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Jüdische Rundschau · 1920-03-12 · Heft 20 (12.3.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 20 (12.3.1920)
Date
1920-03-12
Page
– (sequence 5)
Language
German
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יו tfr. 20 jU;CHE RUMÖCCnÄU Wie der Zionismus gerettet wird Di־׳ Orupi*• ״West" der Berliner Zioni«tischen Vereinigung bittet uns, folgendes zu veröffentlichen: Nach dem Vorfrage am 5. Februar ״Zionismus und Atich-Zioiikumis" von Davis Tri et sch wurde >*t von der Anerkennung dieses Programms abhängig. Der jvoliibrhc Zioni.'Jnus forderte die Heimstätte in Paliistita für das jüdische Volk. Die /.11״ehö:irkeit zur Zionistischen Organisation ist von der Anerkennung dieses Programms ab- \v«־r das Programm anerkennt, bringt damit selbst- ׳ erstämiiieh auch zum Ausdruck, daß er es für durcht ü 11 r b a r hält. , , . Der Zitmiunus wollte die t. ö s u n g d c r J u d e n - frage sein und die jüdische Wanderung in « alattin.i’ kon/eiitiieii 11. Fr wandte sich stets gegen undtrc Einwandemnsslämier und gegen jede Weitere Zerstreuung. . Ft'iie Antlu.'itn״, als sei Pa’ästina nicht imstande, die jii.ü lu■ Wnudening nuf/imchmen (oder doch nur •inen ):cringcii B1uch;cil) ist also der zionistischen ■HiftVsimg e 111 g c g e n gesetzt. Als Voraussetzung seiner großen Aktion betrach• .!c der ZionFmus die politische Möglichkeit. Diese ist jetzt in größerem Ausmaße gegeben als jemals erwartet werden konnte״. Daraufhin verkündet die Zfo.ü-t'sche Vcreir.igun'r für Deutsch- Isnd in giollter Oeffentlichkeit wörtlich: ״Mit diesem wdihistoiischcn Akt ist die politische Seite der Judenfragc gelöst." ״Nunmehr ist die jüdische Wanderung nach Paliis t i n;1 zu lenken." Aber entgegen di«• ■־er sclbstve-ständ Lhen Kon- .equenz der neuen po'iiLcIicn l äge liahen führende■ Zit 1 i ten in Deutschland und anderwärts die Er- Wrungeu der Mächte dazu!*nutzt, ihren Zionismus m r e v 1 d i e r 1׳ n. Sie behaupten seither, Palästina sei nie 11t im- .״!nde, die jüdische Etage, oder auch nur die jüdische Wanderungsfrage zu lösen. Pa'ästiita käme für abuh bare Zeit nur für einen kleinen Bruchteil der jüdischen Wanderung in Frage. Der wvltair, größere Teil muH sich weiter nach Nordamerika oder mich R 11IIIand und Sibirien wenden. Wir sehen in dieser gänzlich neuen Auffassung •«neu Abfall vom Wortlaut und vom Sinn des zionistischen Programm«, und wir müssen uns mit Fiil.-cliicifeiiheii dagegen! verwahren, daß irgendwer, der den zio: i-ti.-cken Grundgedanken der »>.!läsliuen!Ischen Volkshilfc größten Stiles «Mcliut oder leugnet, weiter in der Führung der OeMiivtorgaiitsii'.kMi oder der wichtigeren Landes- oder lokalen Örpauisatimien vcrhlciht. Wir sehen uns zu dieser Forderung um 90 mehr wranlallt, als die sozusagen sachlichen Unterlagen, auf die si'h jene ״ncozianistische״ Auffassung stützt, •n Hauptttud Nebensachen, in Grundlagen und Einzelbeiten als abgründig falsch und gänzlich unhaltbar erwiesen wurden. Wozu noch fciwiunt, daß die betreffenden Instanzen über diese eklatanten Nachweise mit einer Totschwcigcpolitik ’•:tiwcgzugehen versuchen. Schon stellt si»h die jüdische Welt--unter Berufung auf diese mo/is1:i.,t:sd1en Auffassungen — mehr und v.clir darauf ein. alle ihre Energien und Mitte! auf den Wicdcrauftem der jüdischen Existenzen i m Jsten zu verwenden. Damit wäre der