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Jüdische Rundschau · 1920-05-21 · Heft 33 (21.5.1920) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 33 (21.5.1920)
Date
1920-05-21
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 256 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 33 יד¬? .' 1!; | I ו i I 1 % 1 Palästioa Brief aus ]erusaletn Von unserem Korrespondenten. J. G. 4. Mai 1920. Vor acht Tagen erhielten wir die erfreulichen Nach• richten aus San Rcmo; aber wirklich genießen in un• getrübter Vollkommenheit konnten wir unsere Freude nicht. — Unsere Freunde sind in der Festung Akko cingesperrt. Man hat ihnen verschiedene Erleichterungen «!gedeihen lassen. Aber was kann das für uns bedeuten zu einer Zeit, da die Anstifter des Pogroms ungestraft ihre Freiheit genießen. Noch immer hat die örtliche Regierung nicht durch die Tat, d. h. durch die Bestrafung der Schuldigen öffentlich bewiesen, daß wir nur Opfer der blutigen Peßachtagc waren. Noch heilte, nach einem Monat fast, liegt Jabotinski in Festungshaft und die Hetzredner des 4. April hat man fast alle freigclassen. Kann man sich der Beschlüsse von San Remo freuen, wenn uns jede Post die Schreckensnachrichten aus Galiliia bringt? Kolonisten, Arbeiter, Schomrim, jüdische Gendarmen sterben täglich den Heldentod im offenen Verteidigungskampf oder auf einsamem Wege von arabischen Räubern überfallen, ermordet, geschlachtet. Ganz Samaria, Untergnliläa, Obergaliläa ist heute wie ein siedender Hexenkessel. Jeder Tag bringt uns die Hilferufe unserer Pioniere: ״Wir brauchen Leute, Waffen! Unsere Kolonien gehen zugrunde!“ — Wann wird die Regierung endlich ihre Pflicht tun und diesen Räuberbeduinen den richtigen Denkzettel geben? — So werden unsere Kolonien langsam ihres Reichtums beraubt und systematisch zugrundegerichtet, und das ist nicht weniger schrecklich als der Pogrom von Jerusalem. Die Wahlen für die erste Asscfath Haniwcharim, das erste Parlament, sind mit einiger Verspätung nun auch in Jerusalem beendet. Wochenlang wurde mit Feuereiler von den diversen Parteien an den Vorbereitungen gearbeitet. Mit allen Mitteln, die unsere Palästinenser nur zu gut noch von Europa her keimen, wurde dieser erste Wahlkampf ausgetragen. — Nicht geringe Hindernisse mußten überwunden werden, nicht zuletzt die Ränke der Chassidim, die unter keinen Umständen sich dareinfinden wollten, daß in dem ersten Parlament des jüdischen Volkes die Frauen den ihnen zukommenden Platz cinnchmen sollen. — Während sich die Aschkenasim nach den Parteien zersplitterten, haben die vereinigten Sephardim die Hälfte sämtlicher Waldstimmen in Jerusalem für ihre Kandidaten abgegeben uiul können mit Genugtuung konstatieren, daß fast ihre sämtlichen Kandidaten gewählt sind. Manche feierlichen Momente aus den Bildern der ersten Wahl werden uns wohl in längerer Erinnerung bleiben: der feierliche Umzug der ״Zufim“ mit den blau-weißen Wahlurnen durch die Straßen von Jemsalem zur Propaganda für die Wald; die fröhliche Heimkehr mit den blumengeschmückten Urnen am Abend des Wahltages und die feierliche Eröffnung des Sammelplatzes der Wahlurnen durch Ussischkin, dein die Sephardim dieses Ehrenamt übertragen hatten. Das Recht der Eröffnung war auf dem