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Jüdische Rundschau · 1920-07-27 · Heft 50 (27.7.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 50 (27.7.1920)
Date
1920-07-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 50 נ U.SDlEßHB RUNQiCHÄU Seite 309 Q '־־־r ץ־ * ג־י■ ״־* ני־ ־■■'־־4 ..2 f /־*»j r״־^ f י!;Uhu «!_3 «.-*» tL_3 c. -» i 1 | ן / / 1 t h / n stina e für I an die en; als 1 bansid. jt sich: al Zio- I;alcjncr n: Ihi luuiftcn |׳c ckr I schließllästinas j nlicilc» fidikale* |ltc sich } ciiijje• 1 wonach htisdiei I 1 }luf!;«• I i-c Kon• Massen- I» Päds- :jldu 11 ין I' s r 1\ ז ז liä, ul• Iretariat 1 Donau- August, s, den* I: An7.aU Sie oder } die hc• Itig, aus• jgung W } Europas Jüdisch«• |!1;üst h 1 1"יי lll״ lrli.11 C.2. lirvkt a* יי ,1)1«! fint Jun!■ tlcrD« richtete* neu ärd■ W! 1'•' che u־'v itskurse» hmen D U1.hr■ tn-adue* iiti!:un,rJ־ in» ziD* s* Vel* Krei^ >cl ein« «י"! 1ei stall״k über Plenarsitzung der Zionistischen Jahreskonferenz Mont״-, den 19. Juli 1920, vormittags. Die Vollsitzung wird vom Präsidenten ür a ״« «' * croifaet, der den Arbeitsplan für die restheheil T.igui u .,״ ״rollen Zügen entwirft, danach soll die J a nY c s k o n f e r c n z Mittwoch (, c s c o s. 1 n " Den Vordiz übernimmt hierauf Lo rd Rotli sc hi Ul, der verkündet, da» zunächst die Anträge der Palästina• k11:״n!/ssion /nr Behandlung gelangen, Genial! einem Beschluß des Saiioraikonvaits, sollen zu jedem Antrag der Pal.islinakoniniissiGii je zwei Redner für und gegen, zu jedem Antrag der übrigen Kommissionen je ein Redner üir und gegen und zu jedem Minoritatsantrag nur ein Redner gegen das Wort erhalten. Die Redezeit soll allgemein mit höchstens zehn Minuten festgesetzt sein. Adolf Boelini (Oesterreich) berichtet im Namen der Palästinakommission über die erste Gruppe von dci cu Anträgen, Die Palüstiuakommilssion hat sich zugleich nach Beginn ihrer Beratungen in fünf UnterkonimUsioncn geteilt, welche folgende Gebiete behandelten: 1. Bodenpolitik, 2. Kolonisation, 3. Emigration, I. Medizinische Brägen, 5. Technische Fragen. Zur Bodenpolitik verlangten die Vertreter der rachhalsten Gruppe einen Beschluß, welcher den Bodenkauf ausschließlich dem Jüdischen Nationalfonds Vorbehalten und jeden piivatcn Bodenkauf aussdiließai solle. Hiertür spreche ule Befürchtung, dali Privateigentiitner Spekulation hctreilnm würden. Sie würden ferner, selbst heim besten Willen, durch die Verhältnisse gezwungen, nichtjiiciiselic Arbeiter beschäftigen zu müssen und damit wäre der Boden nur juristisch, nicht aber in Wirkliehkeit jüdischer Boden. F)ie Vertreter der anderen Richtung argumentierten etwa so: IX*r jüdische Nationalfomls verfügt zur/eil nur über sehr geringe Geldmittel, und cs ist nicht aiizuiidnnai, dali er in kurzer Zeit derartige Mittel eihallen kann, um jeden zum Anbot gelangenden Boden au/.ukuul'cn. Damit würde der Fall cintreten, da» zum Verkauf sichende Böden zu einer Zeit, wo der Preis noch verliältnismäliig niedrig ist, von Nicht-Juden gekauft würde. Gegen jeden Milibraueh des in privater Hand befindlichen Bodens können gewisse Sicherheiten gefunden werden. Es sei auch un- ■denkbar, dali wir die Juden in Palästina, unter cm minderes Recht stellen, nachdem Christen und Araber wohl in der Lage sein sollen, Baden zu kaufen, Juden aber nicht. Ilciincr verliest nmi die folgenden sechs von der Palästinakommission voi geschlagenen Thesen zur Boden- Politik. 1. Das! Grundprinzip der zionistischen Bodenpolitik ist, den Boden, auf dein die jüdische Kolonisation erfolgt, in das U e in e i n e i g e n t u 111 d c s j ü d i s c 11 e n Volkes zu überführen. Die Exekutive wird aufgefordert, alles aufzubieten, um diesen Grundsatz, zur vollen Durchführung zu bringen. 