Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 57 (20.8.1920)
- Date
- 1920-08-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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T I Nr. 57 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 451 jgp ifl itl tik, '511 c!1, :11en je» nten. en ert ite .ne Sen cn he en ne ter ca •״: ch 1c Holland. Dr. Cohen (Hanf:): Einen ausführlichen Bericht über Holland habe ich bereits dem. Büro vorgelegt und will daher hier nur kure referieren: Vor dem Kriege war Holland ein׳ wichtiges Transitlaut! für die Emigranten. In verschiedenen Städten waren grolle Büros errichtel worden, die stell mit Hills- Aktionen befaßten. Zu Beginn des Krieges kamen sofort OO0Ü--7OW) Flüchtlinge aus /Antwerpen nach Holland und wühlend des Krieges .')OOD—1000 aus Galizien, zusainnicn ungefähr 11)000. Die bestellenden Orgamsationeu übernahmen, da die Emigration aufgehört hatte, die Fürsorge für die Flüchtlinge, für die ein Zentralkomitee im Haag gegründet wurde. Int Laufe der Zeit wurde für diesen Zweck ungefähr eine Million holländischer Gulden aufgebracht, davon ein Teil von holländischen Julien, 700 000 von der holländisclien Regierung. Von den Antwerpener Flüchtlingen sind die meisten bereits zuriickgcgaiige״, die Flüchtlinge aus Galizien und Polen haben sich teils in Holland niedergelassen, teils zogen sie weiter. Während des Krieges war die Lage der Flüchtlinge ,in Holland sehr gut, Am 15. November 1018 ist hierin eine Aeiiderung cingctretcn, indem mit diesen! Tage der allgemeine Transitverkehr durch Hol-!and verboten wurde. Dieses Verbot bezog sich uaiiirlieh nicht nur auf die Flüchtlinge, sondern auf alle Leute, die nicht gcschiiftshalber für kurze Zeit nach Holland reisen. Leider aber trifft es hauptsächlich die Flüchtlinge. Es ist daher sehr schwer, ein Visum zu bekommen, die holländische Regierung ist sehr streng in dieser Hinsicht und Leute, die trotzdem über die Grenze kommen, werden interniert und es besteht für s'c die Gefahr, da IS sie mich Rußland und Polen zui'üekpescnickt werden. Ungefähr 25 ,'o der Flüditlüige, die über die Grenze kommen, werden interniert. Gegenwärtig sbui ungefähr 100 Juden in den Interiiicriuigslagern, früher gab es mein־, aber die jüdischen Internierten werden vom jüdischen Zentralkomitee für Flüchtlinge und Auswanderer im Haag versorgt, so dal) eie beste Pflege haben und es wird alles getan, um s:e wieder zu befreien. Es ist dies bisher in allen Fällen gelungen, uatürlidi nur dann nicht, ,wenn es sich um Verbrecher handelt. Die holländische Regierung er• latibl jedoch die Befreiung nicht, wenn die Leute nicht bereits drei Monate interniert waren und die Fälle genau untersucht worden waren. Dann weiden dieselben mit Hilfe der Regierung befreit und erhalten Arbeit oder werden nach Amerika geschickt. Die Grenzsperre ist deswegen cingeführt worden, weil es Arbeitsuot in Holland gibt. Was die nächsten Monate bringen wer• den, ist schwer zu sagen. Ich erwirkte von der Re• gierung die Bewilligung, daB Flüchtlinge in Privat• liüusern aufgenommeu werden dürfen. Die Ursache dieses ganzen Vorgehens ist, daß Holland kein Industrie• la!ul "ist und nur Landarbeit in Betracht käme. Ehe die Bewilligung zur Reise nach Amerika kommt, vergehen .gewöhnlich 3—1 Monate. Wir beschäftigen uns