Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 45 (9.7.1920)
- Date
- 1920-07-09
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 38׳י׳ JUED1SCHL RUNDSCHAU Nr. 45 f Die Palästina-Debatte im englischen Oberhaus Wir hrai'litni bereits in letzter Nummer der ״|udischcii K’111!11>ch;!11" einen kurven tele^!־.־rphisclien Borieht ülu'i■ die Paliisti 11:1-1 ),•batte im englischen Ober- 11:111s, in der 1.0 111 <. /111 נ> 11 ־ ebenso wichtige wie interessante Erklärungen abgegeben hat. Da diese Ausspräche naeli jeder Richtung hin die Stimmung in der englischen ersten Kammer inbe/ug auf die ״Jüdische ] IcnnstätH•" in leuchtet, bringen wir nachstehend den■ niisüihilklicu l'arlamentsliericlit, den ״The Times" über die Sitzung verül'fenllidite: Die Debatte wird mit der Frage Lord Sydenh ,1׳ m s eröffnet, mit weit heu Mitteln die Rechte der Krollen iiiclitjüdischeii Mehrheit der Bevölkern!!״ des Landes iintcT dem Protektorats Englands sicher;;esteilt werden sollen, wiihrend eine nationale Heimstätte für die jüdische Rasse in Palästina errichtet wird; und oh der Ausdruck ״nationale Heimstätte‘' die Ausübung der Regiermig.sgcvvalt mir über einen Teil oder über die ganze Bevölkerung Palästinas umfaß‘!? Zwar sympnlhisierc jedermann mit jenen, die sieh in Palästina häusiidi nicii erlasse 11 wollen, doch müsse man trotz der Berücksichtigung dieser Empfindung auch die gleichen Rechte der gegenwärtigeu Einwohner des* Landes in Betracht /leiten Mr. Balfour habe gesagt, dal) die Rechte der nielu-jüilisehen Bevölkerung gewahrt werden sollen, aber eben weil dies nicht getan worden sei, stelle er (Svileniiam) diese Frage. Nach Lord Alienb\s Feldzug sei Englands Ansehen größer denn je zuvor gewesen mul England hätte damals völlig freie Hand gehabt. Nun habe sich die Lage gänzlich geändert. Die Mohammedaner sagten offen, daß sie bcreit wären, unter die türkische Regierung zuriiekzukehren. Die Zionisten trieben eine ihrem eigenen luteresse 1höchst ungünstige, unkluge Politik. Obgleich er davon überzeugt sei, daß Sir Herbert Samuel sein Aciißcrstcs tun werde, um mit vollständiger Unparteilichkeit zu handeln, könne man nicht umhin zu In!ineilten, 11,111 di r zionistische Einfluß auf sein Vorgehen allzu sehr zur Geltung kommen würde. Aber was auch immer geschehe, England müsse sieh seiner Verantwortlichkeiten bewußt bleiben. Sollte beabsichtigt werden, den Zionisten die Verwaltung des Landes zu überlassen, so würden sich die daraus entstehenden Folgen sehr ernst gestalten. Lord Svdt'iiliam zitierte dann die jüngste Rede des Bischofs von Jerusalem, Er beschuldigte auch die Juden, bei den Unruhen in Jerusalem wild drauf los• geschossen zu habt״, wobei selbst eine Anzahl von Juden getütet worden seien. Ferner fragte er noch, wer die Eitiwamlerun.gsl'rage regeln würde und wies auf bolsi hewistische und sozialistische Organisationen hin, deren Propaganda darauf gerichtet sei, die eliristliehe Religion zu zerstören. Lord Laming ton sagte, er seihst sei kein (iegiicr der zionistischen Bewegung, aber seit er in Palästina gew esen sei, habe er ernähren, wie außerordentlich verzwickt die!־Tage sei. Er habe damals nicht ge■ wollt, wie oft wir den Arabern bestimmte Zusagen gemacht Italien, dal! sie gewisse Vorrechte seitens der englischen Verwaltung in jenem Teil der Welt ge-!ließen sollten. Wir (die Engländer) haben unser Wort «len Arabern gegenüber gebrochen, und er könne daher nicht glauben, daß diese Beschuldigung offenbar tingerechtfertigterweise erhöhen werde. Dieses Land (Eng-!and) habe keine kommerziellen Interessen in Palästina oder Syrien und es lade sich eine Last lediglich im Intere-se der Juden und nicht im englischen Interesse;uif. Erst unlängst sei in einem Briefe