Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 34 (28.5.1920)
- Date
- 1920-05-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*In* wäre nur ווו diesem Sinne denkbar. Alle »11- I deren internationalen Bestrebungen, die der Völkerי Versöhnung dienen, bekämpft er als ״kosinopolitische Humrmitätsdusclei“. Aber eine Internationale, die den Judenhaß der ganzen Welt ־zu- «mmmenfaßt und eine frisch-fröhliche Welt-Juden- Uetze inszeniert, scheint ihm ein erstrebenswertes 1h־I auch im national e 11 Sinne. Die Farbenwahl dürfte dieser Internationale schwer fallen. In der Gesclitdite wird sie den Namen ״Internationale des ״״d.? 111 ns b׳• Erklärung. Der (icsrtiSftüfüliremle Ausschuß der Zionistischen Verciuiguntr für ״Deutschland veröffentlichte folgende Erklärung in der deutschen Tagespresse: Die ״Deutsche Tageszeitung“ (Morgenausgabe dis 17. Mai) veröffentlicht einen von (»ruf kevcntlow gezeichneten Leitartikel ״Pax Judacica“. Dieser Arlikel knüpft an das Huch ״Die Geheinmisse der Weisen von Zion“ an, dessen wichtigste Behauptungen ir sich zu eigen macht. Außerdem wird auf einen Artikel der ״Times“ Bezug genommen, der auf der englischen Ausgabe dieses Buches füllt. In_ diesem [Wi werden viertindzwan/ig angebliche Sitzungsberichte vom I. Zionisienkoiigrcß veröffentlicht, der 1S'»7 zu Basel abgehalten wurde, und der das Pro- C 1,1111111 zur lii'langtmg der öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte fiir das jüdische Volk in Palästina proklamierte. Bewiesen soll durch diesen Bericht werde״, daß hier in Gelleimsitzungen über die Methoden beraten wurde, mit denen die ״jüdische Weltherrschaft“ errichtet werden könnte. Der Cieschäftsfülirende Ausschuß der Zionistischen Vereinigung für Deutschland stellt hierdurch in seiner I igenscliaft als bevollmächtigter Vertreter der deutscheu Landsmannschaft der nlKveltHchcn zionistischen Organisation folgendes fest: Die Angaben des Buches ״Die Geheimnisse der Weisen von Zion und seiner englischen Ausgabe sind von Anfang bis Ende freie 1: r f i 11 d u 11 g 11 u d tendenziöse Iü g e und das Ganze das Werk eines russischen Rcgicrungsspitzcls (t11׳׳ Kreisen der berüchtigten Ochrnna. Die gesamten Verhandlungen des ersten Zionistenkongresses sowohl 'a io der folgenden zehn Kongreßtagungen sind in den oeuograpliischeii Protokollen enthalten, die in sehr hoher Auflage in den Buclibaiidel und in die gesamte ()cffeutlichkcit gelangt sind. Die Beratungen der Kongresse haben stets lediglich den Fragen der Schaffung einer jüdischen Heimstätte In Palästina und der nationalen Wiedergeburt des jüdischen Volkes in der Diaspora gedient. Das Phantom von der Erriclituitg einer jüdischen Weltherrschaft hat stets nur in den Köpfen einiger Antisemiten gespukt, niemals aber haben offizielle oder inoffizielle Beratungen irgendeiner zionistischen Gruppe oder der Gesamt- Organisation diesen! .phantastischen und irrsinnigen Plaue gedient. Der Gesell,iftst'ührende Ausschuß der t/iamc1icrhf>n Vereinigung für Deutschland erhebt schärfsten Einspruch dagegen, daß ein großes Berliner Blatt Angaben, die den Stempel der Erfindung und der böswilligsten Judenhcl/.c tragen, in seinen Spalten verbreitet und damit die öffentliche Diskussion der Judenfrage in unverantwortlicher Weise in Wege lenkt, die wohl den Gepflogenheiten mittelalterlicher Dunkelmänner entsprechen, nicht aber denen von deutsdien politischen Journalisten, die Anspruch darauf erheben, in der Ocffcutlichkcit ernstfccuonuncn zu wertkn. 