Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 35 (1.6.1920)
- Date
- 1920-06-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 272 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 35 u-frit, kann bezweifelt werde•». Die Partei hat in JctZiCr Zeit manches getan, was darauf iiindeutet, daß sie im Ko»ffikt lieber das Prinzip der Gleichberechtigung auttdbL als daß sie sich dem Odium ausset/.t, ,,Judennarkl“ «1 sein. So ist es allgemein aufgefallen, daß die Listen der Deutsch-demokratische» Paitei, die fiüiKr eine ganze Anzahl jmlscher Abgeordneter in de» Reichstag entsandt hat, diesmal nur ganz wenige jüdische Name« enthalten und wohl nur zwei au hervorragender Stelle. Weit bedenklicher noch als diese Konzession ist das politische Verhalten, das beispielsweise die Deutsch-demokratische Partei in Bayern an den Tag gelegt hat. Sie ist dort in die Koalition des sogenannten OrdnKupsblocks cingetrctcn, der vollkommen beherrscht wird von den reaktionären und antisemitischen Tendeujeu ehr bayerischen Rechtsparteien. Die unglaubliehe Judenh.'i/e, die insbesondere in München, alter auch in der bayerischen Provinz wütet, ist daher den bayerischen Demokraten mit vollem Recht genau so zur Last zu legen, wie den anderen Parteien, die den sogenannten Ordnmigsblock bilden. Haft die Demokraten auch sonst Ihren Grundsätzen leicht untreu werden, sobald es sich um jüdische Augejegeuliciten handelt, beweist das Verhalten ihrer maßgebenden Presse zur Ostjuclciifrage, die in manchen führenden Blättern eine Behandlung erfahren hat, wie sie unwürdiger kaum gedacht werden kann. Nun wissen wir wohl, daß es in der Partei auch Andersdenkende gibt Aber im Augenblick, wo der deutsche Antiscmilis- «ms sich tatsächlich zu einer Gefahr auszmvachscn beginnt, kann man unmöglich eine Partei dem jüJisehe» Vertrauen empfehlen, die sich so oft' gegen I uüdaiicntalsaizc ihres eigenen Programms versündigt hat. Ls muß sogar ein höchst unheilvoller Einfluß der Demokraten auf die Sozialdemokraten festgestellt werden. Wir haben uns nur allzu häufig mit Maßnahmen sozialistischer Regierungsmitglieder befassen müssen, die gerade in der Behandlung der Ostjuden jede Billigkeit vemissen ließen und alle sozialistischen Grundsätze vcrleugiicte». Es darf festge stellt werden, daß d i e s c' P o I i t i k fast stets auf demokratischen Einfluß 7. u r ü c k g e f ii 11 r l werde« mußte. Belastet diese Tatsache das Konto i der Demokraten noch mehr, so kann andererseits nicht verkannt werden, daß die jüdischen Wühler auch nicht allzuviel von einer Partei erwarten dürfen, die, obwohl kn Besitze der Regieruugsgcwalt, sich doch immer wieder zu Kompromissen gezwungen sieht, unter denen die jüdi!,che» Inten se:1 leiden. Aach die U n a h h ä 11 g i g c S o z i a I d e m o k r a t i c ist nicht frei von antisemitischen Einflüssen, wenn dies auch nur gelegentlich in Acußerungen einzelner Mitglieder zum Ausdruck kommt. Es muß jedoch anerkannt werden, daß sie wiederholt in Fragen, die unser Interesse berühren, das relativ größte Verständnis bewiesen hat. Ai« dem Gesagten gellt hervor, daß der deutsche Jude, der zur Wahlurne schreiten wird, sich in einem peinlichen Dilemma befindet. Es läßt sich folgende Entwickhmg unschwer vorausschcn: Diejenigen Juden, die in Irgendeiner Beziehung noch jüdische Erwägungen für