Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 3 (13.1.1920)
- Date
- 1920-01-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 17 Nr. 3 Die Einigung filier Syrien (M » I <J 11 n g dar H * v * s - A g e 111 u r.) Paris, 7. J:1n׳>.״'. Um 11 ״Temps“ zufolge beruht das gestern /wischen dem Lmir Faisul und der französischen Kegierini .11/׳,d1’־ schlossern׳ Abkommen, <l»s der Konferenz. iiiiicimeitet weiden wird, mif folgenden Punkten; Emir baisul schlicbt sieh dem friin/ösischrii Mandat fiher ganz. Syrien «n, wonach Frankreich in die Bildung des Arabischen Mautes 1 iinvilii,;!, der die Städte Damaskus, llarna, Aleppo umiadt und von b'aisiil mit Hilfe fran/osischer (׳‘•iMte und IiisihI.i; me verwaltet werden wird. Im bek .ia-1.11 l,w ist heu Libanon und Anlilibaiion), das gleichzeitig o.1״ I ibanmi und vom Arabische״ Maat be.iiispiuelit wird, soll die I'oli/cigewalt durch arabistuc Geiiuai nun 1e und iran/ö^ische Militärinspckteiirc;lus^eubt wmlen. 1 .c cmlvuliiee /111ei11 > 114 dieser (legend wird durch die Ko״- femiz cllolgcu, aber cs scheint, da» der Anspruch des Libanon Aussicht hat, durcli/iidriiigen. Faisul 11.1t die finanzielle und Wirtschaftliche ״Mitarbeit“ F raiikrcichs unter Ausschließung Jeder anderen Macht angenommen. Die bevorstehende Keisc Faisuls nach Syrien verfolgt dm Zweck, die Stimmung für die Zusammenarbeit /wischen i rank reich und den syrischen Muselmanen vor/ubeiT iten. + Sollte die vorstehende H.ivns-Meldiiiig die Stimmung richtig wiedergehen, so ist a׳u hoffen, <laf$_ durch die Krise i'aisuh den bedrohlichen Unruhen in Syiieo nunmein• ein Ende gemacht wird. Für eine gedeihliche l ntwickiiing Palästinas ist es von größter Bedeutung, daß das N.iclihargcbiet in geordnete, die Bevölkerung zufriedenstcllemlr Bediiigiingen gebracht wird. I .1 i 1 f I t Die Warschauer Konferenz der hebräischen Voihscliullchrer Vom 23. bis 25. Dezember tagte in Warschau die erste Konferenz der hebräischen Volksschullehrer in Polen. Es erschienen zirka 100 Lehrer und Lei!- rrinuu'ii, darunter auch einige Vertreter der he• biäisdien l.elu er in Litauen, Weißrußland und Wolhynien. Die Konferenz, war vom Kulturamt der ZionistLdicn Organisation Polchs eioberufen und Bc- .weckte eine Vereinheitlichung der hebräischen Erziehung. Nach einer Reihe von Referaten (über die Aufgaben der hebräischen Volksschule, über die Schulhygiene, über die Pflichten und Rechte des Lehrers, über die Fortbildung ries Lehrers), denen teilweise sturmische Debatten folgten, wurde beschlossen, einen 1. c h r e r v c r b a 11 d zu gründen, der zugleich für die Interessen der Lehrerschaft zu sorgen und das hebräische Schulwesen gemeinsam mit dein Zionistischen Kulturamt zu leiten hat. Es gelangten außerdem folgende Beschlüsse zur Annahme: L Die Konferenz erklärt, daß der unnormale Zustand der jüdischen Volksbildung nur verbessert werden katui, wenn das ganze Schulwesen in die Hände des jüdischen Volkes selbst gelegt sein wird, das seine Schule nach dem eigenen Geist, aber auf Kosten derjenigen Austatten, die die Landesschulen überhaupt unterhalten, aufbaucn soll. Das würde die günstigste Lösung der Frage sowohl für die jüdischen Massen als für das Land sein. :!. Indem die Konferenz anerkennt, daß die fürs ganze Volk bestimmte hebräische Volksschule eine körperlich und geistig gesunde Generation hcranzubildeti hat, die unsere Zukunft auf der Grundlage der Vergangenheit zimmern kann, auferlegl sic der Volksschule drei Aufgaben: a) die physischen und moralischen Energien des Kindes zu