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Jüdische Rundschau · 1920-08-10 · Heft 54 (10.8.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 54 (10.8.1920)
Date
1920-08-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 54 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 429 Baufragen Am lf>., 7'י, und 18■ Juli fand in Jaffa eine Vor- Sammlung des Vereins der jüdischen Technik in Paliisfina statt, Prof, (ieddes referierte über die Grundlagen des Städtebaues. Referate wurden u,. a. auch gehalten über Chemie in der Agrikultur, Stand der Arbeiten am llaifaer llafeu, Die technische Erziehung in Palästina. Die Vereinigung der zionistischen Ingenieure in Zentral-Europa und in Amerika. Anf Anregung des Waad Hair von Hebron, wurde j dort eine Aktiengesellschaft gegründet, zwecks Erbauung eines jüdischen Viertels, bestellend aus zirka 50 Hausern, um dem dortige״ jüdischen Jischuh zu ermögliehen, die zu erwartenden Immigrationen aufzunehmen. Der Ruhetag der Beamten Colonel Storrs veröffentlicht namens der Regierung eine offizielle Verordnung, wonach ,alle Regierangsbeamteu das Recht haben, je nach ihrer Religion einen Tag in der Woche zu feiern. Es sei wahrschcinlieh, dnli demnächst noch ein weiterer halber Tag freigegeben werden wird, jedoch sei in dieser Frage noch kein endgültiger Beschluß gefallt worden, v Um den Waad Hachinuch In der zweiten Hälfte Juni hatte sich der paiiistincnsische Lehrerverband an alle Lehrer der verschiedenen Erziehungsanstalten Palästinas gewandt mit der Anfrage, wie sie sich zur Forderung des Misrachi auf 2 Wandei Hacliimieli stellen. Fast alle Lehrer sprachen sich energisch gegen jeden Trenmingsgcdanken im Schulwesen Palästinas aus, wobei ein Teil der orthodoxen Lehrer nur die Festsetzung gewisser Sicherungen verlangte, 10er ZentralverbaiKl der hebräischen Lehrer voranstaltet in diesem Jahre Sommerkurse in Jaffa, die drei Wochen dauern werden. Diese Kurse enthalten folgendc Vorträge: Experimentelle Psychologie, Experimentalphysik, Turnen für Turnlehrer, Freihandzeichnen für Naturgeschichte und Geographie; Benutzung des Mikroskops. Landwirtschaftliche Vorträge: Gemüsebau, Bienenzucht und Baiiiiipflanzuiig. Sämtliche Vorlesungen werden in der Schule von Mikweh Israel bei Jaffa abgehalten werden. Gegen 4» Lehrer und Kindergärtnerinnen verlassen mit Schluh de־. Schuljahres Palästina und begeben sich nach Amerika, England, Frankreich und Deutschland, um dort Hochschulen, zu besuchen. Beginn der Weinlese jerusalent, 28. Juli (J.C. B.) Aus Anlall des Beginnes der Weintraubenlese besuchte der High Commissioner Sir Herbert Samuel die Kolonie Rischon Ic-Zion. Bei der Entleerung des ersten Traubenkorbes in die Weinpresse sagte Sir Herbert Samuel, dab die britischen und zionistischen Flaggen, die nebeneinander flattern, für die Zukunft Palästinas symbolisch sind, dessen Gedeihen und Glück von der freundschaftlichen Zusammenarbeit der Christen, Mohammedaner und Kolonssten abhängc. Ost-Jordanien Auf eine Anfrage Rapers im Unterhause an den Premierminister, wie weit und bis zu welchen Plätzen die behördliche Administration der palästinensischen Regiemng sich iin Osten des Jordan ausdehne, antwortete Botvar Law, dall diese nicht bis zum Osten des Jordan reiche. London, 1, August (J.C. B.). im Untertiause fragte Mr. Reepied die Regierung, wo die Südgrenze Palästinas verlaufen wird. Mr. Bo 11 a r Law erwiderte, •auch diese Frage sei gegenwärtig Gegenstand von