Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 8 (30.1.1920)
- Date
- 1920-01-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 6 5Ü •ויז-צ JCH ןןן I p hu t < O n lesen! *! Zen• Muk'l. eh׳,:.!. Zi- >•1'׳ Palästinachronik •11 timisiti,:u! itliüi an״ klirtr II .הי• gehen isclk'1'!scher Zi .r, - n t\ . bei:.- ismtii Hltlvlll f de, ilcn clinft! mui um! Basis isiitia 01J.es 111 in Stil'.;!. 1 der der Dellvom on, a t' c, «c h• , zur der glich iX'Vh. fki 11. ein Juri esm■ d< .1 r• arde- - 1! 1ז 1,•; < *uler Meir Jcm- » sein federn• don), 21 Ucduinenübcrfällc. Hk’ aiitifranzösischen und «inticliristlichcn Unruhen :reifen nach den entlegenen Ecken Galiläas | chrislliche Siedlungen heim- 1 vi ״ ״‘•י״י(ל . . über wo die Beduinen siti-licn. Es passiert hier und dort, daß sie irriiimjlichcrwcisc'auf eine jüdische Siedlung stoßen, in welchem l-'alle sie sich nach Aufklärung des Irrtums sofort zuni.k/iehni, indem sic betonen, sie wollen den Juden •|!ts tun. Die jüdischen Arbeitersiedlungen leiden ״h r unter der durch die Aufstände liervorgcrnfencn all- 'emeinen Unsicherheit. Die briiischcn Besatzungen sind «ehr klein und biete״ keinen absoluten Schutz gegen R ,uberbaudeu. Außerdem wird ein Weberfall!״״nchm.1l 1 ״,,■t, hinein Revolver,:cpliinkcl als ״Mißvcrxäiiilnis'* ״!.״eklirt Einem AllH־iu''' '״ Tc1w:l'a* kostete <•״'־!,;eher t'cbcrf.iH. ‘1er von den jüdischen Arbeitern ab• ■׳'sel1l1l״e11 wurde, das Leben. Sein Name ist $. Sch»• n'oYsehn ik. Oft «eben die Scheidts der Beduinen (,!■u.ifineies Geleit für die Durchfahrt jüdischer t rauen und Kinder durch das Gebiet der christlichen Sied- I!i״«h'1i, das ihr Aiigriffsohjekt bildet - Hoffentlich uitxf der Frieden mit der Türkei auch diesem Bande״■ unwesen ein Ende machen * Einwandererfürsorge. In den Hafenstädten Jaffa und Haifa sind Aussihiisse eingesetzt worden, die die Einwanderer zu empfangen und ihnen in jeder Hinsicht zur Seite zu ,;;,.!1011 haben. Die Ausschüsse sorgen für die erste i'iitorkunft der Neuangekommenen, erteilen allerhand Auskünfte über Geldwechsel, Arbeitsgelegenheit, usw. fine ausfüliiliehe Statistik soll dazu verwendet werden, ,eu weiteren Transporten praktische Ratschläge machen zu können. Damit die Einwanderer nicht an der Valutauntcr'chi-dcn zuviel verlieren, wird in Jaffa eine l'hrlelm-k,',״׳-־• eingerichtet, die gegen Sicherheit in I vuhIci׳ Valuta zinslose Darlehen den Einwanderern ge* währen »oll. Das Büro wird von den Einwanderern ״•;bst uutcrli dtcn. Jeder zahlt mindestens einen Schi!-!in,: tnoi'atlicli, Unbemittelte sind befreit. « Or. Klausner Im Waad Halaschon. Am 10. Tcbeth feierte der Wand Halaschon den Empfang seines neuen Mitgliedes I>r. Josef Klaus• n , r. 1)! . Klausner erschien in Begleitung Ussisehkins. Der Vorsitzende des Waad, B e 11 je hu Ja, cröffnete die Versammlung mit einem Hinweis auf die Verdienste Ussischkins für die Stärkung des Hebräischen im Lande. Er gab der 1'reir.le Ausdruck über die Ankunft Klausneu in Jerusalem und seine Teilnahme an der Sprach• sdiöpfuu;:. Klausner sei nicht nur als Schriftsteller und Wissenschaftler bedeutend, sondern er sei auch einer der ersten gewesen, die die Notwendigkeit crkamif!