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Jüdische Rundschau · 1920-03-26 · Heft 21 (26.3.1920) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 21 (26.3.1920)
Date
1920-03-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 21 JOEDISCHE RUNDSCHAU Seile 149 irtalEi, die wn dmMUdv-plktotogisdtcr Twwkw frei ist. 2׳. Ikv.idr von liebräisciuiii Konvcrsntiofisaikeln. Dementsprechend Errichtung derartiger Zirkel durch *len Verband hebräischer Lehrer, der über ganz Deutschland auszmiehncu ist, 3. Besuch von hebräischen Vorträgen, Theatern usw. und Hebraisicnmg ihics häuslichen Lebens. Dem• entsprechend Erscheine« einer gute« Wochen- «chreft rach Art der ״Jüdischen Rundschau“ (m>t twaiigsabouncnKtit!), Bercithaltumg einer Jjulcn und reichhaltigen hehrüischct! Bibliothek, Ernc»- tiytg einer guten hebräische« Druckerei von seiten der Organisation, 1 <״«!;:«/. unsere altgemeinen Veranstaltungen zu liebraisic-rcn. Was mit diesen Forderungen erreicht werden soll, int - es kann ruhig ausgesprochen werde« cm ßukr liclräisdK'r Chauvinismus. Wir brauchen keine Asigst «1 haben, dadurch irgendwelcher z. U. deutscher Kulturweite verlustig zu ״chen, wenn wir uns vorübergehend bi tmsc/ciu Leben 111111 j^.ini/licli von iluicn 11bsir*1]iiercn. Haben wir es ei kaimt, da IS wir unser Ziel nur durch eine gewisse Einseitigkeit erreiche« können, dann müssen wir diesen Weg gehen und uns selbst dazu zwingen, mu edle mit tort/meißcii, die nicht die Kraft dazu ui .*!di selbst haben. Besteht erst mal in Deutschland m größerer Kreis HebräiscUsprcchcndcr, ist erst einmal da« öffentliche Leben bei uns hebraisiert, dann — davon b'm ich überzeugt ־ versdnvindcii eine ungdieure Menge von •Problemen und!»roblcindieii aus luweivsm Gesichtskreis, unter diesen nicht zuletzt das dar Metürodik des I kbriiBdihmens. Dotlta Han» Oppenheim. Zionistische Bewegung Jakob Schiffs zionistisches Bekenntnis Jakob Schiff hat bei einem Diner, das in Penn- %h׳m!äu zu lührcn Mr. Daniels, des Sekretärs der I krtie der Vereinigten Staaten, gegeben wurde, eine Weite gehalten, in der er erklärte: Es ist noch nicht so Lange her, daß Richter Mack (elcr /öoiüstcnfiihrer) und ich nicht voll und ganz in ן der Palästina- und Zionsfrage übereinstiinmten. Ich j glaube heute jedes Wort, das er gesagt 1 hat, unterschreiben zu können. Was mich zu dieser Ueber/eugung gebracht bat, brauche ich wohl nicht weiter zu erklären. Aber es ist klar, daß die schreckheiieii Ereignisse, die wir erlebt haben, vor allem der Weltkrieg, die /ionistisdie oder, wie viele es nennen, die Paläsünatragc entschieden lut . . . Wir brauchen Juchts anderes als eine jüdische Heimstätte unter engliachct׳ Oberhoheit. Damit sind wir zufrieden und überlaßsen die Entwicklung der jüdisch-politischen Verhält* nisse gern elcr späteren Zukunft, nachdem zuvor Pa- 1:1*111x1 das ־Judenland geworden sein wird. Wir sind . . , vorbereitet, und wir müssen mit all nn׳'a:rer Kraft und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln Vorgehen, Jim in Palästina eine Heimstätte für die Jude!» zu errichten. Es ist das einzig mögliche I.ii'mI für!die Juden, Die grollen Mitte! für die jüdischen Itilfslomis, sowohl!Ihre wie die der amerikanisch־) uu'ischen Bevölkerung, etwa 30 bis 35 Millionen Dollars, wurden umsonst und völlig zwecklos gegeben sein, wenn