Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 47 (16.7.1920)
- Date
- 1920-07-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 37() JUED1SDHE RUNDSCHAU Nr. 47 die Möglichkeit /nr wirtschaftlichen Selbständigkeit als Kleinbauer geneben wird. Die Arbeiterfrage wird sieh vornehmlieh bei den anderen öffentlichen Arbeiten und in den privaten Unternehmungcu aulrollen, 11ml da imili auf der ganzen Linie eine woitlorguni-iertc naixiiiale Eürsorgceinrichtimg ins leben treten, Die Steigerung der I .cistiuigsqiinlität des indischen Arbeiters .dureli Verwendung moderuer Arbeitsgerate, Förderung der unternehmenden Arbeitergruppe durch Kredit zu ihrer technischen Ausrüstung soll ihr bei öffentlichen Arbeiten die Möglichkeit geben, im Akkordlohn ihre Arbeit entsprechend zu verwerten. Des weiteren aber wird durch Förderung des Arbeiterkousniugeiiussensdiattswcsens, der Arbciterkücheii, de; Arbeiterkraukenverslchermig und durch die Wohnungsfürsorge seine Lebenshaltung billiger zu gestalten, aber nicht dierab/udriieken sein. I in eigenes Arbeitsamt soll ,Miuiuiallöhiie und alle auf den Seln.it/ der Arbeit bezüglichen Einrichtungen unter Leiinahnie der Vertreter der Arbeiterschaft zu bestimmen haben. י D.e soziale Auflassung der Bewertung menschlicher Arbeit wird sielt so auch bei der arabischen Bevölkerung durchsetzen und auch den arabischen Arbeiter in die Entwicklung inituelnuen. Ein eigener krcditfoiuls soll auch gewerblichen Roopcrativhcstrcbungcn von Arbeitern anderer Berufe entgegcnkummeii. Wenn wir jetzt auf die Privatinitiative zu sprechen kommen, so müssen wir betonen, daß es hier!nicht unsere Aufgabe ist, uns über die industriellen und koiiiiner/icllcn Möglichkeiten Palästinas aus/iilasscn. Es soll die Aufgabe eines eigenen technologisch-gewerblichen Dienstes werden, in Palästina Materialien und Verarbeitimgsniögliehkeiien zu prüfen und beratend zu wirken. Ebenso wird ein kommer/ielcr Nachrichtendienst cin/uricliten sein. Wir haben ferner einen (iewerbeförderimgsfouds zu schaffen, der dem kleinen (iewerbetreibenden, der nach Palästina verarmt und ohne Werkzeug kommen wird, aus nationaleu Mitteln einen, wem! auch nicht baukmältigen, Kredit gewähren soll. Eine besondere Aufgabe unserer Verwaltung wird es zsein in Verbindung mit der Administration des Landes eine \gmli/iigige Versor gungspolitik ein/uselvlagcn. Sie muh die hohen Preise der Lebensmittel und (iobrauchsgcgensiämlc teils durch Aiissebal- Hing iles ausländischen Zwischenhandels, teils durch eine gute Organisation, wie Beschickung und Stabilisierung der innere״ Märkte, anstreben. Alles, was wir schaffen können und müssen, sind die B e d i 11 g 11 n g e 11. Sie stellen die grollten Aufgaben an uns und stufen sich ab je nach den Not- Wendigkeiten. Das grollte nationale Engagement vorlangt von uns unsere landwirtschaftliche Siedlung als die Basis unserer wirtschaftlichen und nationalen Existenz im Lande׳, Die Sicherung der jüdischen Arbeit und :hrer Prosperität auch auf allen anderen (iebieten, die Befriediguug unserer national-kulturellen Bedürfnisse und ein weitgehendes Eursorgcsystcm auf sozialem mul sanitarciii t icbiet können für eine Reihe von Jahren nur aus nationalen Miltein gedeckt werden. Doppel! achtsam und konsequent müssen Wir daher Vorgehen, sollen diese Aufwendungen fruchtbar werden. In aller Strenge werden wir darauf zu achten haben, dal! diese Mittel nicht der Versorgung, somlern der Ertüchtigung und der Produktivierung unserer Menschen dienen!sollen. Niehls könnte unserem Werke Verhängnisvoller werden, als wenn sich irgendwie an einer St .To unseres Vorgehens unproduktive Versorgungsmöglich• Weiten für Immigranten darstellen und nichts