2. Der Träger der jüdischen Bodenpolitik ui Stadt und Land ist der Jüdische N a t io 11 a 1 - F o n ds, Seine Ziele sind: durch Verwendung f r c i w i 11 i - per V <>1 k ssp c 11 d c n den Boden Palästinas in jüdischen Gemeinbesitz zu überführen; den Boden, ausschlielilich in Erbpacht und Erbbaurecht ׳!< vergeben; die Ansiedlung mittelloser, jüdischer, selbstarbeitender Elemente zu ermöglichen; die jü- •״sehe Arbeit zu sichern; die Nutzung des Bodens zu überwachen und der Spekulation entgegen- 7 u w i r k e n. 'i. Die Kreditmittel der Zionistischen Organisation sollen in erster Reihe solchen Ansiedlern zugutekommen, die sieh den Prinzipien des jüdischen Naii- ״nnltnmts Unterwerken. 1׳. Um beim BiKleuerwerb den J. N.-F. znm maß- ״ebenden Faktor zu machen, müssen ihm jederzeit ausreichende Mittel zur Verfügung gesellt werden. Zwecks Erweiterung seiner Aktionsfähigkeit soll der J, N.-E. Anleihen anfnehmen, die durch seine l’aeliteinnalniien zu verzinsen und zu amortisieren sind. Der J. N.-F. soll berechtigt sein unter Ausschaltung der bisherigen Reservcnvcrpflichtung, seine ge- 6 a in t e 11 Mittel ohne jede Einschränkung in P a 1 ä s t i n a zu investiere n. Die Bodenpolitik des J. N.-F. muß durch Kreditinstitute für landwirtschaftlichen und städtischen Besitz, gefördert werden, ü. Der Bo d e 11 k a 11 f i!1 P a 1 ä s t i!1 n d 11 r c!1 luden soll bei einem offiziell an erkannten, unter der Kontrolle der Zio- ״ist i s c h e 11 ,Organisation s t c 11,e n (Jen 1!1 - - י i 1111 zentralisiert werden, 0. Im Interesse der schnellsten Erwerbung größter feile des palästinensischen Bodens soll der J. N.-F. '״rmeii finden, in denen neben dem eigenen Kapital ['es J.N.-F. auch das P ri va t k a p i t a I sich bodeii- J'jiufnid betätigen kann, in einer Weise, die den späteren *׳eiuTgimg der so gekauften Böden in nationalen Besitz gewährleistet. Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis, daß folgender "1,1!״■dätsantrag eingebracht wurde: ״Der Bodenkaiif חי I aUstiuu soll ausschließlich dem Jüdischen National- ״inds ziistchen, damit der gesamte Boden zum unver- ■mlUTlichcn Eigentum׳ des jüdischen Volkes werde“. Pittes (Frankreich), spricht sich für absolute N.;ti- 11uaiisierimg und gegen jede Privatinitiative aus. Nur nationaler Boden könne die Ausnutzung des Bodens uiT die AnsiedUtng selbst arbeitender Juden gewährleisten, ,*er Zionismus müsse eine Antwort auf die ökonomische Jnaenfrage geben, sonst erkläre er seinen Bankrott. Wenn' ■er Boden Palästinas in der Hand einiger Privatbesitzer sei, könne die Mehrheit des Volkes vom Boden ansgeschlossen werden. In der Palästinakommission habe niemand gegen die Nationalisierung gesprochen; cs habe sielt um die Aufbringung der Mittel gehandelt. Aber wenn die Mittel für eine nationale Kolonisation nicht vorhanden wären, so würden sie auch für eine private Kolonisation nicht da sein. Dr. Hausmann (Ostgalizieu) spricht für den Konimissionsmitrag. Die Frage liege_ nicht: Nationakägeutum oder Privateigentum, sondern die Frage sei, schon jetzt ein aktives Leben in Palästina zu schaffen, den Boden in jüdische Hände zu bekommen und Palästina dafür vorzubcrcitcii, daß dort eine jüdische Mehrheit entstehen könne, in dieser Auffassung bedeute Natbnalisienuig des Bodens ein bloß theoretisches Postulat Wenn kein Jude Privateigentum am Boden erwerben kann, wird ihm allerdings die Wcristcigcrung nicht zugute kommen, sie wird aber jenen zufallen, die das Land kaufen