entfalten; b) dem jüdischen Kinde die geistigen Nationalschätze zu geben; c) die hebräische Sprache im Munde des jüdischen Kindes zu verleben* dtgen.!58 Bücher und Zeitschriften Alfred Jeremias: Allgemeine ReHgionsgeschichte. München lülß, R. Piper ik Co. Verlag. — 2'AI Seiten, ü M. — Dieses Werk unternimmt es, in ganz gedrängter l'orir einen Umriß der Geschichte der Religionen zu gehen; naturgemäß kann in diesem etigcu Rahmen sowohl die historische Darstellung, als auch insbesondere die systematische Auseinandersetzung der Religionen kaum וו'־.י!1ו• als fliiehiig angedeulct werden. Das Buch ist als Nachseiilagchucli und als erste Einführung besoadcis durch die den einzelnen Abschnitten beigefugten Bibliographien geeignet. Die ganze Anlage des Werkes leidet auch darunter, daß die jüdische und christliche Religion nusgeschaltet wurde, da über diese Gebiete bereits Spe/ialaibeiten existieren, die eine neuerliche Behandlung dieser Art entbehrlich erscheinen ließen. Das Buch enthält eine Fülle von Material zur Götter* lehre aller Volker des vorderen und fernen Orients, sowie der alteumpäischcn Völker. Den Gegensatz, der jüdischen Religion zu allen anderen sieht Jeremias in dem Glauben an den persönlichen Gott, der die Welt auf ein bestimmtes Ziel hin durchwaltet: die Erlösung durch die Errichtung des göttlichen Reiches. Adolf Grabowsky - Walter Koch: Die freideutsche Jugendbewegung. Ursprung und Zukunft. Drittes Ergänzungsheft der Halbmonatsschrift ״Das neue Deutschland•*. Verlag Friedrich Andreas Perthes A.-G. Gotha, 1920. 3 M. -- Diese Sammclschrift, die durch «me Reihe von Aufsätzen von Führern der Jugend- Bewegung oder ihr Nahestehender ein Gesamtbild von ״Ursprung und Zukunft“ der Bewegung geben will, ist ziig.cicU ein Dokument der Krise und Gärung, die die Jugend ergriffen hat und die heute schon zu einer wevisxm der ursprünglichen Formen und Anschauungen drangt. Besonders die Revolution hat den politischen Ge;,:׳•1 :•..׳. zwischen den Jungen vertieft und die Not- Wendigkeit einer sachlichen, der Wirklichkeit gerecht werdenden sozialen Orientierung erkennen lassen. Die Schrift jst für uns darum interessant, weil in der iü* (tischen Jugendbewegung eine verwandte Krise unver- Kennbar ist, aus der Martin Bub er in seiner Schrift ״Cheruth“ den einzigen Ausweg gewiesen hat. Auch bei der deutschen Jugendbewegung Ist das Bewußtsein de» religiösen Orundcnaralrtar» Ihres Streben* stark; gleichj U E r> I r. C H 3 RIJ N D 5 C f! A 1) 3. Die hebräische Volksschule •oll eint öffentliche j *ein. Nur in Ausnahme{t||ווי׳, m pädagogischen Reformzwerkr 11, wird Privatinitiative zugelassen. 4. Die öffentliche heb! 11 sehe Volksschule ist eine weltliche. ל. Im Lehrplan »oll da• Arbeit»sy»1em grund- »ät/iieh angestreht werden. (». Die hebräische Volksschule ist für 7 Lehrjahre berechnet. 7. Die Schule ist grundsätzlich eine Koedukation■־,- sch ul e. Wo ihr» nicht durchführbar ist, muß in den Mädchenschulen «ln*sclbc Programm wie in den Knabenschulen gelten. 3. Die Unfern cid« «poichc ist hebräisch. Sollte die Gemeinde auf Wunsch der Litern S< buU'ji mif Jidisch als t htici 1 ichlsspi.tchc eröffnen, so müssen dort die hebr.'iischfii Lehr;;egenstände den ihnen gebührenden Platz elimcbmen. Das Minimum des hebräischen Lehrstoffes wird durch die pädagogische Kommission bei der Zenfrale des Lchrervcrbamlcs bestimmt. •>. Der Lehrer 1t,1t ihr die .Schüler als Muster in mondischer und ästhetischer Hinsicht zu dienen. Er muß jüdische und allgemeine Bildung sowie pädagogische Veranlagung entsprechend seiner verantwortungsvollen Aufjpibe besitzen. Diejenigen Lehrer, denen es an gehörigem Zeugnis oder Vorbildung mangelt, sind verpflichtet, die Fortbildungskurse zu besuchen. .Neue Lehrer werden von den Kommissionen bei der Zentrale gcpiüft Line Reihe von Lohrerscminarie 11, Kursen, Bibliotheken, Veröffentlichungen sollen geschaffen werden. Eine pädagogischc Zeitschrift soll sofort zu erscheinen beginnen. 