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Jüdische Rundschau · 1920-08-03 · Heft 52 (3.8.1920) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 52 (3.8.1920)
Date
1920-08-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seile 416 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr. 52 machten. Wir hätten gewünscht, d.-ili die preußische Regierung mehr Vertrauen /11 der Kraft und dein Wert sittlicher Ueberzeugutigen gezeigt hätte. *Es wäre gewill keine Schande für sie gewesen, wenn sie menschliches Mitgefühl und die Pflicht, Unglückliche 1! 7,11 helfen, starker anerkannt und sich deshalb entschiedener gegen die Angriffe auf die eimvaiidernden Ostjuden gewandt hätte. Noch bemerkenswerter ist aber die skandalöse Haltung der Demokraten. Nachdem sie schon vor den Reidistagswahlen durch die Ausmerzung der meisten jüdischen Kandidaten den antisemitischen Ten• deiuen Rechnung getragen hatten, hält es jet/t die demokratische Fraktion für notwendig, die Einleitung zu antisemitischen An• griffen g ege 11־ d i c Os t j uden zu g c b en. Die Art, in der die Herren von den Ostjuden gesprochen haben, kann trotz ihrer beruhigenden Versicherungen niemanden darüber täuschen, daß ihre Ausführungen aus antisemitischem Instinkt und in jitdenfeindlicher Absicht erfolgt sind. Sie bemühen sich offensichtlich um den Nachweis ihrer Fähigkeit, auch an einer antisemitischen Regierungx teilzimehmen,' wenn sie inr Gegensatz zu dem doch auch ihnen vorliegenden tatsächlichen Material politische Mißstande und Nöte auf jüdische Gruppen abzuleiten suchen und sich damit die Zustimmung der antisemitischen Parteien gewinnen. Die Belehrung, daß auch die Ostjude» zu den Menschen und Europäern gehören, scheint für diese patentierten Vertreter freiiicilllchcr AiUtcUiiiumgcu einerseits nicht überflüssig, andererseits nicht einmal wirkungsvoll gewesen zu sein. Diejenigen jüdischen Kreise, die sich noch bei den letzten Reidistagswahlen für demokratische Interessen einsetzten, ohne deren Hilfe die demokratische Niederläge sicher noch viel größer geworden wäre, werden diese Haltung der demokratischen Partei nicht übersehen können. Die Stellung der Demokraten als Vertreter des Toleranzgedankens und Beschützer der Juden gegen Unrecht, die man ihnen früher ernräumte, ist durch ihr gehässiges Verhalten gegen die Ostjuden endgültig erschüttert. Dem Gescliaffcfülirenden Ausschuß überwiesene Anträge Sprechsaal Zur Klärung Von Dr. 11 er תו au 11 K a d i s c h. München betr. für technische Nach der preußischen Landcsversammlung hat sich jetzt der Hauptausschuß des Reichstages mit de» Ostjudet» beschäftigt. Die Deutschnationalen brachte» einen Antrag ein zur Verhütung der Entwänderimg frcmdstämniiger Personen, insbesondere über die Ostgren/e, der ihre Ausweisung fordert, wenn sie lästig geworden und ihre Internierung, wenn sie mittellos «eien. Für den Antrag sprach und stimmte auch der Vertreter der Demokraten, Herr Pach nicke, (legen den Antrag wandten sich nur die Vertreter der beiden sozialistische» Parteien. Er wurde gegen ihre Stimmen angenommen. Wen» die Rechtsparteien auch im Reichstag eine ostjudcnfciiidliche Politik verlangen, so kann uns das nicht weiter wundern. Bemerkenswert ist aber \\ i e d er u m das Verhalten der Demok r.a t c n, die offenbar ihre von uns gekennzeichnete