Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 5 (20.1.1920)
- Date
- 1920-01-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 30 3UEDISEHß RUNDSCHAU Kr. צ gab Staatssekretär El der sc 11 bemerkenswerte Auf- Schlüsse iilxir die Fliichtliiigsfragc. Wählend die Antisemiten von ״liuudcrttausenden örtlichen Parasiten“ sprachen, stellt jetzt fest, daß in Wien kaum 24 000 Kriegs- und Pog ro in f lii eh 11 i 11 ge wohnen. Trotzdem kündigte Herr Eldcrsch, der sozialdemokratisehe Staatssekretär, offenherzig an, daß man entgegen der Zusicherung nur die ״unproduktiven Eiemente“ abzuschieben, au c 11 die in ein e m Berufe Stellenden werde aus weise ה müssen, wenn dies zur Steuerung der Arbeitslosigkeit werde notwendig sein. Ein ״Merks!“ für die bewußijiidischen Sozialdemokrateu und Kommunisten, welche die jüdischen Arbeiter für gesichert wähnten und alle andern Flüchtlinge preisgaben . . . Uebrigcns ist diese Scharfmachern bloß ein Beschwichtigiuigs/uckerl für die Christlichsozialen, da ja die Ausweisungen wegen ״höherer Gewalt“ nicht durchführbar sind. Der .Bedeutung Wiens als jüdisches Zentrum entspricht auch die Tätigkeit des Klubs der jüdisehen Mandatare, der jetzt gemeinsam mit dein Zionistischen!.andeskomitee fallweise Beratungen über die schwebenden politischen und wirtschaftlichen Pro- Memo pflegt. Neben «lein iiationnljüdischen Mitgliedc der Nationalversammlung, den drei Oemeinderätcu und acht Bezirksräten sind jetzt nach dem Proporz unsere Vcrtreter in den Armen rat, O r t s sch t! Ir a t und die Frauenarbeitskomitees gewählt worden. Es erübrigt sich, dar/ulegcn, welchen Wert cs hat, daß beispiclswcise im Judcubc/irkc (Leopoldstadt) jetzt 21 jü- «I i s c 1111 a t i o 11 a I e Arm c 11 r ä t c wirken, zumal ihnen zur Amtshandlung die jüdischen Elendgasscn überantwertet wurden. Sic haben sich mitf den vier jüdischnationalen Ortsschulriitcu der Lcopoldstadt zu einer Körperschaft zusamiiieiigcsdtlosseii, um im stän- «liget» Kontakt zu bleiben und Gedeihliches zu leisten. Wir sind ebenso wie die Zunäehstbeteiligteii weit davon entfernt, die Bedeutung des jüngsten sportlichen Ereignisses zu überschätzen, obwohl der letzte Sportkämpf, den ״Hak סי ah“ austmg, die sachkundige Jmlenheit aller Großstädte Europas in Spannung hielt (auch aus Paris kam ein Erimuigungstelegramm). Aber daß es einer jüdischen Sportvereinigung in unglaublich kurzen Jahren trotz schwerster Hindernisse gelungen ist, den Weg zur sportlichen Meisterschaft zurückzulegen, 1 «laß diese Jiigendgemeiiischaft vor einem Publikum von 15 000 leidenschaftlichen Zusehern das Bild straffster Selbstzucht hot, ist doch mehr, als der Beweis für die Möglichkeit körperlicher Ertüchtigung unserer Jugend. Und es muß doch auch au dieser Stadt liegen!, in tler sieh östliches und westliches Judentum kreuzt, diesem ״Tor des Ostens“, in dem neben den traurigsten Anzeichen jüdischer Entartung und trostlosen Epigonentun« soviel jüdische Treue und Lebenskraft und Begcistcrungsfähigkcit und wertvollste Eigenart sich aufreckt und gebunden sein will und veredelt. Möge man in den andern Ländern der Verstreuung die wachsende Kraft dieses jüdischen Zentrums und seine ungemeine Wichtigkeit für das Palästinawerk, die nationale Arbeit in Europa und für die so ersehnte Verständigung von Volk zu Volk nicht verkennen. Der Ausbau der nationale(! Autonomie in Litauen (Eigener Dralitbcricht.) Kowno, 17. Januar. (Tel. d. ״J, R.