Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 21 (26.3.1920)
- Date
- 1920-03-26
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 140 lUEPlSPHE RUNDSCHXU Nr. 21 Krieges, daß 'sie «'•di mit dm Amerikanern verbändet liäiten, um ׳Rumänien aitszuplüiul«•!», daß sic der Anfang und das End« allen Uobels seien I In der Bukowina enthielten sich die Juden ebenfalls der Wahl. Nur ein einziger Jude hielt sich nicht an diesen Entschluß, kann mit Zustimmung der Regierung ins Parkunciit, wurde aber von den jüdischen Wählern nicht als iinr Vertreter anerkannt. l>ie Juden Siebenhfirgeas tmd B c ß a r a b i e n s stellten «bcnfalls keine Vertreter auf bnd enthielten siel» der Wahl. — Im Par1lamcnt sit/t inm noch ein Jude, der Professor der Mathemntik David Emlanuel, aber nicht als Vertreter der Juden, sondern als Kandidat einer unabhängigen Partei, Die Wah’cn hatten das Ergebnis, daß die alten Parteien ganz in den Hintergrund traten. Neue Parteien teilen sich in die Regierung des ,Landes und unter den stark verstäikten 'Parteien *st attcii die national-danokr.atische zu verzeichnen, welche von deklarierten Anti- •emiten geführt ,wird. Das jüdische Leben hat einen ganz gewaltigen Aufschwung genommen. Es erscheint »n Bukarest eine tägliche, national-jüdische Zeitung in r 11111 ä 11 i s c 11 c r S p r n c h c.!Die früheren zionistischen Zeitungen erscheinen regelmäßig und in sehr verstärkten* Format. Außerdem erscheinen einige gut geleitete Zeit- Schriften, mit reichem Inhalt. Man bemüht •sich zurzeit eifrig um einen rationellen gesunden Aufbau der Gemeinden nach ausländisdtem Muster und alles spricht dafür, daß das Finanzicnmgssystem dieser Gemeinden auf gesunde, moderne Basis gestellt wird und der frühere Schlendrian und die Zersplitterung in fast selbständigen, kaum zusammenarbeitenden Scirul-, Friedhof»- und sonstigen Komitees aufhörcre wird. Große Summen *sind in einem Jahre gesammelt vvorden für *die Op f c r d er Pog rome i n der Uk r ai ne. Die Juden hn alten Königreiche bleiben in fester Ver-, brudtuig mit den Juden der neu hinzugekommeuen Gebiete, wekbe besonders in der Bukowina und in Beßarabion ein intensives jüdisches Leben aufweisen, mit weldiem dasjenige der Juden in Altrumänion sich kaum vergleiche« läßt. Kürzlich sind nun auch die Juden Siebetibürgens aus ihrer Reserve Iierausgetrefen und haben bei der Regierung um Erlaubnis zur Gründung eines Nattonatrates nachgesucht. Ihre Eingabe an die Regierung ist voller Würde. Sie waren, wie sie mit Recht in Ürner Zuschrift erklären, treue Bürger des ungarischen Königreiches, und waren zu sehr mit der ungarischen Kultur verfremden, um, über Nacht, ihre Gesinnung zu ändern. Sie nelmicn die neuen Zustände, wie es sich gehört, an, wollen treue Bürger Groß- Rumänien« sein und als jüdische Minorität betrachtet werden. — Eine Rabbiner Versammlung erklärte sich sogar bis zionistisch! Am meisten bat aber in Rumänien die zioni stische Bewegung Fortschritte gemacht. Alte Füiirer, weiche längst zurückgezogen lebten, nehmen von neuem starken Anteil an der Bewegung. In allen Gemeindevertretungen sind die Zionisten Stark vertreten. Im ganzen zeigt die Bevvegung ein so reges Bild, wie man cs nur noch in den ersten Tagen des Zionisinu\ in Rumänien gesellen hat Im vorigen Jahre waren die Wogen 90 stark, daß man sic kaum eindämmen konnte. Bekanntlich haben damals viele Familien ihre Habe zu Geld gemacht, um nach .Palästina atiszuwandem. Jetzt ist nun die Bewegung in geregelte Bahnen gelenkt worden. Es wurden Aufrufe erlassen zur Gründung einer Gesellschaft, die Hamdelsbeztebungen mit Palästina betreiben \ Der Wiederaufbau Palästinas Von Dr.