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Jüdische Rundschau · 1920-07-20 · Heft 48 (20.7.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 48 (20.7.1920)
Date
1920-07-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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i ו 1 l; f 3 I i 1 1 S-“-.o JULDISCHC R U N D S CI! A V Abwesenheit nach Palästina znrückgckelirt und habe dort nicht den gerilltsten Fortschritt, nicht das geringste Wachstum vorgefumleii. Her Zionismus kann nicht nur durch Diplomatie verwirklicht werden. Als W c 1 z 111 a 11 n vor Jahren zn uns kam, wurde er wie ein König empfangen, wir kamen zu ihm mit bescheidenen WÜ11sehen und sagten ihm, wir fühlen, daII das Land auf sofortige Arbeit wartet, auf den Zustrom neuer Kräfte, seien es wenigstens hundert neue Menschen, die Lrschliel'miig neuer Punkte־ usw. Man hatte kein Verstandnis für diese Lorderungen. Ls vergingen drei Jahre und nicht das geringste wurde getan. Wir müssen der Wirkliehkeit ins Auge sehen, um die Bedürfnisse des Augenblicks /u erkennen. Wir haben versucht, Menschen 111 s Land zn bringen, ohne Rücksicht auf die englische Administration und auf die zionistische Adnüiiistraton. In diesen Tagen der Krise hat Lrcz-lsrael den Zionismus gerettet. Frez-Israol hat es verstanden, in gewissen Momviitcn stark zu sein, hat in schwerster Zeit ungetaneren Heroismus bewiesen. Ls kam die Baldur-Deklaration, es kamen neue grolle Losungen, aber mit den Losungen kam keile neue Arbeit, sondern eine Art neuer Philanthropic. Dies hat die Hnergien getötet. Die Zionist Comim-sion liat uns schlechte Symptome gebracht. Ls wurde ein Wort geprägt, dab der amerikanische Dollar zn einer (ictähr für uns geworden ist. Die dritte Zionist Commission wurde mit allen Machtvollkommenheiten ausgestattet. wir dachten, sie wird wirkliche Arbeit leisten, aber man hat sie in solche Bedingungen gezwängt, daall sie eine lächerliche Institution geworden ist. Hinter den grollen Losungen steckte kein Lehen. London war nicht der richtige Ort als Zentrum unserer Arbeit, fetzt, 1111 entscheidenden Moment, wo eine neue Verwaltiuig nach Palästina kommt, haben wir im Lande gar nichts, keine mit Autorität ausgestattete Vertretung, keine Deiegiertenversammhiiig, aber auch keine Einwanderung und keine Arbeit. Auf die einzelnen Punkte werden wir 1a den Debatten der Kommission zusprechen kommen. Wir müssen das Bewulltseiu haben, dali wir aus dieser Versammlung Weggehen werden zu einer großen Arbeit und einer grollen Einwanderung nach Palästina, Ls muH eine gründliche Aeiulerung in der Organisation L'intreieu. (ireal Russell Street muH eingeschränkt werden. Dnscr Mangel an Fähigkeit ist nicht zufällig, wir biauehen jetzt neue Kräfte. Die politische Arbeit ist jetzt zu Lude, man muH sic von der Tagesordnung absetzen. Man!null zur wirklichen Arbeit übergehen, zur Alijali, mit oder ohne Permit, zu schöpferischen Leistungen. Die Zionist Commission darf keine Verwaltung von obenher etahlieiea, sondern die Verwaltung muli vom Volk geführt werden, du־ Schöpfung muH aus dem Leben kommen. Ben tiurimi (Adidtitli-I laawmlah) ‘ setzt seine am vorigen Nachmittag abgebrochene Rede fort, indem er auf die grolle Bedeutung himveist, welche die jüdische Legion gehabt hat und auf die noch gröbere Bedeutung, die sie in politischer und kolonisatorischer Beziehung hätte haben können, wenn sie von der zionistischen Orgnni'atioii und der Zionist Commission unterstützt wollten wäre, statt, wie es geschehen ist, von der Zionist Commission nicht nur mit Unverständnis, sondern sogar mit Dnfreundlichkeit und Feindseligkeit behandelt worden wäre. Fr verweist auf die Tatsache, dal! die grollen kolonisatorischen Möglichkeiten nicht aiisgenutzi worden ',ml mul der grollte Teil der Legionäre, die ein anllerordciitlich hrniichbnrcs Kolonisationselenieut bildvten, l’.ilasimi verlassen