Verhandlungen. lmmlgrations - Statistik Vom Januar 1919 bis 4. Juli 1920 kamen nach Palästina hauptsächlich über Jatfa auf 134 Schiffen 4341 Immigranten, davon 1759 weibliche und 2582 männliche Personen. Ein grober Teil dieser Einwanderer war schon früher in Palästina ansässig und erhielt von der Regierung auf Grund eines diesbezüglichen Zeugnisses die Einreisebewilligung. Kleiae Mitteilungen Die seiner Zeit eingeführten Begrenzungen in der Benützung von nationalen Fahnen wurden aufgehoben. Wie der ״I\>ar Hajon“ aus sicherer Quelle in Kairo erfahren hat, soll Alexander Aaronsohn bei der palästinensischen Landesregierung auf einen wichtigei! Posten berufen worden sein und anfangs August nach Jerusalem zurückkehren. Die ״Palestine Lighterage IV Costal Navigation Co. Ltd.“, Jaffa, die im Mai von der englischen Regierung bestätigt wurde, hat 10 (MX), auf je ein ägyptisches Pfund lautende Aktien herausgegeben. Auf dem Schiffe des LI »yd Triestino ״Carneolia“ trafen am 12. Juli 206 Emigranten in Jaffa ein. Am 17. Juli verschied m Jerusalem Rabbi Chaiih Michael Levi, ein Nachkomme Rabbi Hillel Riblins, der vor zirka 100 Jahren nach Palästina cinwandertc. Nach dreijähriger Abwesenheit kehrte Israel Beikind nach Jaffa zurück. Dr. J. Buehmann erläßt im ״Doar Hajom“ vom 20. Juli einen Aufruf an das jüdische Volk, allwöchentlieh zwei Arbeitsstunden für den Wiederaufbau Palästinas zu opfern, wobei ein jeder auf seinem ständigen ArbeiUfcUj* für diesen Zweck tätig sein soll. Kafr - Uricli (Kiriat - Mosche) Die ״Palästina-!.,•iml-ErwerbS-Organisation“ (P. L. E. O.), deren Sitz früher in Bialystok war und gegenwärtig : in Warschau sich befindet, hat mit Unterstützung der j ״Orient Colonising Co,“, des Fmanziustitutcs der A, I, , K. Ü., zwischen Jaffa und Jerusalem an der Bahn- : Station Seyed die Kolonie Kafr-Urieh gegründet. Der j Weltkrieg hat die Mitglieder der P. L. E. O. an der j Ucbersiedlung gehindert und die vorläufige liewirtschaf- J tung der Kolonie zerrüttet, obwohl das Paliistinanmt in ן Jaffa ihr während der kritischen Zeit nach Kräften beistand. Im Juni beriet mm in Warschau eine Ver- Sammlung der Mitglieder der ■P. L. E. Ü. unter Beteiligung von Dr. Alfred Nossig als Vertreter der ״Orient Colonising Go.“ und der ״A. 1. K. O.“ über die Wege zum Ausbau der Kolonie. Es wurde festgestellt, dall von den 30 beteiligten Familien nach .Beendigung des Krieges 5 ihre Angehörigen, bereits nach Kafr- Uricli entsandt haben, und dall die Ucbersiedlung von 10 weiteren Familien unmittelbar bevorstellt. Auch alle übrigen Mitglieder, von denen man Kunde erhalten hat, sind fest entschlossen, trotz der erschwerenden Valutai Verhältnisse unter den grollten Opfern baldigst nach Erez-! Israel zu ziehen und die Bewirtschaftung ihrer Bodenj antede zu übernehmen. Die meisten Familien haben Angehörige, welelie mit Ackerbau, Gärtnerei, Mileliwirtscliaft, Geflügelzucht, Obst- und Gemüsebau bereits | vertraut sind. Manche betreiben auch Industrien, die sie unter Mitnahme ihrer Maschinen nach Kafr-Urieh verpflanzen möchten. Die für die Ausgestaltung der Kolonie notwendigsten Malinalimen sind die Parzellierung des 1 Bodens, die Anlage eines Brunnens und der Ban von | Häusern oder Baracken. Die Versammlung beschloß, ן sich an die grollen jüdischen Institutionen mit dem Ersuchen zu wenden, der Kolonie in diesem schwierigsten Stadium ihres Aufbaus zur Seite zu stehen. Das von der A. I.K. O, ins Leben gerufene ״Hilfskomitee für