-lng, Alfred Berlowitz. Im Welt-Verlage, Berlin, herausgegeben von der Palästiiia-lkutgcsdlscliaft, kt soeben aus der Feder von Alexander Levy ein Heft erschienen, ״Vorn! Bauen und WoJiiicu nrr neuen Palästina“ betitelt. Ein Vorwort 1011־ Professor Otto W.irlr.trg leitet die Schrift ein, in einem Nachwort erörtert Ernst Hemnnnn (Haifa) die l’auaussichieu und Möglichkeiten in den einzelnen jtidi׳ scheu Niedcriasumgen Palästinas. Die Besiedlung Palästinas soll uns nicht unvor- Iwreitet finden. Das ist das Leitmotiv der Schrift. Unser uauzes Leben während der letzten Jahrzehnte, seitdem das Natbnni-juilcntum im Zionisnus eine bewußte Aus- 1!rucksform gciniidcn liat, war ja eine Vorbereitung auf Palästina; mir hat sich jetzt, seit der Weltkrieg mit einem .Male das Endziel unserer Wünsche in greifbare Nähe rückte, die Voibereitinigstätigkcit aus dem Stadium des rein Gcfühhnäßigcn zu positiver Arbeit gewandelt. Von dieser positiven Arbeit zeugt die Schrift Alexander l.evys. In äußerst fleißiger, sorgfältiger und sachverständiger Weise hat der Architekt all das Mate rül zusammengetragen, es geordnet und gesichtet, welches für die Befriedigung des Wolinbedürfnisses in Palästina in Frage kommt. Dabei hält sich der Ver• fasser, ohne seine Kritik ganz auszuschalten, von dem Fehler fern, einzelne Bauarten und Bauformen be* sonders zu empfehlen.’ Immer wieder wird richtig betont, stets solle 90 gebaut werden, wie es jeweils unter den besonderen örtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen am schnellsten und billigsten ist. Um aber im gegebenen Falle sicher entscheiden zu können, ist cs notwendig, sich an Hand eines Sammelwerkes übeT alle vorhandenen Möglichkeiten sofort unterrichten zu können und hierfür die Levyschc Schrift hervorragend geeignet Vor Behandlung des eigentlichen Themas macht de* Verfasser seine Leier mit dm Aufgaben der Pall sttna-DaugeseUschaft bekamt und streift dw gsuae Ge ®oll, cs ׳wurde <•:11 zionistischer Vertreter nach Palästina gesehickt und dieser sicherte sich Boden in der Nahe des Technikums Sn Haifa, in der neu zu gründenden Villenstadt. ״jeder sein Haus imd seinen Garten heißt cs m den Zcitungsprospekten, und cin_e:gmcs Haus und ein eigener Garten haben die rumänischen Jude!» immer ungezogen. — Die Jugend liat sich stark in Bewegung’ gesetzt, die alten, patriarchalischen Methode» der Acltcren gefielen ihr nicht mclir. Die Leitung wurde von Oalatz nach Bukarest verlegt, Herr Sdhcin ztun Hvreii Präsidenten der Föderation gewählt, ein großes Büro eingerichtetcs wird eine intensive Propaganda getrieben und das in Viele« Jahren Versäumte cmgcholt. Liter,irische und musikalische Propagn1ndaaber.de, Erlernen des Hebräischen, eifrige Saimiil'itngcn für den Nationalfonds werden betriebe«, wieder wie einst werden immer neue Vereine ins Leben gerufen, halb assimilierte Führer werden gewonnen, kurz, cs herrscht ein ganz besonders reges Zionistisches Leben im Lande. Starke