10. Jeder Lehrer ist verpflichtet, in der hebräischen Kulturarbeit in seinem Wohnorte tätigen Anteil zu nehmen, 11. Die Wml!eiisfmidciizahl darf für jeden Lehrer nicht mehr als 31) sein. Der Lehrer hat soviel Gehalt zu bekommen, daß er nicht gezwungen sein soll, außer der Schule zu arbeiten, sondern sich in seinem Fach zu vervollkommnen Zeit habe. 12. Die Sdu!!Organisationen haben ihre Lehrer für Krankheitsfall, InvalideuUim sowie Todesfall zu versichern. Kranken Lehrern soll medizinische Hilfe und doppeltes (jehalt zuteil werden. 13. Die Ferien bestehen,, außer den Feiertagen, aus 10 Wochen Sommer- und 2 Wochen Winterferien. 14. Nach 30 Arbeitsjahren wird der Lehrer mit vollem Gehalt von weiterer Arbeit befreit 15. Der Lehrerrat jeder Schule hat von Zeit zu Zeit mit dem Eltern rat zu beraten. 10. In den Selm!Organisationen sind auch die Lehrer vertreten. 17. Der Schulleiter wird vpn der Schu!Organisation mit Zustimmung des Lehrerkollegiums ernannt. 18. Bei der Zentrale des Lehrerverbandes wird eine pädagogische Kommission gebildet. Ueber den rumänisciien Vertrag »ebreibt die ״Vossische Zeitung": ״Beim Abschluß des Vertrages über den Schutz der nationalen Minderheiten in Rumänien hat der Oberste R.1; den Rumänen das Zugeständnis gemacht, daß der ursprünglich vorgesehene Einleitungssatz fortfiel. »In diesem war zu in Ausdruck gebracht, daß Rumänien bisher den Berliner Vertrag, d. h. den Vertrag von 1373, der auch Schutzbestiinmungen für. die rumänischen Juden enthielt, nicht erfüllt hätte. Hinsichtlich der jüdischen Minderheit sind den Rumänen insgesamt erheblich geringere Verpflichtungen nuferlegt worden als den Polen. Nach Artikel 7 des MwidcrhciN&clnit/.vertrages ist Rumänien mir verpflichtet, seinen jüdischen Einwohnern ohne Formalitäten unter Gewährung voller Glcichbercchtigung das Bürgerrecht zuzuerkennen, während der entsprechende Vertrag rr.it Polen auch Schuizbe- Stimmungen für die bahbatruhe und für eine eigene jüdische Schulverwaltung Vorsicht.“ zeitig aber erkennt sie heute ihre eigenen Grenzen, ihr Versagen vor den entscheidenden Forderungen der Bewältiguug des Lebens (s. besonders die /Aufsätze über das üeschkchtcrproblem), d. h. sie Int den Weg von der Jugend zur Erwachsenheit noch nicht gefunden. Für die jüdische Erncueru1v.;sbcwcgung tut die Erkenntnis not. daß Jugend nicht durch politische oder formalnationale Momente erfaßt;wird, sondern daß sie, zutiefst von seelischer Revolution ergriffen, nach Gestaltung der Ganzheit des eigenen Lebens sucht; zugleich aber lehrt die Erfahrung jeder Jugendbewegung, die auch durch die vorliegende Schrift bestätigt wird, daß ohne starke Bindung an die Realität und ohne ernste im wirklichen Leben zu erfüllende Aufgabe die Erstarkung dieser suchenden Kräfte zu schöpferischer Potenz nicht vor sicli geht. Trotz der heutigen Lage Deutschlands hat die jüdische Jugend ein Element voraus, das sie, sofern sie im rechten Moment den Sinn ihrer Erschültcrung' versteht, vor dem toten Punkt bewahren kann: den Zionismus W. Siegfried Jjacobsohn: Das Jahr der Bühne. Band VIII (Friedens-Theater — Revolutions-Theater) 