Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 47 (16.7.1920)
- Date
- 1920-07-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Is ist unsere!*(licht, derer zu gedenken, die tur die Verteidigung der Juden in Palästina litten. 1 iline daß wir wünsehteii, uns in die Aiiijclei’ciilieite» dev neuernannten Verwaltung /.u mengen, fordern wu diese Verwaltung auf, den ersten Schritt zur Ocreciiig- Keit mit der Befreiung Jabotinskys zu macliei). ־ ein /weiter wichtiger Punkt, )len wir heule bei n wollen und der in wenden Tagen Ker).־gelt sui 1 >, 1s, tollender: Ich glaube, rlen Wm.scii der Xms u ( ngauisatio» aus/udriieken, wenn ah du ־ ... und der Verwalt,mg Palaslinas unsere.» ־Wu ist 1 ״b ■ mitlle das i ii 11 i s e h e R e g 1 m e n t in 1 a I a s I 111.1 ' 'aiiirecht/.nerhaltt'ii. Ich glaube, im SmiK: du Zumistisdifii Organisation zu spreche״, wenn ah 'uihcliLi 1, d'di wir uns bemühen sollen, au der Verteidigung der luieiessen des jiitliselieu 11.1 <iud.ih n I leimes leil/.iirielnueii. Bevor ich schließe, muH ich nochmals versuchet), Ihnen mit wenige״ Worte» die gewaltige Verantwortung /um Heu iilStsi'iu zu bringen, die auf jedem l.in/elneii um Urnen laslet, Die Stunde hat geselllagen, nach der wir uns lange gesehnt, um die wir gcheiet, für die wir gearbeitet haben. Die Völker tler Welt haben uns das Stichwort gegeben, voi/utreten und die jüdische Nation im jüdische» l ande wieder aut/ubaiien. Kein Hindernis stellt uns jetzt im Wege; es gibt keine Entschuldigung und wir könne» nur wünsche״, dali es keine Möglichkeit der Entschuldigung gäbe. Die Aufgäbe ist gewaltig und ,weit entfernt davon, leicht zu sein. Um sie /u erfüllen, müssen mal können wir aut unsere eigene Kraft rechnen, auf die intellektuelle und materielle Kraft des jüdischen Volkes. Wir dürfen ״!du nach anbei) sehen, wir dürfen nicht zögern, wir dürfe» nichts verschiebe». Wir werde» vom jüdischen Volke und von den Völkern der Welt danach beurteilt werden, was wir in der umniUelbareu Zukunft vollbringen. In den nächsten Monaten und Jahren, die vor uns liegen, müssen wir breite, mächtige und datierhalle Fundamente für das jüdische Palästina errichten, so dali in )len folgenden Jahren ein gesunder Aufbau sich erbeben kann, iOOÜ Jahre der Vergangenheit und un/,1׳)!!igc (»enerationen der Zukunft sehen auf uns und tragen, ob wir der hohen Aufgabe, die uns .invertraut ist, gewachsen sind, i'.s liegt an dieser Kot>- feie»/ /u antworte» und durch ihre l'alcn /u /.eigen, )lall wir unserer Alme» nicht unwert sind und tiali unsere Nachkomme» uns segnen können. Referat von Julius Simon 1. Wir werde» bald an die ersten Arbeiten im Lande lu rait/ugehen habe». Bevor wir aber unsere allernächste» aktuellen Aufgaben umschreiben, jvird es notwendig sein, )lall wir uns noch einmal unser Problem in seinem gröberen Zusammenhang vor Augen führen. Ii gliedert sielt für uns in drei Iiauptfrageii, aus deren /usamtticufassender I osu11g )mser Werk hervorgeiten »lull. Wir meine׳»: 1. Die I rage des Bodens, unsere Arbeitskraft)■, 1. die Frage des Kapitals. Gelte» wir vom Boden als der (iriiiidlagc der palästinensischen Produktion aus, die auch in Zukunft Palästina den Charakter eines vornehmlich agrarwirtschädlichen Landes geben wird. Durch welche Ordmuvg, mit welcher Möglichkeit und mit welchen Mitteln haben wir zu redmen, wenn wir an die Aufscltlieliung des I a.iides gehe»? Wir vertrete» in unseren politischen Forderungen ein System der /»künftige» pa׳läs!im11׳- siseben F.indordiiuug, )las in Kiir/c etwa folgendermalh'n /״ charakterisiere» wäre: I. Soweit als möglich soll die durch Spekulation In 1 vorgerutene Steigerung der Bodenpreisc vermiede» "erden uuil die Werlsteigenmg, welche dem Wachs- .. und der Fntwieklung der (iemeinschaft /11/nschreibe» ist, soll der (iemeinschaft /״gute kommen. II. Soweit als möglich soll der Hoden nicht von C.pitalistiselien Besitzern durch dritte bewirtschaftet werden, sondern von den Eigentümern seifet. Wir dürfen jedoch nicht ,übersehen, daß die Durch-!