Vcrsteigcrungswege zugunsten des Keren Kajemcth von den Sephardim für 35 Pfund erworben worden. Ein neuer Stadtrat in Jerusalem Nach einem Telegramm׳ der Zionist Commission hat die Verwaltung einen neuen Stadtrat in Jerusalem eingesetzt Er setzt sich zusammen aus zwei Mos• lems, dem neuen Bürgermeister, Razel Nashaslhibi, zwei Christen und zwei Juden -י- Dawid Y e 11 i n und Dr. Lev». (Bekanntlich hat der frühere Bürgermeister von Jerusalem sich an den arabischen Demonstrationen beteiligt, weshalb vom jüdischen Waad Hair gegen ihn protestiert wurde. — Red. ״J R.“). Wahlresultate Gemäß 1״ lapoel-1 iazair“ vom 30. April hat die Partei Hapoel-Hazai'r nach den bis zu diesem Tag bekannten Wahlrcsultatcn insgesamt 37 Mandate. Außerdem ist die Liste des Hapoel-Hazai'r in Sidon gewählt. Aus Obergaliläa sind bisher keine Nachrichten über den Ausgang der Wahlen cingclangt. Außer auf den Listen des Hapogl-Hazair wurden Angehörige der Partei auch auf anderen Listen, z. B. auf der Liste der Handwerker, gewählt, so daß die Fraktion des Hapoel-Hazair mehr als 50 Mandate betragen dürfte. Die Teilnahme an den Wahlen war im ganzen Lande außerordentlich lebhaft. Ungefähr Drcivicrtel der Bevölkerung hat sich an den Wahlen beteiligt trotz der vop der Rabbinerversammlung ausgegebenen Boykottparole. Der Misrachi hat an den Wahlen teilgenommen. Die Resultate aus Jerusalem sind noch immer nicht bekannt. Abgesehen von Jerusalem haben bisher die Arbeiterparteien die Majorität der Mandate. Die Folgen der Pogrome. ״Haare/.“ berichtet, daß im Jerusalemer Krankemiaus drei geistesgestörte Frauen eingeliefert wurden, die infolge der Erlebnisse bei den Pogromen den Verstand verloren haben. Im Stadtviertel ,,Kncscth“ start» eine Frau aus Angst vor Pogromen, it» Jaffa starb Herr Ahron Slontzsch bei der Nach• rieht von den Pogromen durch einen Schlaganfall. Er war ein sehr angesehenes und verdientes Mitglied der tcfardlschcn Gemeinde. Pressestimmen Soeben erhalten wir ״Hapoel-Hazair“ vom 30. April, die erste Nummer, die nach Bekanntwerden der Entscheidung von San Remo erschienen ist. Der Leitartikel von J. Aronowicz ist ganz kon f i szi c rt, nur der Schlußahsatz ist stellen geblieben. Er lautet: ״Und wenn man jetzt kommt nach den Seelonqualcn dieser zweieinhalb Jahre und wieder in die große Posaune stoßen will, dann ist cs unsere Pflicht, mit lauter Stimme den jubelküudern zu/.tiriifen: lasset ab, gute Botschaften haben wir schon zum Ucbordruß gehört; jetzt wollen wir wirkliche Arbeit sehen, welche diesen ganzen Lärm rechtfertigen soll. Steiget also herab von eurem diplomatischen Olymp und beginnet mit der lieber• ftihrimg der Verbannten, mit der Schaffung von Arbeitsgclegcnhciten und wirtschaftlichen Möglichkeiten im Lande, mit der Ausbesserung des rissigen Gemäuers unserer Heimat; und wisset wohl, daß die Erlösung Israels nur von ■innen kommen' wird oder überhaupt nicht.