22*) Seiten. Preis broschiert 10 M., gebunden 13 M. Ocsterheld & Co. Verlag, Berlin W. 15. — Nach vier Jahren Kriegstheater darf der neue, achte Band der Jacobsohnsdien Kritiken endlich wieder vom Friedenstheater sprechen. Es werden hier Kritiken aus der Zeit vor und nach der Sintflut gegenübergestellt Einer Auswahl aus der alten Fricdeuszcit folgt in 31 Kapiteln die Chronik des Revolutionstheaters. lacobsohn Nt zweifellos der schöpferischste Kritiker des deutschen Theaters, dessen unbestechlich tiefer Ernst mit hinreißender Leidenschaft der Idee der Kunst hingegeben ist. Es ist nicht schwer, in seiner Betrachtungsweise die jüdische Note zu entdecken, die das Buch gerade für uns zu einer anregenden und erzieherischen Lektüre macht. Der Jude. Eine Monatsschrift, herausgegeben von Martin Bubcr. R. Löwit Verlag, Berlin-Wien. — Soeben wurden Oktober- und Novemberlieft ausgegeben, aus deren reichem Inhalt wir erwähnen: Albrecht He 11- זוז a n 11 gibt in einem umfassenden politischen Essai ״Verzweiflung und Besinnung“ eine Gegenübersteilung der zusammenibrechenden europäischen weit, die .sich nur in Systemen der Gewalt (*. H. auch im Bolschewls* Pallslinacfiroftil Die B a ti gc s e 11 c 11 a f t ״ilshonth", an elf reu Spit/e unier anderen U s 9 i s c 11 k i 11 mul hink Cioldberg stellen, begann ihre BauUti*krit jn Palästina. Von größeren iiauunternelur.en der Gesellschaft sind zu nennen; ei«! großes Hofe Gebäude in Tell-Awiw, nt! solches in li;,1fn, ״;״! ein g'r׳1,׳,<:s Wolmvie.Iel in Jerusalem nach modernen Bauplänen. Die Gesellschaft 111t statutenmäßig die van ihr errichteten Gebinde mrlii selbst zu verwaltet, sondern an Private oder Organisafioneii zu veräußern. Die hebräische S pr a c |t 0 r 2 * n j» a t i o n ״Sefatenu“ m Jerusalem gißt eine Reih״ kleiner Sprachführer mit j Ali sehe r Ueberset/iing heraus. Herr L. AL L i p s c h ü t / , 1)1. ekle,r ries hebräiselten Lehrerseminars in Jerusalem, wt von Berlin nach Jerusalem zuriiekgekehrt. Der K 11 ft u r k a m p f ut Palästina, der mit der Frage des Frauenwalilreehts ausbrach, wird gegenwärtig >n der Kompetenzfrage des F r »e tf e 11 s e r! c h t e » d וח *׳ R a h b mal gegenüber fortgesetzt.!>־.<* Rahbinerwelt will auf keine Kompromisse entgehen. Die weltliche Oefentlichkeit aber kann höchstens die Autor11.it des Rabbiuats im Fainilicnrecht anerkennen. Früher oder spater wird es wohl zu einem größeren Zusammenstoß kommen. Bemerkenswert ist, daß der angesehene misrachistische Rabbiner K u k sich vorläufig zurückhaltend benimmt. Als ihn die Jerusalemer Kollegen aufumlerteii, gegen das gottlose Gerichtswesen öffentlich auf/utreten, lehnte er das Ersuchen ab, mit der Be* grnndüitg, jeder Protest würde die neue Institution nur starken. Statt dessen gedenke er, das Rabbinat positiv zu organisieren durch eine Vereinigung sämtlicher aschkeiirisischer und scphardischer Rabbiner im Lande. Wir enimrrii uns nbrigcus, daß R.iblii.icr K»1k micli in der Frauenfrage zuerst abwartete und dann den Bann schleuderte. Das Konsum Genossenschaftswesen. Neben der Arbeiterkonsumgenosseuschaft ״H a m a sc h b i r ‘ 11k im Kriege entstanden ist, wurde letztens in Jaffa eine umfassende Konsumorganisation ״i lamasmi n“ geschaffen, die auf Aktien (je 3 Pfund) beruht und auf Anschluß ganzer Gemeinden und Gesellschaften rechnet Vorläufig haben sich Jerusalem, Jaffa und der Waad der judaisehen Kolonien angeschlossen. Sollten sich, wie zu erwarten ist, der neuen Organisation auch die außerjudäischen Städte und Kolonien anschüeßen, so