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Jüdische Rundschau · 1920-07-23 · Heft 49 (23.7.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 49 (23.7.1920)
Date
1920-07-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 302 JU EDI SC HE RUNDSCHAU Nr. 40 l üiscr (icsimmngsgenosse, Herr Z 1 a I ס p o i s k i, wird Ihne» nachwciscii, dal) der ,,Zehnte‘' während unsercr ganze» Geschichte kaum je nnfgehört hat, zu rvisticre». Wir brauchen nur auf bestimmte Tatsachen ,/miiekgii'it'e», die sich in Rußland während des ersten Kiicgsj,•ihres ereignet haben und die uns wichtige Auhaltspimkte (״eben können. Beifolgende Tabelle zeigt Ihnen, dal! unsere Bruder in Moskau sich selbst eine Steuer auferlegt haben, die von l -Hl״״ gestaffelt war. ״Jcw reskaja Dschin“ Nr. II v. 11. Mär/ 1 10 <י S e I b s t b e s t e u e r u n g durch das J ii d i s c h e I f i I t s k o in i t e e i u Moskau vom!ר. I. 1015 bis Beitrag Rubel V 15. 2. BHO. ()nippe Zahl der Mitgi. Monat), i Ncr/tc '):>! 5 '52:5.50 Zahnärzte 212 1 5 J 7.01 Kaiit'leute 101 05 0 50.61 k’echlsanwaltgeh. 1 10 1 708.(10 Reehisauwälte 58 2 511.50 Künstler '15 '51 1.70 I eeltniker '577 0 830.17 Fadcnbesit/or 1 550 1 5 150.711 Ghemikci FiS 1 002.12 08 751.20 Rubel 111 jedem Monat 100 00.)!2'K) )20(1 Personen haben also Rubel aufgebracht, das sind 1 200003 Rubel im Jahre, d. 11. im Durchschnitt auf den Kopf jährlich fast 10 Rubel, l'iul da die Hälfte der besitzenden Klasse »»gehörte, dieser Zuwendungen vermindert. Und für hatten wir, mir eine von denen wir den ״Zehnten“ verlangen wollen, s> weiden diese Beiträge auf den Anteil derer verrechnet weiden können, die i1berha11.pl kein Kapital besitzen, In l'eteisburg hallen ')()Ol) beute eine jährliche Steuer von je '200 Kübeln geleistet, 11. i. pro Kopf etwa 20 U, und diese Steuer wurde in der Hauptsache von solchen erhoben, die kein Kapital besaiten. Die l'elcrsimger Kaiilleutc haben auHcrdem bedeutende Scheuklingen gemacht. Dank dem l’rin/ip der Steuer hat sieh das nationale Selöstbewußtsei» gehoben: wir sollten niemals in die l äge kommen, mit der üblichen Wohltätigkeit auf gl<.i.:he I •nie gestellt werden zu können. Vor der Einführung des Steuersystems beliefen sieh alle in Moskau für wohltätige Zwecke aufgebrachten Summen auf 100 000 Ruhe! im Jahr,‘ und die Höhe hat sich durch die Steuer nicht du- Dm 1 h> ctziing dicsei S11• 1 u* 1 Insmig: ״Hilfe für die Zehntansemle Opfer“, jet/l aber kommen wir /um Volke mit zwei aiiliemrdentliehen geschichtlichen Tatsachenauf der einen Seite das grolle nationale Unglück 'im (ialus, das in der Vergangenheit nicht seinesgleichen hat, dann aber der Wiederaufbau der g e s i c 11 e r t e n j ü d i s e It e 1t II e i 111 s t ,'1 t t e i u I r e ,־ - I s 1׳ a e I - - ein Ideal, um das wir seit Jahren kämpfen und ein Ziel, dem das ganze jüdische Volk durch die Jahrhunderte entgegengestrebt hat. Ls ist einleuchtend, dal) wir mit größeren Forde nmge» im Augenblick kommen können, wo wir immindbar vor dem Werk einer großzügigen bin- Wanderung nach Palästina