Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 19 (9.3.1920)
- Date
- 1920-03-09
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. J9 Duber. Sit sehen den Weg, und all«* Tiefe und Scliöne, dm *ie auf ilim erlebten, wird wieder libendig in ihnen und macht iluien im Gefühle seiner Vergangenheit das Herz schwer und leicht. Sollen wir ihm heute danken, unserem Führer und Freunde Martin Ruber? Ich ״!aube, daß es dessen nicht bedarf, Os sagt und meint mehr, wenn wir bekennen, «laß «1־ unser Lehrer ־war. Prag. Albrecht Hellraann. Deutschland Ausländerkonzentratlonslager Ohrdruf? Die ״Voss. Ztg,“ meldet: ״Die außerordentlich große Zahl von Ausländern, namentlich aus dein Osten, die sich in den Großstädten, insbesondere in Berlin, zusainmcngcfundeii hat, hat, wie mitgctcilt, zu Erwägungen darüber Anlaß gegeben, ob es nicht zweckimilH { sei, zweifelhafte Elemente in Konzentrationslagcrn unterzuhringen. Soweit bisher bekannt ist, hat die Regierung noch nicht endgültig zu dieser Trage Stellung genommen. Daß aber bereits Vorkehrungen getroffen werden, gehl aus einer Nachrieht hervor, die uns aus Thüringen /11;׳cht, Danach soll im Lager 2 des Truppenübungsplatzes Ohrdruf ein I<01ue11tr.nkms!a״er für lästige Ausländer errichtet werden. Es ist anzunehmen, daß es sich zunächst nur um eine Vorbercifuugsm.ißmihmc handelt.“ Nach unseren Informationen liegen definitive Be- •chlüsse über Einrichtung von Konzentrationslagern vor. Wir möchten die Hoffnung noch nicht aufgeben, daß in an von diesen Maßnahmen in jeder Form Abstand nimmt. Die Breslauer Gemeindcwahleo Breslau, 7. März 1920. Die Wahlen zur Repräsentantcn-Versmnmhmg der Jüdischen Gemeinde Brcslau hatten folgendes Ergebnis. Es wurden gewählt: 15 Liberale und 6 Oppositionelle, darunter 2 Zionisten, nämlich die Herren Schachtel und Rechtsanwalt Jacob- *ohn. (!9 Prozent der Wähler beteiligten sich an der Wald. Das Ergebnis der Wahlen muß als befriedigend bezeichnet werden. Die Breslauer Jüdische Gemeinde war bisher ein Hort der Assimilantcn-Partci und cs war vorauszusehen, daß dieses Bollwerk nicht in einem Sturm genommen werden würde. Jedenfalls ist cs der Opposition gelungen, in die volksfeindlich ״liberale“ Front eine Bresche zu schlagen, die hoffentlich der Anfang einer durchgreifenden Demokratisierung sein wirJ. Der katholische Adel gegen ״rassefremde Eidmente“. In einer Versammlung des Vereins katholischer Luellcutc Deutschlands in Münster wurde für die kom- [ inenden Wahlen eine Parole beschlossen, die den Abgc- 1 ordneten u. a, aufträgt, ״den Einfluß rassefrcituler Elcmente als die liauptträger des verderblichen Wuchergeistes, der Korruption und des Strebens nach Arbeitsi׳>scnverdienst aus dem öffentlichen Leben Deutschlarnls möglichst auszuschalten. Alle Abgeordneten, welcher Partei sie auch angehören mögen, welche diese Grundsätze anerkennen, düifcn der Unterstützung seitens des katholischen Adels sicher sein“. — Der Zeitpunkt ist wahrhaft schlecht gewählt, um ״rassenfremde Elcmente“ als die Hauptträger des Wuchergeistes und der Korruption zu bezeichnen, auch für uas jüdische Streben nach ״Arbcits'.oscnvcrdienst“ müßte der statistische Nachweis erst erbracht werden. Wir halten e* für unangemessen, mit Gegeiibeschiikliguiigen zu antworten. Aber wie armselig sind diese adeligen Phrasen! <ך1״.