Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 18 (5.3.1920)
- Date
- 1920-03-05
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I I |י \; ־ ן I!' i f Nr. IS JUCDSSCHE RUNDSCHAU Seite 125 t1״ f’oktal, lv,m‘j>111eik11׳ dürfen. Die übrigen 08 werden auf Handarbeit angewiesen sein, dabei ״i'nicu sie nicht immer das Arbeitsgebiet nach ihrer i\1'i!׳׳t111g wählen können. Außerdem werden sie meistens ,!uf 'jedem Gebiete von der untersten Stufe anfangen imiSNCii. Weil! man das, begreift man das in Odessa imd in Warschau und in allen Städten der Diaspora? Ist 1n.ru darauf gefallt? . I in anderes Volk! konnte sagen: Hier ist keine Sdiwicriekeit ru sehen, die natürliche Zuchtwahl wird wn selbst vor sich gehen, da »k>ch ein Beamter eine bestimmte Bildung haben muH und die Gebildeten doch rieht tw zahlreich’ unter unseren Massen vertreten sind. Ihre Zahl unter den Einwanderern wird ungefähr der oben erwähnten Proportion entsprechen, so daß die Sache sieh von selbst regeln wird. In unseren Verhaltnissen aber liegt die Sache ganz anders. Die eigen- ■irtmo« Umstände in Rußland, die einerseits vor unserer incend die l'on־ der Bildung verrammelten und antierersdis den Acrmstcit dazu zwangen, sich Bildung :mnicigiien. vernnlaßten bei uns das luinatürliche Ueber- «udierri einer Sonderari von Bildung. Man kann das nicht Halbbildung nennen, denn manchmal ist es weniger Js Halbbildung und daun kommt es hauptsächlich auf die P sy c h o I o g i e e i!1 c s G c b i 1 d e t c n an. Manche können mehr umi manche weniger, manche können nicht einmal das Einmaleins. Bei allen aber sind die Neigungen, Bestrebungen Pläne und Träume ,.intellektuell“ gefärbt. Vielleicht irren wir. Wir wären zufrieden, wenn es ein Irrtum wäre. Uns scheint aber, daß gerade aus diesem Kreise die. Mehrzahl der kommenden jungen Einwanderung sidi rekrutieren wird. Bei diesen aber ist kein Platz für eine Zuchtwahl, die von selbst den Gebildeten zum Beamtentum und den Mann aus dem Volke zur Handarbeit führen wird. Es gibt bei Juden keinen ״Manu aus dem Volke“. Was übrigens einer unserer traurigsten Mängel ist. Dafh't wollen wir nicht gesagt haben, daß der gevJiildcrte Typus sich nicht für körperliche Arbeit eignet. Wir haben ihn bereits bei der Landarbeit, beim Handwerk und beim Militär gesehen, und die Erfahrung zeigte, «Ldl d 10 s e r T y p u s s i c 11 für Handarbeit nicht weniger eignet, als der Mann aus dein Volke, vielleicht sogar besser als er, aber nur wenn er das will. Wird er aber wollen? Wir möchten nicht mißverstanden werden. Es ban- «eit sieh hier nicht um die Güte der jüdischen Arbeit, um Streiks, um Forderungen, um Beziehungen zwischen trhoitcr und Bauern usw. Die Frage ist viel umfassender: Werden die Leute überhaupt geneigt sein, sich der Handarbeit hinzugeben? Aus Gesprächen mit den Ein- '.vamlerem Ivekoinmt man häufig den Eindruck, als ob hei vielen in Rußland der Paliistinatraum mit anderen Träumen verwoben ist, mit Träumen vom bet|11e men Leben, von wohleingerichteten