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Jüdische Rundschau · 1920-02-17 · Heft 13 (17.2.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 13 (17.2.1920)
Date
1920-02-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Auslands mit Entstellungen und Fälschungen verpestet, für den ist unsere Sprache in Palästina bereits auferstanden. Die Wahrheit ergibt ein anderes Resultat, das zeigt, wie weit noch der Weg zu dieser Auferstehung ist. Alle Juden in Palästina־!, vielleicht mit Ausnahme einer ganz geringen Mindeiheit, verstehen hebräisch. Aber die Anzahl derer, die stets und ständig »!11 Haus und auf der Straße hebräisch reden, schwankt zwischen zwei- und dreitausend. Es sind das die tausend Arbeiter und Arbeiterinnen, die Gruppen der hebräischen Lehrer, d.e Schüler und Absolventen der Mittelschulen und ein paar EinWoliner in den Städten und Bauern in den Kolonien. Hinzu kommen etwa 10 000 Kinder, die in der Schule hebräisch lernen; jedoch hängt bei ihnen das weitere Schicksal unserer Sprache von der Gestaltung ihres Lebens und von der Umgebung ab. Das ist die Renaissance unserer Sprache in Palästina. Zehntausende in Jerusalem,!..!!sende in den übrigen Städten und Kolonien Erec-Israels benutzen nach wie vor die zahlreichen fremden Dialekte. So fragt es sich: Kann eine nur von ein paar tausend Einzelnen gesprochene Sprache blühen und sieh entfalten? Unsere Sprache wird von uns und unseren Kindern so gerade geradebrecht. Wenige sind unter uns, die Hebräisch gründlich vorstehen, noch weniger, die es richtig sprechen. Für viele ist es zwar die Sprache des Redens, aber nicht die Sprache des Denkens. Es dient bereits dem Landarbeiter Palästinas zur Arbeitssprache, aber es ist noch nicht die Sprache des Handwerks, der Straße, des Handels und der Synagoge. Lehrer und Schüler ersticken in der Schule mangels einer hebräischen Atmosphäre außerhalb ihrer vier Wände, das Singen und Sagen des Volkes ist ja nicht hebräisch. In dem heißen Verlangen, schon den Säugling nur hebräisch hören zu lassen, und aus Angst vor dem Fluch der Zwicsprachigkeit redei die Mutter mit dem Kind ein unbeholfenes Hebräisch, und so wird da# Kindesleben jahrelang um die Sprache der Mutterscele bestohlen. Merkwürdigerweise dringt unsere Sprache schließlich in die Seele des Kindes; hier übt sicher die Heintatluft ihren Einfluß aus. Vielleicht hat jeder Satz, jedes Wort der hilflosen Mutter-einen besonderen Beiklang, — der dem Ringen der durch eigenes Gebot zur halben Stummheit verdammten Mutter entstammt — denn sic, die auf das Verständnis und die Seele ihres Kindes lauscht, tie ist es auch, die es mit der Sprache seiner Nation verbindet Die meisten Väter hegen im stillen die Hoffnung, ihre Kinder eine fremde Sprache lehren zu können — oder sie sogar ins Ausland zu senden, — damit sic von dem Lebensbaume der Mrnschhcitskultur, Literatur und Wissenschaft kosten können. Das junge Geschlecht in Palästina wächst ja auf ohne ein wissen- *chaftliches Buch, ohne ein leidliches Buch der Weltgcschichtc oder der Naturwissenschaften. Kenntnisse vom sozialen Leben und von dem schweren Kampf, den der Arbeiter in den letzten Generationen um seine Befreiung aus harter Knechtschaft führt, kam! sich die Jugend nur aus vereinzelten, vom Zufall geborenen Artikeln zweiten Ranges holen. Nie kann sie den Geist init dem Lichte der Gewaltigen des menschlichen Denkens erhellen. Wieü«.