antisemitische Politik konsequent fortsetzen wollen, Bei den Mehriicits- Verhältnissen im Reichstage legt diese Haltung den Demokraten eine besondere Verantwortung auf, da sie durch ihre Abstimmung vielleicht entscheidend dazu beitragen können, daß der Reichstag sich im ostjudenfeindlichen Sinne ausspricht. Die Juden werden sich an die Haitung der Demokraten in dieser Situation zu erinnern haben. Kopflose Zuwanderung von jüdischen Flüchtlingen in die Großstädte ln der letzten Zeit mehren sich die Fälle, dal) von örtlichen jüdische» Gemeinden und Organisationen aus Flüchtlinge, die vorübergehend arbeitslos geworden sind, <׳h!1e weiteres den Rat erhalten, sich nach Berlin oder in andere Grollstiicite zu begeben, um von hier aus ins Ungewisse etwa nach Wien, Triest, Palästina oder Arne• rika weiter zu wandern. Durch solche unbesonnene Ratcrteilung werden die Flüchtlinge außerordentlich arg geschädigt und es tritt lediglich eine Bereicherung der Fisenhahncn ein, Häufig glauben die betreffenden < )rganisationen oder I j11zcl|H1rsonen den Flüchtlingen einen Dienst zu tun, wenn sie ihnen das Fahrgeld bis zur Großstadt und dazu einen Brief an irgendwelche Hilfsorganisation geben, in dem von der Hilfsorganisation erbeten wird, sie möge den Flüchtling je nachdem nach Belgien, England usw. wcitcrbcfördvrn. Diese kopflose Abschiebung der Flüchtlinge muß unbedingt vermieden u erden. Bei der augenblicklichen Wirtschaftslage ist es Pflicht, insbesondere der Organisationen und Gemeinden in der Provinz, nicht ihrerseits die Not der Flüchtlinge, die sich in den Großstädten stauen, noch dadurch zu vermehren, daß sie Leute, die ohne große Mühe in der Provinz sidi über Wasser halten find nach einer gewissen Wartezeit Beschäftigung finden können, den Großstädten zutreiben. Das Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands, Berlin, August- «traße 15, bittet daher dringend, von solchen zwecklosen Hin- und Herschiebungcn der Flüchtlinge Abstand zu nehmen und in keinem Falle Feutc zum Zwecke überseeischcr Emigration nach Berlin zu schicken, bevor nicht brieflich über die Möglichkeiten der Weiterwanderung angefragt worden ist. Es'darf nicht Vorkommen, wie es «ich in den letzten Wochen immer wieder wiederholt hat, daß die örtliche Gemeinde in der Provinz dem Manne sagt: ״Fahre nur nach Berlin, von dort aus kommst Dü dann weiter nach Amerika oder nach Argen finken“, sondern cs ist moralische Pflicht eines Juden, der Rat erteilt, daß er sich vorher auch wirklich genügend informiert. Es wäre viel Geld gespart worden, wenn einzelne Gemeinden brieflich sich vorher mit uns verständigt und erfahren hätten, daß dir* Reise der Leute nach Berlin zwecklos ist, statt die Flüchtlinge für teueres Geld auf die Bahn zu setzen. — Wjr bitten im Interesse 1 der Flüchtling« selber um möglichste Verbreitung! dieser Notiz,■׳!■'׳ "וי■ :׳ ■ ■׳״. Anträge der Ortsgruppe Ausbildung von Chatuzim Berufe. Der XVI. Delegiertentag wolle ucschließt'n, daß für die Ausbildung aller derjenigen, die als Angehörige technischer Berufe irgendwelcher Art (gelernte racharbeitcr, Vorarbeiter, Werkmeister, Techniker und Ingenieure) am Aulbau von Frez-lsrael mitarbeite» wollen: 1. ein Fonds geschaffen werde, der es ihnen ermöglicht, sich als Lehrlinge, Volontäre oder in anderen Stollen, die ihnen nicht genügend Einkommen gewahren, die nötige Praxis anzueignen, um nach möglichst kurzer Zeit als Cadres der Einwanderer• und Kulturarbcitsanncc hinübcrziigehen; . 