Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1920-08-20 · Heft 57 (20.8.1920) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 57 (20.8.1920)
Date
1920-08-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652228-2652284--13338-2671054
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. ז«*. JU EDI SC HE RUNDSCHAU Seite 449 I in weiterer, fiir manche׳ •Kreist* sehr bedeutender Seltiitt wurde durch die Erteilung der E r I a!1 b 11 i!1 | zur Rückkehr an die d e 11 t s c h e 11 _ K o 1 o ■■! nisten getan, Der Oberkotnmissär hat tlie ErlaubiTs j /׳ui׳ Hitekkclir der Deutschen erteilt. Alle von hier 1 ausgewiesetien deutschen Kolonisten (mit Ausiulime derj iciiigen, die sieh Kriegs- oder politische Vergelten!iahen ן /!:schulden koiniiieit lassen) dürfen nunmehr nach dem! Heiligen Lande zurück. Line Gruppe von 25 Mann, j die als Quartiermacher und Ordner für die übrigen j Deutschen nrbeiien, ist bereits cingetroffen. Die )»ן ־ d sche L.tndesbcvulkenuig erblickt darin die Abschaltung i des letzten Restes militärischer Verordnungen und י begrüßt die Rückkehr der Deutschen mit freundlichen! Worten. Der hebräische i’ublizist Ludwtpol schrieb j darüber in der leriisaleiner ״Haaret/“ unter amlcrem: j ״Als ein überall verfolgtes Volk, haben die Juden ן die oberste 1׳flicht, die heute in Not befindlichen Deutselten dort, wo dies ohne besondere ,Opfer geschehen kann, zu untcrstiilzeii. Die deutschen Kolonisten sind ein fleißiger und nützlicher Faktor int Laude und sollen als Mnsterbauern den jüdischen Kolonisten vorgehalten werden. Ihre Konkurrenz, die vor dem Kriege :11 den meisten Fällen durch politische Unterstützung von seiten der deutschen Regierung als illoyal empfuitdeii werden konnte, wird jetzt, hei Wegfall der genannten Voraussetzung, nur als anregendes Beispiel für die übrigen Lande seinwoliner dienen.“ Diese fu!s- Fassungen des bedeutendsten hebräischen Blattes im I ande gelten als die Widerspiegelung der gesamten öffentlichen Meinung, wenn mau auch tlie bei einem Teil dieser Deutschen vor dem Kriege zutage getretenen antisemitischen Regungen nicht vergessen hat. Ein Bericht Wir biingcn nachstehend einige Stellen aus dem Briefe eines Berliner Gesinnungsgenossen, der jetzt nach Fiez-Israel /urückgckchrt ist. VVir werden uns bemühen, möglichst viel Informationen ähnlicher Art, die wir für besonders wertvoll erachten, uns zu verschaffen. ״turn komme ich Ihrem Wunsche nach, Ihnen mit- /!!teilen, wie und womit ich mich entrichte. Als ich nach Haifa kam, ging ich zunächst nach irgendeinem jüdisehen Hotel. Zehn Piaster das Bett. Zimmer separat gibt es nicht. Da ich aufs Sparen ,fiir die Zukunft ge- Minnen hin, esse ich nicht inr sogenannten!Intel, sondern ouctschc mich mit meiner Tochter in irgend ein nieuriges und enges, dicht von Fliegen und Menschen hesetztes arabisches Speisehaus. Ich pflege dort allerhand Gemüse in Oel gebraten zu essen. Alles zusammen für /wei Personen pflegte es inklusive Brot;teilt bis neun auch manchmal zehn Piaster zu kosten. ' Von enter Anhöhe des Karmel ans machten wir uns einen Plan zurecht, nach welchem meine Tochter und ich Wohnung suchen gingen. Wir nahmen eist die Stralien, die dieselbe Richtung wie d.is Alcercsufer Italien. Wir