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Jüdische Rundschau · 1920-02-06 · Heft 10 (6.2.1920) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXV (1920)
Issue
Heft 10 (6.2.1920)
Date
1920-02-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 66 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 10 die zionistische Leitung, insbesondere Prof• Wcissmann, jimgst kundgegebeit, daß der J. N. Iיי* .־ dm nächstci» Jahren eine jährliche Einnahme von l Million Pfund nufzubrin^cu Imocn wende. Dieses Ziel wird nur «lärm zu erreichen sein, wenn der Nationalfonds tiicht mehr wie bisher hauptsächlich auf Gekgcnhcitsspenden angewiesen ist. Es ist vielmehr unerläßlich, daß durch eine allgemeine regelmäßige National fbnds-Steuer alle baten, Gemeinden und Institutionen erfaßt werden, die eine Besiedlung Palästinas mit Juden auf einer gesunden sozialen Basis wünschen. Die Beschlüsse der Amsterdamer Misrachitagung I. Politische Resolutionen. Oie Misrnchi-Welt-Konfcrenz spricht den politischen Führern der Zionistischen Organisation ihren tiefen Dank aus für ihre uitermüdJiclien und erfolggekrönten politischen Bemühungen und gibt der Hoff- 11:111g Attsuruek, daß sie in naher Zukunft «lic diesbezüglichen Verhandlungen zum gewünschten Resultate führen werden. Der Anspruch des jüdischen Volkes auf Frcz Israel beruht auf den göttlichen Verheißungen <ter Heiligen Schrift. Nie ist aus dein Bewußtsein des Volkes das Vertrauen auf dieses historische Recht ge* schwumlcti. IX'sluilb fordert die Misradti-Wclt-Konfcrcnz daß von Ercz-Israei bei der Errichtung der nationaler» I leimstätte für das jüdische Volk die Grenzen im Sinne der Verheißungen der Heiligen Schrift festgestellt werden. Die Misradii-Wclt-Konfcrcnz verlangt, daß der in den Proposats vorgcsclilagciie ״Jcwish Council“ so definiert werde, daß möglichst alle großen jüdischen Organisationen, die sieh ntn Aufbau Ercz-Isracls als jüdisch-nationalem Heim beteiligen wollen, dem Jewisli Goneil beitreten könnet!. » Die Misrachi-Wclt-Konferenz spricht den dringliehstcu Wunsch aus, daß in den Vorschlägen, die »lic Zionistische Organisation der Friedenskonferenz vorlegt, gefordert werde: 1. daß das Zivilgcrichtsverfahren zwisdten Juden und Juden in Erez-Israel auf dem Boden des jüdischen Zivilgesetzes stehen soll; '2. daß das jüdische E11 c g c se tz in offizieller Weise 1is das einzige Ehogesetz für die Juden in Ercz-lsrael anerkannt werde; 3. daß der Sabbat als der gesetzliche Ruhetag in Ervz-Israel eingesetzt werde. Die Misrachi-Welt-Konfercnz fordert, daß bei der Organisation des allgemeinen sozialen Lebens in Palästina die Verwirklichung der Grundsätze tier sozi a len Gerechtigkeit berücksichtigt werde, Das Auftreiben der Preise für das Ankäufen von Ländereien in.d die Ausheute der Arbeiter ist gemäß dem» Thoragesctz zu verhindern. Die Leitung und die Mitglieder des Misraclü werden j verpflichtet, in ausgedehnter, energischer Tätigkeit für 1 den jüdischen Nationalfonds die Gelder zum Crwx-rl» des Landes aufzubriugen. II. Resolutionen über Erziehungswese». Der gegenwärtige Zustand des unter dem ״Waad H a cb i!1 u c h" stehenden Erzidamgswescns in Erez- Israel genügt den Anforderungen des traditionellen Juden־' ttnns in keiner Weise. 