Häuser« (wie in Tel - Awiw), von Politikmachen usw. Wir aber, die hier leben, sehen ein, daß in 990 Fällen von 1000 keiner von diesen Träumen sich verwirklichen kann, denn eine richtige Kolonisation im großen Maßst.1I» wird nicht durch hapiemes Lehen, sondern durch Pioniere verwirklicht, die in Zelten und auf Matten schlafet!. Was aller Politikmachcrci, Einfluß und Wirkung betrifft, so sind sie nicht viel wert in einer Sied- Itsig, die ganz ans ,,Führern“ besteht. Das solt man in den Zentren der kommenden Emigration begreifen. An allen AusgangShäfcn des Schwarzen und Aegäischen Meeres, sowie au den Eingangshäfen Jaffa, Haifa und Alexandrien sollte man große Schilder aufstellen mit einer Ricscuinsehrift: Palästina dem gemeinen Volke! Wenn wir nicht den Manu airs dem Volke wieder erstehen lassen, so wird unser Werk nicht gelingen. Und wiederum betonen wir, daß cs sich nicht um den Bildungsgrad handelt, sondern um die Psychologie. Es Kt uient 90, daß ein Schuster kommen darf und ein Studierender nicht kommen darf. Auch der Studierende :nid der Künstler und der Journalist, jeder hat zwei Hände, und sic alle sind willkommen — vorausgesetzt, daß sie das eine begreifen werden, daß in Palästina nur für tausend Philosophen Platz ist und nicht für einen mehr. Die anderen, wenn sie leben und bauen wollen, bedürfen nicht so sehr des Intellekts als vor allem der Hände. Vielleicht ist unsere Formel ,riieksiehtslos, sie ist aber eine Wahrheit und wehe uns, wenn wir flieht diese Wahrheit an die Spitze all unserer Propaganda setzen. Der neue Generaldirektor des amerikanischen Hilfswerkes Ion Felix M. Warburg, Präsidenten des American Joint Committee, New-Yoric. Anläßlich der Ernennung Dr. Goldmanns, über die wir bereits berichtet 11alx*1!; versendet Herr Felix Warburg ein Communique, dem wir nach- •teilende Stellen entnehmen: ״Dr. Julius Go Id mann aus New-York, dessen ‘"1•:jährige Arbeit im Dienste der jüdischen Philanthropie ämi die Achtung und das Vertrauen der amerikanischen .lifticiiiicit erworben hat, hat sieh bereitgefunden, die Mtstühnuig eines der größten und schwierigsten Werke zu übernehmen, das jemals ein amerikanischer Jude »uf sieh genommen hat. Er ist auf der ״Mauretania“ ,»di Europa abgereist, um als oberster Leiter des Jjwt Distribution Committee, die vom American, vom Ventral- und vom Peoplcs Relief Committee aufgebr.idiien Gelder zur Verteilung zu bringen. Dr Goldmanns Reise schließt sich an die des rT\'•041, Jcwish Kdicf Unit an, bestehend aus 26 aineri- . ■mischen Hilfsorganisationen und geführt von Dr. Boris 1*1gen. Dieses Komitee befindet sich aut dem Wege 1»ca Polen; cs werden ihm noch andere Abordnungen «ni-rtkanisct^jadisclicr Hilfsorganisationen folgen, welche je re Tätigkeit in den anderen vom Krieg betroffenen Landern ausüben werden. Es ist die Aufgabe Dr. Ooldmanns, die Berichte '1יי' de« verschiedenen Ländern, in denen Hilfe für die jüdische Bevölkerung dringend nötig ist, cntgcgenz.it- »״liiiiei, mit «len Regicrungsverlretern der 111 Frage komm.'