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Jüdische Rundschau · 1920-03-26 · Heft 21 (26.3.1920) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 21 (26.3.1920)
Date
1920-03-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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^eitt• 144 JUEDlSCHt RUNDSCHAU Nr. 21 1 I ׳ ו 9 f J f I i i1 von diesem Haße verfolgt, das deutsche Judentum muß sich stets von neuem seine Situation in Deutschland klammchen. Für den Augenblick ist die Gefahr wieder einmal vorübergegangen. Sie hat keinerlei Aussdireitungcn gebracht und auch in der Grenadier- und Dragonerstraße ist es bisher mhig geblieben. Die Frage der eingewanderten Ostjuden wird voraussichtlidi;uich weiterhin eine Rolle spielen. Hoffentlich wird der Nachfolger Heines sieh mit derselben Entsdiicdenhcit gegen jede Ausnahniebe- Stimmung einsetzen, mit der Heine es, insbesondere auch in den letzten Tagen, getan hat. Für die deutschen Juden ist cs von nicht zu unterschätzender Bedeutung, daß die Reichswehr in Zukunft organisierte Arbeiter umfassen wird. Das bedeutet eine nicht unwesentlich« Sicherung in allen zukünftigen Notfällen. Daß damit aber Entscheidendes nicht geändert werden kann, liegt für jeden auf der Hand, der cs gelernt hat, weiter zu sehen als nur für die nächsten Tage. Die Ent- Wicklung der Dinge ist unsicher. Die Reaktion ist besiegt, aber keineswegs vernichtet. Sie kann friiher 011er später zu einem neuen Vorstoß ansetzen und ihre Situation wird sich vielleicht sogar bessern, wenn es nt einem Sieg der radikalen Linken kommen sollte. Denn dann ist die Mög- Udikcit eines Umschwungs «ach rechts um so mehr gegeben. IX’r ׳Antisemitismus aber beschränkt sich nicht auf die der Reaktion nahestehenden Kreise, deren Stärke auch nicht einmal feststeht. Immer weitere Teile des Volkes werden von der antisemitischen Stimmung ergriffen und immer wieder müssen wir den Ruf ertönen lassen, der jeden auffordert, zu seiner Fahne zu stehen und dem Juden sagt, daß sein Platz im Lager des jüdischen Volkes ist, das heute um den Aufbau seiner Heimat und die Sicherung seiner Existenz kämpft. Die M a n d a t s f r a g e hat in der abgelaufencn zeitunglosen Zeit leider keine Fortschritte gemacht. Der Oberste Rat ist durch politische Probleme anderer Art, auch durch die deutschen Verhältnisse, gehindert worden, die türkische Frage zu fördern. Immcihin aber hat Lloyd George, der englische Premierminister, Gelegenheit genommen, sich zu den Vorgängen in Syrien und Palästina in unzweideutiger Weise zu äußern. Das Uerannahcn der entscheidenden Verhandlungen über die Zukunft der türkisdien Erbschaft ist benutzt worden, um von außen 11er die palästinenst sehe Bevölkerung zu antizionistischen Kundgebungen aufzufordem. Die zweite derartige Demonstration hat am 14. März in Jerusalem stattgefunden. Sie war von etwa 1500 Personen besudit, soll nach uns vorliegenden Berichten in ziemlich matter Stimmung verlaufen sein, hat aber zu Ausschreitungen geführt, bei denen einige Juden gcsdilagcn und verwundet wurden und am Rothschild-Hospital ein Firmenschild zerbrodven wurde. Auch die Kundgebung in Damaskus, bei der der Emir Faisul zum Könige van Syrien, dem Libanon, Paläsina und Mesopotamien ausgerufen wurde, hatte ' neben ilirem anticnglischen und antifranzösischcit einen zionismus-feindlichen Charakter. Lloyd George hat nun dem Unterhaus Mitteilung von einem gcmeinsamen,!offiziellen Schritt der englischen und französisdien Regierung beim Emir Faisul gemacht. Dem Emir ist bedeutet worden, daß man ihn nicht als König anerkenenkörnte und daß er aufgefordert werde, zur Besprechung seiner An gefegenheiten nach Europa zu kommen. Gleichzeitig teilte ein anderer Vertreter des Auswärtigen Amts in derselben Sitzung des britischen Parlaments mit, daß Palästina nach dem Friedensvertrag nicht zum arabischen Reiche gehören werde. Diese Erklärung stellt für uns die Angelegenheit fest und zeigt uns, daß die Friedenskonferenz gewillt ist, ander milder