1111 Hinblick auf die religiösen Grundlagen unserer Weltanschautuig, auf denen unser Erziehuiigswcsen aufzuhauen ist, ersuchen wir die Le־- tung der zionistischen Organisation, den Beschluß der Londoner Konferenz auf Schaffung zweier von einander unabhängigen W a a d i n» für das Er- *iehimgswescn in Erez-Israe! innerhalb zwei Monate durchzufüliren. Sollte die Leitung der zionistischen Organisation die Ausführung des Londoner Beschlusses ungerechter Weise ablchnen, so werden wir die Führung in demgesamtengesetzcstreuenErziehungswesen in Ercz-lsrael unabhängig von den gegenwärtigen zionistischen E r z i e h u n g so r g a ת e n in die Hand nehmen. Diese Regelung hat Dauer bis zur Entscheidung der Frage durch die jüdische Gcsamtvertrchmg Erez-lsraels. * Die Misracln-Welt-KonfcreJiz ist von der Lieberzengung durchdrungen, daß die Gründung einer Hochschule (.1 r jüdische Wissenschaft sehr viel ' Jizii beitiagai wird, das national-religiöse Juden hurt j »11 Palästina zu slärken und zu heben. Sic beauftragt daher die Zentrallcitimg. die Vorhercitungsarheit s >f.»rt in Aiigriff zu nehmen, wt »ne״ » hst bald diese Hochschule eröffnen zu können. Die Welt-Konferenz des Misrachi spricht ihre große FreiKle darüber aus, daß die Errichtung einer hebräische» Universität in Jerusalem! vom der zionistischen Organisatkm in Angriff genommen ist. Sie beauftragt dki Leitung der Organisation, eine Kommission eiimisetzen, <iie sieb mit der Universitätsarbeit beschäftigt. Ste drückt die Erwartung aus, daß es gelingen wird, eine Organisationsform für die Universität zu finden, bei der die Gewissensfreiheit der verschiedenen religiös-׳ kulturellen Richtungen gewahrt bleibt Die Konferenz spricht ihre Freude über die Gründüng eines Lehrerseminars Ir» Jerusalem aus, und zugleich der Misrachi-Organisation in Amerika ihren Dank für Strc Hilfe bei der Gründung dieser wichtigen Anstalt. Sk? verpflichtet die allgemeine Organisation, die Unter- •tützuni' dieser Anstalt auf sich zu nehmen und bald auch ein Beth-Hamidrasch für Mädchen m gründen. Die Welt-Konferenz des Misrachi beschließt in Ausfükrung der Beschlüsse der Misrachi-Konferenz in Jenasalem eine Delegation zum Baron Rothschild nach Paris zu entsenden, mit der Bitte, daß die Schulen, die von Baron Rothschild In den Kolomen, in Erez-Israel gegründet sind, unter die Aufsicht und Leitung der AMMaddrOrgantoatoi» gestellt wende» mägen. Sonstige Beschlüsse. Aus den' weiteren Ergebnissen der sechstägigen Tagtrng sei vorläufig erwähnt: Bewilligung von KXX) bis 1500 Lstrl. für die in Organisierung begriffene Welt- Jugendorganisation des Misrachi. Ermächtigung der Zentralleitimg, einen Vertreter für Erzreliiingsfragen zu wählen und ihm die Aufsicht und Leitung der Misracltiscltulcn in Palästina zu übertragen. Das Zcntralbiiro des Misrachi winl von Berlin nach London verlegt. Als Mitglieder werden bestimmt: Stuart Samuel, Oberrabbincr l>r. Hertz, Rabbiner Dr. Schön feld, Professor Dr. Pick und Abgeordneter H. Farbstein. In wichtigen Fragen hat das Zentralbüro die telegraphische Zustimmung von Meier Berlin, Rabbiner Fi sch mann und Hermann Struck einznholen. In Palästina wird bis zur Verlegung des Zentralbiiros nach dort ein Zweigbüro errichtet. In einer Konferenz mit der Deutsch-Holländischen Palästina Verwaltung, nn der von dieser Organisation Birnbaum, (higgenjiciin (Holland), Dr. Moses Auerbach (1 Deutschland), Rabbiner Horovicz als Sekretär, und vom Misrachi Berlin, Schön feld. Struck und Usic! teilnalimen, winde beschlossen, daß die Schulen der Deutsch- Holländischen P a lä s t i na v c r tva 111111 g