Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1920-03-02 · Heft 17 (2.3.1920) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 17 (2.3.1920)
Date
1920-03-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652228-2652245--12914-2670591
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 17 JUEDiSCHE RUNDSCHAU Seile 117; >:! fielt i: d: i iü;Mr. U »•« Vur• ,iü;. ■l.'lll Prin•! d<; 1> m 1 d.\ •<f:> TV 'u IU’Ih c׳c״׳ »01 יד*! ן 5v•!1 i in• .\r• ו ic'.tt::!״ I «)־ין.■:!.", I ciivf ,c! Irr!!!י׳ | c i 1! c. I l׳c t!t';׳ l'jont•.{.■ | ic c:,: Ir At..■ I ■Uschr׳) j U'iu:;; ׳ K v;m! at; ׳:•et; }t «.t.t!!■ I CH!; ,K'i! jili.-.hjr. ו 011: ■ 'Clii ,au’• \t! <1״ } I ln 1 J -־de» )';׳111/1■.־ i:n .v.if | tk׳/i:,:• ) in cii r ׳ V\ iT/lf '. Ab. ' elr,me | dank; liom--! j r 'Et 4 lllUltit : IZ ,וזו ן Item• \ Atter• f v«« *, lü.'i■■ t )(H'i ‘ Öd < äl '־’׳■; r.׳ ■י f >/>;!1• i Di,? Da i r 1,ic i dtWi j klirr . J t T 1 ׳ j n,;.u> J eiten I d zu jld.r iRede 1 ןv,u! } Clt.l itt״eu י ncli. hiter- ■i k״>i ,'11 iVvi/■ II in 11 r>1 it lr.cn :tl ״■J.! ft• 1ז ו v ׳>■ jßl'l'tt ln a ע •*ש! HO : Ij-J, Jffv . |>c י lim■;• 11 v Ifü: w׳■ Dia Abstimmung. Es kommt liicratii zur Abstimmung. Zu• nächst wird folgender Antrag des Engeren Ae t io 11 s־Co in i t e s angenommen. ״Die Zionistische Jalireskonferenz wird auf Anfang Juli 1920 einbe rufen. Die Wahl des Ortes bleibt der Excctt• tive überlassen.“ Hierzu wird ein Zusat/antrag, vorgcschlagc« von Herrn Kaplan, angenommen, welcher lautet: ״Die Jahreskontereuz ist möglichst in einem Land mit niedriger Valuta abzuhalten. Ferner werden noch folgende Anfrage des Lng cren Actions-Comite!-, ebenfalls einstimmig1, angenommen: . ,, , Das Glorie Actions-Comite macht die Landes- und ”Soiiderföderationeii darauf aufmerksam, daß die Wahl der Delegierten zur Jalireskonferenz. von der Abführung der S c 11 e k c I g c I d e r abhängig ist.“ ״Das Grolle Aciions-Coniite fordert alle Föderntimic’11 aut, alle gesammelten Helrägc für Schekel und Restauralionsfonds in der Währung ihrer Länder innerhalb der nächsten Monate den Korrespondenten des Jewis.11 Colonial Trust abzufühlen.“ Das Budget im Gesamtbetrag von ■191 000 englischen Pfund, das von der Londoner Konferenz Für das Jahr März. 1919 bis Februar 1920 angenommen wurde, wird für weitere sechs Monate verlängert.“ Hierauf wird der Antra״ Stricker angenommen: ״Die Leitung wird zur Schaffung eines Pressebüros aufgefordert.“ Ferner wird der Antrag, eine Kommission zur Ausarbeitung des neuen W a 111 s t a t u t s einzusetzen, angenommen. Die Auswahl der Mitglieder wird dem Engeren Actions-Comite überlassen. Der Antrag der Herren Sprinzak und Kaplan auf Anerkennung des H a p o e I - H a z a i r unu der 7. cire-Zion als Föderation und Zuziehung von Vertretern dieser Föderation ins Actions-Comite wird mit Zustimmung der Antragsteller nicht zur Abs tim• mung gebracht, nachdem Herr Dr. Hantke erklärt hat, dall diese Frage bei der Jalireskonferenz cntschieden werden soll, dall aber bis dahin die Vertreter dieser Gruppen in der gewünschten Weise informiert und zur Arbeit herangezogen würden. Hierauf wird ein Antrag Dr. Weizmannt a n g e 11 o in nt c n , der jüdischen Bev ö I k e r u 11 g Palästinas in der Zionist Commission vier Vertreter statt drei Vertretern zu gewähren. Ferner wird ein Antrag des Herrn Gold borg an־ genommen, die Zahl der Mitglieder der Zionist Commission auf dreizehn zu erhöhe 11. Die Nominierung des Mitgliedes für diesen dreizehnten Platz wird auf Vorschlag von Herrn Goldberg