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Jüdische Rundschau · 1920-07-06 · Heft 44 (6.7.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 44 (6.7.1920)
Date
1920-07-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 350 J lj E Dl SC H E RUNDSCHAU Nr, 44 » t 1 Erez-Israel Ein Stimmungsbild Die ״Wiener Morgeivzeitung‘• bringt einen vom 10. Jmvi datierten Brief ihres Korres|xmde11ten in ' Ercz-Isrnel, dem die folgende» Ausführungen entnommen | sind. Sie zeige» mit erschreckender Deutlichkeit die ן Leiden des neuen Jischuw und lassen erkennen, mit; welchen Erwartungen er der Ankunft Herbert Samuels j entgogensieht. Vor allem aber /.einen sie die Notwendigj keit, möglichst schnell so viel Chaluzini als möglich nach! L re/.־Israel /u senden, um die Erschöpften abzulösen und , frische Kräfte ins Land zu bringen. ״Noch nie war der Zustand und die Seeleuverf.issiing der Palästinenser schlimmer, als in diesem Augenblick. Noch nie hat man in der Presse des Landes solche pessimistische Artikel gelesen, wie dies jetzt geschieht. Noch nie, auch zur Zeit IFschemal Paschas nicht, hat man so viel Anlaß gehabt, in 'öffeiitliehen Versammlungen Klage gegen die Verwaltung und die durch die ,bisherige Politik im Lande gesclut'feuen Verhältnisse zu führen, wie in den letzten paar Wochen. Man bedenke aber auch, was es für die Palästinenser bedeutet, wenn Jabotinsky und seine Freunde von der Selbstwehr seit zwei Monaten im Gefaugiüs schmachten, ohne daß es bisher möglich gewesen wiire. auch nur die Revision des Prozesses zu erwirken, obwohl «lies einen Augenblick gesichert zu sein schien. Dali sie, aus Verzweiflung, nunmehr den Iluugerstieik beginnen müssen, da ihnen kein anderes Protestnuttel übrig bleibt. Dali seit Monate» und trotz allen Vorstellungen an allen erreichbaren Instanzen Mord und Rauh in Galiläa an der Tagesordnung sind, kein Tag vergeht, ohne da 11 ein neuer Ueberfall gemeldet werde, wobei die jüdischen Kolonisten ungenügend oder gar nicht geschützt worden, ihr Hab und Gut an engiischen Milit.irjxvsteii vorbei ins Ostjordaulaml wandert und die ertappten Verbrecher und Raubmörder, wenn überhaupt, zu lächerliche» Freiheitsstrafe» verurteilt werden, anstatt daß mit starker Hand Ordnung gemacht werde. Daß ferner und infolge dieser Sachlage der ganze Jischuw mitbeben, sich in zwei Lager: Verleidiger und Verteidigte, teilen muß, damit das, was noch. übrig geblieben ist, nicht ebenfalls vernichtet werde. Erst gestern wurde in Jaffa, nach Anhörung von Rednern über die Lage in Galiläa, welche als äußerst gefahrdrohend geschildert wurde, beschlossen, tau. end Mann Schiit/truppe nach Galiläa zu entsenden und dreihundert mußten bereits dorthin abfahren, denn die Zeit drängt, die l:r»tearbeiten haben überall begonnen und die Kolonisten wagen nicht mehr, aufs Feld zu gclun, da sic wissen, daß ihnen einige Schritte hinter dem Ilause Hunderte vo» bewaffneten Räubern auflauern I» Nordg.dilaa führe» jetzt die Franzosen ein äußerst strenges Regiment. Sämtliche Dörfer, die die I ,cberfälle ,111! die jüdische» Kolonien besorgt und zuletzt eine Reihe von gräßlichen < 1111 isteuniassakers vollbracht hatten, werden der F'.rde gleichgemacht, ihre Einwohner erschossen