Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 28 (30.4.1920)
- Date
- 1920-04-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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itlte 210 V ludo» ebenfalls mißhandelt. *Eine Aiiteilu«^־ jüdischer b'c^sfwclM■ wurde durch Bedrohung init Maschinentjcwclu1»־ m\ ückgcwicson. Afs der Agronom Schwarz- Haratmati durch das Jaffator ciodrang und einen Jixfcti vor einem Ucbcrfail verteidigen wollte, wurde er vom einer ganzen Bande mit Messern und Schwertern iH'.irheitet, sein Schädel wurde zertrümmert. Am dritten ר i;,e lehrte die Kühe ein, fünf bis sechs Flugzeuge ülwwachteM die Stadt, I)r. W c i 1 m a 11 n war während des Beginnes der Unruhen in Haifa, kam aber am Sonntag abends ztuück und sprach ain Montag, 8 Uhr morgens, bei General Bois vor. Einzelne Pogromisten sind verhaftet worden, aber auch viele jüdische junge Leute j von der Selbstwehr. Andererseits ist einer ganzen Reihe von jungen Leuten von der Regierung erlaubt worden, ohne Waifc in den Judenstraßen Wachdienst zu leisten. U>e Zahl der verwundeten Juden beträgt 186, darunter ein Armenier und eine Armenierin (ein Verzeichni9 der Toten gaben wir bereits »n der vorigen Nummer der ״Rundschau“). Wir klagen an Unter der Uebersdirifi ״Wir klagen an“ hat die ״Achduth II aa wo da 11" ein Rundschreiben erlassen, datiert Jaffa, 10. Nissan, in welchem den palästinensischtn Behörden entschieden die Vcrantworhmg׳ für die Ereignisse in Palästina zugeschrieben wird. Diese Beschuldigung wird durch einige Tatsachen unterstützt. Es ist fcstgestellt worden, daß die arabisehen Behörden jede Art von antijüdisdicr Agitation \on seiten der Araber geduldet und nichts unternommen haben, um die Erregung zu unterdrücke״. Keiner der arabischen Agitatoren ist jemals zur Verantwortung gezogen worden, noch sind die arabischen Zeitungen wegen Aufreizung gegen die jüdisdie Bevölkerung verboten worden. Die anti-zionistische Demonstration, die vor einigen Wochen in Jerusalem stattfand, wurde mit Erlaubnis der Behörden veranstaltet, und ohne diese Erlaubnis hätten die Andrer nie gewagt, an öffentlichen Demonstrationen teilzunehmen, weil sie cs für ungesetzlieh gehalten hätten. Aus diesem Gründe schlug auch die erste Demonstration völlig fehl. Aber als man sah, ilall die Behörden keinen Einwand erhoben, setzten die Araber ihre Agitation fort und veranstalteten eine zweite I remonstration, die mehr Erfolg hatte. Ungeachtet einer Anzahl widriger Unfälle, die sich während dieser zweiten Demonstration ereigneten und die das behördliche Verhot weiterer Demonstrationen zur Folge hatten, fuhren die arabischen Führer fort, die Bevölkerung gegen die Juden aufzuhetz.en, ohne daß die Behörden sie daran gehindert hatten. Diese Agitation wurde eine Reihe von Wochen fortgesetzt mit den bekannten traurigen Resultaten.. Es wird darauf hingcvviesen, daß die Zeitung Southern Syria“, die in der Hauptsache für die Verbreitung des Hasses der Araber gegen die Juden vcrantwörtlich war, seinerzeit die Proklamation veröffentliriitc, die als offene Aufforderung zum Vergießen jüdischen Blutes anzusehen ist. Darin stand z. B. folgender Passus: ״Wenn Proteste nicht gehört werden, müssen wir zu Taten schreiten; statt zu den Federn werden wir zu den Schwertern greifen, und Sarah Thon Vor mir steht das