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Jüdische Rundschau · 1920-02-27 · Heft 16 (27.2.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 16 (27.2.1920)
Date
1920-02-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
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/ Nr. 10 JUE151SCHE RUNDSCHAU Seite UK5 Hb* j ,en tu* יי»ו ן I!Kt \ 11!; j *s! i!!«־ 1 Cr״ t , Ute ו t‘\ | •Jit \ er*; hu cn in* *rn CD 51t,!it. Ult [er \ר eir ÜJl :n 1V it 1 11s tat ,itt in* •hf *hur 1er ftr 1־n U* an tu m zu tit CD cn he :u in er c, m .1* rn ff, CS •זי;n* מ 2 »n ,מ id er JC ■ 1& יוד ht er ‘ *t-; *m? en; %\; fc, : ln c* ric nl H! ht!n er 1! s• d• d! *n er r. cec cs ber jfp bt bl Kt Kulturfr&gen in der 5’8 U» cn cn £Ct tri a Schluß der PalUstinadehaUe. 1;11 ä s l i 11 a (I e b a 11 e winde am D.e Pa I a s t i 11 ad e ha 11 c winde am Dienstag, de« IV. lebt 11:11׳• abends, /unädmt durch Herrn Shiie iniwfsetzt, welcher eine ״J01׳i־/.ü{j;;.»c I iiiauz.akti.'m ver- :.«igt. Die Forderungen der jüdischen Arbeiter in be/.ug .111; di:• Nai«;«1H.«-.•• .!tij* des Badens seien unberechtigt, ha wir auf die Zuziehung von Kapital angewiesen s1’״i. Die jüdische PuügratTm und! frei sein. Ihn die I isi des Aulbaus Palästinas nielii nur >11וי eigenen •».,liuhern tragen zu müssen, soll die Zionistische Organ•* ctiion einen indischen Weltkongreß einbeiufen, Den I I 0 1׳ e 111111 spriclil aus, ilali das jüdische Voll, /u ״mtten Opfern bereit ist, wenn ihm «rolle «ml Bewinde Plane vor״elcc:1 weiden. Die Voibe.Cituvigen liieifiü müssen jet/t ■ ::etrofte« werden. In t irier JivnltUul ist d;e Propaganda für den jüdischen KongreÜ erfolgreich dmehsefnhii worden, weil von einem PalüsJiiiauuibauiomls von einer Milliarde!Tanken gesprochen wurde, .,11 dem sich die Juden lirieclieuliuuls entsprechend ihrer li:׳vö,l.cnmgs/;d1l 11111 10 Millianen Frmics beledigen müßten. ilerr I lorentin schlagt eine Resolution 1>eirefis der s o l ,11׳ t i g e 11 R e a 1 i s i r r u 11 g der Vor- .obläge der Fiiian/kniii missinu mul eine Ucsu'titniH benetis der Frage der Natimialajileihe vor, u eiche vom laigm'U Aetions■(loinile zu prüfen und der liiiehsteu Jahreskoofercnz oder dem Kongreß. ׳«•./׳ PeselihilifassmiB vnr/ulegeu isl. 111 der Zwisdhcu/oit •,ollen alle I.aiutesveibiiiide fcststclleu, mil weichem lief 1.1” sie su, h an der Nabonahinleihc betetligeit kitmien. Herr |>r. S 11 ר ö 11 f e 111 geht von den Resolutionen des Misi'aclu ans und stellt Anfragen tnv,((״lii1l1 der ll״;im:;; der /,(mistisdu־׳i Leitung zu der Frageder Diu e d s :> e 1׳ ich! e in Palästina (Miselip.Hh! I nduloi״), der Frage des F «׳ a ti c 11 w 11 h I r c c 11 t s und ifes Waad llusiuani. Uiiie |>,1'0U0 Rede Wui/nianus Die Ahoinlsii/mig seliliellt mH einer mH dem grüßten Ile fall der Sitzen;; at,lgemm11m.1H'11 Rede I >r. \V e i i - ,11n 11 s, i.1 weicher er llcriehl über die /,umist (dun- 1 ui s*,,,n imd die I ,ge in Palästina gibt. Herr 1 >r. W'eizhum! henchiei, initer welchen Verhältnissen und für weiche /' vecke die erste Zionist (',ommission eingesetzt v.iifik'״ i.; imd wie sieh die Stellung der Zionist dom- ,11 ..,,ו״ seither insbesondere seit den Renrßa.ni.ie11m”S- ן lK׳si'h':iisse1t der I inukmer Konferenz und des Aclifins- 1 domites ”estaltet hat. Herr Dr. Weizmaiin schildert! aiislitlrrlicn, wie sich die nach anllen «eridttele polij 1 i . 