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Jüdische Rundschau · 1920-07-13 · Heft 46 (13.7.1920) · page 5

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Nr. 46 JUEI11C r» cs! IIM M O! ü C E '2I Seite 369 to. je» du- .011 'eil Hit du 11 tuule eh, CU, '1111 Hit Ss^aK* eil- Ist, ler ml'n, fll lk *■ 10i.t *e kserms :Ue ist, llKt lilllist *<■11 1ml ten ICH Ü11das •ehpeu (H'll an wir in jseli ׳ m *!er tber {eit. tl״; Ul. 111;:: einvier {;< n ptet ans ich! 61 eli eine wer ' sie keit fine ein• srer, teil. «ile ־0111• aten Sille yiit- Voll• j»eu, I /II sdu• »seil סגו־- i;.e״ - :lie» *salz den, •11־41 Ciki, ciion AV1! e Utren, Obwgs• 1׳; eilleid! iiiekgeus piiuin ent '«k lie iVerat1־,׳׳ D.1je ml. 1 jtir che du׳,.״ ' lnhebräische Nachmitfaf.sscliule 11.1tJen, das heißt, die verelendete Roligionsschiilo m1 /11 erneuern, daß sie eine hebräische und wlnuu'U indische Schule wird. Diese hebräische Nachmittags- -.clude wird keine einfache Ueligioiisscliulc sein dune , .midern eine Volks- und Erziehungssc'.:;:'? "״ hebräischen Sinne. Fs müßte die nationale lungsschule weiden oder das heißt, wir müssen die -oweit kullivieien, daII sie ein jüdisch- 4111 wirk* wenigstens ein Frsatz dafür, hebräische Sprache /nvist IclK'IKlitfl־"* AustlriK mittet wird, und dam. allmählich das Kirnt ״n die mehr lebendig gewordene BibeI 1,־״»«II,“״S j j 1)i״i1n Weise wurden wir vermeiden, daß die t-liuumi auf die Schablone herabgedrückt werden clusmus tu der christlichen Schule. .las I iebr.iisc hi׳ wieder verlehemhgi 11, m> mimiitclliaieii Hogriffsroichtimi ,1,1/1 die Bibel ein ganz anderes, cm Oegeim-art würde. Und dann N.iehii.iu.'igsselmle den Mut wie der Kaie- ),■!durch, dal! wir wurden wir einen heim Kinde erreichen, Ihieli der nationalen uüillto man in dieser haben, jüdische beschichte Dr, S. Hildes- Dr• S. Hirsch, Frankfurt O., A. Cöln, Ch• Hofrichter, Assessor Erich Hurwitz, Elternhaus alten übernational ilar/iistellen. Man müßte eine gute Chrcstomalie, die eine Uehersiclit auch über die jteu lebrnisclic I iieralnr enlhaltcii würde, mit in die Schule herein- Im!!!!ו!־)׳.. das Iviml würde dastellen mit einem rouds ui ii'idisclieni Wissen. , Um unsere Jugend an das liehraiselie heran/iibriiigen, gibt es endlich noch einen Weg. Sie müßte sich darum bemühen, in unmittelbarer Korrespondenz mit Altersgenossen in Palästina zu treten. Hier das sind alles Surrogate. Die neue Schule Die neue jüdische Jugend braucht eine neue jii- Ui-aiie Schule, in der Schule und Lehen vollkommen /Eisamnu'n^vlieii. I Wo Jugend hat sich schon langst um der Schule abgowandt und auch dem den Rücken /!!gekehrt, weil die Eltern an der lobten Schule hangen. Unsere Mittel sind leider gegenwarttg ,alitierst beschrankt — die materiellen und die uleellen. Wir können die neue Schule jet/t nicht so -.