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Jüdische Rundschau · 1920-04-23 · Heft 26 (23.4.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 26 (23.4.1920)
Date
1920-04-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JUEDISCHE IHJ.NDBCHX□ Seite!95 Nf. 26 «דין יי״ןץ m»?! riQ־^ London, 18• April. Heibert Samuel ist in San Renio eingetroffen. Herbert Samuel lat vur dem Verlassen Patästiiias der Presse folgende Aeusserimg r!ur Verfügung geSt<idV bm im Begriff, tadi zweimonatlichem Auf• enthalt dieses faszinierende Land zu verlassen, Idi folge verschiedenen Aufforderungen von seiten der Presse, wenn ich einige Acußerungcn über mene Ein• drücke von der Lage veröffentliche, Idi begreife den Zauber, den Palästina auf so viele seiner Besudicr nitsiibt. Seine großen historisehen Traditionen, verbunden mit der Schöntieit der Landsduff und - mit einigen Ausnahmen — den Idimatisdicu Vorzügen machen einen einzigartige« EindnuA Die wirtschaftliche Entwicklung. Idi hatte die wirtschaftlichen Verhalt• uisse Palästinas einige Zeit, bevor ich hinkaut, sfctdiert, und meine Besuche in verschiedenen Teilen des Landes, meine Unterhaltungen mit vielen maßgebenden Persönlidikeiteu haben tnidi in der Auffassung bcstärkt, die ich mir über die großen Entwicklung«.• niögüchKciten gemacht lütte. Das Land, als ganzes genommen, ist zweifellos imterbcvölkert lunl unterkulliviert. Durch zweckmäßige Anlage von Chausseen, Eisenbahnen und Häfen könnte es einen gewaltigen Aufschwung nehmen. Bei modernen VcUkkIcii der Bewässenuig und _Bebauung bietet die Wasscrftr.ge keine ernsten Schwierigkeiten, Jetzt, nachdem die rUsaclie des Malariaficbers erkannt und Vorkelmmge.i1 zu seiner Verhütung getroffen sind, könnte das große Hemmnis für die Volksgesundheit in Palä- »tiiin vcrmnslat unid sdilicßlidi vielleicht ganz behoben werden. Die Wasserkraft des Oberen Jordan׳ reicht aus, um alle Teile des Landes mit der entsprechenden elektrischen Kraft zu versehen, und ihre Verwertung in den Städten und Dörfern würde zahlreiche hülltstrien Idx-.usfätüg machen. Außerdem könnten audi verschiedene Kuusthandwcrkc eine Stätte liier finden. Nachdem nunmehr die Emmbahoverbindtaig mit Aegypten hergesleiU ist, wird zweifellos der l'vemdenvcrkelir seinan Ausdehnung zunehmen. Indessen, das Haupthindernis für die Entwickhmg des Landes ist, abgesehen von den Verkchrssdiwlcrigkeiten, die in folge des Krieges nodi fortbestellen, die Kostspieligkeit des Lebensunterhalts. Dadurch wird nicht nur eine Verteuerung der Baukosten und der allgemeinen Produktion verursacht, sondern das Leben überhaupt erschwert. Die Verwaltung Palästinas gibt sich die grollte Mühe, weitere Vorräte an wichtigste« Lehensmittein von anderswo zu beschaffen und auf diese Weise die hohen Preise herunterzudrüdeen. Die finanzielle Lage. Die finanzielle Lage des Landes ist zufriedenstellend. Das Anwachsen des Wohlstandes bringt sdion eine Vermrlmmg der Einkünfte, o!me daß bisher die Steuern erhöht sind. Bei einer sorgfältigeren Eintreibung der Steuern und einer wirksamen Erfassung der Einkünfte, wird die finanzieflc Lage ist den zwölf Monaten mit dein 1. April beginnend, eine beträchtliche Erhöhung des Ausgabenetats für die öffentliche Sicherheit und für die Erhaltung der Volksgcsundhcit ztdassen. Außerdem wird dadurch eine genügend grolle Summe <rübrigt werden können, unt