«»י pi» ■«1■׳—י«■׳ ■ י—m 11 im 11 m■ 11 mmmmmm*m*m*r*1m**״« ■>■—»<■«■.■׳■׳ ■ יי»—nw Raphael Sciigmann: Probleme des Judentums ln letzter Zeit ist von nationalen Schriftstellern wiederholt die Anschauung ausgesprochen worden, dali dem Juden tum kein spezifischer Gedankengehalt essen* üeß sei, 11 aß vielmehr als nationale Kriterien lediglich formale Kategorien in Betracht kommen. Zweifellos muß •he nationale Ideologie ihrem Wesen nach eine doginatisehe Beschränkung und Begrenzung des Judentums ablehnen; nichtsdestoweniger kann das gcistesgcschicht* liehe Phänomen des Judentums nicht so verdünnt werden, «lab die grollen Linien der geistigen Tendenzen weggedacht werden. Raphael Selig mann vertritt in seinem hochinteressanten Buch: ״Probleme des Judentuins“*) mit aller Entschiedenheit eine inhaltlieh bestimmte Autfassung jüdischen Wesens. Für ihn ist die historische Gcisicstnt des Judentums, die sein Wesen gebildet Int und in seinen Geschichten wirksam geblichen ist, die Befreiung des Menschen von der Herr- »enaft der Natur, die Stntuierung des ethischen Dualisnms, welcher erst den menschlichen Geist zur Sphäre r°,n Wdlcnsiisipulsi'ti u1)״ Willcnstendenzcn macht, die i “™ebuiig der sittlichen Freiheit über die Naturgcbunden- ׳pl. Schopenhauer, dessen Philosophie die Unterstellung; l man unter das Faktum des Seins nicht anerkennt, 'leimchr das Faktum des Sein» vor das Forum des ח Je; j * r/j! eher׳ Denkens zieht, ist daher viel jüdischer als; 'v* Spinoza, dessen Monismus im Grunde amoralisch, j fa.״I auf Beschaulichkeit gestellt ist. Dieses Paradox I "’ie •11 fechtbar Scligiuanns Konzeption trotz ihrer f ״,mt^en Grundlage ist, da es wohl nicht angeht, die *ermmologie historisch-persönlicher Begriffe so frei zu gebrauchen, daß Schopenhauer Jude und Spinoza Hellene wird; vielmehr täte vielleicht doch eine Korrektur der izefimtion des Judentums not, das eben kein so einoeutig einheitliches Gebilde ist und in das, unter anu*rm Aspekt gesellen, zweifellos Spinoza hineingchört, "׳ie mir irgendein prominenter jüdischer Denker, *) Wien 1919, R. l.ftv.nt Verlag. Preis Jf> Kr., geh. 0צ Kkh«•, J U EPISCH E RUNSSCHAU Die Reaktion in Ungarn Mit der Berufung des Admirals Horthy zum Reichsverweser hat die Reaktion ln Ungarn einen konsequentcu Schritt vorwärts getan. Was die christlichnationalen Garden an blutigen Schandtaten in diesem halben Jahr verbrochen haben, beginnt jetzt endlich auch das WeUgcwissen zu beschäftigen, cs meinen sich die Proteste und Kundgebungen, die an den Obersten Rat gesandt werden'. Die Budapester Machthaber haben ein SchiT.ekensrcgimeut aufgerichtet und eine nie dagewesene l kt re gegen die Arbeiterschaft und das Judentum eröffne׳,; unterschiedslos wurden Juden hingemordet, die Zahl der Opfer steigt in die Tausende, jeder Bandenführcr nahm sich das Recht, ohne Untersuchuuj und Gerichtsurteil UmchuUlige zu jusüfizieren. j Wir haben unlängst über den Fall des Oberleutnants Hejas berichtet, der in Kecskcment 300 Juden morden und ihre Leichen wegsclileppen ließ, w’ie später von einer amerikanischen Kommission festgesiellt wurde. Dieses Tier wird in Ungarn als Nalionatliehl gefeiert. Der Fall ist übrigens typisch und zeigt jene Gesinnung, die