Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 7 (27.1.1920)
- Date
- 1920-01-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 45 Nr. 7 ו ן j!־. o 1•n 11 מ u n n 11 a c 1-t 1 u .־ % f i Deutschland!! Der Icntruinsp&rtcitcg gegen den Antisemitismus Auf dem Zenümuspaitcitag hat der Lhiivcrsitäts• Professor Dr. Schreib er folgendes tmier Beifall der Taopii״ über den Antisimitismus ausgeführt: , |>ic Politik des Zentrums gegenüber den Israeliten |,,1t ״ieht bloß ihre Grundsätze, sondern and! ihre gc• schichdiehe Grundlagen. Die Partei hat stets in der Cieschichte die t ״•t.ihrlk'likeit der antisemitischen ISeweeun״ gekannt. Witidtho«st hat die antisemitische Daltung von St<icckcr, Ahlwardt und deren Epigonen niclu miigeniacht. Fr wollte keine Ausnahmegesetze für die Juden, weil er genau wußte, wie schwer die Kalliolikcn seihst an den Ausnahmegesetzen des Kulturkarnpfes zu tragen hatten. Die Katholiken haben am eigenen Leihe erfahren, was Dnparitai und Zurücksetzung in Bcamtenstclhingcn mul im öffentlichen Leben bedeutet«!. Was die Katho-! liken nicht wollen, das ihnen selbst geschieht, dürfen sie den Jaden nicht zumuten. Als Wiadtborst seinerzeit für die Rabbiner in niilitärreclit'.ichen Fragen ein-!rat, brachte der ״Kladderadatsch“ höhnend ein IJikl, wie ein jüdischer Posten vor ihm das Gewehr priisentierte. Wuulthnrst war stolz, auf diese Zeichnung. I;s lag ein tief symbolischer Sinn darin, daß man Minoiit.ilskonft'ssioncu nicht vergewaltigen wollte. Fbcnso hat der verstorbene Abg. Gröber für das Judentum inehr als einmal sich eingesetzt. Weiterhin hat die Zcntrumsfraktiou des Preußischen Abg eurdnetenluiuscs mit allem Nachdruck beim Volksschuhmterhaluingsgesetz den berechtigten Forderungen des Judentums Rechnung getragen: das ist auch e:u Ehrentitel für die Partei, und weiter: ln Köln haben sielt?wischen dem gläubigen Judentum lind der Kö!• niselii-11 Zeatrumspartei stets freundliche Beziehungen ergeben. Ich verweise nur auf die ausgezeichnete Rede dr* Rabbiners Dr, Seheltclowitz in einer großen ZentmmsversammUinii dieses Winters, in der die Kalliolikcn und gläubigen Israeliten gleichzeitig sich gegen jene Vergewaltigung wandten, die ihnen vorn Ministerium Adolf Hoffmann drohte. Audi deshalb müssen wir den Antisemitismus bekämpfen, weil er sieh politisch als unfruchtbar erwiesen )tat. Die großen Julienhetzen, die in den 90er Jahren und später in der deutschen Parteigeschichtc cinsetzten, haben sich als politisch geradezu zerrüttend herausgestellt. Wir haben trotz allen Lännens praktisch keine Ausnahmegesetze gegen die Juden zustande gebracht. Dieses Gesetz, wäre im übrigen auch intolerant und tinpafitätisch gewesen. Fs wäre, rein juristisch gesprochen, auch praktisch' unmöglich gewesen, es atiszttführcn, weil cs tatsächlich nicht angängig ist, /.wischen gläubigen Juden und Reformjuden zu unterscheiden, ebenso zwischen Israeliten, die zum Christentmn übergclrelen sind und zwischen Rassejuden. Die antisemitische Bewegung hat in der deutschen Sozialreformpartei und in der deutschen Rcfornipartci Gebilde geschaffen, die nicht leben und nicht sterben konnten. Ich fasse zusammen: Die antisemitische Bewegung