Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 4 (16.1.1920)
- Date
- 1920-01-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 24 J U E D!SC H E R U N DSC H A U Nr. 4 jüdischen Gemeinde stellen. Das Interesse, mit dotiert sich die Walilcn an der ersten VcrtretcrvcrsanmiUmg vollziehen werden, wird zeigen, wie weit die Entwickluii)׳ des zionistischen Lebens in Berlin gelangt ist. Schon!>ei der Aufstellung der Listen, die die einzelnen Parteien cinreichcn, macht sich ein reges! politisch-zionistisches Interesse bemerkbar. Der Harx>cl-Haznir, der Misrachi, die Jugendorganisationen haben eigene Listen aufgcstcllt. Eine neu gegründete Palästina-Föderation“ tritt als eigene Partei in den Wahlkampf, und auch alle diejenigen Zionisten, die sich nicht einer bestimmten Sonderströmung anschlictkn, sondern sich als nichts weiter als Zionisten fühlen wollen, dabei aber Wohl den Souderströimmgen ihre Existenzberechtigung zusprechen, schließen sich zu einer eigenen ״Partei der zionistischen Arbeit“ zusammen. Wir wissen, daß diese Wahl der Anfang einer neuen Entwicklung ist, einer Entwicklung, die hoffentlich alle zionistischen Organisationen Berlins aufs innigste mit der Cicsamtorganisation verknüpft ׳und 90 diese Organisation politisiert, die Ocsamtorganisation aber durch den Strom lebendigen Interesses, der aus den Sonder• Organisationen fließt, nett belebt und die zionistische Arbeit in Berlin in der Allgemeinheit, der Basis der Demokratie, fest verankert. Wir wollen in der zionistischen Ortsgruppe die Mitarbeit alter Zionisten, aber wir wollen auch den Kampf der Geister, denn Kampf ist Leben, Vom Vorstand der B. Z. V. erhalten wh־ nachstehende Mitteilung: Die Ausschreibung der Wahlen zur Vcrtreterver- Sammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung hat in den zionistischen Kreisen Berlins eine kbhafte Bew’cgung hervorgerufen. Fünf verschiedene Gruppen and mit Wahlvorschlägcn hervorgetreten und werden in den nächsten Tagen bis zum Beginn der Wahlen (vom 2. bis 8. Februar) in Bezirksgruppen- und allgemeinen Mitgliederversammhmgen der B. Z. V. durch führende Kandklatcn ihr Programm entwickeln lassen. An der Spitze des Wahlvorschlages des ״vorbereitenden Aus- Schusses der Palästinaföderation“ bcwerben sich die Gesinnungsgenossen Davis T r i c 19 c h, Philipp Grün bäum und Ascher Zimak um Mandate. Die Liste des ״H a p o e I ־ H a z a i r“ wird geführt durch Alwin L ö w c n 111 a I, Dr. Robert Weltsch und Dr. Grete Pinn er. Eine ״Jugendliste“ hat an den ersten drei Plätzen die Gesinnungsgenossen Kurt Blumenfeld, Dr. Moses Smoira und Leonis Bernstein aufgestellt. Der ״Misrachi“ benennt in erster Linie Dr. Abraham Loeb, Arthur Markus und Gabriel K n o 11 e r. Die bisher leitenden Kreise der B. Z. V. haben sich zu der ״Allgemein-zionistischen Arbeitsgruppe“ zusatnmcngeschlossen und präsenticren an der Spitze ihres Wahlvorschlags Dr. Egon R o s c n b c r g, Dr. Allred S c h w a r z und Josef L e v i. ln einem vom Vorstand der B. Z. V. herausgegebenen Sammcldruck werden den Mitgliedern der B. Z. V. demnlirhst Programmerklärungen sämtlicher Wahlgruppen zugehen. Amerika Die Wiedereinberufung des amcrikanisch-jüdischcn Kongresses. Das Komitee der New Yorker Delegierten des amerikanisch-jüdischen Kongresses hat für den 4. Januar eine Konferenz der Delegierten aus New York' und Umgebung einberufen. Die Beratungen sollen sich mit dem Termin der Wiedercinberufung des amerikanisch-jüdischen Kongresses beschäftigen, sowie mit der Frage, ob sielt dieser Kongreß auch mit konstruktiver Hilfsarbeit befassen soll. Auch über eventuell zu unternehmende Schritte zwecks Einberufung eines allweltlkhen jüdischen Kongresses sollen Bcratungen stattünden. dem dringenden Bedürfnis entgegenkommt, das seit Jahren völlig vergriffene Werk wieder zugänglich zu machen. Die geschichtliche Darstellung des Werdens des üdischcn Verlages gibt dessen Leiter Dr. Aron Eliaserg in dem kürzlich erschienenen