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Jüdische Rundschau · 1920-07-30 · Heft 51 (30.7.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 51 (30.7.1920)
Date
1920-07-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 406 JUEDISCHB RUNDSCHAU Nr. 5! I K י 1 B». ani »• a1ts|׳cspro c 1te n und den Beitritt zu einer er, t 311־ ■schaffenden vierten Inieniatiojiale verl.mgE die auf dir OnHidlage der N a t io » n 1 i tii t e 11 nul'gtl.'int sein soll. In allen diesen Forderungen sind alle ,״discheit Arbeiter Palästimm einig. Dennoch bcsh'tt 1kV alte Gegensatz 'zwischen I Inpocl-] Iazair und Äcluluth ilaa■ wodah fort und beeinträchtigt das Leben der Arbeiter in nicht geringer Weise. Denn ander de'it Konsulngenosseiischai't ,,I lamasdibir“, die beide I’arleieii unterstützen, sind alle Arbeuerinstitutioncn getrennt, auch die rein professionellen. Es gibt zwei Kranki-n.kassen, zwei Arbeitsämter, und die beiden rivalisierenden Or* ganisationen wetteifern darum, den Arbeitern Steilen nachzuweiscn. Nun ist es wohl richtig daß tler ״Paliiotismus der Partei“ viel Energie aivsjKtrnt. Insbesondere der 1 lapoel-IIazai'r, der seit der Prager Konferenz die Einwanderung von /ahlreiciten Chalu/im ins Land gelenkt, Ijnt mit ungeheurer Energie es fertig gebracht, dal! alle Ankömmlinge sofort Arbeit gefunden haben. Aber dies ändert nichts an der Tatsache, daß die Rivalität der beiden Parteien im professionellen Leben viel Energie verschlingt. Der Neuankömmling stellt vor der Frage, soll er zu Aelukith tlaawodah oder zum Il:1|x>el-I fazair Arbeit suche» gehen? Soll er in die Küche, die Krankenhn.ssc». das Erholungsheim der einen oder der anderen Partei gehen? Uml /ihm l/ebcrl'lusse haben einige neu- »»gekommene Chalu/im, die keiner der beiden Parteien angeboren wollen, einen ״provisorische» Ausschuß des Hechaluz“ eingesetzt, der, solange die Trennung weiter bestellt, auf eigene Faust als ״Unparteiischer“ wiederum ein eigenes Heim für Chalu/im gegründet hat und weitere neutrale Institutionen gründen will. L>ie Unlialtbarkeit dieser Zustände wird von allen Seiten anerkannt. Das Komitee des ״«!geschaffenen Verbandes ,,Ilapoel-Hazai'r und Zeire-Zion“ hat in seiner ersten Sitzung beschlossen, an Achduth Haawodah mit dem Vorschlag heraiuutreten, in Einigungsverliandhingen eiiiziilreteu. Ein. dreigliedriges Komitee wurde zu diesem Zwecke eingesetzt. Achduth Haawodah hat den Vorschlag im Prinzip angenommen. Die Einigung dürfte auf der Basis der Schaffung parteiloser beru fl ich er Vereinigungen zustande kommen, die in einem Bund der Fachvereine zu vereinigen wären, der dann die gesamte Arbeiterschaft Palästinas präsentieren würde; falls die Finigimgsverhandlungcn ztun Ziele führen, wird dies auch die palästinensische Delegierten- Versammlung (Assifat niweharitn) beeinflussen, in der bekanntlich die beiden Arbeiterparteien zusammen die Majorität haben, Wiad Hacliiiuch Der W'.i.id Hachimtch hat beschlossen, die gemischte Realschule in Haifa, deren Klassen überfüllt sind, in zwei besondere Schulen für Knaben und Mädchen zu teilen. An den Abendkursen für die Waisen-Haitdwerker* lehrlingc, die vom l.chrcrverbande in Jerusalem eilige- Heiltet sind, nehmen 230 Waisen teil. Außer Hebräisch lernen sie dort midi profane Fächer. Das Lehrerkollegium des Mistadiigymnasitims ״Tachkeitioni“ in Jentsalein, hat sich gegen einem besonderen Waad Haclimiieli für die orthodoxen Schulen ausgesproclic», ela die Schaffung von zwei Wandei Hacliinudt, also eine Trennung von den allgemeinen Zionisten, denn palästinensischen Erzielunigswesem Schaden bringen würde. Dagegen verlangt das Lehrerkollegium voll- Ständige Autonomie für die orthodoxen Schule־«. Jehoschua Goldfarb, lb. Am Tage des Beschlusses von San Rcjno starb im Krankenhause von Jerusalem eine der etiarakterislischste» und aligesehensten. ,Persönlichkeiten der Kolonisation in Palästina, Jchiischua Hold fä rb. Er war Mitglied der Chowcwe Zion-Vereine, Bnej-Musche, Achiassaf und war einer der Gründer der Kolonie Reehowotli. Da er in Rnliland in semem! Geburtsort sich mit B.uikangelegcnheiten beschäftigte, gründete er im letzten Jahre die sehr ,wichtige Kooperative Volksbank, die sieh dank seiner Energie sehr entwickelte und zum wirtschaftlichen Aufblühen beitrug׳■. Er erreichte ein Alter von 5(1 Jahren. In ׳seinem, Testament!unterließ« er sein sdiönes Haus und seinen Garten in. Reclnowoth der Kolonie als Krankenhaus. Preisabbau. ih.\ M.«n hofft jetzt auf einen Abbau der sehr hohen Lebeusmitielpreis« dadurch, daß die Regierung aus Australien 1000 foiuu'ii Meltl liat kommen lassen. Es wird in den nächsten Wodien an die Bevölkerung verteilt werden. Ebenso verteilt die Regierung Reis. Die Bevölkerung von Palästina hat aber den Entschluß ge* fallt, sieh in der Erntezeit mit* Lebensmitteln für den Winter zu versorgen. Zu diesem Zweck schlossen sich die größten Vereine der Lehrer, Beamten, Arbeiter usvv. zu einet Organisation zusammen, bei der die Teilnehmer 25 »> der Summe int Voraus einzahlen, während der Rest von der Bank für Volkswirtschaft ausgelegt wird. Textil-industrie. Ungefähr 2Ü0 Textilhändlef in Bialystok und Wilna haben als Delegierten Dr. Goldblatt nach Palästina entsendet, mit dem! Aufträge, die Möglichkeiten für die Errichtung einer Textilfabrik zu studieren und sich mit den Methoden der Bauimwollpflanzung bekannt zu machen. Die Untersuchungen Dr. Goldblatts sind heendet und haben günstige Ergebnisse, 90 daß die Erriduung des Unternehmens in die Wege geleitet werden kann. - Chaluziath. Dom Jüdischen Nationalrat in Prag ist es gelungen, beim deutsch-österreichischen Konsulate die Erteilung genereller Visa für Choluzuntransporte nach Palästina zat erwirken in der Weise, daß nur der Führer einen Pali besitzen muß, während die übrigen Konsignationen haben können. Außerdem sollen die Visa nach der Arnicntaxe berechnet weiden. Auf Antrag von Prof. Dr. Engels wurde ein Komitee eingesetzt, welches den ganze» Komplex der Emigrationsfrage durchbesprechen umlodern |üdisdhen Nationalrat positive Vorsdiläge er- > « « «► M \C ‘!■1tJ |ä '•F/Pfl’l?*” / •׳־ * ׳ e\ ft \ n w . ... V ä 4»-» W >«i London. 22. Juli (J. C. B.). Am 20 ' 7 fand hier eine miM'achistischo Massenversammlung statt, an der *1000 Personen te.'liiahmeii. Be/ngiiolmumd auf die Erklärungen Sir Herbert Samuels betreuend die •Einhaltung der Sahbafniht i:1 Palästina, sagte der Chieiiabbi Dr. Hertz, daß dies eine Anspornung an die zionistischen Führer sei, dasselbe zu tun. Unter de» anderen Rednern waren Rabbi F i sch m a 1111 (aus Palästina), der Deputierte zum polnischen Landtag, Färb sic in, Hermann Struck und Redakteur B 11 blik (New-York) 11. a. Es winde einstimmig die Resollttion angenommen, der britischen Regierung um! den zionistischen Führern Dank auszusprcchen. ¥ ׳ An der zahlreich beschickten Landeskonferenz des Misrachi der Slowakei, die vom 28. bis 30. Juni in Kasehau tagte, sind n. a. folgende Resolutionen .