die notigen Zinsen und die Amortisation für eine Anleihe zurückzustcllcn. Diese Anleihe würde dazu dienen, Wege atuulegcn und zu verbessert», Post, Telegraph und Telephon zu ver• bessern, und zur Errichtung einer Anzahl notwendiger Gebäude. Man hofft, diese Arbeiten in einigen Monaten ia Angriff nehmen zu können. Auch die Eisenbahnen halicti zufriedenstellend gearbeitet, und auch dort wird man Reserven zurückstellen können für dringend notwendige Zwecke. Dazu gehört vor allem die Ver• Stärkung der Strecken, um die Wiederholung von Unter- Waschungen, wie sie in den fetzten Monaten vorgekommen sind, zu vermeiden, die Erweiterung der Linie von Jaffa nach Ludd, und die Anschaffung von rollendem Material. Es ist zu hoffen, daß eine weitere Vermehrung der allgemeinen Einnahmen des Landes eine beträchtliche Ausdehnung des Ausgabenetats für das Erziehungswesen ermöglicht, sowie die Aufnahme von weiteren Anleihen für andere öffentliche Arbeiten zuläßt. Man beschäftigt sich auch lebhaft mit der Frage der Errichtung einer oder mehreren Agrarbanken oder Hypothekenbanken, um langfristige Anleihen für Landwirte und andere zu ermöglichen. Die politische Lage. Aber alle diese Aufbauarbeit hängt natürlich von der Errichtung einer ordentlichen, tatkräftigen und ge* achteten Regierung ab. Dasist die erste Bedingung für das Anwachsen der Einnahmen und für den Zufluß an Kapital. Es wird unmöglich sein, die erwähnten Anleihen, die dringend nötig sind, aufzuuelimen, wenn nicht in Palästina eine Regierung existiert, die Vertrauen genießt. Nur wenn eine befriedigende Lösung der politischen Zustände in Palästina durch die Friedenskouferenz erreicht ist, wird die wirtschaftliche Eilt- Wicklung des Landes beginnen können. Es ist aber nicht nur nötig, daß die Regierung des Landes eine gute sei, cs ist auch wesentlich, daß die verschiedenen Bcvölkcmngskreise zusammen arbeiten. Daß dies möglich ist, ist oft genug gezeigt worden, erst jetzt durch die Schaffung der ausgezeichneten Ge- Seilschaft ״The Pro-Jerusalem‘', deren Zweck ist, die Schönheiten Jerusalems zu erhalten und die Anziehungs־. kraft der alten mul ruhmreichen Stadt zu erhöhen. Die zionistische Frage. Idi habe während meines Aufenthaltes in Palästina Gelegenheit gehabt, die Kundgebungen gegen den Zionismus zu verfolgen. Meiner Aiisidit nach sind sie nicht ernsthaft beunruhigend, weil siq zum g־rofien Teil auf falschen Vorstellungen vom Wesen des Zionismus beruhen. Man hat geglaubt, daß die mohamedanische und christliche Bevölkerung unter die Herrschaft der jüdischen Minorität gestellt werden sollte. Man glaubt, daß die' gegcnwiirtigcn Eigentümer und Bebauer des Iknlens enteignet werden sollen. Man glaubt, daß die Verwaitungsjwsten zum Nachteil der anderen mit Juden besetzt werden sollen^ Alle die9c ,״I'au m 1 Hin, .■■.1■■-- — ■ ■■ -ווי י■!ויי■ ■וווו■.1■ווו.« 11 ן■«—!■וווו■, Annahmen sind unwahr. Obgleich idi nicht Mitglied der zionistisdien Organisation bin, bin ich doch voll und ganz mit ihrer Politik vertraut, und ich weiß, daß keine einzige von diesen Vorstellungen zutrifft. Id» weiß auch, daß, selbst warn solche Pläne beständen, die englische Regierung niemals eine solche Politik zulassen würde. Ich bin deshalb angesichts dieser feindseligen Kundgebtmgcn nicht beunruhigt, denn eine Bewegung, die sich^auf Irrtümcrn aufhaut, kann nic'üt von Dauer sein. Wenn