welthistorische Moment verpaßt *iml der /: s!:i miu im Augenblick des (׳rollten üuHercu Erfolges an innerer Inkonsequenz und Mutlosigkeit י ■gtumlcgegangeti. Zur R e 11 u n g des zionistischen Gedankens in ireser entscheidenden Stunde fordern wir also den Rücktritt aller im obigen Sinne die Grundlagen unserer Bewegung negierenden Elemente aus der Leitung und '*grüßen gkieluei.ig die Entstehung einer besonderen Palästina -Föderation, weiche unsere obige Forderung und den alten ziomstischen Grundgedanke» der jü.lisdien Volkshilfe in und «lurdi Palästina inncrlulb der zio rüsUäcIien Organisation durchsetzen und im weitesten Maße verwirklichen ludfen will. Obwohl wir im allgemeinen Ik'richte über Veran- .i.iUungen der Ortsgruppen aus Raummangel nur in l ui ׳er Form bringen können, sind wir diesmal gern dem Wunsche der Gruppe ״West" nachgekommen und lmb?n die ganze Resolution in ihrem Wortlaut gebracht, damit allen denkenden Zionisten deutlich werde, was ,׳s mit der ״Palästinaföderation** auf sich hat. 111 vor- »'teilender Resolution nämlich finden wir alle Elemente T r v c r w irre n d c 11 I > e in a g o g i k, mit der die ״Pa- '«Hiinaföderalion" auf das zionistische Publikum einzuv*1'׳cu sucht. Man beachte folgendes: Zunächst wird mit Emphase erklärt, daß der poli- *׳sehe Zionismus die Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk fördert. Da allen Zionisten das Baseler Programm im Ohre klingt, so kann niemand dieser Feststellung widersprechen. Aber was wird aus dieser für jeden Zionisten selbstverständlich Kansta- , 1!etiing abgeleitet? Durch einen logischen Salto mortale *" ״ ־us dem jüdischen Volk des Baseler Pro- ו:! amms ganz einfach die Summe aller Juden, as ist aber keineswegs dasselbe. Das Baseler Programm ״!; ״tikke"׳ d׳ll! die Juden als Ganzes betrachtet ‘*11. duts'ld'm1 "nd daß der Anspruch dieses Volkes i"1•״ a-/S•* a dur^l.»csctzt werden müsse. Niemals, zu (emer /;eit und ״nt keinem Wort ist davon die Rede gewesen, daß sämtliche heute lebenden Juden nach Paastma uuersiedelii sollten oder könnten. Sclbstvcrständt!51 "5?.1 c!s in.״,cr *v,c^ung des zionistischen Gedankens, I d* jüdische Wanderung vor allem und in möglidist I großem Umfange nach Palästina zu lenken. Aber nie-! «uiis hat sich jemand dem Glauben hingegeben daß I *־möglich sein werde, die gesamte Wanderung in 1 *,alästina zu konzentrieren. Die Bezirksgruppe West 1 beruft sich auf das während der PalästioarWoche verwendete Plakat, auf dem z.1 lesen stand, daß nun nie! 0־ ״die jüdische Wanderung nach!*alästina zu lenken" sei. Aber dieser Salz bedeutet nach unserer Meinung niclits anderes, als die von jeher im Zionismus waltende Meinung, daß die Lenkung der jüdischen Wanderung nach Palästina in größtmöglichem Maßstabe licrbelgeführt werden soll. Der zitierte Satz stammt filirigens wie das ganze Plakat von Herrn Trietscli. Herr Trictseh hat sich also offenbar bei diesem Satz etwas anderes gedacht als die Zionistische Vereinigung für Deutschland, die ihn anstandslos ütiernahm, weil sie ihn so deutele, wie man ilui vernünftigerweise deuten mußte. Sollte etwa Herr Trictsel» mit seinem Plakat der Zioiiistisehcu Vereinigung für Deutschland eine kleine Falle gelegt haben? Denn jetzt will er oder wollen seine Freunde aus der Annahme jenes Satzes den Schluß ziehen, daß die Zionistische Vereinigung seinen Standpunkt anerkannt 11al>e. Die