Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1920-07-20 · Heft 48 (20.7.1920) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 48 (20.7.1920)
Date
1920-07-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652228-2652275--13253-2670960
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

5 ,e; ler: hvü Ilki- U' ff•;, erall.• 1g\- au!! de» Wir Seit, Wir 111 fr I «he »her der Wi! zu leniscr 110 s in it £ iti X'it, tfeii Iber an I ttk'11 da- Kien!UM• Sion »ge 11 .ilulf 5tig. das hat for vererhum dal. :lern intlo (and Hier »du;1;11 da« ftlen jben. j•’. ■at k- 1 ■ er 11( n׳ «,i 1r<‘• cl vii Sten, hatte .virk- Volk 1. >1 :«•• ■ «he SSIOII vor- Mtko. esem Ssion IS /II llf/ll- Vora ein* ג 1 1 4 1 I i I i 1■ i fj h >pnn־ d r* V«.rnicht mir, aber (ie- »leite, i Er- .11'e« I Aiif { t ein- | adieu j ranwi j Stoß I sa;dc | J uier■ | :rted. ן I iiw uktive . 1־ n In• \\ Xitea- .V.etf , 1t g«־ h l׳a• , ist• 1 , : ','-י• " rt, dal» :h ein |: lästlna;1 d, «laß -.1 luktiv« _;׳! :11 d-1S J 1 ' warn1״ je d, wie Je Redner | Araber | Haupt* meine« g Nr ן f ז r.!) l Si « P R UNDFC1! A ח b:t:e כסס Var-alila!:, mi ersten Jahr 50000 Menschen hmzubringen, ׳!!,ז zu kiein Hält, so ist er doch besser, als eine Million 1!1 dem Papier, ohne /u sagen, wie dies geschehen soll. I's jjibt einige Meinungsverschiedenheiten zwischen diu nml Wei/ntaim. auf die ich!bitweisen muH. Wcizmann sagte, da IS wir /weierlei lypeil van Juden haben, ,״!ehe, tiie mit den Engländern und solche, die 1ml den luden verhandeln können. Wir hrauelien beide k־< 1•'״ i'ikatUmen. Ich alter sage, wir brauche״ vor allem Voll- ,״de״. Auch 11er Volljn.h■ kann unser Repräsentant vor lern Engländer sein. Eia /weiter Diifcreii/pim t 1s die Unterscheidung Wci/manus /.wischen der Katltscmiasehe״ utul der zionistischen Kolonisation. Alte! uia « ׳' dca /weiten Typus nicht über den ersten 1.1*111 >c . Kwu/olh miuI keine Kolonien, ™ iilcalisliselier Menschen. Wir suchen den Weg, '‘J1.1 " r werden ihn iinden, um eine bviühese dustr /\\u l>pu! /״ schaffe״. Ab״• beute solche Umerse widmige״ zu machen angesichts der Ding«. die in j alastma vergehen, ist nicht /״lässig. Lin drittes: Werzmann sagte das!'11as־ti'm'11wjscl1c jiiilcntiun i^t eine tccikiulciHic iYUisüunc mit all seinen kleinen Parieignippicrungen. Aber in den entscheidenden Augenblicken herrscht Einigkeit. Ls galt drei solche grolle Augenblicke, erstens bei der Ankunft der amerikanischen Kommission ztrr Prüfung der Mandutsfrage, wo alle von Rabbi Sonnciifeld bis Ben üori.m die gleiche Antwort gaben, zweitens bei den l’cssaeli- Ereignissen in Jerusalem und drittens in der Keren י leulah-Woche, Die Zionist Commission von heute steht über den Parteien. Der Beweis dafür ist, daß sie von lechts und links und vom Zentrum kritisiert wird. Diesen Weg werden wir weiter gehen. 111 Hinkunft imiil alle Arbeit im l.and an einer Stelle ko״/.entriert werden, bei unserer Regierung in spe, der Zionist Commission, Wir hatten deswegen einen Konflikt mit der lladassa, deren grolle Verdienste wir anerkennen, aber wir müssen auf dieser Einheitlichkeit der Verwaltung' bestellen. Wir werde״ die Vertreter des palästinensischen Judentums heran/iehen. Wir werden unseren Weg weitergehen und müssen Mittel haben; der grollte Schmer/ ist, das Notwendigste nicht schaffen zu können aus Mangel an Mitteln. Chajini Weizniann Ich will m chronologischer Reihenfolge antworten. Aber nicht im (leiste einer Polemik. Es ist ein Wütig ernster Moment, und ich glaube, (lall