״,r,t tritt also die Frage an uns heran: Wird unsere Sprache au!!»'״«!!, erstarken? Wird ihre Literatur sich bei uns entwickeln? Werden die Bande zwischen Sprechen und Denken bei ihren Getreuen Bestand haben? Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja! Aber nur, wenn unsere Sprache aufhört, die Sprache Tausender zu sein und wieder die Sprache von Millionen, die gesprochene Sprache des ganzen Volkes wird; in allen Gruppen, Familien und Ländern, bei jedem einzelnen Juden, wie vor alrcrs; wenn der Begriff des Juden wieder svuonyin wird mit dem des Hebräisch Redenden, ebenso wie der des Franzosen es mit dein des Französisch Redenden ist. Der Gedanke der nationalen Auferstehung, in dem nicht nur der Zionismus in dem konkreten S;nn der Ucbersiedhmg der jüdischen Massen nach Palästina lnbegriffen ist, sondern auch der höhere geistige Nationahsmus, verhängt notewndig die Auferstehung unserer Sprache, Die Pflicht des Hebräisch-Redens muß vom Volke mit derselben Gewalt und demselben Ungestüm verlangt und übernommen werden, wie die Pflicht der Beteiligung an der Bildung der gesicherten Heimstätte io Palästina. Der Nationaljude der Diaspora tnuß, gleichviel ob er daran denkt, in naher Zukunft nach Palästina zu ziehen oder nicht, die hebräische Spracheiu sein Haus einführen, als seine und seiner Familie Muttersprache. Es darf nicht länger mehrere Sorten . Juden auf der Welt geben, statt der einen Sorte des "hebräisch redenden Juden. Der Jude schlechtweg — Ru. e wie Amerikaner, Deutscher, Spaniole — hat hebräisch. zu reden. Der Ruf: ״Hebräer, redet he-- brätsch“ muß zu jedem jüdischen Mann in den Gassen des russischen, europäischen, orientalischen und amenkonischen Galuth dringen. Es ist ein Ruf zur Pflicht und ein Tadel für das jüdische Volk. So wenig die jüdische Religion von der Bibel bis zum Schulchan Arucli ohne Thora auskommen konnte, so wen« kann ca der jüdische Nationalismus ohne hebräische Sprache. Die Bewegung, die in den letzten Jahren im Volke aufkam: das Erstarken und die Ausbreitung des ״Palästinlsmus“ und deren verschiedene Erscheinungsformen, wie die Demonstration von Hunderttausenden von Juden vor dem Hau*e de« englischen Konsuls io Odessa, der PaläsÜnakongreß von >/4 Million jüdischen Arbeitern ln Amerika, die .Palästinabeschlüsse auf den jüdischen Kongressen in Amerika, Kanada, Ukraine, Polen, Tschechien, — all das kann nur ein äußerer Ausdruck der tiefen und aufrichtigen historischen Sehnsucht sein, die da* Volk im in« :ritm Winkel rir.cr Seele während seiner langen, schicksabreichm Vergangenheit getragen hat. Auch in den Beziehungen zur hebräischen Sprache wird der Tag kommen, an dem das jüidsdic Volk öffentlich seinen Willen ausspricht, zu ihr ' zurück/.«- kehren und sie sich zurückzuholen im Gefühl des Nationalstolzes auf die Sprache, die cs vor vielen Jahrtaiiscnden geschaffen und bis auf den heutigen Tag lolxndig erhalten hat Die Blüten der Renaissance der hebr.1,- scheu Sprache in Palästina sind nur dank ihren großen Vorkämpfern nufgegangen, die ihr den Boden mit Fleiß und Erfolg gepflügt haben, nicht etwa, weil die äußeren Bedingungen im Lande die Auferstehung unserer Sprache von selbst mit sich gebracht hätten. Letztere habe« nur die Arbeit erleichtert, und selbst das nur teilweise. Dennoch haben wir cs, trotz der jahrzehntelangen