Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 8 (30.1.1920)
- Date
- 1920-01-30
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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8 .זא j tJ E D ISCHE RUN DSC HA •J Seile 51 lur, »sthui tu, U1H I.IS len Sin Vir »ft h. iu Wh- «- NI NI ic «' ז! I« » ז; t. iv > n £ nn IWü wff V V 1. IG1 bereits über den Beschluß der des ״Waad liasinani“ berichtet. diese mußte jiuiii die Wir bähe״ letzten Sitzung wonach die Delegierten des palästinensischen Judentums für die zionistische P.'iliistinakoiiiiiiissioii / Wand liazirim“) durch allgemeine Waiden ge- «alilt «eitlen sollen. Bekanntlich hatte sich vor- |1er eine sehr erregte D.skiicstott abgcwi'ckelt ülier die Frage, oh ‘•er ״Wand liasinani“ das Recht hat,!)elegierten selbst zu wühlen; die Sitzung damals wegen der Widerstandes der ״Achdutb haawoda“ ab;;cl>roche11 und vertagt werden, lieber die darauffolgende .Sitzung, in welcher der ״heu erwähnte Hcschhtll gefaßt wurde, wöffontj liehen die jetzt hier .•ingelangteti nalnstiiiciisischeu Zeitun״eu ausführliche Herichte. Obwohl die Vcr- Jnmiluu״eu zum Teil überholt sind, weil vielfach a"u!' dieV'vnrslchemle Jahreskonferenz Bezug <;c• nominell wurde, die inzwischen abgesagt worden ist. halten wir doch den dramatisch bewerten Vorlaiil dieser, Sitzung für so interessant und wichtig 1uui /udem für so charakteristisch für die jiolitisehen Verhältnisse im palästinensischen Judentum, tlnd wir im folgenden eine Darstellung der 1kratiing auf (irittul des Berichtes, den Dr. Selterman in ״Ifanrez“ veröffentlicht,!,'eben. Obwohl der ״Wand hasmani“ nicht auigclöst wurde, scheint es doch, als ob die letzten Vorgänge seine Beisteil/ so sehr untergraben haben, das man vom Ende dieser Institution sprechen!sann. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Beschluß bezüglich der Wahlen nicht durchgefuhrt werden wird, beson» (irr•■ falls die l.eitung hei ihrem ablehnenden Standuikt behari t. Uebrigens ist ab/uwarten, wie sieh einzelnen Faktoren zu der durch die Absage der jahreskonferenz geschaffenen neuen Situation steilen wird. Man sielst daraus, welchen Schlag die Absage der Jahreskonferenz auch für die Konsohdimmg des palästinensischen Judentums bedeutet. Die Sitzung war die erste, die in Jerusalem abgchalten wurde. ״Achduth haawoda“ verlangte, daß eiie Sitzung lediglich als Fortsetzung der letzten Tagung .«»'gefallt wird, in welcher die Delegierten der Partei das Ultiuiatuin wegen der Wahlen ״«stellt haben. (Siehe ״Jüdische Rundschau“ Nr. 02 v. }.) Trotzdem wurde als erster Punkt der Konflikt auf die Tagesordnung gestellt, welcher /wischen einem Teil der Hauern der galiHjscbcn Kolonien einerseits und der Bank und der lea andererseits ausgebroelien ist. Auch diese Auge• legenheit verdient großes Interesse. 111 Untergnliliia be stehf ein Kolonie-Amt. ln jüngster Zeit wurde dort eine neue Partei unter dem Namen ״lla-ikar“ (Der l.andmann) gegründet, welche von den Anhängern des Amtes als reaktionär bezeichnet wird, während die Ver• w.dtung der lea sich auf die neue Partei stutzt. Zur Zeit der Aussaat wandten sieh die Kolonisten an die Bank um ein Darielm, und die Bank wollte ihnen dies gegen Solidarhaftung gewähren für eleu Fall, daß die lea ziiNtiiiimf. Die lea aber gab ihre Zustimmung nicht weil sie die Partei ״Ha-jkar“ unterstützt und die An-!länger des Kolonie-Amtes bekämpft. Der Parldefikou• flikt hat daher einen direkten Einfluß auf die Land arbeu mul die Finte bekommen, wodurch die Angelegenheit ein öffentliches Interesse erhält und daher vom ״Warul hasmani“ behandelt werden muß. Das Exekutiv- Komitee wurde beauftragt, die Sache zu untersuchen mul -0(1.11111 zu berichten. 