Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 25 (20.4.1920)
- Date
- 1920-04-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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i I Nr. 25 JU־~i>;.A:;-i X uUNDSCjj At) i sclinellcr Folge geleistet worden wäre. Wir hoffen, daß t durch seltlcauigc Uchernabme des Mandates durch Eng-! 1,'uid geordnete Ztnl imle Lm Laude geschaffen werden, eo j daß unsere Arbeit bald beginnen kann. J Redner beantragt Aunahtne nadistcliender ן Resolution: t ״Die am 17. April 1020 in der Stadtlialle zu Berlin tagende jüdische Massenversammlung' ist von der Nachricht über die antijüdischen De- « moiistrationcn in Jerusalem, die am Vorabend der Regelung der politischen Zukunft Palästinas dura: die Friedenskonferenz zur Tötung und Vcrwtiudimg von Juden geführt haben, aufs tiefste hetroffen. Die Versammlung erachtet die lokale Verwaltung als verantwortlich für Leben und Eigentum der Juden in Palästina. Aber unbeirrt durch Tagesvorfällt• gibt sic der Entschlossenheit des jüdischen Volkes, Ercz-Israel wiederherzustellen, unerschütterlichen Ausdruck. Sie hofft zuversichtlich, daß der britischen Regierung ohne weitere Verzögerung das Mandat des Völkerbundes für Paliistina erteilt werden, und daß auf dicserOrundlagedasjüdischeNatioi nalheini erstehen wird.“ i Die Resolution wird unter großem Beifall einstimmig angenommen, j I | Die Zusammenstöße in Jerusalem % Zu den Vorfällen in Jerusalem veröffentlicht ״Zio-!!ist Bulletin“ noch einige Einzelheiten des Berichts der Zionist Commission an das Londoner Bureau, die i.1 der in letzter Nummer unseres Blattes veröffentlichten Depesche nicht enthalten sind. Danach wurden am •i. April wahrend der arabischen Prozessionen zirka (!0 jüdische Laden geplündert, 2Ü0 Juden verwundet, davon 5 schwer, von denen bereits 2 ihren Verletzungen erlegen sind. Die arabischen Gendarmen verhielten sich untätig oder unterstützten die Eingeborenen bei ihren Gewalttaten. Britische und indische Truppen patrouil- { lierten in den Straßen und auch Maschinengewehre j wurden aufgesteltt. 200 Verwundete wurden als Opfer , | der Ereignisse des ersten Tages in den jüdischen Spi- 1 J tälern untergebracht. Die Zionist Commission machte 1 sofort Vorstellungen bei Genera! Brots und Colonel 1 Stores, welcher versprach, daß die Angreifer streng I bestraft werden, und daß weiteren Unrulien Vorgehen!;( l werden wird. Nichtsdestoweniger ereigneten sieh an I 1U׳n nächsten zwei Tagen neuerlich die bereits gerne!-; de teil Exzesse. Am zweiten Tage wurde auf neuer- ’ liehe Intervention beim Gouverneur Belagerungszustand proklamiert und das Versprechen gegeben, daß die arabische Polizei durch britische truppen ersetzt werden wird. Trotzdem kam cs; um dritten Tage wieder zu Ausschreitungen, , Die Zionist Commission ist der Ansicht, daß die 5 f Verantwortung für die Exzesse auf gewisse arabische;! Agitatoren fällt, aber auch eine Folge der feindlichen . Haltung einer großen Zahl lokaler Beamten gegen die! Juden ist. Die Zionist Commission hat folgende For-; ן derungen an den Verwaltungschef General Bois gestellt; , 1 Ersetzung der arabischen Polizei durch britische,; : oder wenigstens Zusammensetzung der SicherUeitsorgane י zur Hälfte durch Juden; Bestrafung