Bild der nun von ihren Leiden j Erlösten: eine hohe, voll gereifte Fraiiengcstolt mit | dem Siegel blühender und noch nicht erschöpfter Fruchtbarkeit. Auf den breit ausladenden Schultern ein Kopf, der sich mutig und ein wenig trotzig zugleich hinausliebt über den Leib, als wollte er der Erde fern und dein Sonnenlicht nahe sein. Und in den scharf markierten, herben Zügen dieses von schwerem Haarkranz gekrönten. Kopfes ein Paar leuchtend blauer Augen, «auf deren Grunde eine ungeahnte Milde leuchtet. Und ein tmermeßliches Leid. - Was ist »ms diese mitten im Sommer des Lebens dahingcuüihte Frau gewesen? Die Gründerin und langjährige Leiterin der Spitzciischulen tu Palästina? Auch das, und cs war kein Kleines, dieses Werk zu schaffen, dem in der Entwicklungsgeschichte unserer neuen Gemeinschaft ein nicht unbedeutender Platz gebührt. Aber wer da glaubt, mit dieser Leistung Sarai» Thons Wert und Wirken bezeichnet zu haben, der hat nie einen Haud» dieses ungewöhnlichen Fraucngcistcs verspürt. In Wahrheit war diese Frau eine Kämpferin, die den Mut besessen hat, sich mitten auf das Kampffeld des Lebens zu stellen, und für die Gesellschaft, in der sie lebte, für das Volk, dem sie entstammte, und für das Gcsdilecht, an das sie gebunden war, den Kampf auf sich zu nehmen, um am Heraufführen einer neuen Zeit mitniscliaffen. Unter bcdiückendcn Lebeitsbcdingungen in einer galizisdicn Stadt aufgcwachseu, verschafft sic sich als sriwnes, jugendliches Mädchen unter tausend *Opfern die Mittel zu einen» gmndlidicn Studium. Frühzeitig wird sie einem Kreise junger Gefährtinnen, die bewimdemd zu dir a»rischen, Führerin und Helferin auf dem Wege zum Wissen «nid Leisten. Ihr durstiger Geist strebt hinaus über die ererbten Traditionen, über die Magerliehen Vorurteile des angestammten Kreises und über die verfaulten Grundlagen einer Gesellschaft, deren so- *iale Unmoral de tief empfindet. Noch nidit geöffnet für die Stimme des Stainmesbiutes, schließt sie sieh JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 28 statt Tinte werden wir Blut vergießen.“ Al» dcr-Waad talr der Juden Jerusalems die Aufmerksamkeit der Bchörden auf diese Proklamation lenkte, die in Iwndcittausenden von Kopien verteilt wurde, war die Antwort der Behörden: ״Und warum haben Sie Ihren Brief gegen den Bürgermeister von Jerusalem veröffentlicht?“ Aus dieser Tatsache geht hervor, daß die Proklam a t i o n mit Wissen der Behörden veröffentlich! und daß ihre Verbreitung nicht verboten wurde, noch die Urheber und Verbreiter zur Rechenschaft gezogen worden sind. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß trotz des Verbots öffentlicher Demonstrationen die Behörden dem Herausgeber des ״Southern Syria“ und seinen Kollegen erlaubten, sich am •1. April in der Jaffa-Straße auf der einen Seite zu versammeln, andere Agitatoren am Jaffaer Tor auf der anderen Seite, zu dem Zwecke, eine Ver- Sammlung im Freien abzuhaltcn. Bei dieser Vcrsammlung wurde das Bild Emir Faisuls entrollt und seine Krönung proklamiert. Zu gleicher Zeit wurde offen dazu aufgefordert, die Juden «umgreifen; darauf brach dann der Pogrom aus. Es wird weiter fcstgestellt, daß ein Teil der arabisehen Polizei an den anti-jüdischen Exzessen teilnahm und eine Anzahl von Juden geschlagen wurden, jüdische Läden wurden ausgeraubt, olinc daß von seiten der Behürden irgendwie eingcschrittcn worden wäre. Als aber einige Juden versuchten, ihren Brüdern zu Hilfe zu eilen, fanden sie, daß die Stadttore für sie verschlossen waren. Es ist auch zu beachten, daß, während die ganze arabische Polizei bewaffnet war und den Aufrührern Belstand leistete, keine jüdische Polizei zu sehen. War, da die Behörden sich die ganze Zeit .