harten Arbeit, nur zu geringen Erfolgen gebracht Wir müssen aber bedenken, daß die Hebräisch-Sprechenden auch in Palästina bis heute — abgesehen von den Arbeitergenosscnschaften — von fremdsprachiger Atmosphäre in Stadt und Land umgeben sind; wir werden dann einsehen, daß wir auch im Galuth sehr ansehnliche Rcsultäte erzielen würden, wenn dieselben oder ähnliche dem Gedanken der hebräischen Renaissance ergebene Arbeiter dort in der gleichen Weise tätig wären. Solange das jüdische Volk besteht, hat es stets ein Heiligtum gehabt als Zentrum des nationalen Lebens. In der Wüste hatte es das Stiftszelt und die Bundestafeln, im Lande den Tempel, im Galuth Thorah und Gebote. Das Stiftszelt unserer Zeit ist die Sehnsucht na di der Erlösung aus dem Galuth und nach der Auferstehung unserer Sprache! Die Sehnsucht und die Liebe, die im Volksherzen ruhen, müssen aber zur Pflicht werden, die ein wesentliche# Ziel seines Willens bildet. Im Laufe der Jahre müssen wir ganz allmählich unsere bisherigen Sprachen lassen und zu der vergessenen hebräisdien Sprache zurückkehren. Nicht aus den Quellen eines äußeren Gesetzes soll die hebräische Rede entspringen, sondern aus tiefem Drang und innerem, von der Liebe geborenem Pflichtgefühl, — aus dem Geheiß des Herzens. Dank dem nationalen Gesetz, dem Tadel, der prophetischen Predigt, dem Befehle konnte unser Volk den Weg seines ganzen historischen Lebens zurücklegen. Im Anfang war der ״Mann Gottes“ der Tadler, der Priester und der Prophet, dann war es — der Thoragelehrte; der Rabbiner und Schriftsteller ist cs in der Gegenwart. Eine Kette von Geistesgrößen, zentralen Persönlichkeiten, sprang immer wieder in die Bresche, vo nder Zeit der Kristallisation der jüdischen Stämme bis auf das jüngste Geschlecht, um mit Rat und Tat über dem Bestand des Volkes zu wachen, erfüllt von dem göttlichen Geist, der sie beseelte. Die Schwierigkeiten der türkischen Frage Die zionistische Ungeduld vergißt gern, daß die Palästinafragc politisch gesehen ein Teil des türkischen Problems ist und daß dieses Problem nur einheitlich gelöst werden kann; darauf ist auch die unliebsame Verzögeurng zurückzuführen, die die Regelung der Palästinafragc immer wieder hinausschiebt. Ucber die Schwierigkeit des türkischen Problems sprach Lord Curzon, der englische Außenminister, am 10. Februar im Unterhause; w׳ir entnehmen der Rede folgende charakteristische Aeußerungen: ״So sehr ich bedauere, daß der Friedensschluß mit der Türkei bas jetzt hinausgeschobeu wurde, möchte ich doch darauf hiinvcisen, daß dies nicht unsere Schuld ist, sondern durch den Wunsch entstanden ist, den Vereinigten Staaten die Gelegenheit zu geben, iluen vorgesehenen Anteil an der zukünftigen Gestaltung (euer Gebiete zu übernehmen. Es war die Hoffnung Europas, daß die Vereinigten Staaten, deren selbstlose, nachdrückliche Teilnahme am Kriege soviel zu seinem Ausgange beigetragen hatte, teiinehmen würden an der prak* tischen Ausgestaltung jener Grundsätze, für deren Anerkenimng sic soviel geleistet haben. Dies u’ar kein selbstsüchtiger Wunsch unseres Landes, sondern ein selbstloser and ehrlicher Wunsch. Ich höre oft, daß man Mächte eines imperialiV.Uchcn Ehrgeizes und eines Wunsches nach Gebietszuwachs beschuldigt, des Wunsches anklagt, mehr Menschen regieren und neue Handclswcgc und Handelsgelegenheiten erweibeii zu können.