alle die blutig ernste Verantwortung fühlen, tlic auf uns liegt. Ich habe mich nicht zu verteidigen, die (iesdiiebte wird urteilen, und ich habe keine Angst vor dem Urteil der Geschichte. Eise 11 m a 11 ״ hat gesagt, cs sei eine Beleidigung des Judentums, wenn wir behaupten, wir haben keine Juden gefunden. Ich wollte nicht beleidigen, ich wollte nur die Tatsaelie konstatieren, da II eben unsere Juden so heschaffen sind, vielleicht gibt es bessere, aber die sind noch nicht bei mis, Mail hat der Zionist Commission Vorwürfe gemacht. Wenn inan liiiite ehrlich sein wollen, hätte man auch sagen müssen, die Zionist Commission h.it rs bis /11 Herbert Samuel gebracht. Ihr müßt das Positive auch sagen, mul nicht nur das Negative, leb!iahe in meiner Rede hauptsächlich die ersten zwei Perioden der Tätigkeit der Z. C. behandelt, bis zur Ankunft von Ussischkin und Ruppiii. Für die letzten acht Monate trage ich die Verantwortung mit Ussischkin und den anderen Genossen. Ussischkin hat über die A-ssfath Hanivcliaiim ge- -prodien; S ־1 דן i 11 z a k hat gesagt, daß wir ein Veto eingelegt haben. Dies gosehall an dem Tage, als ich nach Palästina kam. Ich kam um 2 Uhr an, um 3 Uhr sind air in tiie Versammlung gegangen mul ijiii 3 Uhr miclits -md wir zimickgekommen. Diese zwölf Stunde״ hat es gedauert, im; das Veto luTaiisdriickeii. Mit schwerem Herzen haben wir sie gebeten, zuzustiminen und sie haben / gestimmt, und am nächsten Tage bat man uns dafür ..«•dankt, daß wir über die schwierige Situation hinweggeholfen haben. Hat jemand den Mut, zu behaupten, 'iß wir nicht /״lassen wollten, daß der Jiscliub sich •׳rganisiert? Wir haben das getan, weil die Atmosphäre mit Elektrizität geladen war, Wir wollten nicht unseren 1 «•’»;den ‘las Bild der sieh zerfleischenden Parteien geben. Viel wun!׳• geredet von Jabotinsky. Ich habe >■"11 ersten Moment hier in London mit ihm gearbeitet, ׳'!er Ihr tut ihm nichts Gutes damit, daß Ihr ihn heute /mn nationalen Helden macht. Nationale I leiden entsiehe״ nicht auf diese Weise, sie entstehen in der Stille, '11 Bescheidenheit. Jabotinsky wird seinen Platz imdeii in der Geschichte. Er braucht nicht Euch als 'Advokaten. Ich komme jetzt zu den ernsten Reden von Ben Gorion und S p r inz.ak, Das Material der Zionist Commission lege ich hier in die Hände des Präsidiums (übergibt Justice Brandeis «in großes Aktenbümlel). Es wird der politischen Kommission übergeben, und Sie wer- len Einblick bekommen■. Es ist nurferngclcgcn, den ji- '1buh zum'Sümlenbock zu machen für das, was die Zionist ' animission nicht getan hat. Aber wer soll die Wahrheit '.־ircii, wenn nicht ich? Ich bin einverstanden mit Ussischkin, daß die Kwuzotb neben ihren positiven Seiten auch schwere• Fehler haben. Ich habe sie nicht ds «len endgültigen Typus der Kolonisation empfohlen. selbst tun das nicht. Ich habe gesagt, V« sind ' ״ie Etappe auf dein Wege, den wir suchen. Mit Achdnth M.iawodah hatte ich viele Unterredungen. 1 da habe 1Juicn gesagt, was nvir in Erez-Israel auf fällt, ist, daß 1'׳e jüdische Arbeit in ihrer Qualität nicht gut, nicht hundertprozentig ist. Sic waren einverstanden, haben!her gesagt, es gibt Ursachen dafür. Ich wollte diese Ursachen finden, um es ändern zu können. Das war kein Wunsch, die eine oder andere Arbeit zu kritisieren, 'andern ich wollte die Bausteine sehen, aus denen man Ercz-Isracl aufbaut. Denn die jüdische Arbeit ist doch unsere wichtigste Basis. Ich habe selbst gesagt, das ein- ׳ige Heilnütfcf für den }isofnub ist reale Arbeit, Ich trage aber die Kritiker: Hat man eine Arbeit, die zu leisten möglich war, nicht getan? Wir haben es mit einer Administration zu tun gehabt, die uns oft jede Möglich- I keit einer Arbeit genommen hat. Hier in dem Faszikel J liegt ein Zeitei, unterschrieben von Lord Allenby, wo er zunäch't seine Einwilligung gegeben hat zu .