steilen. Wir haben bereits über das Svslcn! der biukoiumeusiener berichtet, das man in Moskau eiugefülirt hat, im.I über das der Verbrauchssteuer in Petersburg, binkoiiuiieitsicuern sind gerechter und demokratischer, bs gibt aber I ander, in denen verschiedene Momente gegen d:c I int ihrung der binkominensteuer sprechen, tmd wir werden deshalb ebenfalls das Prinzip einer Verhuuidisstci’.ei׳ befürworten. Wenn mau bei jeder Person de i.ilt Kielt verausgabte Wohmiiygsmicte als Basis nimmt un.l 11 esclbe auf ihr bunftaehes vermeint, so werden wir aivvibernd den jährlichen Verbrauch festgestellt haben, '״» dem die Steuer zu zahlen ist. Wohlgemerkt: Sowohl da׳ Einkommensteuer wie die Verbrauchssteuer müssen ie nach der Höhe von binkoiniiHUi und Verbrauch abgestuft ,werden. Bezüglich derjenigen, denen au sieh die Verpflichtun״ des Zehntel auferlegt werden mülite, die aber nicht in yler läge sind, in einer einmaligen Zahlung den /ehnlen Teil ihres Kapitals zu erlegen, können Vereinl'.iiungeii getroffen werden, nach denen die Zahlung des Zehnte» sieh über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken kann. Jedoch nur unter zwei Bedingungen: 20 ״,. der Summe müssen sofort bezahlt werden, die übrigen 80״״ in Teilzahlungen von jährlich 20״״. Aulicrdem mul! die Zahlungsverpflichtung m eine•(' born: gegeben werden, die bei jeder Bank geltend gemacht werden kann und von ihr diskontiert’ wird. Die Drage der a 11 f s c h i e b b a r e n Entrichtung des Zehnten sowohl im Fall einer Kapitalssteuer als auch dann, wen 1 die Steuern vom biiikummen oder vom Verbrauch erhoben weiden, muß den verschiedenen /ionis!Feilen Organisationen zur Entscheidung überlassen werden, wobei die Bedingungen der verschiedenen I äiKier berücksichtigt werden müssen. Es liegt in der Natur der Sache, daß erwartet werden muß, daß die führenden Geister in der Durchführung der Selbstbesteuerung die Zionisten selbst sein werden. Wenn wir uns der schweren Aufgäbe gcgeuübersehcir, unser Volk so sehr zu tiafio- »aüsicre», tdall es sich, einer Volksstcucr freiwillig unterwirft, •so müssen die Zionisten die ersten sein, die mit gutem Beispiel vorangehen und unverzüglich die Steuern ziilden, die ihnen .1111• e• h׳gt sind. Scheuen wir uns nicht, hier freimütig zu bekennen, daß die Summen, welche die Mitglieder der Zionistische« Organisation bisher der Bewegung zur Verfügung gestellt haben, nicht sehr bedeutend gewesen ,sind, sondern sieh auf dem Niveau von Waldtätigkcilsbeiträgcn gehalten haben. Wenn wir jene Summen, die von vielen Zionisten in Moskau für nichtzionistische ,Zwecke gegeben worden sind, mit denen vergleichen, ,welche sie für den ״Hefreämgsfomls“ beigesteuert ,haben, so ergibt sich, da'! die letzteren nur ein Zehntel der erstere» betrugen. Selbst im reichen Amerika haben 175000 Schekel/.ahler nur 903 001) Pfund Sterling gezahlt, so daß jeder Zionist nicht mehr als 5 Dollar oder ein Pfund jährlich gegeben hat, was keim• ,sehr grolle Summe ist, **Gau׳ abzusehen ist van anderen Ländern, die beinahe gar nichts aufgebracht haben, ,selbst wenn man dabei die niedrige Valuta dieser hir^öt), 11^4(1(1^0,^ (%,,1‘t^, »W-nW (1»b1:( 4זדג/1(רז. gegeben, ,was er liir den Fonds zugunsten der Fluchtlinge• .in Rußland gezahlt hat. Die Entschuldigung hierfür .war: ״Zionismus ist noch ein Traum fiir die Zu• kimfi, während die Flüchtlinge in Rußland furchtbare Wirklichkeit ,sind.