■ Ich glaube aber, daß jede der europäischen Großmächte freiwillig den größten Teil ihres jeweiligen Ehrgeizes preisgeben würde, wenn sie dadurch Amerika hätte bewegen können, seinen Teil der Last zu tragen. Wir würden es begrüßt haben, als die Mandatsmacht für das ganze türkische Reich. Bezüglich Bagdads sind wir der Ansicht, daß es jetzt für England zu spät ist unsere Tätigkeit auf das Vilajet Basra zu beschränken. Eine Mitteilung, daß wir uns aus Mesopotamien zurückziehen würden, würde in dem Lande mit Schrecken au!genommen werden. Denen, die behaupten, diß es eine K1 e i n i gkeit wäre, einen Friede ns vertrag für die Türkei aufzustellen, möchte ich darauf hinweisen, daß man eine ganze Anzahl wichtiger Fragen, wie die Zuxunft Konstantinopels, die Meerengenfrage, die Verwaltung des Gebietes zwischen Konstantinopcl und der bulgarischen Grenze, die Zukunft der asiatischen Türkei und die Lage der Griechen in Smyrna erwägen muß, bevor man sich über die Grundfragen eines solchen Vertrages einigen kann, Es sind dies viele Probleme von größter Bedeutung die ein jedes wichtige grundsätzliche Fragen berührten! Ich muß ehrlich zugeben, daß ich, nachdem ich in den letzten 30 Jahren die Fragen des Ostens ernstlich studiert habe, mit tiefer Besorgnis die gegenwärtige Lage betrachte. Unsere Interessen in jenem Teile der Welt sind unendlich viel größer, als die irgend eines anderen Landes. Ehe Aufzählung der Problerne genügt schon, um zu beweisen, daß keine Formel und keine Gruppe von Formen imstande adn wird, eine so verwickelte Lage befriedigend zu regeln.“ Palästina" Herbert Samuels Ankunft Am 20. Januar ist Herbert Samuel in Alexandrien cingetroffen, wo er von Ussischkin, Siw und Baron Monash empfangen wurde., < Am 21. Januar ist Samuel von Alexandrien nach Cairo wcitcrgcrcist. Jerusalem, den 7. Februar 1020. Herbert Sain u 01 ist in Jerusalem eingetroffen. Die englische Presse Palästinas heißt ihn herzlich willkommen. So schreibt ״J c r us altmhcwi“: ״Samuel wird für die Behörden eine große Stütze in der Vorbereitung einer deiuuüven palästinensischen Finanzpolitik sein.“ Am C h a m i s c h a h a s s a r b ’ s c h w a t, dem Neujahrsfest der Bäume, fand ein großes Fest statt. Jn Mo za 11, nahe der Herzlzypressc, wurden zahlreiche neue Bäume gepflanzt. 3000 Jerusalemer Kinder pflanzten an diesem Tage 500 Bäume. Den Festlichkeiten wohnten Herbert Samuel und U s s i s c h k i n, von den britisehen 1Behörden Generals Bois und Oberst S10 r f c bei Aus Haifa Obwohl alle Mitglieder der Haifacr Handelskammer, Juden, Christen und Mohammedaner, einer Neuwahl des Comites auf der Grundlage des Proportionalwahlrcchts zugestünmt hatten, haben cs die Nichtjuden abgdehat, sich dem Wahlergebnis zu fügen. Das Ergebnis war nämlich 64 Juden, 44 Christen, 36 Mohammedaner. Die Behörden sind im Interesse des Frieden# dagegen, daß die Juden von ihren vollen durch die Wahl •rhaltcnen Rechten Gebrauch machen. Die 1Behörden haben den Vorschlag gemacht, eine gemeinsame Schule zu errichten und luden zu diesem Zweck Vertreter verschiedener Schulen ein. Die Leiter der hebräischen Schulen lehnten das Erscheinen ab, da die Besprechung auf einen Sonnabend angesetzt worden war. Der Gouverneur erwiderte, er bedauere sehr, daß er die Besprechung gerade auf diesen Tag cinbcrufen mußte, weil ein Beamter aus Jerusalem ge- } kommen sei, der am nächsten Tage