Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 22 (31.3.1920)
- Date
- 1920-03-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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j U ED ISCHE RUNDSCHAU Seite 157 Nr. 22 t!e das Gegebene (Galuth'gegcbectel) •dhilditcra he- ’ 1tn:1: ״Laßt 1!\ir 'nwüie Ruhe!“ Positiv. Theorien, die darauf a u s g e ii c 11, :1 Stelle letzter persönlicher V c r p f 1 i c h tun g, mit durch ’Beteuerung der U ngefiihr- «ichkeit gewonnenen A •8 int i 1 & nt c n in ratiiichem Verein, andere mit Palästina mi beglücken, sind ln diesem Augenblick t e! ä 11 r l i ch e r als je. In Wirklichkeit weckt nur Bckpicl Widerhall, nur persönliche, rionistisehc Aktivi- .4 zwingt andere zur Stellungnahme. Die ״Radikalen“ Mttptrndeo jeden Tag, Svas es heißt, Wenn assimil.intische Onkels mit Berufung auf Zionisten au» der Schar der \uhiw1ger Wagncr-Weils begütigend auf die Schulter klopfen: ״cs gibt doch aber vernünftige Zionisten; Jie sind gar nicht so radikal; wir sind doch auch dafür, wenn man andern Palästina als HdmstÄtte veri \ X i i 1 t '.1 *cfiiffi “ o Es ist eine geradezu unverständliche Theorie, es immer so darzustelien, als ob das ״Volk“ «ach Palästina .;dien solle und damit der Radikalismus des cin/e!.ne!t im Widerspruch stünde. Nein, das ״Volk“ als solches!st überall, in allen Schichten, Klassen, Ländern nur geleitet: es kau« sich nur darum handeln, überall ein- ׳eine zu erwecken, Chaluzzim aus allen Schichten des Volkes, die vorangcheo, handeln, Beispiele geben. Er- Ziehung kami in jeder zionistischen Gruppe mir den \ «trieb zu so jfersöalicber Erweckung und Handlung erstreben und hierin, in Bewährung und Leistung, nicht in Programmen und Theorien besieh! zionistische Politik. Wie töricht wirken ic! diesem Ziisamincnhaiig die Vorwürfe Weil» gegen die ״Radikale«“, wie verzweifelt jilm- Sch den ebenso gefälschten aller Reaktionäre gegen ';Jo’.schewistcn, Spartakisten und jeden ״Biirgerschrcck“. Gerade vielen Kreisen unter den allgemein ״Stürmer m-d lirtcnshieret“ genannten, ist cs niemals auf Intensiwlemng, persönliche Erlösung üsw, migekommen, wie .eder wissen könnte, der ülicrluupt mit zionistischer Jvgcad Zusammenhang hat. Diese Jugend trieb vielmehr gerade das Wissen, daß Zionismus nur aus Aktivität aheits persönlicher Bedarf,ti!uv erfüllt werden könne (die .:.1710 doch wieder, aber erst viel später, eiitinüitden); i.iB von dt« ersten, die gehen, die vielen abhängig und, die später kommen. Mau denke an die Wirkung der Bifuim, ohne die die auch vo« Weil gelobte ziel- 1!,.wußte Ptilitik der fahrende« Männer unmöglich Er- ,dg gehabt hätte. So hängt das ganze Gebäude der Weil ueü Wagner in der Luft, weil es ihnen nicht gelingt, *;••tiisii'ciiv« Tatvvillcn zu entfachen, während eben Pakiftin;» von den ökonomisch, beruflich, willen »müßig fü.ln genügend prädisponierten Massen nur dann erbaut werden wird, wenn ziclbcwußtc, tatgeilltc einzelne in größerer Zahl hinübergehen. Zionistische Er-!Hebung i»t die u« b edi 11 g t e Vo r a ti» *e t zu n!! zionistischer erfolgreicher' Politik. Da» '?egrvibn die Wagner-Weil nicht W* in die entschnleiuhxi Konsequenzen hinein. »>׳ gleicher Weise utihahbar ist all das, was Dr. Weil su» der Vcrknüpfihcit der Zionisten, der '■deutschen f.onistCD, mit deutscher Kultur ableiten will. Walticik! Wngncr diese Vcrkiiüpfilicii, die',auch' er