״hiiing einer neuen Bodenbesit/ordtumg in Palästina weht nur aus politischen Rücksichten, sondern auch '""1 i'ei» administrativen Standpunkt aus einer .grimd- Iahen Vorbereitung bedarf und auch wirtschaftlich ein Problem darstellt, )las in Palästina vorläufig keine )logn.alisebe Behandlung verträgt. Im allgemeinen set/t jede gründliche I.aiidreiorm oii,ms eine den jeweilig)•» Verhältnissen aiigcpabte Norm, die sieh aus dem Frlrag des Bodens und der i.mchselinittliclien 1 elumslialtuiig der Boileiihearheiter ergibt. Vorläufig :i.!ht sind nicht wir es, die in Palastma den Boden bestellen, sondern die Fellachen per Lchcitsanspriich einer arabischen Fellachenfamilie kann indessen nicht mit den bescheidenst)•» Ansprüchen indischer l.ehcnshaltmtg vergliche» werden. Anderer• w1!s steht die gegenwärtige Frgiebigkeit des palästiiten- M-w׳lK׳n Bodens wesentlich hinter den Ertragsmöglichtwuen /urtick, die wir* durch Anwendung von ganz, ■urueri'n Methode» entwickeln müssen, als sie bisher in •«׳istma geübt wurden. Daraus •ergibt sich, daß eine 1 1,׳'peprm die auf den heutige» Bedürfnisse» des l/'l ,1״ ,j .lmd u״f Flem Ertrag seiner Arbeit ״! ,/ .;״;■״• s<,lilMltn1uclmng jüdischer Bauern einfach ״ Hiiulkn wurde. Würde man aber das ,Maximum ׳ 1׳odenbesit/ nach seinem gegenwärtigen Ertrag und ln 1 ' )־»'bcilui missen des jüdischen Bodenarbeiters puiuucn so würde der he u t i g c n Landbau (reibenp" Bevölkerung Palästinas der größere Teil des!1..••׳M״te»s1sche11 Bodens zugeteilt werden müssen, 1 s müssen also die Möglichkeiten für die intensivste Bewirtschaftung des Bodens m.d die Steigerung seiner Ertragsmöglichkeii geschaffen "erden sowohl für uns, wie für den arabischen Fellachen, (me daran) sich gründende Besitzverteilung wird darin von der tatsächlichen Lebenshaltung des jüdischen Nedlers ausgehen können. Soll eine gründliche Land- Dform in Palästina durchgeführt wenden, und soll sie unserem Ziel entsprechen, so muß die Höhe 11 er Lehens- ן haltung auf (inmtl des erhöhte» Ertrags durch Inte»• sit.it die Norm werde». Das ist das glückliche Ziel, dem wir /״strebe» wollen, das harte Arbeit und hingehungsvolle Ausdauer von den jüdische» Siedler» ver* 1,mgen wird. Unser, Ausgangspunkt aber liegt in einer amlere» Wirklichkeit »ml dieser heutigen Wirklichkeit müsse» wir gerecht werden, wenn unsere Bodenpolitik Erfolg aufweisen soll. Wir wollen deshalb /unäehst eine Reihe präventiver Maßnahme» durchsetze», um die Land* Spekulation /״ verhindern. Wir haben begründete Aussieht, tlen jüdischen Boiletikaiif zu zentralisieren, um die l.amltrnnsaktioiivn kontrolliere״ zu könne». Kein Mittel aber wird so geeignet sein, auf die Preissteigerimg des Bodens regulierend eitizuwirken und der Npekuiation sowohl als der politischen Intrige zu begegnen, kein Mittel so sehr die Reinheit unserer Absicht und die Bedeutung eines jüdischen Palästina demonstrieren, als eine Agrarpolili.k, die indem gegenwärtige״ Ucbcrgangsstadium mit der AulsehUeilimg weiter /usaiutnenhängender Strecken urbar zu 111,׳lebenden Bodens für grobe ziisanimenhängemle jüdische Siedlung beginnt. Wir meinen vornehmlich jene Ländereien, über deren Ueberlassmig wir zur Hauptsache nicht mit private» 1 igentümern zu verhandeln habe» werde». I alästina besil/l grolle /usaiiinienhängcndi' und im