Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 18 (5.3.1920)
- Date
- 1920-03-05
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 122 I ו i A 1 i i ו■ I 1! i J 1 I Pit |l|4# Die Schlusssitzungen Die Diasporaarbeit Referat Motzkin über die Tätigkeit des Pariser Komitees. In der NachuiiHaffs-ützung vom Montaff, de* j3 Februar, winde die Frage der Gegenwart»• nrbeit in der Diaspora bcliandeit imd dturdi ein Referat wr. Hem! Leo Motzkin, dem General- *»ckrcliii* des Komitees der Jüdischen Delegationen bei der Friedenskonferenz, ciiiffclcitct, welcher einer der beiden 011 ץ der Londoner Zionistischen Konferenz in das Komitee ticr Jüdischen Delegationen entsandten Vertreter ist. Herr M o t z k i 11 erstittete einen Bericht iil>cr itie \ou» Koiniiec geleistete Arbeit. Cr führte ans, dal! der Zionismus in allen Ländern, in welchen er auf eine lange Entwicklung zuriidcblic.kt. sich durch mannigfache Kampfe zur prinzipiellen Anerkennung der Notwendig- Reit einer nationalen Geffcnwartsarbeit in der Diaspor« iturchffcrungvn hat, an welch er die Zionisten mit ganzer Kraft teilnehmen müssen. Als!■'rage ist immer nur übrig geblieben, von wem diese Gogenwartsarbeit verantwortlieb zu leiten ist, ob sie den einzelnen Zionisten, “den einzelnen zionistischen Landesorganisationer! zu über• fassen ist, oder ob die Gesamtorganisation für die Arbeit eintreten .muli. Auch das bekannte He I s in g f o rscr Pro g r a in in der nissischen Zionisten liat mir eine Synthese gefunden. Während des Kitcbcs hat auch in tien Ländern Mitteleuropas, welche sich rri'ihcr der naitioaalen Gegeiiwartsanbcit gcgenül>c1■ zum Teil noch auf «inen äblclmcnden Standjnmkt gestellt halten, cLie derartige Entwicklung stattgehuidcn, daß die zionistischen Organisationen dieser Länder min vollkommen die Not- Wendigkeit der von der Zionistischen Organisation zu leistenden nationalen Gcgcnwartsnrbcit anerkennen. Dies ist uicl!t mir cm Resultat taktischer Erfahrungen, 9011-!fern vor alkmi des inneren Erlebens, weiches als die 1 reibend c Kraft des zionistischen Gedankens von entvclieidciwler Bedeutung ist. Zum Schluß des Krieges iiat zur necliteu Zeit das bekannte Manifest der zionistische 11 Leitung durch das Kopen- ’.tage 11 er Zionistische Büro die Forderungen;!er Zionistischen Organisation so formuliert, daß in Ihnen ,urclidic wichtigsten Leitsätze der nationalen Gegenwart־}- .!!beit enthalten sind. Das Kopcnliagoncr Manifest war ein Anstoß für die Haltung der Zionistischen Organ»* s.rtton iu Mittelimd Osteuropa tu der Zdt des Waffen- ־.lilfstands und der Vorhcreihaig des Friedens, als die i::den dieser Finder ihre Forderungen an die Friedensironferonz. fest/: :stellen lütten. Die Forderungen der Zfottidischcn Organis 1t'.om־n der einzelnen I.:Unter spiereiten viel« daun in den Beschlüssen der L o 11 d o 11 e r Zionistischen Konferenz in! Februar und März!Q1Q wieder. An dieser Konferenz nahmen auch die Dele- Gerten der Zionistischen Organisation Amerikas teil. In dieser Konferenz wurden grmidlegcndc Beschlüsse Zur t rage der polilisrhen Gegenwartsarheit, insbesondere hi hcnie. auf dtv an die Friedenskonferenz zu richtenden Forderungen bezüglich der bürgerlichen und nationalen Gleichberechtigung der Juden und ihrer Sicherung durch internationale Verträge bzw. durch »ten Völkerlnmd gefaßt. Die /,kaustische Konferenz in London wählte auch zwei Vertreter, welche nach Paris geschickt wurden, mit der 'Aufgabe, mit den Delegierten der Nntionalräte und Kongresse Europas und der IJclejpalioii des Jüdischen Kongresses in Amerika /lisanwucnzuarliettcn, für eine Vereinigung dieser Delegattonen einzutictci! und an der Schaffung des gemeinnvncn Programms mit/.nwirkco, Diese Aufgabe ist gck'tst worden durch die Schaffung des ^Komitees der Jüdischen Delegationen bei der Fricden »kontere 11 z“, Es muß fcstgestcllt werden, daß die Omtidsätze, auf welchen die Beschlüsse der Zionisti- -:dien Konferenz in London beruhten, mit den Fordcntigen und der Stellungnahme der ungeheuren Ma-!