gingen so drei Tage wie die Bettler von Haus /u Haus fragend; bei Nacht immer im Hotel schlafend II •td zu den Mahl/eiten imitier n Araiberquetschen essend. Alles ohne Erfolg. Am vierten Tag fingen wir an, die Kren/st!allen, d. 1t. die Stralien, die im rechten Winkel zum Meerestifer gehen, ahzusuclteit. Am äußersten Fnde der Stadt, an der deutschen Kolonie, fingen wir an, und hier erklärte sich ein deutscher Besitzer hereit, uns cm Zimmer zu vermieten. Litt Zimmer 1-1 m, aber nicht unter 3 Pid., unmöbliert, /!!geschlagen. Einige Wochen schliefen wir auf dem FutSboden, unsere־ Kleider als Unterlagen und auch als Zudecke benutzend. Nachher lernten wir eine nach Argentinien wcg/icheudo Araberin keimen. Von dieser kauften wir eine fingerdicke Matratze, einige Kupfergeschirre für 3 Pfd״ wobei die Araberin uns gewili übers Ohr gehauen hat. Eine jüdische Frau, die das Technikum mit Tee versorgt, lieh uns zwei llolzpritsclien, zwei dünne Wolldecken a 70 Piaster. Ein paar I lolzkisten borgte uns unser Wirt. Ein ״Primus“, das ist ein Petroleumkocher, worin das Petroleum erst verdampft und dann verbrannt wird, war für IQ׳ Pfd, erworben. Von irgendeiner jüdischen Familie bekamen wir eine Nähmaschine geborgt. Jet/t war unsere Wobming׳, unser Geschäft, unser Eßzimmer und unsere Schlafj stuhe fertig cquipiert. Wie Sie zwar wissen, hin ich! kein Assiiuilatümsjude, aber diesmal haben sieh innere j Rippen, nachdem sie sich wochenlang auf dem Holz lienmigewäl/.t halten, den Pritschen ganz gut aiigcpalit. Die 1 laut über den Rippen ist anscheinend hart geworden, was kein Nachteil ist; denn seit einigen Monaten schlafen wir ganz gut. ,Meine Tochter hat rasend viel zu tun. Ich mache den Laufburschen; hole Tomaten, Gurken, Kusa, Betüidjan, Melonen, Misch-Misch und noch viele andere Gemüse und Früchte, welche in Europa unbekannt sind, und wir essen sie gekocht mul ungekocht und leben und sind gesund. Trotzdem wünschen wir sehnlichst, daß unsere Enge und Härte bald eine Aendertuig erfahre. Aber wir weiden wohl lange warten können,-- - Sie fragen; Wie sind jetzt die WoltnungsVerhältnisse in Palästina? - Erschöpfende Antwort: sehr traurige. Wohnungen sind nur 1׳acl1 vieler Mühe und Lauferei zu bekommen, und selbst diese nützen nicht, wenn nicht ein glücklicher Zufall zu Hille kommt, daß gerade eine Wohnung frei wird. Die Preise der Wohnungen sind in Palästina sein׳ verschieden. In Jerusalem zahlt man für zwei Stuben und Küche 25—35 Lstr. jährlich, in Jaffa und Haifa •10—70 Lstr. jährlich. In Haifa beispielsweise bestellt trotz der bereits erfolgten Ankuiitt Herbert Samuels ein arabischer Boykott; nt,!11 soll an Juden überhaupt nicht vermieten. Zu Frage 2: Wo kam» man Unterkunit bekommen und wie teuer? Pioniere, die Lust bähen, ihr Geld alle zu machen, bekommen in jüdischen Hotels, deren es übergenug gibt, Unterkunit zu horrend buhen Preisen. Sie itmssci» sich aber nicht cinbiUlcn, daß sie ent Zimmer bekommen können; in jedem Zimmer sielten drei bis vier Betten, so daß mau es stets mit Fremden teilen nmH, und jedes Bett kostet pro Nacht zehn Piaster durchschnittlich. Ein Frühstück kostet ungefähr sieben Piaster, Mittagbrot zwanzig Piaster, Abendbrot zehn bis zwölf Piaster. Wenn man aber Pionier ist und