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Jüdische Rundschau · 1920-02-27 · Heft 16 (27.2.1920) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 16 (27.2.1920)
Date
1920-02-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Das bei «1er Proviii/inlgcmcindc /.u Wkleiide Vcrwalayesgcriclit, «las aus fünf Mitgliedern m besteh«» hat, ««■ird vom Proviimalgcmcindetag gewählt. § 45- Ucber die Einrichtung und die Befugnisse deir Di»■ *plmarkammer mul des Verwaltung9gcricht9 hat der Rckhsgciucindetag zu beschließen. 1 Satzung der Provinzialgemein de. § 46■ Die Satzung «ler Provinzialgemeinde soll Bestimmun■ «fest entlialten . , ״ ... . , 1. über Ort und Zeit der Einberufung des Provuuuü■ gemeindetages; 2. über den Sitz des Vorstandes; 3. über die Wahl und die Befugnisse der Vorsitzenden des Provinzialgcmcindetngcsi und des Vor• Standes der Provinzialgciiicindc; 4 daitiber, ob und in welcher Hohe den entfernt vom Versammlungsorte wohnenden Abgeordneten zum Provinzialgemeindetag und Mitgliedern des Vorstandes der Provinz.ialgcmeindo eine Reise• hostcnentschädigung zu gewähren ist; y über die Verwaltung des Vermögens der Pro• vinziatgemeinde, — 1. Etat § 47. Der HaushaHsetat der Provlnz.ialgernetiuie wird von dem Vorstände der Provinzialgcmcinde für höchstens drei {ahn* entworfen und von dem Provinzialgcineindetage fcstgcstellt. Bei «1er Vorlegung des Haushaltsetats hat «ler vor«•'.-.;;;! der Provinzialgcmcinde über die Vcrwalrang und den 61; 1׳<l der Angelegenheiten der Provinzial• gemeinde Bericht zu erstatten. XI. Rc i c 11 sgc m e in de. i Zuständigkeit. § 48. 1׳.׳: Reichsgeatcinde ist zuständig: I ־ ' ׳״־ ' ׳.־' ־־' '► tu! die Wahrnehmung der ücsaintiiitcressen d«־r Juden in Deutschland «md ihr«• Vertretung nach außen; 2. für die Vertretung des deutschen Judentums innerlialb des Wcltjudentums; 1. für die Schaffung und Unterhaltung von Bildtmgs* jnstallcn, Wolilialirts- und Wohltätigkeitseiaricli• hnigell; V. für die Unterstützung nicht genügend kistungs fälliger Mitgliedsgcmcinileii; V für die Verwaltung des Vermögens der Rciclis• gemeinde, insbesondere itirer Anstalten, 2. Organe. , 8 49. Die' Bebbrde״ der Reichsgemeimk sind f. 11er Reidisgciiiciiidefag; 2. «ler!Vorstand der Reichsgemciude; 3. der Disziplinarliof; 4. «las Obervcrwaltitngsgcricht, 3. R e 1 c h s g e 111 e i n d c t a g und Vorstand J e 1 R c 1 c 11 s g e m c i 11 d «*. § 50. Der Rcidisgcitu'iikleiag bestellt aus Abgeordneten, üe aus allgemeinen Wahlen gemäß § 2 hervorgetan und «rf drei Jahre gewählt werden. Das ganze lieblet des Deutschen Reiches bildet einen säizigeu Wahlbezirk. ׳ g 51. Der Rcichsgcmcindctag tritt alljährlich zusammen. Oer Ort der Versammlung ist Berlin, falls nicht der Rcidixgcincimlclag ci'u anderes tasc'ilicßt. Die Vor• Schriften der 40—42 finden auf den Reichsgemeinde* A»g entsprechende Anwendung. 