ist im Grunde genommen christentumsfcmdlich. Sie ist politisch unfruchtbar und überaus gefährlich. Deshalb ist von unserer Presse, die es mit dein Christentum und mit der Zentrumspolitik ernst nimmt, zu erwarten, daß «ie sieh nicht in den Bahnen des Anti- *cmitismns verliert. Wir haben in dieser Hinsicht in letzter Zeit vercki/elt Erscheinungen zu beklagen, die zum Glück nicht (be Regel sind, de aber doch allen ein/ehu־׳! Frschei- | niingen Itco.iuciUeli sgl! ״״!passe׳.:, | , gilt für d׳esc 1 i'.r.UiY < ine Nachj'.riiltui;;11: ׳:cs Standpunktes im Si nn•! des Zuünimsgruiidsntzcs, der die Wahrheit hetont und dabei christliche Wahrheiten nicht erschüttert wissen will, im Sinne jener Freiheit, die sich gegen Ausiialnncgesetze wendet, im Sinne des Rechts, das auch das Recht der Minoritälskonfession schützt. Wer Antisentit ist, besorgt die Geschäfte der Deutschnationaleii, und daß Anhänger der Zentrumspartei die Geschäfte eines politischen Gegners besorgen, das darf nie und nimmer geschehen!“ (Lebhafter Beifall hn ganzen Haus.) Aus den Vorstandssiizungen der Berliner Gemeinde Dem ״Verein für Arbeitsnachweis" (gegründet von den N. O. B. B,-Logen) wurde eine Jahres- Subvention von 6000 M, bewilligt (Nit. 8 des Gemeindeblatts vom 8. August 1919), Das Jüdische Arbeitsamt erhielt auf seinen! ausführlich schriftlich und mündlich begründeten Subventionsautrag vom 10. Juni folgende Antwort vom 31. Dezember(!!): Vorstand d. jiid. Gemeinde Berlin, 31. Dez. 1010. Tgb. Nr. 4218/19 V b. Ihr Gesuch vorn 10. Juni d$. Js, um Subvciitioiiicmng bedauern wir zurzeit ablchncn zu müssen. gez1. Stern. A11 das Jüd. Arbeitsamt Monbijpoiilatz 1. Wann finden 11 i c Neuwahlen statt?? Für Ausschluß,deutscher Juden von der Universiüit• Die ״Deutsche Zeitung" vom 21, Januar veröffentlicht die Zuschrift eines Vertreters der deutscheu Studcndcnscliaft, der, obwohl ohne Zweifel Antisemit, sielt gegen die Tendenz der Studentenausschüsse an einigen Universitäten wendet, deutsche Juden aus den Ausschüssen der deutschen Studentenschaft auszur schließen. Für den Aufsatz, ist charakteristisch, daß er gegen diese Tendenz nur rein technische Gesichtspunkte aiiführt, nändieh, daß die Feststellung, wer Jude ist, doch nur vom Hasseiist a 11 d p unkt aus entschieden werden könne und mau getaufte Juden nicht ausschließen könne, und daß die Organisation der deutschen Studentenschaff auf alle Kräfte angewiesen sei. Dieser Aufsatz wird von der ״Deutschen Zeitung" mit der Bemerkung eiligeleitet, daß sie sich mit den Ausführungen des Verfassers nicht einverstanden erklären könne, ln den Kreisen der ״Deutschen Zeittmg" ist man also offenbar schon bis zu der Forderung gekommen, den deutschen Juden die Gleichberechtigung zu versagen. Uns kann dieser Fall nur von neuem )ehren, daß auch vom rein egoistischen Standpunkt des deutsehen Assimilanten aus betrachtet, der Kampf für die Rechte der Ostjuden gleichzeitig ein Kampf für die deutschen Juden bedeutet. Haben sich die Antisemiten erst daran gewöhnt, den östlichen Juden als vogclfrci behandeln zu dürfen, so werden sic sofort versuchen, den deutschen Juden gegenüber ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Wir