'kkJ m «־» בי) Ein Augenzeuge der Bcdidnenüberfällc im Jordantat, eia Ingenieur' von der ״Zionist Commission“, berichtet: Seif den letzten zwei Monaten ist kauiü eine Wodie j vergangen, wo nicht irgendwelche Versuche rauberiseh'cr Heber fälle auf diese oder jene Kolonie | gemacht worden wären. Der meiner Aufsicht unterstellte Bezirk grenzt ati das Jordantal und den Kinercth-Scc und umfaßt die Kolonien von Melhamia und Dagania Beth, Bcthania um! Kineretli. Sonntag nacht, am 18. April, wurde ein heftiger Angriff der Beduinen von den tapfer sich wehrenden Kolonisten abgewehrt und die ־Beduinen zttriickp'cdränpt; man hörte die ganze Nacht heftiges Schießen. In derselben Nacht griff eine Horde von über hundert Beduinen das arabische Dorf Abadia au; zwei Leute wurden getötet. 111 der nächsten Nacht wurde von etwa 50 Beduinen der Angriff auf Dagania Beth wiederholt, wieder ohne Erfolg. ’Dienstag naclmiittag hörte man heftiges Schießen in der Richtung" von Wadi Eedjas, und bei Sonnenuntergang riet der britische Befehlshaber einer indischen l'ionterkompagnie in Kineretli den Kolonisten an, alle Frauen und Kinder in den Farmgebäuden in Sicherheit z.u bringen. Der Schutz der Truppen tat seine Wirkimg und die Nacht verlief ruhig. Mittwoch wurde Kinercth von der Pionier-Kompagme geräumt und^ die Kolonisten entwarfen einen Verteidigungsplan. Am Spatnachmittag des Donnerstag hörte man Gewehr- und Maschiiiciißcwehrfcuer von Jisr et Majnmi und Beisan, wo ein entschlossener Angriff auf die britischen Streitkräfte am Zusammenfluß des Jordan und Ynrmuk gemacht wurde. Der Zugverkehr mußte unterbrochen werden. Am Freitag hörte man von einem neuerlichen Angriff, den die Beduinen für dieselbe Nacht oder für den frühen Morgen des nächsten Tages planten. Donnerstag un Freitag flüchteten arabische Familien aus Semakh und den angrenzenden Dörfern durch Kineretli auf dem Wege nach Liberias und׳ den nördlichen Gebieten, all ihr Hab und Gut mit sich schleppend. Die jüdischen Kolonisten schickten selbst nicht ihre Frauen und Kinder weg. Am Sonnabend früh wurdg ich von Maschinengewehrfeuer geweckt und sah durch den Feldstecher Beduinen zu Pferde, auf Kamelen und zu Fuß von den Hügelu gegen Semakh kommend. Ein Angriff einer Gruppe erfolgte in Dagania Beth; die Kolonisten hatten ihr Vieh nach Dagania geschickt und verteidigten ihren Besitz. Zwischen Semakh und Melhamia fand bin Angrift von 2000 Beduinen statt. Im Oüdosten tauchten zwei englische Aeroplane auf, und durch geschicktes Maschiiiengewelirfeuer und Manövrieren der Piloten wurde der größere Teil der Beduinen in das Wadi Yarmuk - Tal zurückgedrängt. Die Kolonisten von Dagania, die älteren Leute sowie Frauen und Kinder aus Melhamia flächtetcsi mit ihren Wagen und Maultieren nach Yemnia, begleitet von dem jugendlichen Schomer Shulatni. Ein alter Mann, namens Katz, fiel herunter, wurde von Beduiiien überfallen und getötet. Shulami geleitete den Rest des Transportes sicher nach Yemma, aber bei seiner Rückkehr nach Melhamia fiel er dem Feind in die Hände und wurde ermordet. Die ganze Zeit über raste die