1 Die Wahlen der Delegierten zum ״Waad liazirim“. Hierauf wurde in die Debatte über die Wahl der Delegierten zur Palästina-Kommission eingegangen. Del. Boruchow wollte die Frage der Berechtigung <le.s ״Wand liasinani“ zur Beliaiullung dieser Frage 110dltuals in ihrem ganzen Umfang grundsätzlich erörtert haben. 111 der lebhaften Diskussion beantragte Dr, Seh e r 111 a n 11!bürgerlich-demokratisch), die Waid durch allgemeine Waiden zu vollziehen und verwies insbesoude re auf den |K>litiseh erzieherischen Wert, den eine Von der Schande euerer Namen Von Awraham Schwad ron*). Entscheidet euch! Ich gestehe•. Ich bim leider nicht mit dem Sinn dafür begnadet, was ihr gemeiniglich das Unbedingte, las ״absolute Mall der Werte“ nennt. Mir ist jedes .,gut" nur gut für etwas mul ebenso jedes ״schlecht“ nur schlecht für etwas. Und das ist mir heute und; für den Zweck das Allerhöchste und morgen ist nur jenes das Allerhöchste für einen anderen ׳,weck. Wozu ich dieses (iestiimluis meines Mangels vorausschicke!׳ Damit ihr nicht allzusehr darüber lachet, wenn ich (in gewollter Beschränkung, in der Art des Propagandnstüs) sage; Den Juden fehlen, tun nach äußerer und schematischer Perspektive eine Nation zu sein, Fand, Sprache und - Namen. Ja, Namen als ein tiii׳ mich heute den anderen nationailen Attributen ‘neidiwertiges! Ist Land das l'umlniinent, worauf wir unser Leben hauen sollen, die Sprache, die Form, in der unser Lehen /um Ausdruck kommen soll — so möge sich in den Namen ein Begriff davon spiegeln, was wir «׳erden wollen. Jeder Ration ist eine große Anzahl von bestimmte« , 1.1TI1 /1‘‘,1!יי‘ ״!, die deren Träger als zu dieser Nation gehörig stempeln. Diese Namen sind beladen mit der solche davor, Wahl für den Jisclurw hätte. Er warnte jedoch die Wahl gesondert nach Klassen vomniehiiien, wodurch ein gefährlicher Präzedenzfall gescharten würde. Schließlich regte Bortiehow an, die Waiden überliaupt zu verschieben, mit Rücksicht., auf die Erklärung der Achduth haawoda und die bevorstehende Jahreskonferenz, welche eine Klärung der Frage bringen mußte. Die Delegation der ״Achduth haawoda“ leimte eine Verschiebung ab und deutete an, daß sie auch in diesem Fall aus dem ״Waad hasmani“ anstreten würde. Dies sei keine Drohung, aber die Beteiligung an der Palästina-Kommission pci für die Arbeiterpartei in dem Augenblick, wo man an praktische Arbeit herin/ugelien beginnt, eine prinzipielle Frage. Wenn der der Wallten zum festgesetzten Termin zu verhindern,, beantragen sie, daß sofort drei Delegierte interimistisch in die P a f ä s t i n a - K o m - mission entsandt werden. Nach sehr langen Debatten gelangten schließlich folgende Punkte zur Waad hasmani‘1 in ״v 1.. ■ diesem Augenblick versage so iahe er jede Daseinsberechtigung verloren. Er habe die Aufgabe gehabt, das palästinensische Judentum zu organisieren; die konstituierende Versammlung habe er nicht angerufen, und wenn er jetzt beschließt, auch die Wahlen der Delegierten zur Palästina-Kommission auf- ־zusehieben, dann beweist er, daß er seiner Aufgabe nicht gewachsen ist und mehr Schaden als Nutzen bringt, indem er den Jisclmw zur Passivität verurteilt. Diese Erklärung verfehlte ihre Wirkung nicht. Wiih* rend früher die Majorität f ü r die Verschiebung gewesen war, änderten jetzt viele Delegierte ihre Ansicht, um die. Existenz des ״Wand liasinani“ nicht zu gefährden und wollten sogar den Arbeitern zw« Mandate, das dritte Mandat den Bauern zugestehen. Der