•hallen, wie wir es möchten. Aber es gibt einen W eg , /11 diesem Typus Schule zu kommen. Es kommt darauf m. eine gemeinschaftliche Erziehung anzubalmen, in liesem Augenblick, wo wir ein Volk werden wollen, nach gemeinschaftlichen Er/.iehungsniögUchkeitcn aller Art zu suchen. Wir können etwa 20 25 junge Menschen, Kinder, /iisammenneluneu unter der I 111111111!; eines schon gereiften jungen Mensche״, der mit ihnen gemeinsam lebt, so daß sich alle gemeinsam ihre Erkenntnis imd Kenntnisse erarbeiten, daß sie ihre Wirtschaft und alle I ebensiiotWendigkeiten gemeinsam verwalten. Dieser geschlosset«• Kreis von jungen Menschen, die sich gegensoitig in Gemeinschaft und Arbeit erziehen, würde die l'flan/stiitle des neuen, kommende» jüdischen Menschen werden. Das liillt sieh nicht nur m großen, sondern aueh in kleinen Städten verwirklichen. Man wird entgegnen, daß wir Menschen, die hier Führer sein können, niefit haben. Wenn dieses Projekt ernst genommen wird, 111111־ > man nach solchen Kräften suchen. Das Lxperiment muß gemacht werden können. Ueberhaupt muß die Jugend außerhalb der wirtschaftlichen Maschine vestW/i «erden, sonst wird sie nicht dazu kommen, -1eh zu voller, jüdischer Reife zu entwickeln. Um aus diesen Vorschlägen und Projekten Realitäten zu machen, brauchen wir Arbeiter. Die Kulturarbeit war in unserer Organisation immer Stiefkind, Das kann nicht so weiter gehen. Wenn sich der I > e I e g i e r t e 111 a g nicht einverstanden erklärt, endlich der Kulturarbeit den ge- II ü h r c 11 d c 11 Platz aiuuweiscn, d a n n wird die Jugend Mittel finden, die Arbeit Hie in zu tun, mit der Organisation oder -!egen sie. Wir brauchen Arbeiter; die müssen von der Organisation allgestellt werden. Das Unwesen des kiiltur.iusschusses muß endgültig begraben werden. Der *:m/ige Versuch des Kulturausschusses über die Publisatioivsarlieit hinauszukommen, ist die Gründung des hebräischen Sekretariats gewesen. Es entschlief nach kurzer peinlicher Existenz. Wir müssen eine arbeits- 1 ahige Behörde an die Stelle des Kulturausschusscs -etzen. Die Jüdische Rundschau bat sich bisher durch einen -!eiiN-en Ami- oder Ahebraismus ausgezeichnet. Er "dien sieh darin, daß es dem Kulturdczerneiiten nicht -elingt, die kleinen Annoncen in einem halbwegs fehlerdeieu 1 lc brätsch drucken zu lassen. Die Rundschau iimll mindestens zweimal monatlich mit einer hebräischen Beilage erscheinen, und zwar selbst dann, wenn diese ,n'hraischc Beilage mir auf Kosten des deutschen Teiles möglich ist Was ich vorgesehlagcn habe, ist, gemessen an den!׳ediirtiüsseit, wenig, gemessen an dem, was die OrganI- 'ו",,!1׳ materiell leisten kann, kolossal viel. Aber es muß dihm kommen, dah endlich verstanden wird, daß ein ordentlicher Teil unserer gesamten Mittel dieser Arbeit /״gewendet werdet! muß. Denn wer baut Erez-Israel Das Gallith! Und ein jüdisches Erez-Israel einem Galuth aufgebaut werden, das ist. mf? kann nw von indisch und hebräisch iiaril, R.-A. Jenny t nsteil*. Duisburg, J. Fecker, Breslau, Dr. Fleiß, Glu• 111• n:U 'i. Sa•, Betty Erankensteiu, Berlin, Dr. Adolf Friedemami! Berlin, Betty Fuchs, llamlmni, Dr. Glaser, Breslau. Karl ׳Glaser, Nürnberg, Glcitinaiin, Magdeburg, J. Gold, Berlin, Dr. Nalmm Goldmami, 1 leidclherg, J. Gortlon, 1 Iamburg, '$, Gottdiener, Düsseldorf, U-A. Gronemann, Berlin, Paul Grünbaum, ׳München, Ph. Grünbaum, Merlin, S. Haarpuder, Berlin, Dr- Hamburger, Frankfsu-t a M. Fritz 1 lammcrschlag, 1 leidclherg, Walter 1 idueiiiaiiu, Ma1;dehurg, Dr. Ileppucr, Hamburg, Dr. (icorg Herlitz, Berlin, 1 Ier/J!cr״, Kiel, heimer, Berlin, Dr. Max Hirsch, Halbe, 1 ialberstadt, R.