Schlacht zwischen den britischen Truppen und Beduinen. Ein Acroplan, der unter Kugelregen über dem Wadi kreiste, senkte sich immer tiefer und verbreitete durch das plötzliche Werfen von drei Bomben eine Panik unter den Beduinen. Der Aeronlan entkam, der Führer wurde nur leicht verwundet. Die Beduinen machten einen neuerlichen Durchbruchsverstich, aber sie wurden durch starkes Feuer und wiederholte Bombenwürfe eines Aeroplans zurückgehalten. Die erste Explosion verbreitete Entsetzen unter den Beduine». Am Abend war alles ruhig und kein Beduine zu sehen. Bei diesen» Unternehmen erlitten die Beduinen einen Verlust von nahezu 200 Manu. Die Kolonisten kehrten nach Dagania Betli und Melhamia zurück. Von Kinercth wurden zehn junge Leute Der Verein zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums hielt am 17. Mal in Berlin seine erste Generalversammlung ab. Da Vors.iniiiihmg erhielt ihr besonderes Gepräge durch eine Gedenkfeier für Hermann Cohen, der der Initiator der Akademie gewesen ist. Den Vorsitz führte Geheimn:t Landau. Der bekannte Cohen-Schüler, Professor krnst Ca ss i r« r, charakterisierte in zusammenfassen- «en und klaren Ausführungen die Eigentümlichkeit des Lo.ieiiscJion Denken-, in dein drei Elemente miteinander 'crwobcti sind, Plato, Kant und der Prophetismus. Wie m 1!,,י Erkeiintiiislelirc, so hat Cohen auch in seiner Auffassung der Religion eine rein geistige Auffassung ׳ur Geltung gebracht. Die Idee des Gottesnaincns vom h׳rc!), der die vom Subjekt her zu fassende sittliche «ve des Seins darstellt, wird von den Propheten zur t1׳e des geistigen Gottes erweitert, ähnlich wie die hhe des Guten bei Plato. Cohen, der das entscheidende verdienst hat, die transzendentale Methode wieder belebt zu naben, verbindet mit der höchsten logischen Schärfe ,'1״ tiefes religiöses Empfinden und dadurch War er gerößtet, Religion und Philosophie wieder zu einer Ein- «eit zu bringen. — Auf den Vortrag Professor Cassirers iGgte der Vcrwalfungsbericht sowie der von Dr. 1 ■ubier erstattete wissenschaftliche Bericht über die fgmusation des Institutes. Daraus ist zu entnehmen, ■>״ fünf Sektionen des Instituts bereits arbeiten und " "1naher Vorbereitung stehen. Der Plan ist außerv '״»״» großzügig angelegt. Dem wissenschaftlichen u ,’8"11 gehören folgende Herren an: Baneth, Bloch, H,V,'• ssau• Ta übler (sämtlich Berlin), Frcimann, Nobel (sämtlich Frankfurt), Cassirer (Ham- 1״'G, liwnn (Breslau). B&cherschau s pJuVu* Zweie und der liebe Gott. Roman, n*cher Verlag, Berlin 1919. — Dieser Roman ist ׳at eifeUos der schönste Judenroman, der seit Jahren , “lutscher Sprache geschrieben wurde. Jüdisch ist nur das Milieu, in dem er spielt, nicht nur die ,dcr HandJungf, sondern die ganze Problematik, 1 Blickrichtung und die Blicktiefe. Denn der Gegenstand, um den es geht, ist zwar letzten Eudes ein allnieitschlidier, der ewige Konflikt zwischen Gott und Mensch, der aufreibende Kampf ser seelenbcgabten Kreafür, die die Welt durch Verstand und Liebe zu meistern strebt, gegen die eigene Obmnacht, die Gesetze des Weltgeschehens und der obersten Gerechtigkeit zu erkennen; aber seit dem Buche Hiob, dieser urgewaltigen Dominante aller tragischen Dichtung, kehrt dieses Motiv gerade im jüdischen Denken und Dichten immer wieder. Julius Levin