1• 11 e Arbeit der /.יי'!!,st OonNitissron, speziell ihre | itez,fl1111t”eu zu der c •1 ” I i < c 11«11 Verwaltung und .! der a 1 ,1 b i s r 11c n li e v ii I Ic e 1' 11 u g gcstalk't hat l mul zeiijt, weiche aulleivirdentliciieu 1• 01 tscltrittc in j dies.•r Ikvirl! ׳:tj c.cmacht worden sind, er geilt ins- , l'csom'.civ auch bei dieser (»eieoeitlieit auf die psycho•! logischen .Ybim-cmc ein, welctie für die Beziehungen j zwischen der jiiuis.iieii lkwö;«e,1־my Palästinas und dem j ruglisdteu Hetiördis! van Bedeutung sind. Hierauf ging! Dr. W'etr.uaim zu der nach in 11 e 11 gerichteten Arbeit du׳ /'.,,Must (;,1!i1mis-;i.m ui'er, welche darauf gerichtet war, 1 di« ol, ס u atu i s e 11 e und kulturelle Position: dr» Ji schubs /.n stärken mul die gesamte jüdische Re\i1lkcnn׳.|> Palästinas einheitlich zu organisieren. In! die,cm Ziisamnteiihaug betont er die außerordentliche BedcuuiU'g der Schiedsgerichte, für deren Aufledi'.erhaltiMig, Puiwieklung und Aiicikenmmg• auch in ׳ ZuUmit mit ailcr Kraft cingetreie-i werden tnuli. Das;•’.eiche ,;iit lur die e i 11 h c i 11 i eb e O r g a n i s i e 111 ׳,! g ilf : palästinensisch en J 11 d e 1111111! s auf deuiol.i.nisvher |’,as Hie s,! sehne',I als möglich durch• gefuini werden midi. Bei dieser (ielegeiiheit erwähnt 1We'/immu, dali die Zionist Kommission m der luge ries i raue 11 w a h I r e c ii 1 s einen vollständig k dtu p 1־<j in i li I o se u prinzipiellen Stand-;> u 1111 1 ein.!,mm; und entnehmen mutt, da nur dieser : •■Umiptud.l den (,nmdsätzcu der Zionistische« Oigani- . ■sair,m euiepiiHit,;,<! dc.cn Kongressen immer Praiteu I!eilgeiioi.iinen ti:11• c, 1, ״hue dali d es rlen Misrac'ii jeut:•!. t gestört 11.11 u-, A1U-1;;1.1gs h1״ de Zionist Commission uiiier den;;rgmw..lU.eu Verhältnissen, also aps :utlktit po'>i!iscJ1cn Rueksichtcu, 1 dieser!•'rage willen keinen Parie.ka'itpf in Pa’astina eitifeisr’n wollen und deshalb ' die Aufschiebung der Wahlen vertiefen. I herauf sprach . dar Redner in sehr austiiuriieher Weise über die Ar- ׳ heiter{vage ויו Palästina. Wenn dem jüdischen Iraviition und Disiiplin und die volle or- Vcrbimluug mit der AiZcit noch fehlen, so le.t, dali es der jüdische Arbeiter ist, g 11 welche m d a s M a x i m 11111 des k 0 11 1 1 י n k l i v c n Idealismus lebt, ohne w e 1 - che!1 der Aufbau eines jüdischen Pa- Distina 1111 in ö ״ I i c h ist. Dieser Idealismus nm!' ,.״’S ims.'.emitzl werden. Pr kamt aber nur zur Aus- 11•mug kommen, wc :11 der jüdische Arbokcr weil!, daß '1' f ü r sein Volk, 1־ ü r die g 1t 11 / e N a t i o 11 •1'hemt, nicht für irgendwelche Privat interesscMi. Desha’b ist Dr. Weizmaiin für Vi u a 1 י,s'rrung des Bodens. Um dem Arbeiter dR• Möglichkeit der Pxistnu /״ schaffe״, musaen ihm die besten technischen Arbeitsbedingungen ׳;Csibatten werden, da er bei der Auwcndtmg primitiver Arhcitsiuctltodcn nicht koiikvirrciufühifr kunn.!)