daher jetzt mit der wichtigen Frage, ob es nicht mög* lieh sei, diese Emigranten in die holländischen Kolonien zu schaffen, Westindien usw. Bisher haben wir hierin keinen Erfolg, da Holland keine Immigration dorthin wünscht, auch nicht von Holländern. Die Suche wird jedoch weiter behandelt. Neben diesen nicht sehr er• treulichen Tatsachen kann ich über einen Versuch berichte״, der gegenwärtig in Holland gemacht wird, um auch’den Juden die Landwirtschaft zugänglich zu machen. Dies ist besonders für Chahizim, die die Landwirt- Schaft erlernen wollen, um nach Palästina zu gehen. Natürlich wird genau untersucht, ob es sich in jedem Fall wirklich um Chahizim handelt. Gerade in der nädis'.cn Zeit glauben Wir etwas tun zu können, obzwar im allgemeinen Holland für die Flüchtlinge nicht mehr die Rolle spielen wird, die cs vorher gespielt hat. Bezüglich der Kimlerfürsorge ist im allgemeinen bekannt, daß sich Holland sehr beteiligt hat. Auf Anregung der Frau Anitta Müller wurde ein Komitee gebildet, das bis jetzt 3600 Kinder gepflegt und sehr viel Geld und Lebensmittel nach Wien gesandt hat. Schweiz. Rabbiner L i 11 m a n n aus Zürich spricht in Vertretung des Schweizerisch-Israelitischen Gemeindebun* des mit dem Sitze in Basel, der in Würdigung der Be- Strebungen dieser Hilfskonferenz und in der Meinung, daß er verpflichtet ist, diese Bestrebungen zu unterstützen, beschlossen hat, zwei Vertreter zu entsenden und zwar 1)1. Littmann und Herrn Louis Wyler. Das schweizerische Hilfskomitee für notleidende jüdische Auslnndskinder ist ebenfalls durch Herrn Rabbiner Littmann und Herrn Sali Harburger vertreten. Die Zahl der Juden ln der Schweiz ist sehr gering: höchstens 20 000. Man wird nicht fehl gehen, wenn man ein Drittel davon als Osljutleii bezeichnet, die vor dem Kriege und während der ersten Kriegsj'ahre eingewandert sind. Die Gemeinde Zürich umfaßt ein Drittel der gesamten jüdischen Bevölkerung der Schweiz und hiervon ist wieder ein Drittel Ostjmien. Der Schweizerischi Israelitische Gemeindebund in Basel ist die Zentrale der israelitischen Gemcindepflepje, die' für die Unter- Stützung der eingesessenen lind eingewanderten jüdischen Bevölkerung sorgt. Bei Ausbruch des Krieges wurden in den einzelnen Gemeinden besondcie Fürsorgestellen % Kriegsnot errichtet, die im Laufe der sechs Jahre •ürka 3 000 000 Frcs. •aufgebracht haben. Zu Beginn des Jahres 1910 wurde auf Anregung der Frau Anitta Müller und des Herrn Oberrabbiner Ghajcs.das Hilfskomitee für notleidende israelitische Aus.andskindcr gegründet, das anfangs nur für Wiener < Kinder bestimmt war. Im Laufe der Zeit wurden in der : Schweiz durch diese Zentrale 2000 jüdische Kinder; jc:!* Familien, teils in Heimen für die Zeit von : 0--8 Wochen untergebracht. Gegenwärtig ist eine ge- . wisse Ermüdung cingctretcn, lind zwar nicht nur bei 1 Juden, sondern überhaupt in der gesamten schweij mischen Fürsorgetätigkeit, Von den 200) Kindern waren, die meisten :Wiener Kinder,' zirka 200 | Dcrllacr ZiorJ.dhdic Vereinigung. § ¬3 ר I Montag, den 23. August abends 8 Uhr ו׳ Logcnhaus, Joaddmsthater Strafte 13. § | R!!j>״isli1u iililPlic1I2Kos:i.:sI₪S de? 1.2. f. | | Berichte der Delcßierlen der Z. V. f. D. über die Jahres- J | konferenx ln London u. dlcWclthllfskonfcrenz InKarlsbod. J Referenten: R.-A. Dr. AlfrcdKlee.R.