dem Engeren Actions-Comite überlassen. Ein Antrag des Herrn Flor ent in, der sefardischcn Bevölkerung Palästinas eine Vertretung zu gewähren, wird der Zionist Commission überwiesen. Hierauf wird ein Vorschlag des Herrn Sprinzak .Migcnoimnen, wonach das Grolle Actions-Comite sieh tur die möglichst schnelle Organisierung der jüdischen Bevölkerung Palästinas auf dem Weg der Einberufung der Konstit liieren den Versammlung auf Grund des allgemeinen, gleichen, direkten, geheiincn Proportio nalwahlsy st c ins, ohne Unterschied der Geschlechter, ausspricht. Hiermit wird die Organisationsdebatte geschlossen und mit der Palästinadebatte fortgcfalircn. Die Organisation der Emigration. Herr Simon berichtet zunächst über die eittgeleitete Organisierung der Palästina־ und E in i g r ationsämtcr und hierauf speziell über die örganiaierung der Arbeit der Chaluzim, die von Seiten drr Landesorgnnisatioiicn durchgeführt wird und durchgeiührt werden muli. Er berichtet speziell über die t;1 iahrungen ln Holland, Deutschland und Polen« Herr l)r. Scltoenfeid wünscht Auskunft über die Gesichtspunkte, unter welchen die Einwanderung erfolgen wird. Herr Dr. Caleb berichtet über d'.c iüdische Emigration aus Südrufiland und Rumänien, für welche Koiistantinopel der Durcliganspuukt ist, und über die Ausbildungsmo״lichkcitcn für Chaluzim in Konstanttuwpcl. Herr Dr. Katzenelson spricht den Wunsch aus, daü die Emigration nacii Palästina in Verbindung mit dei allgemeinen Emigration organisiert wird und die notwendigen technischen Vorbereitungen gescltaffcn werden. Herr F i n k e I s t e i 11, als Sekretär des Emigration.«:• dcparteinents berichtet hierauf über die Grundsätze und Aibiitspriimpien des Emigratlonsdeparteui e 111 s, über die Beziehungen zu ״den englischen Behörden und für die Zukunft vorauszusdicndcn Möglich־ keiten für die Organisierung der Emigration. Herr Simon schließt die Debatte mit einer Auskunft über die L i q u i d a t i o n s b a 11 k e n , deren Gründung nur durch die einzelnen Lande&organmtioncu durchgeführt w*rdct1 kann. Die Montaßssitzung Fortsetzung der Emigrationsdebatte. Die Vormittagssitzung am Montag, den 23. Febmar!920 wurde durch Dr. Hantke eröffnet. Auf der lagesordnung stand die Fortsetzung der Debatte über hmigration. Obermg. Stricker stellt eine Anfrage wegen der Einwanderung jüdi scher Untertanen der ehemals feindlichen Länder nach Paiä• *una. Die Anfrage wurde von Dr. Hantke und Dr. Jacobson dahin beantwortet, daß alle A11s 11׳e ngu״gca gemacht werden, damit k ei n U n t erschied zwischen den Juden in den verschiedenen Landen! m _ bezug .auf d;c EinwanderungsmogUchkeit nach PalasUna gemacht wird. Es sicht bestimmt zu hohen, daß nach der M a 1j d a t s e r t e i i u n g auch die Juden aus den ehemals feindlichen Ländern nach Palästina gelangen werden. Pod I i s eh e \v s k i sprach über die Personen, welche in Polen zur Auswanderung bereit sind. Es sind eine grobe Menge produktiver Elemente; Tischler, Schmiede, Zunnicrlcuto, Töpfer. Die Eniigrmiten beabsichtigen, Ucbcrsicdliingskoopcrativeit zu grün־ den, doch haben sie bisher die Regicrungsorlaübnis dazu nicht erhalten. Es muß die politische Möglichkeit hierzu erlangt werden. Ls gibt kleine Kapitalisten, welche ihr Geld und Immobilien lombardieren wollen, um die Möglichkeit einer Ucbcrsiedlung zu erhalten. Bisher sind keine Institute dieser Art geschahen worden. Bei der Organisierung der Paläslinaamter bereitet das Zusamnieiiwiikcu der verschiedenen Fraktionen Schwierigkeiten. Diese körnten