ihre Wahl maßgebend sein lassen, werden sich veranlaßt füllte», soweit nach links zu gehen, wie ihre ökonomischen Interessen cs ihnen gestatten, und auf der andern Seite wird eia großer Teil derjenigen, die mit dem Judentum nur aodi sehr locker Zusammenhängen, zur Deutschen Volkspartci absch'wcnkcn. Den Schaden tragen die Demokrate1% und man muß schon sagen, mit vollem Recht. Wea• sich die demokratische Partei nicht noch in letzter Stunde entschließt, durch die Tat zu beweisen, daß sie den Mut hat, allen antisemitischen Einflüssen sich Mit *Iler Entschiedenheit zu widersetzen, so wird cs Mir zwar nicht gelingen, das Odium der ״Judenpartei“ vom sich abzuwehren, aber sie wird sicherlich eine große Zahl lirer bisherigen jüdischen Wähler nach rechts und vor alkn Dingen nach links abwandern sehen. Pii!• die deutsihi u Zionisten Ist die Wahl in hohe Maße eine prinzipielle Angelegenheit. Sie würden d Aufstellung einer jüdischen Liste propagieren, wci die Wahlordnung die Möglichkeit böte, einen jüdisch! Kandidaten durclizubringeii. Denn im ״vcrjudctei Deutschland gibt cs nicht einen Wahlkreis, in dein d uötlge« CO 000 jüdischen Wahlberechtigten Vorhand! wäre«, selbst dann nicht, wenn alle Juden dieses Kreis für 13c jüdische Liste stimmten. Immerhin dürften der gegenwärtigen Situation zahlreiche deutsche Jud mit eiiem gewissen Gefühl des Neides nach Oesterrci Wicke», wo der Abgeordnete einer jüdischen Par die Parlamentstribüne sehr oft und sehr wirkungsv zur Verfechtung jiiriUrlirT ln! frcsRf'n bcittilH, I» Deutschland wird es dabei bleiben, daß t Ifueresse* der deutschen Juden im deutschen.Reichst bestenfalls eine Vertretung erfahren, die den Ai scmltistnus im Rahmen eines demokratischen oder; zialistisehen Programms bekämpft. Ucber die Abw< vo» aatheinitischen Angriffen wird keine dieser Parte sich berufen fühlen, im Kampf für jüdische Interessen Initiative zu ergreifen. Und die deutschen Juden wert den Schaden haben. 1 Etir unser Empfinden kann daher keine der boter.en Möglichkeiten als restlos befriedigend an selce■ werden. Andererseits Ist es notwendig, daß wälde«. Wir sind uns wohl bewußt, daß es dies! um jede Stimme gehen wird, die den antisemitiscl und pseudo-liberalen Parteien entgegenwirkt. Wir > kennen die Gefahr des Antisemitismus in Deutschla besonders im gegenwärtigen Stadium seiner Entwicklu und ßIauben u״s verpflichtet, ihr auch mit c ' j״- r zu Begegnen. Und da scheint uns nur < Möglichkeit diskutabel: die Parteien zu wählen, denen wir erwarten können, daß keinesfalls Antisemit«- mus für sie ein politisches Kampfmittel werden kan«, daß sie Koalitionen mit antisemitischen Parteien grundsätzlich ablchncn, und daß sie den jüdisch-nationale* Bestrebungen nicht prinzipiell feindselig gegenüberstehen. Das Resultat ist klar. Für die sozialistischen Parteien treffen diese unerläßlichen Voraussetzungen relativ am meisten zu. Die Demokraten müßten noch in letzter Stunde von der Zweideutigkeit ihrer Politik abrücken. Wo Zentrum und Rechtsparteien sich im Wahlkampf als einzige Gegner ״egenübertreten, müßte natürlich eine Entscheidung gegen Rechts erfolgen. C. Z. K. I Die arabische Gegnerschaft | (Von unserem Jerusalemer Korrespondenten.) I J.G. Jerusalem, den 13. Mai. Die Zeitung ״Karmel“ meldet: ,,Es wurde beschlossen, daß sich der arabische Kongrell am M. Mai in J c r u s a l e 111 versammelt. Alle Vereine und Klubs im Lande schicken Delegierte.