und »ach allen Windrichtungen vertrieben. Dies wäre nicht nötig und das Leben 80 vieler imschul• diger Opfer unter den Juden und Christen wäre gerettet gewesen, wenn die Franzosen vor sechs Monaten ihre Absicht, das unter ihre Gewalt befindliche Gebiet zu scluit/e», kundgegebe» hätten. Jetzt ist die Reihe an 11'ntergaiiläa gekommen. Man wundert sich daher nicht, wenn in diesen l agen, kaum drei Wochen vor der in Aussicht gestellten Regimc-Aenderung, das Land von seinen Einwohnern allmählich verlassen wird. Mit jedem Schiffe verreisen einige Dutzend Familien, junge Leute, Männer und Frauen, die es satt bekommen haben, im Vertrauen auf das kommende Gute inzwischen körperlich mul seelisch zu verschmachten. Wirtschaftlich ist die Lage in Palästina, wie im ganzen Orient, infolge der geschilderten jioütischcn Zustände unerträglich. Der Handel steht still, »rch'.s wird geha.it, die wenigen neu ankommenden junge» Leute sehen gar bald, daß sic noch zu früh gekommen sind. Mau erwartete einen Auischwuug der Privatuntcrnehmungcn, ein Aufleben des Verkehrs und somit eine Besserung der Lage• Statt dessen ist überall Panikstimmung. Unzufriedenheit gibt es, Protcstver- Sammlungen und in einem Teile des Landes ständige Lebensgefahr. Die seelische Erschlaffung und Abgespaiiiifbci! ist heute in Palästina eine derartige, dali wir nicht übertreiben, wenn wir behaupten, daß alle Palästinenser mit geringen Ausnahmen heute direkt erholungsbedürftig sind. Die Reizbarkeit der palästinensischen Juden ist sprichwörtlich, ihre Ungeduld, aus der Zwangsjacke heraiis/.ukommc», unbeschreiblich. Die Arbeitslust fehlt fast überall, und die Schaffensfreude ist wie ausgestorben. Nur eines leisten noch die Palästinenser mit hcwiuideruswerter, kaum 'begreiflicher Energie und Auioptcrungsfieiide: d i e V' e r t e i d i g u » g 11 e r er w o r b e - ne'n Positionen gegen jeden Angriff, gegen jede Gefahr. Achtzehnjährige Jünglinge verlassen die Schulbank und wandern nach Galiläa, tun die in Gefahr befindliche» Kolonien zu beschützen. Mädchen melden sich freiwillig als Köchinnen und Pflegerinnen für die Schuf/wachleiite, die nach dem Norden ziehen, Männer verlassen Familie und Stellung mul gehen ohne Bedenken in die Gefahr, Lrauen rüsten für ihre Söhne mul Männer Kleider, Nahrungsmittel, Reisebedarf, damit sie ja rascher nach Galiläa können. Man glaubt die Tage der Römerkriege wieder zu erleben: die gesamte palästinensische Bevölkerung hat für nichts anderes Inter-' esse, als für Jahotiuskv oder die Lage in Galiläa. Daß unter solchen Umständen jedes öffentliche Leben so gut wie aufgehört, daß die Auflösung bis auf die Schulen übergegriffen hat, daß die ganze Einwohnerschalt die Tage und Stunden zählt, bis die große Aenderung kommt, ist selbstverständlich. Es ist nur zu wünschen, daß bald eine Ablösung für die abgehetzten Leute in Gestalt einer größeren Einwanderung junger, kräftiger Elemente kommt, die ihnen die'Last zum Teil oder ganz abnimmt und sie wieder zur Ruhe kommen läßt. Das Land b r a 11 c 111 m ehr denn j e n e 11 e , g c s 11 » d e , o r g a »i s i e r t e 11 n d w i d e r s t a 1111 s ־ fähige Kräfte, denn anders ist an eine normale Arbeitsweise auch nach der Regierungsäiulerung kaum zu denken.