2. daß durch weitestgehende Propaganda im Lande und außer Landes jüdische Familien an Orten, wo Ausbildungsmöglichkeitei! vorhanden sind, in möglichst großer Zahl veranlaßt werden sollen, ChaUizitn während ihrer Ausbildungszeit als Angehörige des Haushaltes zu halten; 3. daß alle Volontiirstellen und sonstige Ausbildungsmöglichkeitcn für Angehörige technischer Berufe, die bekannt sind, an einer zentralen Stelle gesammelt w'erdcn und allen l.amlsuiannsehafleii, z.uiiial dem zu bildenden tc-rTiufst'11 eil < äialuz zur huldigen Besetzung mllgeteitt werden. Die Besetzung würde durch den technischen Chaluz im Einvernehmen mit den Zentralen der Organisation der jüdischen Jugendbewegung z.u erfolgen haben; ■I. daß Oedland oder sonstiges nicht in Kultur stehendes Land irgendwie Oialuzgruppen (Arbeitern und Technikern) zugänglich gemacht wird, um sicdlerisch dasselbe zu meliorisieren; 5. daß eine stammrollenartige Registrierung aller Juden, die ausgcbildct oder unausgebiläet hinübergehen wollen, durchgeführt werde in schärferer Weise als bisher. Diese Stammrolle hätte als wesentliche Punkte die Art und den augenblicklichen Stand der fachlichen Ausbildung zu enthalten sowie den Zeitpunkt der Beendigung der Ausbildung. Als Gegenleistung verpflichten sich die nach 1 oder 2 unterstützten Chaluziin nach erfolgter Ausbildung einige Jahre in ihrem Fach am Aufbau des Landes gegen Gewährung eines. Existcnzminirmims zu arbeiten. Dieser Antrag wird dein Geschäftsführenden Ausschul! überwiesen. Seit absehbarer Zeit achter der Entwicklung Antrag der Fraktionen H a p o e 1 ־ H a z a i r und J 11 g endgrupp e. Der XVI. Dclegiertentag beschließt, daß unverzüglich nach der Rückkehr der Delegierten in allen Ortsgruppen eine Aktion zur Sammlung von Geldern für die Uebertahrtkosten der Chaluzim eingeleitet wird. Die Ortsgruppen sind verpflichtet, 8 Wochen nach Beendigung des uelegiertentages über ihre Aktion an das Zentralkoir.itee Bericht zu erstatten und die gesammelten Gelder abzuführen. . Außerdem fordern die Fraktionen zur Bestreitung der sofort notwendigen Ausgaben die Summe von 50000 Mark• Dieser Antrag wird dein Geschäftsführenden Ausschuß überwiesen. Antrag der Ortsgruppe Dresden. Der Dclegiertentag wolle beschließen, den Ortsgruppen über hundert Mitglieder zu empfehlen, ein Sekretariat zu errichten und dessen Leitung in die Hände eines besoldeten Geschäftsführers zu legen. l>er Geschäftsführer muß mit notwendigen organisatorischen und zionistischen Aufgaben vertraut sein. Die Z. V. f. D. m u ß in erster Zeit bei pekuniär nidit gut gestellten Ortsgruppen das Sekretariat unterstützen. (Abs. 2 dein Geschäftsführenden Ausschuß über- wiesen.; Der in der vorhergehenden Nummer mitgeteilte An-! trag 3 zur Organisation (Delegiertentag) ist dem Geschäftsfiihrenden Ausschuß zur Beratung überwiesen worden. Antrag der Fraktionen liapoel - Haza'ir u 11 d J u 11 g z. i <> n i s t i s e h e Gr u p p e. Der XVI. Dclegiertentag erkennt die dauernd wachsende Notwendigkeit einer guten Berufsvorbereitung für Palästina in den landwirtschaftlichen, handwerklichen und technischen Berufen an. Um ihr gerecht zu werden, beschließt er folgende Maßnahmen: 1. Es werden landwirtschaftliche Lehrgüter und Lehrstellen geschaffen und schon bestehende gehalten und ausgebaut. Zar Durchführung dieser Maßnahme wird ein Fachmann hauptberuflich angestellt. 