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Jüdische Rundschau · 1920-08-06 · Heft 53 (6.8.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 53 (6.8.1920)
Date
1920-08-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 422 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 53 ost jüdische Zuwanderung nicht vorhanden sei. Aus ■ seiner im übrigen mit bekunden antisemitischen Miitzi du 11 gezierten Rede ist hervor/uheben, daß er selbst j nährend des Krieges t'iir die Ostjnden ciugetreten ist. : jetzt aber, fuhr er fort, sei es echt christlich, /inüichst , für unser armes, zertretenes Volk cinziitreten. Gegen , die Resoliitum wandte sich nur noch der unabhängige; Abgeordnete 11 r e i t s c 11 e i d, der den Demokraten auch i ihre Kameradschaft mit den Antisemiten vorhielt.! Die Demokrat(•» sind sich also, wie es voraus/uj seilen war, treu geblieben. Ob sie jetzt noch, darauf j Anspruch machen können, von jüdischen Wühlern linier-! stützt zu werden, ist eine Frage, auf die die Antwort > leicht ist. l>ie jüdischen Wälder der deutschen Demo- I kratie werden sich verpflichtet fühlen, nicht mit den [ ״gut jüdischen Kreisen“ verwechselt zu werden, die 1־ der demokratische Redner für sich in Anspruch nimmt mul die nian, wenn sie vorhanden sind, mir als jüdische Antisemiten mul Verräter tler eigenen Gemeinschaft hej zeichnen konnte. Wenn von den Demokraten und auch 1 v11״ anderer Seite bei der Ostiudeiifragc immer die Entj schuldigung vorgebracht wird, daß inan zunächst für i Deutschland arbeiten müsse, so ist wieder daran! hin- . /״weisen, dnil alle Maßnahmen, wie sie vom Reichstag! verhängt werden, sich immer nur gegen die Ostjuden j und niemals gegen die mindestens ebenso zahlreichen Einwanderer anderer Stämme richten. Damit ist der J antisemitische Charakter dieser Bewegung genügend ge-! kennzeichnet, und keine Sophistik wird es leugnen können, daß i׳h sich liier um antiseinilisdie Vorgänge handelt. Die Berliner Repräsentanten - Versammlung Die durch die Waiden vom 20.- Juni teilweise neu •, gewählte 'Vertretung der Berliner Gemeinde hat ihre j Eiligkeit wieder aufgenoininen, Am Donnerstag, den! S. Juli, \r mnten die ne uge wähl teil Repräsentanten, dar- J unter zum erstenmal Vertreter der Jüdischen Volksnartei, in die k’epräsentaiiteii-Versammluiig eingeführt. | Bei der Bildung des Büros beanspruchte die Jüdische Volkspartei die Stelle des I. stellvertretende!» Vorsitzenden mit dem Hinweis darauf, daß das Wahlergebnis sie als die zweüstürkste Partei gezeigt habe. Von der Jtudisiheu Vulkspartei wurde 1'rnlcN.or I leinrieli Lowe fiir das Apil des 1. stellvertietenden Vorsitzenden vorgeschlagen, nie liberal-konservative Mehrheit erhob jedoch, trotzdem sie bereits den Vorsitzenden aus den Reiben der liberalen gestellt hatte, auch Anspruch auf den Posten des I. stellvertretenden Vorsitzenden und wählte den konservativen Kandidaten Lewinsky. Darauf gab Di. Abraham L ö 1> namens der Jüdischen Volkspartei die Erklärung ab, daß sic an der Bildung des Büros kein Interesse mehr liabe. In einer weiteren Sitzung vom 18. Juli stand im Mittelpunkt der Beratungen ein Dringüchkeitsniitrag der Jüdischen Volkspartci, nach dem die Repräsentanten- Versammlung beschließen sollte, das der Gemeinde gehörige und für Herbergszwecke bestimmte Haus in der 1:g1 ststra ’e 15 schnellstens .gründlich zu renovieren 11,;! der Maßgabe, daß die Kosten von der Gemeinde getragen würde», während sich der Verband der Ostjiu'eii bereit erklärte, einen Zuschuß von 5t) (),Mi M. zu leisten und die renovierte Herberge in eigene Verwaltung zu nehmet». Durch die Schließung der Herberge des Jüdischen Volksvereins ist, wie Herr Lewitt namens der Volkspartei ausführte, die Unterbringung der ostjüdischen .Flüchtlinge weiter stark erschwert worden. Andererseits ist die Herberge it» einem unbeschreiblichen Zustande. Durch das Eintreten der Vertreter der Jü- (Eschen Volkspartci wurde die Dringlichkeit der Angelegenheil von der Kepräseiitaiiteii-Vcrsammlung anerkannt mvd für die notwendigen Arbeiten eine besondere Kommission gewählt. Polen Ein ständiger Rat für jüdische Angelegenheiten Warschau (J.C. B.). 111 der dritten Konferenz der jüdisch-polnischen Ausgleichsverhandhingen wurde die Schaffung eines ständigen Rates für jüdisdie Angelegenheiten beschlossen. Ifiesem Rate sollen einerseits Veitreter der Regierung und der polnischen Sejmgruppen, andererseits Vertreter sämtlicher jüdiscner Riuitungen angeboren. Der Rat wird eine Exekutive, bestehend aus einem Regierungsvcrtretcr als Vorsitzenden, drei jüdischen und einer gleichen Anzahl Vertreter der polnischen Sejmgmppeu wühlen. Plünderungen Warschau (J. C. B.). In Kowel wurden sämtliche jüdische Geschäfte niedergebrannt. — In vielen polnischen Ortschaften wurden jüdische und zionistische Institutionen Aber fallen, ausgcplüudert und dann gesperrt. Wo bleibt der Schutz der Minderheiten? Wie wir erfahren, ist die Frage des Minoritäten- Schutzes im Versailler Vertrage auf den bisherigen Ausglcidisveriumdlimgen zwischen der polnischen Regierung, den polnischen Sejnignippcn und der jüdischen parlamcntarischcn Vereinigung nicht berührt worden. Gemäß den bisherigen Erfahrungen ist auch in keiner Weise anzunehinvi», daß die polnische Regierung die Absicht hätte, die in Versailles cingegangencn Verpflichtungen betreffend den § <D zu erfüllen. Dies erhellt am besten daraus, dal) die polnische Regierung den Vertrag über den Mliioi'itäteimcbutz noch uniner in der Staats/.eiUwg nicht veröffentlicht hat, wodurch die betreffenden Vertragstoestitnnnungen mangels an Rechtskraft bisher nicht!!!Wirksamkeit treten konnten. * I. P, Z, An Stelle des von den Bolschewisten ermordeten Dr. Cantor wurde Field, bisheriger Later des ״Joint“ in Minsk, zum Vertreter die» *Joint‘* in OstgaUaen ernannt. ״ Verbot jüdischer Zeitungen j Gegen die verschiedenen jüdischen Zeitungen Polens ן wird ׳in letzter Zeit auf Grund des herrschenden Kriegsj rechtes mit zahlreichen Repressalien vorgegangen. Nicht nur die biimlistischen und poale-zionislischeii Organe wie ״Der Arbeiter“. ,,Die Zajt“ ,,Unser Weg‘“ u. a. wurden verihde», sondern auch der. national-jüdische ״N'asz Kurjer“ wurde für acht Tage eingestellt. Eine Erklärung des Generals Wrangel Die ״Tribüne Juive“ erlult ein Telegramm, aus Konstantinopcl, in dem folgende Erklärung des (H־nc-. rals Wrangel wiedergegebeu ist: ״Die Erregung der russischen Volksmassen gegen die Juden erklärt sich durch die große Zahl der jüdischen Kommissare (gemeint sind die bolschcwistisehen Volkskommissare. Die Red.). Das russische Volk verstellt nicht de» l Jiiterscliied zwischen der jüdischen kommunistischen Minorität und den jüdisclicn antibolsciicwistischei» Massen. Ich werde niemals Pogrome /!!lassen. Die ludenfrage wird entschieden werden, wenn die Ordnung herrschen wird, für die wir kämpfen.