nur beseitigt werden, wenn die P a I ä s t i 11 a ä m t e r direkt der Londoner Zentrale unterstellt werden, B ö 11 m berichtet über die Arbeit des Wiener Palästiiinaintes. Er wendet sich• gegen die Abtrennung der Palästinawaiiderung vom allgemeinen Etnigrationspio. bleni. Die Zionisten gelten heute als Vertreter des jüdischen Volkes und müssen alle Volks fragen zu den ihren machen. Er berichtet über die C h a l u z i m in Oesterreich. Es sind sehr gute Erfahrungen gemacht worden. Die jüdischen Arbeiter sind viel arbeitswilliger als Niehtjudeu. Grundbesitzer, ja sogar die österrcienisehen Behörden, wenden sieh an das Palästinaamt mit der Bitte um Zuweisung jüdischer Arbeiter. Die meisten Chaluzim buben duichgelialten. Unter ihnen befinden sielt auch zahlreiche Mädchen aus reichen Häusern Wiens, welche aus Idealismus Arbeiterinnen geworden geworden sind. Die Organisation unterstützt die Chaluzint mit Büchern, Kleidern 1utd Schuhen. Bölun verlangt auf das energischste, daü nach Erteilung des Mandats alle Beschränkungen gegen deutsche, österrcidiische und ungarische Juden Wegfällen. Simon erörtert die Schwierigkeiten der Liquid 1 c ru n g s ge se 11 sc 11 a f t e n. Es sei ausg eschlossen, eine schlechte Valuta mit guter Valuta ztt belehnen. Stricker beantragt, daß unsere Bankinstitute den Geldverkelir zwischen den amerikanischen und englischen Juden einerseits und den osteuropäischen juden andererseits vermitteln, Ruppin über dio Einwandcrungsfragc. Dr. Ruppin: Das Einwanderungsproblem zerfällt in drei Hauptfragen; t. welche Institute und Organe wir schal feil können; 2. was kaiui zur Vorbereitung der Emigranten in der Diaspora und 3. was kann in Palästma geschehen.^ Zur ersten Frage erklärt er sein ginmlsat/iidies Einverständnis mit dem Referat Simon- I iiikclstein. Doch bemerkt er, daß das Zentrum der Auswanderung nicht London sein kamt, vielmehr muß die Zentrale in Palästina sein und direkt mit den lokalen Komitees arbeiten. Die Palästinaämter der l.aiidesorgauisationcn müssen die Korrespondenten der ZiiiUale sein. Das Eimvamlcrungsaint in Jaffa muß Bulletins Iierausgebc», den sdirittiichcn Kontakt aufrecht erhalten; außerdem müssen Vertrauensmänner der PaläUinaiimtcr nach Palästina entsandt werden. Es ist immöglidi, die Pa!iistinawanderuttg von der übrigen Emigration zu separieren. Ruppin verweist auf die Bedeutung der palästinensischen Nachbarländer, die von 1' r i c t s c h betont worden ist. Hier bietet sich die Möglichkeit des Zusammcnarbeitcns mit In stilutionen, die nicht für Palästina arbeiten, in bezug auf die Ziffern der Einwanderung läßt sich nichts voinu-snge». jedenfalls wird die Zahl der Leute, welche Europa verlassen wollen, größer sein als die Zahl derer, die wir attfnehmen können. Eine planlose Einwanderung• nach Palästina kann alles zerstören, was wir in Palästina aufgebaut haben. Die Einwanderung muß durch die Landsmannschaften reguliert werden und die durch Landsmannschaften empronienen Personen müssen «gewisse Vergünstigungen erhalten. Zur Frage der Chaluzim übergehend, verlangt Ruppin, daß die Zeit ihrer Ausbildung mindestens zwei Jahre •betrage. Bei jeder Landsmannschaft muß mindestens eine Steile zur landwirtschaftlichen Vorbereitung geschaffen werden Ucbcrhaupt müssen die Zionistische» Landsmannschaften dafür sorgen, daß das beste, was in ihrem Lande gelernt werden kann, nach Palästina ülx'rmittelt werde. Zur Organisierung der Liquidier ungsgcscllschäften verlangt Ruppin die Entsendung einer kauf׳ mäniiisclicn gebildeten