der Urheber der Unruhen: Schließung der arabischen Klubs, welche die ' ‘ Zentren der nntijüdisclieu Bewegung sind; Absetzung des Bürgermeisters von Jerusalem, welcher durch die Regierung ernannt ist; Schadenersatz, für die Vcrwiuu rieten und Beraubten; strenge Untersuchung durch eine Kommission, die auch jüdische Mitglieder enthält. Die zionistische Organisation stellt fest, daß die Verwaltung in Palästina seitens der Zionistischen Kominission auf die Gefahr von Unruhen gelegentlich der Nebi Musa-Dcnionstraüon am ■1. April vorher auf• merksam gemacht worden ist; die Zioiüst Commission hat auch ihre Anschauung geäußert, daß die eingeborene Polizei nicht geeignet ist, die Ordnung aut'reditzuerhuiten. Das jüdische Elend in der Ukraine Fm Redakteur der ״Wiener Morgenzeitung“ hatte (ielegc.iheit, mit Mr, Pine, dem Vertreter des auterika.'iiseiien Joint Dcstributiou Committee, zu sprechen, der von einem längeren Aufenthalt m dein von Polen besetzte;! Teile der Ukraine zurückgekehrt ist. Nach Mi. Pate ist die Lage in der Ukraine sehr traurig; die beständigen Kämpfe und die politische Unsicherheit liabe.1 die jüdische W i r t s c h a f i vernichtet und das Zerstörtaigswerk der Pogrome ist furchtbar. Ein• zckie Städte sind völlig zerstört, in verschiedenen Orten haben zehn• und zwölfmal Pogrome stattgefunden. Die gesundheitlichen und hygienischen Ver• näluiisse sind sehr schlimm. Typhus und Flecktyplius, die sehr stark verbreitet sind, üben ihr furchtbares Zustutuugswerk. Dazu gibt es auch keine Bader mehr. Die Zeichen der Pogrome sind überall zu scheu. Mr. Piue hat unter anderem Rowno, Luck, IXibsio, Wladinür-Wolynski, Staro Kons tan tinow, Proskurow besucht und überall die gleichen Eindrücke davon• getragen. Sehr traurig sieht es in Pros kurow aus, wo die Bauden entsetzlich gewütet und, wie bekannt, viele Juden ermordet haben. Das jüdische Spital von Pros• kurow vertilgt im ganzen über ■lü Betten; tmd es kommt oft vor, daß zwei Kranke in ei nein Bett liegen, Mr. Pme fand die •10 Betten mit bl) Kranken belegt, davon hatten •17 Typhus, drei lagen an den Folgen der Pogrome darnieder. Das Spital hat keine Wäsche, die Phegepimen haben keine Schuhe! Kaiider mit abgefroreuen Fußen findet man allenthalben. im Bezirk 'Dubito gab es im ganzen 32 Aerzte, davon sind 1U an .Typhus gestorben. Das jüdische Wirtschaftsleben ist .völlig erschutteri. An ׳Lebensmitteln fehlt es im Lande nicht, mir hcri'.dit eine große Teuerung und die verarmte; Bevölkerung ist außerstande, die Hohen Preise zu be• j zahlet:. Sehr groß ist der Mangel au Wäsche, Medi• j käme.■:ca usw. _ Die Lage der Juden .in der Ukraine war vor dem Kriege viel besser als in Polen und ein! eigentliches Massenelend gab cs picht. Wenn man den I ukrainischen Juden ■wirksame Hilfe bringen wird, so l könnten sie ■nach einer Konsolidierung der allgemeinen; Verhältnisse rasch wieder zu einer winscliaftiiehvit Kral- ■ tigutig gelangen. Mr. Pirie hat in der von Polen okkup.ertm Ukraine ■vic.e Millionen Rubel zur Verteilung; gebracht und ,sich mit den zahlreichen Lokalkomitees; in Verbindung gesetzt. Die Anwesenheit der jüdisch• amerikanischen Alisaion hat viel dazu beigetragen, den , Mut der ■schwergeprüften jüdischen Bevölkeiuug neu zu I belebe«. I