heute in Ungarn ״Patriotismus“ ist. Der Budapester Sonderberichterstatter des ״Derliner Tageblatt“ schreibt Ende Februar: ״Die J u d e n v c r f o I g 11 n g ist natürlich ein Korrelat des weißen Terrors. Besonders in Budapest haben die Juden von Offizieren und einem Teil der Universitätsjugend viel ausznhalten. Die Leute werden auf den Straßen zum Ausweis ihrer religiösen Zugehörigkeit nutgefordert und die Juden oder Judenverdächtigen mißhandelt. Die antisemitische Propaganda wird durch die Armee und Regierung nicht nur gefördert, sondern unmittel* bar auch gemacht. Jüdische Studenten haben zur Universität und zu vielen Mittelschulen keinen Zutritt.“ Wie furchtbar demoralisierend dieser Zustand pani• scher Angst auf das ungarische Judentum wirkt, das niemals viel Rückgrat besessen hat, beweisen die Bcrichte, die die ״Jüdische Korrespondenz“ aus Ungarn“ verbreitet. Die Würdelosigkeit der ungarischen Assimi־ lauten hat einen Grad erreicht, der auch in der Geschichte der Galuth ungewöhnlich ist In allen niögliehen Kundgebungen wird die Begeisterung des ungarisehen Judentums über die neue politische Phase in die Welt gesclirien, die verwundert und verständnislos zuhören mag. Die Judenpogrome werden deniemieri, die unverbrüchliche Zugehörigkeit auch der losgeüssenen Brüder zur ungarischen Nation versichert (obwohl die Juden der nbgetrennten Provinzen kaum die Budapester Herren zu ihrer Vcitretung legitimiert haben). Aber auch an dem Verdienst, den gegenwärtigen politischen Zustand herbeigeführt zu haben, nehmen die Juden ihren Anteil in Anspruch. So wird berichtet: ״Während der Rede des Mi.iLterprä.-idcnteu am 16. Februar!nachte Abg. Szmreczünyi einen Zwischcnruf, wonach die Juden den gcgcnrevolutionären Bewegungen fern gestanden haben. Der Abg. Paul Sandor (ein Führer der ungaiischcn Assimilanten) Mitglied der nationa.cn Dcmoxratenpartci, wollte deshalb in einer der nächsten Sitzungen eine Interpeßation an den Ministerpräsidenten richten, in der er mit statistischen Daten nachweisen wollte, daß die Juden an den gegen revolutionären Aktionen sehr regen Anteil genommen hätten. Doch da Abg. Sznireczänyi inzwischen vor den ihn im Parlamente umringenden• Journa.isten den Zwischenruf zurückgezogen und erklärt hatte, daß ihm selber Fälle bekannt seien, in denen Juden an gegenrcvolutionären Bewegungen akiiv teilgenommen Um die jüdische Wcllaiwclinuung deutlich zu machen, stellt Seligmann dem Propheten den Künstler gegenüber, ähnlich wie Kierkegaard den ethischen Mensehen gegen glen ästhetisch lebenden abgrenzt. Der künstlerische Typus, dem alle nichtjudisclien inonisti* scheu Denker des Altertums angchorcu, geht aus von vier Einheit des Seins, von der Wertschätzung des Lebens als solchen, und in ihrer Bczogcnheit auf das Sein werden ihm alle Dinge und Geschehnisse der äußeren und inneren Natur gie.chwer.ig; er sucht den Ewigkeitswert des Lebens zu erfassen, und in seinem Werk formt er konkret das Allgemeine des abstrakten Lebens. Dieser Anschauung fehlt die Erkenntnis, daß das Leben der Person unvergleichbar allem andern Sein und Leben gegenüberstcht, daß der Mensch ein!Mikrokosmos besoliderer Art ist. Diesen Dualismus haben erst die jüdisehen Propheten erfaßt. Nicht die Moral als solche haben