in der ״Times" darauf hingewiesen worden, daß es gegen das internationale Recht sei, in einem okkupierten Lande die Form der Verwaltung wesentlich zu ändern. In dieser Hinsicht hätte England die Kricgsgesetz.c und <icbrauche verletzt, Englands Lage in Palästina sei durch die extremen Zionisten keinesfalls erleichtert worden. Obgleich Sir Herbert Samuels Annahme seines Postens ein Akt der Selbstverleugnung sei, sei doch die Wahl eines Mannes seines Glaubens besonders in der gegenw'ärtigen Zeit als unglücklich zu bezeichnen. Die beste Lösung des Problems wäre die, wenn die Verwaltung durch Araber, Juden und Christen im ungefähren Vcrhältnis zu ihrer Zahl im Laude durchgeführt und unter Suzeräiiitiit Emir Faisal Paschas gestellt würde. Lord N e w t 11 ״ wies auf die Internierung einer Anzahl von in Palästina ansässigen deutschen Kolonisten in Egypten hin. Er glaube, daß es sich um den Scluiit/.cr eines untergeordneten bornierten Beamten bandle, und er hoffe, daß dieser Fehler abgestelll werde. Lord I s 11 1 11 g t o 11 gab der Meinung Ausdruck, daß die Lage in Palästina so beschaffen sei, daß sie Folgen von größter Tragweite zeitigen könne und schlichlieh schwere Gefahren iiir Englands lokale und Gesamtinteressen 1:11 Orient hcrvorrnl'en könne. Es sei eines tler hervorstechenden Beispiele dafür, wie weit sich Engiaud von der parlamentarischen Regierungstorm entfeint bube. Zwar habe nicht das Britische Reich die diesbezügliche Verantwortlichkeit übernommen, sondern Großbritannien allein. Jeder Tag zeige aufs neue, wie unmöglich cs für Großbritannien sei, die wachsenden militärischen Lasten und die ihm auferlegten iinanziehen Virpflieluungen zu tragen, die sieh aus seinem Vorgehen im Osten ergeben. Die Antwort Lord Curzons, des Staatssekretärs für auswärtige Angelegenheiten bezog sich in erster Linie auf die von Lord Newton erwähnte Internierung von deutschen und österreichischen Kolonisten in Paliistina. Diese Leute seien in Egypten interniert worden, Um sic von jenen Distrikten zu entfernen, wo die euglisehen Truppen operierten, da sic auf Grund ihrer Gehurt und mutmaßlichen Gesinnung Verbindungen mit dem Feinde hälteif aufrecht erhalten können. Einige von ilnicii seien bei Schluß der Feindseligkeiten auf ihren eigenen Wunsch nach Deutschland zurückgekehrt. Andere haben es vorgezogen nach Palästina zurückzukehren und diese würden nach angemessener Frist ‘ ״repatriiert" werden. Die Vermutung Lord Lamingtons, daß Emir Faisal Pascha wegen seiner Beziehungen in Syrien durch die englische Regierung verhindert worden sei, nach Europa z,u kommen, sei unbegründet. Als die Vertreter der Alliierten in San Remo beschlossen, v Syrien als unabhängigen, Staat anzuerkennen — reichlieh auf seine (Lord Cui'/ons) eigene Veranlassung, )orderten sie den Emir neuerlich auf, nach Eu!-<|>a zu Io.mmeii, und ganz abgesehen davon, daß seine Abreise mellt verhindert worden sei, liahe der Emir ganz kürzlieh - am -1. Juui das Ansuchen gestellt, seine Europareise mit Rücksicht auf die ungeordneten Zustände in seinem Laude auischiclHm zu dürfen. Ls sei hehaupfet worden, England habe keine Interessen in Palästina. Allerdings habe es keinerlei kommerziellem Interessen im Lande. Englands Interessen an und in Palästina sollten niemals in finanziellen Werten genicsscii weiden. Diese liileresseii seien geschichtlicher, religiöser und in gewissem Sinne sentimentaler Natur. Als’wir (die Engländer) im Anfang des Krieges muh Palästina gingen, geschalt dies lediglich um einen Altgriff der 'Türken gegen die Flanke unserer Armee in Egvpten zu verhindern. Falls der Redner, tler mit dogmatischer Besiuumtlkit erklärt hat, daß Palästina nunmehr keinen strategischen Wert für uns besitze, beim