der Juden in Italien ist glänzend. Ich habe viele Jahre in Triest gewirkt. Es gibt hier eine Jteihe von Menschen mit sehr feinem, sozialem Gefühl. Ucberhaupt beginnt die Judenheit Italiens, ■die zum Tode verurteilt schien, jetzt aufzuerstehen und sich an sozialer jüdischer Ar- Reit zu beteiligen. Großes geschieht in Triest für die Kindcrfüi.sorge: eine einzige Familie hat ständig 100 Kinder abwechselnd in einer Villa auf eigene Kosten versorgt. Am wichtigsten ist jetzt in Triest die Sorge lür die Emigranten, insbesondere nach Palästina. Hier■ für ist Triest das wichtigste Zentrum. Allein kann Triest diese Arbeit nicht leisten. Es richtet durch mich an Sic die Bitte um Unterstützung in dieser wichtigen Arbeit, Es gibt dort ■einen äußerst tüchtigen und verdienst־ vollen Mann, Gufseppe Fano, der diese Arbeit leisten wi d, wenn mail ihn finanziell hinlänglich unterstützen w ird. lieber Deutschösterreich hat Frau Müiller Ihnen berichtet, ich 'möchte nur noch die Frage der Fluchtlingc hier berühren. Es sind vielleicht noch 70 000 bis SO 000 Flüchtlinge in• Wien. Als die Regierung vor einiger Zeit zuerst die Absicht zeigte, sic auszuweisen» .wurde der Mangel an Nahrungsmitteln als Grund angeführt. Wir haben die Unterstützung des Joint durchgesetzt, und so ist dieser Grund vollständig entfallen. Heute ist es die Wohnungsnot. Freilich leiden hier mir die Armen, die aus den Kellerwohnungen verhaftet werden, wenn s:e nicht freiwillig gehen, die Reichen wissen sich zu helfen. Auch liier könnte die Beein flussung der öffentlichen!Meinung helfen;, es handelt sich natürlich nicht um einen Protest, sondern um eine Aufforderung an die österreichische Regierung,' die besonders schwierigen Verhältnisse zu berücksichtigen und auch weiterhin!möglich zu machen, was so lange Zeit möglich war. (Reicher Beifall.) Dr. E h r c 11 p r e i s: Ich möchte vor einen! Protest, •wic ihn Dr. Chajes gegen die ungarische Regierung vorschlägt, warnen, sowohl im Interesse der Konferenz, welche keine politischen■ Aktionen vornehmen will, wie im Interesse der ungarischen Juden. Proteste sind ein * * *H^ 4_J» i*—» zweischneidiges Schwert, für die Protestierenden *ehr harmlos, aber recht oft mit schweren Folgen für du■ verbunden, für welche protestiert wird. Ich spreche den Wunsch aus, daß wir uns mit dem Anhören der Rede von Chajcs begnügen. Dr. Chajes gibt eine Aufklärung, daß er keinen *rötest der Konferenz beantragt hat, sondern nur eine Aufklärung der öffentlichen Meinung der Konferenz in ihren Ländern. Dr. Hell m a n 11: Es handelt sich nicht um Politik, sondern um elementare Menschenrechte, gegen deren Verletzung wollen wir lyis aussprechen. Wir .verlangen, daß die Menschenwürde gewahrt und daß Menschenleben geschützt werden. 1111 Namen einer unpolitischen Gruppe beantragen wir, die Mitteilungen von Clin je» nicht zu übergehen und die Ausarbeitung eines ent• sprechenden!,rötestes einer Koinmission zu übertragen Motzkin: Bis zu einem gewissen Grade teilen wio die Ansicht des Antragstellers. Aber improvisiert darf dieser Protest nicht sein. Gewiß kann heute eine Konferenz von Juden nicht auseinander gehen, ohne gegen die Abschlachtungen und Verfolgungen der Juden '*rötest zu erheben. Darin wird kein Mensch einen Eingriff in die Politik erblicken, Wir werden eine solche Resolution im Laufe der Konferenz im Namen des Präsidiums gegen die Vorkommnisse in der Ukraine und in Ungarn vorschlagen, und es wird niemand unter Ihnen sein, der sich diesem Protest nicht anschließeo wird. Dr. H e 11 m a n n erklärt sich damit einverstanden. Deutschland. Fritz Kaufmann: Ich muß offen bekennen, daß nur der Bericht hier schwer wird, weil mir seine Zweckmäßigkeit nicht einleuchtet. Es wäre besser gcwesen, wenn die Berichte vorher zusammengestellt und die wichtigsten Probleme daraus gruppiert worden wären, so daß eine Art Arbeitskonferenz hätte stattfinden können. Die jüdische Organisation Deutschlands hat sich vorzüglich mit der Regelung der