wäre verfehltcr, als wenn wir auch nur für einen, Moment den volkswirtschaftlichen (iiwichtspunkt in allen unseren Unternehmungen vernachlässigen sollten. Nicht die Imiulgialhui an sich ist entscheidend, sondern die Seil- Itaftwerdung der Immigranten II. Was die finanzielle Seite der Arbeit nillangt, so werden die vom Groben Actions-Gomite in seiner letzten Sitzung vom Februar genehmigten Prinzipien, welche mit denen des Financial Advlsory Committee zusammen• lallen, weiter die Basis unserer Finnnzplüne bilden. Ich darf annehmen, dal) der Wortlaut der Besehhisse des Aetions-Comites Ihnen bekannt ist, möchte aber versuchen, die darin nicdergelegten Grundsätze zu erläutern. Es ist im Wesentlichen eine doppelte Trennung vorgesehen: Zum ersten eine Trennung der allgemeinen und Finanzpolitik der Organisation von der Finanzverwaltung. jetzt, wo wir in die eigentliche Arbeit eintreten, ist es nötig, daß die rein technisch-finanzielle Arbeit von solchen Männern geleistet wird, welche praktische uiul theoretische Finanz-Kenntnisse haben. Es wird daher ein spezieller permanenter Einanz-Ausschuß zu bilden sein aus Männern, die nach ihrer persöhnlichen Stellung im öffentlichen Lehen und ihrer Erfahrung Gewähr dafür bieten, daß die schwierige Einan/gebarung der Zukunft mit dem sachlichen Ernst geleitet wird, der allein zins die erforderlichen gewaltigen Mittel 7111'iicßcii läßt. Die Zionistische Leitung behält dabei die Direktive über die Finanzpolitik ohne denjenigen Teil der Arbeit leisten zu müssen, für welche spezielle finanzielle mul wirtschaftliche Bdäbigung nötig ist. Die weitere Durchführung dieses Prinzips geschieht dadurch, daß der J e w i s Ir Colonial Trust zum 7 e n I r a 1 c 11 F i ri a 11 z i n s t r 11 m c n t der Organisation ausgebiklef wird. Der Jcwish Colonial Trust würde als Zentralorgan für Finanzen gewählt, weil seine Konstiltilion cs leicht macht, die finanztechnischen Kenntnisse von Fachmännern auszunützen, ohne die nationalpolitische Leistung aufgeben m müssen. Dem Council des Trust, also dem Großen Aetions-Comite, bleibt diese national-politische Leitung nach wie vor vorbchalten:״ Das Direktorium wird aus Finanzfachmäiincrn hvslehen, welche die konkrete Arbeit leis'en und in ihrer Mitte werden die vom Council, a's > dem Actions-Comitc, ernannten Gouverneurs die Ansichten der Zionistischen Leitung vertreten. Dies ist vielleicht der geeignete Ort, kurz die Bankpolitik dar/.ulcgcn, wie sie auf Grund des Berichtes der Eiuaucial Advisorv Committee ausgearbeitet ist, wobei ich allerdings weitere konkrete Zusätze zu machen habe. Ich kann mit Gelingt innig berichten, daß der. Jewisli Colonial Trust heute gesund dastellt. Wenn wir vor mul während des Krieges durch die Immobilisierung und dureli Verluste zu leiden batten, so ist dem beute abgeholfen. Die Geschäfte des Trusts werten heute befriedigende Gewinne ab und die laufenden Verdienste werden in Zukunft nicht mehr wie in den Vorjahren zur Abschreibung von Kriegsverlusten verwendet werden müssen. Wir können deshalb die Ausgabe neuer Aktien sofort organisieren mul den Abnehmern der Aktien mit gutem Gew'issen Sicherheit für die Anlagen und zumindest eine mäßige Verzinsung in Aussicht siellcn. Damit der Jewisli ( lolomal Iru-I seine Aulgahc als zentrales Fiuaii/orgati erfüllen kann empfiehlt es sieh, die A. P. C. in den Vordergrund der Bank- Operationen zu rücken, auch soweit das L011doner Geschäft in Betracht kommt. Dabei soll die notwendige palästinensische Orientierung der Londoner Geschäfte fortgeführt werden. Sobald die in Aussicht genommene Lrhöhmig des Aktienkapitals der A, P. C. auf eine Million Pfund durch• geführt mul der J. C. F. die Majorität