“ , Die Zeitung widmet dieser Frage einen Leitartikcl und weist auf die Wichtigkeit des Kongresses als Zeichen des Auflebens der Nation hin. Was die Arbeit des Kongresses anbelangt, schlägt der ״Karmel“ vor: ,,Wir müssen unsern Weg der Regierung klarmachen, in deren Namen Balfour erklärte, daß sie sich bemühen wird, in Palästina ein National Home für die Juden zu schaffen. Ver-! wegen ist es, mit dieser große» und mächtigen Regierung in Konflikt zu kommen; aber unsere Rechte, unsere Heimat sind uns teurer als das Leben. Wir müssen die Kraft finden, in den uns möglichen und erlaubten Grenzen zu kämpfen. Wir brauchen die Unterstützung der öffentlichen Mei* mmg. Wir müssen in jeder Stadt Bureaus eröffnen, die sich mit der Förderung von Landwirt•« schaft und Industrie befassen“. Die mohamcdaniseh-christlichc Vereinigung in Nablus protestierte gegen den Beschluß in San Remo. ln dem Proteste heißt es: ״Wenn die Enternte einen gesicherten Frieden will, muß sie wissen, daß Ruhe und Frieden in Arabien nicht herrsdien werden, wenn Palästina einer andern Nation gcgeben wird. Das arabische Volk wird gegen die zionistische Einwanderung sich empören und es hat ein Recht dazu, denn auch die andern Völker stellen sich gegen jede fremde Einwanderung“. Die christlich-mohamcdanisclie Vereinigung in Jerusalem schickte folgenden Protest: ״Wir Mitglieder der cliristlich-mohamedanischen Verein!- £1111!,r, Bevollmächtigte des ganzen Bezirkes von Jerusalem, protestieren gegen den Beschluß betreffend Palästina und gegen alle Dinge, die unsere! I heiligen Rechte antasten. Wir verlangen eine unab- 11ünj;if;e Regierung für das vereinigte Syrien vom Taurus bis Rnfa. Die zionistische Immigration muß verboten werden. Palästina darf von .Syrien nicht getrennt werden“. Auch die Bewohner von Nazareth, Saffcd, Tiberias sandten Protestkundgebungen gegen die Beschlüsse von San Remo. Diese Städte werden Gesandte ztun Kongreß von Jerusalem schicken. (Der arabische Kongreß ist inzwischen ebenso wie die jüdische ״Asefath Haniwcharim“ verboten worden Red. d. ״J. R“). Die Zerstörung Galiläas ״Haolam“ meldet: Bei den letzten räuberischen Ucbcrfällen auf die Dörfer und Kolonie•» in Cialiliia sind wieder mehrere Juden als Opfer der Kämpfe gefallen. Das erste dieser neuen Opfer war der junge T. Kamcnitzki in der Kolonie Poria. Dieser junge Mann war vor zwei bis drei Monaten in das Land gekommen, um sich aut dem Grundstück seines Vaters in der erwähnten. Kolonie anzusiedein, und wurde von den Mördern getötet, als er gerade seine ersten Versuche in der landwirtschaftliehen Arbeit machte. Nach ihm wurde der Landmann Katz aus der Kolonie Milchamja getötet. Einige Tage nach diesen ti arischen Vorfällen überfielen 5t) Beduinen die Farm Marali bei Sichron Jacob. Dort wurde Benjamin Kruwuik getötet und zwei junge Leute schwer verwundet. Die Beduinen raubten die Farm vollständig aus. Die Familien wurden nach Sichren Jacob überführt! Die jungen Leute von Sichron zogen zu Hilfe. Bei Nacht wurden 00 Inder mit drei englischen Offizieren nach Marali geschickt. Der Befehlshaber von Sichren, der in Haifa weilte, kehrte nach Sichron zurück. Aus Haifa wurden gleichfalls sieben jüdische und drei arabische Gendarmen geschickt, mit dem Befehl, auf jeden Bcduincn zu schießen, der sich der Kolonie nähert. 