2. Es wird dafür Sorge getragen, daß zwischen den in diesen Berufen vorbereiteten Menschen ein organisatorischer und menschlicher Zusammenschluß getroffen wird; es wird für die tatkräftige Vertretung der besonderen Wünsche und Bedürfnisse dieser Mensehen gesorgt; es wird ferner eine ständige Verbindung mit nalästiucnsischcn zuständigen Stellen geschaffen, die die Bedürfnisse beruflicher Spezialisierung feststellt und die Ausbildung entsprechend lenkt. Für alle diese Zwecke wird ein besonderer Sekretär berufen. 3. Es wird die Möglichkeit zur Ausbildung von Handwerkern und Technikern durch Errichtung eigener Ausbildungs- und Werkstätten geschaffen. Ressorts für diese Fragen werden dem unter 2 auigeführten Sekretariat angegliedert. Der Delegiertentag bewilligt zur Durchführung dieser Beschlüsse die Summe von 200 000 M. außer den Kosten für den in Punkt 1 beantragten Fachmann und für den.in Punkt 2 beantragten Chaiuzsekretär. Der Antrag wird dem Geschäftsführenden Ausschuß zur Berücksichtigung empfohlen. Antrag S. Ochs. 1. Eine Konferenz aller hebräischen Kultur- und Sprachvereine j in allernächster Zeit einzuberufen.,‘ 2. Einen Preis für ein gutes, leicht aufführbares hebräisches Schauspiel auszuschreiben. konnte der schärfere Hcob. der zionistischen Bcwegun!׳ zwei Hauptströnuuigen konstatieren•. Die eine «.■ welche bewußt oder unbewußt, der Zionismus '!iih/ anderes war oder sein sollte als. eine Bewegung /״S Kolonisation Palästinas und die andere, für welche 7;^ nismus bloß ein anderer Name für — jüdisch"' R e n a i s s a 11 c c b c w e g u n g bildete. . ׳* Für diese Gruppe war und ist die Erlangung m palästinensischen Heimstätte als Emigration«• u 1 ui tiii/eiitruiii des jüdischen Volkes ein Mittel, ei״!taunt mittel, wenn man will, ein Endmittel, k.r Gegensätze zu ersterer Gruppe nicht das Endziel Ueber diesen Punkt muß bei der um sich greifenden Unklarheit vor allem Klärung geschaffen werde״. Den verschiedenen, oft sehr temperamentvoll, trotzdem aber nicht mit der notwendigen Schärfe geführten Diskussionen über prinzipielle oder organisatorische Einzelfragen müßten doch, schon mit Rücksicht aut den in absehbarer Zeit einziiberufenden Kongreß eine gründliche Erörterung jener F 1111 d a m c n t a I f ra g e n vorausgehen, die im eigentlichen Sinne des Wortes ן . b e 11 א f r 11 g c n lellwelsr de« jüdischen Volkes, 1t1lu(!M der gesamten Kulturincnschheit sind. Daß diesbezüglich und nicht nur bei den Juden, *״״. dem nahezu bei allen Völkern die bisher geltenden Anschauungen Sclüffbrueli gelitten haben, darin besteht, wenn auch nicht ausschließlich, die von Martin II11 bi t jüngst betonte Krisis im Zionismus, im Judentum uml in der Menschheit. Die Krisis im Zionismus, ihre Er- Sachen und der Weg zu ihrer Beseitigung kann!her nicht erkannt und gefunden werden, solange man mit dm üblichen Schlagworten vorn Galuth usw. usw. operiert, statt die Gesamtlage der Judenschaft im Zusammenhänge mit der allgemeinen Weltlage, und weiters mit allen jenen Strömungen ins Auge zu fassen, die auf eine Er neuerung des gesamten Kulturlebens sämtlicher Volk״ gerichtet sind. Hier liegt eine