die Propheten entdeckt; aber sie haben das Bewußtscin des Gegensatzes zwischen Mensch und Welt in die Moral hereingetragen. Ohne diese Sonderstellung der ethischen Persönlichkeit verflacht die moralische Forderung, die dann nur als Tatsachlichkeit der psychophysischen Welt Geltung hat. Der Darwinismus mit seinem zentralen Begriff der Anpassung hat die Konsequenz aus dieser Einstellung gezogen: Dieser Begriff der Anpassung bildete ״die präziseste und schärfste Formel für die ganze Charakterlosigkeit und den Zynismus eines merkantilen und verlogenen Zeitalters“. Diese von Sciigmann vortrefflich charakterisierte Gesinnung schaltet alle Forderungen des Gewissens völlig aus, denn sie anerkennt nur das Tatsächliche, nicht das Geistig-Persönliche. Der Prophetismus hat zum erstenmal in der Geschichte den dumpfen Naturalismus des antiken Geistes durchbrochen und die moralische Idee in ihrer äußersten Konsequenz proklamiert. Im Christentum sieht S. insofern einen Rückschritt, als er das Moment des Hasses zurückdräugt, das ein wesentlicher Bestandteil der moralischen Forderung ist; denn das Böse wird vom Guten gehaßt, das Gute aber muß vom Bösen nicht gehaßt werden. Pas Christentum mit seiner Liebes!ehre nähert sich wieder jenem antiken Prinzip der urteiWoi.•« Anerkennung ae* Naturhaft-J Seite 131 haben, verzichtete Paul Sandor au! die beabsichtigte Interpellation, well er keinen zündenden Funken in das Pulverfaß schleudern und keine unzeitgemäße Judendebatte Iteraufbescliwören wollte.“ Den Gipfel des Tragikomischen erreicht aber ein Bericht über die Generalversammlung der Fester Brachtischen Religionsgemeimlc vom 15. Februar. Darin heißt es:; ״Die Generalversammlung schloß sieh auch dem Anträge des Vorstandes an, für die ungarltchc Nationale Armee eine auf den Namen ihre® Oberkommandanten lautende Hunderttausend- Kronen-Stiftung ins Leben zu rulen und hiervon den Oberkommandanten Nikolaus Horthy deputativ zu verständigen. Am Schlüsse der Sitzung protestierte Ernst M ezcy dagegen, daß das Juden• tum als gesetzlich rezipierte Konfession bei der feierliehen Eröffnung der Nationalversammlung nicht die gleiche Rolle zuerteiit erhielt wie die christlichen Kon• fcssionen; beider Erötfnung hatten nämlich Seelsorger sämtlicher Konfessionen Weihegebete gesprochen und nur die Seelsorger der jüdischen Konfession hatten zu diesen! Akte keine Einladung erhalten. Die Generalversammlung beschloß, ihre Beschwerde an die Nationalversammlung zu leiten.“ Wir finden es auch wirklich empörend, daß den un* garlschen Israeliten nicht Gelegenheit gegeben wurde, den Pogroinhehlen Horthy zu segnen. Gibt cs in der ganzen jüdischen Geschichte einen Chiliul Haschern, der an diesen heranreicht?' Palästina Eine Kältekatastrophe in Jerusalem Meldungen aus Jerusalem berichten über eine Kälte- und Schneekatastrophe, wie sie in diesem Umfange in Palästina unerhört sei. Sechzig Stunden lang fiel, wie die ״Neue Züricher Zeitung“ meldet, Schnee in unu um Jerusalem. Sämtliche Hügel der Umgebung erhielten eine weiße Decke, und die Landschaft vom Oelberg bis nach Bethlehem verwandelte sich über Nacht in eine nordische. Im Oefolge der starken Schneefälle wurde aber auch die Kälte sehr empfindlich, und bereits am zweiten Schneetag starben Leute