Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXV (1920)
- Issue
- Heft 3 (13.1.1920)
- Date
- 1920-01-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 Seile 18 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Zionistische Propaganda Von Fritz Noack, Gotha, Hüten wir uns, Stärkung der Partei und Stärkung der Bewegung zu verwechseln. Der Sieg der Partei dart uns nichts bedeuten, der Sieg der Idee allesI Wir Zio• nisten sollten auf die ganze Propaganda verzichten! Wohlverstanden: auf die Propaganda für unsere Partei, nicht für unsere ldeel Wir sollten uns mehr und mehr als Elitetruppe fühlen. Ich wenigstens glaube, da 11 uns nicht damit gedient ist, Leute bei uns zul haben, die aus irgendwelchen ״Gedankengängen“ heraus, vielleicht auch aus Höflichkeit oder Utilitarismus zu uns .gekommen, ihrer ganzen Einstellung nach bedenklich und leisctreterisch sind ■und unsere ganze Arbeit hindern, weil sie noch stark unter den Hemmungen nichtzionistischcr Vokabeln leiden (״nicht so sehr aulfallen“, ״um Gotteswillen, das macht Risches“, ״nur Ostjuden"). ״Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten“ und wir brauchen freie Menschen. Und im Grunde sind ja auch die Erfolge dieser Art Propaganda beschämend gering. Beschämend weniger, weil sie gering sind, als weil wir überhaupt auf diese Art Propaganda treiben, die unser einfach unwürdig ist. Sie schadet uns mehr als sie nützt. Es mag־ sein, daß einer oder der andere einmal nach dem Vortrag eines großen zionistischen Redners sich als Mitglied meldet, daß vielleicht auch ein tüchtiger Zionist einmal gewonnen wird, aber was nützt uns das schließlich? Die Mehrheit hüllt sich in um so stärkere Panzer, je mehr sie bearbeitet wird. Und hinterher wird uns nur als Schmach vorgeworfeu, daß wir Proselyten machen wollen, daß wir lärmende Propaganda treiben. Man bildet sich ein, daß u׳ir die andern brauchen, fühlt den eigenen Wert um so höher und:!verachtet uns! um so (mehr. Schluß mit der Parteipropaganda 1 Um Gotteswillca keine Waiidcrrcdner mehr. Sie kommen in einen ürt, in dem ein paar Zionisten sitzen, halten einen wundervollen Vortrag und fahren davon. Sie haben dann die Gegner wach gemacht, die mit allen Kampfmitteln jetzt gegen den Zionismus• losziehen, und gegen die die schwachen Zionisten gar nicht versuchen, anzugehen. Viel wichtiger wäre es gewesen, die paar Zionisten zu üifonniercn, zu interessieren, zu aktivieren und ihnen Fingerzeige zu geben, wie sie sich als Zionisten in ihrer Gemeinde durchsetzen können*). Es gibt für uns nur eine Art Propaganda: zionistische Leistung, zionistisches Leben. Nur die Tat überzeugt. Solange wir von jüdischer Kultur nur reden, wird sie 1ms kein Mensch glauben. Solange wir nach der Hebraisierung schreien, wird man uns auslachen, bis wir hebräisch schreien. Wir müssen den Schritt von der Partei zur Bewegung, vom Wort zur Tat nunmehr mit allem Ernst und allem Eifer tun. Es ist geradezu ein Jammer, wie ein großer Aufwand schmählich vertan wird in großen Propagandavcrsanimluiigen, wie selbst die innerzionistischen Sitzmigcn auf ein paar vielleicht zufällig anwesende Gäste zugcschniiten sind, in welcher Ortsgruppe wird wirklich zionistische Politik getrieben? Erst wenn sich die Zionisten in der kleinsten Ortsgruppe die Köpfe blutig schlagen, über Buber oder Klatzkin, über Octtingcr oder Chamizer, dann wird Zionismus wirklich dasein. Leben wir vor allem starkes jüdischen Leben! Jüdische Renaissance darf uns kein Weclisel auf Unsicht sein, sondern muß lebendigste Gegenwart darstellen. Wir gehen jetzt den beschwerlichen Weg vom Zionismus zum Judentum. Viel klarer, leichter und folgerichtiger ist der Weg zum Zionismus über das Judentum (wie ich ilm übrigens selbst