׳tilgenommen worden: ״Der Delegierfeiilag des Misraihi in der Slow.ikei nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, daß der Voiksvorhaml der Juden für die Slowakei nichts unternimmt und zu unternehmen beabsichtigt, was den religiösen Interessen des konservativen Judentums in der Slowakei /tiwidcrläutt, sondern die Wahrung dieser Interessen den hierzu berufenen autonomen Körperschäften überläßt. Der Delegiertentag nimmt ferner mit Befriedigung zur Kenntnis, daß der Volks verband der Juden für die Slowakei bei allen wichtigen Ent- Schließungen auch inisrachistisehe Vertreter heranzieht und an der Entscheidung teilnehmen läßt. Daher begrüßt der Delegiertentag den Volksverband und empfiehlt allen Misrachisten dessen tatkräftige nnnalisilie und materielle Unterstützung,“ ״Der Delegiertentag des Misrachi in der Slowakei steht auf dem Standpunkt der Demokratisierung des Gcineindewahlrechts, sowie der institutiven Sichenmg des thoratreuen Charakters der konservativen Kuluisgemeinde» in der Slowakei. Der Delegiertentag fordert das zu wählende Landeskomitee auf, in diesem Sinne bei den Regierungsstellen zu intervenieren und sich zu diesem Zwecke mit anderen bestehenden und noch zu schaffenden Organisationen ins Einvernehmen zu setzen.“ Letzte Nachrichten Polen Der ״Vorwärts“ meldet: Die Jüdische Sozialistische Arbeiterorganisation P o a I e - Z < o n drahtet uns aus Wien unter dem 20. Juli: Warschauer Arbeitcrbliittcr melden unerhörte Verfolgimgen organisierter j ii d i s c 11 e r Arbeiterscliaft. Führende Genossen und fast alle Vorstandsmitglieder der so/ialistiscnVn jüdischen Organisationen ״Poale-Zion“ und ״Bund“ werden in allen Städten veihaftct, zum Teil auch schwer mißhandelt und in Ketten geschlagen. Die ineisten Arbeiterinstitutionen, sogar Kinderheime, Arbeiterküclicn und Schulen, alle gewerkschaftlichen und politischen Vereine und Lokale werden geschlossen, zahlreiche Genossen sind nach Posen verschleppt worden und interniert. In der A r b ci t crk iiche ״Poa 1 e -Z io 11“ in Warschau wurden an einem Abend alle anwesenden zweihundert Genossen verhaftet und teilweise in de» berüchtigten zehnten Pav i 11 o » a b g e f ii 11 r t. Die Regierung ürabski beabsichtet völlige Litjilulierung des ״Bund“ und der ״Paale- Zion". England Auf der letzten Monats-Sitzung des Board of Deputies, die am IS. Juli unter Vorsitz von Herbert S a m u e 1 in London slattgefunden hat, wurden u. a. zwei Resolutionen von Stuart Samuel und Dr. Da ich es angenommen. Die Resolution von Stuart Samuel lautet: Der Board of Deputies, die Körperschaft, die die Judeiiheit Englands repräsentiert, begrüßt die internationale zionistische Jahreskonfercnz, die jetzt in London tagt. Der Board drückt die Hoffnung aus, ilall die Verhandlungen der Konferenz van Erfolg gekrönt sein mögen, lind zu einer baldigen Realisierung des nationalen jüdischen Heimes in Palästina beitragen werden. Die Resolution, wurde, mit Ausnahme .von Mr. Henrik 11s, der dagegen stimmte, von allen anderen Teilnehmern unter stürmischem Applaus einstimmig angenommen. In der zweiten Resolution von Dr. Daiches heißt es: Der Board drückt Sir Stuart Samuel für seine Mission in Polen und für den zugcstellten Bericht seinen Dank aus. Amerika. Das Jüd. Korr.