-A. Hirschberg, f lodtdorf, Berlin, A. Hofinann, (;״In, S. Hops, Magdeburg, Göthen, Frieda Hurwitz, Dessau, Werner Ilberg, Wolfenhatte!. Ben Israel, Breslau, Elisabeth Jacob, Berlin, R.-A lacobsolm, Breslau, Dr. Jaeobsolin, Benin, Leopold Jakobi, Chemnitz i. Sa, Jaller, Cöln, Janklclewtcz;Frankl'urt a. O, Dr. jaruslowski, Königsberg, Herta Kal1־ mann. Gle-iwitz, Georg Kareski, Berlin, Kok״ lv;1t''• Hannover, Ing. J- Katzenstei״, Berlin, Leo Kaufmann,!.einzig, P. Kaufmann, Berlin, Leo Kirschenbaum, er in, Dr. Kl’ii/kin, Rohrbadi 11• I leidclbcrg, L>r• Klee, Berlin, Aron Klein, Duisburg, J. Klamner, Bochum, C• /- Klot/el, Berlin. Kuoller, Berlin, Max Kober, Berlin, David Kolm. Cviln. Kornberg, Duisburg, H, Krcistmami, Leipzig, Erna Kromoimvki, Kaitowitz. O.-S, Leo Krumholz, Hamborn, B Krttpnik, Berlin, Kuhn,- Breslau, R-A. Lachmann, Breslau, Leopold Landau, Hamburg, Georg Landauer, Cöln, Dr. Landsberg, Wiesbaden, Siegmund Lazarus, Mainz, Lecker, Magdeburg, Otto Lehmann, Hamburg B. Lcibowitsch, Hamburg, Dr. Leiewer, Berlin, Michael t.chrfrcuncl, Leipzig, Alexander Levi, Berlin, Wilhelm Lew, Trier, Dr. Lcwald, Königsberg, Richard Liclitheim, Kronberg, L. Lichtmgcr, Stuttgart, Dr- Liebermann, Berlin, Dr. Ed. Licpmann, Berlin, Jos. Lin, Berlin, Franz Littauer, Leipzig, Professor Heinrich Loewe, Berlin, loliamia Loewe, Berlin, Dr, Locwcnstcin, Freiburg, Alwin '1 oewenthal, Berlin, Heinrich Margulies, Berlin, Nanny Marguiies, Berlin, Markowski, Cöln, Markus, f rankl'urt a. M-, Dr. Hugo Mendel, Hamm i. W., I>r. Meyer, Leipzig, Hugo Meyer, Lübeck, Dr. Michael, Frankfurt a. M., Karl Michaelis, Hamburg, F, Millner, Mannheim, Karl Mittwoch, Osnabrück, Frau Möller, Hambürg, Dr. Waller Moses, Berlin, Dr• S. Moses, Berlin, Dr. ilan- Nathan, Berlin, Dr. M. Nathan, Liegnitz, Neubeiger,!Ialberstadt, F. Naimann, Leipzig, J• Neumann, Leipzig, Dr. Noack, Gotha, W- Nothmann, Gr. Strehlitz, Dr. M. Nußbaum, Nürnberg, N. Nußbaum, Nürnberg, Ochs, Berlin, Theodor Oderberg, Hannover, Dr. Hans Oppenheim, Gotha, Frau Dr. Oppenheim, Gotha, Ostertag, Berlin, Perlis, Berlin-Kopenhagen, Dr. L- Pcritz, Königsborg, Salo Pick, München, Ludw, Pincoffs, Berlin, Isidor Pine/ower, Ratibor, Dr. Grete Pinner, Berlin, Dr. Ludwig Filmer, Stuttgart, J. Pionkowski, Dresden, J• Pleßner, Breslau, Leo Podbiclsky, Marggrabowa, Abratn Potjak, Clienmitz i. Sa., Aemie Pomeranz, Elberfeld, Dr. Prager, Cassel, Preczcp, Leipzig, Dr. Walter Prcuß, Duisburg, Racu. Berlin, Rawidowitsch, Berlin, Kurt Rosenbaum, Berlin, Dr. Egon Rosenberg, Berlin, Irma Rosenblatt, Wür/btirg, Werner Rosolio, Berlin, Erich Roth, Konenhagen, Rothschild, Lübeck, Rubin, Chemnitz i. Sa•, Paul Sachs, Berlin, Dr. Sackheini, Gelsenkirchen, E- Safir, Frankfurt a. M., L. Salus, Leipzig, Rudolf Samuel, Berlin, Walter Samuel, Berlin, Sandbank, Gotha, Dr. A. Sandler, Berlin, Sapir, Dortmund, Dr. Sichel, Chemnitz i. Sa., M. Sieradski, Göthen, Edith Simon, Hamburg, Dr. Otto Simon, Mannheim, Dr• Simonsohn, Berlin, Sindlcr, Münster i, W., Hugo Singcnnann, Breslau, Dr. Sulsberger, Wiesbaden, j. Syrkiu, Berlin, Dr- Szametz, Vilbel, Hugo Schachtel, Breslau, H. Schapiro, Wanne, Dipl.