als nun einmal da tmd unveränderlich annimmt, wenigstens als iJiigliidt des Galuth empfindet, vermißt man bei Weil, )fdeit Ausdruck dieser primäre« zionistischen Einstellung. י ia.nz ülm'tch Wie von Zollschan, dessen Buch ja auf »attz ähnlichen geistigen Voraussetzungen beruht, wird «lie jüdische '.15-MilUou«vwelt awschlicßlidi mit den Augen der Deutschjude« gesehen. So geht man au da» indische Problem mit ganz, unhaltbaren Voraussetzungen und falsche« Perspektiven heran, isoliert die paar deut- «■heu Jude« ,aus dem ganzen Volke, dem. ähnliche kulturelle Verbundenheiten mit den jedesmaligen Wohn- Völkern ur1terzusc1I!iebeu selbst Zollsdian rächt gelingt, ■w macht man hier aus dem Niclitwüle«, den Anschluß 1« die jüdische Entwicklung im Osten und Palästina .1: gewinnen, eine Theorie, die den Untergang des deuterheu Zionismus bedeuten würde, Theorien, deren logische Unzulätiglidikeit freiliclt mit noch von ihrer «,mitihdici Willenlosigkeit iihenrofteu werden. Daß Herr Dr. Weil noch immer auzunehmeu scheint, das VcrJvilfnis der Bevölkerung zum Staate habe kulturelle «:i'׳he;1lici1keit zur Voraussetzung, überrascht uns beinahe 1׳ cht mehr, mit genau derselben Theorie hat man die •H'!iK!cntn1,־i;111ung des jüdischen Volkes gefordert, hat ״׳.ui von jeher Nationen unterdrückt, führen die Assi- »minnu״־ den Kampf gegen den Zionismus. Herr Dr. ׳ ei! weiß nicht, daß nidit mir Sozialisten, sondern auch P'e Mächte das Recht jeder Nation auf kulturelles Ligen lebe« anerkennen, jnögcit zwei in einem Staate ••lohnen (Hier zehn. Ein Staat kann eben heute nicht mehr ״Gemeinsamkeiten politiscfier, wirtschaftlicher, kuturcller Interesse«“ durchsetzen, wo sie nicht bestehen. ^ei! stellt anstatt am dem kulturellen Erneuerung•- M.len der Zionistischen Jugend teilzunehmen, •eine . ,lvf!v '“יי der SirpcriuriLil des Staates auf, weil י■« nmeilidi tuelir an der Gebundenheit an deutsche v!' ,lrkihcr liegt. So wird auch hier wieder der wünsch der Vater der Theorie. Die Assi- «ante« bleiben aber wenigsten» logisch, niemals ist י• ••,;cgui eine;» widerspruchsvolle unmögliche Theorie!•" fC., l w’or^tn. >vie die vo« der kulturellen Staat»- n r 1 'n1t gewissen Berechtigungen und Ausnahmen. an Juden ‘(nationale Juden!) mit dieser Staatsdnheit (etwa einem reaktionären deutschen Staate) ftt ihrer eugensdsaft als Jude« nicht in Widerspruch komme« koiuien, wird vo« Weil vorsichtigerweise auch «icht ״«wiesen, sondern jntt der ungeheuerlichen, jede« Anti- ’?""*י™ Nvürdiß«> Behauptung belegt, daß ״die jfomstisctie Oigaükation vielmehr, •chon utU da« Vertrauen (1) »!kr Juden und Kulturataatm zu gewinne«, alle Vcrmilas'.ung (!) habe, dem ״Wold de» Staate* ... mit reinem־ Herze« zu dienen l“ Damit *uni für Weil d!e t Konflikte a priori erledigt. Nur eia Schritt bis zu der 1 Konsequenz, daß eine na'.ioualjüdDcäic Kultur ■ das Wold des Staates gefährde! Wie steht es• nun •mit dieser so hartnäckig geleugneten jüdischen Kultur?