es sid» hernussteilen wüd, daß die gehegten Befürditungen grundlos waren, ist es unvermeidlich, daß sich die Meinung derjenigen, die jetzt an den Kundgebungen tcilgenomnic« haben, ändern wird. ln Palästina ist Platz für eine weit größere Bevölkerung, als jetzt da ist, und die neuen Ankörnmlinge werden allmählich, in dem Maße wie die Bedingungen des Landes es gestatten, kommen; cs wird keine arme Klasse sein, die noch eine Last für die übrigen wäre, vielmehr werden sie von demselben arbeitsamen und fortschrittlichen Typus sein, wie die, welche in den letzten dreißig oder vierzig Jahren die jüdischen Kolonien in den verschiedenen Teilen des Landes gegründet haben. Sie werden Kapital mitbringen, das dazu beitragen wird, den Woldstand des ganzen Landes zu fördern zum Vorteil aller Bewohner. Niemand, der die Bezirke besucht hat, in denen die Kolonien liegen, kann daran zweifeln, daß, wenn sic nicht gegründet worden wären, das Land jetzt viel ärmer wänc; und wenn noch mehr geschaffen würden, würde das Land in Zukunft um 90 reicher werden. Es ist mir während meiner Besuche in den verschiedenen Teilen des Landes klar geworden, daß die Opposition ״egen den Zionismus nicht tief geht Die S clt ci c 11 9 und Fellachen in den Dörfern um die Kolonien herum leben im beste« Einvernehmen mit i 11 r e u Nachbarn. Es liat einen großen Eindruck auf mich gemacht, daß a n f ii ß - lieb meines jüngsten Besuches in Nordgaliläa eine große Anzahl von Scheichs mich aufsuchte, um mir ihre freundliche Gesinnung gegenüber den gegründeten Kolonien auszudrücken; sie versicherten, daß ihr Entstehe» die henachbartei! arabischen Dörfer reicher gemacht habe, weil sie neue und bessere Ackerbaumethoden cinführten und weil sid» die Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Bezirk erweitert haben. Sie versicherten mir, daß i 11 den arabischen Dörfern keinerlei Widerstand gegen eine weitere Einwanderung auf derselben Grundlage bestände. Ich bin durchaus der Meinung, und ich weiß, sie wird von den Führern der zionistischen Bewegung geteilt, daß diese Bewegung ihren Zweck verfehlen würde, wenn sie nicht in der Lage wäre, zu zeigen, «Laß sie ein wirklicher Vorteil für die ansässige mohammedanische und christliche Bevölkerung des Landes war. Es sollte ihnen jede Gelegenheit gegeben werden, an den neuen Unternehmungen, die ins Werk gesetzt werden, teilzunchmcn, man soll sie in ihren erzieherischen Bc- Strebungen unterstützen, und man soll sic als ein integrierendes und permanentes Element im ncuentstehenden Palästina anerkennen. Ich bin auch davon überzeugt, daß nur eine Politik auf diesen Grundlagen die Billigung der englischen Regienmg finden würde, die. in allen Teilen der Welt unerschütterlich gleiches Recht für alle wünscht. lebendige Beziehung zur Sprache voraus. Dagegen ließe sich sagten: für den Anfänger sei das Wertvollste gerade gut genug, nichts offenbare ihm so den Geist der Sprache wie diese klassischste Schöpfung, nichts schaffe eine so lebendige Beziehung zur Sprache wie gerade die Bibel. Die Entscheidung zugunsten des zweiten Standpunktes wird auf jeden ball durch ein gewichtiges n.itioiul-piidagogisches Moment gefordert. Der he* hräisebe Sprachunterricht 1111 Oalu!h ist im Ivohcn «Maße auch Kuliuriiiiteri'icht lind das Lesen der Bibel kau« datier bei ihrer einzigartigen Stellung in der Gesamtkii'rur de» Judentums