der Aktien überiMmimen bat, soll die Londoner Abteilung vor allem jenes Geschäft pflegen, das als Geldmarktgeschäft bekann( ist, welches Aufnahme und Ausleihung großer Beträge auf kur/e Termine gegen erstklassige Sicherheil umfaßt. Die Gritmle hierfür sind folgende: Palästina ist ein wirtschaftlich noch unentwickeltes Land und die dortigen Aktiva der A. P. C. werde» wohl' gut, aber kaum im westeuropäisch-amerikanischen Sinn liquki sein. Die A. P. (i. wird daher einen Toi!ihrer Reserven in London flüssig und sicher, also 111 Diskontmul Geldmarktgcschafteu anlegen, damit sie ihre Depositen jederzeit /unick/.uzahien in der Lage ist. Außerdem ver• Stärkt ein solches Geschäft den Rückhalt der A. P, G., weil Verbindungen mit finanzkräftigen Kreisen äugebahnt werden, von denen im Bedarfsfall größere Mittel zufließen werden, die unsere finanzielle Schlagkraft verstärken. Die weitere Aufgabe tk-s J. G. T. als Zentralinstitut der Zionistischen Organisation wird sein müssen, eine Hypothekenbank ins •Leben zu rufen, welche auf streng gesehattliehcr Grundlage Kredit gibt. Soweit ländlicher Kredit in Betracht kommt, muß er m erster Linie dem Kleinsiedlet, d. h. dem landwirtschaftlichen Ligenarbeiler zugeführt werden, beim städtische» Hypothekenkredit crinöglicht die dem J. C. T, vorbehaltene Kontrolle die Beeiltflussung einer gesunden Wohmmgspolitik. Der Trust muß ferir.־r die lintw'ckluug des koopc- I rativen Kreditwesens in Paläslina in die Hand nehme». Eir hat für diese Zwecke bereits ei».‘» kleineren' Fonds zur Verfügung gestellt. Die Richtlinie», nach denen das kooperative Kreditwesen aiis/iigestalte» ist, sind unter I Ln/u/ii'ltung der besten Sae'iversl.iiulige» חוס• Morten worden. Des w eiteren hatte der J. G, I. die Kontrol'e solcher Unternvhntungen aus/ui'ihen, welche im nationalen Interesse nicht der Privatinitiative überlassen werden!können, worunter in erster Linie die Ausnützung der natürlichen Hilfskräfte des Landes und die Durchführung öffentlicher Arbeiten verstanden ist. Ls gereicht mir zur Genugtuung, festzustellen, dal! bereits eine wichtige Landsmannschaft die hier niedergelegten Prinzipien akzeptiert hat. Eine Resolution der American!Zionist Convention in New York vom ö. und lt). ,Mai lautet in Uebersetzung: ״Diese Convention nimmt mit Zustimmung den Beschluß des Große״ Aetions-Comites zur Kenntnis, wonach der Jewisli Colonial Trust als zentrales Finanzorgan der Zionistischen Organisation aiiszugcstalteii ist und beauftragt das nationale Fxcculivanüitc mit dem Großen Aetioiis-Comile ziisainmen^iarbeiteu, um den Jewisli Colonial Trust und die zkugln-Palestiue Compnny zu stärken, damit beide Institute ihren zukünftigen Aufgaben gewachsen seien.׳‘ Ich habe eben von einer doppelten Trennung im finanziellen Sinn!gesprochen. Was ich bisher gesagt habe, bezog sieh auf die Trennung der allgemeinen Politik von ״ der Tinanzverwaltung. Innerhalb der Finanzen ist wieder scharf zu scheide» zwischen Investitionen, bei d e » e n 11 a c h g e s c h ä f t 1 i e h e 1! G r 11 n d s ä t z e 11 ö i 111■ S i c I! e r h e i t für K a p i t a 1 und Zinsen g e g e h e u i s t und z w i s c h e u Mitteln, w eiche i in na I i 1! n a len Int e ress e g e s a in m eit u n d a 11 f g e w a n d t w e rd c » , o h 11 c für Zinsendienst o d er A!11 o r t i s a t i o 11 eine g e s c h ä f t - liehe Sicherheit zu bieten. Wir müssen Vertrauen schaffen in die Sicherheit und Rentabilität wirt- | schaftlieber Unternehmungen in Palästina, wenn uns wirklich große Beträge auf die Dauer zufließen sollen. Palästina muß das Anlagegebiet für den jüdischen Sparer werden. Dazu ist notwendig, alle Ausgaben, die diesen Bedingungen nicht entsprechen, scharf