Palästina“ hat zugesagt, die minder vermögenden Mitglie-; der der Kolonie iineiitgelllieh mit l.amiwirtsdiaftliciien Geräten zu versehen. Die Kolonie Kafr-Urleli dürfte eine der ersten sein, die in der neuen Siedlungsperiode in Betrieb treten wird. Die Adresse des leitenden Komitees der Kolonie lautet: Warschau, Ogrodowa 29, J. Ramborg Wasserversorgung von Jerusalem Während des Krieges War cs die erste Aufgabe, reines Wasser vom Nil nach Palästina zu bringen. Zu dem Zweck wurden aus dem sogenannten ״büßwasscrkanal“ bei Kantara, der seinen Ursprung in dem Nil hat, täglich Wasser nach Kant.ara gepumpt und durch eine Rohrleitung durch den Suez-Kanal und bis 5t) englische Meilen jenseits der Wüste gebracht. Hier wurde das Wasser von einem neu errichteten Reservoir aufgeiiommen und durch eine lange Leitung bis Gaza weitergeführt. Die unmittelbar in den Sand gelegte Leitung folgte zum größten Teile der neuen Eisenbahn. Dieses Wasser des Nils versorgte nur de״ unteren Teil von Palästina, während Städte wie Jerusalem, Gaza, Beersheba und Jcrielu> aus örtlichen Quellen mehr oder weniger versorgt werden. Jerusalem mit genügend Reinwasser zu versorgen, gelang es den Engländern in weniger als 70 Arbeitstagen. Schon Pontius Pilatus baute mit römischen Ingenieuren die Quellen zu einer Galerie aus, sammelte das Wasser durch einen noch jetzt zum Teil vorhandenen Aquädukt und führte es nach Jerusalem. Die Engländer setzten die Quellen und das Reservoir wieder in Dienst, indem sie das Wasser mit einer Pumpe hoben. Praktisch hat jedes Haus in Jerusalem seine eigene Reinwasser-Zisteme. Da jedoch die meisten in schmutzigem Zustande befunden wurden, so muß vor Füllung einer Zisterne mit dem reinen Wasser der Eigentümer ein Zeugnis von der neu organisierten Gcsundheitsbehörde erhalten, daß die Zisterne rein und frei von Moscjuitos ist, Soclatin wird durch eine zeitweilige Leitung eine Zisterne ohne Rücksicht auf deren Größe ganz gefüllt, wodurch die zurzeit 50 000 Einwohner von Jerusalem mehr Wasser als vorher erhalten. Es ist zu hoffen, daß die unter türkischer Herrschaft aufgetretenon schrecklichen Krankheiten rasch der Vergangenheit angeboren weiden. Die kurze Zeit, in der die Versorgung mit klarem Quellwasser aus dem Arub-Tal zustande gebracht worden ist, steht einzig da. Schon vier Tage nach einer vorläufigen Untersuchung war ein Plan aufgestcllt, doch infolge Mangels an Transportmitteln und ungewöhnlich schlechten Wetters der Beginn der Arbeiten erst am 12. April möglich. Es ist nun dafür gesorgt, daß im Bedarfsfälle 1 Million Menschen täglich mit Wasser versorgt werden kann. . Neue Palästina - Filme Herr Ben-Dov, der riilulgc Leiter und Inhalier der ״Meiior-alV'-Filiiigcsellsdiaft, hat wieder einmal eine Reihe seiner letzten Aufnahmen vorgeführt, die sich durch besondere Klarheit und Schärfe auszeichnen, Die Aufnahmen des GcuJah-Fcstes zeigen in hübschen Szenen das Leben und Treiben« beim Volksfest am Geulah-Tag und die opferfreudige Abgabe kostbaren Schmucks durch das jüdische Publikum. Der Film ״Jabotinsky und seine Gefährten in der Festung Akko“ zeigt uns Bilder aus dem Leben unserer Gefangenen in dem märchenhaft schönen Rahmen der Festung Akko. Die lebhafteste Begeisteren״ erweckte» die letzten Aufnahmen Sir Her* bert Samuels, die Ankunft des High Commissioncrs im festlich geschmückten Hafen von Jaffa; die Ankunft in Jerusalem und der Empfang durch die Munizipalität; die Vorlesung des königlichen