*r. Weizmaiin Schilder,e hierauf den Piiutruek, den er nach «rundlichsten Uufers״clumgc!1 von der KwuzotU brkommcu hat. Lr sicht in diesen Kwu/.utli die Keimzellen d c 1 g ,! 11 z.eu ko 111 m enden Siedlung via in ihnen wirklich mir jiidisohe Arbeit geleistet wird mul sic B 11 ״ w c r k c d c r h e b r ä i s c 11 e f S p r a e h e, des hebräischen (leistes und des reinsten Idealismus sind. Sie repräsentieren d<:11 Anfang des hebräischen Dorfes im (״•”«.*iisat/ zu manchen amlereu Kolonien, die zwar vom ökonomischen (iesichlspiiukt aus erlolgre.'cl! erscheinen, ’deren System aber für den Aufbau cmvs jüdischen 'Palästina unbrauchbar ist, Allerdings kann an 'die k'wuzoth, wie sie sieh bisher entwickelt halieii, der 'Malistah der ökonomische.! RentnbiliPU nicht angelegt wej'dcn, 'da sie bisher niemals unter Beilmgungcn gestellt wurden, die als normale zu bctrachlco süul und deshalb eine ökonomische Beurlvilimg rechtfertigen. Ueberdies dürfte die Kwuzoiii für die Zukunft nur ein I>;:,rehg;,11gssta׳iinm, eine landwirtschaftliche Selm!« d,■11 steilen, indem sieh aus ihnen heraus־ die selbst•! arbeitenden Kleäisieilk•!׳ losiösen mul entwickeln werden, : Herr Dr. Weizmaiin schloß seine Rede, inilem er nochinals benmte, dali cs jetzl darauf aiikomint, die Möglich• keilen zur sofortigen kmistruktivcu Arbeit zu schaffen. ' Diese Arbeit wird in ״ eoiitclriscbei■ Progrcssicm den Raum für die 'Ausdehnung des Werkes in Palästina •schaffen, wie sie den groilzugigstoii Pfitieii entspricht. Es isl j »her notwendig, jetzt, oben Versäumnis die Prü/eden/• tatiadwn des 'guten erfolgreichen Anfangs zu schaffen, : welche den Weg für die Zukunft bahr.eu. 1 I Scliniarja I.evins Referat Zu hoi;in,1 der Sitzung am 18. I curuai wurden B e g r ii tl n ,1 g e 11 der Ukrainischen ,Mission in Png-!and und der Zionistischen Fedeiuti.meu für de.1 Orient, für die S0J1ciz, IPmiäuicu tmJ ei.1zel.1fr zioinsasclier (iiuppeii Englands sowie cm Dankielcgrauim Jaoih Schiffs für eine gesandte Depesche anlalBich des durHi iUu bewirkten Ankaufs des Technikums ,.er• Ivsen. Hierauf ergriff Dr. Sahmarja I e \ in das Wort zum Referat über die Kulturarbeit. Die hebräische Bewegung in der ganzen Well ist der (hat!• messcr, wie weit das jüdische Volk in sciiieni Innersten, abgesehen von allen Katastrophen, den Drang nach Os-eii in sich trügt. Jedenfalls muH die I leliraisicrimgstätigkcU in der Bewegung einen viel ßvölWren Platz ciiiiieii.iieii als bisher. Das gilt auch in ganz prakt*scl1vr Umsicht. In Amerika kann man überall henli- .icili'cit. dali wir doii loscht Anhänger für unsere lievvegimg weihen kuniu-u, wo eine (irupj-.e v.m Menscilicn '•el>'., du aus Europa ihre Piche zum Hebräischen mit- (;vbradh: haben. Wo aber kein Verhältnis zu unserer