1 *?■•? ^ct*ll'״cn Überfielen auch die Kolonie Jchuda '51. ödeten den Bauer Bernstein und seine Mutter. Die Leicnen der Getöteten wurden nach Tiberias überführt. Nach den Nachrichten der letzten Tage haben die Plünderungen und Mordtaten bisher noch nicht nachgelassen. In den letzten Wochen überfielen Beduinen zwei christliche Dörfer in der französischen Besetzung«• zone und töteten ungefähr 50 Personen. Zu Bergers Aufbau-Sorgen Von Davis T riet 9 eh. Wir bringen nach dem Prinzip der freien Diskuasion nachstehende Aeußcrung, ohne uns selb®!• verständlich mit den vorgebrachten Anschauung(.•! und Angriffen zu identifizieren. 111 der voilct/ten ״Rundschau“ 11.11 Julius Berger höchst ernste Besorgnisse geäußert. Wird von leitender Stelle eine Antwort darauf erfolgen? Eine solche, di* irgendwie geeignet wäre, die Besorgnisse zu zerstreuen oder auch nur zu mildern? 1 Ich halte mich nicht für berechtigt, es zu liofk•״ j Auf anderen Wegen als Berger komme ich dazu, in' hinreichender Planmäßigkeit nicht nur zu zweifeln, s0;1dern von ihrem völligen Fehlen ganz überzeugt zu seij,. Das, was uns von offizieller Seite geboten wordt,!’ ist, was׳ so klein und falsch, und die Aufnahme, die!, in der ganzen zionistische» Ocffcntlichkeit gelurxlaj hat, war so sehr begeisterte Zustimmung, oder mindesten Hinnahme als ״tüchtige Arbeit", dal, tjnt grundlegende Aciulerung in den Anschauungen und dem Personciikrois der Leitung geboten ersehemi, ttcm1 wir den tatsächlichen Aufgaben und Möglichkeiten eter neuen Lage gewachsen sein wollen. Berger tritt in seinem außerordeiitüdi zeit!;,•, maßen Artikel für eine sachliche und fachliche [׳c. hamilung der Dinge ein. Zu diesem Zweck Kirnt er parteimäßige, gcsuiiiuiigsmäliigc und politische Lrv.ugungen ab. Mit vollem Recht, soweit es sich!m1 Parteiungen, Gesinnungen und Politiken au! Gebieten handelt, die mit dem Aufbau nichts zu tun habet,. Aber er macht meines Erachtens den Fehler, Ivi seine,! Aufbausorgcn auch d i e Gruppe für parteimäßig und gesinnungsmiißig zu halten, die sich ausschließlich g״. radc aus Aufbau sorge 11 uwl zur Rettung unserer Verwirklichung vor unzureichenden Ideen, Planen und Maßnahmen zusaimnciigefundcii hat. Die größte Aufbausorge ist die, den richtig(■ a Gedanken zu haben, einen richtigen Mal! st an;׳!! haben, Pläne in großen Zügen zu haben. Erst nach — in ziemlichem Ahslandc ־ kommt die Sor;״• betreffs der Fachleute. Berger hat meines Erachtens Unrecht, wenn c. von Mmimriüsmus oder Maximalismus nicht udc.1 will (und gar, wenn er sich an ein Schema Kupp 1,1 halten will!). Und er hat weiter Unrecht, wenn er d-e ״Fachleute“ als erstes Erfordernis anricht. Dem Fachleute für den Gedanken, für den Maßstub, für d. n Plan in großen Zügen gibt es nicht. Fach ist Begrenzu»׳:. Fachleute sinu nötig, tun die Finzel• beiten eines umfassenden Planes durchzuföhren. AUr Fachleute für den ״Aufbruch eines Volkes“, für Majoritätsbildung in einem neuen Lande, oder — direkt ge• sagt — für die Verwirklichung des Zionis• m u s — solche gibt cs nicht. Es kann Leute geben, die auf Grund Durchdenken, großer Gedanken, auf Grund umfassender Kenntnis•;!, oder Studien in der Lage sind, einen Gesamtplan aufziistellen, der in großen Zügen dem Bilde :mstr!