abzusondern. Soweit standen wir schon mit unseren finnnzpolitischen Erwägungen im März. Seitdem haben wir die Grundzüge unseres Finanzplans festgestellt. Seine Durchführung setzt voraus, daß das jüdische Volk auf unseren Appell in vollem Umfang reagiert, und uns die Mittel für eine gesunde Finanz- Wirtschaft zur Verfügung stellt und uns nicht wie bisher zwingt, von der I fand iu den Mund zu leben, lind nur Stückwerk zu leisten. Ehe ich zu diesem Fiiiauzplan übergehe, muß noch folgendes klargestellt werden: es kann natürlich nicht Aufgabe der Organisation sein, die Palästina-Kolonisation mit. allen erforderlichen Mitteln zu versorgen. Wir c r \v arten, daß große Beträge durch die P r i v a t i 11 i - tiarive nach Palästina fließen• werden. In bestimmten Fällen aber ist die Investition von Privatgeldern, auch vom nationalen Standpunkt, so wichtig־ und so dringend, dall wir den ganzen Werbe- und Propagandaapparat der Organisation für •die Aufbringung der Gelder zur Verfügung zu stellen haben״ Wenn ich im Folgende» von geschäftlichen Investitionen spreche, so denke ich immer nur an diejenigen, 1'״! welche der zionistische Apparat in Anspruch zu nehmen ist. Die amicren geschäftlichen Kapitalin1|>orU׳ nach Palästina werden mit unserer Sammeltätigkeit gleirlizeitig vor .sich gehen; aber auch sie sind zum 'teil abhängig von der Höhe der Mittel, welche durch ,Ix Arbeit 'der Drgamsalioii aulgehracht wird. Die Erfahrungen in Amerika und au anderen < >rtcn haben uns zur Ucber/eugimg gebracht, daß es nicht zweckmäßig ist, den zionistischen Pr״• p;1 g a n d a a p p a r a t f :1 r v e r s c hi e 11 e n e Z w ecke jr 1 eG c 11 z e i t i g in A n s p r u e h z 11 11 e 11 111 e 11. Wir können aber vorläufig nicht daran denken, eleu Apparat der Organisation auf die Werbung von Geldern für geschäftliche Anlagen zu konzentrieren. Ich habe bereits ausgefuhrt, dal! eine gesunde Einan/wirtschaft als«, die Sicherheit für geschäftliche Investitionen -- -nur gegeben ist, wenn wir genügend Kapital für unsere nationalen Ausgaben zur Verfügung haben. I aktisdi mul sachlich erscheint daher gegenwärtig die Zentrierung der Sammeltätigkeit der ()rgaliisalioii .101 einen grollen Speiutenfomls unerlaßl'.ch, obgleich di•- nicht ohne Ausnahme möglich sein wird. Dazu führen uns — außer den technischen (»runden der Propaganda - auch finaiizwirtscliaftliehe Erw.1gungen. Beschränken wir uns jetzt auf diesen e i 11 c 11 Fonds und bestreiten wir vorübergehend daraus auch den Bedarf für einzelne geschäftsmäßige Uiiterficliiinui• gen, dann wird es zweifellos später leichter sein, finan/- kräftige Kreise zu Investitionen aiifzufordern, wenn wir auf Grund der Erfahrung konkret ausgearbeitete und detaillierte Prospekte vorlegen können. Solche Prospekte und vor allein Kostenvoranschläge, welche den Verhältnissen im Lande und den Bedingungen der jüdisehen Arbeit Rechnung (ragen müssen, sind heute einfach nicht im Detail aiiszuarbeiten, solange die erfahrmigsgeniäßcii Anhaltspunkte fehlen. Heute wäre also ein Appell fiir geschäftliehe Investitionen effektiv nur auf (»rund schiitzmigsweiser Berechnungen möglich, so daß die Investitionen in gewissem Grade den Charakter einer potentiellen Spende erhalten würden und daher einer gleichzeitigen Sammlung von Spenden im Wege stehen!