-Ing. Schein, Erfurt, Paula Schloß, Frankfurt a. M., J, Schnelling, Cöln, S. Schocken jr., Zwickau i. Sa., Schönberger, Chemnitz i. Sa•, Dr. Ida Schönberger, Chemnitz i, Sa., A. Schragenlieiin, Berlin, Max Schrensky, Dt.-Eyl.1u, Dr. Georg Schutz, Breslau, Dr. Stahl, Berlin, Dr. Arthur Stein, Berlin, Dr. Steinberg, Trier, Bertram Stern, Wiesbaden, Dr. Fritz Sternberg, Frankfurt a. M., Dr. ׳Max Strauß, Berlin, ür- Georg Strauß, Berlin, Hermann Struck, Berlin, Alice Tannenwald, Stettin, Dr. Theilhabor, Berlin, Sarah Todfeld, Cöln, Luise Treu, Mannheim, Max Treu, Essen, Davis Trietsch, Berlin, Dr. Victor, Hamburg-Wandsbek, Fritz Vorhaus, N'ürnberg, Dr. Arno Wagner, Berlin, J. H. Wagner, Berlin, Lina Wagner, Berlin, Wahrmaiin, Frankfurt a.M-, Dr. Weil, Berlin, Beny Weiler, Bonn, Weinberg, Messingwerk, Wcinrcich, Dresden, Karl Weitz, Harburg, Dr. Robert Weltsch, Berlin, Dr. Wermuth, Berlin, Mali Wertheim, Halbe, Arnold Wiener, Kattowitz O. ־ S., R. ־ A. Wistinetzky, Allenstein, Dr. Witkowski, Berlin, Fritz Wolf, München, Jacob Wolff, Frankfurt .1. M., Dr. R. Wolfheim, Erfurt, Dr. Georg Wollstein, Berlin, Max Woilsteiner, Berlin, M. Woskin, Halle. Dr. Wunderlich,. Oppeln, Ziniberknopf, Benthen O-S., Dr. Zlodsti, Berlin. ״Mitarbeit*‘ Allmählich beginnen die deutschen Juden zu den Beschlüssen von Sau Reino und zur Frage der leib . nähme am Aufbau Erez Israels Stellung zu nehmen. Wir registrieren heute drei Acußcrungen, die uns, jede in ihrer Art, von symptomatischer Bedeutung zu sein scheint. Das ״jüdische Echo“ vom H. Juni veröffentlicht einen ״Offenen Brief“ an Paul Nathan, in welchem unter Bezugnahme auf seinen Artikel in der ״Neuen Freien Presse“ die Frage an »hu gerichtet wird, ob er bereit ist, tlaran mitzuwirken, daß die deutschen Juden zur .Erfüllung ihrer!1flicht gegenüber Palästina gemahnt werden. Darauf richtete Dr, Redaktion des Blattes: ״Ihren Artikel im habe ich gelesen, und ich Antwort auf die au mich Liste der stimmberechtigten Mitglieder des 16. Delegiertentages der Z. V. f. D. M״1״!CX1'"1״|'r. Ad'״. Lübeck, Hermann Adler, Ratibor, Vieto AX’,n° Skys’• N,״oll,clib״!td- 0erda Arlosoroff, Berlin, n V'!®0״ ■ »erhn, P. Arnsberg, Frankfurt a- M., ) : Ascher, Berlin, L. Aschkanasy, Cöln, Dr. Bult 1111•* ־'״ A1,lcr,,n• Ja*°«> Auerbach, B(erlm, Dr. -t id ’ nr1’ 1 >rf.Ail?crt ״acr. ״crlilb Fanny B ier, Halber- •\ÄÜÄ bciP״K’ h Barou> Dresden, Dr. Ilirtl! ־י^ז Ber״־• Hclcn-c Barth, Berlin, Lazarus IGi/״, ur’ ״r־ BaulWa«B. Erfurt, Noomi Ben-Arie, I. g, Julius Berger, Berlin, Berliner, Hannover, Berneriin Dr M. Bileski, Berlin, Bella Birk, f Inüic!laus Block, Hannover, Jos. Blumberg, Berlin, III,,,Ö1 '“״ned'1B,c.rl111’ Kurt Blumeufcld, Berlin, Dr. In vstcui, Berlin, J. Bornstem, Wiesbaden, J. Boscl witz er ,n hrnst Brager, Berlin, Brandt, Cöln, Dr Erich Per!!0״ k-’ 1BfCnn’ C?