Ausbreitung nimmt der Poale- Zionismus auch. TriilK Bilder fehlen ,nicht. Das ganze letzte Jahr hat den Jinten Rumäniens alles — auf dein Papier gebracht. Mit verschwindenden Ausnahmen ist alles beim altere geblieben. Daß sich etwas geändert hat, zeigen die Bekanntmachungen von Niederlassungen der jüdischen Rechtsanwälte, hier und da der Eintritt eines Juden in den Gerne in de rat einer Stadt, die Ernennung eines bedeutenden Mathematikers ztrnr Univcrsitäts- Professor, Daß aber alles sonst dasselbe ist, beweisen die Hunderte von Juden, weiche in den Gefängnissen liegen, ohne seit 1!4 Jahren abgeurteilt zu werden, oder, was noch schlimmer, nach zweijähriger Ge fangrekzeit, infolge Verwerfung eines Kricgsgcrichtsurtdls für unschuldig erklärt und entlassen zu Werden. Ein junger Leutnant prügelt in einem moldauischen Städtchen unzählige Juden, ohne einen Grund. Es wird eine Untersuchung zugesagt und das Resultat —, er wird zum Oberleutnant befördert. In Czcrnowitz überfallen rumänische Studenten die Angehörigen einer jüdischen Verbindung, reißen ihnen die Mützen und die Bänder ab. Grund? Weil es eben Juden sind. Viel böses Blut hat eine Erfindung der gewesenen provisorischen Generalreg!ermiß gemacht. (Man beiiauptct, daß zwei ihrer Mitglieder, Generäle, jüdischer Abstammung wären.) Sie ließ illustrierte Plakate drucken und nannte sie ״die roten Bestien“! Es waren Photographiere abgedruckt und unter jeder Photographie ein Name. Die Betreffenden sollten Bolschewik! sein und in Budapest und im sonstigere Ungarn überführt. — Nun Waren unter zehn Photographien etwa sechs bis sieben mit jüdischen Namen, wie Cohn, Silberstein. Hier und da auch ein rumänischer und sonst ungarische und russische Namen. Die Plakate trugen noch in fetten Buchstaben die Mahnung; ״Rumänen, nehmt euch vor diesen in acht!“ — Die Plakate wurden in vielen Städten angeklcbt, in manchen sogar von der Polizei, aber überall von Schutzleuten bew׳acht. Bei allen Vorstellungen der jüdischen Bevölkerung erklärte die Regierung im höflichsten Tone, sie ineine nicht die Juden. Aber jeder, ob Jude oder Rumäne, wußte dodf genau, daß sie sie meint! Und bis vor kurzem erschienen immer neue Auflagen. Der Regisseur kt ein aus der Mode geratener Zeichner, welcher dabei die beste Gelegenheit hatte, wieder etwas Geld zu machen. Es ist dotih wirklich alles beim alten geblieben. Theorie und Praxis Von Arno Wagner, Berlin. Auf den Artikel von Gotthold Wal sind uns eine ׳Reihe von Erwiderungen und Acußerungcn zitgegangen; wir beginnen heute die Fortführung der Diskussion, indem wir zunächst einen Artikel zton Abdruck bringen, der die dem Standpunkt der Redaktion entgegengesetzte Meinung aiissprich? Die Red. ,Die ״Jüdische Rundschau“ liat sich ein große* Verdienst damit erworben, daß sie die Probleme, die in dem Artikel ״Der Weg zur zionistischen Politik״ |n Nr. 10 aufgeworfen sind, zur allgemeinen Diskussion stellt hat. Mir scheint, daß eine grfindiiehe öffentliche Behandlung der dort aufgeworfenen Fragen eine umimgäugliche Notwendigkeit geworden ist. Die zionistische Bewegung konnte bisher ohne ein bestimmtes Programm arbeiten, da das Baseler Programm allen Anforderungen genügte. Es ist nicht zu verkennen, daß, je weiter die zionistische Bewegung von der Erreichung des politischen Zieles