über der Schaffung einer jüdischen Polizei widersetzt hatten »ind die paar Juden, die bei der Polizei waren, wurden außerhalb des jüdischen Viertels beschäftigt. Am 4. April, dem ersten Pogromtag, teilten die Juden den briti- ^selten Behörden mit, daß die arabische Polizei an den Aufruhren tellniilmie, und verlangten, daß die betreffenden Organe sofort ihres Dienstes enthoben würden. Aber diese Vorstellungen wurden nicht beachtet, und auch am zweiten Tage des Pogroms '(am '5. April) nahm die arabische Polizei an den Exzessen teil. Die Bchör-׳ den werden weiter beschuldigt, keine ernsthaften Schritte zur Feststellung der Ursachen unternommen zu haben: eine große Zahl der Araber, welche an dem Rauben und Morden beteiligt waren, gingen noch frei umher und glaubten, daß sic recht gehandelt haben. Ganz offen prahlten eine Anzahl von Personen damit, daß die Behörden auf i 11 r e r S e i t e wären. Schließlieh sei erwähnt, daß, als ein Mitglied der Zionist Commission, Dr. de Sola Pool, sich zusammen mit einer Anzahl von Juden am zweiten Pogrom tag bemühte, seinen bedrängten Brüdern zu Hilfe zu eilen, alte ITaucn und Kinder, die auf den Straßen waren, zum Jaffaer Tor brachte, um sie zu beschützen, er und seine Beglciter von einem englischen Offizier verhaftet wurden. Das sind nur einige der Tatsachen, cs könnten noch viele andere aufgezählt werden zum Beweise, daß die englische La ndes vc r wa 1 tu n g die Schuld trifft an dem vergossenen Blut unserer Brüder und der Beleidigung unserer nat i o 1» a I c n Ehre. einem polnisch-sozialistischen Kreise an und strebt Tag und Nacht nach der Aneignung des Wissens, das sie zum Kampfe für die Schaffung einer neuen Gesellschaftsbasis ertüchtigen soll. Da füidet sie in dem Kollegen und Lehrer, ihn, dem ihr Sein sich unlöslich verbindet und der sie erweckt zum Verständnis des Wortes: Jude sein. Als sie mit ihn» der Enge ihres heimatlichen Kreises entflieht, da nimmt sie mit sich die leidenschaftliche Liebe, mit der sieb ihre starke Natur dem jüdischen Ideal ergeben hat. Aber sie nimmt auch mit sich einen Schatten des Goluswinkcls, dem sic entstammt, »md dieser Schatten heftet siel» an ihr Leben und will sie immer wieder' von dem hohe!» Fluge ihres Geistes herabziehen zu Sorge, zu Not, zu Zweifel »md Zwiespalt. Nach einer kurzen Epoche, in der das Bewußtsein zweier Menschen, für einander bestimmt und einander Ergänzung zu sein, über eine Kette von Sorgen und Scbicksalsschlägen zu siegen hat, tritt Sarah Thon als junge Frau in eine nach Franz Oppenheimers Grand- Sätzen eingerichtete Genossenschaft ein. Dort schafft sie eine Konsumorganisation, in der sie nicht allein mit Klugheit und Umsicht sozialistische Ideen verwirklicht, sondern die sie gleichzeitig zu einer Pflanzstätte werk tägiger Liebe zu machen .strebt. Als sie geht, begleitet sie die Liebe und Dankbarkeit derer, für di« sie gearbeitet lut. In diesen» Arbeiten für die Rcali-. sicrung