interessanten Sonderlieft der ״Neuen Jüdischen Monatshefte“ ״Das jüdische Buch“, in welchem auch die anderen jüdischen Verlagsuntcrnehmungen über ihr Wirken Rechenschaft geben. Gleichzeitig mit dem erwähnten Vcrlagskatalog gibt der Jüdische Verlag einen Sortimentskatalog unter dem Titel ״Das jüdische Buch des Jahres 1919“ heraus, wo in übersichtlicher Anordnung die wichtigsten jüdisehen Neuerscheinungen des verflossenen Jahres zu- «immcngestellt und kurz charakterisiert werden. W. Literarische Mitteilungen Die Warschauer zionistische Tageszeitung ״Das jüdischc Vo 1 k“ ist vom 1. Januar ab mit der großen Tageszeitung ״Najes von Ha int“ verschmolzen. Chef der vereinigten Redaktionskollegen ist Izchak Grüjibaum. ״Najcs von Haint“ ist nunmehr das jklischc offizielle Organ der Zionistischen Organisation in Polen neben dem hebräischen Organ, der täglichen ״H a zephir a“. — Die erste Nummer von ״Ha־zephira‘, die in einer Auflage von 6000 Exemplaren gedruckt wurde, war gleich vergriffen, so daß — ein ungewöhn- Uch?r Fall Txü einer Xageszeitung — zugleich mit Nummer 2 eine zweite Auflage der Nr. 1 hergestellt ,werden mußte. Die ״Deutsche Levante-Zeitung“ (Hamburg) veröffcntlkhte am 1. Januar einen Aufsatz ״Politisches und Wirtschaftliches im neuen Palästina“, der sich mit den Problemen der zionistischen Außen- und Inncapolitik befaßt und Im Wesentlichen sachlich referiert Eine große Rede Weiznianns in Jerusalem I Vor der Abreise aus Palästina Spezialberidit der ״Jüdischen Rundschau“. Am ersten Chantikkaliabeml sprach Prof. Weizmann vor seiner Abreise aus Palästina in einer öffentliehen Versammlung in Jerusalem. Er begann mit einem Rückblick auf die Entwick- Imigsgeschichte des Zionismus. Der Judenstaats• begriff Herzls war im Laufe der Zeiten vielfach und verschiedentlich kommentiert und blieb trotzdem unklar. Selbst das Basler Programm war nicht eindeutig genug. Was heißt eine ״öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte?“ Wir wollten uns gar nicht mehr in die Deutung dieses Begriffes vertiefen, wir benutzen ihn als Schlagwort, als Parole, deren Deutung wir den kommenden Tagen überließen. Ja, manchmal wünschten wir geradezu in gewisser Entfernung von diesem erhabenen, aber nebelhaften Ziel zu bleibc», und stemmten uns gegen praktische Verwirklichungarbeit in Palästina. So irrte das Basler Progranitn gespeustartig von Kongreß nt Kongreß. Am vierten Kongreß versuchte Herzl selber, der abstrakten Parole Blut und Fleisch zu verleihen. Auf die Frage, was wollen wir, antwortete er: einen Charter. Seitdem wurde das Wort ״Charter“ zum neuen Schlagwort, bis endlich am sechsten Kongresse die Krise ausbrach( als Herzl erklärte, wir ״stehen vor einer eisernen Wand“. Es kam Uganda und daraufhin kehrten wir zur praktischen Arbeit in Palästina zurück. Professor Weizmann verweilte bei einer Episode, die von historischer Tragweite geworden ist. Es handelt sich um ein Gesprach zwischen Wcizmann und Balfour zur Zeit des Ugandastreites. Balfour verstand nicht, warum die russischen Juden so gegen den englischen Vorschlag verbittert sind. In langen Auscinandersctztingen hat Wcizmann versucht, den Standpunkt der russisehen Zionisten plausibel zu machen und dieses Gesprächwurde die Brücke zu den politischen Verhandlungen während des Krieges, die zur heutigen Konstellation geführt haben. Professor Wcizmann betonte, daß die Schönheit des Ideals der jüdischen Renaissance das Entscheidende für die englische Deklaration war. Es sei eine irrtümliche Auffassung, daß England uns den Vorschlag nur aus eigenem Interesse heraus machte. Lloyd George sagte einmal: Ich kenne die Palästinafront viel genauer als die französische, denn jeder Flecken und jeder Badi ist mir aus der Bibel vertraut. Palästina ist für England vor allen Dingen ein Gegenstand der Bibel. Die Engländer glauben an die Bibel noch mehr als manche Schichten im Judentum. Zuerst kamen also die ideellen Gründe, nachher kamen die materiellen hinzu. Wir