wesentliche» unbesieileltc Fläche», so dnb wir » eine geschlossene jüdische Siedlung durchführen können, ohne mit der gegenwärtigen laudbautreibenden Bevölkerung zu kollidieren. Wir habe» lieshall) eine» derartigen Bollenkomplex für unsere erste Ansiedlungsarbeit :ntsersehen. Innerhalb dieser Siedlung wollen wir einen Zustand aitstreben, 11er für die Besitz- und Produktionsverhältnisse Palästinas richtunggebend werden soll. Die erste Voraussetzung hierfür ist iiatiir* lieh, diesen Boden 1lurcl1.de» Jüdische» Nationalfouds erwerben »ml okkupieren zu lassen, (iibt das jüdische Volk seinem Nationalfouds die Möglichkeit, allen greifbaren Boden zu erwerben und zur Ansiedlung vor/ubereiten, so wird sich jenes Prinzip durchsetzen lassen,!las unter dem Wort der ״Nationalisierung des Bodens“ in zionistischen Kreisen häufig diskutiert wird. Wie es mit vielen andern) Begriffen geht, bedarf auch die Parole der Nationalisierung des Bodens in Palästina einer 1׳ i g 1• 111׳ n Anwendung, welchi׳ ilen besondere» palästinensischen Voraussetzungen entspricht. Nationalisierung kann für uns heute nichts anderes bedeuten als Nationalfonds. Nicht die Ideologie 1 der Idealismus, die Opferbereitschalt für den Nationalfouds tut uns not! Die vi-rsebieilcntliehe» Erörterungen über die Oestall der zukünftigen landwirtschaftlichen Produktion werden den meisten unter Ihnen bekannt sein. Fs ist absolut verfrüht, heute festigen zu wollen, welche lamlw׳irtseliaftliehe Produktionsweise die vorherrschende sein soll; ebenso verfrüht wäre es, heute schon das System einer zukünftige» palästinensische» Volkswirtschalt im einzelnen zu bestimmen. 'Sind doch schließlieh für die Produktion, abgesehen von einer Reihe heute unabsehbarer Faktoren, zu allernächst die uatürliehen Bedingungen maßgebend, die erst im Verlauf der Arbeit walir/iinchmen sind. Wir verstehen darunter die klimatischen Verhältnisse der Siedhmgszone, die Beschaffenheit des Bodens und die Möglichkeit oder Zweckmäßigkeit seiner Irrigierung. Daneben sind die Besitzm'öglichkeiten zu berücksichtige», die Verkelirsbcdiugimgc», liniere sowie äußere Marktverhältnisse. Mithestimmeml wird ferner die Eigenart unseres Produ/ciKc» und sein Leistungsvermögen sein. In vielem wird uns, wie überall, die Arbeit selbst belehre». Fs wird sicher eines Uebergaiigsstaditims bedürfen, bis die entsprechendsten Produktionsarten, die geeigitetsten Methoden durch eine gehörige Arbeitstraditio» gesichert sind. Wir werden auch zweifellos vorläufig Ländereien in extensive Behandlung nehmen müssen, ohne dadurch den zukünftigen Wirtschaftstypus zu prejudi/iercii. ׳ Wahrend de eisten Okkupationszeit werden wir ein entsprechendes Versuchssystciu einzuriehte», und alles aui/uwi'uden habe», um die Eignung unserer 'Arheitskräftc zu steigern unter der Führung eines fachm.'iniiiseh geschulten Stabes, der mit tlen nötigen wissenschaftliche» Hilfsmittel» ausgerüstet ist. Wir haben durch unseren Nationalfonds bereits einen vorerst bescheidenen Versuch unternommen, auf (irimd, tler Vorschläge Itr. Soskins hinsichtlich lies hewässerten (1emüsehaucs. Agronom W i I k a » s k y , der in "Unserem Aufträge in Kalifornien und Kanada eine größere Studienreise unternommen hat, wird uns ebenfalls Vorschläge zu mache» habe». Wir werden in dieser und ähnlicher Richtung fortselireiten und hewahrten Fachleuten (»elegenheit gehe», passende Vorschlage /un.ielist versnelisweise d.ir/iistellc». ()leielizeitig mit tler I»a»gritf!1.1׳hm1• der Okkupationsarbeiten 111 r die geschlossene jüdische Siedlung werden wir die gegenwärtigen Natioiialfoiids-Farmeii zu konsolidieren und auszugestalten haben. Die Ausbeutung der Bodenschätze