sich mit Brot und VegetabTcu hilft und nicht wie cm feiner Mann im Hotei ißt (ich habe es so gemacht), dann kann man gut mit zwanzig Piastern täglich Auskommen. Frage 3: Gibt es Möbel, und zu welchem Preise? .Möbel gibt es nur direkt vom Tischler gegen Bestellung, und zwar zu horrend holten Preisen. E-iit einfacher Stuhl kostet allein 125 Piaster, ein 'lisch ist kaum unter 3 Lstr. (300 Piaster) zu haben. Ein Schrank kaum unter 5 Lstr. Eiserne Bettgestelle sind zu haben (l Iolzbetk'1! sind hier nicht angebracht), aber ebenfalls sehr teuer. ■Audi jegliche Art Wirtschattsgegenstande sind zwar zu haben, aber furchtbar teuer und von schlechter Qualität. Es ist daher unbedingt 11 o t w c n d i g, d a ß nur so l e 11 e M e 11 s e he u ko tu ut e n , die i tu - stände sind, auf j e g 1 i e 11 e Bequemlichkeit zu verzichten und mit dem Alt er not wen- <1 i ״• s t e n z u f r i e 11 e tt z 11 s e i 11. A 11 ß e r d e in w ä r e es gut, w e u 11 jeder Pionier sich selbst ein 1־ e I d b e 11, et w a s B e 11 /, e u g 1111 d etwas E ß ־ gerät m i t b rächte.“ Akko — Palästina einverleibt London, Itl. August, (Jewislt Corr. Bur.). Captain Reading wurde zum Gouverneur von Akko ernannt. Die ״Times“ bemerken hierzu, dies׳ bedeute die Einverleihuug Akkus in 11 as Territorium Palästinas. Immigration in Jerusalem ig. Nach Jerusalem sind während der Monate Tebeth/Sivan 5680 317 Familien mit 700 Personen gekommen. Von den 700 Seelen waren ■lö(> bereits vor dem Kriegee in Jerusalem ansässig und kehrten jetzt aus dem Galuth zurück; 23׳l Immigranten sind in Jerusalern neu augekouuueu. Au KW Familien würden Darleiten von über KHJtl Pfund gegeben, in der Höhe von 1 - 25 Sterling. Für Unterstüt/uugs/wecke wurden zugunsten der Immigranten in Jerusalem während des Halbjahres 208 Sterling (engl.) au •gegeben. Otto Abeies; Die Ueitesung, Gedichte. Verlag R. 1. üwif, Wien-Berlin, 1020. Dr. S. A. 110 rod e t zky:' Religiöse Strömungen im Judentum. Ernst Bircher ' Verlag, Bern u. Leipzig, 1020. J e s e 11 tt r ti 11 , Monatsschrift für Lehre und Leben int Judentum, herausgegehen von Dr. J. Wolilgemuth, Verlag des ״Jcsehurun“, Berlin N. 21. Leon Simon; Sttulies in Jcwish Natioitaüsme Lougmaus, Green and Ca, 30 Paternoster Row, London. M e i 1׳ Wiener: Die Lyrik der Kabhalah, Dr. J. Ca leb: Le Honte National Juif, Gonstamiiiopk׳, Societe Anonyme de Papeterie et (l’Iiiiprimerie. 1020. Fite Peace Conference, Paris, 1910. Report of die Delegation of tlie Jcws of tlie British linpire, London, 2, Verolans Buildings, Grav’x imr, W. C. I. 1920, Priee, Ten Shillings and Sixpetice. Al-Tyra: La Nouvelle Alliance, Bruxelles,, 1020. I)r. N a l 11 a 11 B i 111 ׳ b a u m: Vor dein Wainlcrslurm. 2. Auflage. L. Sänger, Frankfurt a. M. Die A r b e i t , Organ d. Zion. Volkssozial. Partei Hapoel-I L'i/air. 2. Jahrgang, Juliheft 1920. ״Kameraden", Verbandszeitschrift des Jugendvcr- Randes jüdischer Deutselter ״Kameraden“, Nr. 6-8, Juni-August 1920. Unser W eg. Jüdisch-akademische Blätter, heransg. v. . 