Vorsitzende unterbrach die Sitzung, damit die Parteien zur neuen Sachige Stellung nehmen körnten. Eine Kommission von acht• Mitgliedern kam zu dem Resultat, daß die heutige Tagung eine Zufallsmajorität besitzt, die insbesondere eine Vertretung der städtischen Interessen nicht zuläßt. Die Kommission sei zwar der Ansicht, daß eine Ver- Schiebung aus äußeren Gründen z. B. wegen der bevorstehenden Jahreskonferenz unzulässig sei, doch gäbe es auch innere Gründe, insbesondere habe beinahe ein Drittel der Mitglieder aus technischen Gründen, wegen der Zerstörung der Straßen, nicht kommen können; die Mitglieder aus den judiiischeu Kolonien hätten, vorher mitgeteilt, daß sie zu dem .״!־gesetzten Datum nicht teiluehmeii können und haben ihre Anschauung mitgeteilt, das sie Wahlen an/ Grund des allgemeinen, direkten, geheimen und gleiches Wahlrechts verlangen und sich an einer Bestimmung durch den ״Waad hasmani“ nicht beteiligen würden. Der Standpunkt der Leitung. " 111 dieser Situation trat eine neue Wendung ein. Während der Beratung der städtischen Gruppe erschien der Sekretär W e i 7. in a 11 n s und machte im Namen von W e l z 111 ä 11 n und U s s i s e 11 k i n die Mitteilung, d a ß die Delegierten des J i s c 11 u vv nicht i n d i e Pa 1 ä s t i 11 a - K o!11111;'s s io 11 e i n t r c t e n können, solange nicht auch die anderen M i t g 11 c der e i n g e t r o f f e n und die P a 1 ä s t i 11 a - K o mmission komplett ist. Diese Nachricht rief beim linken Flügel g rolle Erreguug hervor. Es wird der Argwohn geäußert, daß die Palästina-Kommission selbst die Beteiligung des Jisclmw au der Verwaltung nicht wolle und daß sie absichtlich die konstituierende Versammlung vereitelt hat. Wenn die Delegierten des Jisclmw nicht an der aktiven Arbeit teilnehmen können, solang« nicht die Zahl der Mitglieder der Palästina-Kommission komplett ist, daun möge — so sagte Aronowicz (״Hapoel- Haz.ür‘’) — auch U s s i s c 11 k 111 von seine m Posten entfeint «׳ e r tl e 11 und auch er soll warten, bis die anderen Mitglieder gekommen sind. Die Arbeiter- Parteien vertraten die Ansieht, daß diese Fragg gar nicht auf der Tagesordnung stehe, und ifian sich nur damit zu befassen hat, ob gewählt werden soll oder nicht. Wenn die Wahlen demokratisch ilureligefuhrt werden sollen, sind sie einverstanden und verlangen He- Stimmung des Wahltages. Da aber erfahrungsgemäß immer wieder Versuche gemacht werden, die Abhaltung Abstimmung: 1. Ob die Wahlen der Delegierten bis nach der J ah reskon fe rc n z a uf g e schoben werden sollen; wurde einstimmig ab gelehnt. 2. Ob die Wahlen der Delegierten in die Palästina־ Kommission .nach den Grundsätzen der Wahlordnung für die konstituierende Versammlung vor^enom men werden sollen; einstimmig angenommen. 3. Bis zum Ausgang der allgemeinen Wahlen wählt der ״Waad hasmani" drei provisorische Vert r c t c r in die Palästina-Kommission; dieser Antrag wurde, mit 12 gegen S Stimmen a n g e n o 111111 e ״. Der Antrag zwei Mandate den Arbeitern und eines den Bauern zu überlassen, wurde a b g c 1 e 1! 