-Vajy', B?r״״• Beinhold, Cobn, cD\wgnC'^k'׳ Dr. Dobrczynski, W a Dubmer, Leipzig, Frau Dr. Edelstein, '*״ ״• A. Eäsfefdcr, Emden, Herrn. Eifern, Karlsruhe i. B Rcclu Ellern, Berlin, I>r. Emmerich, Frankfurt a. M ’ .1• Engländer, BerUn, Bertha Epstein, Duisburg, Dr- H. Herr gebrachte worden, dahin zu angenommen hatte. Erich Cohn-Berlin bittet uns, die von uns Mitteilung, er sei ins Zentralkomitee gewählt ergänzen, daß er die Wahl nicht Nathan folgenden Brief an die \ ״Jüdischen Echo“ vom H. ds. bin gern bereit, Ihnen eine gerichtete Frage zu geben. in Berlin in den Klassen Ha, Hb, IVa und IVb können bei Wiederbeginn des Unterrichts am 1Ö. August Neuaufnahmen statifinden. Klasse Ha: Montag bis Freitag 7m, bis S'/z Uhr morgens in der Darmstädtor Str. 1 bei Kuhn. Klasse üb: Montag bis Donnerstag 61/2—7>/■>, Freitag 6—ד nachmittags im Z. J.V., Hciligegeiststr. ‘ 52. Vorausgesetzt wird beim Eintritt in diese beiden Klassen: a) Grammatik, das Verbum; b) Bibel, Bcreschith 21 und 27. Job J und 2; c) Neuhebräisch, Schwälim (in der Biicliliandluug Ewer erhitltlich) Heft 1 (Agada) Seite I Ins '3 (Berkowitz), die erste lirzähiung. Es wird rechtzeitige Vorbereitung empfohlen״ Neuhebräisches Wörterbuch von Kiausncr-Grasowski Lm Zionistischen Zentralburo, Sächsische Str. 8, von 0—4 Uhr bei Fräulein Michaelis und in der liebräiselien Lesehalle, Dragoner- Straße 22, zum Preise von 27 M. erhältlich, lieber Stundenplan und Pensum der Klassen IVa und JVb vergl. die nächste Nummer der Jüdischen Rundschau. Schriftliehe Anmeldungen an Dr, Smoira, Berlin W. 15, Württemberg. Str. 25/26 (Tel. Uhtond 6012) schon jetzt erbieten. Für die Weiterentwicklung des jüdischen PruMenis in Palästina können meiner Ansicht nach in erster Reihe nur die Juden des Vereinigten Königreichs in Betracht kommen. Vielleicht noch die Juden der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein unmittelbares Eingreifen der französischen Juden würde voraussichtlich schon bei der englischen Regierung Bedenken erregen, und wenn die deutschen Juden direkten Anteil an der Entwicklung der jüdischen Politik nehmen wollten, so würde das gewiß in erheblichem Umfange auf die Antipathie christlicher Kreise in England stoßen. Es wäre damit Anlaß zu dem Verdacht gcgeben, daß die Anteilnahme deutscher Juden zugleich eine Anteilnahme und eine Einmischung deutscher Politik bedeuten kann. Die einflußreichen politischen Kreise, die in England hinter der ״Times“ und ihrem Konzern stehen, würden sich gewiß nicht die Gelegenheit entgehen lassen, um alsdann Judenhetze und [)eutschcnhetzc in enger Verbindung zu betreiben. Deswegen hetrachle ich das P.ilästiuaprolilem zur• zeit als eine Angelegenheit, die zwischen englischen Juden und englischer Regierung zur Entscheidung gebracht werden muß. Die deutschen Juden insbesondere sollten sich darauf beschränken, in den deutliehen Grenzen humanitärer Betätigung in Palästina mitzuarbeiten. Das ist der beste Dienst, den sie im Augenblick leisten können.