־nülSten. Das Actions-Comitc hat die Aufbringung ei n es 25 ־ M i 11 i o n e ti - F o n d s aus S p e n - den beschlossen. Dieser Fonds soll im Z u s a m in c n h a n g mit den geschäftli c h e 11 Untern e h n! u 11 g e 11 die G r u n d l a g e 11 für e in , j ii d i s c h e s P a 1 ä s t i 11 a s c h affe n. Soweit wir jetzt in der Lage sind zu berechnen, brauchen wir hiervon für die ersten zwei Kolonisation•■:- Jahre einen Betrag von S Millionen Pfund, um die Ansiediungshedingungen für 100 000 Immigranten zu schaffen. Von diesen 8 000 (DO C ist die Hälfte, also etwa ■1001)000 U, für geschäftliche Investition in Aussicht genommen. Von der anderen Hälfte wird der größere Teil von etwa 00 <‘״ in Form von permanenten Kapitalswerien in Palästina erhalten bleiben, wenngleich im geschäftliche» Sinn hierfür weder Einnahmen muh Rückzahlungen in Betracht kommen. Ich will dies nn der Hann konkreter Beispiele erklären. Wenn für .he Lrh.1!- tung von Schulen in Form v >11 Lehrergeh.iltern ,Vi-j.iUu entstehen, s״ ist dies ein Po!teil, welcher v om .1at, >■ ii.dcii Standpunkt aus notwendig ist, aber d.!e Gold kehrt, wenn es einmal aiisgegehen ist, als Gehl nicht zurück. Wenn hingegen ein Teil des Fonds dazu lnnutzt wird, um Schulgebäude, Laboratorien usw. zu errichten, so bleibt doch etwas bestellen, was einen Kapitalswerl darstell!. Es ist dies kein geschäftliche- Kapital, da wir für sulche Schulgebäude keine Einnahmen zu erwarten haben; es ist aber ein nationales Vermögen. Achnlich ist cs mit der Aufforstung. S! ist ein nationales Unternehmen ersten.Ranges, und wenn auch eine gute Aufforstung Jn späteren Jahren Ein• nahmen schafft, so läßt ,sieh dennoch diese Kapital-• aulage nicht unter geschäftlichen ,Investitionen rubrizieren. Diese Einnahmen werden aber, soweit sie nicht zur Weiterentwicklung der Forstwirtschaft dienen wir den, für andere öffentliche Zwecke verwendet werden können. Wieder anders ist es bei der Errichtung v!m Wohnhäusern, über die wir bereits ausführlich gesprochcu haben. Das Kapital, das hier investiert wird, mag soweit es innerhalb der Kapitalisierten Reute liegt eine sichere geschäftliche Anlage, da!־stellen; dennoch wollen wir uns im öffentlichen Interesse eiiur Wohnungspolitik hier nicht von vornherein auf eine rein kommerzielle Behandlung festlegen. Wenn daun diese Wolmungspolitik einmal gesichert ist, kann an die Verwertung eines Teiles des investierten Kapitals gedacht werden. In einem solchen Falle werden die Gelder dem Spendenfonds zurückfließen. Achnlich 1-t es mit der Irrigationsarboit. Hier werden wir im luter■ esse einer einheitlichen Werbung der erforderlichen Kapitalien, die für die Inangriffnahme des Irregations- Werks nötigen Gelder vom Fonds entleihen mul spater, sobald die Arbeiten zur Griinduqg einer Bewässerunggesellschaft fertiggcstellt sind, diese Anleihe etwa durch Verkauf von Obligationen dem Fonds wieder zurück erstatten. Wir haben bisher unsere allgemeinen Administrationskosten außer Betracht gelassen. Wir verstehen unter alig!• meinen Adiuiirisiratiouskosteii die Kosten der ErhaltunJ unseres Organisationsapparntes, als unter den heutige״ Verhältnissen die Kosten der Administration iu Zukunft von den organisierten Zionisten aus Schekelgeldeiu bestritten werden müssen. Darüber wird in dem R-- ferat über Organisation näheres gesagt werden. Wenn wir die Admiiiistratioiiskostcii aus Mitglieder• I beitragen bestreiten Wullen, dann müsse״ wir freilich endgültig damit brechen, Subs i d i e n, w c I c h e r A rl immer, a n d i e Land-- in a misch a I tc 11 u n d F e d e r a t i o n e n z u g 0 - währen. Durch entsprechende Abmachungen mit der I Exekutive kam! den Landsmannschaften für ihre adnnnistrativeu Zwecke Tin bestimmter Prozentsatz der von Ä"C״! cr”°^e״e״ Sehe keine trage zurückerstattet werden. D:e Landsmannschaften und Föderationen müssen aber verstehen, dal! wir zur Durchführung unseres Werkeauf 4-,c ,T'1hTstüf/ung angewiesen sind und daß es hieße, die Dinge auf den Kopf zu stellen, wenn sie finanzielle Unterstützung׳ von der.Zentrale erhalten Würden. Dies