Kriegsttiiuisteriiim ati/ragen würde, ob unsere Lage in Egvpten als sicher anzttselien wäre, wenn eine feindliehe ’Macht im Besitz von Palästina wäre, so würde er schwerlich eine Antwort im bejahenden Sinne, erhalten. Es sei ein fast allgemeiner Wunsch, daß die Engländer in Palästina bleiben sollen. Man glaube allgemein, daß England dit geeignete Nation sei, die heiligen Orte in Obhut zu halten. Deshalb habe die englische Regierung das Protektorat über Palästina nicht etwa ausdrücklich liegt 11 rt, sondern nur mit Widerstreben angenommen. - Die Rede Lyrd Sydenhains habe Beweise einer starken anti-jüdisdien Gesinnung enthalten. Zwar sei es wahr, daß in Palästina Leiden-! schäften erregt, daß viele törichte Dinge getan und gesagt wurden und daß die Verhältnisse in Palästina sich nicht zu vollkommener Harmonie entwickelt haben. Nachdem wir das Land erobert hatten, fanden wir es in einem vernachlässigten und verarmten Zustand, der das Resultat der vertierbliclien Wirkungen der türkischen Verwaltung war. Doch sei Spielraum für eine größere Bevölkerung׳ und für die vollständige Entwicklung der Hilfskräfte des Landes vorhanden. S wohl die Araber als auch die luiken seien unfähig, diese Entwicklung heibciziiiiilircu. Unter diesem Veihältuisseii sei den Juden die Gelegenheit geboten worden, sieh dieser Aufgabe zu unterziehen, Redner bezweifle, daß die Zionisten den Antagonismus zwischen Juden und Arabern n 1twendigerw 1ise verstärken. Seien nicht tiie Juden sow ohl als auch die Araber notwendig für die Rettung des Landes? Mr. Balfours Erklärung sei von allen andern Großmächten akzeptiert worden und sei im türkischen Friedens-Vertrag wörtlich festgelegt, hu ‘Einklang mit dem Protektorat, mit dem der Ausschuß des Völkerbmides England beauftragt habe, werde England die notwendigen Schritte unternehmen, so daß der Besitz und die Verwaltung der heiligen Orte in die Hände gewählte!• Körperschaften der verschiedenen religiösen Geir.eitisehafteii gelange. In Erledigung der 1 ragen Lord Sydenhains könne Redner die bestimmte Zusage machen, daß die Rechte der nicht-jüdischen Mehrheit der Bevölkerung durch die Errichtung einer Zivilvcrwaltun״, die die innere Sicherheit und Entwicklung dc־s Landes haben würde, gewährleistet werden sollen. Die Regierungsgewalt über die <iesamthevölkeruiig Palästinas würde durch jene Macht ausgeitbt werden, der das Protektorat ühertragen worden sei, nämlich (iroßhritannien, und nicht durch die jüdische Minderheit der Bevöikcrung des Landes. - Sir Herbert Samuel, der in Kürze nach Palästina gelangen werde, sei beauftragt, •Erklärungen abzugeben, inhe/ug auf verschiedene Punkte der Ziviivenvaltiiiig. Hierzu sei er durch die englische Regierung heieehtigt. Was die Einwanderung betrifft, so ’sei festgelegt worden, daß keinerlei Elemente zugelassen werden sollen, die das Land nicht erhalten könne, aut keinen Fall werde allgemeine Masseneinwanderuug. sei es von Juden oder andern Nationalitäten, gestattet werden. Nicht-jüdische Grundbesitzer würden nicht enteignet werden. Es sei leicht möglich, daß sich unter der zionistischen Kommission, auf die Bezug genommen worden sei Chauvinisten seien, die vielleicht törichte Dinge gesagt oder getan haben mögen, aber nunmehr befinde sich an der Spitze der Verwaltung ein gerecht und billig denkender Mann, der über reiche Erfahrung verfüge. Die Ansicht der englische״ Regierung sei, daß für den Posten kein geeigneterer Manu als Sir Herbert Sa in uel gefunden werden konnte, und obgleich es wahr sein mag, daß er sich den Arabern gegenüber bald in Schwierigkeilen befinden wertle, mit dem gleichen Rechte könne man mutmaßen, daß er auch bald unter den Juden nichts weniger als populär sein werde. Es gebe