üdcii Länder zu verhandeln, zusammenzuarbeiten mit u'm amerikanischen Hilfskomitee für die europäischen — -- *-•״״ ■״' ..-ClCi.iC4C2* BBroi Berliner Zlonditxhc V,-r<-Snt1nma, Uerll» C. 19. Seydfl.lr. J, Triiclon• 2*ntr111n SonnloS. den 7. MSn Nachmtllsg» 4 Uhr Vcrircicr-Vcrtanunlurt() der n. Z. V., Im Hcl>lcrt9al tGiOntr Saal, Kölhener Sir. 5a Tegetordnung: I. Berlthl drr C.rnh5ll>nrdnuny«kon1n1lnlon. 3. IWrlilil der Obrlgen Kamml»lonen. . 5. Ctitihrraluny. 4. Anfifige. Ifflr MllglleJer der 5. Z V. 11! dir•(: Slltung Oflrnlllch. י Enlfiegrn der IVkonntnnachunß Im Idtlrn VeriammlungiValender (Indel die MllaHcdervcriommlunh der B. Z. V. n I c h i 9m Mittwoch, den 10. MSn, ,andern •m Dlentlsg, den 9. M S r«, abend• 8 Uhr In der Aula der 4. Ptilchlfortblldungichule, Ceargenilr. 30-31, (direkt am bahnhot Frlrdrlchilr.) •lall. Herr Dr. Altred Klee (Mllglled der A•C.) berldttel Ober! .Die SUzünz de< Großen Acllowi-Coml«* in London.* Mittwoch, den 10. MSr« Abend• 8 Uh Hebrliicher .Belh-wa«d'( Im Humbter-BrSu. Tauenlilemlr. 7. Vorlrag de» Herrn Dr. Diu »1 lein au• Rom: ,Vom Gellt untererZ: *.* Dltkuitlon. Geile willkommen Donnenlag, den II. M8r« Abend» a Uhr Gruppe •Nordweil', Im Helm Tlergarleneek, Kloptlodnlr. 1. Joief Lin vom Verband der Oiljuden: .JQdüche VottuarbeU.' Gruppe .0*1% Im Welten Saal der Unlont-FciüSIc, Crelüwalder 3lr.be 323- וגג, abend• 8 Uhr. Gäitcaben d. Voilrag de• Herrn Dr. L e I e w e r: .Antücmltiamui und Sclbtlbehauplang.* Gruppe .We»l', Im ZahnSnlehmn, IVdlowilr. 104 (Gullmann-Saal). Abend• B1/, Uhr, Vorlrag de! Herrn Vldor ChoJIin Arloioroff: .Der Sozlallimut In »einen Inneren Dezlcbungen zum Aufbau de» neuen PaUUIna.* Gruppe ״Süd", Im Hehn Priniemtr. 45 Abend* ( Uhr T»ge(0rdaung ו I. Bericht de• Voritandei, 2. Heilchl der Katienrevltorcn. 3. I'rlelluny der Decharge. 4. Wahl de• neuen Vonlande», 3. Wahl der KaiienrcvUoien. 6. Anträge. Gruppe .Charloltenburg", In den Wilhelmthallen am ZoologlKhen Gorlen. Vorlrag de• Herrn Oberlehrer Dr. Arno Wagner: .ZionUlbcha foliilk In DeulictUand. Sonnlog. den 14. M!r» Abend• 8 Uhr Kuliurdezcrnul der B. Z. V., In den Raumen de» K. J. V. Kurfdrtlenilr. ISO. 2. Hebrfitacher Jugendabend. ReUrcnl Herr Arlhur Rau: .Volk, Sprache und LUeraiur.* 11. ערב צעירים עברי 4.1! בשעה 0 בערבu.19הזמן: 0נ הטרצה: א• תא הנושא: עם׳ שפה וספרות K.ן, V. Kurtartlrmlr. 150 : רטקים Gruppe .Weil*, Im Zahr>8r1iehau>, balowtlr, 104. (GullmannaaaL) Kinder, das unter der Leitung Mr. Hoovers sieht, dem Roten Kreuz und anderen Organisationen. Er hat seine mif diese Weise an Ort und Stelle gesammelten Informationen dem Joint Distribution Committee weiterzugeben so daß das Komitee seine Geldbewilligungen sowie Kleider- und Lebensmitteiverschiffungen, gestützt auf genaue Sachkenntnis, vornehmen kann. Seit dom Aufliören der Feindseligkeiten ist die Ans- [ithrmig der Hilfsaktionen behindert durch den völligen Zusammenbruch der Transportmittel, den Mangel 7m Eisenbahnen und anderen