des Landes muß nach üciii Prinzip des allgemeinen Nutzens mul Prtordcrmssc des jüdischen nationalen Heims erfolgen. Unsere Verhandlungen bewegen sich in dieser Richtung. Welche praktische» Arbeiten in diesem Ciebiete für uns in naher Zeit in Betracht kommen werden, koiiiini wir aus verschiedene» (künden heute nicht mitteile». Das Material, das uns hierüber* nach einer längeren Untersuchung eines erstklassigen Experte» zur Verfiigung ist, kann jetzt nicht vorgelegt werde» Die grundlegende Arbeit der Irrigation, die )lern Lande hohe Befruchtung und treibende Kraft bringen soll, stellt im Mittelpunkt unseres Interesses. I.s ist tlas unausgesetzte Bemühen unserer politischen Leitung bei Regelung beso»dc*rs der Orenzfrage int Norden, die Lebensinteressen der zukünftigen Wasser- Wirtschaft Palästinas wahrzunehmen. in technischer Richtung smd eine Reihe von Vorarbeiten im Gange. Es handelt sich zmwehst um die Schaffung der Grundlagen für die praktische Projektierung und weiter utn eine Reihe von administrativen Maßnahmen, die zur Durchführung der Irrigation sowohl als auch zur ge- Seite 375 set/hchc» Reg) Fing der ׳nkintWg);; F'•'.'"•(») 1s י l ut Wasser*irisch.,ח nötig s,»d. Be, d'.-set, .wie h I )1 .111)1!׳re» otientFeheu A1 heile». wird 1‘«י־ •יו"' , Verhandlung mit der Ailmimstrntum -ein i!hu will sch.iMliclie» I׳rm/1p1en tcst/ustcltcn. urhiur ieilim-ir Arbeite» Sache der T.amlesailministratioti und ")'»"י" Anteil wir an solche» Arbeiten zu »climcu haben, wn'ktie Arbeiten wir gemeinsam mit der Admimstiati״״ dMrU1' zulühre» und welche wir allein übernehme» sollen. I ך Regelung wird in jedem 1־atle in ei» System gehraeilt werden müssen, ,las unsere Interesse» wahritehme» soll. IN läßt sieh heute nicht mit Bestimmtheit sage», ob bald größere verkehrsteclinisehi׳ Arbeite» aktuell seit) werde». Fs wurde» in unserer 1 )etfentliehkeit vielfach Fragen über ite» zukünftigen > Eisenbahn- und Hafenbau erörtert; meist ist es unter dem Gesichtspunkt sogenannter Notstandsarbeite» gesehelu'11. Allein es wate verfehlt, solche Arbeiten, die giolk׳ Investitionen verlangen, unter einem atulcreu als volkswirtschaftliche» Gesichtspunkte zu behandeln, mul es würde unseren Verhältnissen erst recht nicht entspreche», wenn wir uns zweifelhafter, viel Kapital verschlingender lütternehnumgen zun! Zw ecke der Schaumig vorübergehender Arbeitsgelegenheit bedienen wollten. Unsere l.iiergie» und unsere Mittel müssen der SelUi.iffmachmig unserer I'inw׳amlerer dienen, und von dieser Bedingung aus müssen wir alle öffentlichen Arbeiten behandeln. Nicht öffentliche Arbeiten um ihrer selbst willen, sondern die Schaffung mul Vermehrung der Prodiiklionsfaktorcii ,!es I amles sind für eine Siedlung ״tut ihre Beständigkeit entscheidend. Fs wird z. B. noch einiger Untersuchung und Ueberlegnng bedürfen, ob eine kostspielige Hafenanlage und ein bestimmter Eiseubaltnhau für uns mehr als Wegebn Uten von wirklicher Aktualität sind. Dagegen werden wir nicht zögern dürfen, aus gesund- Iteitliehni und wirtschaftlichen (irutulen /. B, an 1111• Aufforstung des Berg- und Düneiilandcs heranzugelu•״, trotzdem die Aufforstung aut den ersten Blick als nicht durchaus rentabel erscheint und in der Regel' der l.andesvcrw'altung überlassen wird. Dabei ist natiirlieh Voraussetzung, daß uns der hiertür erforderliche Bollen koslenlos zur Verfügung gestellt wird. Das dringendste Problem ist die Schaffung von Wohngclcgcnlicitcn. Wir werde» den Wohnungsbau für die erste Zeit als eine nationale’, öffentliche Angelegenheit behandeln und dafür nationale Mittel beanspruchen müssen. Wir meinen damit nicht allein die allererste provisorische Unterbringung