dem Misrachi unterstellt werden. Das Budget des Misrachi balanciert mit 131000־ Pfund. Von den 07 000 Lstrl., die für die Zionistisdie Organisation ausgeworfen sind, sind 25 000 Lstrl. für das Misrachi-Sduilwcrk in fkiiästiua bestimmt. Eine Würdigung der Amsterdamer Tagung bei »alten wir uns vor. ■ Die Deutsch-holländische Palästina-Verwaltung bittet uns via Aufnahme folgender Richtigstellung: lu einem Berichte über che Misrachi-Konfcrcnz in Amsterdam finden wir dne Mitteilung des Inhalts, daß bei einer Beratung zwischen Vertretern unserer Verwultiuig und denjenigen des Misrachi beschlossen worden sei, die Schulen der Deutsch-holländischen Palästina-Verwaltung den! Misrachi zu unterstellen. Diese Mitt e i I u n g ist unrichtig. Gegenstand der Beratung war die Frage, ob für drei Jerusalemer Anstalten der Deutsch-holländischen Palästina-Verwaltung und zwar die scfardische Dorcsch Zkmschule, die Talmud Thora der Jemeniten und die Jeschiwas Zion( eine genteinsame Vcrwaltungskommission aus Vertretern der Amsterdamer BckidLmVerwaltung »uul des Misrachi unabhängig von der zionistischen Organisation, gebildet werden könne. Von einer Unterstellung der Scluilcn unter den Misraclü w׳ar niemals die Rede. Zu einem * endgültigen Ergebnis haben auch diese Beratungen nicht geführt, eia sich die Amsterdamer Pekidiinvcrwaltung für ilne Entschlüsse die Zustimmung der deutsclicn rahbinischen Konsulenten der Pekklim Vorbehalten mußte. Da auch der Misrachi einen ähnlichen Vorbei«!t inachte, war ausdrücklich beschlossen worden, über die in» Gang« befindlichen und im Ergebnis ungewissen Verhandlungen vorläufig nichts zu veröffentlichen. Zionistische Jugendbewegung In London fand die zweite Jahneskcnfcreaz der Young Zionist Organisation statt, auf der 26 Gruppen aus allen Teilen Englands durch Delegierte vertreten waren. Nach Veflejjcig e.nes Briefes van Max Nordau hielten 'die Herren Josef Sprinzak namens des palästinensischen Hapoei-Huzair und Dr. Hugo Bergmann namens der vkwiistisdicn Jugendbewegung von Mittdarropa Ansprache■:;, Dann foigte der Bericht des Vorsitzenden Moritz L. Perl zweig. Erwies darauf hin, daß Sokolow vor zwei Jahren rn seiner Geschichte des Zionismus die Existenz von sechs zionistischen Jugendgruppen in England erwähnt habe, während cs heute 2ö seien. Vor allem »ei «Be Urüversitäfsjugend beiderlei Geschlechts in großer Zahl in die zlonistisehen Jugendgrupptai gegangen. 1 Die Jugend sei entschlossen, n!vollerem Malte als bisher aktiv an der 7.i1נס istisc 11 en Politik trilzuiielimtn, Sie verlange, daß die mit dem Imhistrfalismus Verbundenen sozialen Ucbelsiär^dc des Westens u» Palast Uns kerne Stätte fänden. l>.e Jugend befrachte es ah eine Eircr wichtigsten Aufgaben, diesen Gedanken zu vertreten und für £1111 zu Werben. Nadi einer langem Diskussion ws*den folgende Anträge angenommen: 1. Zu agiiicreji für die Errklrhing eines jüdische« Commonwealth ln 'Palästina atrf der Grundlage der tradriomdl jüdischen Auffassung von sozialer Gerechtigkeit imd frei von den «ozlale« Uebelständen des Westen». 2. Zu fördern «las Studium von Sprache, Literatur und Geschichte dev, jtkfodicn Volkes und zu agltierer» für die Entwicklung un«l Ausdehnung der erzteherischen Instanzen in unserer Bewegung. 3. Zusammen zu arbeiten mit Änderen zionistischen Jugcndgrisiipen. Dann fanden die Wahlen, sowie ein Abschiedsabend für die Delegierten, statt. 