“ Wenn aber solche Anschauungen bisher unter Zioivsien benschten, weil es bis jelzt nicht ,!möglich gewesen ist, großzügige Unternehmungen in Palästina zu beginnen und breite Massen hinüber- /ufiihrc», ,so müssen die Zionisten jet/1, wo die große Aufgabe ,der Verwirklichung des Zionismus vor uns stellt ,mul wo der Traum zu lebendigem Leben geworden ,ist. die Ersten sein, die erkennen, daß man ,mit milden (iahen ein!.and nicht aiifbauen kann, und *laß sie auch hier mit ihrem Beispiel dem ganzen Volke i’orausgehen müssen. Wir ,machen deshalb folgenden Vorschlag: Die .Zionistische Organisation möge jedem Zionisten die Pflicht aufcrlcgc», sofort den Zehiiten-für den («rundfuiult, gu zahlen, und sie möge sofort alle Maßnahmen treffe», ,um eine Steuer zu erheben, die unter der Form •des Zehnte« von der ganzen Nation anerkannt werden 411111). Diese Arbeit verlangt von uns die Zusaiimicnfassung ,aller unserer organisatorischen und agitatorischen Kräfte, mul die Jahreskonfereiiz muH die Mobilisierung filier verfügbaren Energie» für diese Arbeit veranlassen. Diese werden sich für das kotttinende Jahr vollkommen zur Verfügung der Organisation 11,■du׳.!;׳u'üssei', dort hiugehcii, wohin mau sie schickt und tut», was ihnen befohlen wird. Jeder aktive Zionist tu u ß b e g r e i f m, d a II jetzt f ü r u n s r i n c A r t K r i c g s / r i t 1: e k o 111 m e 1» ist, u n 11 d a ß w 1 r n i c U! I.e 1!1 e r h i n d e! S a e b e des .Zionismus nur ein Weniges voll 1111s e r e 1 I eist n 1» g s k r a I t w i 11 111 e 11 d ü r f e 11, s o nd e r 11 11 a IS 11 nseri׳ g a 11 z e Kraft d e m W e r-k g e 11 ö r e n in 11 ß , ii a ß 11 n s e r c r w artet, w e a 1» 4!' i r 11 n s e r I d e a I in die Wirklichkeit 11 in setze!» ,w olle n. Und ,wie wir alle unsere Kräfte im kommenden Jahr .ausschließlich fiir den (»ruinlfomls einsef/cn müssen, so müssen alle Sammlungen für andere Fonds, die bisher zionistischen Zwecken gedient haben, kassiert werden. Dem Gedanken des Zehnte» dürleu allein unsere ,Kräfte gehören. Eine Ausnahme macht nur der N.Mioiinlfitnds für!len die Beitrage, wie bisher, gesammelt weiden müssen. Fis dürfen jedoch keinerlei neue Pläne oder neue Aiisireitgtmgeit für diesen Funds gemacht werden. Da abeiwder N.-F. in der Lage sein tiiuli, für größere Summen ,Fand zu kaufen, so schlagen wir vor, daß der N.-F. 10 ״״ derjenige» Summe erhalten soll, die dem (irinulfonds zufÜcßcii winl, mit der Maßgabe, daß ,dieser Anteil als gleichwertig betrachtet werden soll mit ileiii Maximum dessen, wa$ der N.-F. durch invibhängige- Sammlungen hätte erreiche» können. Wir dürfen ,aber nicht vergessen,' dal) alles (»01(1 für die Vorbereitung ,des Boden•;, v.m dem wir erwarten, daß es von dem (irui'-.l-.F'oiuls aufgebracht werden wird, aufgebracht werden!'so in dieser Bei'oiii N'.