würde sie über große Mittel verfugen, die ihr ermöglichen werden, den Kampf gegen Teuerung und Spekulation erfolgreich zu führen. Der ״i iumasmin“ gedenkt Niederlagen von Waren, die aus erster Quelle eingekauft sind, zu eröffnen, Lieterurigsauftrage gegen angemessene Bedingungen zu erteilen, bei der Regierung EintuhrbewUi: gungen zu erwirken usw. Ein ausführliches Statut wird demnächst zur Legalisierung eingereicht und veröffeutlicht werden. Die jüdischen Eisenbahnarbeiter. Die Zahl der jüdischen Berufs- und Nichtberufsarbeiter, die bei den palästinensischen Eisenbahnen besclwfügt sind, beträgt gegenwärtig 450. in der Zentralstation ti- Kantara sind als Maschinisten und höhere Beamte ca. 150 Juden «gestellt. Vom jüdischen Arbeitsamt Landwirtschaftliche Stellen. Das Jüdische Arbeitsamt in Berlin, Monbijouplatz 1, vermittelt auch in diesem Jahre wiederum die landwirtschaftlichen Stellen. Es wird hierbei von dem Zionistischcii Praktikantenbund für Deutschland (Heclialuz) unterstützt. Wir bitten daher, an das Jüdische Arbei.samt alle offenen Stellen, die bekannt sind, mitzuteilea und bitten fernerhin, all die Praktikanten, die schon landwirtschaftlich gearbeitet haben, umgehend den Fragebogen, den der Praktikantenbuud zusaminengestcilt hat, ausgefüllt einzusenden, ca nur auf diese Weise eine geregelte Arbeitsvermittlung stattfinden kann. mus) verkörpert, und unserer einzigen Hoffnung auf eine grundsätzlich andersartige Verwirklichung des Zionismus. — Arnold Zweig gibt eine Darstellung der geistigen Eigenart der revolutionären Jugend des Ostens. — Izchak Epstein (Palästina) schreibt über die hebräische Sprache, Hugo Bergmann über die neue palästinensische Arbeiterliteratur. Die interessante folkiorisüsche und kulturhistorische Studie ״Aus dem religiöscu Leben der Ostjuden'* von Samuel Rappapo rt wird durch den Abschnitt ״Geburt" fortgesetzt. Helene Hanna Coh n untersucht das Wesen orientalischer Kunst und deutet an, aus welchen Elementen sich eine originale jüdische Kunstschöpfung anbahnen könnte, ln der subjekliv gehaltenen Würdigung des expressionistischen Malers Leopold Krakauer durch Eljahti Rappep« rt kann inan die Weiterführung dort begonnener Gedankengänge finden, die vielleicht fruchtbare Wege weist. 'Wir erwähnen noch die politische ״Chronik“ Nachum Goldmanns sowie eine geistvolle Arbeit Abraham Schwadron* über ״Die allgemeine eurenäische und die jüdische Kulturtradition als geistige Voraussetzungen eines Sozialismus", sowie mehrere bemerkenswerte Notizen, Bücheranzeigen und Bernerkungen. Zeitschrift Jcrubbaal. Die von Dr. Siegfned Bern fei d in Wien herausgegebene Zeitschrift der jüdischen Jugend ״jcrubbaal“ konnte seit Abschluß des ersten Jahrganges aus technischen Gründen nicht erscheinen, ln allernächster Zeit wird die Zeitschrift jedoch in einer losen Folge von Heften wieder zu crschekicn beginnen. Interessenten, die die Zeitschrift zu abonnieren wünschen, werden gebeten, ihre Adressen jetzrtchon an Dr. Siegfried Bernteld, Wien XIII, Linzer btr. 290, Baracke 30, mitzuteiien. Der hebräische und jidische Dichter Salman Schn«- jur, der sich während des Krieges in Deutschland aufhielt weilt gegenwärtig jn Kopenhagen ־and ist mit der Herausgabe cm cs großen Romans und eines Gedicht* band es in iidischer Sprache beschäftigt Der bekannte jidische Verleger N, A. Klezkin m Wilna ist kürzlich verhaftet worden. In Warschau erscheint ab 1920 eine vom dortigen Paläsdnaamt herausgegebene Palästina-Zeitschrift ln hebriwscher Sprache unter dem Titel ״Haaren“,