hoffen, daß der energische Kampf, den heute die nationaljüdische Studentenschaft für die Rechte des Judentums an der Universität, des ausländischen wie des inländischen führt, nicht vergeblich sein wird. Keine jüdischen Studenten nach der Schweiz 1 Wir erhallen eine Zuschrift von Dr. Krauthammer, die im Aufträge der Vorstände des jüdisch-akademischen Unterstützungsvereins und des akademischen Zionisten- Vereins ״Hechawer" Bern an uns gerichtet wurde. Es wird in dieser Zuschrift d r i n g c 11 d 11 avor gcwarnt, daß unter den heutigen V a 1 u t a Verhältnissen jüdische Studenten aus Osteuropa nach der Schweiz gehe 11. Die Möglichkeit, sich in der Schweiz etwa durch Stuudenge.ben seinen Unterhalt zu verdienen, ist nicht vorhanden. Hamburger Judenstatistik 1)01,1 V 1• 1 :■ c r t veröffentlicht in der Zeitschrift Sur Demographie und Statistik der Juden einen intor- «ssanten statistischen Aufsatz über die jüdische Bevölkmm!; in Hamburg. Die Lektüre kann jedem empfohlen werden, der die Entwicklung des deutschen Juileiitmus in den letzten Jahrzehnten am Beispiel einer Groligcuieinde erläutert scheu möchte. Es ist iuter- ('s.iiil, daß in der Zeit von 1871 bis 1910 zwar die Zahl der Hamburger Juden von 13 796 auf 18 932 gi '-liegen ist, daß aber der Prozentsatz der jüd '(׳hen Bevölkerung in dieser Zeit ständig abgenom men hat, näinlicli von 4,1 ״v> int Jahre 1871 auf 1,9", int Jalue 19U). ln der gesamten Hamburger Bcvölk! ru״g ist die Zahl der Frauen stets größer gewesen, a die der Männer. Bei den Juden war dieses Ucbcrwiege de! weiblichen Elementen anfangs so gut wie gar nid vorhanden (1871 kamen auf KM) Juden 101 Jüdinnen) 11 1 de Jahre hat sidt dieses Verhältnis hei den Jude *tarker entwickelt, während es bei den Nichtjuden kx>1 ei''1*י5' ׳*'*"’ bemerkenswert sind auch die statist "!יי1י W-denalnm über die A 11 e r 8 v e r te f I u n g b virti1 t- 111111 »h'htjüdisdieu Bevölkerung. Hier zei! **1-,,״ ”0יft beobachtete verhältnismäßig grol: uichtiLikri'tr ,9reisc uncl O reis innen im Vergleich 7.1 befinden Bevölkerung. In der Gesamtbcvölkerun Frauen üw'sn ז.9״ UVl> Personen 0,1 Mann und 0 0 0י NirbT״?? l)ei den Juden sind es 0,3 1111 der M , i 11!rW‘il״'Vblcibe,1 1׳'י־' starke Zuiiahn bfs 1800 ־'•'ן׳1ל V0" 1311 in den Jahren 185 d T1״ *?• dcn Jal1re" 1906 M* 1910 gestieg( 281 nd a׳tfU C nSrn™ 1885/90 bis 1905/10 vc neueste^ ÄlrS..״״?Hem werden wohl durch cl teueste Entwicklung stark ubenrolfei! sein Dies ro R,J3£ Beobachtungen aus dem reichen Mater; In K i 5 c 11111 c vv acbuiiit Mit kur/Mn Morgen". der Hauptstadt Bessarablens, er- •in* jWiselie Tagwzeiümg, ״Der Das Wanderlied der Kameraden Wir erhalten vom Jüdischen Sportverein ״Die Kanteraden“ in Berlin folgendes Schreiben: ״Von Ihrem Artikel über das Wanderlied der ״Karneraden" im Feuilleton Ihrer .geschätzten Zeitung vom 13. Januar haben wir Kenntnis genommen. Namens der fünf Berliner Kaineradenvercine erlauben wir uns, darauf hinzuweisen, daß das von Ihnen int Auszuge veröffentlichte Lied keineswegs ״Kaineradenlicd" ist und bisher auch nirgends gesungen wurde. Ein Herr, der nicht einmal Mitglied der Kameraden ist, hat diese geschmucklosen Verse in wenigen