-F. hätte nnrin.Tervvcise müsse» Der <irui'il-l'oiuls wird also tu Ziehung (den N.-F'. zu unterstützen haben. Die F r 11 e h 1111 g des Z e 11 n t e 1» h a t i n alle» Ländern am selben Tage zu beg i » n e 11 , u 11 d z w a r w ä h r e 1» d d e r M i 11 e 1 * f e i e r t a g e d es iv ä e 11 s t e 11 S » k k o t h. Bis dahin werde» wir Zeit haben, alle notwendigen Vorbeieltnngen für die Verwirklichung des Planes zu treffen. Die Sammlung des Zehnten kann sich über mehrere Jahre erstrecke»." Die Subskription aber m 11 15 i n e i n e in Jahr e a 11 s g e I :1 11 r t \v e r d e 1». Wir könne» sie nicht auf längere Zeit aasdeliiieii, sondern diese intensive Arbeit muß schnell dmcbgefiihit werden. Fs ,ist deshalb unbedingt notwendig, dal) man in allen Fänden» ,sofort au die Vnrbcrcitmigsnrbcite» heraiigeht, iiimI den Plan dann auf eigene Verantwortung durchführt. Fs wird ratsam sein, Komitees zu bilden, die sielt ausschließlich dieser Arbeit widmen und auch'solche Mitarbeiter Jicran/u/ichen, die zwar keine eiugeschrieheuen /:oiiiste» sind, aber mit uns sympathisieren. Die Komitees hätten die Steuerzahler in (»nippen einzuteilen, etwa nach dem Beispiel unserer Tabelle, die für Moskau acht derartige Gruppe» vorsieht. Jede (»nippe ,hat einen Vertreter in dem Komitee, w elches die f löhe der Steuer, die von jeder Gruppe zu entrichten ist, festsetzt:־ Fs ist ganz, klar, daß jemaiKl, der selbst einem bestimmte» Kreise angehört, besser als jeder andere ,weiß, was man dieser Gruppe aiiforlogcu kam», Bedenken Dies sind die Vorschläge, die wir der Jahreskontere»/ vor/iilcgcn wünschen. Wir möchten daran noch einige Betrachtungen knüpfen. Fs bestehe» Zweifel darüber, ob wir in der Lage sein werden, die nötigen 25 Millionen!Mund auf dem Wege einer Steuer atif/ubringen, die keinerlei Gesetzeskraft besitzt. Wir hingegen glauben, daß das keine besonders schwierige Sarin• ist Um die genannte Summe zu erlangen, die im Laufe von fünf Jahren aulgchraeh! werden ungefähr 10 033 reiche Leute, die Pfund Sterling jährlich zu zahle» wird uns di!• Hälfte der ' 11 , out• wenn von!len la Millionen Juden SOO 033, kommen werde», uns jährlich i Pfund zu zahle», so werden wir die soll, brauchen durchschnittlich wir 125 habe». I fies allein Milium bi mgeii und nur 5 d. h. durchschnittlich zweite .!lullte der verlangte» Summe bekomme». Die Zionistische ()rgauisatio» umfaßt heute, wie wir,meinen, kaum .weniger als 800 000 Mitglieder, und wenn wir ernsthaft .und mit ganzem Herzen arbeiten, so werden wir diese Zahl leicht vermehren können. Andere wieder glauben, daß wir das Geld leichter bekomme» ,würden, wenn wir eine Volks,•uileihe auflegten Aber das Werk, welches der Gm,■ 1-Foiuls finanzieren soll, enthält auch Ausgaben, von denen nicht ju'warlet werden .kann, daß sie jemals wieder einfließe» yrerdcii. Wir können deshalb nicht /»m Volke kmiiiiien und ihm eine Anleihe aubieteu, für die kerne Sicherheit der Rückzahlung Vorhände» ist. Auch eine Anleihe verlangt die Verstärkung des jüdische״«׳ l'flichtget'ü Ids״, jukI es»!!st//deshalb:rbcsseivivtfr nudieru;um aggupblWklicIiKi* großen,; Morulmti :eiaen*i!würdigere; ApjkH!!.