ס r i t ä t des jüdischen Volkes sich (Ecken. Der Referent gab einen Ucberbtick über die Kundgebungen der großen!üdisdvcn Organisationen, Kongresse, Landcsvcrsamnvhingen, Oem oiiuleveriki mic und Partcivereinigunffen, welche sämtlich die gleichen Grundsätze, wenn aneil in verschiedener Form, zum Ausdruck bringen. Zum Teil Gm! diese Kundgcbmigen und Beschlüsse das Resultat großer Kümpfe, wie z. B. die Beschlüsse des Jüdischen Kongresses »u Amerika. Wichtig war für die Fornni'aerang der Forderungen auch die Tatsache, daß die ukrainische Regierung die nationale Aufonomie des;i'idisdicn Volkes ־schon in der Praxis ditrchgeführt hatte. Hierauf־ berichtete der Referent über die Zusammen- Setzung des Komitees der Jüdisdieit Delegationen. Es ist das Verdienst der Londoner Konferenz gewesen, daß ihre Beschlüsse die Grundlage zur Vereinigung der cinzditcji lictegalkmen z.tnn ,.Komitee der jüdischen 1 ■Gcgationci! Iici der Friedenskonferenz.“ gebildet haben. Mi der Arbeit des Komitees balicn Delegationen ans \merika (Delegation des Jüdischen Kongresses), aus Palästina, Zentralrußland, der Ukraine, Bukowina, Kaukasus, Vauricn, Rumänien, Polen, Oslgalizien, fschcchoslowakicii, Jugoslawien, Siebenbürgen, Italien n׳:d der Türkei td!genommen, ferner außer den beiden ',Vertretern der Zionistisdien Organisation auch je ein Vertreter des American Jewish Committee und des Ordens Buci ficrith. In den Delegationen der ein- /einen Länder waren die Zionisten außerordentlich stark vertreten. Die Wahlen in den einzelnen Nationalitäten und der verschiedenen Kongresse hatten, soweit cs die VcrJviÜnisse zulicßcn, auf demokratisclicr Basis stattgebinden, aber die jüdische Bevölkerung der einzelnen Länder halte den Wunsch, ihre Vertretung und den ל', dürfe Hi rer Rcdite zu einem großen Teil zionistisdien Repräsentanten anzuvertrauen. Das Komitee der Jüd.sdien Delegationen hat nur Vertreter zugclasscn, die tatsächlich stell als gewählte Mandatare legitimieren konnten. Der Referent beriditete liierauf über die VersJdie, auch die Vertreter der ״Alliance Israelitc Universeile“ und des englischen ״Conjoint Committee“ zur Vereinigung mit den übrigen Dekorationen zu bewegen. Die Verhandlungen mit diesen beiden Organisationen sind großenteils durdh Herrn Louis Marsh all geführt worden, hat *u aber, wie bekannt ist, zu keinem Resultat geführt, dz vidi die Heitren aus Paris und London mdit dazu verstehen wollten, die *מס den gewählt(» JUEDISCU t. RUNDSCHAU Nr. 10 des Aktionskomitees De legierten und l>ek!g.1(kmcn der Juden Mittel- und Osteuropas amfffcstcllte I ordenin .־׳ s! ich Anerkennung uaüonalcr Rechte zu unterschreiben, im Gegensatz ru der Mcfcgatkm des judteelKMi Kongresse* in Amerika, wiche in dieser Ikzichmig bestimmte Auf tri;;je erhalten _ hatte. Herr Motzkin beriditete besoiKkis über die liistorische Sitzung im Konsistorium, wo die Auseinandersetzung der beiden Gruppen staUgefundcn hat. Es kam nur zu der Versicherung, daß die Vertreter der Alliance Lracliie Universelle und des Conjoint Committee die Arbeit des Komiker, der Jüdischen Dolegaikmeti nie hl stören würden. Hierauf berichtete der Referent über die Tüiigkoit des Komitees der Jüdischen Delegationen selbst. Seine Arlxril wurde auf Grund des von ihm audi veröifentliebten Memorandums über die bürgerlichen und n a t i o n a I c n R ׳.