in den ärmeren Quartieren vor Hunger und Frost. Denn da sämtliche Verbindungen der Stadt infolge des meterhohen Schnees abgeschnitten wurden, begannen rasch die Vorräte auszugehen, und viele Läden mußten schließen. Der Schnee bedeckte Jerusalem mit einer derart dicken Schicht, daß auch der Verkehr innerhalb der Stadt aufhören mußte, und vielleicht zum erstenmal seit seinem Bestellen erlebte Jerusalem einen freiwillig organisierten Schnecrdnigerdienst. Mehrere Häuser konnten den Druck der Schneelast nicht aushaltcn und brachen zusammen, leider sind hierbei auch Menschen ums Leben gekommen. In einem einzigen Hofe sind dreißig Araber unter den Trümmern ihrer dürftig gebauten Hütten tot hervorgezogen worden. Sämtliche Arbeiten hörten auf oder wurden nur gegen unerhörte Belohnung ausgeführt Der Transport für einen Sack Mehl kostete innerhalb der Stadt ein halbes Pfund Sterling. Die Regierung stellte ein Bataillon Soldaten bereit, die den Schnee wegschafften und Liebesdienste für die verunglückte Bevö.kerung leisteten. Da der Schnee nicht ruhig fiel, sondern von wütendem Sturm begleitet wurde, sind an einzelnen Stellen wahre Lawinen aufgestapelt worden, die dann den Anwohnern zum Verhängnis wurden. Auf dem Weg von Jerusalem nach Jaffa wurden einige Wächterpodeit verschüttet; Vitalen. (Ist nicht auch das eine etwas willkürliche Feststellung? Auch Jcschua hat die Wechsler aus dem Tempel gejagt, auch er sagte von sich, er sei nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.) Der Grundgedanke dieser fruchtbaren Antithese ries .ästhetischen und ethischen!Menschen ist in einer Reihe von Essays abgcwandelt und bietet immer neue aufschiußreiche Perspektiven. Seligmann schreibt über Schopenhauer, über Spinoza, über Bergson, über Prophetisinus, über Messianismus, über Monismus und Monotheismus, über Madonna und Schccliina — deutet alle diese Menschen und Erscheinungen von dem Zentrum seiner Anschauung vom Judentum aus. Das Streben, die Probleme in ihrer Tiefe zu erfassen, führt zu allerhand cingeschobenen Exspektorationen, die das Buch noch fesselnder machen; nur wird manchmal so weit ausgeholt, daß in der fragmentarischen Fassung der einzelnen Aulsätze — die otienbar zunächst für Zeitschriften geschrieben waren ■— die Konscaucnz. etwas zu kurz kommt; jedenfalls würde der Leser im Bann des Gesagten oft eine weitere Ausführung der angedeuteten Resultate herbeiwünschen. Dieses Buch ist jedenfalls beachtenswerter als manche andere jüdische Neuerscheinung, an denen die letzte Zeit ja reich war; cs geht überall in die Tiefe, erfaßt die wesentlichen jüdischen Probleme abseits von der Tagespolitik in philosophischem Aspekt, der an der Fülle der Weisheitslehren der Welt geschult ist. Eine solche Besinnung tut uns not, damit wir in der bewegten Zeit uns nicht selber verlieren. Dabei sc! betont, daß die glänzende stilistische Begabung des Verfassers für die' schwierige Materie eine Form der Darstellung gefunden hat, die auch dein philosophisch nicht geschulten Leser das Buch zu einer Quelle des Genusses, der Belehrung und der Anregung zum Nachdenken macht. Bedauerlicherweise enthält dat -יsonst gut gedruckte — Buch einige sinnstörende Druckfehler die in der zweiten Auflage hoffentlich verschwinden werden. R. W.