“ Die ״Tribüne Juive“ weist mit Recht darauf hin, daß der letzte Satz der Erklärung eine sehr zweifeihafte Bedeutung hat. Die ludenfrage in Rußland ist durch die l'manzipation des jüdischen Volkes endgültig, 11,1k! auch formell, gelöst. Wenn der General eine neue Lösung in der Zeit der Herstellung, der Ordnung: wünscht, für die er kämpft, so spricht diese Auffassung nicht gerade dafür, daß er bereit ist, die Emanzipation der Juden an/uerkennen. Nationale Autonomie in Estland 111 der verfassunggebenden Versammlung von Est- Jam! ist bei der Diskussion über die Grundrechte folgender Antrag angenommen worden: Die Angehörigen der in Estland lebenden nationalen Minderheiten haben das Recht, autonome Institutionen für die Verwirkliclnuig ihrer sozialen und nioralisclK'it. Interessen, m bilden üi dem Umfange, wie diese nicht in Wider- Spruch mit den Staatsiiiteresse» stehen. Bekannte Methoden Die antisemitische ungarische Propaganda sieht jetzt eines ihrer Ziele darin, die ungarischen Juden zu ״Frauden" zu stempeln. Die Behörden in Debreczin und Waitzeii haben alle Juden, Ungarn und Nichtuugam, auch diejenigen, die seit Jahrzehnten in diesen Städten lebten, zu Fremden erklärt. Sie begründeten das damit, daß die Juden sich nur geduldet dort aufhielten. Auf diese Weise sind in den letzten Wochen aus diesen Städten 800 Juden vertrieben worden. Die Regierung in Bndapest gewährt den Flüchtlingen keinerlei Schutz. Schreckensnachrichten aus Odessa Flüchtlinge aus Odessa, die in Konstantinopcl angekommen sind, berichten über zahlreiche Exekutionen in der letzten Zeit. Unter den Erschossenen befinden sieh viele hervorragende Angehörige der Jüdischen Gemeiivde. Die jüdischen Kultureinrichtungen, die in die Hände der Bolschewisten übergegangen sind, sind vollständig ruiniert. Die Gewerbeschule ist cingegangen. Die Talmml-Thora, das Krankenhaus lind ein Teil der Schulen sinu ebenfalls geschlossen. Die Kasse der Jüdischen Gemeinde ist von den Bolschewisten beschlagnahmt worden. Zum Andenken an Friedländer und Kantor N e w Y o r k, (J. C. B.) Auf einer Vollsitzung de! American Joint Distribution Gonimittce wurde beschlossen, die Namen der iß der Ukraine ermordeten Delegierten des A. J. D. C. 1 ,rof. F r i c d 1 ä n d e r und Dr. Kantor zu verewigen. Zwecks Ausarbeitung von Vorschlägen wurde ein spezielles Komitee eingesetzt. Bauleute an die Front! Von Architekt Alexander Lev y, Berlin. Das große Werk des Wiederaufbaues von Erez- Israel für und durch das jüdische Volk muß in zwei Jahren ׳soweit gefördert sein, daß sieh deutlich erkennen läßt, ob die Zukunft des Judentums in Palästina liegt oder in der Galuth. Es gilt, in diesem friedliehen Entschcidungskriegc um die Form unserer zukünftigen Existenz alle aufbauenden Kräfte innerhalb des Volkes auf das äußerste nnzuspannen. Sie müssen aber auch nach einem ־bestimmten, und sogar sehr bestimmten Plane organisiert und eingesetzt Werden, ־ soll nicht aller Energieaufwand durch Systemlosigkeit, durch parallele und antithetische Aktionen wieder zunichte gemacht werden. Bereits vor 18 Monate» wies ich in einem, wie cs scheint, völlig