inullleii, obzwar sie in P.aläsima!)leihen wollten. Wenn darauf hingewiesen worden ist, dal! im Kriege die Kohmisatioiisarhcit nicht möglich war, so lallt sich das eventuell verstehen Wie aber soll mau glauben, dal! es wirklich unmöglich gewesen iM, auch nach dem Kriege jede fruchtbare atifnauende Kolonisation',arbeit zu unterlassen und sich einfach auf eine Clialiikahtiitigkcit zu beschränken. Meir Grossmann (Kiew) erklärt, nicht im Namen der ukrainischen Landsmannschaft, sondern für sich selbst zu sprechen. Fr bemerkt, dall die Leitung für alle Felder und Unterlassungen verantwortlich gemacht werden muH. Tatsächlich finde die Konferenz auf allen in Betracht kommenden < lehmten eine tabula rasa. Wenn die Leituiig darauf liinv.eist, dal! die Mittel und Kräfte nicht zur Verfügung standen, so wäre es eben ihre Aufgabe gewesen, die Bewegung mit sich zu reiften und die notwendigen Aktionen in vier notwendigen Weise durchzu führen, Wir finden, dall wir hisher leider mir die Form haben, dali aber die ganze Arbeit zur Ausfüllung des Rahmens auch in politischer Hinsicht noch geleistet werden imill. Man hat versucht, der englischen Regiertmg in der ganzen Weit das jüdische Volk im Zustand der Dankbarkeit, vier Bescheidenheit und Zufriedenheit vor/.uführe 11 umi hat verabsäumt, die starken Kräfte auszimtitzen, welche in der Unzufriedenheit lind den sich daraus ergehenden Forderungen des jüdischen Volkes liegen. Auch die Begeisterung, die nach der llulfour-l >ekl,iration bestand, hat die Leitung nicht auszunutzen gewulli, weil sie nicht an ihre eigene Kräfte und an die Krall des jüdischen Volkes geglaubt hat. F.r verweist darauf, dall die Leitung die Möglichkeit der Lcgionshewegtmg nicht ausgenützt hat und dall die Zionist Uomiiiissii)״ der Legion sogar feindlich gegenüber stand. Die Verantwortung tragen die Männer, welche nicht verstanden haben, was militärische Macht bedeutet. Die Leitung hat es nicht verstanden, Losungen auszugebe» und Menschen lieranzuzichen, Es ist nicht wahr, dall nicht genügend Menschen zur Verfügung gestanden haben. Man hätte Jabotinsky und Dr. Nor- (lau hinzuzieheu sollen. Man braucht' nicht Experten und Professoren für unsere Arbeit, man braucht Mut, I׳,־ihnen, Lieder lind Begeisterung. Darum verkündet die von de!u Redner vertretene Urttppc das Programm des Aktivistin!*. Aktivismns bedeutet Optimismus und nationalc Chuizpo. I :•ic alten Führer sollen die Verantwortiine in die Hände der Jungen legen iriid dann wird sich zeigen, dall wir auch ohne Experten, ohne Mittel iwid ohiic Führer den jüdischen Staat verlangen können, Jugend klopft an die Fenster und an die Türen. Mereniinski (Zeire-Zion, Polen) verinillt den Berieht über den Stand der Bewegung und der Organisation. Die Leitung fühlt hinter *ich nicht die Stoßkraft der Bewegung, Sie hat die Verbindung mit dem Osten vertoren,;aber die Kraft des Zionismus ist nicht gcscliwunden. Seme Wahrheit ist nicht schwacher geworden. Wir Arbeiter bauen d'.c Zukunft. F.s kommt nicht aut die Kritik der Vergangenheit, sondern auf die Prinzipien der zukünftigen Arbeit au. Man muH dem Volk sagen, welche Möglichkeiten für seine Arbeit zu schaffen sind. Dann wird jede Verteidigung überflüssig sein. Dein sozialistische» Flüge! der Bewegung ist von der Leitung nicht genügende Aufmerksamkeit zuteil geworden. Die Arbeiter wollten nach Palästina gehen. Warum hat die Leitung־ es ihnen nicht möglich gemacht? Jaeobns Kann (Haag) erklärt, in eine Kommission eine Resolution bringen zu wollen, welche eigentlich für einen Kongreli bestimmt ist. Diese Resolution bezieht sich auf die Schaffung einer allgemeinen Organisation für die Palästiuaarheit, welche die Arbeiten unternehmen soll, welche die Zionistische Organisation atis/ut'üliren zu schwach ist. Die Zionistische Organisation kann nicht stark genug sein, um die ungeheure Aufgabe der Zu׳• kimit zu erfüllen. Dazu