iiidit iu der Folge die jüdische Heimstätte in Palästina •««duffen wird. Ihese Auffassung ist alten Zionisten gemeinsam;!;leid!grillig, ob die einen für den Mandatstext die Work־ fordern, daß die Absicht besteht, aus Palästina schließlich einen jüdischen Staat zu machen, oder die ändert«, wie Dr. Weizniarm, nur verlange«, daß Pa- •v״ti1M סי jüdisch wird wie England englisch. Die M i 11 o r i t ä t s r 0 e h l e, lutea•*» mt ist, was Ifen׳ Schiff über die Mitioriutsredite in den Pariser Verträgen mit de» einzelneo kanten zu sage» hatte: ,,Es ist richtig, daß im Pariser Vertrag den Minori* «tun in den nimm und alte« östlichen Staaten Rechte ^«■;wbcu worden sind, aber diese Rechte stehen vorläufig »1dl mehr oder weniger auf dem' Papier. Die Vorurteil« und der Haß wurzeln tief in den Völker« Polens, ünl.vicns und Rtmiänieus; sie sind ihnen, so traurig es atcs/usjwedien ist, von ihrer Umgebung eingeflößt ־worden n&d luiscrc Vertrüge werden daran nichts ändern, Oie Jiklen wenden in diesen Ländern iiidit .glücklich werden, «ml solange diese Völker nicht scheu, daß die Juden eine greifbare Möglichkeit haben, ihre ungastlichen Lauder zu verlassen, solange werden sie nicht verstellen, womit sic drohen. Und erst dann werden sie sieb ernsthaft bestreben, die Juden da glücklich werden zu U*«en, wo sie sind. tke gehe» also, die Scliafiung einer jüdischen Heim- *atse in Palästina, einer Heimat, zu der es die Jude« zieht, ist seit zwanzig Jahrhunderten ihre Sehnsucht; 10, Zlit hat man es als feststehende Tatsache «ueiniim gelernt, daß die Wirtsländer für die Juden i,cmut sci" 'verden. Ich bin überzeugt, daß T 4״״f gekommen ist, wo der amerikanische Jude, hl• f. '־'vreiclit hat und der noch viel mehr voll- «st mm״1' ■״tüm’ h״ru' . Kr;‘%׳ untl» was noch mehr * ד/\£01י« *. ,״ Einfluß seift Ansehen kon- ׳ Ä£*ייייי »?'״״״ tnttmsdhaffen an <|£bSÄ J דlte in p«״». Aber wir dürfen iah f‘״ז,1^ז°י' ״• Dic Taschen müssen wert geöffnet werden, wir müssen geben, wirklich «!eben Der Resdie viel, der Minderbemittelte soviel er ton’ Es muß em großer jüdischer Aufbaufond* werden und wnn w»r das mdit erreichen, und zwar in Anwiika סי werden wir weiter unter dem Druck dieses fitdrtbaren Vorurteils leiden, da* uns sdion so lang« bedriwkt. Die Welt adrfet keinen, der «.ich nicht selbst aefitei. Wenn wir nicht länger uns überall, wo wir gelten und stehen, nur geduldet fühlen wollen, so müssen wir gemeinsam au der Schaffung־ der jüdisch«« Heimat im eigenen Laude — in Palästina arbeiten.“ Zur Aktionskomitee-Sitzung ui Zu unserem Bericht über die Actions-Comite-Sitzung sind folgende beiden Beschlüsse uachzutTagen: 1. IXis A.-C. drückt seine volle Zufriedenheit und *ein volles Vertrauen für die Tätigkeit des Komitees der Jüdischen Delegationen La Paris aus, 2. Der Aufsidrtsrat der Bank wird ge'beten, dicjenigen Mitglieder des Actions-Comitds zti kooptieren, die bisher noch nicht Mitglieder des Aufsichtsrats waren. Der zweite Beschluß hat endlich eine Frage zum j befriedigenden Ergebnis geführt, die die zionistische Or- | g,•»«Ration ziemlich lange beschäftigt und vor allen* auf j eleu beiden letzten Kongressen eine Rolle gespielt hat.! Jetzt ist endlich der allein normale Zustand erreicht worden -- vorausgesetzt, daß elcr Aufsichtsrat der Batik dem Ersudten des A.