Vcrkchrsmöglichkeiten. um Geld und Hilfsmittel zu befördern. Diesem Milt;kamt ו«■ - y,crscl>'LHlc"c" Missionen dadurch almilicifcn, daß sic in Verbindung mit Mr. Hoovcrs Komitee einen Autoverkehr ms Innere nicht nur Polens, sondern nl'er m Frage kommenden Länder organisieren. Dr. Goldmann ist berufen, die Zusammenarbeit der verschiedenen Komitees in die Wege zu leiten und die ungeheure Arbeit systematisch zu gestalten. Ferner sott er einen I>Lm der ständigen Hilfsarbeit für die Wiederherstellung und den Wiederaufbau in den vom Krieg betroffenen Ländern entwerfen, eine Arbeit, die sofort in Angriff genommen werden muß. Dr. Ooldmanns Reise bedeutet einen neuen Abschnitt in den» Hilfswerk der amerikanischen Judcnhe.it in Europa. Die Lebcnsbedingungen der Kriegsopfer auf dem Kontinent haben sieh mit dem Kriegsende noch verschlimmert infolge der wirtschaftlichen Mißstände umi dem Mangel an den notwendigsten Lebensmitteln. Durch seine nach Europa cntsindten Vertreter wird das Jewisb Distribution Committee nunmehr in der Lage sein, die Verhältnisse genauer zu beurteilen und zweckmäßiger bei der Hilfsaktion vorzugehen, die zugt!״ steil der großen Menge vom Krieg betroffener Juden in Europa unternommen werden soll.“ Herr Warburg fügt eine Darstellung der Laufbahn Dr. Ooldmanns bei: Dr. Goldmann wurde in Philadelphia, P. A., im fahre 1S52 geboren. Er war einer der amerikanischen Vertreter auf der Internationalen Jüdischen Konferenz in Berlin im Jahre ISO(). Er genoß das Vertrauen des verstorbenen Baron Hirsch, den er auf seinen! Schloß ln Ungarn besuchte. Diese Konferenz führie zur Gründüng des Baron Hirscfi-Fonds, dessen ehrenamtlicher Sekretär Herr Dr. Goldmann bis nun Jahre 199t war. Nach dem Tode des Richters Meyer fsaacs wurde er Präsident des Baron Hirsch-Fonds, in welchem Amt ci bis 1906 verblieb. Mit unablässiger Hingabe hat sich Herr Dr. Goldmann der Arbeit für diesen Fonds in Amerika gewidmet. Dank seiner Energie und Fürsorge wurden im Jahre 1893 Volksbäder in der City errichtet; die Ackerbauschule in Woodbinc wurde 1891 eröffnet und die Baron Hirsch-Schule verdankt ihre Entstehung zura großen Teil der Initiative Dr. Goldinanns. 111 der Föderation der Jüdischen WohlfahrtsgeseJIsehaften in New- York ist Dr. Goldmann ein Pionier gewesen. Seine glühende Hingabe und seine aufopfernde Arbeit hu Dienste der Föderation sind zu mannigfaltig, als daß sie in diesem Rahmen gewürdigt werden könnten. Pressesiimmcn zur Misrachikonferenz üluttrierier Paltiilfna-Kurtui lür alt« Mitglieder der ü. Z. V.!.Abend. Monleä, den 15. Mflr* Land und Landschaft (m. Udubildern). X . Dannerstag. den!8. Min; Städte und Siedlungen (mit Udit• bildern). 5. , Montag, den aiMSrz; Die Bewohner des Lande« (mit Lldit• bildern). 4. . Donnerstag, den 25. M8r1* Hliherlge Kolonliallon und Technik des neuen Aufbau• (mit Ltddbltdcrn). Vortragender: Herr Davis Tri dich. Die Teilnahme Ist nur gegen vorherige Anmeldung mftgltd*. Die Ein• *threlbegebQhr betragt M.4.