Persönlichkeit aus London jn die Emigratioiisämter. Er ist der Ansicht, daß eine englische Gesellschaft zur Organisierung dieser Tätig• keit geschaffen werden muß, die mit 10(XX) £ schon sehr viel unternehmen könnte. Die schwierigste Fra ist die Versorgamg der Einwanderer in Palästina. Es müssen zunächst dort die Existenzmögüdikeiten ge• schaffen werden, und zu diesem Zwecke die Mittel zur Anlage von Bauten, Pflanzungen und Werkstätten auf■ gebracht werden. Keiiifalls können wir den Eni' grauten ihre Reisekosten ersetz eit. Eine Ausnahme sind solche Fälle, wo wir Leute nach Palä־ stina senden. Die Arbcitsmöglichkcitcn in Palästina müssen solche sein, daü jeder Einwanderer nach zwei ■bis drei Wochen seine Arbeitsmögliclikeit erhält. Gegen die Beschränkung der Einwanderung. Herr Dr, Auerbach empfiehlt ein Zusammen• arbeiten mit den großen Schiffahrtsgesellschaften, welche die Untcfkunftshallen auf ihre Kosten errichten werden. Er glaubt nicht, daß es möglich sein wird, die Ein• Wanderung nach Palästina zu kontrollieren, zumal die auf dem Landwege. Kaplan Verlangt die Entsendung von Instruk־ toreii in die Linder der Emigration. Der Hechaluz wird demoralisiert, weil bisher nicht einmal die Vertreter der Gruppen nach Palästina gelangen konnten. ׳ration zu regu- Fr empfiehlt, daß mit dc.11 Arbeitern kollektiv« Arbeitsvertrage gemacht werden. Man muß die Ghahmm von der Zentrale aus stützen. Sprinzak wendet sich ge״cn die Ansicht, daß der Zionismus nicht berufen sei, die Emigrntionsfrage zu lösen. Er spricht gegen die Beschränkung der L ni ig ration. Er hat keine Angst, daß die hebräische Ku 1H1r in Palästina durch Mnsscttemwanderung gefährdet wird. Er verlangt Unterstützung der Palästina-Pioniere inucn die Zentrale und weiter Vertretung der ziomstisehcn Arbeiterparteien bei den Eimgrntionsämtcrn. Narditsch befürwortet, die Emigration nach Pa־ hstiua zusammen mit der gesamten Emir licren. Goldberg betont, daß die Hauptschwierigkeit darin bestellt, lür die Einwanderer nacii Palästina Beschäfitgun^ zu finden. Wenn solche Gesellschaften, wie llabonch, bchanicn tisw. gut arbeiten werden, so werden sie Leute ins Land bringen und werden auch die Reisekosten 1 *.'zahlen. Eine Privatuntcrnelunung kann so etwas tun, nicht aber die Organisation, Ha Ipern spricht ebenfalls dafür, daß die Emigration in ihrer Gänze reguliert wird und daß wir hierbei mit anderen Gesellschaften Zusammenarbeiten. Wir werden dadurch auch Gelegenheit haben, für Palästina besonders geeignete Leute dorthin zu dirigieren. In bezu״ ‘ auf Liquidierungsgescllschaften ist er nicht pessimistisch. Die Juden kennen die Verhältnisse im Osten und wir werden Methoden finden, diese Gesellschaften zu realisieren, ohne große Kredite zu investieren. Klee Vvarnt vor Uebertreibungen in der Chaluzim־ frage. Ein tüchtiger Lehrer ist auch ein guter Chalui, Er berichtet, daü in Deutschland die Realisierung des Lehrgutes näher gerückt sei. Dr. Hugo Herrmann bedauert, daß in der Kolonisations- und Emigrationsfrage nicht genug Klarheit besteht. Die Zahl der bisher untergebrachten Chaluzim ist verschwindend. An allen Grcnzoitcn stauen sich jetzt schon Massen von Emigranten. In Tschechoslowakien besteht die Möglichkeit, eine große Zahl von Chaluzim unterzubringen. Dies kann aber nur von der Zentrale aus gemacht werden. Friedemann bestätigt, daß der Emigrationsstrom bereits begonnen hat. In allen Hafenstädten kann man ein hilfloses .Hin- und Herrennen der Emigranten bcobachten. Es muß dafür gesorgt werden, daß die