4. Dis zip (in arhof. § 5 2. Der bei der Reichsgemeinde zu bildende Disziplinärteof entscheidet in einer Zusammensetzung von sieben Mitgliedern. In Disziplinarsaelicn der Rabbiner, Lehrer und sonstigen Beamten muß der DisziplinarUof mit mindestens fünf Berufsgeiiossen besetzt sein. 5 O b «■ r v e r «v a 11 u n g s g e r i c h t § 53, Das bei der Landcsgemcinde zu bildende Obcrver* waltungsgericht entscheitiet in einer Zusammensetzung ron sieben Mitgliedern. § 54. Ucber die Einrichtung und die Befugnisse des Dis- «pUnarlioks und des Obervcrwaltungsgerichts hat der Reichsgemckndclag zu bcscliließen. h. Etat § 55. Der Haushaltsetat der Reichsgemeinde wird von dem Vorstand der Rtichsgcineinde entworfen und von denj Reichsgemeindetng festgestellt. Bei der Vorlegung des Haushaltsctats hat der Vorstand der Reichsgemeinde Über die Verwaltung und den Stand der Angelegenheiten «*er Reichsgemeinde Bericht zu erstatten. XU. Schlußbestimmung. § 56. Xwiderung dieser Verfassung kann nur auf SJJC™יsgemciruktag erfolgen. Zu einer Acudcrung “ ®21 1יי** י■ י ist Dreiviextel-Mchrlicit erforderlich. Einigungskonferenz Zelre-Zion — Hapoel- Hazatr .. ®י* Nwetah« fewisdim Hapoel-Hazair und Zctrc-Zioj» findet!am 21. März 1920 in prag statt. 2 zur zionistischen Politik Von Dr. Qottliold Weil, Berlin. Wir geben dem u;1ehstehmlen Aufsatz aus dem Prinzij» der freien Meinungsäußerung Raum. Selbstverständlich eteht die Redaktion in schärfstem Widerspruch zu allen vorgctrageiicn Anscliau- »eigen, was in der Nachbemerkung — ohne Eingehen auf die zahlreichen anfechtbaren Einzel• lieiten — kurz angedeutet ist. Das Baseler Programm, das das letzte Ziel des Zionismus in lapidarer Kürze zusammenfaßt, hat sich bis jetzt als ausreichend und werbekräftig erwiesen. Da* «hirch aller, daß es die Wege, die zu dem großen Ziele führen, nur ganz allgemein anzeigt, hat es durch die 23 Jahre hindurch Anlaß zu den verschiedensten Deutungen gegeben. Jede Partei, jeik Strömung innerhalb des Zionismus hat ihm einen eigenen Inhalt gegeben ■und hat den Anspruch erhoben, die allein riehtige Interpretation zu bieten. Die Geschichte der Er• kl.inuig des Baseler Programms ist daher die Geschichte der inneren Entwickelung des Zionismus. Diese Weite und Dehnbarkeit des Programms ist von nicht zu unterschätzendem Vorteil; sie hat in den Jahren der Vorbereitung und in den Zetten, da an eine großzügige Erfüllung des Programms nicht gedacht werden konnte, die zionistische Organisation vor dem Rasten und Rosten bewahrt, sie hat den Jungen und Jüngsten die Möglichkeit gegeben, das Programm mit ihrem Stürmergeist zu erfüllen und auf diese Weise Bewegung .n die Partei zu bringen. Bewegung gestaltet und fördert Leben, wenn aus dem Stürmen und Drängen ein Neues entsteht, wenn nach den Blitzen und Wettern stiir• kendc und befruchtende Luft heratifzicht; wenn aber des Stürmeus kein Ende ist, wenn die Bewegung nicht aufhört, das Erdreich zu lockern und aufzurcißeit, dann geht oft auch das Stärkste zu Grunde, und nidit einmal die Sanne, die dem Schlag vielleicht «loch noch folgt vermag das Leben mehr zu erwecken. Der Zionismus — ich spreche vor allem von den! Zionismus in Deutschland — steht vor der Gefahr des Zustarkbcwcgtwcrdens. ln den letzten Jahren und auch jetzt noch regt sich in ihm allzustark «ler Radikalismus und Sturm. Die von den Extremisten aufgestelltc Forderung der ״Nationalisierung der jüdischen Massen im Galutli“ wird von ihnen gewöhnlich ungefähr auf folgende Weise begründet: 1)as jüdische Volk und alle, die sich als seine Glieder fühlen, stehen zu den anderen Nationen im Gegensatz, auch dann, wenn sic in ihrer Mitte wohneu; ihr Verlüilinis zu den anderen Nationen könne höchstens das der Neutralität sein. Wenn man auch wirtschaftlich mit dem ״Wirtsvolk“ verknüpft sei, sei man kulturell von ihm gänzlich geschieden. Die An• dersgcartelheit