>. Isen, die alte Mauer zu sprengen und neue Wörter inia Termini nach dem Bedarf der Zeit und des Lehens zu schaffen. Viele seiner sprachlichen Neiischöpfungen sud schon eingebürgert. Auch David JeHin sprach wanne Woite der Begrüßung für Ussischkin und Klausner. Nach Dankcsworleit Ussischkins hielt Dr. Klausner einen beinahe vinstiindigen hochinteressanten Vertrag. Er sprach über den Stand der hebräischen Kultur in Rußland. Er erwähnt die Verfolgungen des Hebräischen seitens der russischen Regierung, welche die hebräischen Druckereien gesperrt 11 nt und nicht einmal Gebetbücher und Kalender zu drucken gestattete, sodall kein Mensch in Rußland das Datum eines jüdischen Festes an der Han.l eines Kalenders fcststcllcn konnte,!)er Vortragende brachte viele interessante Details, Die Schwierigkeiten der Verbreitung hebräischer Druckwerke führten zu einer Verstärkung des Itcbriiischcn Sprechens. Das hebräische Wort ließ sieh nicht verdrängen und brach sich Balm in der Bonn von Cjesprächen und Vor• trügen, bis die Sprache binalie zu einer lebende״ Sprache im Munde I msender Menschen wurde. Zum Schluß gib der Vortragende seine Freude kund, daß es ihm wigöiiiit sei, jctzl unter den Schöpfer« der hebräischen Sprache 111 Jerusalem zu wirken und sie mit allen «einen Fälligkeiten zu uiitersiülzen, s י Bau einer Synagoge in Tel-Awiw. De! Waad von Tel-Awiw veröffentlicht in den pi- Listmciisischeu Zeitungen eine» Wettbewerb für die Vergebung von Bauarbeiten für eine Synagoge. Dieses Gotteshaus soll nach den Plänen ווסט Prof. Gedilos und seiner Genossen a;1sgefiihrt werden und wird ein großer Prachtbau werden; daher ist es für dt:.! Waad schwer, den ganzen Bin an einheimische Unternehmer zu vergeben, die die Arbeit auch gar m׳ht ülicrnelimen könnten. Es wurde beschlossen, vor- 1le־l!,1m| nur einen Teil der BatiarIndien zu vergeben, mul zwar «las Fundament und den Sockel. Die Vorlesungen über Rechtswissenschaft. Die Eröffnung der Vorlesungen über Rcchlswisseusdiaft, über deren Einrichtung wir bereit* berichtet haben, wurde für den 15. Tcbeth angesetzt. Es wurden zunächst folgende VoileHUitgen angesetzt: Türkisches Recht (Duzent Nefach); Nationales Minoritätenredit (Dozent I a b o t i 11 s k i); Handelsrecht (Dozent F r u in k i 11) t!״ü Allgemeine Einleitung in die Recht sichre (Dozent Prof, j de Haan). Die Vorlesungen finden in der Lümmel• schule statt ן . , Der Verein zur Erforschung Palästinas und seiner Altertümer hat beschlossen, die beiden .Ortsfjruppcn in Jaffa und Jerusalem zu vereinigen, so daß die Milglieder des Vor- Standes der Jaffaer Ortsgruppe in den Jerusalemer Vorstand «rintreten werden. IXr Verein geht an die Ausgabe eines Sa m m elbucl.cs heran, welches Aufsätze über alle Gebiete der Palästinawisscnschnft enthalten soll. Als ׳Redakteur des Samniclbudtes und für die vorwiegend archäologischen Angelegenheiten wurde Dr. Sloutzsch in den Vorstand kooptiert. Vom Waad-Hair in Jaffa. In den Chaiiukahtugeu fanden in Jaffa Nachwahlen von 15 Mitgliedern des jüdischen Genieiuderais, der bekanntlich in seiner Mehr• heit aus konservativen Elementen bestellt, statt. Die beiden Aibeiterparteien beteiligten sieb an den W1111011 nicht, weil sie wenig Chancen hatten. Dagegen hat die Orthodoxie liier, wo der Kampf lohnend war, die F r a 11 e n u ml Töchter mobil g c nt a c 1t t, mir forderte sie die Wählerinnen auf, die weiblichen Stimmen getrennt von den männlichen abzugeben, aus