keinen amlens Ort in der Welt, wo große Vorsicht mehr am Platze sei als in ׳Palästina. Mit Rücksicht auf die verheerenden Wirkungen vier völlig unfähigen türkischen Verwaltung, die das Land seit Jahrhunderten vollständig vernachlässigt habe, müßten eine ganze Reihe von Üobclstämlen beseitigt werden. Das Land erheische eine Politik steten Fortschritts, des Authaus, der Be- Wässerung, der wissenschaftlichen Bekämpfung der Malaria und dgl. mehr. Kurz und gut, ein ganz neuer Verwaltungsapparat müsse errichtet werden. Man müsse Sir Herben Samuel volles Vertrauen schenken, tiie weitherzige Grundsätze der Politik, die er beabsichtige, auch durchführen zu können, einschließlich der Schaffung einer jüdischen, natioim'.en Heimstätte, und er hoffe, daß diese Politik vor. beiden englischen Häusern unterstützt und ״ulgehcißcn würde. Er bedauere, dem Wunsche Lord Sydenlmms der Einsichinahme in politische Dokumente keine Folge geben zu können. Der Bericht Sir Herbert Samuels sei unamtlich und nicht für Veröffentlichung bestimmt. Lord Allcnbys Aussagen über die unglücklichen Zwischenfälle in Jerusalem seien hingegen noch sub jtidicc. Der Erzbischof of Cantcrbury sagte, er hege ernste Ben'irehtiingcn hinsichtlich des Resultats der gegenwärtigen Bewegung in Palästina. Redner denke, daß einige öffentliche Reden in ihrer Kritik za weit gegangen seien und das würde eher Erhilterung als eine Milderung der Stimmung licrvorrufcn. Er sei bereit, auf Sir Herbert Samuels Darlegung seiner Politik zu warten, und habe das größte Vertrauen in Sir Herberts Urteil, gesunden Menschenverstand und politischen Weitblick, Redner schloß seine Ausführungen, indem er seine Bereitwilligkeit erklärte, sich, wenn erforderlich neuerlich über die Frage zu äußern, da er sie als wichtig und dringend betrachte. 1 jid Sheffield 111, i i'.e, daß durch den (n׳bm1g| des zweideutigen Ausdrucks ״nationale llejin. statte“ Mißverstäiidnis'-e hervorgerufen werden |r bezug sich auf die Zeitschrift ״Palästina", das oft*/! r<|t■ Organ der Z1 misten. In diesem würden fonvvnl ״ nu| Ansprüche gestellt, die durchaus nicht mit einem bl! Dm! ״Platz an der Sumte‘* in Einklang gebracht nxnleii können. So hochgespannt seien diese Ansprüche, dni; die Regierung •sogar verdächtigt werde, diesen f״rderuiigen den Weg zu ebnen, so daß, wenn der guust!;״• Moment gekommen sei, die Juden sich einfach iu Besitz lies verheißenen Landes setzen könnten. |>iU wiire ein durchaus ver wei flieltes Prinzip. Ohne Z \\!|ן.,ן würde Sir Herbert Samuel trachten vollkommen ״(,rcdit vorzugehen. Redner hoffe, Sir Herbert würde die I |,,ן!. innigen seiner Kounati,malen und Glaubensgenossen niehtc machen, Redner erwartete sogar seitens der englischen Regierung, daß sie nichts gegen die Wim,•,<-]״, der großen Masse des Volkes in Palästina unti• well r. / 11ml nicht etwa die Erwartungen einer Rasse unterst :1ו/(• die über die ganze Well zerstreut sei und eifrig boslrcbt sei, sieh in ein Land zu drängen, wo ihre Anwcsmhc! nicht erwünscht sei Lord Sy de 11 ha ווו führte aus, daß die Rede l.,,R| Cnrzons viel dazu beitragen wertle, die Befürcht« tg״■״ wegen Palästinas zu zerstreuen. Er ziehe daher .*׳ruii Antrag zurück Erez* Israel Achduth Haawodah Die marxistische Arbeiterpartei Poale-Zion iu n Palästina in dein Verbände ״Aehduth-Haawoila“ 11;<■,״*״- siert. Die Achduih-Hnawoda umfaßt: 1. die Lamla 1l*01u■1 ■ Organisation mit 1050 Mitglieder, von denen je r*m landwirtschaftlicheii Genossenschaften (Kwu/oUi) ׳״rga,״■ siert, als Lohnarbeiter in Kolonien angestellt und zavzeit in der jüdischen Legion aktiv sind. 2. professi-mielk Vereine: SO Metall,•iilicitci■ in Jaffa und Haifa, SO Sulnil!