Mr. piucs eigentliche Aufgabe war es, nach j S o w j e t r u ß 1 a o d und der sowjetistischea Ukraine ן zu gehet!,!was bis jetzt nicht möglich war. Nunmehr! hat die amerikanische Regierung sich entschlossen, die bestehenden Schwierigkeiten zu beseitigen und die Reise der amerikanischen jüdischen Mission nach Rußland zu gestatten. Mr. ■Pme kehrt nach Warschau zurück und hofft, d:e Reise bald antreteu zu können, unv das amerikanische Hilfswerk ■für die russischen Juden ein• zuleiten. ( das Semester des Sprachseminars im Monat Januar der Beginn eines neuen Sttidiaisemcslers in den Hochschulen fiel, so daß mehrere Hörer au_s Rücksicht auf ihre allgcmeinen Studien ausschieden. Andere waren den Anfordcrutigen an ihre Zeit und Arbeitskraft, wie sich nach Ufiigen Wochen hermissteilte, nicht gewachsen. Zurj zeit ergibt sich folgende Klasseneinteilung: A. Sprach•; schule. I. Stufe (Ende Oktober 1010 als Anfänger be- | gönnen): 5 Klassen. II. Stufe (Mai 1010 als Anfänger begonnen): 2 Klassen. III. Stufe (Januar 1010 als Anfangcr begonnen): 2 Klassen. IV. Stufe (Januar 1010 als i Mittelstufe begonnen): 1 Klasse. V. Stufe (Januar 1910 } als Oberstufe begonnen): 1 Klasse. VI. Stufe (Januar J 1019 als Sclekta begonnen): t Klasse. B. Seminar, j I. und 1(. Stufe: Lm ganzen 14 Klassen mit durchschnittlich I je 10 Schülern. Die Parallelkurse innerhalb ein und der- ] selben Stufe sind teils Morgen-, teils Abendkurse und t finden teils im Westen, teils im Zentrum statt. II. r c hgen om m en er Lehrstoff: I. Stute 1 ■ 1ä. |a''e Unterricht, 5 Wochenstunden): Orainma■ : regelmäßige Verbum in allen Binjamim, alk!.(!regelmäßigen Verba im Kal, die häufigsten auch ir Wi“2־״"d5c״ BilijMwm. Rat 11 Lekt. 1-51, 5Sb. 76 'L 125. (In Parallelklassen z. T. andere Lese r מ a\'s,Pa'l>•) Bibel: Bereschith 22-24, 37. 40-42 j 11 I aratielklassen z. T. andere Bibelstücke, z, B, Jona;׳ä0;',1 "• 2, Ruth, Ezechiel 37, v. 1-14 Psalm 1. •Ktdte, Ueberselzungeii ins Hebräische, sclirift'irh׳ j 1,«tcrzahliuigcn der vom Lehrer erzählten und der ge kiblisehi-11 Geschichten, kleine freie Aufsätze ׳*'tUKiaciic Nacherzählungen unu andere Sprechübungen II. Stufe (10 Monate Unterricht, 5 Wochenstunden) u ram m a t i k das ganze Verbum, Ucbungea unter Be «utzunp von Japhct, hebräische Sprachlehre; Rath uekt 1—54 1ani die meisten zusammenhängenden Lese stucke; Bibel: Bereschith 22-24, 37, 30-48 und 50 Richter 9, v. 8-15, II. Sam. 12, v. 1-6, I. Kön. 3 v 16—28, 17 und 21, Jona, Paalmen 121, 124, 133, Hk> j 1, 2 und •12, Ruth, Esther 1-7. Ausgewählte Stücke 1 aus Bialik, Sc :er Haagada. Erzählungen von Stcmberg, I Perez ti. a. wurden vorge.'esen. Schrifiliciie und münd• liehe Ucbiaigcu wie in Stufe I. | UI. Stute (13 Monate Unterricht, 5 Wochcnshuidcn): j Grammatik nid Rath wie in Stufe H; Bibel: Ruth, Bereschith, Schcmoth 1—7. Psalmen 1,10.113—115; j N e ti 11 e b r ii i s c 11: Agada wie in Stufe II; ficlimann,; Perakim rischwiim Teil 1; Frisclmiann, Hamaladi 11akataa; Achad-Haam, lo se hadercch I. Erzählungen vor- . gelesen, mündliche und schriftliche Hebungen wie in Stufe Ii. , IM. Stufe (13 Monate Unterricht, 5 Wochenstunden): Grammatik wie i»1 Stufe III, zuletzt unter Benutzung von Luzzatto-Kahanc. Bibel: Bereschith 12—50, Josua