Balfoursehen Erklärung begonnenen Politik unbeirrt fcstzuhalten. Ob man im übrigen beabsichtigt, den Emir Faisul völlig fallen zu lassen, oder ob man dut zum Könige eines Teils des von ihm beanspruchtcn Gebiete machen wird, ist für uns eine Frage von sekundärer Bede« hing. Den Wunsch nach Palästina wird der Emir Faisul aufgeben müssen, da die Politik der Alliierten in diesem Punkte keinen Abänderungen mehr unterliegen kann. Es ist bemerkenswert, daß auch die englische Presse, über die wir an anderer Stelle dieses Blattes einen Uebcrblick folgen! lassen, den Standpunkt der britischen Politik Uneingeschränkt billigt. Vielleicht wird die Lage im vorderen Orient die Entente dazu bewegen, möglichst khmell definitive, klare VeiMltnisse zu schafften. Der tür- Wsche “Nationalismus, die Unzufriedenheit der e!? ®0tP*■ sdhon der sich mit großer SKfcaelUgkeit מזו mohamedanisehen Asien Ausbreitende Bolschewismus lassen die Lage als überaus gefährdet erscheinen. Soll nicht der vordere Orient zu einem blutigen Kampfplatz werden, so wird die Entente gut hin, die Bcsitzvcrliiiltnissc endgültig zu regeln und in dein von ihr besetzten Gebiet die Ruhe zu garantieren. So günstig nämlidi die politische Situation für uns ist, so bedenklich sicht es im Augenblick in Palästina selbst ans. Neue Angriffe der Araber auf Me tu 11 ah und Tel Chaj haben uns den Verlust von sechs Menschen gebracht und zur Aufgabe dieser, in der französischen Okkupation- Zone belogenen, vorgeschobenen jüdischen Siedehingen geführt. Irn englischen Palästina ist es bisher in keiner Weise zu Unruhen gekommen und die englischen Truppen garantieren das Fortbestehen dieses Zustandes. Aber die antizionistisehen Kundgebungen vergiften die Atmosphäre und lassen es a1!gez.eigt erscheinen, unerfüllbare Wünsche arabischer Chauvinisten bald durch' Schafffung definitiver Verhältnisse gegenstandslos zu machen. F. L. Der Fall Anton Kuh Bis /tun Kriege war Anton Kuli ״Jüdischer Antisomit“. Darunter versteht er jene rein ästhetische ableimende Einstellung des Juden zu; sich selbst, die in der Negation stecken bleibt, ohne zu der eigentlichen schöpferischen Konsequenz jeder sinnvollen Kritik vorzudringen. Die Erlebnisse des Krieges haben ihn den entscheidenden Schritt vorwärts gebracht, so daß er heule von sich behauptet, er sei einer der stolzesten’ und begeistertesten Juden überhaupt. Das Judentum wird von ihm als Wert anerkannt; aber diese Bejahung des Judentums trifft nicht unterschiedslos den empirischen Juden, vielmehr gilt sie dem ״Edeltypus“ dos Juden, also gewissermaßen der Idee des Juden, deren Verwirklichung eine scharfe und ehrliche Selbstkritik zur Voraussetzung 113t. Insofern Kuli diese Ent- Wicklung bewußt durchgcmacht hat, ist er wirklich dein Wesen des jüdischen Problems nähergdkommen. Er gebürt zu jenen begabten und scharfsichtigen tntellcktucHen, denen die Ereignisse des Krieges und das psychologische Material, das er zutage gefördeit hat, die Erkenntnis ihres Judentums gebracht hat und die ehrlich genug sind, auf Grund dieser inneren Erfahrung ihre Stellung zu revidieren. Jüdische!• Nationalistmus. als unmittelbares Erlebnis, bewirkt eine Wandlung des Weltbildes, fordert ein starkes Bekenntnis. Aber Bekenntnis ist die erste Stufe. Wir wissen, was es hieß, als vor 25 Jahren ein Mann mit diesem Bekenntnis anfing. Die heutigen Bekenner sind nichtv die ersten, die diese Entwicklung durchmachen. Auch sie werden nicht stehen bleiben dürfen. Der Vortrag, den Anton Kuh kürzlich in Berlin gehalten hat, verdient nicht nur als Bekenntnis gewertet zu werden, er hat auch eine Fülle von geistreichen Beobachtungen und Formulierungen zur Psychologie des Judentums beigebracht Es war eine köstliche, blendende Causcric. Kuh zieht eine Parallele zwischen Antisemitismus und Antigerinanismus, die beide als Instiuktabwehr eine gewisse Berechtigung haben mögen, jedoch falsch werden, sobald man sie mit Motiven irgendwelcher Art, etwa kulturellen, wirtschaftlichen, religiösen tisw., interpretiert. Trotz