sozialistischer Ideale hat sie eine würdige Aufgäbe gesehen, aber erst als der Leiter des PaUistina- Amtes, der den beiden sdiwer ringenden Menschen Freund geworden ist, ihnen einen Wirkimgskrcis in Palästina bietet, fühlt sie sich wirklich vor der Erfüllung ihrer Lebensaufgabe stehend. Als zwei von jenen Pionieraaturen, die in der Bereitschaft, ihre letzte Kraft für die Verwirklichung des 7ionistischcu Traumes hiuzngcben, in die Ungewißheit des neuen Landes und neuen Lebens ein treten, folgt das junge Paar dein Rufe nach Palästina. Nach einer kurzen Zeitspanne des Aufmcrkens und Anpassens erkennt Sarah Thou ihre Aufgabe gegenüber diesem Lande, Die Frauen, die sic hier vorfindet,' schleppen Der entwurzelte Zioaismas Von Moritz Btleski*) Der Weg rar zionistischen Politik, den Gott ho Id Weil vorgcschlagcn hat,*nimmt seinen Ausgangspunkt von einer Kritik der radikaler!, «auch in der otiizielfen Propaganda vorgetragenen zionistischen Theorie. Weil wendet sich gegen den ״[:iitwiirzelirngsgedanken“, ei will die Zusammenhänge mit der «!»gebenden Kultur• weit anerkannt und betont wissen. Die Absicht, die radikale Anschauung als fehlerhaft nachzuweisen, verleitet ihn dabei zu einer grob ver zeichneten Darstellung. Seine Irrtümer in dieser Re Ziehung müssen zunächst zu rückgewiesen werden, wen« übcrliaupt eine fruchtbare Diskussion inöglicb sein sofj Eine neu für die zionistische I*01itik zu beachtend- und der radikalen Auffassung entgegengesetzte Erkenntnis soll darin bestehen, daß man das jüdische Kultur Problem nicht von heute auf morgen durch Fabrikation von Kultnrwcrten lösen könne, daß man insbesondere nicht alle möglichen außerjüdischen geistigen Vorgänge, nur weil sic neu seien, auf unsere Angelegenheiten übertragen dürfe. Auf diesen Selbstverständlichkeiten einen, Gegensatz gegen die radikale Richtung aufrabauen, ist unzulässig. Auch die Radikalen kennen die Schwierigkeit unserer Aufgabe, die starken Beziehungen, mb denen wir an die Umgebung gebunden sind, und die Unmöglichkeit, im Augenblick zu einem ungehemmten jüdischen Leben zu kommen. Weil macht sich seine A»rigäbe zu leicht, wenn er die Radikalen als Anhänger eine! töricht-einfachen Meinung darstellt, die alle Hindernis* übersähen und deswegen stürzen müßten. Die Radikalen sehen die Hindernisse, aber sie smd entschlossen, an ihre Ucbcrwimlung ’heranzugehen. Es kann nichts helfen, kann für uns jedenfalls nicht da* Wesentliche sein, vor ihnen stehen zu bleiben und ihr Vorhandensein festzustellcn. Das Wesen der Juden frage liegt nicht in unseren Uebercinstiminungcn mit dei Umgebung, sondern in unserer Besonderheit. Das weiß ja auch Weil, denn auch er betont die besondere jüdisclie Gcistcsstriiktur; diese seine Feststellung widerlegt im Grunde alle seine Einwendungen gegen die ״Entwurzeiung". Denn der Begriff, der diesem verzerrenden Sclilagwort zugrunde liegt, bedeutet nichts anderes aU die Tatsache unserer Verschiedenheit, als die Unmöglichkeit, im Leben der Umwelt zu unserem Lebe■ zu kommen und daher seine Normen als in jedem Sinne für uns gültig .anzusehen. Die jüdische Besonderheit bildet den unverrückbaren Inhalt der zionistischen Erkenntnis, ihre Entwicklung ist die Aufgabe der zionistische*' Politik. Hier liegt das Kernproblem, und deswegen sind nur die Wege Tür uns richtig, die zu seiner Lösung