־seht konkretvn Punkten. Ich habe den Freunden in Erez-Israel gesagt, das ist «Ut erste Schritt. Wir haben aber auch 1la!s nicht durchgeführt. Vielleicht hätten das andere vermocht. Diese anderen waren aber nicht da. leb komme jetzt zur Frage der Legion. Ben Gorion muß selbst wissen, daß im amerika״ - ehe n Regiment Elemente waren, die man nicht hätte .. .heu sollen. Ich will nicht untersuchen, welche Ursachen sie ״״di Palästina gebracht haben. Aber es ist eine andere Sache, nach Palästina mit der Legion zu kommen, und eine andere Sache, in der Arbeit aus/.uhalten, sie sind weggegangen in der Stimmung von Kundschaftern und haben''in Amerika erzählt, Palästina ist ein Land, das seine Bewohner verzehrt. Es wäre sehr gut, wenn wir •1000 Legionäre in Erez-Israel hätten, noch besser wären 10000, aber Ben Gorion weiß sehr gut, welche unge-!teuren Schwierigkeiten es macht, auch (etzt noch den Rest dort zu halten, Ihr lebt in einer großen Illusion, das muß gesagt werden. Ihr meint, es genügt, daß Weinnaiin und Sokolow zum Foreign Office gehen und for• «lern. Aber unsere einzige Stütze ist doch die Bcrufung auf die Gerechtigkeit. Wir fühlen nicht, d a ß!unter uns die Millionen von Juden stehen, die alles aufgeboten haben, um die Legionen zu schaffen. Die Verteidigung von Erez-Israel kostet <> Millionen Pfund. Hätten wir diese h Millionen aufgebracht, hätten .wir anders reden können. Wir können nicht Sachen verlangen, die man uns abschlagcn muß. Trotzdem haben wir die Legion «lurchgesetzt, trotz aller Schwierigkeiten. Es ist uns vorgeworfen worden, daß die Millionen in Erez-Israel auf Chalukka verschwendet werden. Ich muß das aufklären. Die Zionist Commission hat außer ihren eigenen Geldern die Gehler des Joint verwaltet. Ucber diese hatte sie kein Verfügimgsrecht und mußte damit tun, was der Joint verlangte. Wir haben versucht, andere Dispositionen in Amerika «I11rchzusct7.cn. Aber solange wir nicht den Auftrag hatten, die Gelder für an- Here Zwecke zu verwenden, mußten wir sie in der Weise verwenden, die uns vorgeschriebe« wurde. Ben Gorion hat unsere arabische Politik kritisiert und auch No rd au 11.1t Ussischkin vorgeworfen, daß er zur Verschärfung der Verhältnisse beigetragen. hat. Ben Gorion sagte, daß die Zustände unter den Türken besser waren als jetzt. Darin liegt ein tiefer Trugschluß. Unter den Türken hat sich die jüdische Bevölkerung gehalten; mau hat nichts verlangt, als am Lel)cn zu bleiben. Den Engländern ist man mit einem Wechsel gekommen und hat auf Grund der Deklaration alles Mögliche verlangt. Unter den, Türken hatten die Juden, als kulturell höchststchcmlcs Element, eine privilegierte Stellung. Als die Engländer kamen, mußte diese Ausnahmestellung aufhören. Ich bähe «1er englischen Regierung am 10. Juni 1018 in einem Brief, der hier vorliegt, diese Schlage geschildert. Wenn man keinen Qualitätsunterschied mehr macht, sind wir 10 zu 00 <V0 Eingeborene, Die Zionist Commission hat dagegen gekämpff, daß die Juden als Eingeborene behandelt werden, aber erfolglos. Ich habe die Forderungen mit allein Hochdruck vertreten, als ein stolzer Jude, aber man muß wissen, wie weit man gehen