“ ״Kuntres“, das Organ der Achduth Haawoda schreibt in seiner Ersten Mai-Nummer in einem ״Die Erneuerung der Deklaration“ betitelten Artikel: ,,Es muß klar gesagt werden: die Erneuerung der Deklaration ist nicht gering zu schätzen; sic rettete uns vor drohender Gefahr. Sic hat die Möglichkeit beseitigt, daß Palästina dem chauvinistischen und rcaktionüren Syrien altsgeliefert wird, weiches geleitet wird von Iicrrschsüclitigen Milgliedern der Familien der Scheichs und Effeudis, dieser Ausbeuter und Unterdrücker. Trotzdem darf man auch nicht übertreiben. Die Erneuerung der Deklaration sowie die Deklaration selbst bringt uns noch nicht die Erlösung und beschleunig! sie nicht einmal. Auch sie kann uns zum Schaden werden. Die Proklamation von bloßen Worten, die Großes verspricht, stellt vor die Augen unserer Nachbarn scheinbare Gefahren und bringt sie gegen uns auf. Auch sie kann nur die Kräfte unserer Feinde aufstacheln, wenn nicht sofort Taten kommen, welche die Deklaration bestätigen und verwirklichen. Ziehen wir doch die Lehre aus den letzten Jahren, lernen wir aus der Deklaration und den Pogromen, stützen wir uns nicht auf Worte, freuen wir uns nicht über Versprcclumgen, Talen, Taten, Taten! Die Oeffitung der Tore des Landes, eine deutliche Abkehr von der l*o!itik der Verhetzung, der Verleumdung und der Unfrieden- Stiftung zwischen der Bevölkerung, Beseitigung der schuldigen Verwaltung, Befreiung unserer Gefangenen, Organisierung unserer Verteidigung — dadurch und nur dadurch wird die wahre Bestätigung der Dcklaration kommen “ Dr. Josef Mohilcwer, der ehemalige Leiter des Odcssaer Seminars, der seit kurzem in Palästina weilt, hat in Vertretung Davia Yellins die Leitung des Jerusaletner Lehrerseminars übernommen. ״Achduth Haawoda“ veranstaltete anläßlich des 1. Mai eine Maifeier im Beth-Am in Jerusalem. Es sprachen Professor Fi nein an, Ben Zwi und Rubaschow. Es wurde beschlossen, ein Begrüßungstelegramm an die Labour Party nach London abzusenden, welche zu den ersten gehörte, die unser historisches Recht auf unser Land anerkannt haben. Die Kommission zur Feststellung des Schadens, der durch die Pogrome in Jerusalem verursacht worden ist, hat ihre Arbeiten beendet. Gemäß ״Haaret/.“ ist der Schaden in drei Gruppen geteilt: Geplünderte Waren im Werte von ööOOO ägypt. Pfund, bares Geld von 14 000 ägypt. Pfund und Beschädigungen an Häusern 10 000 ägypt. Pfund Oesterreich Die KuHurschande ln der Oestcrreichischen Nationalversammlung hielt am 11. Mai der Staatssekretär des Innern Eid er sch eine Rede, in der er auch auf einen Angriff des christlichsozialen Abg. Kunschak wegen zu lässiger Ausweisung der Ostjuden antwortete. Der Staatssekretär sagte: ״Was die Ausweisung der Ostjuden anlangt, so sind nach Erscheinen der betreffenden Verordnung 20 000 Gesuche um Aufcnthaltsbcwilligungen vorgclegt worden. So sehr man sich auch bemüht, bei deren Behandlung expeditiv vorzugehet», so ist doch eine solche Zahl von Gesuchen schwer rasch zu erledigen, weil einerseits Erhebungen gepflogen werden müssen und andererseits die verschiedenartigsten Verhältnisse in Frage kommen, die entsprechend berücksichtigt werden müssen. Schwierigkeiten ergeben siel! natürlich beim Abtransport, weil sich die anderen Nationalstaaten, namentlieh die Tschecho-Slowakci, weigern, den Durchtransport ohne weiteres zu gestatten. Nichtsdestoweniger wird die Abschaffungnach Möglichkeit und Zu laß der Verhältnisse betrieben. Es wird auch nicht lediglich auf die Erwerbsverhältnisse Bedacht genommen. Selbstverständlieh werden Schieber und Personen, die bei einzelnen Razzien