- c h (e geführt, desgleichen wurde eine Aktion ,unternommen, um einen Ersatz für Pog romscli ä d e 11 sichcrzustcUcn. Der erste Präsident des Komitees war Judge Mack, der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas. Sein Nachf-lecf war Herr Louis Mar sh all, mich dessen Abreise Herr So ko low Präsident des Komitees der Jüdischen lVlegationen geworden ist. Hierauf berichtete Herr Motzkiu eingehend über die Verträge betreffs des Seimt/es der Minderheiten, welche mit Polen, Rumänien und den anderen Umdeni gesd1!>o:.sen wurden. Io diesen Verträgen ist allerdings nicht alles erreicht, was von seiten des Komitees der Jüdischen Delegationen gefordert worden ist. Aber v,1׳.׳s erreicht worden ist, ist der S ic g dc s Pr inzips de s Schutzes de r M inori - täten und de r bii r.״ e 1 1 i ch e 11 G Ic i c 11 berecht i g u n g und der Sicherung beider Punkte durch den* Völkerbund. Die Bedeutung dieses Erfolgs ist klar, wenn nun vergleicht, iu welch unvollkammener Weise in früheren Fric׳len:ivcrlrägon die jüdisdien Fordcnuiffcn behandelt worden riiui. tlo'iaiin!>cridvtet der Referent ül>er die vom Komitee der Jüdischen Delegationen geleisteie Arbeit zwecks Untersuchung und Verhinderung der gegen die Juden gerichteten Ausschrcitungcn und Pogrome in verschiedenen Ländern. Diese Arbeit hestarnt in einer außerordentlich bedeut* samen poliSisdivii Tätigkeit speziell bei den Regierungen der örolSmädite und in einer wirksamen Grien tiening der öffcufliidien Meinung alter Länder i'ti>cr die wahre Sachlage. Die Aufklärungsarbeit, weldic geleistet wurde, hat auch zu machtvollen• Kundgebungen der jüdisdien Bevölkerung iu allen Länder;! speziell auch Ir» England und in Amerika geführt. Sie hat audi Repräsentanten der öffentlichen Mdiiinig, niditjüdisdK■ Männer von Ruf in der gesamten Knlfiirwell bewogen, für das Recht des unterdrückten jüdischen Volkes ein/utretcu. Die Arbeit des Komitees ging auch dahin, der betroffenen jüdischen Bevölkerung durch ü n t s c tut u»1 ff v o n Kommissionen beiziistchen, resp. die Entsendung solcher Kommissionen von anderen Seiten zu veranlassen und zu befördern. Hierauf berichtete ,der Referent iiU־r die vom Komitee der Jüdischen I telegatio1ic.il vorbereitete Gründung eines ״W ».ul Haaräzoth“, welcher die bldu-r erreichten Sicherungen der jüdisclien 1'echte in jeder notwendigen Weise für die Zukunft ausbaucn und schützen soll. Schließlich behandelte der Bericht des Referenten die auf dem Gebiet der Hilfstätigkeit entfaltete Arbeit, speziell die «)!bereitete Einberufung einer all gem c i n c 11 Jüdischen H i I f s k o 11 f e r e n z und der für ihre Arbeit maßgebenden Grundsätze. Der Referent »cldofl seine;! Bericht mit der Feststellung, daß die großen Masse!! des jüdischen Volkes die Forderungen unterstützen und vertreten, für welche das Komitee der Jüdiseien Delegationen bei der Friedenskonferenz gearbeitet lut und für welche es die bleibenden Institutionen sichern will. Es kommt darauf an, daß die Zionisten mit ganzer Hingabe für diese Arbeiten und Tendenzen eintreten. Der Geist, der in der Arbeit des Komitees lebt, ist derselbe, der den Zionismus trägt. Um Palästina zu erlangen, muß man das jüdische Volk haben uiuf es erhalten und so erhalten, daß es imstande ist, Palästina jüdkeh zu in.'urlum. Herr Moizkin schlägt hierauf der Srfettng zur Annahme eine Reihe von R e s o I u t i o - nen vor. Die Diskussion. Herr So ko low spricht hierauf über die Stellung, die sowohl die zionistische