-r Ziele entspricht. Aber ich glaube, mich mit IU r;:< r darüber verständigen zu können, daß dies nicht ״Fach• icute“ itn Sinne seiner Forderung sein können. Nichts ist so sehr geeignet, dies klnrzustellcn,;!:» einige Beispiele. Hcrzi'hat in ״Altnculaiid•' einen Plan skizziert, der nicht für die damalige, wobt aber für die heutige Lage ein ausgezeichnete-. Arbcusziel darstellt. Aber auch für damals war es das Bild einci■ Verwirklichung des Zionismus. Oirsein ״mn':i• inalislisclien“ Maßslab jubelte damals (als er auf jede absehbare Zeit unausführbar scheinen mußte) die ganze zionistische Gefolgschaft zu. Weit dort aber ein Un• mögliches lüngeinalt war, um die tatsächlichen. Möglichkeiten darüber zu vernachlässigen, habe icli damals Herzls Bild der Verwirklichung bekämpft und habe statt dessen das jeweilige Maximum des Mö;■ liehen (— also jederzeit ein Vielfaches des tatsächlich Geleisteten —) gefordert. Gegenwärtig aber, d•!« heißt angesichts der erfolgten Zustimmung der Mächte zu unserem zionistischen Programm, habe ich dann ver• sucht, einen Plan zu zeigen, mit dein wir gleichzeitig und in einer Aktion die Sicherung des politische״ Ergebnisses und eine Jiidcuhilfc größten Maßstabcs cfzielen können. Für die jüdische Majoritätsbiklung in Palästina, die nach Hci/I« Plan in zwei Dritteln des ersten Jahres (!) erreicht worden wäre, setzt!• ich eine Zeit von möglichst innerhalb fünf Jahren;!1׳. Mein Plan umfaßte Vorbereitung, Wanderung und An- Siedlung; er umfaßte alle Berufe und das ganze Land, sogar mit den Nachbargebieten und den Etappenstmtionen der Wanderung. Weder Herzls noch mein Plan sind Fachpliinc, wenn ich es auch für midi (und in gewisser Einschränkung auch für Herz!) in Anspruch nehmen darf, daß keim־ wichtigere Einzelheit des Gesamtplanes an technischer und fachlicher Unausführbarkeit scheitern kann. Von den zahlreichen Fachleuten, die zur Durchführu»:; solcher Gesamtpläne nötig sind, mag der eine oder der andere versagen. Vielleicht wird es sogar schwer sein, in einem der in Betracht komnumk•» I üclirr 11 e!1 Fachmann zu finden, der ein Objekt von solcher Größe bewältigen kann. Aber dann läge cs an dem Fehien des M a 11 n e s, nicht aber an einer 1'a c 11 /»c h c u Unmöglichkeit, und wo ein Fachmann nicht ausreielit, wird man das betreffende Gebiet weiter zu teilen haben. Professor Bal/od kam und stellte einen Plan auf, der beinahe ein Gesamtplan war. Er stellt zwar alles auf die Landwirtschaft , errichtet aber auf dieser Grundlage einen Bau, der für sechs Millionen Juden in Palästina atisreicheri sollte. Bei diesem Ma f ist ab wird seine Beschränkung fast zum Gesamtplan. Bailod ist Fachmann, Er ist der beste Kenner internationaler Land- Wirtschaftsstatistik־. Aber Fachmann im Sinne der An’•- führung, im Sinne der Bcrgevschen Aufhausorgen ist auch er sicher nicht. Er wäre der leitende Geist, der de» Fachleuten ihre Aufgabe zuweist, und der ian /!Rammenarbeiten mit den Fachleute» den eigenen Pinn immer bcsser und ausführbarer gestalten würde. (Wnbrechemlieh würde er im Sinne eines Gesamtplanes auch die Fi:!- füguiig der nichtlandvvirtscliaftlichen Berufe auf sich!ichmen können, aber das war in seinem Plane 111 Jv! gesagt.) Dr, Soskin hat in seiner Arbeit ,,Kleinsiedlung Bewässerung —die neue Sicdlungsform für Palastina ‘ die bisher beste Unterlage für einen der Haupt-