-C. entspricht, woran nicht zu zweifeln ist —, daß nämlich dieLeitungdesj.C. T., unseres wichtigsten Finanziustituts, mit der Leitung* 1 der zionistitchen Organisation zu s a m ן in e n f ä 111, ,, | Der Zusammenbruch der Opposition Unter dieser Uehersclrrift nimmt das Organ der eng- J lisehen Zionisten ״The Zionist R e v i e w“ zu den I Ergebnissen der A. C.-Sitzung Stellung. Die Zeitung 1 betont, d;di die von Marmorek und Fischer ge- 1 machte Opposition kaum über irgendwelche Anhänger 1 verfügte und daß cs Dr, Weizniunn nicht schwer war, die Ungerechtigkeit und mangelnde Präzisierung־ dieser ״politischen“ 'Opnositkm zu erweisen, ״Zionist Review“ betont, daß NWizmanns AusfiVhnmgen die Opposition zu überzeugen Yermoditen und daß am Schluß eine vollkommene Einmütigkeit in der Frage des Vertrauen* zur |>0!itiscJ1e11 Führung bestand. In der ״Wiener Morgen/eiUm,.׳‘• hat Adolf Böhm! eine Aufsatzreilie über die A. C.-Sitzung veröffentlicht, die die Bedeutung der Tagung nach jeder Richtung hin beleuchtet. 1 * j Wie das ״Zionist Bulletin" miiteilt, wird das Große; Actions-Coinite von jetzt an als ״Executive Council“, das | Engea• Aetions-Comite als ״Executive“ bezeidinet werden Lansirijis Stellung zum Zionismus Der Washingtoner Korrespondent R. Fink meldet seinem Blatt, dem New Yorker ״Haint“ daß er jetzt, nachdem L a n s i n g vom Präsidenten Wilson entlassen sei, einige sensationelle, bisher nicht veröffenüichte Tatsachen bekaniitzugeben in der Lage sei. Er sagt, daß sowohl in den Archiven des Weißen Hauses als auch des Staatsdepartements Original und Abschrift eines Briefes zu finden ist, den der Ex-Sekretär Lansing an l’räsklcnt Wilson geschrieben hat und in dem ei־ Ihm anrät, den Zionismus nicht 71» begünstigen. Dieser Brief war eine Antwort auf Wilsons Anfrage wegen Lansingjs Meinung über den Zionismus. Der Korrespondent zitiert die folgenden Worte von l.ansing: ״Ich möchte an raten, daß unsere Regierung die Zionisten hei der Erieifenskouferenz nicht unterstützen sollte. Die christlidhc Welt wird nicht zu״eben, daß Paläsiina von einem Volk regiert wird, das Christus gekreuzigt hat.“ Die Richtigkeit dieser Meldung ist von hier aus nicht nadmiprüfca. In der Oeffent'ichkeit hat I.ansing jedenfalls niemals ähnli-che Ansichten geäußert. Eine zionistische Landesorganisation in Spanien Auf Initiative von Dr. Yahuda, dem bekannten Madrider Universitätsprofcssor, wurde in Barcelona eine zionistische Landsmannschaft Eh־ Spanien begründet. Dr. Y .1 h u d a berief in die Räume tler Jüdischen Gemeimlc Barcelona eine Versammlung in welcher die Gründung vorgenommen wurde. Dein leitenden Komitee gehören an: Edmond Mccztr als Präsident, Leon Bcnvcniste, Dr. I) a ת o n, Neu in a n n, B u l־y, S u * bol und Haskowitz. Die Zionisten in Spanisch- Marokko werden sich der Landsmannschaft a«schließen. Vom Misrech! Der Misraelti hat an Dr. Weizmaun ein Schreiben gcriclitct, iu welchem er diesem in der Angelegenheit des W a a d Hacltinuch in Palästina folgendes schreibt: ״Auf die Bcspredmng, die heute zwischen Ihnen mal der! Herren Dr. Sdimarja Levin, l)r. Schönfeld wid Hermann Struck stattfand, bezugnehmend, bcehren wir tuis, Ihnen fo'gemleu Vorsclilag zu unterbreiten. Es werden in Palästina, in allen inneren Fragen, zwei autonome Waade Hamefakeach gebildet, von denen der eine vom Misraihi geleitet