festgcstcllt werden, sofort abgeschoben. Aber auch Personen, die einem ehrlichen Erwerb nach gehen, erhalten nicht ohne weiteres eine Aufenthaltsbcwilligung, weil immer geprüft werden muß, ob in der betreffenden Branche nicht bodenständige Arbeitslose vorhanden sind und man doch in diesen! Falle dafür sorgen muß, daß diese gegenüber den fremdländischen den Vorzug erhalten. Es muß also auch weiter damit gerechnet werden, daß diese Aktion nicht in einem raschen Zuge durchgeführt werden kann. Die vom Abgeordneten Kunschak vorgeschlagcne Unterbringu ng der Ostjuden in Konzentrationsfagern möchte ich ablehnen. Ich würde sie für eine Kulturschande halten (Zustimmung), aber abgesehen davon, würde eine solche Maßnahme im Auslande als eine barbarische aufgefaßt werden.“ (Es ist klar, daß die Unterbringung von Ostjuden in Konzentrationslagern eine Kulturschande ist, die in keinem Kulturstaat ernstlich erwogen werden kann Deutschland war cs •Vorbehalten, mit einem solchen Gedanken eine Zeitlang zu spielen. — Red. d. ״J. R.“) Deutschland Eia Verband bayrischer israelitischer Gemeinden Ende April ist in Nürnberg ein .Verband der bayrischen israelitischen Gemeinden begründet worden. Man mag nun an sich schon bezweifeln können, ob (|,e Gründung eines solchen Landesverbandes gegenwärtig, wo alle Kräfte auf die Schaffung eines Reichs» erband es konzentriert werden'müssen, angebracht ist, ob nicht durch derartige partikularistischc Gründungen die Schaffung einer Gesamtorganisation aller in 1 Kutsch- Lind wohnenden Juden erschwert wird. Aber r-, svq zugegeben, daß man über diese Frage verschiedener Ansicht sein kann, daß man gegen das Zustandekommen eines Landesverbandes dann nichts wird ciuwcndcn können, wenn durch ihn wirklich ein Foriseliriit erzielt wird, wenn er eine Etappe auf dem Wege zu einer Gesamtvertretung darstellt. Der bayrische Verband aber hat eine Verfassung erhalten, die weit reaktionärer und undemokratischcr ist als etwa der Entwurf des [). 1. G. B. Die Ausländer erhalten bei den Wahlen für die ״Tagung“ erst nach fünfjährigem ununterbrochenen Wohnsitz in einer bayrischen (!) Gemeinde das aktive Wahlrecht; das passive Wahlrecht können sie überhaupt nicht erwerben. Jedes Wort der Kritik könnte die Wirkung dieses unerhörten Wahlrcchtsraubs nur abschwächen. Ferner: Die Exekutive des Verbandes liegt in den Händen eines Rats; von dessen 19 Mitgliedern werden nur zwei von der ״Tagung“ gewählt, die anderen werden ernannt, zum größten Teil von den reaktionären Gemeindebehörden. Und schließlich: Der jitz uapnf uaipsuKcq a!p ‘aqcßjnv a!p jei! pueqjs^ Pflege ihrer religiösen Interessen zusamuicnzufassen. Daß das lediglich eine assimilantische Fiktion ist, ergibt sich daraus, daß, wie wir dem ״Israelit“ entnehmen, den orthodoxen Gemeinden das Recht Vorbehalten ist, einen eigenen Gcmeiudebund zu gründen, und es ist verständlich, daß der ״Israelit“ diesem orthodoxen Gemeindebund die Würde der ״Religionsgemeinschaft“ zuspricht. Welche Bedeutung hat dann aber der übergeordnete Zweckverband? Sollten vielleicht auch die Juden in Bayern noch andere gemeinsame Interessen haben als die religiösen? S. H. Dazu wird uns berichtet: Nürnberg. In Nürnberg fand vor kurzem mich zweitägiger Beratung die