Behauptung׳, daß die sachlichen Unterlagen, auf die sich die Gegner <U;r Triefscliscliwi Zahlenkunststücke stützen, ais falsch erwiesen seien, bedeutet wiederum den Versuch■ einer Verwirrung und Irreführung. Herr Trietsch und seine Palästina-Föderation bekämpfen andauernd eine Feststellung, um• die überhaupt kein Streit sein dürfte, wenn man sieh im zio׳ nistischen Lager offen und vernünftig über sie ausspricht. Ls ist «lies die durch keine Argumentation zu beseitigende Feststellung, daß Palästina mit seinen 30 000 Quadratkilometern und in seinem jetzigen Wirtschaftliehen Zustand unmöglich sofort, <L h. im Verlaufe weniger Jahre, Millionen von Einwanderern oder gar sämtliche 15 Millionen Juden auinchincn. kann. Gegen diese Feststellung zu polemisieren ist eine Beschäftigung allcntails für Leute, denen der genügende Ernst und die genügenden Kenntnisse zur Beurteilung solcher Frage» abgehen oder dl«: aus nicht eingesfaudeneii Gründen unter allen Umständen durch oppositionelles Getue Auf• sehen erregen und durch Aufpeitsehung unklarer Empiindungen hei der grollen Menge Anhang zu gewinnen suchen. Mit jener Feststellung hat es absolut nichts zu tun, daß gewisse Berechnungen des Herrn Oettinger sicli als unrichtig erwiesen haben. Weder die Schritten Geüingers noch auch die Schriften Dr. Ruppins bilden die alleinige Unterlage für unsere Auffassung des Zionismus. Ob in jenen Schriften Mängel und Irrlütncr zu entdecken sind oder nicht: Die Größe Palästinas ändert sich dadurch ebensowenig wie die Zahl der Juden. Es ist kein angenehmes Ges; naß, pich :׳inner wieder mit den Vorstößen des Herי-..־ Trictsel» und seiner Anhänger belassen zu müssen. Fis ist uns schmerzlich, zu sehen, daß ein Mann wie Trkiscb, der dorh ein altei Vorkämpfer des Palästina-Kolonisavkms-ücdankcns ist, und tler, wie wir rückhaltlos anerkennen, große Verdienste um die Verbreitung des Palästina-Gedankens hat, sich in so unfruchtbaren, nur Verwirrung und Acrger erzeugenden Angriffen ergeht Wir hätten jetzt wahrlich Besseres zu tun. Kritik ist nötig, sogar sehr notig, und wir selbst sind nicht einverstanden mit «ier Auffassung der Kolonisation, wie sie in manchen führenden Londoner zionistischen Kreisen zu herrschen scheint. Will man aller Kritik üben, damit erreicht wird, was alle guten Zio nisten wollen, nämlich daß in Palästina 60 rasch wie möglieh größere jüdische Einwanderermassen angcsicdelt werden, so muß man Vernünftiges und Erreichbares fordern, nicht aber durch eine Ralm'istik, wie sie oben gekenn/ciehnet wurde, völlig luifruchlbare Meinung *kämpfe entfesseln. Palästina kann nicht alle heute lebenden Juden und auch nicht alle zur Wanderung bereiten Juden aufnehmen. Aber Palästina soll mögliclist vielen in möglichst kurzer Zeit Unterkommen bieten, tlamit dort der nationale Kern des Volkes sich erneuert. Man kann darüber diskotieren, ob im Laufe «Ier ersien zehn Jahre nur Zehntausende oder aber Humlcrttausende angcsicdclt werden können. Man kann das Tempo der Kolonisation verschieden beurteilen und inan kann auch darüber streiten, ob auf die langsamere landwirtschaftliche Kolonisation «xler die schnellere industrielle Kolonisation das Haupt* gewicht zu legen sei. *Worüber inan nicht streiten kann, ist das, was die Gruppe 'West auf Veranlassung des Herrn Trietsch zum Mittelpunkt des Streites gemacht hat: den Wortlaut und den Sinn «tes zionistischen Programmes. f. Moses Bruck Wie ״Haolam“ me'det, erhielt das Londoner Büro die Trauernachricht, daß in der Krim der bekannte ruisische Zimistcnführcr Ingenieur Moses Bruck an Typhus gestorben ist. Der Verstorbene war einer der ältesten zionistischen Arbeiter und eine der Stützen der zionistischen Bewegung ii. Rußland. Er wirkte!