-Biiro meldet aus New-York: Im Ostviertcl New Yorks wird eine neue jüdische Institution unter dem Namen ״Jcwish Center“ gegründet, eine Erziehungsanstalt für die jüdische Jugend im Ostviertel New Yorks, deren geistige und physische Erziehung bis nun ziemlich vernachlässigt war. fiesoiidcrs Waisenkinder sollen hier untergebracht werden und eine Eraelumg im jüdischen Geiste genießen. Diese Institutionen werden in einem eigenen einstöckigen Hause unterge* bracht sein, zu dem der gewesene Botschafter Abraham Elkus vor kurzem den Grundstein gelegt hat. Die 17. Konvention der kanadischen Zionisten, die für Anfang■ Juli bestimmt war, wurde bis zur Rückkehr der Delegierten von der londoner Jahreskonfercnz und Erstattung' ihres Berichtes verschoben. Frankreich Die französische KVgierting erteilte die Eiiireu,,. I.rfaubnD für fiil jüdische Wiener Kinder, die zu einem sechswöchentiiehen Erholungsaufenthalt nach dem Elsaß verbracht werden sollen. Da die Kinder aus strena• religiöse» Familien stammen, hat es der Präsident Misrachi in Straßburg 111101110111111011־, diese in religiös״, Familien uuter/ubriiigcn. Tel lccho-SIowakien. Der auf dem Bniimer Kongreß ticugewahite um);״h ■11 Mitgliedern bestellende Jüdische Nationalrat ft״ Böhmen, Mähren uml Schlesien, konstituierte sieh 31). Juni. Dr. Ludwig Singer wurde einstimmig /(II)1 Präsidenten wiedergewählt; ins Präsidium wurden gt. wählt: Max Brod, Artur Kauders und Markus U11;״׳ Bessirabien. Ki sein new, 18. Juli. (Jüd. Korr.-Büco.) U, Lage der Juden in Heßarabien hat sich in letzter bedeutend gebessert. Die Behörden zeigen der jüdischen Bevölkerung gegenüber weites Entgegenkommen. 1% Antisemitismus ist «> out wie verschwunden. Die Jmlvn genieße» Volle Ghichlicrcchtigimg. Infolge der umer■ sehicilsloscii Erteilung von ausländischen Pässen an Juden iiihI Nichtjuden hat das wirtschaftliche Leben einen bedeutenden Aufschwung erfahren, wodurch eine alK•• meine Verbilligung sämtlicher Bedarfsartikel eingetreten ist. -- Die Orgatiisiertuig der jüdischen Bevölkerung in politischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Beziehung macht große Fortschritte, wobei die Zionistisdie Organisation überall eminenten Anteil nimmt. Vor kurzem wurde in Kischincw die zionistische Landes! Konferenz abgehoben, der auch Vertreter der nrniimisehen Zionisten beiwohnten. Der Gencralgouvemcur erschien mit seinem Stabe bei der Konferenz und iiberbrachte ihr dir (iliiekwimselie der Regierung au, Anlaß der Entscheidung in San Rein». Die Arbeiten dir Konferenz fanden mächtigen Widerhall in allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung Beßarabiens. Deutschland Ein neuer Weg der Wehnungsförsorge für ostjüdische Arbeiter Wie bereits in der Tagespreise bekamitgegebcii woi• di■» ist, beabsichtigt «las Arbcitcrfürsorgeamt in der Nähe von Berlin Teile eines Lagers zu mieten und liier Unterkunft und Arbeitsgelegenheit für eine größere Zahl ostjüdischer Arbeiter yn schaffen. Es sei hierbei von vornherein bemerkt, «laß dieser Plan nicht das mind e s t e z u tun hat mit den Bestrebungen reaktionärer Kreise, ein Aus n a h m c