des seines Judentums wahrhaft bewußlen jüdischen Menschen und sein Streben, sich ständig mit jüdischen Kulturinhalten vollzusaugcn, zerreiße seine Seele, so lange er im Gaiuth weile, und mache einen Ausgleich unmöglich. Die jüdische Persönlichkeit sei im Gaiuth ,.entwurzelt“. Um seelisch wieder Wurzel lassem zu Können, sei es nötig, nach Palästina überzusietlcln, oder wenn äußere Gründe das vorläufig noch hinderten, sein Leben wenigstens ganz in dieser Riehtaug eiiizustellen. Im Gegensatz dazu seien alle andcreu Juden des Gaiuth nicht als Volljudcn zu׳ bet rachten, in ihrer großen Masse vielmehr als verlorene Posten aufzimeben, mit denen gemeinsam ztt arbeiten aussichts:os sei. Derartige Gedankengänge werden heute allzu häufig in zionistischen Kreisen entwickelt. Da cs nicht mehr 1׳in;!e!:;e wenige sind, die sie vertreten, sondern ganze Gruppen, da sie sogar hin und wieder «,on Beamten der zionistischen Partei geäußert werden, erscheint es an der Zeit, sie auf ihre Berechtigung hin zu prüfen, und dagegeii Stellung zu' nehmen, damit es nicht den Anschein erwecke, als ob diese radikalen Anschauungen die authentische Interpretation des Baseler Programms bedeuteten. «■ Daß cs eine spezifisch jüdische Ocistesstniktur gibt, die sich von der der anderen Völker unterscheidet, braucht hier nicht besonders betont zu werden. Daß es jüdische Kulturinhaltc gibt, ist gleichfalls unzweifeihalt. Unsere religiösen Sitten und Gebräuche als sicht• barer Ausdruck unserer geistigen Eigenart sind hier an erster Steile niifzuzähkui. Leider werden sic nur gerade von den Radikalen häufig prinzipiell abgelehnt. Des weiteren sind zu nennen die alte״, einzig grollen Kulturwerte des Judentums, die in den religiösen Urkunden und im gesamten jüdischen Schrifttum niedergelegt sind. Leider werden sie nur gerade von den Heißspornen zu wenig oder gar nicht gekannt. Sich durch sie mit dem Geist des Judentums zu erfüllen, kostet weniger Konflikte als vielmehr Mühen, Fleiß und Energie. Andererseits aber steht ebenso unbestreitbar fest, daß die große Menge der konkreten, positiven Kulturinhalte, die «vir, alle deutsche Zionisten besitzen, deutsch ist Die Sprache, die Arbeitsmethode und die Umgangsformen der Juden sind in den einzelnen Ländern, in denen sie wohnen, verschieden. Dadurch nur unterscheidet sich der Zionist von den anderen Juden, daß er dieses kulturelle Octciltscin nicht als einen für die Gesamtheit. der Juden ewig dauernden Zustand hinnimmt. Wir alle glauben vielmehr an die geistige Erneuerung des Judentums und an das Erstehen eines neuen Typus ״Jude“; wir sind uns aber dessen bewußt, daß eine solche jüdische Vollkultur nur nach jalixzehnte-, vielleicht sogar jahrhundertelang materieller Gesundung in Palästina möglich sein wird. Die Radikalen beugen sich aber vor dieser Erkenntnis nicht, tim vielmehr »0, als ob es möglich’ wäre, für ihre Person durch unproduktives Grübeln die Zukunft vorwegzune!1 mcn und ihr Leben durch Einführung neuer Werte jüdischer zu gestalten. Wo irgend in der Welt suchende Seelen sich tastend einen Weg zu neuen Inhalten bahnen, sei cs eine neue Art labyrintliischer Dialektik, ein Systein wirklichkcitssclicucr Mystik, eine extrem — umstürzlerische politisch — soziale Theorie, dort glauben sie verwandte Seelen gefunden zu haben, und wähnen, jüdische Kulturwertc zu besitzen, wenn