führen. Alles, was von diesem Kerngedanken wegführt, ist ein Umweg. Es kommt nicht so sehr darauf an, wie weit wir heute und morgen vorwärts kommen Aber daß der Weg begonnen werden muß, steht fest und muß immer wieder betont werden. Und nur da» ist doch der Sinn der sogenannten tmd vicfgeschmähte« ״Intensivierung", die selbstverständlich nicht wegen fl uv» keineswegs cuideuligcn Weites für die Erhöhung ticr Finzeipersöiilichkeit erstrebt wird. ITer hier von Weil behauptete Gegensatz zwischen individualistischer Betraclitungswciso und nationaler Verpflichtung ist ko«• stmiert (was schon daraus zu sehen ist, daß Weil denselben Leuten Individualismus und Hypcmationalismus, also übertriebenes Gemeinschaftsgefühl'vorwirft). Intcnsivierim״, dieses für eine gute Sache gebrauchte unschöne Wort, bedeutet nicht Betrachtung und Verdichtung uaserer persönlichen Anlagen. Wir verlangen Steigerung des jüdischen Lcbcnsgehaltcs und deswegen intensive Beschäftigung mit jüdischen Gegenständen. Dieser Weg *) Fortsetzung der Diskussion über Gotthokl Weils Artikel (siehe Nr. 17, 21, 22). mit sich die ganze Schwere und Trübe dcsGolus und vermögen nicht, sich aus ihr zu erheben. An dieser weihlieben Trägheit und Stumpfheit krankt das Leben de« palästinensischen Gemeinschaft; sic liegt wie ein heminender Klotz im Wege des wirtschaftlichen Aufschwung», sic hängt sich wie ein Bleigewicht an die Seelen der Männer und der Aufwachsendeu. Sarah Thons Schaffensfrohe, mutige Natur stellt sich diesen trüben, trägen Seelen gegenüber und strebt, sie mit sich zu reißen zur Höhe des Ideals. Durch zwei Mittel: durch Arbeit und durch Liebe. Noch fehlen alle Vorbedingungen für die Einrichtung eines sozialen, erzieherischen Werkes. Die Frauen des Landes haben niemals arbeiten gelernt und verstehen noch weniger, sich einer ernsten Disziplin zu fügen. Zur Ausübung der Arbeit fehlen Arbeitsstätten, Werkzeuge und Hilfen, es fehlen alk־ materiellen Mittel. Und vor allem die Juden, die jüdischen Frauen des Auslandes kommen nur langsam, langsam zu de* Erkenntnis der Nöte ihrer palästinensischen Schwestern, der Mittel zu ihrer Abhilfe und ihrer eigenen Pflichten gegenüber dieser Aufgabe. , Ungeachtet aller Schwierigkeiten beginnt Sarah Thon ihr Werk: die Erziehung der Frauen »md Mädchen Palnstinas zur Liebe ihres Landes. Das ist es, was sie siel! in Wahrheit zum Ziele gesetzt hat. Daß es Spitze« schulen sind, mit denen sie dieses Werk beginnt, ist e*n Zufall. Sic glaubt nicht, mit dieser Industrie die wirtschaftliclu׳ Lage im l-andc wesentlich verändern zu können, wenngleich der durch die Schulen vermittelte Erwerb vielen jüdischen Familien zu einem erträglichen Dasein verhilft. Aber sie gewöhnt die Mädchen, die wi'.kg zu ihr kommen, an Sauberkeit, an Pünktlichkeit und Ordnung und legt damit den Grundstein zu zusammengerafften Persönlichkeiten. Sie pflegt in den Arbeit*»- stunden die Kennt!!!» der hebräischen Sprache und schafft damit die Basis einer nationalen Kultur. Sic erzählt d« ScMIcrinncn von Ländern, Leuten und Ideen und erweitert so ihren geistigen Horizont. Vor allein aber. 9;e erschließt ihnen den ganzen Quell ihrer Liehe, nimmt sich jedes Einzelschicksals an, hilft und sorgt tu fremder Not und Bedrängnis, baut Schwankenden Brücken, bringt Schwerfällige zur Entfaltung und erweckt durch dm