Gründen der sexuellen Moral. Tatsächlich aber fand die Ab• Stimmung nicht in getrennten Räumen statt. Außer den Arbeiterparteien blich auch Tel-Awiw den Wahlen fern. Durch einen eigenartigen Block des ״Hncsraeli“ mit den Sefarditn und älteren Jemeniten gingen die Wahlen ohne Wahlkampf vonstatten. Es wurde die konservativ •bürgerliche Liste gewählt. Unter den 15 Abgeordneten sind 10 Ascbkcnasinr (darunter Diescngoff, A. G u t in a 1111, M. Scheinkies, Dr. B o g r a t s c 11 o w), 4 Sefarditn und 1 Jemeniter. Medizinisches Auskunftsbüro. Der jüdische Acr/tcverein in Jaffa eröffnet ein Büro, das sich zur Aufgäbe stellt, den cinwandcrndcn oder bereits in P.iläslina tätigen Acrzten und Medizinern mit Auskünften in ihrem Gebiete zu dienen Jüdische Welt-Chronik Nossigs Hilfscomite. Das ״Hilfscomitc für Palähtiua“ versendet einen Bericht, aus dem licrvorgeht, daß diese neueste Nossigsche Gründung bisher 130000 Mark zusammcngebracht hat. Es werden eine Reihe von Aufgaben genannt, deren Lösung sich das Komitee vorgenommen hat. Alle diese Aufgaben sind au und für sieh sehr wichtig, sie sind aber nicht von einem kleinen Komitee zu lösen, das, ohne Zusammenhang mit den großen, am Aufbau Palästinas arbeitenden Organisationcr, nichts leisten lind nur Zersplitterung der Kräfte u:ul Unklarheiten Hervorrufen kann. Wir machen noch einmal aufmerksam, daß das Komitee nichts mit unscrcm Hilfswerk für Palästina (Palästina• A 11 f b a u f o 11 d s) zu tun hat Vor den Wahlen in der Slowakei. In der Slowakei stellt man vor den Wahlen zum Parlament und zu den Kommunen. Es hat sich eine vom Volksverband gegründete ״Jüdische Partei“ gebildet, die die Interessen des uationalgcsinnten Judentums vertreten will und cs ablehnt, auch weiterhin als Vorspann, sei es für die Magyaren, sei es für die Slowaken, verwendet zu werden. Gegen diese stärkste Gruppe int slowakischen Judentum richtet sich eine kleine jüdische Grup|>c, größtenteils aus orthodoxen Juden bestehend, die aus opportunistischen Gründen gegen die Aufstellung eigener jüdischer Kauilidaten ist. In diesem Sinne ist ein Artikel zu verstellen, den der Präsident der Zentralkanzlei der orthodoxen Gemeinde in der Slowakei, Oberrahbiner Koloman W c b c r, in der ״P r e ß h ti r g e r Z e i t u ״ g“ ver• öücntjicht. Die der orthodoxen Zentrnlkair/lei iiahestehcnden Kreise führen mit allen Mitlein einen Kampf gegen den Zionismus und das nationale Judentum. Die Lage der Juden in Finnland. Einem Aufsatz des ״llaolau!“ entnehmen wir die folgenden Daten über die Juden in Finnland: Bis zum Jahre l<)IS gab es in I innlain! fast gar keine Juden. Die wenigen, die sich dort aiifhielten, waren ausnahmslos russische Untertauen, die alle Halbjahre zu erneuernde Aufenthaltsbewilligungeil der finniseheit Regierung hatten. Ihr Schicksal hing von dem Wohlwollen der Gouverneure ah, die ״ai'ii ihrem Gutdünken die Bewilligungen erteilten oder ganze Familien plötzlich des Landes verwiesen. Irgendwelche politischen oder Bürgerrechte haften die Juden damals nicht. Selbst auf dem Gebiete des Hauiliis, der einzigen Beschäftigung, der die Juden nachgehen durfte», waren ihre Rechte äußerst beschränkt. Die Freizügigkeit war ihnen nur in den drei Städten I k'lsiugiors, Abo und Wiborg ״egeben. Da jedoch im Sinne der schwedisch-norwegische» Gesetze