nicht allzu lange binausgesclioben werden. I>.1711 kommt noch, daß erfahrungsgemäß auch das rein sprachliche Lcrnmtercsse die stärksten Anreize von der biblischen Lektüre erhält. Daher ist mit dem Bibeüescti ■möglichst früh anzufangeii, sobald mir die Sprache dem Schüler nicht mehr ganz fremd ist. Wir begannen nach etwa 50 Unterrichtsstunden, d. 11. nach etwa zehn Wochen. Das Lehrbuch von Rath war bis dahin hin etwa zur Lektion •13 durchgeiionuncn, außer• dem io der Grammatik das oben angegebene. Die Bibcllektiirc wurde auch für das lebendige Hebräisch fruchtbar gemacht. Das nodi heute lebende Sprachgut wurde hcrvorgcütolt und damit auch für den Säiiitcr -- ganz anders als im landläufigen Religions• unterricht — aus seinem Buclidascin erlöst. Bei den tmuulüchen und schriftlichen Nacherzählungen des in der Bibel Gelesenen mußte der Schüler au Stelle des verwandelnden Waw die im Neuhebräisdicn übliche erfekttonn atmenden, waa zugleich eine sehr nütz- "c״c grammatische Ucburig war. Bei der Vorbereitung am die Bibel wurde großes Gewicht darauf gelegt, daß nicht Uchcraebzimgcn, sondern nur das Wörterbuch bc* uu!/t wurde; denn die Fähigkeit, auf Grund der gram- «latischcti Kenntnisse ein Wörterbuch richtig zu bcnutzen, Kt von entscl>cidcnder Bedeutung für die Erierrmng der Sprache, insbesondere für alle, die allein wcitericnue« •wollen. Zugleich mit den biblisclieii Erzainungc״ wurden die stofflich da»! gehörigen schönsten Midraschim vermittelt. Im Sprachscininar kam hinzu eine wissenschaftlichere Durchdringung des Stoffes unter Heranziehung der alten hebräischen und der modernen ",issetiscliaftlichen Kommentare. Das!»punktierte Lesen, das bekanntlich für die meisten eine besondere Schwierigkeit bildet und ihnen als eine ganz neue Etappe auf ihrem hebräisdhen Wege erscheint, wurde schon nach da! ersten Monaten in der Weise vorbereitet, daß die Schüler zu Hause Stücke aus der Bibel tmvokalisiert in ihre Hefte ,übertrugen und sie im Unterricht vorlasen, wobei die Hefte gewechselt wurden, um auch das Lesen fremder •Hand- Schriften zu üben. Hat ntm der Schüler einigermaßen die Fähigkeit erlangt einen unvokalisierten Text zu lesen, und könnte man ihn an die neuliebriüsclie Literatur heranführen, so tritt 1:us eine technische Schwierigkeit entgegen, deren Niciitbcseiligimg geeignet ist, den Fortgang unserer ganzen Hcbraisierungsarbeit zu gefährden. Wir haben keine neiilicbräisclicn Bücher, kein ncuhchräischcs Wörterbuch. Das Sefcr Hau gada von Bialik, das Stofflicli und sprachlich von unermeßlichem Werte für. den Unterricht wäre, ist auch im Osten vergriffen. Die modernen Erzähler ruid Publizisten sind ’fast nie in einer für den Klassemmlcrriclit ausreichenden Anzahl von Exemplaren vorhanden. Das zwingt die Lehrer zu einem pädagogisch bedenklichen Uehermaß von Vorleset! und hindert die Schüler an der wichtigsten eigenen Arbeit, der häuslichen Vorbereitung mit Hilfe des Wörterbuchs; das zwingt ferner dazu, die Lektüre nicht nadi sprachlichen, pädagogischen Gesichtspunkten zu wählen, »oeidern nach der zufälligen Tatsache, ob von einem Buch genügend Exemplare vorhanden sind. Vielfach haben wir uns mit der hebräischen Schreibmaschine geliolfet», halten jedoch dieses Verfahren nur für einen äußersten Notbehelf, da die Durchschlüge wegen der mir undeutlichen Unterscheidung ähnlicher Buchstaben für Lernende