braucht man das vereinte jiidi sehe Volk. Diese Idee ist jetzt nicht verfrüht, denn man soll mit ihrer Ausführung nicht warten, bis grolle Fqhler zutage treten. ür. Reich (Lemberg) spricht von der gewaltigen Begeisterung, die der BesrhluH von San Remo hervorgerufen hat' Aber er hat in (Jalizien besonders auch die Forderung der jüdischen .Masse ausgelösf, eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wann und wie die Emigration beginnen kann. Bisher hat man von der Leituiig verschiedene Antworten bekommen. Wer hat das Recht gehabt, die zionistische Organisation zusammen/usetzen? Seihst die Mitglieder des Actions-Comites sind nicht befragt worden. Man hat nur in einem engen Kreis gesucht, sonst hätte man die Geeigneten gefunden. Man hätte aus Galizien hunderte Bahiiarbcitcr haben können, hat sic aber nur für das Geld der galizischen Organisation und auf die Verantwortung der galizischen Organisation schicken wollen. Richard Lichlheim erklärt mt Namen der deutschen Zionisten, daH der deutsche Zionismus der Leitung uneingeschränkt Dank vveill für die Arbeit und den Erfolg, den wir zu verzeichnen haben. Die deutschen Zionisten haben die vollste Anerkennung für die gewaltigen politischen Erfolge, die erreicht worden sind. Sie haben sofort nach der Baii'ou!■-Deklaration offen erklärt, daß sie hinter dieser Politik stehen. Die bisherigen Reden in der Generaldebatte lassen das Gefühl der Verantwortung vermissen, das jetzt mit Recht verlangt werden muH. Auch die deutschen Zionisten haben gewisse Teile der Arbeit der Leitung zu kritisieren, Sie wünschen, daß die Leitu״;: die schwierigen Probleme mit mehr Mut und Liicrgie In Angriff nimmt und sie verlangen vor allem auch, daß die bisher gegen deutsche Zionisten in Kraft gewesenen Schwierigkeiten bei der Erlangung der Reiseerlauhnis nach Palästina fallen. Es muH dafür gesorgt werden, daß Zionisten, die jahrelang in Palästina gearbeitet haben, nicht wegen der deutschen Staatsbürgerscii'at't an der Rückkehr verhindert werden. Aber die deutschen Zionisten haben das vollständige Vertrauen zu W c i z m a n!1 und S o k o 1 o w, dall sie alles Notwendige tun werden. Der Redner appelliert an die englische Regierung, nunmehr die bisherigen Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen. Die schwierige Arbeit der Beratungen über die zukünftige Arbeit muH zunächst in den Kommissionen geleistet werden, aber eine Voraus- Setzung dafür, daß sie gelingt, ist, daß sich die ganze Konferenz ihrer Verantwortung bewußt ist. Wir müssen Politik mit England, den Arabern und dem Völkerbund machen. Wir müssen gewaltige Mittel aufbringeu. Wüßten wir, woher wir sic nehmen sollen, so wären un- . sere Diskussionen unnütz. Wir müssen eine Leitung schaffen. Die f rage ist, oh die zionistische Maschine imstande ist, diese Aufgaben zu erfüllen. Es scheint, daß es nicht der Fall ist und cs handelt sich darum, wie wir aus dieser Situation herauskommen. Sie müssen die neue Maschine schaffen! Sie müssen den Mut haben, sie schaffen zu wollen! Dis heißt, wir brauchen 'eine großzügige Auffassung der Arbeit und den Mut, das Unmögliche zu wollen. Auf dein Gebiet der politischen Arbeit war dieser Mut vorhanden, wir müssen ihn auch haben in der Frage der Finanzen mul der Organisation. In ganz Mitteleuropa und speziell in Deutschland bestellt der Eindruck, daß dieser Mut auf dem Gebiet der kolonisatorischen Arbeit nicht vorhanden ist. Aus der Arbeit dieser Departements ist kein sichtbares Resultat herausgekommen. Alles hat den Stempel der Mutlosigkeit, Nur durch starke Stimmung führt man die Menschen zum Ziel. Jetzt gilt cs, ohne Polemik und Kritik zusammen mit der Leitung die neue Maschine, die wir brauchen, zu schaffen und den Mut zur neuen Arbeit zu haben. Rev. Goldbloom (London): Die englischen Zionisten haben den ganzen Krieg hindurch die Arbeit von Sokolow und W e i z in a 11 