Manifestes im Rcgierungs* gebäude am Har Haznfim mit den bunten Bildern! der Vertreter Siklpalästi/ins. Es ist nur schade, daß diese hübschen Bilder nicht'schon in der allernächsten Zeit im ganzen Gaitrth gesehen werden־ können. Emir Faisul , ״London (J. C. BA ״Manchester Guardian“ meldet, daß Emir Faisul sich mit Mustafa Kemal Pascha und den Bolschewiken verbündet hat. Emir Faisul erwartet auch Hilfe von seinem Vater, dem König von Hedjas. Presse-Rundschau Stimmen zur Jahreskonferenz ״Die Selbst wehr“ (Prag): ״Die Reorganisierung der Leitung und der Beschluß über die Natioiialstcucr sind die wichtigsten positiven Resultate der Konferenz. Es ist die Stunde gekommen, wo die Kräfte des gesamten jüdischen Volkes für das Werk des Aufbaiis des jüdischen Landes zusanimengefaßt werden müssen. Kein leii des Volkes hat mehr Berechtigung, von einem anderen Teil oder von einer Gruppe ”Leistungen zu erwarten, deren Früchte er mitgenießen will. ' Die zionistische Organisation ist sicli seihst dessen bewußt, daß sie die Mithilfe aller Juden für das Werk des Aufbaus gewinnen muß. Allerdings sind wir der Ansicht, daß auch dieser Versuch nur gelingen kann, wenn die zionistische Idee der nationale״ Wiedergeburt des jüdischen Volkes gerade in diesem Augenblick in ihrer ganzen ineiischhcitlichen Weite zur zu ergreifen und fortzurcillen vermag. Darum muß Offenbarung kommt, wenn ihre Schwungkraft die Massen es bedauert werden, daß gerade der schöpferische Geist der jüdischen Bewegung bei der Jahreskonferenz keinen angemessenen Ausdruck gefunden hat. Die allzu äugstliebe Beschränkung auf die Welt der Berechnung und der Ziffern, die beinahe geringschätzige Zurückstellung der ״Ideologie“, die ausgesprochene Scheu vor extremen Formulierungen, die Unsicherheit und Unentschlossenheit, auch nur entschiedene Parolen auszugeben, haben zuweilen eine gewisse Stimmung der Mutlosigkeit in der Konferenz erzeugt, die auf die Schlagkraft der zionistischen Propaganda nur ungünstig zurückwirken kann. Die Jahreskonferenz hat kaum das Niveau anderer Parlamente erreicht, und sie litt an den Unzulänglichkeiten des Parlamentarismus und an den Schwierigkeiten der Verständigung der verschiedenen Gruppen umso mehr, als keine starke Hand, kein überlegener Geist, kein ziclbewullter Gcstaltungswillc sie zusammenliicll, A«1011 ,111«; dit-srr Fi(.11111111!; muH die lehre ge* zogen werden, eiall die wahre zionistische Bewegung von unten geschaffen werden muß, aus dem Volke heraus, dessen schöpferische Kräfte zur Freiheit drängen. Vom Volke aus muß die zionistische Organisation mit Leben erfüllt werden. Daß man die Personen der Leitung weniger nach ihrer Volkstümlichkeit, als nach ihrer finanzpolitischen Bedeutung wähle, hat den Charakter der zionistischen Organisation schwer gefährdet Die zionistische Idee ist aber stark genug, um die Bewegung lebendig zu erhalten und ihren Sieg für die Zukunft zu verbürgen. ״Ne ue Jüdische Presse“ (Frkft. a. M,): ״Die Richtungen innerhalb des Zionismus sind an Zahl und Bedeutung gewachsen. Der Misrachi ist auf der Londoner Konferenz stärker als auf den letzten Kongressen hervorgetreten. Der Jungsozialismus, wie er in den nun vereinigten Parteien H a p o e I - H a z a ir und Z e i r e - Z i o n verkörpert ist, hat als neue Macht im Zionismus sein Programm und seine Forderungen angemddet. Andere Gruppen, die russischen und die amerikanischen Zionisten haben den Lauf der Verhandlungen, mithin ihre Ergebnisse, nachhaltig