15111111 Jüdischer Akademiker (April 1920). F. 1 c / -1 g r a cl, Mitteilungen des Hauptbüros des Jüdisehen Nation,tlionds. Jüdischer Verlag, Berlin, April I I V e s s i 11 o i s r ,1׳ e 1 i t i c o , Rivista Bintensile per la •Moria, tu •Scienza et b> Spirit« dcl UimlaiMiio« Stabilimento Tipografico, E. Schioppa, Tortito, 1920. Jüdische turn- und Sportzeitung. Sonderlieft zum VIII. Turn tag. Juti-Aug. 1920. Berlin Welt- Verlag, ß 0 5׳ י,‘׳ v h b a. Blätter für die heranwachende jü,- disehe Jugend, Herausgeber: C. Z. Klötzel. Berlin* Welt-Verlag. Jahrg. 2, Heft 1, 2, 3. Die jüdische Legion Laut offiziellem, aut 30. Juli in Palästina eingetroilenen, telegraphischen Bericht, bleibt die jüdische Legion, der Gctlud,• bis Zimt 31. März 1921 bestehen. Betreffs einer neuen Mobilisierung sind noch keine Nachrichten eingelangt, eine solche stellt jedoch, nach den tu informierten Kreisen vorliegenden Nachrichten, ticlier zu erwarten Am 10. Juli bildete sielt in Jerusalem eine Vereintgting der demobilisierten Legionäre. Es wurde ein Komitee gewählt, dessen Aufgabe darin besteht, alle in Jerusalem und Umgebung sich aufhaltenden demobilisicrtcu Legionäre dem Verein zuzuiiihren, solche Vereine an allen Orten zu gründen, wo es bisher noch keine gibt, mit den bereits existierenden zwecks gemeinsdiaftliclter Arbeit in Verbindung zu treten und für die verschiedenen Vereinigungen eine Lniulcs/entrale zu schaffen. זי Auf Ansuchen einer Rahbiner-Deputation um Befreiung der jüdischen Soldaten vom Militärdienst am Samstag, erklärte Samuel, er würde die Uebungeu auf andere Tage verlegen lassen, tun so mehr, als auch er hei ihnen häufig anwesend sein möchte Kleine Mitteilungen Palästina wird von der neuen Verwaltung in zwei Verwaltungsbezirke eingeteilt; Palästina mit Jerusalem und Phöni/ien mit Haifa als Zentrum. Den Hotels, Kaffeehäuser» und Klubs wurde der Ausseita 11 k aller Arten von Alkohol und Likören verboten. Die Lokalregieruug Jerusalems forderte alle Müller auf, ihr bis zum 5. August schriftlich zu berichten, um welchen Preis sie den in ihrem Besitze sich befindlichen Weizen eingekauft hätten und wie. hoch sie ihn ver* kaufte». Infolge Niehteriegujig der geforderten Kaution in der festgesetzten Zeit, wurde das Erscheinen einer Reihe von Zeitungen, darunter auch der ״Jerusalemer Gazette“ und ,,Suriuh-aLGauubüili" seit dem 29. Juli verboten. Die Zentrale der I clirervereiiiigung veranstaltet in Jaffa Soittmerkurse für Lehrer, die am 24. Ab beginnen und drei Wochen dauern sollen. Nach Abschluß der Kurse soll eine allgemein Kconioivnz der Lehrer Palüsttnas zusamineeiitreten, deren Tagesordnung demnächst veröffentlicht werden wird. Die Plantagenbcsit/er von Pctacli- DL״ alt haben von der ICA ein langfristiges Darlehen erb alten, und zwar 21 000 Pf. für Plaiitagc/wcckc und 11000 Pf. für den Anbau von Luzernen (Klee). Außerdem bat der Wand der Kolonie ein Darlehen von 22 500 Pt. für Stralienbautet! erhalten, an dem der Waaö Ha/irim mit 15 000 Pf. und die IC.A mit 751X1 Pf. partizipieren. Unter der Leitung der zionistischen Kommission beginnen in Petaelt-Tikwah Straßenbauarbeiten, für die eine Anleihe von 22 500 Pfund gemacht wurde. Die Straßen sollen dit! Kolonie mit den Orangenpflatmmgen verbinden. Ls verlautet, daß die lea den Besitzern von Oraugcnplantagcii eine Anleihe von 24 000 Pfund bewilligte sowie für den Anbau von Luzerne 11 000 Pfund. Die ״Pre1-Jerusalem‘‘-Uese!lsch,nt bereitet eine nette Publikation über