-A.Roienblüth# 1 M Davis Trletscb. §־ 1ו1’!י liBiKifflimmmimimmniimiiiniiimiiiiiiiiiiiiiiimiiiiinimiiniiiiiimimininuiiiiMWiiramimiiif Deutschland und einige aus Ungarn. Gegenwärtig hat das Komitee vom Amerikanisch-Jüdischen. Komitee 60000 Francs bekommen mit der Bedingung, jüdische Kinder aus Deutschland aufzunehnien. Ferner sind wir 1111 Begriffe, 25 jüdische tuberkulöse Kinder in Davos unter- Zubringern Als einziges Werk des Krieges, das den Krieg überdauern wird, ist die Luiigenheilanstalt ״Efania“ in Davos zu nennen. Wenn Sie im Verlaufe Ihrer Beratiingcii dazu gelangen sollten, Lungenkranke in der Schweiz, unterhringen zu wollen, dann richte ich Ihre Aufmerksamkeit darauf, daß diese Heilanstalt erweitert werden könnte. Aber nicht auf Kosten der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz, die bereits sehr viel aufgebracht hat. Zum Thema der Kinderfürsorge möchte, ich noch folgendes niittcilen: Es ist in der letzten Zeit in der Schweiz überhaupt und auch unter Juden immer 'wieder die Frage aufgeworfen worden, ob 'es überhaupt einen Zweck hat, Kinder für ein paar Wochen aiifzuuehmeii!und sie die Annehmlichkeiten des Lebens kennen lernen zu lassen. Wenn sie zuriiekkehren, fühlen sie das Elend noch mehr. Kinder kommen in Fainilien, in denen sic es sehr gut haben, gewöhnen sich an ,ein wunderbares Märchenlcben und kommen dann zurück in verelendete Verhältnisse, in denen sie sich nicht mehr wohl fühlen können. Ob es nicht besser ist, Geld oder Lebensmittel zu schicken und die Familien zu Hause zu unterstützen? Bis jetzt habe ich derartige Stimmen unterdrückt, aber sie werden immer lauter und lauter. Wenn etwa hei der Emigration die Schweiz als Durehgangsland in Betracht kommt, so teile ich mit, daß bereits seit einiger Zeit ein Emigratioiismnt des Schweizerisch-Israelitischen üetneindebundes besteht, das bereits eine Anzahl von Emigranten nach London, Paris pnd Amerika geschafft hat. Die Emigranten sind meistens aus Polen. Es besteht jedoch ein großes Durcheinander, man weiß nie voraus, wann Durch- Wanderer ankommen. Es wird Sache der zu schaffen• den Organisationen sein, mit diesem Büro in Ver• binduug zu treten, Noch auf etwas möchte ich aufmerksam machen. Bet uns in der Schweiz gibt cs ungefähr 100 jüdische Studierende aus dem Osten, die schon vor dem Kriege gekommen sind. Sie sind meistens aus Rußland, sind jetzt ahgcschnittcu und bekommen kein Geld und es muß Geld für sie aufgebracht werden. Anfragen sind zu richten: Für den Schweizerisch• Israelitischen Gemeindebund an Herrn D r e y f u s Brodsky, Basel; für 'die Zentralstelle für Israelitische Armenpflege •an Herrn Victor Wyler, Basel, Eulerstraße; in Angelegenheit der Studenten an Herrn Dr. H. G u gge n 11 e i in , Zürich; wegen Emigranten an Herrn Victor Wyler. leb schließe meinen Bericht mit der Versicherung, daß die Schweizer Juden nach wie vor ihrer geringen Anzahl und ihren bescheidenen Kräften gemäß weiterarbeiten .werden kä ütbschen Komitees ist zu berichten: Anfangs de» (rieges ergoß siel« ein Strom von Flüchtlingen nach Kopenhagen, davon ein großer Teil, die schon auf den Schiffen in Hamburg und Bremen auf der Reise nach Amerika gewesen waren. Die meisten liatlcu kein Geld, da sie ihr letztes für die Schitfskarte aiisgegchcu hatten und da mußte die Gemeinde