“ Dazu ist zu bemerken: Die ״Weiterentwicklung des jüdischen Problems in Palästina“, soll wohl heißen der ״Aufbau des jüdischen Palästina“ liegt Herrn Dr. Nathan — das darf konstatiert werden — am Heizen! Nur, daß Erez Israel, das auf Menschen mul Geld, auf geistige und finanzielle Mitarbeit, auf hingebende Opfer- Willigkeit gerade jetzt im weitesten Umfange angewiesen ist, wenig mit einer Palästinaliebe gedient ist, die nicht' dazu gelangt, sich ausmwirken, oder sich bestenfalls in den ״deutlichen Grenzen humanitärer Betätigung“ halten will. Man muß sagen, daß Herr Dr. Nathan grundsätzlich das Bestehen einer PaUistinaverpflichtung der deutschen Juden nicht verneint, aber er hat ״zurzeit“ taktische Bedenken. Wir haben cs an dieser Steife schon einmal gesagt und wiederholen es: Diese taktisehen Bedenken sind unbegründet! Ist denn die Politik in London, Paris und San Remo von ״engfischen** Juden gemacht worden? Haben Wcizmatm und Sokolow ihre Fortleningen je anders gestellt, als im Namen des jüdischen Volkes, als der Gesamtheit aller Juden der Welt? Und wissen wir nicht umgekehrt aus de״ Verhandlungen mit der englischen Regierung mit positiver Bestimmtheit, daß Großbritannien sich in seiner zionistischen Politik durch die Rücksichtnahme auf die jüdische Gesamtheit hat leiten hissen, und gerade nicht durch die (übrigens v״r der Balfour-f )eklaration keineswegs besonders /iouistenfreundliche) Haltung der englischen Juden?! Also diese taktischen Bedenken sind gegenstandslos, und Herr Dr. Nathan sollte die diplomatischen Sorgen ruhig den Männern überlassen, die bisher die jüdische Palüstinapolitik gegenüber Großbritannien mit so großem Erfolge vertreten haben! Und die gerade jetzt in London mit den Abgesandten des deutschen Zionismus gemeinsam über palästinensische 1׳ ragen beraten werden. Aber noch eines: Selbst w« e n 11 diese Bedenken ebenso gerechtfertigt wären, wie sie zweifellos unbegründet sind, gerade dann wäre es unseres Eracbteils unmöglich, sich bei eingr solchen Situation zu beruhigen und die künstliche Abschnürung eines Teiles der Jiidenhcit von' der zentralen Zukmiftsaufgabe aller Juden zuzulasseu. Dann dürfte eine Verletzung jenes obersten Prinzi|X׳s der nationalen Einheitlichkeit des jüdischcn Palästinawillcns auch ans taktischen Rücksichten nicht ruhig' hiiigenonirnen werden! Mit aller Schärfe müßte dann von der gesamten deutschen Judenheit der Gedanke znriiekgewiesen werden, daß jüdische Politik den besonderen Interessen einer nicht-jüdischen Macht dienen könne, jüdische Politik kann nur um des (lischen Volkes willen gemacht werden, sie dient schließlich jüdischen Interessen. Wir sind unsererseits fest überzeugt, daß das deutsche Judentum nt einem solchen Kampf für seine Palästinarechte niemals Veranlassung haben wird. Denn Engiand hat, wie gesagt, aut Grund seiner Kenntnis der zionistischen Bewegung für ihren interterritorial-nationalen Charakter feinstes Verständnis bewiesen Auf alle Fälle — taktische Zweifel verfangen nicht. Das deutsche Judentum steht vor der Entscheidung ob cs hlr oder gegen die nationale Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina ist, und ein Mann wie Dr. Nathan der doch in Palästina ״eine Summe von Möglichkeiten“ sieht, die ״nicht genug m veranschlagen sind“, sollte juaus-

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