sind es, die den englischen politischen Führern klargemacht haben, daß es im Interesse Englands ist, sich mit uns zu vermählen, die Fittiche des britischen Adlers über Palästina nuszubreiten. Wir erreichten die Deklaration nicht durch Wundertaten, sondem durch beharrliche Propaganda, durch unaufhörliche Beweise von der Lebenskraft unseres Volkes. Wir sagten den maßgebenden Persönlichkeiten: Wir werden in Palästina sein, ob Ihr es wollt oder es nicht wollt. Ihr könnt unser Kommen beschleunigen oder verzögern^ es ist aber für Euch besser, uns mitzuheifen, denn sonst wird sich unsere aufbauende Kraft in eine zerstörende verwandeln, die die ganze Welt in Gärung bringen wird. Wir verlangten nicht einen Charter und nicht Kon- Zessionen, sondern ein ganzes nationales Gebäude, das folgende Vorbedingungen hat: Das Recht auf Erwerb von herrenlosem Boden, die Er leichterung des Bodenerwerbs überhaupt, ein Vorrecht bei öffentlichen Arbeiten, eine 1011־- ständige Selbstverwaltung auf geistigem Gebiete und last not least einen dgirekten Einf 1 u ß auf die englische Behörde im Lande. Die Regulierung der Einwanderung durch uns ist für uns ebenfalls eine unbedingte Ford e ru n g. Es muß aber vor einer überstürzten Einwanderung gewarnt werden. Mit Wehmut müssen wir der Tatsache ins Auge schon, daß der Zionismus nicht ein Ffcilmittel gegen Katastrophen ist. Als wir vor der Friedenskonferenz von einer Einwanderung Zehntausedcr jährlich sprachen, war cs h o c h g e g r i f f e n. Nicht, weil cs unmöglich ist; das Land könnte diese Zahl wohl aufnehmen, aber bei uns sind die gewaltigen aufbauenden Kräfte, die dafür nötig sind, heutzutage nicht da. Vielleicht werden wir nach zehn Jahren mehr leisten können. Zur Verzweiflung aber liegt kein Anlaß vor, denn die Hauptsache ist, wir sind nicht vom Wege abgewichen, im Gegenteil, wir gehen langsam aber sicher vorwärts. Der hie und da auftauchende Pessimismus ist eine Folge der maßlosen Sensationen, die wie immer im Zionismus (erinnern wir uns an das Gespräch Herzls mit Wilhelm 11), so auch jetzt die Phantasie der jüdischen Massen erhitzen. Wir müssen demgegenüber immerzu darauf hinweisen, daß die englische Dcklaration eine Schale ist, deren Kern von «ns geschaffen werden muß. Wenn wir das tun, werden wir am Ende finden, daß unsere Taten die richtige Deutung des Basler Programms sind. Der Redner wandte sich am Schluß der arabischen Frage zu. Er warnte vor der schädlichen und falschen Auffassung, wir könnten unser Gemeinwesen über den Arabern bauen. Wir können imscr historisches Recht auf das Land nur neben der arabischen Bevölkerung verwirklichen. Durch gemeinsame Arbeit werden wir sie hoffentjich arura Verständnis dafür gewinnen( daß wir hierher nidit als preußische Junker, sondern als Menschen kommen, die einem heiligen nationalen Ideal folgen, denen das Recht und die Gerechtig. keit als oberste Richtlinien gelten. Die Rede Wcinnanns wurde mit stürmischen OvatVoncn begleitet. Der Vorsitzende der Versammlung David Ycllin, und Ussischkin sprachen im Namen des Jiscbubs den Wunsch aus, Wcizmann möge es vergönnt sein, sclwn in wenigen Monaten nach pa. lästina zurikkzukommen, mit der Freiheitsrolle |n Hand. Welzmann in Triest Weiznianns erste Rede noch sti״t Rückkehr aus Palästina. Der Triestcr Q.-Gcwährsmann der ״Jüdischen P״;?_ zentrale Zürich“ berichtet: Prof. Wcizmann ist am 29. Dezember aus Pal», stina kommend, in Triest eingetroffen, wo er von Dr. Ru pp in erwartet wurde. An» 31. abends folgte Prof. WcLmunn der Einladinig der Triestcr zionistischen Ortsgruppe, um im Kulfussaale über den Stand der Palästinnirage zu bc* richten. Prof. Wcizmann wurde feierlich empfangen und namens der Triestcr Kuitusgcmeindc, vom Präs»- denten Schutz, begrüßt. Weitere Begrüßungssansprachen hielten: Rabb. Dr. Zoller, Ing. Muss a f f i a, Präsident der zionistischen Ortsgruppe, Dr. Morpurgo, Präsident des ״Fascio Giovanile Ebraico“ und Guiseppe Ottolenghi, Vertreter der ״Confederazione Ciorusilca Italia“, der eigens nach ,Triest gekommen war, um im Namen der italienisehen Föderation Wcizmann begrüßen zu können. Prof. Wtizmann erstattete seinen Bericht in französischer Sprache. Er sei von dem grandiosen Empfang überrascht. Ucber Palästina, wo er während der letzten 18 Monate nahezu zehn Atonale zugebracht futt, berichte er gerne. Das in Palästina eingelcitete Werk sei noch nicht zu Ende; er habe die besten Hoffnungen, jedoch wende es noch viel Mühe kosten zum ersehnten Resultat zu gelangen. Die Sache müsse siel» ln den nächsten Wodien entscheiden, da die Friedcnsverhandlungcn mit der Türkei demnächst beginnen. Was verlangen wir eigentlich? Nichts anderes, als daß die alte Stätte des jüdischen Volkes und der jüdischen Kultur an das jüdische Volk wieder zurückfalle. Das jüdische Volk hat das Mandat einer eure»- päischen Atacht akzeptieren müssen und hat sich für England entschieden, das Garantien für eine freie Entfaltung jüdischer Arbeit bietet. Wir wollen uns keineswegs auf Kosten anderer Nationen entwickeln. Was das Verhältnis zu den Arabern anbelangt, soj!sind die so häufig in der Presse erwähnten Streitfälle teils, unwahr, teils übertrieben. Die Araber waren oft (das Werkzeug einer Hetzarbeit. Sie sind mit 11119 ras-envenvandt, haben Sympathien für uns und sind redlich und arbdtssan^ und es wird sicherlich nicht schwer fallen, die beiden Völker •ra einem friedlichen Zusammenarbeiten für das GedeUicn des Landes zu vereinigen. Die Juden erstreben keine Eroberungen und wollen sich auch nicht auf Kosten anderer bereichern; sie wünschen jedoch solche Grenzen, die das Land in den Stand setzen, möglichst viele Juden aufnelnnen xmd ernähren zu können. Das Land hat unbegrenzte Möglichkeiten. So arm es auch erscheint, da es noch nicht genügend bebaut ist, bildet es doch den Keim einer großen Kulturarbeit. Er sei kein, Optimist, traue sich aber zu sagen, daß im Lande viel mehr Juri״״ sich mederlasscn können, als man im allgemeinen glaube. Es wäre! wohl notwendig sein, die Einwanderung in der ersten Zeit ire gewissen Grenzen zu halten und nur »lebe Leute ernwamlern zu lassen, die eine nutzbringende Arbeitskraft darstcllen, aller schon in den nachsten jahren wird die freie!Einwänderung in großem M a B s tabe einsetzen können. Wenn auch dann außerhalb Palästinas noch immer mehr luden als in Palästina leben wen.len, so muß man bedenken, daß auch mehr Griechen außerhalb ihres Vaterlandes leben als in Griechenland selbst, ohne irgendwelchen Verfolgungen ausgesetzt zu sein. Palästina wird die Juden überall beschützen, weil cs eine große Macht sein wird durch seine hollen Restre- Bungen und seine friedliche Kulturarbeit. Dr. Ruppin benützte die Zeit nach der Abreise Wcizmanns nach Paris, um Besprechungen wegen des Zusarnmcnarbeitens des in Tncst in Gründung begriffenen Palästina-Amtes mit dem dortigen Reisebüro der Wiener Palästina-Reise- und Transportgerellschaff zu führen. Am Abend des 1. Januar t>cgnb sich Dr. Ruppini von Triest nach Wien und Prag, um mit den dortigen Palästina-Aemtem Beratungen m pflegen. Allgemeine direkte Wahl der Delegierten zur Palästina-Kommission Der ״Waad hazmani“ hat nach dreitägiger Verhandlung beschlossen, daß die palästinensischen Mitglieder der zionistischen Kommission auf Grund allgemeinen Stimmrechtes der Jude» Palästinas gewählt werden sollen. (Wir haben über die Diskussionen, die diesem Be- Schluß vorausgingen, in Nr. 92 der ״Rundschau“ berichtet. Aus der vorstehenden Ateldung geht hervor, daß der ״Waad hazmani“ doch zu dem Resultat kam. daß er zur Bestellung der Delegierten nicht kompetent ״t..und allgemeine Wahlen auszuschrciben beschloß. Nähere Einzelheiten fehlen zurzeit noch, insbesondere die Frage des Frauenwahtnechtes dürfte wieder Sdrwtengketten machen. Hoffentlich wird die im Interesse der aktiven Teilnahme der palästinensischen Jude« tut der Verwaltung so wichtige Wahl nicht wieder ad caleadas graecas verschoben.)