beeinflußt. Kurz und gut: es leben und wirken nun im Zionismus verschiedene Kräfte der politischen Riehtungen und Gruppen, womit schon gesagt ist, daß Gegensätze, die schon vorhanden waren, sich schärfer herausgebildet haben. So sehr, daß zum Beispiel die Poale-Zion sich zum — heute noch nicht ofiiziclen und förmlichen, aber mit geringen Ausnahmen tatsächlichen — Austritt aus der Partei gezwungen glaubten. Dieser Vorgang von nicht leicht zu nehmender Bedeutung gefährdet die Einheit des nationalen Judentums der Welt; und die getrennte Arbeit kann für das Werk des Aufbaus in Palästina von unheilvoller Wirkung werden. Das Bestreben der ״bürgerlichen Zionisten“ müßte dahin zielen, durch Einräumung von Zugeständnissen sozialpolitischer Natur die mit einem Full schon jenseits der Organisation stehenden Poale-Zion in der Bewegung festzuhalten. Weshalb aber erweitert man die Kluft, indem man die N a t i o 11 a I i s i e - r u n g d e s Bodens nur mit Vorbehalten b e - schließt, statt sie restlos zu pro k I a ini e - r e n , was doch eigentlich für jede f r u c h t - bare soziale Politik in Palästina Voraussetzung ist? Hier, auf dem Gebiet der sozialen Fragen, einem von der Konferenz nur kurz gestreiften Gebiet, stehen in jedem Fall noch heftige Kämpfe bevor. Sie können friedliche, heilsame Auseinander- Setzungen werden, wenn auf beiden Seiten maßvolle Vernunft nationales Denken und soziales Verständnis maßgebend sind. Demokratie — das war der Grundsatz, zu dem die Zionistische Organisation sich von Anfang an bekannte, auf dem sic bU liouti? beruht, OIcii׳l1hcrccl1Uj;t1u^ inner* halb der Organisation, mittelbar tätige Anteilnahme an der politischen Leitung der Bewegung ist Satzung und gültiges Recht. Der Krieg griff in diese Demokratie und Freiheit innerhalb der Zionistischen Organisation ein und machte den organisierten Zionisten die Ausübung ihres Selbstregierungsrechts sechs Jahre lang ..unmöglich. So ist die Tribüne des Kongresses schon über sechs Jahre lang verschlossen. Die Jahrcskonferenz sollte für den Kongreß einen Ersatz bieten; sie konnte es nicht in vollem Umfange tun. Heute stehen der Einberufung des Kongresses nur technische Schwierigkeiten entgegen. So erscheint der Beschluß der Jahreskonferenz, den Kongreß im August 1921 eiimihcrufcii, nicht liiiireicliciul begründet und der ganzen Lage der Dinge im Zionismus selbst wenig angepaßt. Der Kongreßtermin könnte leicht ein halbes Jahr früher gelegt werden. Der Kongreß hätte dann die Arbeitsplane für Palästina und das Galut endgültig zu formuhereu und festzustcllen, nachdem der Prozeß innerer Klärung m ihm ein beträchtliches Stück weiter vorgeschritten wäre. Vor aUem aber wäre dem deinokratischen Fuhlen des Volkes, seinem Willen zur Selbstbcstiinmung und Sclbstcntscheidung über seine Zukunft Genüge getan, was für das Gelingen des Werke9 in Palästina von größter Bedeutung ist“ 15?״r l s ra c 1 < t“ (Frankfurt a. M.): ״Aber eine grade von unserem Standpunkte höchst bedeutungsvolle Entwicklung hat sich unter dem Drude <u<»er ernüchterten Stimmung in beschleunigtem Tempo Nr :0 1 ns! d hördei ist, d bauet nales geru.t a reite wiilin laufet Hcjii! Prfss bei discj ZClttl 11 ich) xiern dio. licht Ei<Mf sä .־! (•! t I. I t I 21. j Aba b.-in /ugt 11 ] w 01* mal trefc Ko! gh sn r 1 r fühl tint; und : 1 Zen «i Airi Ihr: 1 Hie ' 1 :Im« j I Uli :1114 _t >ej 4: es Ci CI Um »tl sd uo A! ül SO

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