׳ Ich stimme Arno Wagner durchaus bei in der Meinung, daß die Schaffung einer vollkommenen jüdischen Kultur* im Gahith ein Widersprach in weh ist. Ein vollkommener!' Nicht zu btstreiten ist aber, daß ln den jüdischen Volks! nassen ein ganz anderes Verhältnis zur jüdischen Vergangenheit herrscht, als in den Kreisen des deutschen Juden, nicht zu bestreiten Sst fenter, daß der nationale Freiheit»- kanipf der Juden in Ercz-lsracl wie im Galuth bereits ungeahnte Energien gelöst hat, bereits Anzeichen kultureller Renaissance geschaffen hat, tlie all denen Redit geben, die glauben, daß der Aufbau Palästinas auch im Galuth die nationale Kultur ■neu beleben wende. Schon der nationale Kampf, die Erneuerung des nationalen Willens beratet die Renaissance vor. Und |das ist das ganze inbrünstige Streben des ״vom jüdischcn Wollen fmiatisi erteil und berauschten, entwurzelten“ Radikalen, wieder in!anderem' Maße als bisher Teil zu haben au dieser Rcnaissancebewegung. Voraussetzung: hebräische, Kenntnis von Gcschiclite, Literatur und kulturellem Leben( aber nicht getragen von jener antiquierten verstaubten Kenntnis von Historikcru der Wissenschaft des Judentums, sondern von gläubigen jungen Menschen, die Freiheit lieben und nicht Belimuig, diac jüdische Renaissance als des ganzen, Volkes Erlösung begreifen und nicht aus der eigenen Bequemlichkeit Gcgoiiwartsthvorien abstrahieren. So wird von diesen Radikalen gefordert: hebräische Schule von Kindheit au; winl von ihr ersehnt die geistige und kulturelle Einheit der jungen Juden aller Linder schon liier und jetzt. Das ist wohl möglich und smijj einigem Willen erreichbar, involviert aber niemafs die unsinnige unterschobene Beliauptung einer restlosen Erneirernng des Judentums im Galuth. Uns ist diese Frage ganz uninteressant, wichtiger ersclvclnt es, real Schritt für Schritt zu gellen. Aufbau des nationalen Schul- Wasens hier, hebräisch, Zusammenhang der Zionisten aller Länder, Beginn einer!einheitlichen Erziehung der Zionisten überall. Wir deutschen Zionisten haben alle Veranlassung, unsere Kräfte stärker!anzuspannen, 1017 den Zusammenhang mit der Entwicklung in Erez-Israel und im Osten überhaupt .־iiihahnen zu können. Dm andere•«, den Weil und Wagner «teilt es frei, hier mitzutun oder nicht; 1ms andern aller in gleichem Maße, diejenigen, die nicht mittun als Beharrende, Lähmende, zu Bekämpfende zu empfinden. Nicht Pirsönliclikeitsdiinkil, nidit FaiiaUsiuti» und intaisivicrungsdrang 1uul wie die Vorwürfe sonst heißen, mögen, treibt uns, sondern das Wissen, daß Zionismus von der Tat jedes Einzelnen al-h'ingt, daß wir allerdings um jeden ringen müssen, daß Zionismus die gewaliigsto Revolutionicrung ist, die der Jude heute erleben kann. Der Aufbau Palästinas ist micht von der Gewinnung einzelner Notabler und Wohltätigen fibliängig, am allerwenigsten auf den Wegen der Wagner-Weil; auch wir ״Radikalen“ verzichte« nicht auf die Gewinnung der Assimilanteu, glauben, daß die Mehrzahl der Juden die geistigen Voraussetzungen, zum Zionistwerden in sich trägt: aber diese latente Anlage kann «ur geweckt werden durch die gewaltige Stoßkraft Zielbcwußter, durch Tat und Beispiel, durch Eindruck von Persönlichkeiten. Utu| gerade wenn Palästina in den •nächsten Jahrzehnte• nicht das ganze Volk aufnehmen kann, wird es nicht darauf ankoqunen, uns mit den» bequemen Bewußtsein tatsächlichen geistigen Gebuiidcnseins die Umwelt beruliigt ■und wohnlich einzurichten, sondern in steten( Kampf mit der zionistischen Träghdt immer wieder zu neuer Tat, zu neuem Aufbau, zu neuen Stürmen atifzurufeii. Der Zionismus hat viel gefährlichere Feinde 31s die Assimiksnicn und Antisemiten. Die sind wenigstens immer zu fassen; die wahrhaften Schädlinge sind immer die Pessimisten, denen alles zu langsam geht, die