abreisai mußte. Er benutze die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, daß die hebräisclicn Schulen ausgezeichnet seien und daß diy jüdische Gemeinde vermutlich Regierungsschulen nif'ut brauchen würde. Immerhin werde es ihn interessieren, die Meinung der Juden bei einer anderen Gelegenheit zu hören. Prcssestimmen y ' ״Hapocl-Hazai'r“ bespricht in Heft 14 an leitender Steile das Rundschreiben des Londoner Faläst in a- Amtes. Nachdem er die Genugtuung geäußert hat, daß endlich staP Vertröstungen und Beschwichtigungaversuchcn die ersten konkreten Worte gesprachen wurden, und insbesondere die Finanzfrage aufgeroilt wird, kritisiert er dann kurz den programmatisehen Teil des Zirkulares. ״Audi diesmal“ — schreibt oas Blatt — ״bemüht sich das A. C., den goldenen Mittelweg zu finden ur,U in gleichem Maß den beiden Tendenzen der kolonisatorischen Arbeit, der nationalen Kolonisation und der privaten Kolonisation, gerecht zu wenden . , . Es kann sein, daß es in der Praxis auch Pnvatkolonisation in Palästina geben ward, sie wird von selbst kommen, durcii ihre eigene Stoßkraft und die zionistische Organisatton wird ihre Aktivität durch möglichste Verhinderung oder Verkleinerung des Ucbels zu zeigen haben. Aber auf keinen Fall kann man cs zulassen, daß diese Kolonisation als positives Programm für die Arbeit der zionistUchen Organisation aufgenommen wird. Man kann nicht zugeben, daß wirklich zwei gleiche Teile in der nationalen Kolonisation bestellen, deren einer ״Meschck“ heißt, während *Irr Name des anderen ״Achusa“ ist, und der Unterschied zwischen ihnen nur in dem ciforderlichen Betrag von Pfunden besteht, für den einen 200 und für den anderen 2000. Dieses ganze System, das unsere praktischen Leute sicherlich für einen äußerst geschickten politischen Kompromiß an sehen, trägt au sich die Merkmale der Verwirrung und des Mangels einer hinreichenden Orientierung über die richtige Formder Kolonisation. Diese Zweiheit beweist nur das Fehlen einer festen Anschauung... Alle diejenigen, welche nicht an zwei Wege ira Zionismus glauben, so wie sie nicht an Palästina und Uganda glauben konnten, alle, welche damals proklamierten, daß es nur einen einzigen Weg gäbe, den Weg nach Palästina, die müssen auch heute verstehen, daß es für unsere Kolonisation in Palästina nur einen einzigen Weg gibt, und dieser ist: die nationale Kolonisation.“ England Churchill über den Zionismus Der ״Sunday Herald“ braditc am S. Februar einen ausführlichen Artikel des augenblicklichen englischen Kricgsministers Winston Churchill unter der Ueberschrift: ״Zionismus gegen Bolschewismus, ein Kampf um die Seele des jüdischen Volkes“. Der vier Spalten lange Aufsatz hat großes Aufsehen in der ganzen englischen Oeffentlichkeit erregt. Churchill bringt einleitend den Gedanken zum Ausdruck, daß vielleicht in keinem Volke der Welt sich so ausgesprochene Gegensätze finden, *wie im jüdischen. Churchill unterscheidet dann drei Gruppen von Juden: Diejenigen, die sich vollständig als Bürger des Landes geben, in dem sie leben, die international-kommunistisch gesinnten Juden und die Zionisten. Die Angehörigen der zweiten Gruppe spielten *ine große Rolle im russischen Bolschewismus. Bei der Besprechung der Nationaljuden weist der Minister darauf hin» daß die Nationaljuden im Kriege sich als

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