Durchschlagen einigen Mitgliedern übermittelt. Wir erwarten von Ihrer .Loyalität, daß Sie diese Zeilen veröffentlichen werden." Wir nehmen von dieser Erklärung gern Kcmitnis. Literarische Mitteilungen Morlali. Das soeben eisdtieiicuc Januarheft der bc* kannten jüdischen Monatsschrift in polnischer Sprache ״Mortah" enthalt folgende Aufsätze: Abg. A. Hartglas: Unsere Sendung; Dr. Ignaz Schwarzbart: Das Rätsel unserer Zukunft; Abg. S. Hirszhorn: Die Juden in Polen zur Zeit des Warschauer Herzogtums (5807—1813); A c 11 ad 11־ a a m: Die lierracliaft des Ver- Standes (Majmonides). übertrugen von Dr. J. Frenkel; Matthias Mieses: Die Personifikation der Natur im Talmud und Midrasch; Jccbiel H a 1 p e r n: Grundlagen der ^!eire-zionistischen Bewegung; Uri Nisan Gnesin: Othello der Händler (aus dem Hebräischen). Rundschau: W. B.: Assimilation und Antisemitismus; L)r. Z. Eilenbe<fg: Angesichts der zukünftigen jüdischen Einig ra* tion; Dr. J. F.: Aus der palästinensischen pädagogischen Literatur. Bibliographie: Dr. 1. Schwarzbart: Uebcr die Broschüre Holdnctm-PreuB: Theoretische Grundlagen des Zionismus. Preis des Heftes 4,50 Kr. Verlag ״Moriah", Krakau, Stradom 15. Palästina Konferenz der jüdischen Lehrer ln. 1’e״ Chamikahtageu trat kl Jaffa eine Konferenz der jüdischen Lehrer Palästinas zusammen. Es er• schie.i25!!•״ Delegierte (je 20 Lehrer schickten eine«! Ddegierten). Auf der Tagesordnung standen folgende An- ״clegeiiheiteu: die oberste Schulleitung (Referent: Dr. Marsclmk), die literarische Tätigkeit der Lehrerorgauisatiou (Referent: Jakob Fiehman), über hebräische Kurse für Ein Wanderer (Referent: izebak Epstein) und über die materielle Lage der Lehrer. Es wurde unter anderem beschlossen, den ״H a c h i n!1 c h“, die gediegene pädagogische Zeitschrift, die während des Krieges eingegangen ist, als Zweiwochenschrift zu erneuern. Lehrbücher sollen von mm a!1 durch einen Sonderaussclutll bei der Zentrale geprüft werden. Eine außerordentliche Konferenz soll demnächst ckiberufen werden, um die H e b r a i s 1 e r u n g der Einwanderer vermittelst Abendkurse, Lesetuid Lehrbücher planmäßig in die Wege zu leiten. Die Zentrale der Lehrerorganisation ist beauftragt worden, au die zionistische Beliörde mit einer Denkschrift heranzutreten, iu der die Lage der Schalen und der Lehrer geschildert und in der verlangt werden soll, daß die Schulen und die Lehrmittel, sowie die Wirtschaftslage der Lehrkräfte gebessert werden, lieber die Leitung des Schulwesens nahm die Konferenz den Vorschlag Ussisehkkts an: die Leitung besteht aus drei Vertretern der Lehrer, drei Vertretern der zionistischen Organisation und drei Vertretern des Jischuws. Als Vertreter der Lehrer wurden gewählt: David Je lli 11, Dr. Mos sin־ sohn und Dr. Biram. Die Forderung der Mis• rachisten, daß von jeder Wahlkörperschaft je ela Misraehist gewählt werden soll, wurde a b ge I e h 111, da die Wahlen überhaupt nicht nach Parteizugehörigkeit vorgenommen werden. Die Konferenz nahm ferner folgende Resolution an: ״Die Lehrerkonferenz erhebt entschiedenen Protest gegen die Einrichtung zweier Schulbehörden, hat aber nichts dagegen, daß die Orlhodoxen von sich aus einen