- für den ganten Kursus und kann g'gen Vorzeigung der Anmeldebeit&tigung an der Abendkasse am 19. MArs besahit werden. Anmeldungen bei Herrn L«vy, Frager Str. 12. — Die Vuilfoge beginnen pGakl.ich b'/t Uhr. Hcbrülsche Schnellkurse. Unmittelbar nach Purim werden swel hebrStsAe Sdmellkurse er״ öffnet, die Je 24 Stunden umfassen. Innerhalb von 9 Monaten soll bet swel Munden uGdientüdien Unterrichts der Schaler befähigt werder, dl« hebrMaihe Sprrwh׳• mflndlch soweit tu heberrsdten, wie e» für die diln• yendsten Tayesbedürinltse und evcnll. lür ein»• ReUe nach Polflsllno er* tordrritch l*t. lie»ondere Vorkenntnisse In der HrbrMschen iproche werden nid*! varauiKetelsi. Ein Kursus Ist unentgelt ld», der andere kostet M. 30.Die Stunden sollen abends slatltlnden. Kursleiter Ist Herr Dr. lokob hluwsidn. Anmeldung sofort on das Kulturdescrnat der D. Z. V. Dr. Max Sdiwobe, Seydchtr. 5. Die Lesehalle der Gruppe ״Nordwcit" (Im Helm, Tlergarleneek, Klnpstockiir. I, F«ke H/lmirlsir.) Ut ]׳,den Sonntag, vormtltays von 10 -I Uhr und am VoilragsAüemi von 7 Ulir ob geöllnel. Hcbr^iichc Kurse. Gruppe ״Süd'״, Im Helm, Prlnzenstr. 42 Jeden Donnerstag und Sonn• obend von 7—8 Uhr *welitöndlger hebritfsdscr Spradikursus für Anlfinger, desglddie« ein elnstündlger Kursus tflr Anfänger Donnerstag von 7 8 Uhr. Meldungen on Schwabe, Südende, Potsdamer Str. 23. (Telephon Stcgllt* 90.) Gruppe ״Weil׳*, Jeden Mütwoch und Sonnabend von 7^ - 9 Uhr. Heb! uUcUer Anfänjjerkursus bei HermWilenikl, in der Wohnung des Herrn Ardsilek! Lcvy, Prager Str. 22. Neue Teilnehmer können eingenommen werden u wollen sich su den angegebenen Zelten melden. Gruppe ״Ost", Im Helm, Llppehncr Str. 9. Jeden Dienstag u. Sonnabend, abends 8 Ur»r findet je ein hebräischer Sprachkursus für Anfönger und FortHeschrtUenc statt. Ferner findet Jeden Sonnabend von 7—• Uhr ein Kursus ln JQdlsdicr Geschichte statt. Hcbraiicber Spradtkursui ״Nord". Jeden Donnerstag von Vy8-־H^ Uhr tm Her^i-Kiub, Grobe PrSsidenlenstr. 2 Anmeldung daselost, oder bei l'rl. As<bcrr Örellestr. 5. HcbrSlsdse Kfnder-Spiclnachmiiiagc. Groppe .Nord״, Jeden Sonntag Im Volkshelm, Drngonerstr.SJL An• mcidungen bet Schoschanoh LlpschQU, Akxanderstr.25. Gruppe .Ost*, Jeden Montag, Esmordistr.!9. Anmeldungen be! Regln• Cohn, Joblomkystr. 10 Gruppe .Weit und Charloitenburft*. Jeden Dienstag bei Köhn D01m*i5dlter Str. 1. Anmeldungen bei Frau Hilde Löwensteln, Dasseldosier Sir 73. lUhl. 7030.! Gruppe .Süd״, Jeden Mittwodi im Helm, Prlmenstr. 42. Anmeldungen bei Frau Schwabe, SQdende, Potsdamer Str. 25. (Stegllfx 90.) Gruppe .Nord״W«1t״, Jeden Donnerstag, Anfragen und Anmeldungen an Hertha Grunwald, Wilmersdorf, Nachodstr. 6a. (PiaUb. 2968.) Sämtliche Splelnachmitiagf beginnen nachmltog• pünktlich 4 Uhr. Jtuüurdezcrnat der Dcrilncr Zionistischen Vereinigung Seydclsirabe 3. Telephon: Zentrum 5614—3619. HcbräbcSicr Kindergarten. Montag bis Donnerstag, vormittag* von Uhr, Ncstorstr. 