die historischen Plätze, heiligen Stätten und Naturschünhciten in und um Jerusalem vor. Mr. Asltbee übernimmt die allgemeine Redaktion und Dr. Slotisel! den hebräischen Teil, Das neue Buch wird gleichzeitig Vorschläge für die Instandhalfung und Verschönerung der historischen Plätze der drei Gemeinschaften, der Christen, Juden und Molraitrmedaner, enthalten Politische Nachrichten England Curzon iiber das Mandat Bet den Debatten über den Friedensvertrag mit der Türkei im Oheritause berührte Lord Wester Watitis auch die PaliistinaiTage und sagte 11. a.: Wir machen in Palästina den Versuch, das Land einer Gemeinschaft zu übergeben, die, sei es durch ökonomische, sei es durch psychologische Getet/e, wie auch durch geschieht• liehe Beispiele bewiesen hat, daß sie nicht in Freund- Schaft mit .ihren Nachbarn leben könne. Außenminister Lord Curzon erklärte in seiner Antwort: Lord Waniis ist sehr unzufrieden, daß England das Mandat über Palästina übernommen hat, um dort, bei aller Gerechtigkeit gegen die arabische Majoiität, ein nationales Heim fiir die Juden zu schaffen. Palästina war während der letzten 500 Jahre unter den Türken einer der größten Skandale der Geschichte und jetzt, wo wir daran gehen, diesen Fehler zu verbessern, wo wir auf Verlangen der dortigen Bevölkerung das Mattdal übernehmen, kommt der Lord, noch bevor das Mandat veröffentlicht und dem Völkerbund zur Bestätigung vorgelegt wurde, und kritisiert unsere ganze Politik als eine ganz unerhörte Sache. Bei allem Respekt muß ich sagen, daß ich noch nie eine Rede angehört habe, die so leichtfertig ernste und verwickelte Fragen behandelt hätte, und ich kann dem Lord versiclirn, daß wir in allen Fragen stets an Gercchtigkeit, Frieden, zukünftige Ordnung und Prosperität der Völker gedacht haben Faisuls Appell an die Zionisten London, 10. August. (Jewish Corr, Bur.). Emir Faisul erklärte im arabischen Blatte ״Nafir", daß die Opposition der Extremisten gegen Englands zionistische Politik für den Zusammenbruch der Regierung in Damaskus verantwortlich sei. Faisul hofft, daß die zkmi• stischcn Führer in London zugunsten der arabischen Unabhängigkeit intervenieren werden. Palen Ein Armeebefehl Kriegsininister L e s n i e w s k i erließ einen Tagesbefehl, worin aiigeküncligt wird, daß alle Ausschreitungen des Militärs gegen die jüdische Bevölkerung strengstens bestraft werden. Die einzelnen OlTizicre sind für das Verhalten ihrer Triippeiiabteiliiugeii verantwortlirh. Abbau des ״Joint“ Auf Grund von Insiruktioiien aus Amerika wird die latigkeit des ״Joint“ in Polen zeitweilig eingestellt. Weiter funktionieren soll nur die Abteilung'für d?e Aus- Zahlung der amerikanischen Geldanweisungen. Der die Leitung übernehmende Herr Zucker erklärte allen Beamten, daß vorderhand für sie keine Beschäftigung mehr vorhanden sei und daß sie, insofern der ״Joint“ Polen verlassen werde, eine Entschädigung erhalten weiden. Er konferierte auch mit dein bei der jüdischen Gemeinde bestehenden Hilfskomitee zwecks evtl. Uebemahne der Agenden des ״Joint“. * , a r S c h a u (J, C, B.). Das amerikanische ״Relief for Children“ (amerikanische KindcrbiJfswerk) beschloß seine Tätigkeit tu Polen fortzusetzen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.