“ Obergaliläa 111 dem von den Franzosen besetzten üebietsstreifen rücken die Franzosen vor. Bombenwerfende Acroplanc bahnen ihnen den Weg in die Dörfer der aufständischen Beduinen, die gezwungen sind, ihre Behausungen zu verlassen und zu fliehen. Hinter den französischen Truppen kehren die christlichen Araber, die früher von Beduinen ausgeplündert worden waren, zurück, und plündern mm ihrerseits die beduinischen Dörfer. Die jüdisehen Kolonien Jessixl Misdunar und Ajeleth sind derzeit ungefährdet. In der Nähe von Safed, das im englischen Bei.et/.uu,;‘.gebiet liegt, fand dieser läge ein frecher Ueberfall statt Eine jüdische Karawane, die von Tiberias kam, wurde überfallen und ausgeraubt, die Reisenden •- unter ihnen ein vierzehnjähriges und ein sechsjähriges Mädchen — wurden an Bäume gebunden. Erst eine nachfolgende Karawane fand Spuren der Ueberfälle, aber weder Polizisten noch berittenen Gendarmen gelang es, die Reisenden zu finden. Erst zwei jüdischen Zofiin (Boy Scouts) gelang es, die Unglücklichen zu entdecken. Unter den Räubern befinden sich auch einige junge Araber aus Safed, die sieh vor einiger Zeit dem Heere des Scherifs angcschlosscn haben. I Ankunft von Cliatuzlni Anfangs Juni sind in Jaffa vierzig Chaluzini, größtenteils aus Galizien, aiigckommeii. Sic haben sämtlich in Untergaliäla Arbeit erhalten Die Verstärkung des dortigen Jischuw ist mit Rücksicht auf die Luge eine dringende Notwendig, keit. Hapocl-Hazfti'r-Arbeit Das Kulturkomitee des Hapoel-Hazair hat 1:1 J.uia volkstümliche Kurse eröffnet, an denen Bakteriologie, Psychologie, fkdauik, Landwirtschaft, Kosmographic, Städte- und Dörferbau, Hygiene, Landeskunde l'.ib stinas, Chemie und Physik unterrichtet wird lelinr sind: Ji/schak, Epstein, Tomasch, Siugalowski. Feld mann, Anlira, Tischler, Feigolson, Bogratscliolf, Wimk und (iroiimaim. In Jerusalem sind die höheren wissen schaftlidu'ii Kurse, an denen Klausner, Mirkiu, Slonscliz, Lipsehut/, Schiller, Moluiever unterrichten, wiedn genommen worden. Der landwirtschaftliche Ausschuß der Ha!>oe)-ll,,/.״f gibt eine Monatsschrift für die!,liege der genn-eliten Landwirtschaft heraus Die Monatsschrift heißt ,,l tossade“ (״Das Feld“) und wird von Elieser Joffe rcdigivit Die Geul&h - Sammlung Die Beschlüsse von San Reino wurden arabisclu i'c.N völlig ruhig zur Kenntnis genommen, bei den Juden Yiefen sie große Freude hervor. Man erwartet eine haklige Immigration größeren Stils und ein Lude der enormen wirtschaftlichen Krisen. Alles stellt im /eichen des ״Keton hageula" einer großangelegtcn Sammlung für den Wiederaufbau Palästinas. Es fließen immense Spenden ein, einzelne Privatleute gaben Hunderte, ja Tausende von Piund Sterling her. Das bisherige Ergebnis tibertrifft weit die Erwartungen. Jaffa allein durfte 100 üüü Pfund beisteuern. Jescliiwat-Bachurim In der Jerusalemer Talmud-l liora Ez-Cluim bilden sich gegen MIO Schüler aus, die nach Beendig tun; tiucr Studien größtenteils alltäglichen Beschäftigungen nach gehen. Für diejenigen, die sich weiter ausbilden w, illcu, existiert eine Jescliiwat-Bachurim die aus drei Abteilungen bestellt: einem Rabbinersemiiiar, einem Lehrerseminar und einer Schocheth Abteilung. Die Aufsicht über die-cs Institut führt ein Waad-Elion bestehend aus Rabbiner Tokatscliiiiski, Tiktin und Salasnik. Die Jcschiwath- Bachurim besuchen jetzt gegen 120 Bachurim, die eine Unterstützung von 3 bis (1 Pfund Sterling pro Monat erhalten. Der Unterhalt dieses Institutes wird zu zwei Drittel von der Jcschiwath Ez-Chaim und zu einem׳ Drittel vom VVaad llazirim bestritten. General Bois, der bisherige Chef der Mißt m cm .!!