die gkaubenstreu• Judenheit repräsentiert. Die einzige obere lnsianz bildet ein Waad Haöljon. in dem der Misradii paritätisch vertreten ist und des:;«! Vorsii/emler mit Zustimmung aller Mitglieder cruamit werden «oll. Dieser Waad Haeljon hat alle äußeren Fragen, Insbesondere das Budget, zu regeln. Mit Ihnen gemeinsam geben wir uns gern der Hoffnung hin. daß es Urnen bei Ihrer Anwesenheit In Erez-Jisroei, dnrel» Rüdisjuache mit unserem ver* ehrten Führer Ussisdikin, tu uäclister Zukunft getogen wird, die Erziehungsfrage in diesem Sinne zu regeln. , Wir verweisen bei dieser Gelegenheit auf den Be- Schluß der Amsterdamer Konferenz, die Hälfte unseres ■Jahresbudgds der Zionistischen Leitung zur Verfügung zu Mellen, und faß» die oben Vorgeschlag'cnc Regelung *:di als nicht dua*11fiilnf>ar erweisen sokte, cimm Betrag von 25 000 £ zu reservieren, um das traditio- «eile Schulwesen f!1 unsere eigene Hand zu nehmen.“ Dr. Weizmann Iwt darauf wie folgt geantwortet: ״Ich bin hn Besitz Ihre* Briefes vom 26. Februar, die llrümhui'g von zwei Waade Hamefakeach in P.1- Lastina und de Ordnung der jüdischen Erziehung im Palästina frefieffcnd. Id» werde mit Herrn Ussischkln Rücksprache nelimen und mein Bestes tun, die Frage im׳ Sinne Ihres Vorschlages zu erledigen. Ich nehme zur Kenntnis die Resolution Ihrer Konferenz in Amsterdam, die Bestimmung der Hälfte Ihre» Budgets, wie auch de« Fonds für dic traditionelle Erzieh•,mg betreffend.“ Eine endgültige Entscheidung ist also in de* vielumstrittenen Frage noch nicht gefallen. Die Entwicklung des Zionismus in Siebenbürgen (Mügcteilt vom Jüdischen Nationalverband für Siebe«• bürgen) B!s /um Ausbruda• der Revolution gab es in Siebenbürgen überhaupt kein zionistisches Leben. Es fanden sich wohl einige Zionisten, dic sich bemühten, dem Zionismus den Eingang in die Massen des jüdischen Volkes zu ,verschaffen, aber alles scheiterte au dem hartnäckigen Widerstände der dem CI: ivinismus de* Mngyareiitums ganz ergebenen Assi«;! .!.«nsjudcii. Die Revolution änderte nun alles mit einem Schlage. Liuige energische Zionisten, Wcldic den ״rolkti Ivistorisdum .Moment richtig erfaßt hatten, crgrificit rcchlzeiiig rlk■ Zügel der j'ültreilasen jüdischen Massen. Sie beriefet) am 2«'). November 10IS die jüdische Nationalversamm-!;mg, die sich einstimmig für die Schaffung einer zioiüstischeu Organisationszcntrale in Cluj (Klausenlnirg) aussjirach, um dic Führung lier Judcnschaft Sii henbürgeu* selbst in die Hand zu nehmen. In rascher Aufeinanderfolge wurden nun in allen Städten und Gemeiiulcn /io.1tstische Köi persdiaftc•« };egrfuidet. die eine uuermütfliehe Agitation'»- und AufkLimiigsatbeit entwiekeiten. Der größte Teil der Judenschaft schloß sielt ihnen mit Begeistertutg an, die Schwankenden wurden ntitgerisre« tutd immer größer wurde die Zahl ihrer Anhänger. Es wurde cm /ionistisdie* Wochenblatt ״U! Kcict“ gegründet, größere Summen für den Nntionalfomls und für andere zionistische Institutionen gesammell. eine jüdische Mensa in Cluj errichtet, überall hebräisch!