eines grollen Teiles der Emigranten an de» Eingangsstellen, die selbstverständlich ist; hier handelt es sieh tun den Versuch einer Lösung des Wohnungsproblems für die neuen Einwanderer, die wirtschaftlich nicht in der Lage sein werde», sich im Lande de» Bau eines eigene» Hauses, seihst mit Hilfe von Hypothekeiikredit, zu gestatten. Wir dürfe» uns darüber nicht tauschen, daß die private Bautätigkeit dieses Problem zu lösen nicht in der Lage sein wird. Wir stellen einer privaten Bautätigkeit svmpathisch gegenüber, wollen sie sogar soweit als möglich mit Kredit unterstützen, aher wir können heute aus der europäischen Erfahrung heraus und unter de» palnsti• »ensisehe» Verhältnissen erst recht nicht aunehmeu, daß irgendein Privatuiiternehnie» in den ersten zwei Jahren Häuser für'den Arbeiter oder Kleingew erbet reibenden hatten wird wollen oder können. Wenn wir für unsere arbeitende» Elemente, oder auch nur für einen Teil derselben, billige und gesunde Wohnungen haben wollen, so gibt es keine» Ausweg, als diese Wohnungen selbst zu hauen. Wir werden eine eigene Zweckörganisation 1r.it fachtechnisch geschulter Leitung schaffen müssen, welche zunächst aus nationalen Mitteln Hauser zur Miete hauen soll. I.S wird sieh auch die Notwendigkeit ergebe», .111 die Anlage baugewerblicl1cr'»l»dus!rie»' heraii/ugeheii. I)i<• Vereinbarung zollfreier Einfuhr von Baumaterialien und Rohmaterialien und Gegenständen der Bauiiuiustiie werden wohl in Zukunft ein billigeres Bauen emtögliehen. Der Bestand dieser Häuser wird die sonstigen Mietspreise im l.atide regulierend beeinflussen, bis eine seßhafte, im sicheren Erwerb stellende Bevölkerung und ein umfassendes Kreditsystem eine radikale Lösung des Woh»Problems gestatten wird. Wir werden außerdem aus nationalen Mitteln atif/ufuliren haben eine Reihe öffentlicher Gebäude, vor allein Schulen, Kranken• hausei usw׳., die wir als öffentliche Arbeit aus nationale» Mittel» anspreelu•» wollen. Bei diesem Häuserbau. sowie hei der vo»'privater Seite sicher zu erwartende» Bautätigkeit, die mit der Sichern»" ••»)••< .. Kredits bald einsetze» dürfte, wird ein großer Teil der aihoitsiähigcit Einwanderer seine O1‘senaiogung linden. Wir werde» hei systematischer I'»!׳ilcnuig de;׳ mit dem Baugewerbe /usauinienliänyciuleu Industrien c.ue weiten׳ grilliere An/ah! von Einwanderer» beschäftigen können.• I Inuserhaii, Aufforstung-, Okkupatiniis-,* As-anienierungs-, Irrigations- und I traiiiage.irheiten werden die erste» Arbeitsgelegenheiten im Lande sein. Aut dic-e Wollen wir uns finanziell und technisch entrichten. Damit gelangen wir /u einem unserer GrutulprobU mo, nämlich der Arbeiterfrage Wir wollen gleich voranssThiekeu: unsere A;be (rage ist für uns keine 1־rage der Konkurrenz /wist jüdischer und arabischer Arbeit, sie ist, um gS aus/mlrückc», u » s c r e nationale Sicd!u»׳>str׳o׳e tler Behandlung der lanihvirtseliaftlielieu ״Kolmiisi smd wir darauf nicht eingogangc״, weil wir ״״ nationale landwirtschaftliche Siedlung auf dem Pri der Seihstarbeit aufhauen müsse». Um dies zu mögliche», werden wir die Entlohnung der Okkupati gruppe» zweckmäßig ans/ngestaJte» l!ahe,1׳. Dem Wahrten ^landwirtschaftliche» Arbeiter soll durch eigenes System der Entlohnung und der Prämie die A hchkeit gegeben werden, wenigstens ein Minimum kigenkupital zu erwerbe», ehe seine definitive Anhing eUolgen kamt. Wir streben nicht nach einem Sta 1 a»div 1 rtsenaftlieher Lohnarbeiter, sondern wir vvr m der Uebergangszeit die landwirtschaftlichen Arbe oder sage» wtr gleich die landwirtschaftliche Arbe־ gniprvc, so ausgerüstet und entlohnt 1,״״ von 1. sc Kreditsystem angenommen wisse״, Uaß <!em■ T c! \