• timg וווו l ande, 11.11 I r> /-l׳u.״l vc1l:e.»f11. Jerusalemer Gemeindetragen. I >i<- Zioivsii-chi, Kommission hat der Stadtverwaltung Jerusalem angi־• boten, die Halite der Kosten für gewisse Straßenbauten z.11 tragen unter der Bedingung, daß alle hierbei heschädigte» Arbeiter Juden waren. — Von den ver■ schicdcnc» Plänen für den Neuaufbau der Stadt ist noch keiner genehmigt.' Infolgedessen wird Baucrlaubnis nur in seltensten Fällen und unter Vorbehalt erteilt. Tcl-Awiw. Es wurde eine Anleihe in Höhe von 20IKK) Pfund aufgelegt, die sich über '20 Jahre erstrecken soll und deren Zinsfuß auf 5>,; 110 festgesetzt wurde. Die Zionistische Kommission hat die interessenwahrnehinung für die Aktieninhaber übernommen. — Sechs junge Mädeben im Alter von 16—18 Jahren haben eine genossenschal(lulle Schneiderei erlichtet. Haifa. Die Wohnungsnot wird immer uncrtr.iglieber, trotzdem in letzter Zeit einige Häuser gebaut wurden, müssen Ankömmlinge oft auf den Straßen kampieren. * •' 1 ' 1 ו i f■! * I I t t k * \!' I ' 1 '! * s | I 'i t 1* An der Bahre Herzl’s Lin Klagelied ווסט Arthur S i I b c r g I e i t. Nun laßt uns knien vor diesem Toten wie vor einem heilig-tiefen Traum! Ganz in Stille und Einsamkeit, ui der Weihe dieser w unden ollen Nächte! Keine siebciiarmigcu Silbvrlcucliter zündet an; laßt die Augen des Dunkels tief kauern unter dein Wimpcriitriedeii dir Nischen, daß ihren Schlummer kein Glanz erwecke: weder die matte Schönheit zitternder Ampeln, noch das Feuchten unserer Harfen, auf welche der Frühtau unserer Tiaiicn licl und die ,nun ein wehes und gebrochenes 1 ied singen, ein Lied von dem verwaisten Volke! Verwaistes Volk, mein heimatloses! Dieser Tote war dir ,1111' deiner Pilgerfahrt zur Heimat schon hier Vaterland! Aus seinen nordischen Händen blühten deine Zedern und Palmen, nach denen du tastetest Aus seinen südlichen Augen leuchtete wieder die Sehnsucht Jchowas nach seinem geliebten Volke! Heimatlos — waren wir durch dich voll Heimat. Deine Hände waren unsere Scholle, deine Feder unser Pflug und der Stab, der Felsen (Quelle» entlockte, deine Augen, - Herolde Jehoivas! auch unsere Weiser Es ging einer, einen Weinberg suchen — und wurde selbst zur Rebe; es ging einer, ein Traum- Lind imdeu. und wurde selbst zum Traume. Es ging einer, Zelte pflanzen und wurde selbst zum Zelt Ein Streiter kam und siegte -- wie ein Engel mit dem Friedeusiuunde: der Fächer der Liebe war sein Schwert, mit dem er kämpfte, wie der goldene Schild der Sonne gnadenspendetid mit den* blauen Frieden des Himmels ficht. Nun weiß •ich, warum die Krieger und (Vrsaiuneiitii.iser weich werden iurI zu dem Traum einer Flöte greifen und die dunkelhaarigen Mädchen — die KrügeiüUerüuwn - mit ihren leichten Lasten 90־ schwank und zitternd gehen Denn in ihnen ist eine Bürde, schwerer ah tausend