werden, und das werden Nicht-Juden sein. Das Privateigentum biete eine günstigere Grundlage für den Hypötliekarkrcdit, als die Erbpacht. Wir wollen Bodenpolitik in nationalem und sozialem Sinne betreiben; wenn wir zur sozialen Politik nicht die Mittel haben, so wollen wir wenigstens in nationalem Sinn arbeiten. Gegen den Mißbrauch des Privateigentums müssen wir Siciierheiten schaffen, gleichzeitig aber das Privatkapit.il so weit als möglich ermutigen. Bert Katzenelson (AehJutU Haav. dali) spricht sich für das Prinzip der Nationalisierung .111־s, rür dieser Prinzip hätten seit Jahrzehnten alle jüdischen Pioniere in Palästina, alle jüdischen Arbeiter, a'le Schonnim gekämpft und alle jüdischen Arbeiterparteien der gnt1z.cn Welt hätten sieh dafür ausgesprochen. Der Beden Paläslinas soll nicht privaten, sondern nationalen Interessen dienen. Privateigentum am Boden diene aber nicht dem nationalen Interesse, es störe es vielmehr. Mit unserer ganzen •!()jährigen Arbeit haben wir nur Routen geschaffen, den Bodenpreis erhöht und die Möglichkeiten für nationale Kolonisation verringert. Beim Privatbe-Fz sind wir nicht einmal sicher, ob der Boden in jüdischen Händen bleibt. Von Sicherungen hält der Rainer garnichts, da unsere ganze Erfahrung beweise, daß wir nicht die Macht hätten, einen Grundsatz zu erzwingen. Wenn wir von Privatbcsitz spicdum, so wissen wir, daß dieser nur einer ganz kleinen Anzahl von reichen Juden zugute kommen kamt. Von unseren großen Massen, wissen wir, daß dort niemand in der Lage ist, Boden in Palästina zu kaufen. Es wäre daher am besten, die kielterlicise Illusion von Privatboden aufzugebai. In allen zionistischen Reden werden die Forderungen der Gerechtigkeit iin Sinne der Propheten, der sozialen Gerechtigkeit hinausgeschmettert. In unserer wirklichen praktischen Arbeit aber, geben wir uns ganz in die' I Finde von Notablen nmi Bürokraten. Die jnlireskonferenz soll durch die Annahme der Minoritätsresolulio» ein klares Wort für die Zukunft unserer Arbeit sprechen, ein Wort, das es ermöglichen soll, daß der Schwung der in früheren Zeiten manchmal in der Bewegung war, wieder hereiukoniint. Diese Jalircskonferenz soll in unsere Arbeit einen radikalen Umschwung veranlassen. Wir fordern große Opfer, so wollen wir, daß wir auch das Volk nicht durch Redensarten täuschen, sondern daß unsere Arbeit wirklich für das Volk ist. Levin Epstein (Amerika) spricht für die Anträge der Kommission. Die Gegner der Resolution hätten die Frage kompliziert. Die Frage sei einfach: wollen wir, daß der Boden in Palästina in jüdisch־ Hände übergeht oder nicht? Wenn Palästina eine Wüste wäre, auf die niemand Anspruch erhebt, s,1 könnten wir warten, bis wir durch die Spenden für den J. N.-E'. den Boden erwerben können. Da aber noch andere Bewerber für das Land vorhanden sind, so können wir nicht warten. Wir dürfen uns die Möglichkeiten, Boden in Palästina zu erwerben, nicht selbst verengern. Fertige Völker laden tremdes Kapital ein, ins Land zu kommen. Wir laden kein fremdes Kapital, solidem nur jüdisches Kapilal ein und hoffen, daß es uns helfen wird, in Paläsiina den nationalen Zweck zu erreichen. Sprinzak (Hapoel-iIn/.a1r-Paläs!ina): spricht für das Minoritätsvolum, daß nur der Nationalt'onds Boden kaufen soll. Die Erlahrmig• beweise, daß dindi die Privatimtiative nicht das jüdische Volk nach Palä-dina gebracht, viel eher lierausgetrieben wird. Fs werde immer die Frage au!geworfen, ob die Nationalisierung sofort uneingeschränkt, oder im Verlauf der Jalta־ stufenweise erlolgat soll. Die gesamte jüdische Arbeiterschaft s t c 111 auf dem Standpunkt, dal! die Nationalisierung sofort erfolgen muß, 1 cun. kiunrnt sie später, dann wird sie nicht zu Gunsten des jüdischen Volkes attsiallen. Man behauptet immer, daß die Privatinitiative die- Kolonisation geschaffen hat' Die Kolonien in Galiläa seit 15 Jahren, die Galilur; .1 (״j״. Lv'ben erweckt haben, sind nicht durch valiniüative entstanden, sondern durch nationale KoloatK!n. Durch die Privatinitiative entstehen mir icne welche Dr. Wc erst Priv n! ......... .