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Jüdische Rundschau · 1920-08-03 · Heft 52 (3.8.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 52 (3.8.1920)
Date
1920-08-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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A’c IC, i ll;־. 11• i > י Ul ׳״'ns /!.). ctU. JUEDISL’ÜE RUNDSCHAU Seile 417 S Cllh'r 4 Kuj. Haupt, ׳er 11 i e 1. femlv <1 trotz, ülirkii )rische li auf 5 iim׳ a u 1■ ״ s 1 1•. I weise 1, M>n■ enden tstehi, u in• 1 ו uh! C i|. :ih-r it 111 II erierf, lumpe allen le fr- /ölker i s t i t auswelche *leu Kampf;uii/miehmeu iiielit nur kein Vor- ,!01! gegen die Rarteklis/.ipliii ist, sondern vom Stand- (iimkto der Fnieueriiitg des jüdischen Volkes aus eia absolutes Gebot der Notwendigkeit bildet. Die restlose i Vbeniahmc der in Europa üblichen. Auffassungen der u.itioaalcn, religiösen und sozialen Probleme in die zioi.istisehc Organisation und der Versuch einer kiüistliehen Verschmelzung mit dem Zionismus im engeren und w eiteren Sinne mußte als 11 11 o r g a 11 i s c 11 s c 11 e i t e r n. i s wurde und wird vielfach noch immer vergessen, daß die Jiulen eine natio s u i generis sind -, auch nach der Erlangung einer palästinensischen Heimstätte darauf angewiesen, ais Minorität unter anderen yölkeru zu wohnen — mit einer eigenartigen sozialen Struktur, mit einer Religion, in deren Z e n tr 11 m die l.thik sich befindet und daher darauf äugeuiesen ist, daß die ethischen Grundprinzipien der gegen- Mutigen Toleranz und Gerechtigkeit nicht nur im eigenen Volke, sondern auch im Rahmen der gesamten Kulturmeitsdilieit, zum Durchbruch gelangen. Die Judenfrage hat eben eine nationale, religiöse und soziale Seite. P.s ist daher imerliililiclt, über die nationalen, religiösen 11nd ,oziaien Kernfragen der Gegenwart überhaupt, sowie über 111 r e n o r g a n i s e 11 e 11 Z 11 s a m 111 e 1111 a 11 g m i t tl e m indischen Problem sich endlich klar zu werden, sowohl unter dem Gesichtspunkt der Erneuerung des jüdi- ,Gien Volkes als auch unter dem des Verständnisses des pllühcrall selbst in Palästina zunehmenden Aiiti- ,emitismus in seinen verschiedenen Abarten, die ja nur Folgeerscheinungen des zu1״ Rassenhaß entstellten natiou.ilcn Gedankens, des Mißbrauches des religiösen Begriffes und der Auswüchse der kapitalistischen Wirtsdi.ifi'ordiumg sind. Darum ist als Vorbedingung der vollständigen 1 osmig der Judenfrage 11 e b s t e i n e r g r o ß /. ü g i g e n P .11 ä s t i n a k o Ion i sa t i o n die Förderung aller Be- ,trehungeii notwendig, die auf Ethisiemng der Juden Mie vier anderen Völker, den Abbau des Völkerhasses, eine verinnerlichte Religiosität und die Herbeiführung eines solchen Wirtschaftssystems gerichtet sind, welches die Freiheit des Einzelnen in harmonischem Einklang hiingt mit der Notwendigkeit einer genossenschaftlichen Produktion, Dies sind gleichmäßig Lebeusiiotwendigkeitcii für das jüdische Volk in Palästina wie in der Diaspora; für »re mit ganzer Energie zu kämpfen, sollte in erster Linie den Ehrgeiz der jüdi sc 11 e n J u g e 11 d bilden. r IJOroi Berliner ZI81Z.;!«<l>e Verein! :ung, Berlin C. 19, Jcyiielur. 5. Telefon 1 Zentrum 56t*>15. * PoUichctkkonlo Ko, UQO&, Berlin HW, 1, KftsscnrenynUunz der 0. Z, V. KebrSIicJie Leichalt# de» KuliurUezernnii der B. Z. V. Dragoners»13 .