111. Es wurde' beschlossen, die Wahlen ganz frei zu gestalten. Die Arbeiter erklärten, wenn sie nicht zwei Delegierte erhalten, werde auch der eine nicht teilnehmen. Diescngoff gegen den ״Terror“. In der dritten Naclunittagssitzuug lief neuerlich'eine Nachricht der Palästina-Kommission ein, welche rät, mit den Wahlen zu warten. Dfcr linke Flügel beharrtc auf seinem Standpunkt, daß diese Mitteilungen nicht zur Kenntnis zu nehmen und an dem gefaßten Beschloß festzuhaltcn sei. Daraufhin gab Herr Diescngoff eine Erklärung ab, in welcher er g e g e 11 d e n T c r r o r der Arbeiter protestierte. Seine Gruppe sei immer unter den Kritikern der Palästina-Kommission gewesen. Er halte es aber für sinnlos, wegen der Wahlen der IX10 ־• gierten einen Konflikt mit der Palästina-Kommission heraufzubeschwören. Diese Erklärung rief stürmische Debatten hervor, in deren Verlauf die Vertreter der einzellten Parteien heftige Beschuldigungen gegeneinander schleuderten und jeder Partei die Schuld an der Aktious- Unfähigkeit des ״Waad hasmani“ /״geschoben wurde. Diese IX'battcn, in denen die ganze politische Situstion 1111 Lande erörtert wurde, gingen ins Uferlose und währten solange, bis die auf Wunsch der Versammlung herbeigerufeueit Leiter der Palästina-Kommission, Dr. Wcizmann und Ussi'schkin, in der Versammlung eintrafen. Die Reden VVeizmanns und Ussischkins. Auf Bitten U s s z's c h k i 11 s erhielt zunächst Dr. W e i z m a n 11 das Wort. Es ist nicht unsere Absicht, sagte er, die Wahlen zu stören. Wir walten aller die Palästina-Kommission zu einer Koalitionsiustanz ausgcstallen, an der die Delegierten aller Parteien des Jisclmw tcilnehincii. Wir haben von einem Ultimatum g••- hört und davon, daß Konflikte aus/ubrechen drohen, und wir sind gekommen, um diese zu verhüten. Wir brauchen jetzt Burgfrieden. Es gibt einen gewielitigen Grund für den Aufschub der Wahlen, den Ihr einsehen müßt. Die Palästina-Kommission hat bis jetzt ihre Arbeit noch nifht im vollen Umfang und entsprechend den tibertrageneu Vollmachten «ulgeiioinmoit. Ich reise jetzt ab, es bleiben die Herren Ussiscliki» und I >r. Eder, Dr. Eder reist etwa i!1 einer Woche nach England. Dr, Kuppin wird anfangs Januar kom- 1;1en und lierthold Feiwel nach der Jahreskonferenz. Wenn Ihr ausgerechnet jetzt zu wählen beschließt, dann zweifle ich, ob die Sache irgendwelche realen Resultäte halien wird. Es bestellt ein Beschluß, daß die Pa־ lästina-Konuiüssion ihre Arbeit erst dann beginnen kann, wenn ihre Mehrheit beisammen ist. Wir müssen noch hinzufügen: In wenigen Wochen findet die Jahreskonferenz statt, bei welcher die wichfigsten Fragen, die mit der Arbeit der Palästina-Konimission Zusammenhängen, besprochen werden sollen, leb habe der Pariei ״Aclulutli haawoda“ vorgeschlngc», sie möge au dieser Konferenz teilnehmen und trachten•, dort einen Einfluß im Sinne ihrer Anschauungen be/üglieh der Arbeit zu gewinnen. Schließlich ist das üan/e eine Frage von höchstens vier Wochen, und innerhalb *) Zu diesem Aufsalz, den uns der Autor zum Vorabdruck aus der demnächst im Verlage von M. Ilickl, Wien, erscheinenden gleichnamigen Schrift (Aus: Flugschriften des Wiener Arbeitskreises für hebräische Sprache und Kultur) zur Verfügung stellt, schreibt uns Dr. Schwadron: ״Es liegt mir sehr daran, daß über die Namenssache navhgedacltt wild. Ich lubc sdtoii eine Anzahl von Zuschriften erhalten, auch Anzeigen von Namensänderungen.“ ••- Wir hoffen, daß seine Worte auch unsere Leser zum Nachdenken anregen werden. Die Red. älteste» geschichtlichen und seelischen Tradition dieses Volkes und verknüpft mit den frühesten Wurzeln der nationalen Sprache. Bei uns aber, bei denen viele andere nationale Merkmale fehlen oder unvollständig sind, haben selbstredend die Namen eine noch gewiclir tigere Funktion. In den eigentümlichen anormalen Ver■ halvnissen, in denen wir unter den anderen Nationen leben, - Mohiiköriichcn oft in dem Raum zwischen den üroßkörnern der anderen — und besonders in Ansehung der Entselbstuug, ״Verscltwimlsuclit“, Anglci chiing und Nachäffung, der wir im letzten Jahrhundert