Flüchtlingsfrage beschäftigt. Eine ostjüdische Siedlung bestand bereits in Vorkriegszeiten, •15 000—50 Ü00 Seelen mit den so• genannten SUulentcnkolonicn. Sie fielen jedoch nicht ins Gewicht. Ich spreche jetzt hier auch nicht von dieser Siedlung, sondern von den Flüchtlingen, die nach dein Zusammenbruch nach Deutschland kamen. Es sind •dies folgende Typen: die früheren Emigranten, die über das Meer wollten, der kontinentale Wanderer, der früher unbeknnnt war, darunter die große Zahl der Militärflüchtlinge, die wirtschaftlich Zusamrnengehrocheneii, die nur ihr nacktes Leben gerettet haben. Zuletzt der Tin jener Auswanderer, die noch nicht emigrationsreif sind, die es aber zu Hause nicht mehr aushalten können. Für all diese zu sorgen, ist keine leichte Aufgabe. Es sind dies 60 000—70 000 Menschen. Vor dem Krieg wäre es leicht gewesen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen und sie irgendwo i!n Reiche einzuordnen. Heute ist dies nicht mehr so möglich. In allen Westländern haben sich gleiche Erscheinungen wiederholt und bcstimmte Maßnahmen der Landesregierungen hervorgerufen. Bereits im Jahre 1918 war die Zentrale für die Hilfsleistungen das ״Arbeits fürsorgeamt der JüdischenOrganisationenDeutschland s“. Alle Organisationen taten sich zusammen und schufen ein Sonderdezernat für die Ostflüchtlinge. - Besonders handelt cs sich um den ״V erband der Ost ju d e 11“, dessen Gründung neueren Datums ist, und die Arbeiter- Organisationen. Wir machen dieselbe Beobachtung, wie der Referent der Bukowina. Trotz der verschiedenen Richtungen gab es keine Reibungen. Die realen praktischen Probleme standen im Vordergrund. Es handelte sich vor allem um Leute, die ohne Legitimation oder dergleichen kamen und vor der zwangsweisen Internierung oder Ausweisung täglich standen. Ferner mußte die Stauung in den Hauptstädten vermieden werden, die schon von früher her vor dem Kriege eine Uebcrfüllung der Arbeiterviertel aufwiesen. Sogar die deutschen Arbeiter mußten zwangsweise entfernt werden, da die Uebcrfüllung zu groß war. Das ״Jüdische Arh e it sa in t“, das von Zionisten bedient wird und ohjektive und gute Arbeit leistete, vermittelte von 70 000 Emigranten 10 000-12000 Arbeit. Es handelt sich hier um wirklich manuelle Arbeit in Bergwerken und Maschuienfabriken. Der Prozeß der Produktivienmg ist während des Krieges außerordentlich gestiegen und sollte möglichst unterstützt werden. Unsere Arbeits- Vermittlungen müssen sich auch mit Wohnungsvcrmittlung, Verköstigung usw. befassen, ln letzter Zeit ist die Not sehr gestiegen, da Tausende deutscher Arbeiter brotlos geworden sind, wir aber nicht verlangen können, daß der jüdische Flüchtling vor dem Arbeiter gefördert werde. Jetzt liegen neue Versuche vor, unseren Brü• dern Arbeit und Unterkunft zu vermitteln, 111 der Emigrationsfragc ist von jüdischer Seite nichts geschehen und das hat sich gerächt. Hunderte saßen um Danzig fest, Weht nur Militiirflüchtlin^e, tiie jeden Augenblick in der Gefahr schweben, ausgeliefert zu werden, weil s:e ohne jegliche Information dorthin gehen. Das Hereinfluten unvorbereiteter Massen wird nur durch Information an den Grenzen gemildert werden;• auch in Frankreich und Belgien muß eine ähnliche informative Arbeit geleistet werden! Wir müssen jetzt schon Sorge tragen, daß für den jetzt im Reiche ersetzenden Wiederautbau Frankreichs jüdische Arbeitcrbataillone gebildet werde», .wir haben die Vorbereitungen hierzu bisher noch verschoben, weil wir hofften, mit den IX’Iegiertci) aus Frankreich und Belgien erst Rücksprache nehmen zu keimen, da diese Frage gut und vorsichtig behandelt m1!ß; . es muß dafür gesorgt werden, daß die Arbeiter in diesem FaUe nicht wie Kanonenwerden jüdischen futter behandelt werden. Ich wünsche sehr, daß die’ Heiren Y^c2!׳cr*cn aus Frankreich uhd Belgien zu einer solchen Rucksprache, womöglich noch im Laufe diese•־ Kongresses, uns Gelegenheit geben.

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