g c s c t / gegen o * t j iid is c 11 e Flüchtlinge zu schal• f 1־ ü um) ük*Nc z w u 1t )* s \v eist* in ein Mm/encnutonv lager zu überführen; es war vielmehr ausschlaggebend iiir diesen Plan, daß augenblicklich in Grob-Berlin die Wohmmgsverhültiiisse unter den Flüchtlingen von Lag zu Tag katastrophaler werden, und daß gerade die ärmeren Flüchtlinge unter Umständen zu übcriiaclUui gezwungen sind, die ein sofortiges Eingreifen der judisehen Hilfsorganisationen, erfordern. Grundsätzlich haudclt es sich also einmal um eine Entlastung des Groß- Berliner Wohimiigsinarktes, also um eine Angelegenheit, die für die in anderen Gegenden Deutschlands be- Endlichen Flüchtlinge von vornherein ausscheidet. Auf der anderen Seite geht das Arbeiterfürsorgeamt von dem Siandnimkt aus, daß jede wahllose Zusammendrangimg von AAenschcn, die selbst mit Zwang zu einer Be tat!- giuig nicht angeltaUen werden, barbarisch ist und aus inneren Gründen scheiteln muß. Es genügt, darauf hin- /weise», zu welchem jämmerlichen Resultat die in Szene gesetzte Auswandeningspraktik der bayerischen Regierung geführt hat: sage una schreibe sieben Flächtlänge sind, natürlich gefesselt und unter der üblichen liebenswürdige» Behandlung, in das Lager Ingolstadt geschafft worden. Unter diesen nicht ein einziger Schieber, sondern, wie vorauszusehen war, anständige und ehrliche Landarbeiter und Industriearbeiter, die du? große Verbrechen begangen hatten, ohne Kenntnis der ״arbeiterfreimdliclten“ bayerischen Ausweisungsbefehle bei ihrem Unternehmer zit arbeiten. Es braucht nicht betont zu werde», ilall das Arbeiterfürsorgeamt jede derartige, nur mit dem Büttel und dem Polizeiverstand arbeitende Praxis auf das schärfste ablehnt. Bei der in einem Lager einzurichtenden A rbeiter- Kolonie handelt es sich um eine Angelegenheit, die nur unter aktiver Ilcleiligimg der in Frage kommenden Arbeiterkategorie» und unter ihrer möglichst wvitgehenden Selbstu »11 M i t ver w a 11 u n g zu einem Frgelmis führe» wird. Es soll naturgemäß nicht nur Unter• kmift geboten werden, sondern, cs sollen in ausreichen•״ der Zahl A rbei ter w׳e rk s tä t ten zur produk• tiven Beschäftigung von Schneidern, Schuh• machen», Tischler» uw, eingerichtet und für eine weitere Zahl von Arbeitern Lehrwerkstätten bereitgestellt wer• den, i» denen gerade die nur angelernten «Hier nicht ge*!lügend ausgebildeten jugendlichen Flüchtlinge sich i# ihrem Fach vervollständigen können. Aus diesem linmdc kommt für die Arbeiterkolonie zunächst nur ein Stamm von möglichst organisierten jüdischen Arbeitern in ße־ <rächt, die von vornherein eine Atmosphäre strenger Selbstdisziplin und Arbeitslust schaffen und ungeeignete Elemente von sich heraus ausmerz.en. Es wird als»' eine strenge Auslese der für das Lager geeigneten Fluchtluige unter engen! Zusammenarbeiten mit den Vertreter» der jüdischen Arbeiterparteien stattfinden. P* Grundlage der Prxxi aktiv Werkstätten soll eine genossenscliaftliche sein. Wir veröffentliclien schon jetzt diese Jaiappen Mitteilungen, um Mißverständnisse von vorn• herein zu vermeiden, obwohl erst dann Einzelheit״ mitgeleilt werden sollen, wenn die Verhandlungen. das Arbeiterfürsorgeamt wegen Ueberlassung genügend« Baracken mit den Reichsbtmörden führt, zum Abschluß gekommen sind.

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