oiler, im Osten, in den letzten Jahrzehnten verfallen sind -- das alles maclit den Namen oft zur Schiholctli, zum Aushängeschild. Ich habe fürs erste den Vornamen im A1׳go. Dieser ist im Gegensatz zum F'amilieunaineii ein (von den Elten!) freiwillig gewählter, bleibender, d. h. er ändert sich nicht durch Adoption oder, bei der Frau, durch Heirat und ci'sdiciiit mir immer als ein tief Persönliches, Intimes, UuabtrennUehes. Er ist demnach vielfach ein Programm, ein Wegweiser: das Kind, das Kurt oder Mathilde benannt wurde, erhielt damit den 'Bahnzettel: ״Nach Deutschtuml“; das Mieczyslaw oder Jadwiga geheißen wurde, w׳ard ans l\>!entum, der kleine Arpad und die kleine Bozsi ans Magyareuüuu gewiesen. So daß der Name ein Seheidend-Eutschcideudcs wurde, Ihr wisset, was ein Feldruf, was eine Parole ist: Ein Zeichen, ein Wort, bei dessen Nennung sich — kann man sagen — die bekannte Frage Josuas an de» unerkannten Engel klärt: ״Bist du unser oder der Feinde einer?“ Und ich frage: Habt ihr eurem Naanen nach euch nicht schon, wenn auch uuwilleritlkh, für unsere Feinde entschieden? Ist e.uclt, die ihr Ganzjuden, stolze und freie Träger und Erneuerer jüdischer Eigenart und E-gcnelire sein wollet, ist euch die Scham über eure Namen noch nie zum Bewußtsein gekommen? Die heutige chaotische Bunineckigkeit der israelitischen Namen ist das nach innen und außen markanteste, aufdringlichste Kennzeichen israelitischer Uniüdischkeit, israelitischen ״SkU-nicht-zu-crkennen-gehens‘, israelitischer Zerklüftung. Ihr aber, die jüdische Jugend, welche sich als Rebell gegen die Misere antijüdischer Israelit ik bekennt, wollt ihr nicht jenem Fekimezeicheu modervoller israelitischer Zerklüftung das leuchtende Bundes- Zeichen der Achduth, der jüdischen Einheit, die ihr doch zu verwirklichen strebet, entgegcnstellen? Die Einheitlichkeit der hebräischen Namen, die nicht nur sozusagen horizontal auf alle Linder und die gegenwartigen Juden aller Zungen sich beziehen, sondern auch vertikal die Generationen vieltausendj,übriger Vergangciiheit mit!leiten der weiten Zukunft verbinden soll? Entscheidet euch! Von morgen au gebe es bei euch) allen, in allen euren Zusammenkünften, Zirkeln, Gruppen, Kreisen, Bünden tisw., in aßen Anreden, t hiilk'ii, Ko11es|1omlcn,0׳n, Tagebüchern, Zuschriften und Berichten au Zeilschrist. 11 -überall also und ausnahmslos in allen Nennungen, Schreibungen, Verzeichnissen einer Namen, wo nicht gesetzlich oder dergleichen der unveränderte Matrikeliiaine geschrieben, genannt «erden muß (über die ovenhieße gesetzliche Aendmtng von Vornamen und Namen wäre ein andermal zu sprechen), gebe cs von jetzt an keinen Fritz und keine Trude, keine Anna, Uli, Jeanette,!Rosa, Gaby, Li/zi, Margot, Fantschi, Dora. Mizzi, Broni.i, Salcia, Mariska, Jadw iga, Nadja, Mi.'eua, keinen Rudolf, Willy, Charles, Erich, Sallv, Manfml, James, Erhard, Adolf, Moritz, Siegmtind, Milio, Bunio, Wladyslaw, Boluimii, Fedor, üyida, Aladnr, nur Rachel, mir Cnunah, Pitüimh Bnthschevvah, Thnmar, Dinali, Tliir/ab, Biihah, Esther, Schua. Naomi, Sdmlammith״ RannehJi, Scliaronah, nur Riiwen, Elischa!, Ainos, Awiliud, Jirjnjaliu, Jhonathan, Alumni, Amas.1, Am non, Elieser Awschalom, Achttnv, Jochnnan, Uriel, Awkdor, Elchamir» -• ihr braucht nur eine Bibel aufzuschlagen und euch daraus die schönsten N.uiieiisperleo au.s/uwählen. Entscheidet euch! Und es möge betont sein: Neben diesem not- Wendigen Wrllensakt unserer Entscheidung sind mir die verschiedenen mehr? oder weniger wichtigen Ersondern nur jaakow, Thimnnb, Riwkah, Raanauah, Mirjam, Athaljalr, Awischag,