“) Die litauische Regierung verkündete ein Gesetz, das die jüdischen Gemeinden als öffentlich rechtliche Institution anerkennt und sie mit dem Recht auf Zwangsbesteucrung ausstattet. 1 ״Raus mit dem Juden Itzlg“ Antisemitismus in der U. S. P.! Einem Bericht des ״Vorwärts“ zufolge sollte der Mchrheitssozialist H e i I m a n n in Lichtenberg in einer Versammlung über ״Demokratie oder Räterepublik“ sprechen. Er konnte jedoch nicht zu Wort kommen, weil die anwesenden Unabhängigen durch Schreien und Singen das Abhalteu der Versammlung uirmöglich machten. Für uns ist an dieser Sache intercssant, daß man Hcihnann durch den Huf ״Raus mit dem J u d e n 11 z i g“ zum Verlassen des Saales zwingen wollte. Der Antisemitismus bleibt das verbindende Moment aller deutschen Parteien! Dieselben Unabhängigen, die als Partei des jüdischen Umsturzes verrufen sind, bekämpfen jüdische Gegner der anderen Parteien mit denselben üblen antisemitisclien Pöbelcicn. Eine neue hebräische Zeitschrift. Soeben erhalten wir «Hs erste Heft der neuen in Wien erscheinenden hebräischen Monatsschrift der Wiener Ortsgruppe des Hapoel-Hazair. Die Zeitschrift führt den Titel ״Haa wo da“. Das Heft hat folgenden Inhalt: 1. An die l.cscr! 2. M. I. Leder: Messianismus oder nationales Schaffen? 3. Saeo l.m: Zur Konferenz des Hapoel-Hazair und Zcire-Zion in Basel. 4. I>r. Cltaitn Tartakower: Adolf Stand. 5. Meier Hcnisch: Briefe an die Heimat I. 6. R. Ehrlich: Mein Lebenswände! (Erzählung). 7. Mcnachem Frostig: Gedicht. S. Zentralkomitee des Hapoel-Hazair in Palästina: Ein Brief an den ״Hapoel-Hazair“ 'in Wien. 9. A. Tr.: Des• Wiener Hecnahiz. 10. De Arbeit des Hapoel-Hazair in Wien. — Die Redaktion und Administration befindet sich in Wien־ II, Pratcrstr. 0/4. : l\■!•: -. Ein Jahr ״Wiener Morgenzeitung“ Am 10. Januar beging die ״Wiener Morgciizeituug“ den ersten Jahrestag ihres Bestandes. Nach der Rcvolution, als die Woge der nationalen Bcwcgu«׳׳ in Oesterreich immer höher stieg, faßte die zionistische Landeszentrale den Plan, eine Tageszeitung zu gründen, welche die politischen Interessen «ier Juden und die zionistischen Ideen vertreten sollte. Ohne weiteres ist klar, welche ungeheuren Schwierigkeiten sieh einem solchen Unternehmen entgegcnstclla» mußten. Gerade in der ,Zeit «ler Auflösung und der größten wirtschaftlichen Krise, wo selbsc die grollen, langt• bestehenden Tageszeitungen in der schwierigsten }Sittaation waren, konnte damit gerechnet werden, daß eine Neugnmduug außerordentliehe Mittel erfordern wird. Trotzdem haben unsere Wiener Freunde verstanden, daß mau sich nicht darauf entlassen «larf, erst umfangreiche Vorarbeiten zu machen und ängstlich auf materielle Fundierung bedacht zu sein, sondern daß mtr eine schnelle und entschlossene Tat die erhoffte Wirkung haben kann. So wurde nach einigen grundlegenden Vorarbeiten am 10. Januar 1010 die ers'e Nummer der ״Wiener Morgciizeituug“ herausgebracht. Die Zeitung wollte, wie es in dem einleitenden Artikel Strickers hieß, ein ״Jndenhlatt“ im anderen Sinne als die von den Antisemiten so genannte Judenpiesse sein. Sie wollte den Namen ״Judcnblatt" zu einem Ehrennamen