eiiigrcileu. Sie stellte 60 000 Kronen zur Verfügung. Dann hat sich die Loge hauptsächlich der Wiener Kinder angenonituen und hierfür 20 000 Kronen gespendet. Die Kinder wurden :11 Heimen üntergehradit (abgesehen von denen, die in Familien ätifgenommcn wurden). Ein Herr aus Rußland kam zu 1111s und sagte, daß in Rußland genug Gehl sei, daß 'aber vorläufig der Hilfsverein und die Zionisten Geld vorstrecken sollten, das dann zurückgqzahlt werden würde. Wir haben sofort 153 0011 Kronen geschickt, das aber bis heute nicht zu rück ge zahl' wurde. Ich glaube, der Oeffentliclikcit gegenüber s:gor: zu können, daß wir wirklich etwas getan haben. Ich habe noch -eine wichtige Aktion zu erwähnen: Die Weiterseiulung von Geldern, 'die uns vom Auslände geschickt wurden. Davon waren ,55 000 Kronen fiir-Kindcrhcimc in Wien und ’I •127000 Kronen für Rabbiner Sack in Riga. Diese Summen 'übersteigen bei weitem das, wa» wir selbst im 'Lande aufgebracht haben, (Fortsetzung folgt.) Anschluß der Poale-Zion an die 3. Internationale Die Weltkonfcrenz der Poale-Zion ia Wien hat mit 178 Stimmen bei ISO Stimmenthaltungen den Anschluß an die 3. Internationale beschlossen. Nahezu alle Delegierten, die sich der Stimme enthalten haben, haben die Konferenz verlassen, ohne jedach ihren Austritt aus dem Verband zu erklären und halten separate Beratungen ab, deren Ergebnis noch ausstcht. aus Dänemark. Dr. Simraonstn, Kopenhagen: Wenn vorhin von der geringen Anzahl der Juden in der Schweiz gesprachen wurde, so muß ich auf die noch geringere Anzahl der Juden in Dänemark hiinveisen, Außer Kopenhagen gibt es überhaupt keine’jüdische Gemeinde in Dänemark. Wir leben abseits im Norden, aber irn 10. Jahrhundert, hat es sich gezeigt, daß unsere Stadt eine gute Vermittlung schaffen kann. Es ist unmöglich, mich nur einen kleinen Teil all dessen zu erzählen, was in meiner Lebenszeit geschehen ist. Ich spreche namens des dänisch-jüdischen Hilfskomitees. Anfangs der SOer Jahre kamen große Haufen von Flüchtenden aus Rußland nach Kopenhagen, die dort verpflegt und weitergeschickt wurden. Sie kamen jrewüUnlich am Mittwoch» und fuhren Sonnabend weiter. Einige blieben in Kopctv liagen, meistens Handwerker. Weitere kamen in den Wer Jahren, als die großen. Ausweisungen in Rull- Beut waren. Dann kamen die furchtbaren Pogrome. Zu dieser Zeit versammelte sich in Kopenhagen eine größere jüdische Gemeinde, meistens Handwerker; für Kaufleute war kein Platz. Wir kamen also nicht unvorbereitet in den Krieg. Die Arbeit wurde hauptsächlich von der Alliance Uraelitc geleistet. Von 110t) Steuer- Zahlern, sind .1030 Mitglieder der Alliance, die jedes Jahr eine größere Summe aufbrachten, Hunderte und Fausciide von jüdischen Gefangenen wurden ausfindig gemacht, mul Briefe, Geld und Liebesgaben ihnen übersandi. Ich will vorweg nehmen, was Herr Kogan zu sagen hat, weil ich fürchte, daß er in seiner Beschcidcnheit nicht alles sagen wird. Wenn wir von dem f-Jend unterrichtet sind, so ist cs zum *;roßten Teile der Wirksamkeit des Kopenhagcner Komitees zuzuschreihen, das sich die größte Mühe genommen hat, Nachrichten zu verschaffen und Hilfe nach Sowietriißland zu schicken. Neben dem Dänisch-Jüdischen Komitee bestand ein ostjüdisches, ferner ein skandinavisches Komitee, das hauptsächlich Schweden und Norwegen