*sonders in Jckatcüaoslaw, wo er Vorsitzender der zionistischen Ortsgruppe war. Die mshschen Zionisten wühlten ihn zum Leiter des südächen Rayons und auf «lern VII. Kongreß wurde er ins Große Actions- «»mite entsandt. ־'Den ׳melden Konferenzen «Ier russisehen Zioi iden in den letzten Jahren hat Bruck präsichert. Aber auch den allgemeinen Angelegenheiten dt־s־ russischen Judentums galt seine hingebungsvolle Tätigkeit. Er war Präsident der jüdischen Gemeinde in Jekatciinoslaw und stand an der Spitze mehrerer jüdischer OrgnnLationen der Stadt An der Konferenz des nationalen Judentums in der Ukraine vor zwei Jahren (״Vorparlament“) hat er hervorragenden Anteil gehabt. In den letzten Monaten widmete er seine ganze Kraft der Rettungsarbeit für die Pogromopfer. Der Tod riß ihn mitten aus der angestrengtesten Tätigkeit im Alter von erst 46 Jahren. ־— Wir sprechen unseren russischen Ge lnnungv׳enos cn an 13 ich dieses schweren Verlustes unser herzlichstes BdL kl aus. Seite 139 Sitzung der Vertreter-Versammlung der B. Z. V. Sonntag, den 22. Februar WJO. Z1rm> Punkt der Tagesordnung: Wahl des Vor- Standes, legt Herr Dr. Egon Rosenberg, der 110• reits in der vorigen Sitzung zun! Vorsitzeiitkn gewählt vvnrd«' seinen Standpunkt über die Zu-;a»1i11M־msizun״ des Vorstamles »md ül*־r das Verhältnis, in «Jeu! der Vorstand gegenüber der Vertreter-Versammlung stehn» soll, «lar. Der Vorstand soll «an Arbeitsvorstand sein und deshalb auch Exckutiv-Orpan der Vertreter- Versammlnnt:, was jedoch nidit auwxdak'ßt, d:dl er allen Frage« gegenüber aud» eine eigene Manu».■: vor• tritt. Er schlagt vor, «len Vorstand znsa1mneazu«tz0» aus den Herren: R. A. Roscnbiüth, Sally llirs«-h, Dr Schwabe, Ludwig Schwarz, Dr. Bileski 1usd liersci» Gußig. Herr Alexander Lcvy betont da1»;egcr. über, daß nach Aufladung der Palastina-Födcratiau der Vorstand ein Richtung gebendes Di rH; ton um sein solte, welelies die Ha11|hströmuj»gcn tles Berliner Zio■ nismus reiiräsenlierc. Er s hlägl |'«>I1 :ende liste für den Vorstand \\»r: Dr, Iteenberg, Rosenblüili, Ludvo.: Schwarz, Dr. Schwabe, Lin, Gugi!׳, Bosdiwitz, Kaufmann, Ale:;. Levy. Nach einex Polemik zwischen Dr. Rosenb«xg uia! Da\as Trietsch üIkt das Prinzip der VorSuUidsmsammensetztmg wird der Vorschlag von Dr. R o sen berg mit 10 zu 13 Stimmen angenommen. Dr. Egon Rose 11 borg bittet ntB1m«:hr n'it «kr Lcbcrtreibnng des Fraktions-Prinzips ein Ende zu machen und sich bei gemeinsamer Arbeit zusammen- «!finden׳. Naclidem di.־ von ilun vorgcsclda teiien Herren in «len Vorstand gewählt seien, sei er danut einverstan den, auch noch Vertreter der ver.scluede11cn Parteien in den Vorstand zu entsenden uiui seit lägt vor die Herren Lin, Gugig, Alexander Levy. Herr Kaufmann spricht namens der P.iUäslin,, Föderation «1(1:1 Vorstaml &ein Mißtrauen aus. Dk־ Palästina-Fraktion wolle jedoch im Interesse tler bcwegung mitarbeiten. Herr Blumenfeld wendet sich gleichfalls gegen die Ue!x־rr.pan!;׳ung «Kr. Parteiwcsens das bii den von der Vertreter-Versammlung der B. Z. V. zu