machen, und heute müssen wir auf das erste Jahr ziwückbJickcnd, anerkennen, daß die Hoffnungen, die auf das Blatt gesetzt wurden, nicht enttäuscht worden sind. Es ist die erste z. ion i s t i s c 11 e Tageszeitung in deutscher Sprache, in der Zeit des sich überstürzenden Gesclichcns bot sie die einzige Möglichkeit, die jüdische Welt ausreichend über alle Vorgänge zu informieren und auch die jüdischen politischen, wirtschaftlichen, kultiuellen und geistigen Probleme eingehend darzustcllen imd zu besprechen. Insbesondere ist die Zeitung für eine selbstbewußte nationale Politik der Juden in Oesterreich eiiigetreten, sie hat zum erstenmal einen würdevollen Kampf gegen den Antisemitismus ermöglicht, «ler auf die Judenschaft ebenso wie auf die Gegner Eindruck machte. So hat die Zeitung nicht nur eine aufklürcude, sondern auch eine politische Aufgabe erfüllt. Gleich der erste. Monat brachte die große Wahlkampagne zur österreichischen Nationalversammlung. Wenn die jüdisch-nationale Wahlbcwcgimg den außerordentlichen Erfolg gehabt hat, daß z1«“׳ erstenmal in einer westlichen Stadt ein Zionist ins Parlament gewählt wurde, so ist dies zum guten Teil ein Verdienst der neugegrüiuletcn Zeitung gewesen Audi in «ler folgenden Zeit hatte das Jilatt oft Gelegenheit, energisch für die Rechte der ,Juden cin/iitreten. Insbesondere bei der großen antisemitischen Hetze gegen die jüdischen Flüchtlinge^ hat die Zeitung die Möglichkeit geboten, die Ocffcnllichkeit des In- und Auslandes zu informieren, um gegen die ungerechte lind ungesetzliche Behandlung der Ostjmlcn auf/mreten. Die ״Wiener Morgen/citting" ist im öffentlichen Lehen ein politischer Maclitfaktör geworden, der das Ansehen «ler jüdisch-nationalen Partei gewaltig gestärkt hat. Aber nicht nur in der Behandlung der Judeufrage, sondern auch in ihrer Stellung zu den anderen Problemen des öffentlichen Lebens hat die ״Wiener Morgcnzcitnng“ bewiesen, daß die nationaljüdische Idee die einzige, Grünlinge eines Zusammenarbeitens von Juden und Nichtjiiden sein kann. Taktvolle Zurückhaltung bei Behandlung interner Fragen anderer Völker, unbedingtes Eintreten für Vö'.kerversöhnung, für Abbau des Völkerhasse«, Kampf gegen Militarismus, Gewalttätigkeit und Unterdrückung jeder Art, Forderung einer wirklichen ehrlichen Selbstbestimmung der Völker, - von diesen Momenten war die Stellung des Blattes bedingt, wobei die Weite des Gesichtskreises und die großen Gesichtspunkte der Betrachtung sich wohltuend von dem beschränkten und kleinliche« Niveau «ler kapitalistischen Wiener Presse abhebt. Es ist zu hoffen, daß das gelungene Unternehmen in Zukunft noch ausgebaut werden kann und daß die erfolgreiche Ucberwindung der ersten Schwierigkeiten die __ Zeitung, deren Bedcutung für den zionistischen Gedanken außerordentlieh hoch einzuschätzen, ist, zu energischer Weiterfiilmmg in der begonnenen Richtung ermutigt. Dies wünschen wir der Zeitung zu ihrem ersten Geburtstag und beglückwünschen unsere Wiener Freunde zu ihrer erfolgreichen Tat. Dr. Markus ßr&ude 50 Jahre alt Einer «kr bekanntesten zionistischen Führer und Arbeiter des Ostens, ür. Markus llraude, Mitglied des Großen Actions-Coniitds, ,vollendete am I. Januar seinen 50. Geburtstag. Dr. ,Brande gehört zur ältesten zionistischen Garde. Lange Zeit