versetzt uns in ein jüdisches Städtchen des polnisch-deutschen Grenzbezirkes, wo der angescheue, fromme Reh Salme gegen seinen Widersacher, den gemeinen und bösartigen Chaam Jekeff, deii Kampf des Guten zu kämpfen vermeint, aber nach den! Urteil Gottes schließlich unterliegt. Reb Salute hat aus Verachtung für Chaam Jekeff einst verhindert, daß sein Sohn Abraham die von ihm geliebte Tochter Chaams heiratet. Während nun Reb Salmes Söhne Abraham und Josef im Feld sind, geht Malke mit einem Offizier durch, ein ungeheueres Unglück für Chaam Jckeffs Haus, an dem Salme eine Mitschuld spür(. Als Abraham füllt, findet der gebrochene Vater darin eine Bestätigung seiner Schuld und Gottes Strafe; trotzdem streitet er mit Gott, um sich zu rechtfertigen. All sein Glück ist jetzt der zweite Sohn, Josef. Aber der hat für des Vaters Gedankengänge kein Verständnis. Malke kehrt später •ins Städtchen zurück, und Reb Salme fühlt das Bedürfnis, ihr zu begegnen, mit ihr zu reden, um sie ra'rt Gott zu versöhnen, von dem Weg ihrer Sünde zum Guten zu führen; unbewußt aber ist der geheime Wunsch seines Herzens, durch Gutes das Böse zu sühnen, das er selbst einst an Malke getan, Verzeihung von ihr zu erlange». Malke benimmt sich verständnislos abweisend, dirnenhaft. Der erwartete Trost bleibt aus. Malke fährt dem Offizier wieder nach und nun kommt Chaam Jekeff zu Reb Salme, Um ihm zu Buchen; in einer fürchterlichen packenden Szene verheißt er ihm den Tod des zweiten Sohnes. Von da an ringt Reb Salme mit Gott; er weiß, daß der Fluch sich erfüllen zur Verstärkung nach Melhamia geschickt; am Sonntag, den 25. April, begannen die Kolonisten wieder mit der Feldarbeit. Setist in den schwersten Stunden habe ich weder von unseren Arbeitern noclt von den Kolonisten ein Wort der Klage oder der Furcht gehört. Englisches Oberhaut ״The Times“ berichten unterm 20, Mai über Verhaitdlunge» im Oberhaus, die Unruhen in Syrien betreffend. Lord N e w t o n fragte hu Auftrag von Lord L a - ming ton, ob die Regierung sich zu den iu ״The 1 imes“ vom 17. Mai besprochenen Unruhen äußern könne und ob diese Unruhen, wenn der Bericht zutrifft, nicht so sehr auf nationale als auf anti-christliehe Motive zurückzuführen seien. Graf Crawford antwortete, die Nachrichten, die ״Times“ in ihrem Kairoer Telegramm vom 1. Mai über das bedauerliche Massakre unter der christlichen Bevölkerung einzelner sndsyriseher Dörfer brächten, wären ausführlicher, als die Informationen, die die Regiorimg in offiziellen Telegrammen erhalten hätte. Aus diesen letzteren hätte man erfahren, daß die Dörfer von Ain Ibl und Dibl von Metwalli-Leuten angegriffen warden seien, daß Ain lbl geplündert und teilweise niedergebrannt worden sei; über 50 Personen wären getötetworden. Diese IXirfer lägen in der syrisch-französischen Zone und die Regierung hätte weder irgendwelche Slreitkräfte in der Nähe, noch trüge sie irgendeine Verantwortung-für den betreffenden Distrikt. Bei der geringen Lokalkeuntnis sei es schwer zu sagen, inwieweit diese beklagenswerten Ereignisse auf nationaler Feind- Seligkeit beruhen. Es wäre wohl möglich, daß die aktuellen Ereignisse in Syrien und die Proklamation des Emir. Eaisul zum König des Landes ein starkes Nationalgefahl erweckt hätten, obgleich es auch daun nicht ersichtlich sei, wieso