an drei Orten geplanten Emigrationskongresse vereinigt werden. Das ist unaufschiebbar. Motzkin ciklärt: Das Wort von der lkschränkting siiuß aus der Welt geschaffen werden. Es hat gar keine praktische Bedeutung, denn wir werden aie Einwanderung nicht beschränken können. Die Organisation hat das Recht, für die von ihr durchzuführenden öffentlichen Arbeiten sich ihre Arbeiter aus• msiichcii, aber darüber dürfen wir nicht hinausgehen. In den Fznigratioiislimtern müssen die Vertreter der Arbeiter sitzen, aber nicht bestimmter Gruppen, son־ den! die ,Gesamtheit der Arbeiter, welche auswandem wollen, Bern stein •Ko galt meint, daß Beschränkungen der Einwanderung niclit durchzuführcn sind, Dr. Katze ne Iso n wendet sich d.1׳gc.״,«n, daß man bei der Aufstellung der Pläne sich sehr von den finan־ zicllen Möglichkeiten beeinflussen lasse. Ein Privatmensch muli sich nach seiner Tasche richten, ein Volksunter• nehmen muß erst fragen, was notwend!״ ist und dann zur Befriedigung «d׳er notwendigen Bedürfnisse die Mittel finden. Er hält das System der Begünstigungen für un* durchführbar. Das ist reine Theorie. Die Trennung der Palästinacmigration von der allgemeinen ist undurchfülirbar.! Dr. Caleb bemerkt, daß die Immigration dezentralisiert werden muß. Es müssen Kommissionen in den Aus Wanderung s!äudern den Emigranten helfen und entsprechende Körperschaften in Palästina die Einwan־ derer empfangen. Die Zentrale hat nur zu dirigieren und zu Kontrollieren. Die diesbezügliche Arbeit der Zionistischen Organisation muß vom jüdischen Volke als Ganzem unterstützt werden. Es muß ein Zontral-Wande־ nuigskomitcc konstituiert werden. Mr. Abrahams meint, man müßte die Emigration nach Palästina ermutigen. Aus Südafrika wollen sehr wohlhabende Personen nach Palästina kommen. Die Einwanderung solcher Personen wird den Arbeitern Ar• beitsgclcgcnheit verschaffen. Theoretische Pläne dürfen nicht zu sehr diskutiert werden. Prof. Warbt! rg führt aus: Die Meinung der Kon• ferenz hat sich nunmehr kristallisiert, und' wer stimmen alle darin überein, daß wir mit den Komitees in den verschiedenen Ländern zusammen arbeiten müssen. Die G1 ündtmg von landwirtschaftlichen Schulen, besonders Gärtncrsrfmlen, ist notwendig niclit nur für Pa־ LiisÜna, sondern auch für andere Länder. Mädchen sollen mehr für Hausarbeit erzogen werden. Sckr. Finkeistein: Wir müssen wohl mit anderen Emigrationskoinitees Zusammenarbeiten, aber wir dürfen nicht vergessen, daß die Einwanderung nach Palästina noch ganz andere Anforderungen stellt. Wir können für die erste Zeit nicht daran denken, die Anforderungen zu befriedigen, die durch die Lage in Osteuropa geschaffen worden sind. Die ersten Einwanderer müssen daher so gewählt werden, daß sie möglichst viel Möglichkeiten für die Nachkonimenden schaffen. Simon betont, daß alle Möglichkeiten schließlich von der Geldfrage abhängen. Wenn wir ln der Lage sein werden, das Geld zu finden, so können wir im großen Maßstabe arbeiten. Er leimt es ab. in die Dis• kucsion von Plänen einzutreten, welche auf phantastischen finanziellen Schätzungen beruhen. Das Zirkular des Pa- Läsiina-Amtes hat als Kapitalminimum 20t) £ angegeben. Dr. Soskin hat ein Elaborat in Aussicht gestellt, welches die Reduktion dieser Summe gestatten wird. Für Arbeiter ist die Lage anders. Sie könnten allmählich zugclascen werden, sobald das Geld für Landankauf und Privatinitiative eingeht. Die Privatinitiative muß sich der Beschränkung unterwerfen, i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.