Rabbiner in Lemberg, hat Dr. Braudc, tler über hervorragende organisatorische Fähigkeiten verfügt, der zionistischen .Sache zunächst in Galizien geilient. Seit mehreren Jahren ist Dr. Braudc Rabbiner in Lodz und entfaltet dort wie in ganz Polen eine rege Tätigkeit. Vor allem hat er in Lodz Ausgezeichnetes auf jüdisch-kulturellem Gebiete geleistet. So hat er dort ein jüdisches Knaben- und •ein jüdisches M ä de h e n g y um a si 11 m hegründet; diese!seiden Anstalten waren die ersten ihrer Art in Polen und «ach ihrem Muster wurden eine Reihe solcher jüdischer Mittelschulen in Polen errichtet. Dr. Braudc ist Präsident der Gesellschaft für jüdische Mittelschulen, die unter seiner Führung eine zielbewußte Kuliurtätigkeit in Polen entfaltet. Er hat ferner in Lodz ein jüdisches Lehrerseminar und Fortbildungskurse für jüdische Mädchen errichtet. Er ist Ehrenpräsident der zionistischen Lokalorgani&ation in Lodz, Mitglied des zionistischen Zentralkomitees in Polen sowie des Großen Actions-Gomitds, ferner Gemeinderat von Lodz. Er war auch eine9 der Mitglieder der ersten polnisch-jüdischen Delegation bei der Friedenskonferenz in Paris. Wir wünschen dem in voller Schaffenskraft stellenden Jubilar auch weiterhin eine frudrtbare und erfolgreiche Tätigkeit Syrien oder Palästina ״ -nioiUiVli IDIL li צ IL'I l dllvJV /VU.’lU'.i J) .־ aus dem Haag: ״Die schweren Kämpfe, die die Franzosen in Syrien liefern mußten, haben in Alcxandrettc und in Orten der französischen Damaskus-Zone stattgehmden. In •Damaskus hat sich ein Komitee der nationale« Verteidigung gebildet, selbst Frauen lassen sich in diese Freischaren einreihen. Alte Nachrichten stimmet» dar;:: überein, daß die syrische Bewegung sehr ernst zu nehmen sei. Sie ist das Ergebnis der dauernden Irreführung der syrischen Bevölkerung durch die Engländer, Franzosen und Amerikaner. Bei dem Vormarsch der Engländer nach der Eroberung von Jerusalem war der Bevölkerung mitgetciU worden, «laß sic unter die armenische Regierung gestellt werden würde, die ihrerseits sieh eine Schutzmacht unter einer der drei genannten Mächte wählen könne. Die Wahl fiel mit überwiegender Mehrheit auf die Amenkaner. Um so größer war die Enttäuschung, nix Frankreich die syrischen Gebiete übernahm, die es letzt mit Mühe und rücksichtsloser Strenge behauptet, was Palästina angeht, so stimmen alle Nachrichten überein, daß es sieh dort um eine judenfeindliche Bewegung handelt. Die eäi,,;.׳- sessenc Bevölkerung beklagt sich darüber, daß du englische Regierung die eiinvandcnidcii Juden, «he sich hauptsächlich für Handelsgeschäfte interessieren, sctir begünstige. Außerdem verwirft sie die unnatürliche Abtrennung von dem übrigen Syriern Ferner spielen die Ereignisse in Aegypten in das Gebiet des früheren ottomanischen Kauerreiches herüber. De Ereignisse in Kleinasien mul Syrien sind deshalb von größter Bedeutung, weil die Alliierten tatsächlich nicht die Herren der Türkei stad.