Delegation als auch das Komitee der Jüdischen IX-legationen bei der Friedenskonferenz eingenommen fiat. Er erklärt in diesem Zusamsnenh.mg, aus welchen G1T1mlc.11 es unmöglidi gewesen ist, die im Frühjahr des Jahres l*)2t) ci!!berufene Konferenz aller Nationaträte in Paris abhalten zu lassen. Herr Jng. Strieker stellt fest, daß es sich äugenblick lieh nur darum liandcln kann, in ave! eher Weise die Zionistische Organisation zu den Fragen der Ge,;vub wartsarbeit Stellung nimmt. Eine NichtteilnaUme der Zionisten vnirde weder von den Zionisten selbst noch auch von uiclitzionistisciier Seite verstanden werden. Die Gleichberechtigung der Juden ist gegenwärtig eine solche Tatsache, daß ein Kämpf tnu sie nicht nrelir geführt werden muß. Aber es handelt sich darum, diese Gleichberodiüßimg unter die Garantie der gesitteten Menschheit zu stellen, da sich ganz klar erwiesen hat, daß ohne diese internationale Garantie die von den einzelnen Staaten versprodiene Gkuehbcrechitiguiig nicht gesichert und gewährleistet ist. Der Redner verweist insbesondere auf (Las Beispiel Ungarns, dessen Juden sidi stets der volLsten Gleichbcrcditigiuig erfreuten usni inzwischen erfahren haben, wie unsicher se garantiert war. läer Redner schildert hierauf die Erfahnwigen, die das Judenteim in Oesterreich diwAgemacht lut 4md den Sieg, dem dort die nationalen ) orrienmgeo des jüdisdien VoHces erzielt haben. Er erwähnt, daß das Komitee der Jüdisdien Delegationen bei der •Friedenskonferenz in Paris durch die Tatsache seiner Existenz und durch seine Leistungen dem östcr* reichischen Judentum in schwerer Zeit unendlich genützt hat und daß die Juden Oesterreichs hierfür dem Komitee tief dankbar sind. Herr Stricker spricht hierauf aus, daß die Besdilüssc den Wünschen und Bedürfnissen der Zionistisdien Organisation Amerikas gerecht werden müssen und spricht die Hoffnung aus, daß dies audi mit Bezug auf die vorgcschlagcne Re90hrtinn tatsädilidi der Fall ist, die andererseits d#»1 ur.trinßlldie» Notwendigkeiten der Zionistischen Orjju’i»- satkm Europas (Hui ISues Verhältnisses zu den Fragsin der Diaspora-Arbeft für die nädtste Zukunft cotspicdTca. Herr Dr. KI e < bericlitet, daß auch das dcuteil!•: Judentum in einer den Beschlüssen do Jüdische זו Kr., gresses in Amerika entsprechenden Form die Fordenrnre־■ des jüdischen Volkes formuliert hat, indem Vertu.׳.,, aller firuppen des dcutsdien Judentums diese For»K rungeu mr die deutsche Rcgte*rung formulierten. I Krr Dr. Klee dankt speziell and! den 1 lerren Sokolow u׳!d Motzkin für ihre A.rbeit, welche sie '.:11 Komitee du Jüdischen Delegationen geleistet bähen und die La allen Juden Europas a.s für sie geleistet begrüßt v.iirtiv Herr 1*0 d I i s c I! c w s k 1 »’.ückt hierauf!•:i.neus d«. Zionistisdien Zentralkomitees!::*־ Polen dem Kontitee G-; Jüdssclieu Delegationen Lu!,.*.vis den Dank für t, uncnnüdiidie und erfolgreiche Tätigkeit aus, welche Uus Komitee im Interesse der Juden Polens entwickelt hu׳. Hierauf gelangen die nachfolgenden von Henn Motzkin vorgcsdiNffcnav Resolutionen zur e i .־ s t i tn m f g c n A n n a 11 in c: Die Resolutionen. 1. Das Actions-Goinitc• der Zioiustiscln•!) Organisation billigt den Beschluß der Londoner Zionistischen Konferenz vom Febraar/Miir/. PF׳, eine Delegation nach Paris zu entsenden, um die verschiedenen Delegationen, welche van Natte - nalrätcn oder Organisationen zur Friedenskonferenz entsandt waren, zu organisaircn und der Tätigkeit dieser gemeinsamen Körperschaft bis zum Schluß der Friedenskonferenz Icilzu• nehmen. 