■ setzer in Jerusalem, •10 Näherinnen in Jaffa mul (:■ berias 20 Schuster in Liberias, ■45 Weiiikeller.irh,ater in Risclioit le-Ziun, zusammen 325. 3. verseilt eile!10 Berufe (Beamte, Lehrer, Aerzte, Handels;iiigestcllte, Hilf*• arbeite!;) in den 5 Städten, zusammen 320. I. « eitere 250 Mitglieder, die noch bei der Legion aktiv sind, aber nicht der Landarbciterorgaiiisatbii angehorni Daneben bestehen noch eine Anzahl gewerbliche Athen-• prodiiktioiisgciiossenschatfcii mit 71 Mitgiiedeni; die Genossenschaften der Bäcker, Fischer und Wen-eile;• tuiigsmonteure sind iu der Bildung begriffen,?•eritral- Institutionen der Partei sind eine große Kiwi-11111■ geriossenschaft <״H.1׳ masehbir“), eine Krankenkasse, ein BiUlungsaiissiluifl und ein Verla•: Der Iiil1l11i!׳;.s,u1>,v Imß hat in 15 Siedlung eia umi Kolonien, sowie in Jaffa und Haifa Abendkurse er ״!inet Der Unterricht umfaßt Hebräisch, Mathematik, I amles■ künde, gewerbliches Zeichnen, Englisch. Die Oream• sation hat 10 Lehrer angestellt, In den Stär/Iivz inner■ richten auch Hilfslehrer Die Zahl der TeilmAvum- In■■ trägt OOf). In Jaffa, Haifa, Tiherias und Safed, sowie in .׳; Kolonien wurden Lesesäle errichtet. Es bestellt eine landwirtschaftliche Wanderbibliothek von ■100 Hächern Für die Lehrer werden Fortbildungskurse untmhalten Der Verlag der Achduth Haawoda gibt eine Monats sebrift ״Ha’.idamah" (Redakteur der bekannte Dichter Brenner) und eine Wochenschrift ״Kuntres" imaas Fr hat atißentciii ein S.immelhiicll ״Aehilutli Ha';iu-.mI.iIi״ herausgegeben, das allgemein als literarische L.estn hegriilit wurde; als Probe kann der im Jamiailieit des ״Juden" iltmtscli erschienener Aufsatz Dabne’elis dienen Fahrpreise Dreisprachige Pässe t I j I Das Londoner ״Zionist Bulletin“ verölten tlächt ui Fahrpreise für Reisen nach Palästina. Diese betragen von London nach Acgvpten 1. Klasse je nach der Lime 23 Pfund 10 Schilling bis 32 Pfund. 2. Klasse 10 PtuuJ. Der Preis eines Scl1iftplatz.es von Triest nach Alexandrien heträgt 1. Klasse 3(>,lft,2 Pfund, 2. Klasse 26,0,2 Pim'vl. 3. Klasse 14,0,2 Pfund. Dies bezieht sich auf den Dampfer ״HcTuan‘*, der jeden zweiten Donnerstag ' « Triest abfährt und bis Alexandrien fünf Tagt• braucht Eine zweite, langsamere Linie kostet von Triest bis Ja!;.! 1. Klasse 38,0,2 Pfund, 2. Klasse 27,0,2 Pfund, 3. Klasse 9,0,2 Pfund. Von Acgvpten kann man per Bahn oder zu Schiff reisen. Die Reise kostet in beiden Fällen je nach der Klasse 1 bis 3 Pfund, ln einigen Wochen sollen den Juden I'al.ismiw dreisprachige palästinensische Pässe (englisch, .•trahi'ch und hebräisch) ausgestellt werden. Ithamcr Iben Avvt" Chefredakteur des ״Doar Hajom", empfiehlt Jen p!i;l stinensischen Juden, hei dieser Gelegenheit ihre Gnluth■ Namen mit der Endungen off, skv, matt, st>l»n. b׳m»' usw. auf ausgesprochen hebräische Namen 1111w.it,indem. ״Juden- und Menschenpflichf‘ Der Vo rs tand des ״C e 111 r a I v e r e i n s den' scher Staatsbürger jüdischen G I ,111 b e n י ' versendet folgende Erklärung: ״Die politischen Vereinbarungen in San Re"J über Palästina haben an der Stellung •der uher־ wiegenden Mehrheit der Juden itn und zum dem• sehen Vaterlands nichts geändert. Sie!«bleu staatsbürgerlich, kulturell und national nie bid'v als Glieder des deutschen Volke s. D‘"' Tatsache hindert uns nicht, aus Juden- und M‘•'״• schcnpflicht an allen Bestrebungen ni iUuarbcitcu, die darauf abzielen, normale, menschenwürdige D■1׳ seinsbedingungen allerorten und insbesondere iu I’•1 lästina für alle diejenigen Glaubensgenossen schaffen, die in ihren gegenwärtigen Verhältnisse'11 nicht leben können." 8 d v 1 « b fi A w V• f' di' M I. ui g' m is le G g' ai lit is ddi s< k> S! m M II, je H Z VI 0 P d ri 11 le P P W 11■ E ei la ■ dl & \ A; A 1 w! Aj o 5 Is n w sl dl n P■1 s< 1 S ‘