Gründung der Oesamtorganisation der bayerischen jüdischen Gemeinden statt. Dieses Resultat war nur möglich auf Grund eines Kompromisses mit den Orthodoxen, durch das alle religiösen Angclegenheiten tatsächlich der Kompetenz des Verbandes entzogen wurden, trotzdem er nach seinem Zuständigkeitsparagranhen die Wahrung der religiösen Interessen der bayerischeil Juden für sich in Anspruch nimmt. fX־r Verband ist nach dem Kompromiß lediglich ein Zweckverband. L)ie religiösen Angelegenheiten werden selbständig von zwei ״Ritualkommissionen“, einer liberalen und einer orthodoxen, wahrgenommen. Der Verband wird im wesentlichen die bayerischen Juden den Beliördcn gegenüber vertreten, sie gegen Angriffe von außen verteidigen, die soziale Fürsorge organisieren, die wirtschaftliche Lage der jüdischen Beamten heben und sichern usw. Das Wahlrecht zum Verband ist durchaus demokratisch. Freilich ist es uns nicht gelungen, eine entsprechende Bestimmung in!las Statut hincinzuarbcitcn, wodurch die Gemeinden veranlaßt werden, ihr Wahlrecht dem des Verbandes anzupnssen. Ebensowenig gelang cs uns, unsere Anträge bezüglich der Ostjuden durchzusetzen. Es bleibt dabei, daß die O s t j 11 d e n erst nach fünfjährigem Aufenthalt in einer b a y e r i s c 11 c n O e 111 e 111 d e das aktive, dagegen niemals das passive Wahlrecht erhalten. Immerhin ist bemerkenswert, daß diese Bestimmung nur mit einer ziemlich knappen Majorität durchging und daß unser Gegenantrag vor allen Dingen die übetwiegende Majorität bei den Vertretern des rechtsrheinisehen Bayerns fand. Nur dadurch, daß ein Herr die Stimmen von 79 pfälzischen Gemeinden in seiner Hand vereinigte, wurde die ostjudenfeindliche Fassung angenommen. Wir haben daraufhin folgende Erklärung zu Protokoll gegeben: ״Die Unterzeichneten bedauern die Ablehnung des entgegenkommenden Antrags Kommerzienrat Frankel- ’München in der Ostjudenfrnge. Sic fordern, daß die endgültige Verfassung des Verbandes der bayerischen jüdischen Gemeinden alle jüdischen Kräfte zur vollen Mitarbeit hcran/ieht und daher auch Nicht-Reichsangehörigen die Wählbarkeit /«gesteht. Sie können den ablehnenden Beschluß der Vcrsammlung umsoweniger als endgültig anerkennen, als er nur durch die Vereinigung von 79 pfälzischen Stimmen in einer Hand zustande kommen konnte, und der Antrag Frankel bei den Vertretern der Gemeinden de* rechtsrheinischen Bayerns eine überwiegende Majorität fand.“ Diese Erklärung wurde außer von den zionistischen Vertretern von einer sehr großen Anzahl von Gemeinde- Vertretern, Rabbinern usw. unterzeichnet. Ostjüdische Konferenz Im Repräsenlanten-Sitzungssaat der Berliner Jüdisehen Gemeinde tagt am 16. und 17. Mai eine Konferenz des Verbandes der Ostjuden in Deutschland, an der 40 Delegierte aus verschiedenen Teilen des Reiches teilgcnommen habea . Während der zweitägigen Verhandlungen wurden alle das Ostjudentum in Deutschland berührenden aktuellen Fragen eingehend erörtert. Nach der Wahl des Präsidiums — Lewit (Berlin), Reich (München), Bader (Köln), Lin (Berlin), Dr. Taubes (Stuttgart) —, erstattete der Generalsekretär des Verbandes, Herr Lin, den Tätigkeitsbericht und wies auf die Leistungen des Verbandes insbesondere

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