2. Das Actions-Gomite erblickt in den bi*- hörigen Errungenschaften des Komitees der Jüdisdien Delegationen, namentlich mit Bezug auf die Verträge mit Polen, Rumänien, Tschedvuslowakien, Jugoslavien und in der Deklaration der litauischen Regieiung einen wesentlidiefi Fortsdiriit auf dem Wege zur Erreichung der nationalen Gleichberechtigung der Judeat in der Diaspora. 3. Das Actk>ns-(üomite nimmt mit Befriedigung von der Tatsache Kenntnis, daß das Komitee der Jüdisdien Delegationen den Fotderungen der Zionistischen Organisation hinsiditlich Palästinas sich allgeschlossen und m w>r der Friedenskonferenz vertreten hat. - •L Das Actious-Comite f o rd e r t d i e Zu•• n i s t i s c h e n Föderationen auf, für die Verwirklichung des Waad Ha arazot >! cinzu treten und sowohl die Propaganda ah die Organisierung dieser allgemein jüdisdu». Körpcrsdnft zu fördern. Das Actioivs-Oomife geht dabei von dem Gesichtspunkt aus, daß diese Körperschaft durch einen demokratischen Wahl- Hindus zustande kommen muß und nur des! Volkstvillcn der jüdisdien Massen hinsichtlich dr«. Schutzes der nationalen Aufgaben in der l>.. sjxira repräsentieren soll. 5. Das Zionistische Actions-Comite btgrüßt mit Sympathie die Idee der Einberufung einer allgemeinen jüdischen Hilfskonftr e n z. Die feierliche Schlußsitzung Herr Sokolow berichtet zunächst über die Lte gegnung, die er und Dr. VC'eizm.ann vor der Sitra% mit dem fratizösLsdicn .Ministerpräsidenten Miller»«(' gehabt haben. Nordaus Rede Herr "Dr. Nord au (mit stf’rmisclieni Beifall tngrüßt) hielt folgende Rixlc: Ich hin nicht eitel fjenug. anzunchmcii, daß Sie bemerkt balicn, daß idi mir während der Sitzung strcnjje Scibstbcsdiränlamg auferJcgtc, da id» ja kein Stimmrecht hatte. Jetzt ist die Phase die• Abs'i:nn1ungen vortiber, lind es ist möglich, Eindrücke auszusprcdien. Nim darf ich zu memer tiefen Bcfriedigung und mit Bewegtheit sagen, daß meine Eindrücke die denkbar juinsEgstai sind. Sie sind am! erstenmal seit «eien Jahren wieder zusaimuenffekotnmcn,!iahen Fühlung 1miteinander gewonnen und das 113t große Bedeutung; denn Sie sind die Vertreter der jüdischer. Massen, 11.tuptsächlich der ostjüdisdsen Massen, die in erster Rebe berufen sind, unmittelbar die Wohltaten des verwirklichten Zionismus zu erfahren. Sie werde!, zu taiscren Brüdern mit der frohen Botschaft zurückkommen, daß unsere Angelegenheiten auf gutem Wege sind. Was ich an anderer Stelle gesagt habe, kann ich hier Wricdcrholen. Es war eine Wajhmg der Vorsehtmg, daß sm kritischsten AugcubUdc der jüdisdien Geschichte ׳zwei Männer an der Stelle gewesen sind, an der sie dem jüdischen Volke die größten Dienst■• erweisen konnten. Es ist nicht meine Art zu übextreiben oder Liebedienend zu üben, das aber wäre nicht gerecht, wenn ich verschweigen würde, daß sowohl Dr. Wc izmann wie Herr Sokolow Großes bc wirkt haben. Das Mandat ist noch nicht erteilt, \.tr sind am Vorabende seiner Erteilung. Wenn es diploma tische und völkerrechtlich anerkannte Tatsache sein wird, dann werden wir das Instrument haben, dessen Wirkung uns zeigen wird, welche Bedeutung das Werk dieser beiden Männer hatte. Sic haben viellcidit nicht alles verlangt, was idi gern gewünscht hätte, daß »e verlangen. Aber was sic erlangt haben, ist vollkommen genügend um in» zu gestatten, den stoben Bau aufzuführen, der das sichere Obdach des alt neuverjüngten jüdischen Volkes werden wird Audi von der diplomatischen Seite ihrer Tätigkeit abgesehen, habe *dt mit tiefer Freude andere Fortschritte in der Ent- 'i 1 1 VI (I 3 s A Si 4 n 4 H 11 a a A a fi n f1 V v ■i II d h b ii a d 1• Vt ־ Ub s Bi Ql % U |!« pH %di ku MX .,V ■ XI Th A» wi Ai M» aif «s 01 Mj lJK /M 1)4'