1 )':«her kurze, dein ״Jewisb Chroniele“ cutnommene Bericht zeigt, daß tlc uaEonaljüdische Jugendbewqgung Englands in tlen letzten Jahren redit* nur numerisch sehr gewachsen ist, sondern daß sie auch in ihrer Einstellung sich «fern RaJunen der nationalen Jugendbewegung des europäischen Kontinents mdir einzufügen beginnt. Der Hinweis auf die Bedeutung des erzieherischen Moments Jn der Bewegung, ehe Forcierung einer sozial gerechten Palästina und der Wunsch, kn Sinne dieser jugendlichen Anschauung von Zionismus auf die Arbeiten der Organisation ' Einfluß zu nehmen, körnten heute als charakteristische Meafcmak der Jugend* bew״cgung ebenso in Osteuropa w6e In Oesteredch »«ul Deutschland als auch, wie der Berich* zeigt, |a Eog- Uuid, gewertet Werden. Irrteressante Momente aeigt aud» die aattocude Jitgendbevegung kt 'den Vereinigten Staate«. Da« Feld für die Tätigkeit der aiaaöiUdU(■ J1*g!e«d Krt Her ein Jingcheucr "großes. Gibt es doch ווו den Vcrcimgu0׳ Staaten etwa 7(K)(KD Kinder und 500 000 Jünglinge und M-idclien, deren Erfassung eine Aufgabe der Jugendbcwegimg sein müßte. Young Judca, «Le Organisai!,* der zionistischen Jugend in den Vereinigten Staate», umfaßt halte in 7t(1 Clubs etwa 15 000 Jungen und' Mädchen. Man kann aber rechnen, daß ein weiterte größerer Kreis von etwa 100 003 Jugendlichen diese« Gruppen nahesieht Und durch sic :nteMsiv zionigtüd, beeinflußt winl. Um die erzieherische Arbeit «fclMr Gruppen zu fördern, hat die Erziehungsabtei’ung m (1,r Leitung der amerikanischen Zionisten eine große Rahe von Publikationen Krtiggcstellt. Flugschriften u,k! schiiren informieren über die Absichten der Jt^cntg gruppen, ■für die nationalen Festtage sind זיר.►, für Festlichkeiten zusammengestellt worden und »unfangretehere Pttb'.ikationeti existieren. Der größt«: Mangel der Jugenditewegiuig ist «las Fehlen geeigneter t iilircrpersönlülikeiten. Im letzten Jahre ist deshalb «u, Heranbildung gee'gucter Führer unter dir Leitiv.g «11» Rabbiners Eugen Kohn besondere Aufmerksamkeit .1schenkt Wcirilcn. Sechzclui Gnippen mit 309 Mitg'Axkr* arbeiteten systematisch an der fk-rajiluiduns; von F'idsre«« Es wurden Prüfungen eingerichtet, «kren Bestduj! ,":;f die Ucbcrnahmc führender Stellungen VoraussetAUg i•.:. Das Komitee besteht aus Israel Fried linder, Fr.iuki« Samptcr, den Herren Hor.ar, Sdincebt-rg und Euge« Kohn. Diese Kommission hat hislier 162 Jugend;«!*■- den Bcf.ihigungsnadiwds als Führer erteilt. WmcfiKdene Fulirer/usammeukünfte fandan in den Vereinigte« Staaten statt. Besonders bemerkenswert war die Tagung, die die Führer aus den Gebieten des mittleren Westens in Chicago aUüelten. Die Zeitschrift der Jugendgmppc, The Young Jndean hat ein hohes Niveau. Die Jugendliehen nehmen an den Ailwitcn der O-;auisatioi», Imbesoiulere an dem Werben neuer Mitglieder (RegWtrrr.ingsfeldzug) und an den Arbeiten für den Paiestaie Restauration fand regen Anteil. Die Jugcn«lb<rwgun(| ist als eine starke Stütze der zionistischen Arbeit Anieriks* anzuschen. Der vorstehende Bericht ist uns aus Amerika zugegangen. Er schc'mt altes in ollem zu beweise», daS die Jugendbewegung in Amerika jedenfalls »1 1w;r»1 Punkt besser dastcht als »n allen anderen Ländern: Ffr sie existiert das Problem der Einordnung in die Organ»- Kation nicht. Die Jugcndgmppen nehmen mit größte» Intensität au den agitatorischen Aktionen teil, die die amerikanischen Zionisten unternehmen. Die Berichte lasset» kein Urteil darüber zu, ob mtt dieser erfreulidtcn Mitarbirit b) der Organisation eine wirkliihe Erzichungsarbcit FLand ווו Hand geht Das Hebräisdt« Wutl jedenI111W l»eu*c kt Amerika mit großer Sorgfalt 01יןס!