kau«, Maa hat sich gewunden, daß die Araber eine größere Macht sind als wir, daß eine arabische Administration im Lande ist. W e n 11 wir 200 000 Juden in Palästina hätten, wäre unsere Position eine andere. Aber wir vergessen, daß es eine arabische Administration auch früher gegeben bat. In dieser Beziehung wurde «1er Status tjuo aufrechterhnlten. Wir haben auch nicht einmal «lie geeigneten Menschen für die Administration. Wenn wir einen Posten bekommen haben, erkämpft haben, war es schwer, einen Menschen zu finden, der ihn ausfüllen , konnte; denn wir müssen doch besser sein als die Araber. Wir haben trotztlem einige kleine Sachen durchgeführt, die habe» ungeheure Mühe gekostet. Die Kritik war notwendig, und ich bin ihr dankbar. Wir haben uns aatisgesprochen. Aber wir alle sollen uns klar sein, .wir leiden darunter, daß San Remo uns z 11 g e f a 11 c n ist, und wir alle sind nicht vorbereitet dafür. Wenn San Rcmo im Jud c n 111 m e i 11 e w i r k 1 i e 11 e in «• s s i n n i s «• 11 e Begeisternng ausgelöst hätte, hätte es uns auch die Kräfte gebracht. Das jüdische Volk hat gefeiert und g e j u b e 11 und Ver- Sammlungen gemacht. Sie alle haben ja Versanimlungen gemacht, und jetzt kom-!u e n Sie daher und sagen, m a n hat nicht genug getan. Jüdisches Volk, was hast Du getan?! (Tosender Beifall. Die Versammlung erhebt sich und bereitet Dr. Weizmami stürmische Ovationen.) Hierauf berichtet Dr. Bodcnlieimcr namens des Scnioren-Konvcntcs über die Zusammensetzung der Listen für die einzelnen Komitees. Die Listen sind nach der Nominierung der einzelnen Landsmannschaften zusammcngestcllt worden und werden von der Vcrsamm- 11mg ohne Verlesung der Namen cn bloc approbiert Sokolow appelliert an die Konferenz, das Rededuell einzustellen und zur realen Arbeit überzugehen. — Struck stellt den Antrag, die Debatte zu vertagen und sofort in die Arbeit der Komitees enizutreten, «Tie sobald als möglich der Konferenz ihre Berichte vorlegen soll. Dieser Antrag wird angenommen und die Konferenz bis Montag vertagt Die einzelnen Komitees treten Sonntagvormittag zu ihren erste« Sitzungen zusammen. Letzte Nachrichten. Zwei Mitglieder des ״Joint“ ermordet Am Dienst.1g voriger Woche um II Uhr vormittags begaben sieb die Delegierten lies amerikanischen ״Joüd Distribution Committee" die Herren Dr. Kantor und Prof. l)r. Israel F riedländer, die zwecks Verteihing der amerikanischen Unterstützungsgclder seit einiger Zeit in Polen mul Ukraine tätig sind, von Lemberg nach Jeriuolinietz in der Ukraine, einem von «len polnischbolschewistischen Kämpfen schwer bedrohten Gebiet, um der dortigen jüdischen Bevölkerung Hilf«• zu gewähren. Auf der Landstraße wurde das Aula der Delegierten, das eine amerikanische Flagge an sichtbarer Stelle führte, beschossen, weshalb sieh der Wagenführer veranlaflt sah, das Tempo zu steigern. Die Angreifer befahlen dein Wagen zu halten und da sie ununterbrochen denselben weiter beschossen, geschah dies auch. Daraufhin näherten sich die Angreifer den Delegierten mul erschossen sie an Ort und Stelle. Dem Wagenführer gelang cs, sich unbemerkt zu verstecken und so konnte er nun zurückkehren und die traurigen Einzelheiten dieses schauerlichen Verbrechens weit ergeben. Einigen Delegierten der Warschauer Abteilung des ״Joint" ist es, bei einem Aufwand ungeheurer Summen, gelungen, an den Tatort zu gelangen, um so alles feststellen zu können. Prof. Dr. Israel Fricdländer wamfe in Warschau geboren, kam früh nach Berlin mul studierte auf