• Sprachkurse eröffnet, die eine sehr gute Frequenz aufweisen. Durdi ihre energisch« Tätigkeit gelang es der Führung in einer relativ sehr kurzen Zeit, einen weitvollen Teil des jüdischen Volke» dem Zionismus zttzufiilneii. Heute kann bereits gesagt werden, daß 05 "A sämtlicher Juden Siebenbürgens Zionisten sind,dic ein« geschlossene ansehnliche Minorität im Lande repräsentiere«. Die Zionistische Zentrale in Cluj gdit eben daran, eine Aktiengesellschaft ״Kadimah“ zu ״runden, um de« ״Uj Kcict“ als Tageblatt mit einer wöchentlich abwechselnden hebräischen und jklischen Beilage erscheinen zu lassen. In der Akitengcseilseliait ist durch cnisprediciule Statuten eine zionistische Mehrheit für immer gesichert. Gleich* zeitig werden vom bereits gegründeten jüdischen Schulverein vorbereitende Arbeiten getroffen, um hebräische Volks- und Mittelschulen sowie Kindergärten ins Lebet! zu rufen. — Die jüdische Bevölkerung der Stadt Tente»• var ist bereits mit guter« Beispiele vorangegangen, indem sie dortselbst schon iitv September 1910 ein lk> britisches Gymnasium eröffnet lut. Zur Heranbildung eiues fähigen Lehqtersonals wird ein Präpuxamiio eröffnet, zu der gute Lehrkräfte des In- und Auslandes hcrangezogen werden. Es ist zu erwarten und zu hoffen, daß das gesamte hebräische Schulwesen innerhalb 10—15 Jahren vollkommen entwickelt sein wird. Die Führung ist sich der schwierigen Arbeit, die ihrer bei der Schaffung und Ausgestaltung des Schulwesens harrt, bewußt. Sie baut und vertraut jedoch auf die jüdische Bevölkerung, die in dieser kurze« Zeit glänzende Proben ihrer Opfer- und Hilfsbereitschaft abgelegt hat. Presse-Rundschau Aas englischen Zeitungen j Die englische Presse nimmt in ■neuester Zeit, je mehr wir un» dem Beginn der entscheidenden Mandats- Verhandlungen nähern, an den Probleme« Palästinas ein besonders starkes Interesse. Ente große Keilte von Zeitungen behandeln das palästinensische Problem. Hier ist in erster Linie der Manchester Guardian zu nennen, def eine große, neun Aufsätze umfassende Artikelserie über das zukünftige Palästina aus der Leder seines palästinensischen Berichterstatters gebracht hat. Die ganze Ariikelreilte ist von weitgehendem Verstandnis für dic Pläne und Absichten der zionistischen Bewegung geschrieben und tritt mit Wärme für sie ein. Das Problem, ob Palästina sofort ein jüdischer Staat werden soll, wird von dem Verfasser in fo!;;c1ulc11 Ausführungen (Aufsatz Nr. (1 vom 27. Felmi.ir) erörtert: Meder auf der Friedenskoufeiciiz, «och scitdun habe« die Zionisten einen jüdischen Staat i! Palästina verlangt und 'gefordert, daß die Regierung des Landes den Juden übergebe» wvrdeit soll. Sic haben 11 es nicht gefordert ünd fordern dies nicht, weil gegenwärtig die Juden eine M i 1t de rhei t der Bevölkerung darstellcn, so daß eine solche Forderung ebenso schwer zu gewähren, wie dureJmtiültrcn wäre. Sie fordern, daß Großbritannien ein Mandat zur Verwaltung Palästinas erhält Und daß das Grundprinzip dieser Verwaituug die ,Wiederhersteilung Palästinas als d< * jiidisdt-nahonnleri Heims sein soll. Hierin stehen sie in Uebcreinstimmung init der klar aus״esprocI*enen Politik der Alliierte». Dtic Juden erhette!! iltre Anspritdte niclit 'auf Grund der verhältnismäßig kleinen Zahl van Juden, die heute ln Palästina woltncn. Sk criieben ihren ׳Anbruch auf Palästina für die nationale HeatisGtte des 'jüdLschcn Volkes im: Namen des ganzen jüdischen Volkes, das etwa 14 bet 15 Millionen 'Menschen starte ist, zerstreut über die ganze Welt. Gewiß gibt e» eine kleine Minderheit

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