der Achnlichkeit der beiden Abwehrbewegungen gibt es aber kanni einen größeren Gegensatz zweier Geistesarten als zwischen Juden und Deutschen. Immerhin sieht Kuh eine gewisse Verwandtschaft bei beiden Völkern, die er auf eine Achnlichkeit des Scxualzustandcs zurückführt. Nirgends findet man den ״Sexuaischacher“ so ausgcbildet, 90 verbunden mit einer bestimmten Form der Familiarität und dem dazu gehörigen ״Rlaublämcicintum“ wie bei Juden und Deutschen. Kuli leite( aus dieser-Grundanschatmng allerlei gutküngeude Charakterisierungen ab, denen man allerdings nur eine beschränkte Wirklichkeitsgeltung zuerkennen kann. Juden und Deutsche sind sexuell minderwertig; beide haben das Lächeln der Unbefangenheit eingebüßt; der Deutsche kennt nur zwei Altersstufen, den Knaben und den Mann, und dementsprechend auch politisch die polare Schichtung von Konservativismus und Radikalismus usw. Die Bcdcutung der nunmehr abgclaufcnen Periode des jüdischen Antisemitismus liegt in der äußersten acsthctischen Haßkontrolle gegen sich: selbst. Der historische Repräsentaut dieser Einstellung ist Karl Kraus. Diese ganze Art, das Judentum zu beurteilen, hängt zusammen mit der merkwürdigen jüdischen Scheu, fi'rr sich selbst etwas zu tun. Der Jude hat das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit in sich so hoch gezüditet, daß jeder Versuch, für sich selbst etwas zu tunj mit einer Tat gegen sich selbst endet. Die ganze Entwicklung der Assimilationsgeschichtc der Juden charakterisiert Kuh unter psychoanalytischem Aspekt sehr hübsch als eine Kette von ־unbewußten Jrrtümern und Fehlleistungen. Der Aulklärungsjude der Mcndelsohnschcn Zeit kämpfte mit Feuereifer für Toleranz, hütete sich aber, von der Juden frage zu sprechen, obwohl das unbewußte Motiv seines Eintretens für die Idee der erwartete Vorteil der Juden war. Ebenso war «3 bei dem liberalen Juden, dessen edelster Typus Ludwig Börne ist. Beim dritten Typus, dem sozialdemokratischen Assimilationsjuden, liegt der Fall noch etwas komplizierter. Dieser kämpft tür ein abstraktes Menschheitsideal und ignoriert sich selbst, als ob jemand anders als über sich selbst zpr Menschheit kommen könnte. Was aber in Währfidt der Antrieb des jüdisch-sozialistischen Ressentiments gegen alle Unterdrückung ist, erhellt mit erleuchtender Eindringlichkeit aus einer Tagebuchnotiz des zwölfjährigen Lassalle, der in einer Wunschphantasic davon träumt, wie die getretenen und'gepeinigten Juden'an ihren Verfolgern Rache nehmen werden. Statt für die Juden, trat er später für das Proletariat in die Schranken In diesem Irrtum liegt die Tragik, aber auch eine gewisx Mission des Judentums. Die Juden sind d״ besten Advokaten, nicht nur vor Gericht, sondern auch im politisclvcn Leben. In jedem Plaidoyer spricht der jüdische Advokat sich alles vom Herzen, was er für siel» selbst zu sagen nie gewagt hätte. Wenn man an das Shylock-Scliicksal denkt, so wird unmittelbar klar, daß der Jude persönliche Unbill weit stärker empfindet als wirtschaftliche. Was es bedeutet, ausgebcutct zu werden, steht seinem Verständnis weit ferner als was cs heißt angespuckt zu werden. Der soziale Idealemus der jüdischen Rcvohitionshelden ist eine Wirkung des Fehlversuches, sich zu sieh selbst zu bekennen und die den Juden angetane Schmach und Unbill zu radier Wie weit aber die Selbstverleugnung des Juden geh!, trat am deutlichsten im Krieg zutage, wo der Jude gleichfalls mit Begeisterung bei der Sache sein zu müssen glaubte und sogar den verschiedenen Völkern, die für ihren elementaren und vitalen Nationalismus keine Begründung brauchten, die advokatorische Begründung und Deutung ihrer Sache lieferte. Nach dieser psychologischen und stellenweise sehr amüsanten Betrachtung kommt aber die ethische Frage. Was ist zu tun? Assimilation und Zionismus sind beides Extreme. Die Assimilation ist ein Selbstbetrug und undiskutabel. Der Zionismus erwidert, den Hat'• der anderen nicht durch Liebedienerei und durch den lächerlichen Versuch,' einen