Natiaualsprcohe mehr besteht, da isi es migemein schwer, Verständnis für unsere nationale Bewegung zu erwecken. Wir haben 1ms leider um den amerikanisoi1e־n Puiigratümsström nicht genügend bekümmert, Jetzt erst beginnt mit dem Z-ouisiiWs auch die liebriiisciie Bewegung in Amerika festen Puß zu fassen. Die Jugend lernt IlebrjiisHi i.ml wird noch die Alten v.niuge'ii, die Reform dieser amcrikanisdien An der Assimilalhvu aufziigt'bcn. Vi ir sielten v 01׳ einer ungeheueren Aufgabe. Palästt1.׳a muH!ein bcbiäisdi sein. Wenn die Juden, die uadi Amerika aiisveaudcrteii,. Englisch erlefiiteu, so utüsse:1 wir von den Juden, die «adi Palästina kommen, verlangen, daß sie Hebräisch lernen. Es muß die innere Knechtschaft verschw inden, durch die wir uns nur fremden Zwange beugen, nicht aller auch auf das ualutli einen ungeheueren Einfluß ausüheu. Die Schulen in Pa'üsiinu sind aus dem Nichts entstanden, und es isl kein Wunder, wenn sie noch nicht ganz auf der Höhe stehen. Wir kämpfen mit ungeheueren Sdivvierigkcitcu. Unsere Schulen sind in gemieteten llaiiseni untergehradü, die oft den primitivsten hygvcnischen Fordeiiiugcn nicht entsprechen. Wir müssen in Erkenntnis midi der politischen Notwendigkeit der hebräische« Schulen in Paitstina sie so ausstalicu, daß sie i'n jeder Beziehung konkurrenzfähig werden. Wir müssen dnrdi Erriulnini« eines hebräischen Institutes für die Entwickln.1g der Sprache in Palästina sorgen, Dr 1 fiaspora Kulturelle Arbeit in der Diaspora hierauf auf die Arbeit in von I ccm über. 1 Per mull vier den /en- \1bHtc1■ gallische wein Hoch die Kuitui'.u'beit l.aiidesorganisatioucii durcHgeiührt werden, Die irule Arbeit muH für ■die Befriedigung hauptsächlich zweier Bedürfnisse sorgen, vveldlte die ilcdiugiuig für die ganze Hebraisiei'ungsarbeit darstelleu; Beluer und Lchrbüdier. Wir müssen 20 bis 2נ Lelircrscmiiiare in der Diaspora crricihten. Unter diese» Seminaren 11111Q ein l.ehrcraustausch stattfindeii! der das beste Mittel für die I Icretellang der geistige:! Einheit sein wird. Es gibt keine Bücher mehr auf den jüdischen Büchermarkt. Dr. Levin sah in Winnepeg keiner sitzen und Ui'idher abschreiben, als gäbe es keine Buchdrucker. Es droh; 1ms die (ief.ilir eines Rückfalls in die Amhaa-razoiii. Wir nütsscu Biialter für die Länder mit niedriger Valuta herstcllen. Wenn man die Kinder aus dem Osten Europas nach Holland schickt, um sie für sechs Wochen zu füttern, kann man gleichmütig dem geistigen Hunger unserer Kind«; Zusehen. Dr. I.cvin \vi״s auf das Beispiel der Tschechen hin, denen es gelungen ist, in wenigen Jahrzehnte« ein vollständiges Schulwesen, eine wissenschaftliche Literatur, eine eigene Terminologie zu schaffen, so daß sic mit der Kultur anderer europäischer Völker wetteifern können, I iir 1ms ist diese Frage heute ein Problem der Orgauisation und ries Oeldes. Unser Kampf ist ein Kampf gegen die Geographie. Wir müssen die Arbeiten, die in einzelnen Uiudertt unternommen werden, /cntralisiereii und koordinieren, Das geistige Lehen der Juden in den verschiedenen!.