4, bei Welt uns nn. Der Kindergarten steht Kindern tm Aller bis tu 6 Jahren offen. Eine beschränkte Amahi von Kindern kann noch autgenommen werden. Meldungen an das Kul* iurdezcnsAt der D. 4. V• oder an Dr. Schwab«# Ifloeaoe» Potedamer Straft« 23• (Telephon Stegllt« 90). Die ״Jüdische Presse“, das Zentraler״,™ des! Mi'srach), bri!1;;t in ihrer Nummer vom 20. Febru.1r eine■ ausführlichen Leitartikel als Erwiderung auf den in der ״Jüdischen Rundsclrau“ abgedruckten Aufsatz von Erich r ro m m. Der Verfasser bestreitet, daß in der Frage der getrennten Waadim von einem Gegensatz zwischen öslliehen und westlichen Misrachim ehe Rede gewesen sei. Zur Sache selbst gibt er der Meinung Ausdruck, daß die gegenwärtige religiöse Zerrissenheit des Judentums ein einheitliches Erziehungswerk nicht zulassc und zitiert den auf der Misrachikonferenz. gefallenen Ausspruch; ״Besser von der Zweiheit zur Einheit, als von der Eiaheit zur Zweiheit.“ Im Schlußabsatz geht der Verfasser auch auf die Resolution zur sozialen Frage ein. Auch ״Der Israelit“, das Organ der ״Agudas Jtsroel“, beschäftigt sich in seinem Leitartikel mit der Misrachikonferenz und dem ,,einsetzenden Kulturkampf in Palästina“. Es ist charakteristisch, daß ״Der Israelit“, der bisher dem Misrachi das Recht, sich als eine wahrhalt orthodoxe Gruppe zu bezeichnen, stets abstrit^ ihn jetzt als wertvollen Bundesgenossen im beginnenden Kulturkampf begrüßen zu müssen glaubt. Purtsclikewitscli gestorben Aus Kopenhagen wird telegraphiert, daß in Rostow; am Don der bekannte Führer der Schwarzen Hundert und ehemalige Dumadeputierte W. Purischkewitsch dem Flecktyphus erlegen ist. — Wladimir Purischkewitsch hat als Führer der russischen Reaktionäre in dem letzten Friedensdezemiiiim eine unheilvolle Tätigkeit entfaltet. Seine Pogromhetze und sein Einfluß auf die zaristische Judenpolitik fanden ihren Niederschlag in furchtbaren Metzeleien der Schwarzen Hundert, die Purischkewitsch zum Schutze des Zarismus organiverte. Nach Ausbruch des Weltkrieges änderte Punvchkcwitsch seine Haltung gegenüber den Juden unT trat sehr lebhaft für einen Burgfrieden ein, bei dem man auch gewisse nationale Forderungen der jüdischen Be- Volkerung erfüllen könnte. Diese Forderung scheiterte aber an der Unbcugsamkdt des Generalissimus Nikolai Nikolajewitsch. Nach der Kerenski-Revohition vorschwand Purischkewitsch aus Petersburg und befaßte sich mit der Sammlung der gegenrevolutionären Eie־ mente ln Südrußland. Eine ostgal!zische Delegation nach Amerika. Der Pressedienst der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgalizicn in Wien verlaufbart: Die bereits für Mitte Februar geplante Reise der von der Delegation des Jüdischen Nationalrates für Ostgaüzien, und von der Zionistischen Landesorganisatio« für Ostgalizicn erwählten Kommission nach Amerika mußte aus verkehrstcchnisehen Gründen für die erste» Märzwochen verschoben werden. Aus dem bei uns einlaufenden statistischen Material aus fast allen Städtern Ostgatizicns sowie von den in Wien lebenden Flächtlingen ersieht man das lebhafte Interesse, welches die vr 1 I I 1