“ Es ist kein Zweifel, daß es sich hier insbesondere bei der Darstellung der Lage in Palästina, um leicht durchsichtige Tendenznachrichten handelt. Daß sieh die einwandernden Juden ״hauptsächlich für Handclsgeschäue interessieren“, ist eine gehässige Entstellung, die jeder halbwegs Eingeweihte berichtigen kann. Die Nachrichten über die ״judenfeindliche Bewegung“ in Palästina stützen sich auf gewisse Strömungen, über die wir wiederholt berichtet haben und die ihre Haupt- Ursache darin haben, daß es gewisse Leute für notwendig hielten, Mißtrauen zwischen Arabern und Juden zu säen, die Araber durch falsche Darstellungen m antijüdischem Sinn zu beeinflussen. Demgegenüber ist von Interesse, daß Reuter, nachstehende Meldung über W e i / m a 11 n s Bericht ausgibt, auf den wir noch ausführlich zurückkommen werden, und in dem er sich!auch über «las Verhältnis zu den Arabern geäußert hat: ״Professor Wci/maim, welcher vor einer Woche aus Palästina ziiruckgckclirt ist, hat dem Actio״!!- Cornitc der Zionistischen Organisation in London einen bedeutsamen Bericht erstattet. Er •erklärt, daß der Weg für eine großzügige Tätigkeit in Palästina nunmehr ohne jetfe* weitere Hindernis offensteht. l>ie Vcrwaltungsbchörden in Palästina sind jetzt darüber einig, daß sie mit der Zionistischen Organisation für «he zukünftige Erschließung des Landes Zusammenarbeiten müssen und sie sind bereit, demgemäß zu handeln. Bezüglich der A r a b e r f r a g c machte Dr. Weizmann klar, daß keinerlei Feindschaft gegen die Judpn besteht. Er sei mit repräsentativen führenden arabischen Persönlichkeiten zusaminengekommen und habe die Ucbcrzeugung gewonuen, daß ein modus vivendi mit den Arabern zu erzielen ist. Unabhängige Sachverständige stimmen darüber überein, daß ungefähr 30 000 Juden im kommenden Jahr in Palästina augesiedelt werden können. Eine M a ss ene m igra t io 11 ist unmöglich, solange keine Häuser gebaut sind.“ Diese Reutermeldung ist von mehreren englischen Blättern wicitergegebeii worden. Polen Zweite Konferenz jQdischer Mittelschul* lehrer in Polen Gleichzeitig mit der Konferenz der hebräischen Volks- Schullehrer (s. vari״c Nr. der ״J. U.") tagte in Warschau Ende Dezember die zweite Konferenz der Lehrer an den jüdischen Gymnasien und Realschulen in Polen. Nachdem die Konferenz mehrere Referate ent- ״cgcngcnonimcn und lebhaft durchdebattiert hatte, gelangte eine Reihe von Beschlüssen zur Annahme, von denen die wichtigsten folgende sind: a) Die Konferenz der Vertreter jüdischer Mittelschulen, die auf dem Boden der nationalen Anschauung stehen, findet, daß der ein/ige konsequente Typus einer jüdischen Mittelschule nur derjenige ist, in' dem die Unterrichtssprache hebräisch ist und der im Programm einen angesehenen Platz, «len für jeden Staatsbürger wichtigen Lehrgegenständen (wie polnisch«' Sprache, Geschichte und Landeskunde) einrätunt. In den Schulen, wo die Unterrichtssprache polnisch ist, sollen die jüdischen Gegenstände hebräisch unterrichtet werden. -- «iv. v,viiv»h;4 v Rundes jüdischer Mittelschulen, einen Beschluß ein׳ setzen, der bis Juli!920 eia Programm für j d i s c 11 e »1 n d allgemeine L c h r g c g e n s t ä u! im Rahmen des Progranmiciitwurfcs des Kult׳ ministeriums auszuarbeiten hat. Dieses Programm s für alle angcschlosscnen Schulen obligatorisch sein. <) Vor Akzeptierung des Programms hat die Leitu den Entwirf allen angcschlosscnen Schulet» zur Einsi׳ und Aeußcrung vorzulegcn. U) Neben den zwei existierende« Schultypen mathematisch-naturwissenschaftlicher und humanistis! klassischer — erwartet die Konferenz von» Aussch die Ausarbeitung eine« Entwurfs für einen Miftelsch