Juden aus Rußland und anderen Ländern der Aufenthalt im Lahde verholen war, erreichte die Zahl der tolcricric» Juden niemals eine bedeutende Höbe. Die natürliche Folge 11:1• von war, daß unter den jn Finnland lebeudeu '*;־men jede soziale, politische oder wisscnsciiaftlict^:! Reoim1* fehlte. Heute zählt mau in Finnland ‘׳y,1ul tausend j ii d i s c 11 c S c e 1 e 11, darunter iiti!ranzen bloß zwei Aer/te, zwei Ingemeurc, einen Rechtsanwalt, einen Redakteur und einen Chcntike*־ a״ ״Gr Ho eh schule gibt es nicht mehr aJz w־ö i f jüdische Schüler tmil Schülerinnen. Das bemerkenswerteste ist, daß hier noch keine jüdische politische Vereinigung oder Organisation' besieht w׳ltj überhaupt kein j ü <1 i s e!1 es P ro I c * tariat vorhanden ist. In weiterer Folge dieses Zu- Standes gibt cs in Finnland vorläuft; auch keinen cigentliehen Antisemitismus, weder einen offiziellen, noch einen gesdlsehnfllicheii. Dieses Verhältnis hat sich auch durch Schaffung des Gesetz« über die Gleichb c re el! t i ״ u 11 g der Juden, durch weiches ein großer 1 eil der in Finnland ansässigen Juden zu fin1!״i1uWht־n Staatsbürgern erhoben wurde, in keiner Weise geiindert. Die fiimüiiulischen Juden könnten ungehindert zu einer Organisation ihres öffentlichen jüdisch-kulturellen Lehens schreiten. Dr. Salkind nach Amerika. Im Aufträge des Komitees der jüdischen Delegationen 1״r der Briedens, koiifcrenz hat sich am Fl. Januar der bekannte russischjudisihc I outiscr Dr. Salkind, der ehemalige Präsiticnt der jüdischen CjeiueiuJe von Petro׳vr1d und der Präsident des Zentralverbaudes der indischen GuheimUii Rußlands, nach Amerika begeben. Lr hat den Aultrag, die Verbindung, welche das Koniiiec der jüdischen De!.•’ gationcn mit der Vertretung des amerikanisch-jüdische״ Kongresses als einem Teil des Komitees in Paris formell und sachlich geknüpft hatte, zu festigen, den amenkanisdi-jttdiselien Kongreß über die jetzige Tätigkeit de• Komitees aufzuklären, sowie das amerikanische Juden• tum über die jetzige Situation des osteuropäischen Judentums zu informieren. Dr. Tobias Aschkenasc gestorben In Lemberg verschied nach kurzer schwerer Krankheit Rechtsanwalt Dr. I obias Aschkenasc, einer der wenigen Assimilanten, die als Menschen Idealisten waren und als Juden ihren Stolz noch nicht verloren haben. Dr. Aschkenase machte den P.ikt der polnisch-jüdischen Assiitiilation mit der Reaktion nicht mit und kehrte, bes >11ders nach den Leinherger Greueln im N'ovcmlter lülS, mit offenem Visier ins jüdische Lager zurück. Nadi 25 jährigem Glauben an Fortschritt und Völkervcrbriidemag erlebte er die neueste Phase der Zwangs,issimilati >.! und schrak zurück. Er wurde dadurch bis dahin angesehener Jurist, Kommunalpolitiker und Landtag»• abgeordneter — zum bestgehaßten Mann 1x4 den Polen taut bei denjenigen, die es sei 1 wollen. Er arbeitete im letzten Jahre unermüdlich für die Verteidigung der jüdischen Ehre und für die Wohlfahrt der jüdischen Bevölkerung Lembergs. Auf diesem Posten ist er ge• fallen. Die Leinberger Juden, die Aschkenasc immer achtelet! und in den letzten Zeitläuften liehen lernten, verlieren in ihm einen ihrer besten Söhne. Rabbiner Schnpiro geht nach London. W‘c wir erfahren, ist anstelle des nach Jaffa ubcrsieilcltcii Ribhiners Dr. K 11 k Oberrabhincr I),•. S e h .1 