ח mit angesehen und sie haben das'unbegrenzteste Zutrauen zu unseren Führern. Hätte Herzl gelebt, so hätte er nicht mehr erreichen können. Das haben die Männer zugegeben, die nicht auf der Seite der Leitung stellen. Derbeste Bericht über das bisher Erreichte ist die Kunde von San Remo. Wir dürfen nicht undankbar sein und müssen daran denken, daß Sokolow und W e i z in a!1 n heute nicht nur die Führer der zionistischen Bewegung, sondern die Führer des ganzen jüdischen Volkes sind. Dr. Rrodcl/.ky (England): Es Uatulell sieh jetzt darum, ohne Partcivorcingenommenheit zu sprechen und zu urteilen. Fehler, die gemacht worden sind, sind zugegehen worden. Aber jetzt handelt es sich nur darum, jene Kritik zu üben, die die zukünftige Arbeit erleichtert und befruchtet. Unsere Arbeit muß vom gesamten Judentum vorgcnoiumcu werden und nicht etwa eine dem schon in Palästina wohnenden Judentum gehörende Sache sein. Wir alle fühlen uns fiir die Zukunft verantwortlich. Wir fühlen auch hier als englische Juden, deren Väter aus dem Osten stammen, die Leiden und die Sehnsucht des Ostjudentums, als luiscre eigene Verwirklichung. Unser Ziel muß sein, so viel Juden als möglich hinzubringen, um die Heimstätte auf gesunder Grundlage nufzirha-ucr». Das Arg1unte11׳l, daß wir . keine Experten brauchen, ist sinnlos. Es hat vielleicht fiir die Vergangenlicit gegolten, wo wir Propaganda zu tun hatten. Jetzt, wo es sich um die Verwirklichung handelt, brauchen wir Experten, welche die Arbeit auf konkreten Grund, lagen fuhren. Die bisherigen Reden haben den konkreten Vorschlügen der Leitung nichts liinzugcfügt oder entgegen• gestellt. Es ist sehr billig und ebenso unrichtig zu' erklären, daß es der Leitung möglich gewesen wäre, alle möglichen• Kräfte licran/u/.iehcn. Das ist verantwortungslose Kritik. De» großen Resultaten gegenüber darf m,!״ sich nicht durch Kritik des Details die Augen blenden lassen. Es hat eine Generation gedauert, he\or wir ernst'genommen wurden. Wir dürfen nicht vergessen, dall wir jetzt uns selbst ernst zu nehmen haben. Wir müssen jetzt die Pläne des praktischen Aufbaus hi Angriff nehmen. Das ist wichtiger, als leere Kritik. N a c h in i 11 a g s - S i t z 11 n g. J ti s t i c e Br a ndeis führt den Vorsitz. D. V'ellin (Hebräisch): Ich bin der letzte, die Leistungen unserer Führer nicht aimierkenncn. Aber wir müssen wissen, daß die zwei Ileklarationen nur der Schlüssel zu unserer nationalen Heimstätte sind. Wh warten auf jeden Menschen, der aus dem Galuth zu )ins kommt Aber eine Sache fordern wir palästiiicn *ischen Juden: nicht andere dürfen allein über tuisvi Schicksal bestimmen. Wir fordern, daß die Juden des Galuth wenigstens so viel mit uns rechnen, wie mit den anderen Teilen des jüdischen Volkes. Es gibt in Ercz-Israel auch Sachverständige für die Sicdhmgsarbeit. die auch die lokalen Bedingungen kennen. Diese könnten sich nucl! beteiligen an der Politik, besonders gegenüber den Arabern. Dr. Wcizmann hat hingowiesen au! den Gegensatz, zwischen dem Temperament der Juden und der Engländer und auf den Gegensatz, der da durch zwischen den beiden Gruppen entstanden ist Lin analoger Gegensatz besteht auch zwischen Juden un« Arabern, und diesen können nur die palästinensisehen Juden selbst iihcrbrücken. Die Zionist Commission hat sielt auch mit Philanthropie befallt, Unterstützungen ausgctcilt. Man meinte damit, den zionistischen F.intluli im Lande zu stärken, aber dieses ״Mittel war nicht nötig Das beste, was der Krieg uns gebracht hat, war das Verschwinden der Chalukka; die Zionist Commission h.,1 etwas Neues dieser Art geschaffen. Demgegenüber for der» wir, daß alles Geld für produktive Arbeit ver wendet wird. — Ein anderes Beispiel: Wir alle er kennen den außerordentlichen Wert und die Bedeutung der A1ncrica.it Medical Uni» an, aber wir fordern, dar׳ sic sieh nicht auf ihre Mitglieder beschränkt, sondern