״-,;«,״.״״״v.juiiiiiaiive einsamen mir jene ueiiel, welche Dr. W c i z in an 11 in seiner Eröfbiunirsrede charakterisiert hat. Uns handelt es sich nicht um is^citucui leeres!)5o^nia, sondern wir koninjen ■ms der nationalen Ideologie und der Eifahrun ׳ von '5י Jahren aus der Forderung, das Land unbedingt für d«s jüdische Volk zu sichern. Alle Reden von einem besseren Leben, das wir in Palästina schaffen wollen und solche Reden halten alle unsere Redner seit 2» Jahlrcn —, sind eine Heuchelei, wenn wir nicht die Sicherungen für ein gesundes soziales Leben schaffen. He rz. 1s Gedanke war es, daß alle größten Emumenschäften des Fortschritts beim Aufbau Palästinas nutzbar gemacht werden sollen. Durch solche Kolonien wie Pclacli Tikwah werden wir kein besseres Leben schaffen. Wenn die Gegenpartei sagt, daß Kapital zur ־Verfügung steht — das wir bis jetzt auch nicht gesehen haben — so kann man es ja für andere Zwecke ins Land ziehen und es dort in der Volkswirtschaft verwenden, aber nicht für Bodenkauf. Den Boden, den Schlüssel der ganzen nationalen Entwicklung, müßt Ihr in Eurer Hand behalten. Fk;r Boden darf nicht an Private. 9 n.ivrn nur an das jüdische Voll: verkauft werden. Wenn die Jahreskoiifereiiz beschließt, den Zionismus durch de Erlösung des Landes, durch den Natümatfunds zu \c1־- wirklichen, daun werden wir eine ungeheure Begeistcrung und 'üpferfreudigkeit im ganzen jüdischen Volke wecken, dann werden wir auch eine K.>n/e!1trati>11 der finanziellen Mittel erzielen, die das Volk für die Erlösung des Landes bringen wird. Und die Clvduzim weiden dann wissen, daß sie für das Volk arbeiten und Opfer bringen. Konnol (Rußland) beantragt ein Amendement, daß die Privatiniatiativc ermutigt weiden soll, Boden in Palästina ־zu kaufen. Wir müssen das Land möglichst schnell jüdisch machen, und da das Volk nur aus Einzeliieu besteht, so kommt das Land durch den Kauf einzelner auch in den Besitz, des Volkes. Das bedeutet keinen Kampf für Privatprofitc, sondern wir wollen de■ Idealismus ermutigen, um auch die privaten Mittel für Erez-lsrael fruchtbar zu machen. Auch die erden Kolonien in Judäa sind nur durch Einzelne und Privatinitiative geschalten worden. N a c 11 m i 11 a g s - S i t z u n g. Ben Gorion (Adiduth Haawoikih) schlägt an Amendement vor, wonach in These 3 der Palästinakommission über die Bodenpolitik statt ״in erster Rehe־־, da> Wort ״Nur" zu setzen ist. Er begründet das Amendement mit der Notwendigkeit, klar festzustellcn, ob das Ziel des Zionismus ist, Juden, die in Palästina arbeiten wollen, die Möglichkeit zu schaffen, dort Spekulation zu bctreiben. Die unter der Herrschaft des Privatkapitals in Palästina entstandenen Zustände sind vom nationalen Standpunkt aus höchst unerfreulich. Die Schuld daran tragen nicht einzelne Menschen, sondern das System, und dieses System muß eben geändert werden. Ein Zwischenruf des Delegierten Saphir (Griechen• land) ruft stürmischen Protest des linken Flügels hervor, der mir dadurch beschwichtigt werden kann, dali Saphir auf kategorische Forderung des Präsidenten den von ihm gebrauchten Ausdruck zurück/icht. Abrahams (Stid-Afrika) beantragt ein Amendement wonach in These 2 das Wort ״mittellose־•‘ zu streichen ist. Levin Epstein (Amerika) beantragt ein weiteres Amendement,■ wonach in Paragrapli 6 der Schluß von ,,in einer Weise" an, wcgV-ulassat ist. Sodann erhält der Berichterstatter der Palästinakonimission, Adolf Boehm das Schlußwort. Er erklärt, die scharfe Zuspitzung der Gegensätze von beiden Seiten hat die Situation nicht gekiiirt, sondern nur verwirrt. Hier, wie in der Kommission, gibt es niemanden, der meint, da» inan Palästina einer wilden, k ipita'istischen Wirtschaft auslicfern solle. Wir alle erstreben das nationale Ziel und der Streit kann nur um die Mittel zru Erreichung dieses Zieles gehen. Ich glaube, daß die von der linken Seite vorgeschlagenen Mitiel in diesem Momente nicht die Mittel sind, um das durchzuführen, was wir alle anstreben. Die Resolutionen der Kornmission bilden ein untrennbares Ganze. Wir haben uns bemüht, nach unseren Möglichkeiten möglichst weitgehende Sicherheiten zu schaffen. Nunmehr schreitet der Vorsitzende־ zur Absfinv immg. Das Am endement Abrahams wird mit überwiegender Mehrheit angeno»! men. Das zUnendatieot Ben Gorion wiul mit 93 gegen 76 Stimmen a hg dehnt. Hierauf zieht L c v i n Epstein sein Amendement zurück. Die 6 Thesen der Palästinakommission werden sodann einzeln, aber sämtlich mit überwiegender Mehrheit angenoramen. Zum Minoritätsvoturn über das Prinzip der Naiiotinlisierung, verlangen die Antragsteller n am entliehe Abstimmung. Nach dem Kbngrelistatut hat eine namentliche Abstimmung dann stattzufiiulen, wenn sie von mindestens 51 Delegierten verlangt wird. Lord Rothschild befragt die Versammlung und cs ergeben sieh 52 Stimmen für namentliche Abstimmung. Diese wird vollzogen und zeitigt 71 Stimmen für und 135 S t i 111 m cn g e g e n das Aliiioritätsvotum. Nach der Abstimmung übergibt Lord Rothsehild lebhaft akklamiert, den Vorsitz Herrn Louis L> P^y- Dieser erteilt das Wort dem Delegierten Adolf B o e 1t 111, welcher folgende Erklärungen abgibt: . ׳׳.D.:e °ben durchgeführte Abstimmung hat keine rmziptenfrage ziiiu Gegenstand gehabt. Wer gegen die Resouition gestimmt hat, hat gegen ein Mittet zur Nationalisierung des Bodens, nicht gegen die Nationa «;ening selbst gestimmt. Das Prinzip der Natioiwiltsierung ist bereits durch die Annahme der These 1 der Kommission anjjeuomiucn worden." Hierauf gibt Bernard Rosonblatt Namens der amerikanischen Zionisten folgende Erklärung ab: ״Der Umstand, daß wir gegen das Minoritätsvoturn gestimmt haben, besagt keinesfalls, daß wir ge ■en da» Prinzip der Nationalisierung des Bodens sind. ׳Wir sind für dieses Ziel in Uebereinstimimmg mit den! von angenommenen Pittsburger Programm. Wir haben un» imt unserer Abstimmung nur dagegen ausgesprochen, daß das 1m Minoritätsvoturn vorgesehlagenc Mittel, al» das an/1ge^ zur Erreichung dieses Zieles proklamiert wird Wir sind der Ansicht, daß das Ziel nicht durch cm Mittel» sondern auf verschiedenen Wegen erreicht werden kann mul erreicht werden wird. Wir halten treu zum Pittsbiirger Programm und haben deshalb die von der Kommission als deren Majoritätsvotum vorgeschlagene Resolution akzeptiert," Herr Tabenkiu gibt Namens der Adiduth-Haawoaah folgende Erklärung ab: ״D:e Zukunft des Zionismus ist abhängig von der Durchführung der Nationalisierung des Bodens, ist davon abhängig, daß auf jüdischem Boden jüdische Arbeii gelastet wird. Ohne jüdische Arbeit wird die Kolonisation nicht national sein. Für dieses Ziel treten wir 15 einen Kampf, um diese Losung wird die Ent-

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