dem Hildesheimerschen Seminar, promovierte dann in Breslau und war einige Zeit Professor an der Universität Straßburg. Von «lort ging er nach Amerika. Er lehrt dort am jüdisch-theologischen Seminar in New׳ York. Der zweite Ermordete, Dr. Kantor, der Pre- «iiger in der Freien Synagoge in New York war, war 27 Jahre alt mui sollte vor kurzem, im Aufträge des amerikanischen ״Roten Kreuzes‘‘ nach Palästina gehen, änderte aber plötzlich seinen Beschluß und kam im Aufträge des ״Joint“ nach Polen, um an der Hilfeleistung mitzuwirken. ״Das polnische Vaterland Ist in Gefahr!‘‘ ln der am 8. Juli stattgefundenen Sitzung der Pariamentsberichterstatter in Warschau erschienen Vertreter des jüdischen Klubs und gaben die Erklärung ab, wonach sie, als Bürger der polnischen Republik, ztisaammen mit anderen Kollegen in die Freiwiiligciiarmee einzutreten wünschen. Gleichzeitig drückten sie die Hoffnung aus, daß derjenige Teil der polnischen Presse, welcher den Antisemitismus betreibt, die Identifizierung des Judentuins mit den Feinden Polens, sowie die verhetzende Prefinropaganda gegen die Juden, welche die Kräfte «ler Bevölkerung zersplittert und deren Aufmerksamkeit von der drohenden Gefahr ablenkt, aufgegeben werden wird, Aus Horthy-Ungarn Budapest. Wegen der fortgesetzten Vcrfolgungen verlassen «lie Juden scharenweise das Land. Da jetloch die Erlangung eines Aiiskmtlspasses mit vielen Schwierigkeiten verknüpft ist, werden die falschen Pässe für bemittelte Juden geworbemäßßig hergcstellt. Die tschechoslowakische Vertretung in Budapest gibt kund, daß von nun ab gefälschte Pässe auch dann nicht anerkannt werden, wenn sic mit regelrechtem tschecliisehen Visum versehen sein sollten. (N. Z. Z.) Bulgarien ln Bulgarien haben sich sämtliche jüdischen Kultusgemeinden, Bne-Brith-Logcn und jüdische Banken verpflichtet, dem J. N. F. regelmäßig einen bestimmten jälirüchtn Betrag ihres Budgets resp. ihres Reingewinnes zuzuführen. Die Gemeinden verpflichten sich, ■I Prozent ihres Jahresbudgets dem J. N. F. zur Verfügung zu stellen ״Poale-Zion“ in Amerika Die amerikanischen Poalc Zion hielten in Pittsburg ihren Jahreskongreß ab. Es wurde beschlossen, dem Zkmistcnkongrcsse beizuwohnen; Eine zweite Resolution spricht sicli für d;e Unterstützung «!er Brüderpartei in I akistina, «ler ״Adnluth lla.iwoda‘', aus. Ferner wurde der Beschluß gefaßt, aus der zweiten Internationale auszutreten, ohne sich jedoch der dritten Internationale anzuschließen, sondern an den Bemühungen zur Schaffung einer neuen, und zwar vierten Internationale tcil/unchincn. Misrachi-Chaluzim Vor mehreren Wochen bildete sich innerhalb der Cölner Misrachigruppe eine HechaJiizgruppe, der ‘20 Chaluzim angeschlossen sind. Wir suchen für unsere Chahi/ini Beschäftigung in der Landwirtschaft oiier in der Industrie uwl erbitten Mitteilungen an J. Schnei- 1 i r» g , Köln a, Rh., Roonstr. 73 Gculah-Samnilungen. In England hat die Gattin von Herbert Samuel unter den jüdischen Frauen eine Bewegung organisiert, um Schuckgegeustände ima Pretlosen aller Art zum Bestendes Aufbaufonds zu sammeln. Aehnliche Bewegungen sind in Polen, Litauen und Galizien im Gange. London. Hier wurde die erste englische Achusa gegründet. In Warschau fand eine zionistische Konferenz statt, an der etwa 150 Delegierte aus Kongreß-Polen,' Galizien, Posen, Ihalystock und Suwalki teilnahmen Die Konferenz besprach in erster Linie die Fragen der' Londoner Jahreskonferenz. ■ K ^°n יי

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.