gegangen bin). Erfüllen wir die deutschen Juden mit der Achtung, mit der Liebe für alles Jüdische, zeigen wir ihnen die Kraft und Schönheit der von ihnen (und auch von uns) viel zu wenig gekannten Literatur, beweisen wir ihnen unsere Existenz durch eine überaus starke, aufbauende. Aktivität und wir werden wahrhaft unser würdige Propaganda treiben. Gehen wir hinein in die jüdischen Gemeindestuben und verlangen wir von den Vertretern der deutschen JuJenheit endlich einmal jüdische Arbeit. Stellen wir ein Kulturprogramm für die Gemeinden auf, wie wir es verstehen: Kulturpolitik (Schulen, hebräische Sprache, Lesehallen, Bibliotheken, Teilnahme an der jüdischen Wissenschaft), Wohlfahrtspolilik (Zentralisierung der Wolilfahrtscinrkhtungen durch die Gemeinden, Krankenpflege, Armenpflege, Arbeitsämter), körperliche Erneueritng (gemeindliche Jugendpflege, Turn-, Sport-, Waudervereine), jüdische Politik (Organisierung der Juden in Deutschland zu einer Einheitsorganisation, Teilnahme der Gemeinden au den Fragen der deutschen und der allgemeinen Judenpolitik, Mitarbeit am Aufbau Palästinas). Arbeiten wir selbst wahrhaft im Sinne dieses Programmes, wenn nicht mit den andern, dann ohne die andern, gegen die andern, trotz der andern! Man glaube nicht, daß wir damit unsere Position schwächen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Alle, die jüdische Interessen haben, werden sich um uns scharen, sich um uns scharen müssen. Wir Zionisten werden die Kristall!sationspunkte jüdischen Lebens darstellen, man wird uns als Führer anerkennen müssen und wir werden Kern-, Kampf-, und Etitetruppcn bleiben. Unsere Arbeit wird damit die fruchtbare jüdische Basis bekommen. Wir müssen allgemein die Judentumsbejnhung erzeugen, das Bedürfnis nach jüdischer Bctätigung, nach jüdischer Leistung Hervorrufen. Ich *) Die zionistischen Beamten, die an einem Orte einen Vortrag halten, haben es stets gleichzeitig für ihre Aufgabe gehalten, die Zionisten zu informieren und dn lokale Arbeit mit ihnen zu besprechen. Die Red. jDorZliicr Kolcacler tiflroi Berliner Zlonlillnhe Verrlnl«una, Berlin C. I», 5*yd<n1r. X Telefon t Zrnfrum 5614/15. Donneutag, den 13. Januar Abends SV« Uhr Gruppe ״Weil", Im Zahnßrslchous, DQlowstf. 104 Referat des Herrn Walter 3amueh ״Die Wahlen zur Vertreter-Versammlung der D.Z.V.“ An.d1l!r6end »prechen die Vcrlrder der vcr.dUcderten Parteien und Ll.Iim Ober Ihren Parleliiandpunkt. Danach allgemeine Dl.ku.1I0n. Die Spredulunde de. Vor.londe. beginnt um 8 Uhr. rrnm! Gruppe ״Oil", Im Helm LIppehncr Sir. 9 Abend. 8 Uhr Frau El.e Romann (Keillotorln) «prlchl: D«. Buch Ruth, Arnold Zweig! Eine Novelle, Uedldile »on Heine, Salue, Koien/eld. Danach Besprechung Ober die Wahlen zur Vertreter-Verrammlung der U. Z. V. Vorlrailuyklui der Gruppe ״Süd", Im Helm rrlmen.tr. 43. Anend. 8 Ulir, ״Du tödliche Volk, .eine Sprache und Literatur In den Hauptepochcn." 1■ ״Volk und Sprache Im Zeitalter der Bibel" (Dr. S e 111 m o n l> e r n I e I d), Die Termine der folgenden Vorträge werden noch bekannlgegcbcn. 3. ״Die Enlitehung der Miichnah und de. Talmud." (Rabbiner Dr. LI e b e r m a n n). >. ״Malmonldei und da. Jüdische Mittelalter" (Dr. Schimon Dernfeld). 4. ״Volk u. Sprache Im Zeitalter der hebrJUichen Renaissance" (Cha)lm Krupntk). 5. e) ״Blallk al. ReprSscnlanl der hebräischen Renaissance" (Daruch Krupnlk). 