־ (Hol)• GeOdi'nel lägllth von 10—1 und von 4—10 Uhr. Fast •11c hebrihdicn Zellungen und Monatshefte der Well liegen ou». — 1 Auskunftssletle fflr hdir&lidie Angelegenheiten. — HehrZlsdie LehrervermllliuBg. — Treflpunkt aller Freunde der hebrSlschen Spreche, — Verbilligter hebral.dier Badierrerkauf. — Eintritt Ire I. Donnerstag, den S. August . Gruppe »0*1" Zwas!*lotet Belt»«nmentel» ln der Brauerei PlcUcrbcrt, Jdiönhauser Allee 176 Abends I Uhr Sonnabend, den 7. August Abende S Uhr Hapotl-Haiatr, Gormenmtrabe 39 (Aguda Adilm). Berlilslcnlailuna über die Jahreikoaferen*. Kelerenlcn: Die Chavuerlm Arlosörofl. Blumenfeld u. a. Dienstag, den 10. Auguil Abend• 8 Uhr Zionistischer Jugendverein Berlin, HeMllegelslslra&e 51 Richard Sltlner: .Kldtillnicn Jüdischer Geichtcht.betrachtun*." Achtung I Achtung I Die BdlrSge tur B. Z. V, sind fSbls. Jedes Mitglied erhält eine Zahlung•- aufforderung. Wir btll«־n oie Miftfliedci, rach Erhalt dieser Aufforderung totort Ihren ,älllyrn I3rilr0t# *u rohlrn. Lo»*en *te »Idi nicht mahnen, Jede Mahnung kostet unnAfltf Zell und Geld. Adressen-VerAndcruiiit I Alle Mitglieder der Ö. Z V. werden gebeten, von Jeder Verfinderunß Ihrer Adresse dem büio soiort Mitteilung *u machen. Mitglieder der B. Z. V.l Zahlt sofort Euren Schekel (Qr die Jahre 5679 und 5680 M, 6.*— auf das Po»fscheckkonto: Kö^senverwaltung der B Z.V. Nr. 13006 ein. Qulitung ethÄlt jeder xugesandt. Jeder Zionist ist verpflichte!. den Schekel tu be* zahlen, Er Ist Im Mltglledibellrag nicht enthalten. Ersparen sie uns un• nötige Mahnungen. '־־f üiaumumiUiniimiüUiimi.iimiiHimuiiHiumiuiiiütihmiUiiinimumiii tuiUtUHuniaiimiimHii^r Literarische Mitteilung Jeliuda Hulcvi: Ein Diwan. Uebertr.igcn 111111 mit einem Lebensbild versehen von Emil Beruh ard (F.rivh Reiß Verlag, Berlin). Alle Bemühungen, in den westlichen Ländern der Diaspora so etwas wie eine Atmosphäre jüdischer Kultur st! schaffe», sind bislier letzien Endes an den ungeheueren Schwiciigkeite» gescheitert, die sich der ״rundliehen Erlernung unserer Volkssprache entgegenstcllen. In der Tat selten wir unsere Jugend von zeitgemäßen idealen in solchem Maße erfüllt, daß dem Hebräischen trotz der Festen Vorsätze eine verhältnismäßig unter- (jeordnete Rolle zugcfallen ist, die vielleicht noch manches Jahrzehnt jüdischer FniWicklung überdauern dürfte. Aus solcher resignierenden Erkenntnis ergibt sich um so dringlicher das Verlangen nach einer guten lieber- -ei/imgslifcratur, die dom Unkundigen die reichen Schätze unserer Kultur in möglichst adäquater Form übermittelt, ihn die Eigenart des Originals wenigstens ahnen läßt. Wenn die Schriften Acliad FlaanK auch in der liebertragung ins Deutsche einen so nachhaltigen Einfluß ausuhen konnten, so war es der politisch-konstruktive Geist, der sich seihst in fremdsprachigem Gewände Anhänger gewann, Wesentlich schwieriger, ja fast unlösbar erscheint indessen die Aufgabe des Uebersctzers hebräischer Dichtimgen. Ist ja das Wesen jeder Dichtung an die Form gebunden, die besonders bei IJebertragungcn aus orientalischen .Sprachen feinstes Einfühlen nicht nur, sondern stich ein völliges Neiisdmffen verlangt. lation )erste sich ici!!11 er.meimir mciir 11.11! n ich« fjüiirr lllillliilll r.i’.ic 111 tbivm hüpft iptm t/wr lOllliertion Ortteil!