tmauslöschbaren Konflikt durch Kompromisse zu überbrücken, sondern er ״zieht sich in das orientalische Asyl zurück“. Dies erscheint Kuli als ein unzulässiges Ausweichen. Zweitausend Jalux׳ Europa könne man nicht mit einem Male loswerden, und diese zweitausend Jahre des Leidens können auch nicht nur um ״einer mcssianischen Legende willen“ dagewesen sein. Das jüdische Volk ist zu aktiv und zu kämpferisch, um nur eine ״Passioiissendung“ .;ui sicli zu nehmen. Kuh sieht eine andere Aufgabe; die Aufgabe, den europäischen Völkern das Chimärische des Begriffes ״Heimat und. Scholle“ zu beweisen. Ihr• Aufgabe ist der Schutz der Menschlieitsidee gegen alle Verirrungen. Das Gegenteil des Heimatsbegriffes ab Scholle ist ״Heimat als ideale Projektion menschlicher Beziehungen“. 111 diesem letzten Teil, der überdies sicli durch ein* gewisse Verschwommenheit auszcichnet, zeigt sicli Anton Kuli — als Patient. Trotz seinem lauten Rekcmitnh zum Judentum und trotz der Versicherung, daß es dir jüdische Aufgabe sei. für sich selbst, für das eigene. Volk, etwas zu tun, vollbringt er schließlich die typische Fehlleistung, die er selbst so gut charakterisiert hat Die Mcnschhcitsidce kann nicht gelehrt und nicht - ״ndvokatorisch“, lieber Kuh! — vertreten werden, sie bleibt überhaupt wesenlos, so lange sie eine hlotlr Abstraktion ist. Die Mcnscliheitsidce kann nur gelebt werden, und da zu bedarf es gewisser realer Grund• lagen, auch der verpönten ״Scholle“, d.e darum gewiß nicht zum Selbstzweck und zum bestimmenden Element des völkischen Wesens werden muß. Im realen Leber• wirken Faktoren mit, die mächtiger sind, als es vom grünen Tisch des Cafe des Westens den Anschein haben mag. Das Wissen um eine Idee bleibt im Leben wertlos, wenn diese Idee nicht darauf ausgeht, die realen Faktoren zu erfassen und umzugestalicn. Der Zer- Setzungsprozeß des Judentums wird trotz ephemere* Bekenntnisse fortschreiten, wenn nicht das Lehen der jüdischen Volkes so aufgebaut wird, daß es unter der Verantwortung des jüdischen Geistes stehen kann. Der Zionismus ist keine Flucht vor dem Kampfe, er ist vielmehr der eigentliche, wirkliche Kampf, denn a3e anderen geistigen Rettungsversuche sind eine Flucht ins Reich der Abstraktion, das von dieser Welt viel ferner liegt, als der Orient. Ucbrigcns wiixl sich auch die Verwirklichung des Zionismus nicht so idyllisch und reibungslos abspiclen, wie Kuh und andere zu einem ״geistigen“ oder ״ethischen“ Nationalismus sieh bekennenden jüdischen Literaten es darsteilen. Es haodclt sich um eine große Ncuschöpfung, die nur mit schweren Geburtswehen vor sich gehen kann und alle Kräfte des Volkes aut ein Werk ״für sich selbst“ vereinigt, — für sich selbst diesmal und nicht unversehens wieder für andere oder für die ״Menschheit“. Das ist alles andere als eine ״Passionssendung“. Der Fall Anton Kuh ist typisch. So erfreulich die Rückkehr jüdischer Intellektueller aus ihrer völligen Des- Orientierung zum Judentum ist, 90 muß doch die l>rätention angefochten werden, mit der sie vor die Welt treten. Die Lösung der Judenfragc läßt sich nicht in einem Bonmot geben. Mit naiver Entdeckerfreude werden Erkenntnisse vorgetragen, die längst Inventar der zionistischen Ideologie sind. Das wäre harmlos•, schlimm aber ist, wenn man über Judentum apodiktische Urteile ausspricht, ohne von den tatsächlichen Vcrliältnissa* des jüdischen Volkes eine Ahnung zu haben. Anton K1111 hat gewiß noch niemals jüdisches Volk gesehen Er weiß nichts von den Kräften, die in den Volk* massen schlummern, von ihrem Leben und ihren Strebungen, er weiß nichts von Palästina, von der Hin׳• gäbe und Aufopferungsfähigkeit jüdischer Menschen in Dienste der Idee der jüdischen Wiedergeburt, Er sieh« nur den ihm bekannten Typus des degenerierten bürge!- hellen westjuden, und als zionistischen Repräsen tan tea sieht er den Durchschnittsnationalisten an, dem National;»- mus ein Deck wort #ür seine menschliche Unzulänglich-

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