5, b) ״Achad Haam al. Repräsentant der hcbrSUdr. Renaissance" (Dr. Max Straub). glaube, daß dieses Bedürfnis unmittelbar zum Zionismus führt. Im Mittelpunkte unseres ״Programmes“ dürfen nicht irgendwelche politischen, sozialen, wirtscliaftlichen, kulturcllcn Forderungen und Theorien stehen, sondern die Begriffe: Jüdische Betätigung, jüdische Produktivität. Der Zionist ist ein Mensch, der als Jude leben, sich als Jude durchsetzen will, der sein Judentum produktiv machen will (Judentum einfach als Eigenart verstanden, nicht als Inhaltsbcgriff). Daß das nur der Zionist sein kann, der bereits Ercz-lsrael als ideale Vorbedingung für Judentumsbejahung akzeptiert hat, erscheint selbstverständlich. Ich mißachte den Parieikampf im Zionismus auf Grund verschiedener sozialer oder kultureller Anschauungen durchaus nicht, halte ihn im Gegenteil für telir fruchtbar, aber nach außen darf das alles!nicht als dem Zionisnut* wesentlich in die Erscheinung treten. Es gibt nicht mehrerlei verschiedenen Zionismus. Zionismus ist, was uns alle verbindet, nämlich: Betätigung jüdischen Lebensgcfühls auf möglichst intensive Axt. Im Mittelpunkte unseres Programmes darf also in Zukunft nicht mehr eine Theorie stehen, im Mittelpunkte stehe der zionistische, d. 11. radikal jüdische Mensch. Und infolgedessen dürfen wir nicht mehr für die Verwirklichung einer Idee kämpfen, sondern für die Vcrwirklichung eines Typus Jude, für jüdische Individual- und Kollektivrcnaissance. Dieser Kampf ist aber nicht mit Schlagwortcn zu führen, sondern mit Einsatz unserer Persönlichkeiten. Und Propaganda für diesen Zionismus ist glicht mit Reden zu machen, sondern mit Arbeit. Wenn wir diesen Typ, der jetzt noch keinesfalls der allgemeine ist, wirklich zum zionistischen Typus machen, den Menschen, der überall, wohin er kommt, jüdische Werte schafft, Anregungen ausstreut, jüdisch produktiv ist, ein jüdisches Fluidum ausstrahlt, dann werden wir die Notwendigkeit des Zionismus bewiesen haben. Die praktischen Konsequenzen, die sich aus dieser meiner Anschauung ergeben, sind unabsehbare. Sie fangen an bei der Leitung, die unseren Kulturkampf viel mehr unterstützen müßte. (Die Parteisekretäre sollten sich übrigens viel mehr um die kleinen Gruppen kümmern, denen cs an organisatorischen Talenten fehlt, als um die großen Zentren, die sich allein helfen können. Die kleinen Gruppen sind wichtiger als die großen: 1000Ö Zionisten in Berlin sind eine einflußlose Minderheit, 300 Zionisten in Gotha bedeuten die Eroberung einer Gemeinde und damit eine außerordentliche Arbcitsmöglichkeit.) Viel wichtiger ist es, Leute, die zionistisch orientiert sind, und j'cru arbeiten möchten, aber auf einem Außeuposteii sichen, immer wieder mit der Osganisation in Fühlung ־zu bringen, sic in die zionistische Welt icinzubezichcn, als dauernd Menschen, die uns jiiclit verstellen wollen und die wir weder brauchen können noch haben wollen, zionistisch zu bearbeiten. Die Folgerungen gehen weiter: Die ganze Organisation der Z. V. f. D. muß geändert werden. Das System der Wahlen ist verfehlt; Zentralkomitee und Delegicrtcnlag sind nur Notablenversammlungen. Das Zentralkomitee muß aus allgemeinen Wahlen hervorgehen, der L>e!cgiertentag aus Vertretungen von Bezirken, nicht von Gruppen. Ich verweise hierbei auf die neue Verfassung der Berliner Zionistischen Vereinigung, die sich ganz auf den liier niedergelegten Ideen aufbaut Die Folgerungen gehen weiter: die Ueberschwemnning mit Partei- Flugschriften muß aufhören, wichtiger ist die Herausgäbe von Liederbüchern. (Ist es nicht charakteristisch, daß es kein jüdisches Liederbuch im deutsch-jüdischen Buchhandel gibt, nicht einmal ein schlechtes.) Und weiter gehen die Folgerungen: die Jugend muß nicht zionistisch erzogen werden, denn davon versteht sie nichts; es müssen ihr nicht jüdische Worte, sondern jüdische Sinne cingepflanzt werden. Und schließlich noch einmal und zusammengefaßt: wir dürfen unsere Arbeit, unsere Betätigung, unsere Leistungen in keiner Weise durch die Einstellung der Nichtzkmisten beeinflussen und beirren lassen; geradeaus, zielbewußt und stolz müssen wir unseren Weg gehen und arbeiten. Fort mit der ganzen Propa- 2* ״da: das ist die beste Propaganda! Mitteilungen des Jüdischen Nationalfonds Aus technischen Gründen kann der Spendenausweis erst in der Freitagnunimer dieser Woche erscheinen. Der darauf folgende Ausweis erscheint dagegen wieder in der nächsten Dicristagnuinmer. An die Inhaber von N. - F. - B ü c 1t» e n in Groß-Berlin. Da sich in den Kriegsjahren die Adressen sehr vieler Inhaber von N.