Hauptaufgabe der z i o n i s 1 i - sehen Jugendbewegung, wenn auch nicht ausschließlich dieser allein. Restlose Emanzipation von Anschauungen tuid He- griffen, die — es muß dies einmal mit aller Scharfe ausgesprochen werden, noch Ueberreste der Assimilation und des Ghetto sind, auch wenn sie unter zionistischer bzw. jüdischnatioiialer Marke auftreten — ist die obersle Voraussetzung der Klärung und Gesundung in der z״>- uistisehen Bewegung. ״Durch Klarheit zur Wahrheit" י wenn es manchen behagt, umgekehrt sei das .Mot’«.* 1 für unsere Jugendbewegung.! Der Grund, warum in diesem Zusammenhänge auf 1 die Jugendbewegung, bzw. auf eine richtige Er■ Ziehung unserer Jugend, ein Haupt• gewicht gelegt wird, liegt darin, weil in der Vergangenheit in den meisten Ländern auf keinem Gebiete so viel gesündigt wurde, als auf diesem, mit Konsequenzen, die sich jetzt schon i m empfindlichsten Mal״ äußern und weil weiters in absehbarer Zeit «!*wohl in Palästina wie in der Diaspora die Zukunft de« jüdischen Volkes abhängen wird von dt ז Klarheit des Urteils, dem Enthusiasmus, der Energie und dem ethischen Empfinden unserer Jugend. Her,!״• gewachsen in einer neuen Zeit, in einer Epoche det Umwertung aller Werte, eine ganze Reihe von Probleimu Verstandes- und gefühlsmäßig anders beurteilend als die alte Generation, erscheint ihr manches nicht mihr als Dogma, was der alten Generation als ein noli me längere auf den verschiedensten Gebieten gilt. Nebst der vorhandenen politischen und «. >/ulm Revolution inacht sich auch vielfach eine p s v c h i «c 11 < R e v o 1111 i o n geltend. Sie muß als Reaktion der hoher entwickelten und verinnerlichten Individuen gegen alle Bewegungen und Strömungen erblickt werden, welche auf Entgeistigung, Entseelung, bürokratisch-mechanische Gleichmacherei und dogmenhafte Petrifizieriing der Anschaumigen der Individuen sowie der verschiedenen nationalen religiösen und sozialen Bewegungen gerichtet sind. Droht diese Gefahr mit allen daran« folgenden Konsequenzen bei allen Völkern, wie es der Weltkrieg und die darauf folgenden Umwälzungen drastisch zeigten, so sind diese Gefahren für tl.1« 1״• dische Volk um so größer, da dieses jetzt in eine neue Zeitepoche eintritt. Es beginnt seine Epoche als seih• ständiges Volk nicht nur in Palästi׳״• sondern auch in der Diaspora. IXis jüdische Volk muß auf ganz n eu c n G f u n d 1 a g e n s e i n e Be Ziehungen zu allen anderen Völker״ au:• bauen, seine Stellung zwn religiös-ethischen Problem (die nicht identisch ist mit und sich nidit erschöpft in konfessionell-zeremoniellen Gebräuchen, in Kämpfen für und gegen die Orthodoxie) klären und nicht in letzter Linie zwischen seinen nationalkulturellen und Ökonom 1• sehen Bedürfnissen die notwendige Synthese erstreben. Diese ist unmöglich ohne Emanzipation von der Terminologie gewisser Wort* f e t i s c h e , die aus der chauvinistischen, kapitalistischen und marxistischen Literatur herrühren. Die Fetische bilde» keineswegs einen eisernen Bestandteil des Zionismus als jüdische Renaissancebewegung, sie sind ebensowenig Existenzbedingungen für das jü- Ulische Volk, sondern sind teilweise traditionell gewordene Begriffe der ersten Epoche des Zionismus, teilweise hinübergenommene Reste der Assimilatiensepoche, gegen

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