«>:*. Vom amerikanischen Hilfswerk Bekannt}ich bcfiidet sieb der Vertreter de« a»1erlkanisclten Hilfskomitees Dr. Bogen au/ der Reis« »ad» Polen. 1 lu» begleitet eine Anzahl jüifacher Persönlichkeiton aua Anieiilm «kmmter die bekannten Schrihstcller David Pi ns ki, Scbaloni Asch und Morris Wist- »chefsky. Sie sollen im Lande eine Ncuorganisatio» tier Hilfstä’tigkdt des anKrikanischer» Jotrn Ihstributio« Committee für die Juden in Polen darclrführcn, «tn die bisherige CWanisation der Flilfsarbtit zu mtuiuigfridei•■ Klagen Anlaß gegeben hat. Vor der Abreise teilte lär. Bogen einem Mitarbeiter «les Ncwwrker ,,VomärG*‘ in einem Gespräch Mgende EinzelWiten über •»!«e Pläne mit: Die Verbindiutg zwischen den Juden Amerika» und Polens soll organisatorisch ausgcstaliet wer«len t>» «Ke Vcrkihrtwere schon »)ffen sin«!, ist 1Uc Möglichkeit hir viele amerikanische Juden gegeben, ärren Angehörige« und Verw.uuiten in Prien Geld und BerIarfs»;cge«stR;1de zu send«-!». Diese Hilfe kann mir rijuhwcli wirkran» werden, daß in diese Screhingstätigkeit ein Systen» gebracht winl Es »oll eine Agenttrr ringirichtct wende», welche die Sendungen annimmt und für ihre Het«jrtkn.rg garantierl. Der V'crteilungsplan des Dr. Bogen ht nm folgeh«ler: Polen winl in 20 Rajons geteilt, vor» «lene« jeder Ravo» ein sogenanntes Qirattier als Unvptort U*!e1! wild. Die Zentrale - unter Leitung von Dr. B«ye» — wird »ich ln Wnrschau b.'fim!c1t. Pakete cxler Geld weixlen in da» den Verteilunp.eorten nächste (>urn;f dirigiert und vtnn dort in Automobilen den Empfänger« übermittelt wetxkn, in jc,lem Raron witd als I!:uij/tleitcr ein Vertrauensmann \ה0י der anerikaiüsclwn Jmlennch*ft amtieren. Humtrrt gtoße Autom.bii»tattonen (5 in Rslei■ Rayon) »ollen errichtet werelcn. So xvi.d es nntgld» *ein. juonntlkh 150 000 Sendungen, also etwa 2 ,Militem« jäbrikh zu übermitteln. Die Gektunterstüt/iuigen waren bisher nkl»t richtig verteilt worden, da it«:tx'90mlerc durch die Indolenz «1er reichen Jtiden Polen» gegenüber de«» ifilfswerk altes den Anrerikancrn überiassen wt*«le. Das Joint DLstrihution Committee beschließt, wieviel Geld jedesmal uneh Polen zu sct»ick«n ist, glck1»gs<>«A ob es zu viel oder ai wenig »st. Das Cnkl loxatd zunt polnischen Leiter des j«»!1t Distrib.itkm «}«xtumü« und er beschließt r.adi eigenem Gutdünken den Vtrtellungsinodus. Dr. Bogen wird nun ווו lV>!en die•« ßnr Aufteilung auf Komitees durchführen, wie we in Amerika besteht Nach seinem Vorsdilag »ollen die Kisnilev» aus Arbeitern, Vertretern der Orthodoxie und »>lcba» bemittelten jüdischen Persönlichkeiten bestehen, weltfw »kh für «I«' I Idfsfon«!» selbst besteuert». Solche Koo»t«c« .»ollen in allen Feiten de» Latteks organisiett werden; das Haaptkomitce wial steh in Warscliau bcftialc«. Dieses wird die Verteilung der Gelder auf die einzelne« Landesteile beschließen und den Ortskomitces »r**k9* die Beschlußfassmig über den Vertcihtng»mod»• dtf Gdder unter die Bevölkerung verbleibe». Wir habet! dieaem Berichte «ur die Hoffnung hi»־ auaifügea», daß die amerikanische Hälfe ■di «icfii m*!}«teratützung und Chakikks» be«chr&nk«n, •oader« 4ud» de« prodtiklsvan WledoraulbsM der WlrtMhaft föadu« möge.

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