Aufsichtsrat wälileti, der die inneren Angelegenheiten der orthodoxen Schulen regelt. In bezug auf Budget, Hygiene, Hebräisch als Unterrichtssprache und ein Minimum weltlichen Wissens unterstehen auch die orthodoxen Schulen der Oberaufsicht unt'. der Zuständigkeit des Wand hachinuch." In die Zentrale der Lehrcrorganisation wurden gc* wählt: Dr. ßogratschoff, Dr. Mossinsohn, Jechieli, So f ermann, Swcrdloff, Urla Feld mann und Frau Brenner. Pal ast i nach 10־ n i k Einer Betrachtung über landwirtschaftliche Probleme von Dr. M. Sagorodski, die in ״Haarez" erschien, entnehmen wir, daß in Palästina großer Mangel an tierärztlicher Hilfe besteht, was die Ursache der schrecklichen Tierseuchen und besonders der Gefiügclseuche ist. Dieser Zustand bringe die außerordentliche Verteuerung der Eier und der Milch mit sielt. Milch kostet pro Liter 2 Fr. Sagorodski weist darauf hin, daß es iu ganz Palästina nur zwei Tierärzte gebe und bemerkt, naß zwar viele Acrzte nach Palästina kommen, daß sich unter Minen jedoch keil Veterinär befinde, obgleich Tierärzte ia Palästina eine aussichtsreiche Existenz finden könnten. Infolge der vermehrten Gründung von Zeitungen und Wochenschriften inacht sich in Palästina ein großer M a n g e I a 11 S e t z e r!1 fühlbar. Religiöses Landgericht. Nach lang* wicrigcn Besprechungen unter den Rabbinern der zahlreichen Gemeinden Jerusalems, ist muunclir beschlossen worden, ein oberes religiöses Landgericht für Palästina unter dem Vorsitz des Rabb. t<uk zu schaffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das gegenseit •ege Verhältnis des neuen Rabbincrgciiclits und der beliebten Friedens״ crichtc in der Praxis gestalten wird. ■ In einer Sitzung des Vereins jüdischer Acrzte in Jerusalem wurde beschlossen: ״In der Einsicht, daß es vonnöten ist, alle Arbeiten im Lande unter eine oberste Leitung zu stellen, fordern die Acrzte Palästinas, die medizinische Expedition der amerikanischen Zionisten ״Hadassa" der Palästinakommissjou zu unterstellen." Unter diesen Beschluß sollen die Unter- Schriften sämtlicher jüdischen Aerztc Palästinas gesammelt und veröffentlicht werden. —• Unsere Leser werden sich wohl noch des von uns im Auszug zitierten Artikels des ״Hapoel-Harair“ erinnern, der in der Hadass.i-Episode den gleichen Standpunkt vertrat. Jthliich-PnllUt. RcUo- und Trnnaportijeicllicliaf( m. I). II. Wir erhalten folgende Zuschrift: Nach entsprechenden langwierigen Vorarbeiten ist e» jetzt der Jüdisch - P aläs t. Rcisc-und Trans- Portgesellschaft nt. h. H. in Wien gelungen( neben verschiedenen anderen and» in Palästina zwei Zweigstellen zu errichten. Am 25. Januar wurde durch Herrn Heinrich Stobinski die Zweigstelle in Haifa eröffnet, während ungefähr zur selben Zeit Herr Dr. S t c i n die Leitung des Büros in Jaffa übernommen hat. Es ist dies der Anfang zur Schaffung der für die gesamte jüdische Einwanderung nach Palästina wichtigen und oft geforderten Immigrationsämtcr. Für Deutschland besteht bereits seit längerer Zeit eine Zweigstelle unter Leitung des Herrn Paul P. Lindenberg, Berlin SW. 61, Blücherstr. 23, wohin alle, den technischen Teil der Uebersiedlung betreffenden Anfragen zu richten sind.