Kruge und füllte selbst alle Tränentau Doch warum zieht ihr um diese Sabbatruhe des Toten voll Inbrunst und Ergriffenheit den dunklen Vorliaug eures Schmerzes, Kinder des Fohren- und des Palmculauds? Ihr weist mich zu dem grünen, nimmer welken Eieu einer jungen Gruft: ״Siehe, hierhin trippeln wie halbversclnillene Märchen die eiiggewundenen, kaftaiidiirchrauiciiten Gassen , . den Gärten des Todes nahen die Gärten des Lehens, bliihcml von weißen, giitigen, schwarzen und harten um Taltmidfrageu zerrauften Barten. Und selbst ihr weidet weich, ihr stolzen Männer, von deren Brüsten alle Wildwasser des Schicksals wie von Felseiileibern glatt herabsprangen!“ Um einen Sohn der Ewigkeit zjeint keine Trauer. Und doch! — Und doch! Moses ist tot, und kein Bruder ist da. Sein Herz war unsere Harfe vier 1 loifnung, und nun schweigt sie. Mit unseren begrünten Hirten- und Pilgcrstübcn stehen wir am Strande, blicken auf das hnchautraiiscliciide Meer und uiisern Ahnherrn Ahaswcr und Keiner kommt, der die Wasser teilte. Und senkte die Nacht nicht ihren ewigen Tau auf uns, unsere begrünten Hirten und Pilgcrstähc würden welk. Nun laßt uns knieeii vor diesem Toten wie vor einem heilig-tiefen Traum Ganz in Stille und Einsamkeit in der Weihe dieser wundervollen Nächte! Keine siebenarrnige Silberleuchter zündet an; laßt die Augen des Dunkels tief kauern unter dem WinijK'rnvorhang der Nischen, daß ihren Schlummer kein Glanz erwecke — weder die matte Schönheit zitternder Ampeln noch das Leuchten unserer Harfen, auf welche der Frühtau unserer Tränen fiel, — und die nun ein wehes und gebrochenes Lied singen, ein Lied vou dem verwaisten Volke Dem Andenken Herzl’s Das!xditiselie Erl>e, das Her/.l vor Jahren hinterlassen Im, wird jetzt vom jüdischen Volk angetreten. Da gilt es, an jenen Teil des Hcrzlschen Vermächtnisses zu erinnern, welcher von seinen irdischen Resten handelt. Herzl hat vor seinem Tode den Wunsch ausgesprochen, man möge seine Gebeine einmal nach Erez-lsrael ubeif •j ־ führen. Die Zeit wird bald gekommen sein, in «kr i seinem Wunsche Erfüllung werden kann. : j LJic jüdischen Massen, vom Geist des toten Führers 1 getragen, sollen auch seine irdische Hülle mitbringen I j Auf dem Karmel, in jenem Teil, der Haifa überragt und wo eine jüdische Gartenstadt im Entstehen he- griffen ist, soll unser großer Toter seine letzte Ruhe- Stätte finden, denn eben diese Gegend hat ihn in Verzückung gebracht Sein Grabdenkmal, das zur Frei-! heitsstatuc der jüdischen Wanderung werden wird, muß j eine Perle der jüdischen Kunst sein. Gerade in dieser Zeit sollte eine außerordentlich wohlfeile Ausgabe des ״Altneuland“ in den hauptsachliehen von den Juden gesprochenen Sprachen von der zionistische» Organisation verbreitet werden, damit die Ideen unseres verstorbenen Führers die möglichste Verbreitung finden׳ und, vom Volk, in das neue jüdische Leben übernommen werden. 1 Dr. phil. M. L c w i t e, Beth-Schlomoh, l*ost Sichron-Jacob bei 11.111״ Der Jüdische Verlag übersiedelt dieser Tage nach NW. 7, Dorothecnstrattc 35,- (Telephon: Zentrum 4814, 4815), da die bisherigen Räumlichkeiten sich als zu eng erwiesen haben. Bi!M des Laif Qis! י

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