ין i r o - Ko w 11»»- nach London berufen worden. Schapir., ist Mitglied der politischen Kommission der Agudas Jisroöl. Die Jüdisch-Palästinensische Reise- und Transportgcselischaft, die bekanntlich im Juni v. J. gegründet wurde, hat bereits itt den wenigen Monate.1 ihres Be- Standes Lrs|!ricß!:cl1es geleistet. F'ür die \ieien Hun• derte palästinensischer Flüchtlinge und auch zahlreichen Emigranten, für die durch die Palästina-Aemter in der letzten Zeit die Einreise nach Palästina ermöglicht wurde und die nach Erez-Israel befördert wurden, war die Gesellschaft geradezu eine Notwendigkeit. Den meist vollkommen ortsfremden Volks״em>ss»\11 wäre die Reise ohne die Transjiorlgesellsehaft unmöglich oder nur mit großem Zeit- und Geldverlust und mir unter den größten Schwierigkeiten möglich gewesen. Die Passajpere wurden meistens in geschlossene» Tra11s|x»rteu, in separaten Waggons bis zur italienischen Grenze, beziehungsweise bis nach Triest Ficfördert, wo sie von Organen der Cie- Seilschaft erwartet wurden. Auf der Reise durch beigestellte Carabinieri beschützt, geleitet von gosellschaftliehen Transportbcgleitcrn, verliefen die Transporte trotz der gegenwärtig außerordentlich mißlichen Verhältnisse in größter Ordnung und erntete die Gesellschaft vielen Dank und aufrichtige Anerkennung seitens der Pass״- giere. Dank dem Uebercinkouinteii mit Sdiiffahrtsgcsellschäften, Eisenbahnen, Behörden, konnten die Reisenden mannigfache Vorteile, wie große Fahrbegünstiguugen, separate Waggons tiuJ. andere Annehmlichkeiten ge-!ließen. Die zahlreichen, bereits errichtete» Vcrtrctungen der Gesellschaft sieben im innigen Kontakt mit den Palästina-Aeiiitern. Die Gesellschaft, deren Haujitsiiz gegenwärtig in Wien II, Praterstr. <j, sieit befindet ist auf dem besten Wege ein großzügiges, nationales Werk zu schaffen. Vom jüdischen Leben in Japan Ein jüdischer Kaufmann aus Janati, der Yokohama Ende Oktober v. J. verlassen hat, gan dem Herausgeber der ״Jüdischen Preßzentrale Zürich‘■ folgende Einzel heilen über ilas Lehen der Juden in Japan: Vor mehreren Monaten bat sich zur Regelung des großen jüdischen Emigraliousstiomcs, ihr seil Beginn ilcs Bolschewistenregimes mnmteihrochsn aus Rußland via Japan nach Amerika fhi'.ct, in Tokio das Amene a 11 E m 1 g r n t i o n J c w i s h Relief Co in - »ult ec“ gebildet, das sich au• amerikanischen und einheimischen japanischen Juden .•iisanimcnsctzt. Zwomal wöchojithch passieren einige limulert jüdische Enn• grauten aus Wladiwostok kommend die Hauptstadt Japans, wo sie von dem genannten Komitee koscher verpflegt mul mit dein Nötigsten versehen werden. Bis zu ihrer Weiterreise nimmt sich das Komitee dieser Emigranten in jeder Hinsicht an. Unter den Durchreisenden befinden sich nicht nur Angehörige des russischeu Staates, sondern auch jüdische Kaufleuie aus Amerika, deren Existenz durch die Bolschcwiki-Hcrrschaft vollständig zerstört wurde und di jetzt mittellos nach Amerika zurüekkehreii. Die japanischen Juden gewähren ihren bedrängten jüdischen Brüdern reich iche materielle Hilfe und stehen ihnen, fa«is sic euu ncui Existenz in Japan gründen wollen, mit Rat und lat zur Seite. Allerdings sind die guten Zeiten lur die irischjüdische Geschäftswelt in Japan, seitdem der Handel in Rußland lahmgelegt ist, vorbei. Die wahrend des