Richter, Ruth, Jona, Psalm 101, ausgewählte Kap. aus Samuel Könige und Kohcleth. N euh c b rä1 sch: Ficlimann, Perakim rischonim Teil I und II in Auswahl; Achad-I laam, 10 se hadercch. Diktate, grammatische Hebungen und Aufsätze. V. Stufe (9 Monate Unterricht, da zeitweise unterbrodten, 5 Wochenstunden): Grammatik: das Verl j bum nach Luzzatto-Kahanc; Bibel: Dcwarim (in I Auswahl), Samuel I und II, Kap. 1—14; 24 ausgewählte i Psalmen, Arnos 1—4. Neuhebräisch: Ficlunann. I erakiui riscluiihi! Teil II in Auswahl; Frisch mann 1 Ikiarez (in Ausw.), einzelne Aufsätze von Achad-Haam; j Diktate und Aufsätze. | Vt. Stufe (* lJ Monate Unterricht, da zeitweise unterj broclien, 3—4 Wochenstunden): Prosa: Erzählungen i von Jelmda Steinberg, Berditschewski und Asch, Auf• ן salze und Erzählungen aus dem ersten Heft der pa*!ästkiCiisiaehen Sammclschrift Maabaroth und von Achad- Haam; Gedichte: I. L. Gordo«, Bialik Sclmeur und Tschernichowski; Vorträge der Schüler (z. B. über M. Cb. Luzatto, A, Mapu) und Aufsätze im Anschluß an da» Geleseiie und über allgemeine Themen, Grammatische Wiederholungen. Seminar, I. Stufe (4ya Monate Unterricht bei lOVz Wochenstunden): Grammatik: das ganze Ver- :1 Seite 189 Der Parteikampf im polnischen Judentum Von unserem Krakauer is-Korrcspondcnten. (Schluß.) *) Da9 sogenannte bürgerliche Lager in allen seinen Schattierungen, von den Konservativen begonnen bis zur strengen Demokratie zerfällt in folgende Riehtuugcii; Zionistische Partei, F o 1 k i s t c 11, Misrachi, Sch Io me Etnunch Israel und Hapoel-Hazair, als dessen radikale Unke. Die führende Rolle in diesem Lager haben die Zionisten inne. Sie sind die Träger der E i n 11 e i t s i d c e. Jede Initiative zur Verständigung ist auf allen Gebieten des jüdischen Lebens stets und insbesondere seit der polnische Staat auferstanden ist, von ihnen ausgegangen. Die Idee eines jüdisch-polnischen Kongresses, eines einheitlichen Abgeordnetcnkluhs, eines einheitlichen provisorischen Nationrilrnls, einer gemeinsamen Ratmänner• und Handwerker- Organisation ist zionistisdien Ursprungs. Keiner von diesen Vorschlägen, bis auf die Vereinigung der jiklisehen Abgeordneten zu tecluiischen Zwecken, ist verwirkliclit worden. Sie zerschellten stets an dem Widerstände der Folkisten und Orthodoxen, welche aus Furcht vor Majorisierung durch die Zionisten in einer gc-!«einsamen Organisation stets Ausflüchte finden, um eine Verständigung zu vereiteln. Es sind zwar auch in der zionistischen Partei Anschauungen vertreten, welche die Idee einer ״splendid isolation“ der zionistischeu Organisation predigen und alle Vereinigungsver* suche wegen Mangel einer Zwangsorganisation, als nutzlose Krü itevergeud 1mg betrachten, allein diese Anschauungen sind, obwohl von starken Individualitäten vertreten, in der Minorität. Andererseits lassen sich in der zionistisehen Organisation starke Siikularisierungstendcnzcn des jüdischen Lebens wahrnchmcn, welche ein einheitliches nationales Programm mit der Orthodoxie erschweren. So pendelt nun die zionistische Organisation zwischen antiorthodoxischem Kulturkampf und philoortluxloxischcm Opportunismus. Diese Unsicherheit äußert sich im Mangel eines klaren, fcstgclcgten nationalen Gemeinde• progranuna. Trotzdem ist die