‘ >* ping ־16• ו 1111:1m!reise jegew •k .i EINE MONATSSCHRIFT!1 Herausgegeben von Dr. Martin Bubcr Heft 2 soeben erschienen! INHALT: Arnold Zweig, Der heuflge deutsche Antlsemllismus z Josef Melsl, Ein mlfsglflckter Versuch (Do• kumente aus der Gesdildilc der Chowewe-Zlonßewegung) / Morilz Bilesfd, Die Wirkung des Kompromisses z Paul Zucker, Probleme der Kunst- Erziehung In Palästina z Arjch ben Menachem, Einschaltung des W’adar. BEMERKUNGEN: Abraham Schwadron, .... ob sie Ihre Rechte stark genug In der Partei fordern werden' z Kein* rieh Loewe, Ein Vergessener (Erinnerungen an Morris de Jongc.) UMSCHAU: Siegmund Kaznclson, Politik (Krisis der Demokralle) / Bert Locker, Arbeiterbewegung z A, Gra•׳ nowsky, Emigration / Moses Calvary, Erziehung. Vierteljährlich M. 15.- Einzelheft M. 5.50 |R Jüdischer Verlag / Berlin NW 7 Dorolhceruirafje 35. 1!זוו1’״״!וווזיוווווווווו!ו!וווו!וו!1וו!!1זוו1וו1!וווווו!!זוו!!ו1 Eine solche kongeniale Dichrcnutur dürfen wir 111 Emil Bernhard begrüßen, der sei! Jahren in 7e1t- Schriften einzelne Uebertragnngen von Gedichten J c* h 11 d a I i a l e v i s erscheinet* ließ, und nunmehr mit einer stattlichen Sammlung der Verlag Erich Keil! hat iiir ein ungewöhnlich schönes äußeres Gewand gegebe» - an ciie Oeffentlichkeit tritt. Es wirkt zunächst verblüffend, in den liedieilten über ״Gott‘‘ dem Stiminungsgehalt der deutschen reisgiösea Dichtung des 17, und 18. Jahrhunderts zu be־־ gegnen. ״Wie kann sein Knecht ich heißen. Ich, aller Lüste Knecht? Wie kann ich hoher streben? Schon morgen muß icli leben Mit 'Bruder Wurms Geschlecht.“ Offenbar hat Bernhard auch in der Sprach• melodik den ülcichklaug mit jenen deutschen Dichtern zweiten Ranges gewählt, tun die Identität der frommen Welihetraeliiimg, die den jüdischen Poeten mit einer späteren Zeit verbindet, ins hellste Licht «1! rücken. Andererseits gelingt es Bernhard nicht selten, die Rhythmik der hebräischen Dichtung auch in der Utber• tragung ahnen zu lassen, wie z. B. in dem herrliche;! Gedicht: ״Gott Elijaluis, wo bist du?“, deren zweite Strophe lautet: ״Schloß F.lijahi; des Himmels Traut' Piß Flijahu den Himmel auf: Wasser und Feuer fiel von den Höh’». Karmel und Keson haben’s gesehen. Gott Elijahus, wo bist du?“ Von auserlesener Schönheit und einer seltenen Unuiittelbarkeit des Ausdrucks erscheint mir die Sammlung von Liebesliedern, die trotz zeitgemäßer Form jene» eigentümlichen ״orientalischen“ Duft tragen, der uns Schir Haschirini als den ewig jungen Liebessang emplinden läf.t, ״Liebe Sänger, singt den Trauten Holde Lieder zu den Lauten In dem schönsten Wccliselsartg.“ Ein Lied wiederum von entzückender Schalkheit, graziöser Form und einer eigenartigen Musikalität. Ich wüßte diesem Liede nichts Besseres zu wünschen, als daß cs seinen jüdischen Symphoniker fände. Ein letztes Wort über das Lebensbild des jüdischen Dichters, das Emil Bernhard seiner Nachdichtung folgen läßt. Es ist hier zum ersten Male der Versuch gemacht, eine abgerundete Darstellung vom Leben und Schaffen des Dichters zu geben. Sache der, philologischen Kritik wird es sein, die Feststellung über Zeit und Ent• Stellung der einzelnen Dichtungen nachzuprtifcn. Hier genüge der Hinweis, daß wir uns dem Literaturhistoriker mit demselben Genuß anvertrauen dürfen, wie dem Dichter Emil Bernhanl.;Möchte