dieses Nationalgefühl sich in der Form von Angriffen auf christliche Dörfer geäußert haben sollte. Nach den! Bericht der ״Times“ würde es wahrscheinlicher sein, daß der Angriff auf diese Plätze der Ausdruck eines lange glimmenden AntagonLsintis zwischen Moslem und Christen war, der durch die gegenwärtigen Ereignisse zur Entzündung gebracht wurde. Cbaiozamt in Prcßbarg Der Wnad Aliah beim Weltvcrband Hapoel-Muza«• und Zcire-Zion, dessen Hauptbüro in Wien arbeitet, hat in Preßburg, dein Durchgangspunkt vieler aus dem Osten kommender Chatuzgnippcn, ein Chaluzamt gegründet, das die Kontrolle, Unterbringung, Weiter- Beförderung usw. der Chaltiziin übernommen, und das seine Tätigkeit bereits begonnen hat. ' Alle Chaiuzim, die über Preßburg reisen, werden also aufgefordert, sich dort zu melden, damit sic die nötigen Auskünfte und Hilfen erhalten können. Du wir erst im Begriff sind, eine Baracke zur ständigen Unterbringung der durchkomnienden Chaiuzini zu schaffen und die augenblicklichen Wohnungsschwierigkeifen in Preßburg sehr groß sind, bitfen wir alle Gruppen, ihr Kommen möglichst vorher telegraphisch anzumcklcn, damit wir die Unterkunft vorbereifen können. Zugleich bitten wir jeden, zionistischen Verband, der Clialuz-Gruppen fortsendet, diese mit den nötigen Ausweisen zu versehen. Die Adresse des Chaluzanites ist: 1 Bratislava, Turnergasse 3 a. wird und kann cs doch nicht fassen. Und als die Nachrieht vom Tod Josefs kommt, vermag er die Vorschriften nicht mehr zu erfüllen, er ist an Gott irre, er betet nicht wehr. Er rüstet sich zur schwersten Sünde, zum Selbstword, aber während er nachts in der Synagoge die Sterbegewänder aniegl, wird er für einen Einbrecher gehalten und vom Volk, das ihn so hoch verehrt, gesteinigt. Gott war nicht mit ihm; vielleicht weil er es an der wichtigsten Tugond hat fehlen lassen, der Demut, denn er hat sich erhoben über Chaam Jekeff und hat ihm in bitterer Stunde den Trost versagt. -- Dieser Roman ist nicht nur reich an Gedanken, sondern auch an Leben; die Problematik ist nicht deklamiert, sondern wirklich in das Geschehen verwoben, die praditvoll .charakterisierten Gestalten und die Schilderung des jüdischen Milieus geben dem Buch Bewegung und plastische Kraft _0 . Karl Nötzcl, Einführung in den Sozialismus ohne Dogma. Musarion-Veriag, München 1919. Preis 4,50 M. Dieses Büchlein ist sehr geeignet, in die wirren Anschaumigen und unklaren Gefühle über Sozialismus einige Klärung zu bringen. Es versucht, Sozialismus nicht als ökonomische Tendenz, sondern als sittliche Angelegenheit zu begründen, die durch das bewußte Erlebnis des sozialen Gewissens ztl einem persönlichen Sozialismus führt, der die Grundlage einer neuen Willensgemcinschaft sein kann. Das Erlebnis, nicht das Dogma, kann erst die Voraussetzungen fiir eine neue Weltordnung schaffen. Der Zionist wird in dem Buch manche Stelle finden, die ihn zum Nachdenken anregt. Zcitschrifteascbaa ln den ״Preußischen Jahrbüchern“ (1920, 3. Heft) schreibt Dr. Alexander waldmann einen Aufsatz, betitelt ״Jüdischer und arischer Gsist, jüdischer und arischer Jesus“. Den Ausführungen, die im wesentliehen eine Besprechung von Constantin Brunners ״Der Judenhaß und die Juden“ und von Arthur Trebitschs ״Geist und Judentum“ enthalten, ist da Wahrheitsuchen