unbeachtet gebliebenen Artikel (in Nr. 6 von ״yolk.uud Land“) auf die Notwendigkeit der rechtzeitigen Vorbereitung eines Organisatiousplanes hin, der nicht nur im allgemeinen große Richtlinien für den Aufbau gibt, sondern die Einzelfragen auf das Eit»- gellendste behandelt und dk besten Weg« zu den Einzelzielen unserer Aufbautätigkeit zu fiuilcn sucht. Lekk'ir ist in der Zwischenzeit so gut wie nichts in dieser Richtung gcscliclien und es bleibt nur übrig, diesen Appell jetzt ganz dringlich ü! der zionistischen OcffeivtUehkeit zu wicderliokn. Für die Organisation der einsetzenden Massenwanderung aus dem jüdischen Osten nach Palästina ist nichts vorbereitet, wenn man nicht die von privater ,Seite in Wien erfolgte Gründung׳ der ״Jüdisch-PalästinCnfische» Reise- und TmaaportgeseUsd»aft m. bAH.“‘ als zu• Grixfür •hIci urdi >11k׳• eine solche Vorbereitung gelten lassen will. L> 1*t mindest dringend zu fordern, daß die Zionistische ganisation diese Gesellschaft, welche innerhalb ihres schränkten Rahmens bisher schon sehr Erhebliches uns geleistet hat, sofort übernehme und au-hauc, wenigstens das geringe Kapital der Gesellschaft t eigene Beteiligung (oder durch eine offizielle Au# rung zu einer solchen) wesentlich erhöhe, bei welchem Modus sich der Vorteil ergeben würde, daß diese- 1 wichtige Unternehmen von vornherein unter eine öflem. liehe Kontrolle gestellt, und damit die erste palästiiK׳» sischc gemischt-wirtschaftliche Unternehmung geschafft׳!! wäre. Aber man könnte noch allenfalls aimelimcn, d,ni der jüdisdie Palästina-wnndcrcr, auch der ärmste Onhiz sieh aus eigener Kraft der» Weg it» das Land der Lr• j, lösung bahnt, wie er es ja bereits seit Monaten, soזו,■״ ' trotz sehclehtcr Valuta, Einwandcrungsvcrhotcn, (m!j. Schw ierigkeiten 11ml Schiifsrauinmangcl tut. ba:! >, ״ muß es unter allen Umständen als ausgeschlossen geile!, daß der Einwanderer, irgendwie hnStande wäre, ,mg! für seine Behausung selbst zu sorgen. Hin u! der wichtigste Punkt, bei dein die öffentliche Organ!, sation mit aller Kraft cinzusetzen hat. Fs nr.u-1 ״ sofort, — (Lus heißt noch i n d i e s c n paar 1 e t z t.!! Sommermonaten KO) — von urganisat:onswr,;1 ״ alle Vorbereitungen getroffen werden, um die Herstelhmvon Unterkünften in ausreichender Zahl mul in zu länglicher Bcscliaffcnheil für die allerersten Wellen da Einwanderung durch Zufuhren. Auch auf diesem Geba■(!• ist von der Organisation bisher nicht das Geringste vorbereitet, und die Verhältnisse liegen ähnlich wie bei dem TransportproMem. Nur mit dem Unterschiede, daß statt einer Gesellschaft sich auf dem Gebiete des Barn- und Siedlimgsvvescns bereits mehre re pnvate Unternehmungen für Palästina aufgemacht lubcii, welch« jedoch sämtlich sowohl aus Mangel an Mitteln (denn sehr große Mittel sind hier zur Schaffung einer durchgreifenden Organisierung des Bauwesens und zur Herbeiführung einer merkbaren Verbilligung des Baineim mehr ads auf anderen Gebieten vonnöten) als auch aus anderen Gründen, und nidit zuletzt mangels Einheitlichkeit und Unterstützung durch die Organisation bisher mehr oder minder embryonal geblieben sind. Sri war es u B. der von mir liier im Jahre 1QIQ (mit Unter Stützung von Prof. Warburg) begründeten ״Palästina- Ballgesellschaft m. b. H.4“ wohl möglich, innerhalb eine» Jahres ein für den deutschen