politische Aktivität der zionistischen Organisation auf allen Gebieten des jiklisehen Lebens die stärkste, die intensivste. Nach soviel gescheiterten Versuchen ist die Vereinigungsfrngc momontan in den Hintergrund gerückt und die zionistische ׳ Organisation hat ziclbewußt den Weg betreten, Organi• sationen auf allen Gebieten zu bilden, die alle jene Gruppen und Richtungen verbinden, welche die Eiuheitsidee schon jetzt höher schützen als den Partikularismus (Misrachi, Hapocl-Hazair). Zu den bisherigen Ergehnissen dieser Politik gehören: der zeitweilige, jüdische N a t i o n a 1 r .11, der Zentralverband jüdischer Rat mann er, der soeben geschaffene Zent r a 1 v e r b a n d jüdischer Handwerker, da j, wenngleich immer noch fiaginemanscne, jeuoen sciiou reiche hebräische Schulnetz, die Organisationen hebräischer Volks- und jüdischer M i 11 el sch ul 1 c h r e r, die vor der Begründung stehende zentrale Kooperativenorganisation und der soeben in Vorbereitung begriffene Kleinkauf- 1 cu teverb a nd. Vielleicht werden diese Tatsachen eine Anziehungskraft ausstrahlen, die allmählich jede zentrifugalen Tendenzen bannen und sich gebieterisch unterordnen wird. Die Folkisten sind die Schöpfung des gewesenen Zionisten N'oach Prüutzki, eines der populärsten Juden in Polen. Die folkistische Bewegung ist als Opposition gegen die zionistische Organisation entstau. den und bezweckte theoretisch eine radikal-demokratische Richtung in der jüdischen Politik, radikale nationale Forderungen, politische und kulturelle Auto- *) S. Nr. 23. bum. Bibel: Bereschith Kap. 1—36 statarisch, zum Teil mit Raschi, 37—15 kursorisch, Psalm 10-1. Neuhebräisch: Pirke Awoth 1—4 irr Auswahl, Stücke aus dein Set er Haagada vou Bialik, Erzählungen von Perez, Frisclmiann, •Fichmann, Schalorn Alcclicm. Mendcle Mochcr Sforim und 2 Aufsätze von Achad-Haam (lo Se hadercch). Sprechübungen ini Anschluß au die Lektüre und an Bilder. Schriftliche A r b e i ten: grammatische Hebungen, Diktat, Nacherzählungen und Bilderbeschreibungen. Seminar, 11. Stufe (l'ä Monate Unterricht bei 11VJ Wochenstunden): Grammatik: das ganze Verbum. Bibel: Josua, Richter; 21 ausgewählte Psalmen. Miischna: Pirke 'Awoth 1—4 in Auswahl, L ';kurira. Pcrek 3, ׳Bcrachoth. Perek 1, 2 4. 5. 9; Erzählungen von Perez und 'Mcndcle Mochcr Sforim (Sefcr hnkabzanim), Aguon, Wchaja heakow lemischor (ganz), Aufsatz von Klausner über Perez, 4 Aufsätze von Achad-Haam. Sprechübungen im ,Anschluß an die Lektüre und an Bilder. Aufsätze im Anschluß an die biblische und neuhebräische Lektüre, ׳ Syntaktische Ucbungcn bei Besprechung der Aufsätze. (Fortsetzung folgt.) Dr. Moses Smoira. Presseschau ln der ״Weltbühne“ erschien ein Aufsatz von Dr. Elias Hurwicz über ״Die Juden und der Bolschewismus“, der sachliches, statistisches Material über die Teilnahme der Juden am Bolschewismus enthält. In der ״Zu fünf t“ vom 17. April beschreibt Harden ausführlich die Greuel der Berliner Judenrazzia vom 27. Marz und den Skandal im Lager Wünsdorf. ״Wer hätte noch vor zwei Jahren, trotz allen Greuclkunden aus Ost und West, nicht den Künder solchen Vorganges ins Irrenhaus gewiesen? . . . Nun ist lange schon Friede. Und gegen Wehrlose, in Deutschland Geborene oder Zugelaisene, kann Solche* geschehen?“