entfernt schien, desto stärker eine Betonung der ethischen Gesichtspunkte hervortreten mußte. So kam es, daß das Basler Programm zwar bestehen blieb, daß aber von mancher Seite das Bekenntnis zu ihm bald nicht mehr als ausreichend für die Berechtigung, sich Zionist zu nennen, anerkannt wurde. Leider ist aber an die Steile der klar umschriebenen Voraussetzung, wie sic das Basler Programm immerhin gab, nichts gesetzt worden, was auch nur annähernd als ein Ersatz Iiätte betrachtet werden können, und die Folge davon war und ist ein Auseinandergehen der zionistischen Gruppen in der Auffassung des Basler Programms, das sich manchmal, z. B. bei den Wahlen der H. Z. V., in geradezu grotesker Weise offenbarte. Das wäre, innerzionistisch betrachtet, auch gar kein Unglück, denn die Verschiedenartigkeit der Meinungen ist immer der Beweis dafür, daß das Leben nicht erstorben ist. Gefährlich wird aber dieses Auseinandergehen der Auffassungen, wenn die zionistische Bewegung durch agitatorischen Uebereifer oder sonstige Veranlassungen mit Theorien belastet wird, die nicht im (Wesen der Sache liegen. Ist cs nötig, an den klaren und unzweideutigen Satz zu erinnern, mit dem das Basler Programm die Forderung des Zionismus stellt? Ist dieser Satz irgendwo und irgendwann aufgehoben worden? Was haben wir aber alles für Forderungen gehört! Man solle sich jüdisch intensivieren, gut; aber ist diese Jüdische Intensivienmg eine Voraussetzung für den Zionismus?!Wir sollen zu jüdischen Persönlichkeiten, zu ״Volljuden“ werden: aber ist cs nicht geradezu die Negierung des Zionismus, wenn man diese Möglichkeit auiierhaü» Palästinas auch nur andeutet? Wir sollen uns im Jüdisehen ״verwurzeln“ und uns aus der Kultur unserer Umgebung ״entwurzeln“: ist 'diese Forderung wirklich von Menschen erhoben, die als Kaufleute, Anwälte, Acrzte, Handwerker, Lehrer, Schriftsteller, Arbeiter gar nicht anders können, als am deutschen Kulturleben sich hi intensivster Weise zu beteiligen? Und merkt man nicht, zu welchen geradezu unsittlichen Konsequenzen ein solches Verfahren, vorausgesetzt, daß es überhaupt durchführbar wäre, führen muß? Es ist ja gerade das Unglück, daß wir alle diese Sehnsucht unerfüllt lassen müssen, weil wir im Golus sind, und weil auch der Maximalisinus leider das Gohrs nicht aufheben wird. Wir werden aber in! blct des Bauens, von der Baustoffbcschaffung, der Bauberatung bis zur tatsächlichen Ausführung. Die Organisierung und Durchführung dieser Aufgaben wird nicht ganz leicht sein, und in dieser Beziehung sind die augenblicklichen Verhältnisse in Deutschland besonders interessant und lehrreich. vWcr jetzt liier die Augen offen hält, kann mancherlei lernen, teils wie man es machen soll und teils wie man cs besser unterläßt Die Deutsche Regierung stellt seit über cs nein Jahre vor der Aufgabe, troiz erheblichen Mangels an fast sämtlichen Baustoffen und Material für Hunderttaiisende Wobntmgen zu schaffen, und zwar liauptsächlich für Bcvölkcruaigsschichteii, deren finanzielle Leistungsfähigkeit in keinem Verhältnis zu den aufzubringenden Kosten steht. Zur Lösung dieser Aufgabe und der mit ihr verbundenen Schwierigkeiten wurde zunächst ein Staatskonimissar eingesetzt, der dann zum Reichskommissar auf rückte und sich schließlich zu einem ganzen Ministerium