das prächtige Buch, dem ich Stunden seiteuer Erholung verdanke, besonders unter der Jugend die Verbreitung finden, die cs verdient. i>r, Gustav Witkowsky, , Heinrich Frauberger, der langjährige Direktor des Düsseldorfer Kutvstgewcrbemuseums, ist, fast 7b Jahre ait, gestorben. Frauberger war ein ausgezeichneter Kenner des jüdischen Kunstgewerbcs, das neu zu beleben er sich mit Eifer bemühte. Vor einigen Jahren veranstaltete er in Dusseldorf eitte Ausstellung jüdischer Kultusgegcnstände, die ansdiauhch machte, welche Schätze wir auf diesem Gebiete besitzen. Auch in Vorträgen und schriftstellerisch widmete Frauberger sich diesem Gegenstände. So schrieb er auch für die ״Welt“. Berlin. Flerr J. 0 lädst ein, ein bekannter Dirigent aus Lodz, ist in Berlin eingetroffen und beabsichtigt einen Chor für jüdische Volksmusik zu gründen, Schluß des redaktionellen Teils. gesunden"^ 1 Kliic.kliebe Geburt eines alftdohens z.eig0n hierdurch an Süll! Saticii und Frau , , Klara, geh. Postowaky. re stle 11, den 20. Juli 1020. _y I f Rechtsanwalt Dr. Beau» Grzeblna.ch und*^ Frau Luise, geh. Gabriel, zeigen die Geburt zweier munterer Jungen an. j ^Breslau, den 21. Juli IU20, Hiifehenstmae 5■ J Nationalökonom oder Jurist 7ur OrgnnUition einer iütl. AiboitorfUreorgoetolle and zur ceb<,rn4hme des Oonoralaokrotarinta sofort V•'sacht. ü,*uuU Mk lä-io,— monntltch. Angebote nntor B, L, 1478 an ׳ Rudolf Mos•«, Katiowiu. Prozeßabteilung. * Sprechzeit «- 8 Uhr, Bisher (Iber 120000 Ratsuchende. 'CTJ ריזוה!׳ Gute Ausbesserin, mfthrfach ompfohlon, vor- Jüdlidic ArbclUamt, Berlin, Monbyouplnt1 ./׳• Fernsprecher: Kordon, 2153. :11 fttr ElnjlUirlsr© und Abitur. JoackluuthaiorStr. 4i(*mZoo). Wir «uebon toiort ciuon Kalligraphen cum Ansschroibon v. Diplomen in hobrAinobor, wenn möglioh mich In lutoin»8chor Schrift. }Qdlidier Nallonalfond» c.V., Berlin W, 15, Sii 'hhiwebo Str.8, Talophon: Uhland 1054 Oüt-JudA. dor in d«r KiHon• ul landwirtucnaftl. Maschinon■* bmnoli^ kundig i*t, «acht StoU Inner aU Lagorist od«r als Rolsendor, goUo auch ״ תoh Palästina. a. Ä. 350 an VsrlagA.Doowontbal, W.15. ftnbcn, bcip jtnlftfjcn ©iippcnujürje un& <2uppcnt»ürjc ein (icmallktcr (infcrfdiicb i|l, unb Pap 5.2?. ifppcfi (Stippen• ©ürje einen JBoljhjcfcljmacf ecrlcil)(, her not: feiner anberen erreiitf wirb. z3n aßen befferen C^cfdiaf len 311 haben. /Rccfj* Borfdjrißen »oti .€uifcs>otie unbnücfjficScjuttdftücffcn burrt» 1>. 2B.äppcl, geinfoß-Sabrif, JJatmoocr 50, ■.je״r.1b7u null Ulm ן׳.י״ץ ןייף ק ף ^יין ךן ׳ ך״׳1_ J y Ü ״ ll ll w y!11111«n11111in!![1!1!1!!1! Lilly Schlcsioder Jakob Epel caitd. in cd V 0 T I O 1» t 0 l'ankow. zuricoit Binz a Rügen, Villa Alico Berlin N.24, Frlcdrlchstr, 127, nabo KarUtr Wir ׳ bitten;ItlHii bei Bestellungen unsere Inserenten zu bevorzugen und sich dabei auf die ,Jüdische Rund- ' schau" zu berufen. mtm'j iiü! liiiliil 111 .l!;üllii!llil! illi.ilüi Unsere Gemeinde sucht sofort, spätestens l.Sopt. d. Js. einen Kantor, semin. gelnld, l.eliror nnd 8chochet. tictvalt nach dem Normalvertrag. Beworhungon uragohemi an den •Vorstand der Syn». grou«'n”cnn»i11(lo Goldap erbeten. Ferner suchen wir zu den hohen Feiertagen llilfarorbctor mit guter htimtnö, der das Schofar übernimmt. ililü ן;111!ו!»1ווווו!1י1וו1ויוווי

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