«Mil .ilafi::,Volkibätt•: dem «itifÄm-.miUeiFenDsdMK •i'sdsrl es sich bereiterklären muß, Steuern zu zahle». Man muß das Volk überzeugen und ihm begreiflich machen, daß ei» Fand ebensowenig von milden (iahen wie von Aktien anfgebant werden kann. Wenn die J u d 1■ » I* a I ä s t i » a f ü r sie h b r a 11 e I! e n , d;! ״ » in u s s e »t ,s i e a u c h Zins und S t e 11 e r z a 111 e ״. Andere wieder machen den Einwand. daß, wenn wir den (inind-Fonds auf dieser Basis errichte״, w!r nicht;״ehr in )der Lage sein werden, Geld für du■ Aktie» unserer Bank oder für die Privatinitiative verlangen. Das ist ein Irrtum, gerade das Gegenteil ist der Fall. Solange das nationale Selbstgefühl »och nicht voll entwickelt ist, solange wird es auch nid» auf einei» Appell reagieren, Aktien zu kaufen. NX ean aber das ivdionaie Selbstgefühl so stark ist, daß sich das Volk einer Steuer unterwirft, so wird es auch leicht sei» Aktien nii/übringe», die der l'.ntwickhin״ von Privalimteriieliineii dienen. Die Hauptsache augrii. hlicklich ist. auf die Psychologie des Volkes ei»/״, wirke» und in unseren Masse» das Bewußtsein lebendig werde» ,11׳ lassen, daß wir in außerordentlichen Zeilen leben. Viele von uns vertrauen zu sehr auf die reiche■» Juden und erwarten, daß diese ihre Beutel öffnen tun! das Fan•.! rette» Svcrden. Das ist gefährlich. Es mag möglich sein, für ■unsere Sache diese Leute dienstbar zu ,machen, aber unser Ideal würde befleckt werde», wenn wir uns 'auf sie allein verließen. Jeder, de» unser Gedanke der 'Wiedererrichtung des judisch-natmnalcn Heims in Palästina wert ist, möge komme» tmd sich in unsere Linien cinieibeii. Diejenigen aber, wedeln in bezug auf das jüdische Volk und seine Aufgabe Anschauungen hegen, da׳ uns fremd sind, können bei uns jIiic» Platz nicht linde». Geht zum Volke! Das ist der einzig richtige und austiuulige Weg. Nur das Volk wird uns liistaudset/eii. unseren Gedanke» zu verwirklichen. , In den dunklen Jahren, in denen wir ohne Freunde waren und nichts besaßen als unseren großen nationalen Traum, ,wie warf» wir da iiiulvoll und wie haben wir ,da gekämpft, bis wir das erreicht haben, wofui wir stritten! Faßt uns kämpfen, um uns seihst höher mul höher zu beben! Faßt in uns den kühnen Fhrgci/ und de» unerschütterliche» Glauben von Eroberern groß werden! laßt uns!lieht in überfeine und haarspaltc rische Bedenken verfallen. Nicht durch sie sind wir bis jetzt voraiigckommeu. Mit festem Selbstvertrauen in miscic Kluft wolle» wii zmit Volke gellen lind vei laugen, dal) es seine Pflicht tut. Wir wollen ihm die große Verantwortlichkeit int Augenblick des Beginns vor Augen halten. Nur durch das Volk und die Zusammenfassung;111er unserer geistigen und male• rieile» Kräfte wird Palästina in Wahrheit E r e / -1 s r;1 e I werden. Zusammenfassung I. Die Jahreskonfereiiz sollte einen Appell an die Juden der