schon wieder ihre entiuannenden Seufzer aus stoßen und schädlicher noch als diese, die heimlichen Rückschrittler, 1 falben, (lie ״Verwurzler“, die aus ihrer Unentseiilosicnhdt und mangelnden zionistischen Tatkraft Theorien der Beharrung konstruieren. Wären es ein• zeine, man könnte sie wohl übergehen, weil sie aber auf Anhang gerade in denjenigen Kreisen rechnen dürfen, die jede Gelegenheit, ihre Bequemlidikeit mit einem wenn audi noch so lödrrigcn theoretische« Mäntelchen zu umkleide«, begeistert benutzen, so gilt es, aufzupasse». I« Wirklichkeit enthält aber die ״Theorie“ der Wagner-Weil keine ״Praxis“, nur Oedankenarmut; so bleibt nur übrig, zu verhindern, daß diese Zionisten den deutschen Zionismus vor den Zionisten anderer Länder ebenso kompromittieren, wie die deutsdie« Assimilanteu das gesamte deutsche Judentum, Dafür gibt cs nur einen Weg: noch mehr als früher das ganze Wollen und die ganze Pcrs&ilidikeit nicht für den Abwehricampf, sondem Wir ziociistkahe Tat und Erlösung ci-imiactzeu. BCr. “ ן ÄboTmicrt &1if die ,Jüdische Rundschau“ Galuth und Palästina Wir alle, die wir den Eindruck habe», daß jetzt eine neue Epoche im Judentum licnuihrecim» müfee, ,sind unii der Notwendigkeit bewußt, auch die Stellung des Galnthjmlentuim zu Palästina auf eine andere Gnuulläge zu stellen. Es geht nicht länger an, daß die IW• Ziehungen einer nicht geringen Anzahl von Zionisten sich darauf bcschrünkeii, für lülästiii» in e'sier Art Geld zu sammeln, die sich von der der frülwreii PJiiluniiinopJc oft auch mit der größten Mühe nicht mehr unteischcideii läßt. Die (Lösung dieser Frage durch die Jugend, da« eigene Leben mit dem Schicksal P.ilästiuas zu verknüpfen, ist zwar für diesen Teil des Volke« die beste und zugleich eine unentbehrSiclic Grtuidlagv für den Neiiaulbau Palästinas, aber daß sic nicht für das ganze Volk in Betracht kommt, ist wohl klar Triefsch hat bei einer der letzten Sitzungen des Zentral- . koinitees u. a. auch eine regere Beschäftigung mit Kolon!- sationsfragen gefordert, die gewiß »ehr notwendig ist. Daß eine solche aber die intimen Beziehungen zwischen Galuth- Judentum und Palästina nicht zu schaffen vermag, die wir ebenso dringend wegen des erster«! wie wegen des letzteren benötigen, braucht wohl nicht bewies«» zu werden und Triet sch lut das ja auch mit ■hsiksi» Vorschlag nicht im Auge gehabt. Wir müssen da noch andere Wege einschlagen. Ke uneiftbchrlichstc Voraussetzung für ein innige* Verhältnis zum neu crstelicndca jüdisdven Palästina Kt die lebendige Kenntnis des Hebräischen. Soll die von mir beklagte Fremdheit gegenüber PalÜstina beseitigt werden, so muü es eine Regel wenden, daß der Zionist neben seinem Landesorgan zumindest auch eine palästinensisch? Zeitung liest. Daß dieser Fordemng heutzutage auch noch andere tcchnisclte Hindernisse entgegen »teilen, als die Unkenntnis der Sjuache, ist zum größten Teile der Tatsaclw zii/u•, schreiben, daß der Wunsch nur sdir sporadisch auftritt. Und ikxh ist eine Verbreitung der palästinensischen Presse in der GaHithjudcnheit von größter Bedeutung, ln richtiger Erkenntnis der zentralen Bedeutung Pa!