Zionismus bisher unerhört großes Kapital von mehreren Millionen Mark auf/״ bringen, doch war cs leider anläßlich der Jahreshoii ferenz in London nicht möglich, ein Zusammengehen mit der dort für den gleichen Zweck begründeten IW » gcsclLscbaft ״Haboneh“* zu errielea Eine von der Organisation geförderte Zusammenlegung heulet Ww gesellschaften wäre ohne Zweifel ein guter Schritt vor wärts gewesen und hätte wohl auch weitere UnteriK'hinungen zum Anschluß veranlaßt, und so eine breite Basis für eine ausreichende Finanzierung gewährleiste! Besonderer Nachdruck muß von vornherein b.9׳!ml-.-r» auf dem Gebiete des Bauwxtsens auf die Notwendigkeit einer öffentlichen Kontrolle der private» Ha »Unternehmungen geleg־t wenden. Denn dk• Mißstände, die sich aus einer völlig oder nur durch (immer mizulänglichc, weil untgvhbare) larvlcsgesetzliehe Maßnahmen beschränkten privaten Hauerei in Palä■ stina Sehr bald ergeben würden, wären unerträglich. Da die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot viele Jahre hindurch mit Sicherheit weit übersteigen wird, so wird der Anreiz zu unsoliden!, unhygiciiischein und somit letzten Endes vom nationalen Standpunkte au« unwirtschaftlichem Banen und zum in Europa jetzt *o beliebten Wohnw lieber, von dem auch das heutige ו1ן■ clische Pa'ästina bereits ein Lied zu singen weiß, ganz .außerordentlich groll sein. Trotzdem mödite ich in diesem Stadium keine ״Verstaatlichung׳• unseres Bau wesens empfehlen, die sich ja auch zurzeit aus Mangel jeder *tnatsähnlieheii Organisation noch gamielit duuh füJtren ließe, da das staatliche Bauen bisher überall ihkI immer 1U> Gegenteil einer Verbilligung bedeutet hat. Dagegen wird es Sache unserer sozialistischen Parteien sein, ob sie, wie ich es ihnen mehrmals dringend empfohlen habe, neben der Forderiwig der Sozialisierung des Bodens auch die Forderung der S ,> z i a 11 s i c - rung des Wohn wesens in ihre Gegenwartsprogrananc werden aufnehmen wollen. Eine solche Maßnähme wäre nidit so unerhört, wie sie dem ruhige« Bürger vielleicht a 1f den ersten Blick erscheinen mag, man hat ja gerade üi Deutschland mit dem Zwangvci»- ipiaTtierungsgesetz. einen beachtlichen Anfang zur Auf■ liebung des unbeschränkten Privateigentums am Wohnraum gemacht, das nur infolge seiner mehr als läßlichen Handhabung seine segensreiche Wirkung nidit entfalte״ konnte. Bei den primitiveren Wohnverhältnisse« P»'«v stina« wären soldie Maßnahmen natürlich viel einfach'1 als hier durchführbar. Zunächst ist unbedingt zu verlangen, daß das Bau finanzierungsinstitut der Organisation sich ein Bc■ legungsrecht in äen mit seiner Beihilfe errichteten Wohnungen für viel Jahre hinaus sichert. Eine viel durchgreifendere Maßnahme wäre natürlich die mögliehsle Vereinheitlichung de» privaten n.iumiteriK-hmcr oder sagen wir besser Bauer/cngertums von Anfang an. wie idi es von jeher erstrebt habe, dann natürlich unter ausreichender öffentlicher Kontrolle. Ich hatte (zusammen mit Gesinnungsgenosse Alwin Löwenthal) für das Statut unserer Baugesellschaft für diese öffentliehe Kontrolle z. B. folgende Form vorgeschlagen. Es wird eine Art Aufsichtsrat, jedoch mit umgrenzten Funktionen, gebildet, welcher in der Majorität aus solche» Mitgliedern besteht, die bei der GeseUschatt selbst nicht

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