die Acr/te heranzieht, die ilureh viele Jahre in! I Milde sitzen und die Verhältnisse kennen. lieber den Waad Hachinuch werde ich in der Kommission sprechen. Hier nur eine «allgemeine Bemerkung: Auch der Waad Hache mich besteht in Wirklichkeit bis jetzt nicht, alles ist i״ die Macht eines Mannes gelegt; die Z.C meint, d.iü alles in der Haml eines Beamten konzentriert werdvi ־ mul) und der gewählte Waad wird beiseite geschoben Die Z, C. gibt zwar das Geld, aber die Lehrer gehe״ ihre Arbeit und. die Eltern geben ihre Kinder, bi« »IV zusammen müssen entscheiden. Zur Organisation d<׳r Konferenz ist nicht nur zu beanstanden, daß die äußer,־ Vorbereitung sehr mangelhaft ist, sondern ich bcd.v.in• vor allem den Mangel der Verwendung der hebräischen Sprache. Alle Schriftstücke sind in mclueren Sprachen nur nicht hebräisch. Die Linladuiig zur Versammlung an. Montag ist nur englisch. Ich hin überzeugt, wenn Bai■ fonr selbst eine. Einladung bekommen hätte, auf dm zumindest die Hälfte hebräisch gewesen wäre, dann hätte er gesagt: Jetzt sehe ich, daß das jüdische Volk wirk• lieh zum Leben erwacht ist. Wir müssen unser Volk erziehen; wir müssen ein hebräisches Volk werden. Ussisclikin (Hebräisch) antwortet auf die vor. >•• brachte Kritik, hr schickt voraus daß er nur fiir tie letzten acht Monate der Arbeit die Zionist Commission verantwortlich ist. Rabbi Fi sch mann hat uns vor geworfen, daß wir nicht־* für die Gefangenen von Akk״, getan haben. Ich habe diesen Vorwurf nicht von diesem Flügel erwarte!. Sie wissen, daß die Zionist Commission und die Exekutive, in London alles getan halten, was zu tun war. Es wird die Zeit kommen, die Sache aulzii• klären. Solche Vorwürfe sind Phrasen. Ebenso der Vor wurf, warum die Zionist Commission nichts tut, um die Auswanderung aus dem Land zu verhindern. L\־r spriu• gende Punkt ist der dritte Vorwurf: die!'rage des Waad Hachinuch. Redner wendet sich gegen den V< r wurf, daß der Beschluß der Londoner Konferenz nicht ausgeführt worden sei. Jener Beschluß besagte nur, dall zwei Aufsichtsräte geschaffen werden sollen, aber über ihnen stellt der einheitliche Waad Hachinuch. Ge• rade. weil ich den Anschauungen des Misrachi i1,111־csu1h׳, will ich nicht, daß von vornherein eine zweifache 1 r- Ziehung festgesetzt wird und dadurch ־der Misrachi alle* Einfluß auf die anderen Schulen verliert. Mit den An■ schaumigen Sprin/aks bin ich im allgemeinen ei״■ verstanden, aber man muß auch mit den Tatsachen rechnen. Man hat uns den Vorwurf gemacht, warum kein Bericht vorliegt. Ich habe einen ungeheuren S;o!t von Berichten ־and Anträgen mitgebracht, aber man sn ac immer, das gehört in die Kommissionen. Die Unn־r- Stützungen wurden nur an solche Elemente verteilt, die arbeitsunfähig sind, die kam! man doch nicht ilw gers sterben lassen. Wir haben auch jede produktive Arbeit getan, soweit wir konnten. G r o 0111 a ״ n fuß ן mit großer Begeisterung von neuen Menschen gesprochen. Ich würde mit Freude zustimmen, aber es müssen Mcivsehen sein, zu denen man Vertrauen hat. Er hat g־'׳ sagt, wie konnte man wagen, *•inen Wann nach l’■' läsiina zu schicken, der ein Gegner der Legionen ot. Einmal hat ein Artikel im Haarctz gestanden von .1»׳ botinsky, wo er Nord au den Vorvvurl macht, dal' er ein Gegner von Legionen ist. Ich war auch ei״ Gegner der Legionen, Heute noch gibt es in Palästina Leute, sogar junge Leute, welche der Ansicht sind, dal' Palästina mir durch den Schweiß und durch produktive Arbeit gewonnen werden kann, und nicht durch da* * Schwert. Ben Qorion hat uns vorgeworfen, warum wir nicht ein militärischer Faktor geworden sind, wie die Araber. Auch das ist eine Phrase; denn der Redner selbst weiß sehr gut den Unterschied, daß die Araber im Lande sitzen und wir noch weit sind.' Die Haupt־ sache ist, das Land zu besetzen. Wenn nwtn nicrnen

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