ändern wird durch Erstarken de.r hebräischen Bewegung vereinheitlicht werden, und wir werden die Diaspora geistig üherwiadeii. Korreferat Hu«״ Bergmann Dr. Bergmann ergänzte die Ausführungen Dr. Inin durch detaillierte Angaben über die KuituraiheU. I»,e palästinensischen Schulen, für w elche d!•• /1 m .וי I:,* (,rgaiiis.'it,״« in diesem Jahre Sä 0011 ausgibt, zahlen;.:egen l’itsnt) Schiller. Aullerilem z'ilill die Pa, deren Schulwesen dem /innistiseheu angegliclien isi, gegen 1.0t) Schüler. Noch besuchen Kinder in Palästina Itklisibc Sehulen, d,e nicht hebiai-eli sind. Atier eist cliu 1 akteiistiseb, dali die Alliaitcc-Schuic m Jaffa , aus Mangel au Sghük'in gesehlosseai werden nttdlte. Ei erwähnte,'daß demnäelist die!amlwirtsehaitlielH: Sebule 111 Pelbadil ikwah ciöttnet werden wird tl)1d daß dadurch dein Bedürfnis naeli lamlw irisehaflhchein I ׳uter rieht, slas Sprinzak in der Universii.iisdcbatte bet.nu hat, wenigstens teilweise Reeliming get1:1.;et1 \vini, l'm die Errichtung von •1(1 Schulgebäude«, <1:1• dem drin• geiulsteu Bediti fnisse abheit'en sollen, werden wii IltUUUO u ausgcben müssen. Dieses (icld ist rinn hau« fnichtbimgemj, denn heute ist unser Budget belastet, weil die Zahl der Lehrer, die wir in P.1l<s!inj hesehältigen, weit giößer ist als der Sehüle.7/11! cm• spricht. Dies ist die böige des Mangels an e nheitliihfii Schulgebäuden und des Mangels au I eiwhmliein. D!•! : pakistinensisehe I i hrer ist ge/wn11”«1, den Sdiuleiu , seine Vorrräge zu diktieren, und dies verschlingt eim ן Uiuncnge Energie. Der Redner kam hierauf auf die bereit* her.iusgegeboncn 1u1d die in Vorbeieituug beiind• liehe« U-ürbüclier zu sprechen. Er erwähnte •ä.« diesbezügliehe Tätigkeit in Palästina umi in Polen und sic'lte in A1!>siclrt, daß die timmlimg eines Verlages . in Wien den Druck• der Lehrbücher erheblich veihiliigen wird. Zum Prob'em der Lehrer übergehend, oiwätmie er, daß die Po'eji S'J 1 ehreiseminme in einem Jahr cndlnet 11:.heu. Bei uu« decke« ehe (.ehiersemiiuirci . in PaläsPmi knapp den natürlichen Abgang. Wir h.ibeu uiclit genug Lehrer, wenn die Einwanderung cinvetzcn wird, flesuegen hat das Pr/iehiiiigsdepArtcmcni sieh mil den in der Diaspora hefmdlicheii l.clircrsctuinaren in Verbindung gesetzt und die Zionistisch«« (Üuga.ns.ntionen Bedrängt, dali sie ihre Seminare sa sehr au<b;*«eu als nur luög'.ich. D e I chrcrseiniiiare 1« t hlessa, W׳.e«, Wilna unil Minsk, so•■• .e cm' zu 1:rüudcu׳lrs Se ninar 111 Rumänien winden von der Zentrale finanziell unter• stützt. Die politisch••!! Zioui«ien lud«•« aus eigenen Kräften Seminare mul l.rhrerkursp erriciitct. Ebenso he- , sieht in l'.crlm der Anfang eines leluoiseminars D.e Ziouisrische OrßMnisati.ui hat der Berufswahl rlci Jugend viel zu wenig -Aufmerksamkeit geschenkt Es iiiuti unserer Jugend die Parole gegeben werden, daß uiebt nur der lamlw irtsehaftlichc Olulu/ eine nationale P.