sie diese fremden, nichtjüdischen Probleme und Inhalte mit ihrem jüdischen Zukunftswollen umkleiden. So martern sie ihre Geister, errichten sich den Scheinbau einer jüdisehen Kultur und iühlen sich entwurzelt und reden sich immer tielcr in das Entwurzcitsein hinein, ob schon sic vielleicht noch mehr mit fremden Geist durdidrungen sind als die anderen, allerdings nicht mit seinen reinen gestruden Säften, sondern mit dem, wa« schäumend — übcreprudclnd und noch garend — 1111■ geklärt ist. So täuscht sich die durch ein intensiviertes jüdisches Wollen fanatisierte und berauschte l'w sönüchkeit über «las Fehlen einer neuen, «len amU-re.1 westeuropäischen vergleichbaren jüdischen Kultur 11111■ weg und spricht etwas unbestreitbar Falsches aus mit der Ik-h.iirptuni;, aus «lein Deutschtum entwurzelt zu sein. Etwas Falsches — und zugleich nicht Unbcdenkliches! Denn wer weiß, ob die Jünger, die man lehrt, entwurzelt zu sein, ohne sic zugleich in anderes gleichwertiges GcistcsmtreicU verwurzeln zu können, die Mannhaftigkeit aufbringen werden, als Pioniere auf p.1־lV stincnsischcm Boden auszuhalten•׳ Die Ruhigeren und Sachlicheren unter den Radikalen sind diejenigen, die zwar für ihre Person diesen lntellcktualismus nicht mitmachen, die aber dem Staat gegenüber gleichfalls nur Neutralität bezeigen, und die ua sie sich hier für entwurzelt halten, alles darein• setzen, ihr Leben auf Palästina eiiizustellen. Jedermann wird es achten, wenn sic sich beruflich für Palästina tüchtig machen sind sich für eine gesunde Beschäftigung dort vorbereiten. Aber auch ihre Anschauungen sind nicht nur wegen ihres Verhältnisses zum Staate ahz״l<41nen, sondern auch wegen der Uebersehätzung, die sie il.rer Arbeit zuteil werden lassen, da die paar sidi bewußt vorbereitenden Zionisten in dem Augenblick, wo cs sieh um Zehn- und Hundert tausende von Ansiodlern und schadenden Kräften im Lande handeln wird, verschwinden werden, zumal cs ja fast nur ii11 Leben und in ihrem Berufe noch nicht erprobte jüngere Leute iMuld« Diese ganze Doktrin ist aber, abgesehen davon, «laß sie auf falschen Voraussetzungen beruht, vor allen! vom Standpunkt eines politisdi gereiften Zionismus aufs schärtste abzulehntn, zumal ihre Anhänge! über «Um Rahmen einer Sekte hinaus Einfluß auf die zioniüi• sehe Organisation und die offizielle Partei zu gewinnen streben. Die politische Gefahr liegt darin, daß die skizzierten Theorien überhaupt nur die Nöte des cmzelnen jüdischen Menschen lindern, im allerbesten Fall für ihn die jüdische PersöiilicliKcitsfnige lösen. Der Zionismus aber wendet sich an die gesamte Judenheit und will sie mit dem Gedanken durchdringen, daß der Bestand und tlie Erneuerung des Judentums in seiner Totalität lür die von Menschen faßbare Dauer nur durch die Schaffung eines jüdischen GenH'inwcscns in Palästina gesichert werden kann. Wie der ein zelnc Zionist dazu Stellung nimmt, ob er aus mabriehen Gründen oder aus seelischer Pein dazu kommt, sogleich in das Land seiner Sehnsucht zu ziehen, ist von einem höheren politischen Gesichtspunkt aus, isl vom Standpunkt «ler Partei nebensächlich. Dem zionisiischen Endziel, dem Grundgedanken des Zionismus gilt es zum Siege zu verhelfen. Wer ihn überspannt und verschiebt, dadurch, «hiß er die allgemeine pohtische Idee zum Problem des einzelnen Zionisten umformt, verkleinert und verengert de» großen ziomstischen Gedanken und schadet ilun, insotern er konsi״ quenterweisc nur diejenigen als Vohzionistcn und Volkjuden hinstcllt. die iiin in gleicher Weise wie er durch persönliche Ucbcrsicdelung nach Palästina gestalten. Diese kleinliche, agressive Auffassung ist letzten Endes auch Schuld daran, daß der Zionismus bis auf den heutigen Tag als gefährlich mul cxtrcinisiisch verschrien worden und י daher in seiner Entwicklung zurück.