sehr schwer kshar sind. Allzu große Hoffnungen dürfen wir auch nicht auf den Osten setzen, denn auch dort sind die meiden Bücher während der Kricgsjahre vergriffen und bisher nicht neu gedruckt worden. Nur die bekannten Cliresthomaticn von Gordon und Fichmami und das Wörterbuch von Klausner- Grasowski waren in letzter Zeit in einer beschränkten Zahl aus Polen hereiiigekoninien. Wir müssen uns daher einstweilen mit der Herausgabe von neuhebräisehet! Texten in einzelnen kleinen Heften selbst helfen. Der Anfang ist gemacht mit vier Erzählungen von Frischmann, weitere Fk'ftq;(Stücke aus dem Sefer Haagada, Berkowitz,• Feierberg und Mcndclc) sollen folgen (vgl. die Anzeige des Jüu. Verlages). Die liüdsemot ist nicht die einzige, die unsere Hebraisicrungsaibeit liommt, es bestellt auch eine Lehrernot. Notwendig für Deutscldand wären Lehrer, die , bei lebendiger Beherrschung des Hebräischen auch gut deutsch können, pädagogisch geschult und allgemein gebildet sind. Dieser Typus ist bisher nicht allzu häufig, . Für den Anfangsunterricht sind jedenfalls systematische Schulung um) Kenntnis der deutschen Sprache von größerer Bedeutung als freie Beherrschung des ttcbräi• sehen. Für Vorgerückte hingegen brauchen wir uubedingt Lehrer, die ihr Hebräisch aus dem Vollen schöpfen, und das sind einstweilen nur ostjüdische Lehrer. Um aus diesem Kompromißzustatid herausr. ikoniined und den idealen Lchrertypiis aus/.ubiklca, brauchen wir ein hebräisches Lehrerseminar. Das bcstehende _ hebräische _ Spr.ulisrminar kann in seiner jetzigen Form mit seinem zeitlich und stofflich immerhin beschränkten Stimdenp'au dieses Bedürfnis nicht voll befriedigen, ganz abgesehen davon, daß ein großer Teilder Scminarbcsucher gar nicht die Absicht lut Lehrer zu werden, sondern im Seminar nur eine intens. vci'0 Form der Sprachschule erblickt. Notwendig ist ein volles Lehrerseminar in zwei Typen: ein Seminar für Hörer mit guter hebräischer lind geringer allgemeiner Bildung und ein Seminar für den umgekehrten Typus. Es besteht begründete Hoffnung, daß »vir mit Hilfe der Tarbutliorganisation lind der Zionistischen Organisation bald an die Eröffnung dieser Seminare im Winter dieses Jahres werdet! hcrangehen können. Neben diesen neuen Aufgaben gilt es das Bestellende zu sichern und auszubaucn, die hebräische Sprachschule wirklich zu einer Schule zu machen, die sid» van de.» frülierei» Kursen auch dadurch unterscheidet, daß sie eitlen festen Stamm von Schülern hat, die mehrere Jahre hitiditrch u: «unterbrochen am Unterricht tcilncluncn. Es bat sich erwieset», daß Studenten, Kanfleiite usw. ein derartig stetiges Element nicltt sind. Es muß mit Leuten begonnen werden, die scljon aus äußeren Gründen mehrere Jahre hindurch an einen Ort gebunden sind und in deren allgemeiner Beschäftigung nicht Vcränderangen ekitrctcn, die sie zu einer plötzlichen Unterbrechung zwingen. Ern solcher Typus sind Schüler im Alter von 13 bis 14׳ Jahnen. Diejenigen unter ihnen, die neben ihrer Arbeit für die Schute noch mindestens dreimal wöchentlich je 1Stunden aufbringen können und die gewillt sind, vier Jahre hindurch zu lernen ״ilt cs, zu Klassen zusammenzufassen. Mit diesen Schülern muß sofort begonnen werden, denn auf ihnen ruht £i,Hcbra,s,cnBi* «*er jüdischnationalen Jugend DeutH». la״ms■ Dr. Moses Smoira.

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