«• uicrailieil auf siU» nimmt, sondern auch dei I.einer. Die Diskussion. Di . B e r 11 s t e i 11 - K o 1. ״ n gab ein Hi'd tler kul• rmeilen Arbeit in Heßarahieu. Walu'em! der Kiicgszeit mrd zur Zeit der Kerensky-Rcvo’«tion liatte du• Jitgcmi vvenig Verständuiit für die HebräieerimgsaibfH Dies hat sich jetzt sehr;;emvlert. In Jß Onen B.*1laratriens liestclien die Abteilungen des Vereines Tailmtin ־ ׳ Belbrabicu bat vier bdiräische iiynuusicu. zablreijie volkstiunlicbe Kurse, in welchen Religionsphilosoplüe, jüdische Oekonomik und Statistik, Palistvnakunde, liebräisebe und jüdisrhc I ncratur vorgctia-gen werden N’mimeltr wird riss Lehrerseminar mit IHiterstiitzun” de« Zimifstischen Zentrale und zwar wahrscheinlich in Omnowitz geg äindet vveixlea. Die׳ nimäiüschen Zionisten . werden mit den Wiener Zion ixten Vereinbarungen weiten gcnicti,sanier Herausgabe von Büchcin trefien. Es inuS ciirc populäre I iteralur fü<׳ die Jugend geschallen werden, Herr Adolf U«c ii m ״ab einen Beneid über d(» I lebraisieiungsarbeit in Wien. Das P ad a ״ o g׳i u m, au dem bis auf wenige Auxiuluncn all» Fächer Ire• brais'cT. unterrichtet werde■!!, wird bereits in dievm ]altr '20 Lehrer dem Pducatiou Department zur Vor• füg1!״g steilen können. Das f'ädagogiun» bildet deiwil Lehrer der hebräischen Spraclic u«J der jud lisp-rrtveu Fächer aus, wird aber seine Tätigkeit auf die alF'.e,»einen I iiclier ausdehnen. Fline Abteilung für K111dc1g..rl neriitnen ist angesclilosseu. Das Verhältnis zur Orthadoxie ist cm sehr gutes, ludern die judaistischen Fächer ganz, sachlich vorgeintgen werden und es dem Cieg-zn• Stande selbst überlassen wi.d, wie er auf «he SeJiüies wirkt, ist jeder Konfliktstoff ausgeschiede». Er wies darauf hin, daß am l^idagogium eine Wochenstiuid# für den Ciegcristaud ״Jüdische Frage und tiesclikhse des Zhmistnits" reserviert ist und daß er selbst •an einem Lehrbuch hierfür arbeitet. Er belichtete Ineiidi! über das unter der ausgezeichnete«! Leitung von Dr. Victor Kellner stehende jüdisciie Realgymnasium, an dem eine originelle Methode des hebräisdieu Unterridilssein־ gute Erfolge ge/eitint hat. Er stellte die Grün- (iuug einer Verlagsinstalt in Aussicht. Es müsse eine KuUurkonferen/ eiuberufeu werden, in welcher von Fach• männern alle schwebenden Fragen geklärt werden. Die Zionistische Organisation muß sich van der Wichtigkeit der Kulturarbeit durcltdjiugen lassen. D.es gilt sowohl für Palästina wie für das lialuth. Man dürie nicht an der Tatsache vorithergc'.ieu, daß ei« allgemeiner geistiger Hunger in der Zionistischen Bewegung zu hemerken ist. Der Zionismus ist für die jüdische Jugend mellt mehr eine Parte!, sondern Ausdruck einer Lebens- Sehnsucht, Fortsetzung mul Erfüllung einer geistigen Revoküicwv. Herr Naiditsch verlangte, daß die KuUv.varbeil ihren Platz in der allgemeinen (ialuthurbeit finde־. Er bedauerte, daß Zlatopolski nicht zurzeit in London eintreffeti konnte, tun über die ungeheure Arbeit des Vereines ׳TarluUii in Rußland zu berichten. 1

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