- gebüetven ist. Eine solche verengerte•, zum jüdischen Persönlich• kcitsprobletn zusanmiengescliriimpfte Auffassung von dem großen zionistischen Ziel der Lösung der Judenfrage war verständlich in einer Zeit, da man das Eiulzi׳ i noif« in weiter Ferne sah und daher aus Furcht vor ehur Versumpfung durch Intensität ersetzen wollte, wes man .111 Extensität zu leisten leider außerstande war. Jot/t aber tut sich langsam das Tor «ler Erfüllung auf. l)k• *»•!bewußte Arbeit «ler führende״ Männer «ler zionistisehen Weltorganisation während des Kriege? ist nicli* vergeblich gewesen. Der Blick auf das weite Land, das man nunmehr, von den Völkern anerkannt, zue rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Voik ausbauen kann, sollte auch den politischen Bück weiten und alle Zionisten davon überzeugen, «laß es allcrhöchsi«* Zeit ist, die Pariei auf die breiteste (iruudlagc zu stellen. Die Probleme und die Nöte «ler einzelnen Zionisten müssen hinter diesen umfassenden Aufgaben zurüd.stehen; die Partei hat sich mir insoweit mit ihnen zu befassen, als sie die materiellen Grundlagen für ihre• Lösung schafft. Diese können aber nur gcschatton werden, wenn die zionistische Organisation der (iefahr aus dem Wege geht, mit einem Klub von lntea<ive1en״ mit einem Orden von Wissenden verwechselt zu werden, und wenn sie über einen Verein hiti.uisw.iciisi, «!er über Banken und Fonds verfügt, die in keinem Verhältnis zu dem grollen Liukrid stehen. Die in Palästina mr/u• siedelnden jüdischen Massen um! vor allem die dazu notwendigen Millionen mul Milliarden kamt die zionistische Organisation nur hernnschaffcri «1er ־.״»•antiercti, wenn sie von der 1m«ra!i«d1cn und materiellen Kraft «!er gesamten judenlieit und des «iurelt diese!>«■• dingten Vertrauens der ganzen Kultunvclt getragen wirei. Wie gewinnt man diese Kräfte für die große zionistische Idee? Nicht allein durch die bisher geübte Praxis der Propaganda, sondern in«!c;11 man vor «ler gesamten Jiulcnnch in klaren und sachlichen Worten, tiei von übertriebenen und imrichtigcn hypern.n:o:!.v listischcn Theorien sagt, «vns man will. Keine Kon- Zessionen verlange ich — und eine große Anzahl von Zionisten mit mir — keinem Utilitarismus, keinem Opportunismus reden wir das Wort; auf «ler anderen Seite aber verurteilen wir jedes ungerechte Vor-dcn- Kopf-Stoßcu, jedes verstiegene auf die Spitz!•- Treiben. Der Zionismus ist die Lösung «ler allgemeinen Judenfrage durch P a lä s t i n a , aber nicht die Erlösung jedes einzelne» Juden in Palästina. Die Partei darf zu den Ausdrücken des Fanatismus nicht schweigen und muß unbedingt vermeiden, daß in der Judenheit der Anschein erweckt werde, als identifiziere sie sich mit derartig radikalen und vor allem objektiv unrichtigen An schonungen. Es ist die Pflicht der reifen Elemente der Partei, mit reifen Argumenten das Vertrauen der Juden-

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