ganzen Welt beschließen zugunsten eines Fonds ,von 25 Millionen Pfund, der für große Unternehtmmgen in Palästina erforderlich ist. II. Dieser Grundfonds (Keren Hajessml) wird In nötigt: a) Fiir öffentliche Arbeiten, hoi denen kein (10• winti erwartet werden kann, h) Für ,solche spateren Arbeite«, die erst nach einer beträchtlichen .Anzahl von Jahren einen Inn: ahwerfeu können. Die £»lgendcu Unternehnmngen gehöre» zu den erstgenannten Klassen öffentlicher Arbeiten: a) Emigration und Immigration, die Einrichtung von Schuppen an den verschiedenen Häfen der Diaspora und in Palästina, der Bau von W!11imiige״ für die Immigranten, die Einrichtung inediziuischer Hilfe für die Immigranten und ebenso tu־׳ Unteislül/img, die für eine bestimmt begrenze Periode bewilligt werden muH. b) Die Erhaltung des bestehende» Schulsystems!»11 die Einrichtung neuer Schulen. c) Die Einrichtung von 'landwirtschalt Lhcii Schulen mul anderen Schulen 'für gewerbliche Iortbiihm : d) Die Einrichtung von Versuchsstationen aut de 1; Gebiete der Agrikultur, der Milchwirtschaft!!»; der Geflügelhaltung usw. e) ' Der Schutz des Lebens und Eigentums der!11..1 sehen Bevölkerung und das Ergreifen von 1 סין t sehen Maßnahmen, die für diesen Zweck e! forderlich sind. Die i'achfolgenden Aufgaben gehören zu der zw eite.1 Klasse: Verbesserung des Bodens, Entwässerung 11» I Aufforstung der in den I Finden von Juden befiml'iehen l.äiKlereie». III. Geld für den Grundfonds soll von den Juden der ganzen Welt gesammelt werden auf der Grundlage des traditionellen mul demokratischen jüdischen l’rüizips des Zehnten (Maasser). Das Prinzip des Zehnten soll auf das Kapital angewendet werden bei den besitzenden Klassen und auf das jährliche Einkommen bei den vermögenslosen 'Klassen. IV• I» Fäl'en, 'wo aus verschiedenen Granden das Prm/ip des Zehnten auf das jährliche Einkommen nicht angewendet werden kann, soll es angewendet werden unter Berücksichtigung des jährlichen Verbrauchs du in Frage kommenden 'Person. In solche» lallen sonnte eine Summe, die den fünffachen lietrag der Wohiumgsmiete ausmaehf, als Basis fiir die Schatzung des Zehnten genommen werden. V. Der Grundsatz des Zehnten (Maasser) vom Ei»- kommen *oder Verbrauch :st mit einer Staffeln»!• zu verbinden. V'. ‘*'L' gcstatfeUe Schätzung regulieren 'c׳> Prinzipien sind von den zionistischen Föderationen :' den verschiedenen Ländern entsprechend den örtlichen Bedingungen fest z.uset/eit. VIF [F,e Zahlung des Kapitalzehiitwi K«jm. weint d:e zahlende Person es wünscht, in Raten imjerh db 3 5 Jahren erfolgen. In diesem Falle 1n״.s■•» wenigstens 10״״ sofort ,bar bezahlt werden, wahren' der Res!!!cs Betrages m Wechseln oder ähnliche 1 gesetzlich anerkannten Urkunden angenommen werde» kam!. \ iil. l>:c 'Jahreskonfereiiz hält es für die vor- .»ehmstc .,flicht aljer Glied er der Zioivistischen Org;»11־ י satton, dyn Zehttte» ‘van*‘ihrem eigenen, Vermöge'» 1 odet*'• U■ fakMhttMiÜi %fthjr'י,'' ־" .; 1 unu (tatfsdj, 11\ ,•vfit?T-vn.t dj»(! ״״

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