hihendeii Arlieiten nidit dauernd in Ersdieiuung zu tretest brauchte. Alan könne nicht aus jeder sachlichen Frage eine Prin zipier.fragc machen. AL־u1 solle einfadi anfangei» za arlx־iten, hierbei wünien «kc meisten Gegciuat/e von scllvst verschwinden. Herr Trietsch ebenso •wie Herr Alex. Levy betonen, daß «La bei einer Zusaminensetrung des Vor Standes nach dem letzten Vorschläge des Herrn Dr. Rosenberg der Palästina-Fraktion ein gewi-sv Einfluß eingeiiiumt sei, ihre Fraktion siel» au der Arbeit inner luilb des Vorstandes betci.igcn wolle. Die Herren Lin, Gugig und Levy werden 111»־tl1nmx. in den Vorstand gewählt. Der Vorstand setzt sl.ti nunmehr wie folgt zusammen: Dr. Egon Rosenberg, Felix Ros e 11 bIü t h, Dr. Sch w a b e, Dr. Bileski, Ludwig Schwarz, Dr. Sally H i r sch, Josef Lin, Herseh (mg ig, Ale* Levy. Es werden sodann Referenten für folgern!« Kommissionen gewählt: Finanzwesen, Paläs t i n a - A rbc It, Kulturarbeit Gemeinde- Politik. Propaganda, O s t J ud e 11 - A r bei t. Jugend-Arbeit. Die Referenten erhalten den Auftrag, der nächsten Vertreter-Versammlung einen Berieht Cher die künftige Tätigkeit der Kommissionen zu erstatten, und einen Vorschla,״ über die Zusammen- Setzung der Komnii.ssionen ciu/mvielicn. Die näeMe Sitzung wurde auf Sonntag, den 7. März, nachmittags 4 Uhr festgesetzt. Die Aafbauaktion in Neuseeland. Herr L. Philips, der als Vertreter von Neuseeland im März 1910 an der Londoner zkmLtischen Tagung teil:;emxnmea hatte, hat nach seiner Rückkdtr die PaUUti1:a:u־h«t der australischen Zionisten orgairslert. Die iüäi cla־n Gemeinden in Auckland, Wellington, Gliri’st cliurch und Dun cd in haben begonnen, Fonds für den Aufixiu zu sammeln. Etwa lOOü P.und sind bc reits gezeichnet, man hofft etwa das Doppelte aufbrirgen zu köiuien. In Neuseeland gibt es etwa 2300 Juden, ln Auckland und Wellington existieren zk>:ü- *tische V^elnc). Paläsitnachrontk Einige Beschlüsse der Zionist Contmissiou Die Zionist Commission faßte in ־einer Sitzung mu 14. Schwath vcrsdiictlenc Itesci1iQs.se. Sic beto f ca die A n s i c d I u n g von 60 jüdischen Legionären in ObergaliLia, den - Wiederaufbau der während de* Krieges zerstörten jüdischen Häuser in Giwat Schaul bei Ierusalem, die Begründung eines Fonds für die Errichtung von Heimindustrien in Jerusalem, Jaffa und Haifa. ״Haarez“ zu Samuels Ankunft ״Haarcz" schreibt am ersten Februar anläßlich der Ankunft von Herbert Samuel fo'gendcs: ״Herbert Samuel ist nach Erez-Israel als Berater in finanzielle» und Verwaltungsdingen geschickt worden. Er wird in beiden Angelegenheiten reiche BetätigungsmöglicJi* keiten linden. Er hat sich ahne Ztvciiel vor seiner Abfeise in London mit der offiziellen Ansicht über die Situation im Lande vertraut gemacht. Z,un1 Beispiel mit dein optimistischen Memorandum über das letzte Budget Jetzt kann Samuel mit selien eigenes Augen dieses Dokument 111L der Wirklichkeit vcrgleidtes. Er ward den Zustand der Straßen, der LLenbahnarbeiten, der Organ Lei tion, des Post* und Telegraphendienstes zu betrachten haben. Er wird die Gründe für die allgemeine Teuerung einerseits und für die merkwürdige Untätigkeit der Privatinitiative in Handel und Industrie zu erforschen habea" *Der Aufsatz entwickelt dann ebenso die Verwa t m^sprobleine, mit deren Lösung ckb Samuel »1 besdufuega hat. %

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