auswuehs. Groß-Berlin lies itzt daneben als eigene Organisation den Wohnungsverband. Für die Ansiedluiigcn in den Kohlenrevieren ist ein besonderes Bergarbeitcr-Hcimstättcngesetz in Vorbereitung. Die Zwangsbcwirtsehafttrng der Baustoffe und die Einräumting weitgehender Machtbefugnisse an die neu geschaffenen Bezirkswohnungskoiranissarc gehören mit zu dem .Thema ״Bekämpfung der Wohnungsnot“. Achnlich wie in Deutschland, wenn auch nicht ganz so schlimm, Hegen die Verhältnisse in den übrigen europäischen Ländern. Die überall gesammelten Erfahrungen müssen unbedingt schnellstens zusammengetragen und für Palästina nutzbar gemacht wcnlen. Nur wenn eine sorgfältigst vorbereitete und bis ins kleinste ausgcarbcitetc Organisation den Aufbau Palästinas leitet, wird es möglich sein, die Siedlungsaufgabe glatt durchzuführen. Bei dem augenblicklichen Zustande des Landes ist die natürliche Aufnahmefähigkeit viel zu gering, um nennenswerte Volksmassen unterzubringen. Soll eine sofortige Verstopfung und damit eine Oeläbrdung des ganzen Siedhmgswerkcs auf viele Jahre vermieden werden, dann müssen alle Abfluß- und Verteihatgskanäle für die Enwaadcnjng »chneflsteas «tu»• 1/ / findig gemacht und hergerichtct werden. Hinweise auf diese wichtige Arbeit finden sieh bereits in der Schrift von Alexander Levy. Die planmäßige Organisation dieser Arbeit scheint aber noch auszustehen. Was zunächst nottut, i t die Aufstellung eines Gen er a I s i edl un gsplai 1 cs für ganz Palästina. Mit den sonst für einzelne Städte üblichen Bebauungsplänen, wie wir sie aus europäischen Verhältnissen 11er kennen, ist es liier nicht getan, da für Städte, die im! weiten Umkreise allein Hegen, diese Pläne stets nur aus den eigenen Bedürfnissen heraus diktiert werden. In Palästlna ist aber mit einer derart dichten Bebauung zu rechnen, daß ein Hinübergrcifcn der Beziehungen von einem Gemeinwesen ztun andern unvermeidbar sein wird. Hierauf ist von vornherein Rücksicht zu nehmen, sollen sich nicht Verhältnisse entwickeln, wie sie zum Beispiel noch vor ungefähr 20 Jahren im Ruhrkohlengebiet herrschten. Je dichter hier infolge ständiger Aufwärtsentwieklmig der Industrie die Bevölkerung wurde und je mehr die Grenzen der einzelnen Gemeinwesen sich verschoben und damit näher aneinander rückten, desto unhaltbarer wurden die Zustände. Immer zwingender stellte sieh die Notwendigkeit heraus, sämtliche Fragen der Behauung, des Verkehrs, der AbwässerbescUigureg und der Reinwasserversorgung für das ganze lndustriegebiet einheitlich zu regeln und gerade dieser Tage sollen die Vcritandlungcn über die Schaffung eines dortigen Zweckverbandes 81ren Abschluß finden. In Palästina muß ein derartiger Zweckverband, ähnlich wie im Ruhrkohlengehiet von vornherein eingerichtet werden, denn es darf hier nicht Vorkommen, daß erst nachträglich unter Milüoncnopfem ganze Dörfer verlegt und Bahnhöfe versetzt werden müssen. Für die Organisation dieses Zweckvcrbandes, für die Einteilung seines Arbeitsgebietes und Umgrenzung seiner Maclrtbefugnisse finden steh genügend Schulbeispiele in den europäischen Ländern, Der Komplex der Fragen, der steh beim Aufbau Palästinas für den Techniker ergibt, ist gewaltig. Die von der Pallstina-Baugcselkchaft und ihrem Geschäftsführer, Alexander l&rj, geleistete Vorarbeit Ist wichi;f 1.j