ästinas für das gesamte Judentum hat die joliisiiiiensLsd»» Judcnhcit sieh in den wichtigsten Fragen der zionistisch«» Weltorganisation untergeordnet Dias erlegt aber dem gesamten Judentum die Pflicht auf, sich mit den Bedürfnissen Palästinas in einer intimeren Weise ausei tauder/usetzen, als es durch die Berichte in der Galuthpresse möglich ist. Ke VeituäHnisse sind in Palfistirev in mmidier Beziehung >-o in Gärung begriffen, daß es für die Galuthpresse fast unmöglich ist, neben der Erfüllung ihrer sonstigen!*fischten auch noch vom gegenwärtigen Palästina ein nur halbwegs zukängUdies Bild zu geben. Ein solches kann nur durch die unntittclbarw Leklure eines, womöglich 111eftrere־r jyalästvivencKciK-n BLittcr gewonnen werden. Sobald wir die Aufgaben und Schwierigkeiten fasseres Jischuw in Palästina gründlich erkemicn werde», wird sich and» zeigen, daß wir neben der Auflrringung der Geldmittel auch noch etwas anderes leisten können, 818 rein geistig an der Entwicklung Palästina» teilzunehmen. Sogar diejenige« unter uns, welche nicht mehr damit redmen, selbst an dem Aufbau Palästina* teilzunehmen, können an der Vorbereitung derjenige« arbeiten, welche dazu berufen sein werden. Ich mdue da nicht dro Berufsvorbcrdiung für Palästlru. So mi- ,gemein «richtig sic ist, t» mull sic d«>d» als techuLsolw Angelegenheit aussdiließlich von denen geleistet werden, die durch ihren Bemf irgendwie zu ihr befäingt sintlL Da• werden immer mir einzelne Sein. Aber «Ile Zionisten können durch die Schaffung eines sich praktisch au♦• wirkenden Solidariiätsbewußtsein» im hiesigen, jüdischcn Leben jenen »mentbelirlidjei» sozialen Geist schaffen, ohne den unsere künftige Siedlung in Palästina überlwuipt nidit bcstefren kann. I >.1c scheint mir die dringlichste Arlieit zu sein, die diejenigen fiir Palästina leisten können, welche nicht <xlrr noch nicht dorthin fibersiedcln. Von der soll in einem anderen Zusanimenliangc ihhIi ausführlidier die Rede sein. Heute s-öll von einem anderen Mittel gesprochen werden, das Verhältnis zwischen Galuthjudentum und Palästina inniger zu gestalten. Dieses Mitte! steht zwar dem erwähnten an Bedeutung weit nach, es ist dafür aber viel einlädier und rascher durch Zufuhren. Wir müssen dabei von den Beziehungen ausgehen, welche *wischeu dem Galuthjudentum und Palästina bereits vorhanden sind. So lädieriicb geringfügig die Beziehungen, wcldie sieh auf der materiellen Hilfe für Palästina aulbauen, im Vergleich zu der Rolle sind, die wir Palästina hn nationalen Leben zmveisen und zuweisen müssen, so wichtig sind sie als Ausgangspunkt. Damit bei der materiellen Hilfe für Palästina nicht die materielle Hilfe sondern Palästina das Widitige sei, muß es vor allem für den Hilfelcistendeu eine konkretere Gestalt annelmicn. Das erreichen wir atn besten durch eine Spezialisierung der Hilfeleistung. Haben wir doch schon mit den Sammlungen für die Jemeniten, für den Bezalel u. o. die besten Erfahrungen jjemneht. Kesca System der Sj>c/inli• sierung gilt es nun, zum Prinzip zu machen. Ganz Palästina ist in Schutzgebiete der 2ioni- tischen Organisationseinheiten einzuteilen. Jede Landes-, Distrikts-' oder Sonderorganisatio» erstattet an die Leitung Vorschläge, was für ein Sdiutzgebiet sie übernehmen will. Nehmen wir z. B. an, daß die kü'onisten Brandenburgs die Sorge um die Kolonie Rischon le Zion, die Bayern» diejenige um, Jcssodtlamaalah iibemchmco. Durch eine solche Spezialisierung wird e» «ch von selbst heraushilden, <1*8 die Zionisteu Brandenburg* und Bayerns *ich für die Schicksale Rischon 1« Zion• und Jeaood-Hamaalaha mit Terantwortlich fühlen