umfaßt. Den unablässigen Anstrengungen des ostjüdischen Komitees und des Herrn Kogan Ist es gelungen, endlich' Nachrichten zu erhalten und Lebensmittel und Kleider nach Rußland zu schaffen. Uebcr die Tätigkeit des dänisch- Deutschland Presse-Rundschau Das 8״-Uhr-Abcndblatt“ (National-Zeivung) vom 16. August brachte an leitender Stelle einen Artikel des früheren deutschen Reichskanzlers August Müller über den Antisemitismus. Müller weist dabei mit großem Nachdruck darauf hin, von welch hohem Wert der deutsehe Antisemitismus während des Krieges für die anddeutsche Propaganda im Ausland gewesen ist. Dasselbe Blatt brachte dann im Anschluß daran eine Veröftcntücliung des Verbandes der Ostjuden, in der die jetzt auch von demokratischer Seite so beliebte Ostjuden• netze an Hand statistischen Materials zurüekgewiesen wurde. Harde 11s ,Zukunft“ veröffentlicht in Nr. 45 einen ausführlichen Beitrag von Richard Licht heim, ״Die Heimkehr der Juden“, der zu Propagandazwecken ganz besonders geeignet ist. Antisemitismus in Swinemünde Auf der Strandpromenade in Swinemünde kam cs Sonntag abend gegen 11 Uhr zu Kundgebungen mit antisemitischer Tendenz. Unter Führung von Reichswehrsoldaten, anscheinend früheren Baltikuinern und Mariiicnngeliörigeii, zog eine große Menschenmenge mit Musik und Gesang vor die vollbesetzten Vergniigungslokale, wo Vatcrlandslieder gesungen und Droliiimwii gegen , die jüdischen Badegäste ausgcstoilen wurden. An einigen Stellen wurden Ansprachen ähnlichen Inhalts gehalten. Der verstärkten Polizeimannschaft gelang cs, durch sofortige Schließung der Lokale die Ansammhing zu zerstreuen, und ernstere Ausschreitungen zu verhindern. Achnliche Kundgebungen haben in der vergangenen Woche schon wiederholt stattgefunden. Am letzten Montag haben die hiesigen Gewerkschaften zu einer Gegendemonstration auigeniien. In einem an ״Bürger, Arbeiter und Badegäste“ gerichteten Aufruf beißt es: ״Mit antisemitischen Hetzereien haheu Soldaten der republikanischen Republik den Arbeitsfrieden unseres Bades gestört; Hunderte von Badegasten sind bereits abgereist. Die ohnehin schwache Saison ist vernichtet. Hunderte von Musikern, Kellnern usw, werden brotlos. Der Ruf Swincmiindes ist zerstört Heraus zur Massendemonstration!“ Montag abend fand aut der Straiulpromenade vor dem Kurhaus eine Demonstrationsvcrsainmlung der Gewerkschaften statt, m der der Führer der Unabhängigen über das Thema sprach: Was gedenkt die Regierung gegen diese Herausforderung und gegen die Vernichtung von Hunderten von Existenzen zu tun?״ Eine Million Pfund für den N.-F. Professor Weizmann hat bereits zu Beginn des Jahres die vom Nationalfonds für 1020 benötigten Geldmittel auf lOOOOtiO.C veranschlagt, wenn anders der National Fonds in der Lage sein soll, die für den Rodenkauf bestellenden Möglichkeiten Ln dieser entscheidenden Zeit auszunutzeu. Die Million Pfund muß unv so mehr aufgebracht werden, als die Londoner Konferenz einstim.mg bestätigte, daß der Nationalfonds m Palästina der T r a g e r d c r j ii d i s c 11 e n Bodenpoiitik in St adt un d Land is t. Deutschland hat /זד־"!'"" mir mit einer sehr gering״־ Summe (b75 000 M. . 5470 M) beteiligt. Es ist die Pflicht jedes Einzelnen, mit allen finanziellen Mitteln die Erreichung des deutschen Kontingents (30000 il) zu ermöglichen, j fit I