-F.-Btichscn gcünded haben, ohne daü diese Veränderungen hierher mitgeteilt worden sind, haben wir an alle uns bekannten Büchseniuhaber ^Mitteilungen über die bevorstehende allgemeine .Büchsenleerung geschickt. Wir bitten alle diejenigen Buchseninhaber, die diese Mitteilung nicht erhalten haben, dringend! uns ihre Adressen mitzuteüen. Zur Leerung berechtigt sind nur die von uns legitimierten Sammler, deren Ausweis wir stets nachziiprüfen bitten. Jüdischer Nationalfonds E. V. Sekretariat für Groß-Berlin. Seydclstr. 3, III. Fernspr. Zentrum 3614/3615. Nachrichten, Hebräische Sprachschule in Berlin. Neue Anfängerklassen, in denen nur die Kenntnis des Lesens vorausgesetzt wird, werden erst Mitte April wieder eröffnet. In sämtlichen zurzeit bestehenden Klassen sind noch Neuaufnahmen möglich nach vor• lieriger mündlicher oder schriftlicher Anmeldung bei Dr. Smoira (W. 15, Württembei gische Str. '25/20, Tel. Uhl. 6012), der bereit ist, über den Staud der einzelnen Kurse Auskünfte zu erteilen. Sprechstunde Dieiiatag und Donnerstag nachmittags 5 Uhr im Zionistischen Zentral• biiro, Sächsische Str. 8, und Mittwochs vormittag um lü Uhr in der Wohnung; sonst nach vorheriger telephonischer Anmeldung. .. "'LUV1 HU111V.11111V11. juuicvi» DVtitr len sich in derselben 103 Zöglinge, und zwar 55 mannidte Lehrlinge, S Gartcnbauschüiennncn (ab Januar 14), Ahlem. Einem Bericht der Oartcnbauschule Ahlem entnehmen wir: ״Am 14. Dezember 1910 fand zu Hanxiovcr die diesjährige Sitzung des Kuratoriums der Israelitischen Oartcnbauschule Ahlem statt. Aus dem Bericht sei folgendes erwähnt: Am 1. Februar 1919 wurde das seit Kriegsbeginn in der Anstalt bestehende Lazarett aufgelöst und die Anstalt konnte ihre Arbeit in vollem Umfange wieder aufnehmen. Zurzeit beimden liehe 17 Haushaltungsschulerinr.cn, lö Schulknaben Und 7 Schulmädchcn. Die im Laufe des Berichtsjahres zur Entlassung gekommenen Gärtnergehilfen und Haushaltungs- Schülerinnen fanden leicht gutbezahlte Stellungen. Die Gärtnerei, die nunmehr unter Leitung eines ehemaligen Ahlemer Schülers stellt, hat zur Zufriedenheit gearbeitet. Die Rechnung des Jahres 1918 und der Voranschlag für 1920 wurden genehmigt. Ferner nahm das Kuratorium davon Kenntnis, daß der Leiter der Anstalt, Herr Direktor Silberberg, zuin Geschäftsführer der Simonschen Stiftung gewählt ist. Derselbe wird daneben die Oberleitung der Gartenbauscimle Ahlem, an der er seit 23 Jahren wirkt, bcibchaltcn.“ Berlin. Der Palästina-Arbeiter-Fond veranstaltet am Dienstag, den 20. Januar, abends >/aS Uhr, in den Musikerfestsälen, Kaiscr-Wiihclmstr. 31, einen jidisJien Theaterabend. Zur Aufführung gelangen: ״Zuseit und zuspreit“ (Die Versprengten), Lustspiel von Scholem Aleichcin. Näheres siehe Anzeige. Berlin. Die dramatische Kwuzah des Hapoel-Hazair, Ortsgruppe Berlin, Leitung Chawer S. Ochs, teilt mit, daß die Aufführung des vieraktigen hebräisehen Schauspiels ״Newelah“ von Perez Hirschheim für Dienstag, den 3. Februar, im Saale des Gardekasinos, Sophicnstr. 34, geplant ist. Sämtliche nationaljüdischen und hebräischen Kreise werden gebeten, sich diesen Abend frcizuhalten. Für diejenigen, die nur wenig Hebräisch verstehen, werden vor der Aufführung deutsche Uebcrsctzungea erhältlich sein. Berlin. Am 25. Dezember 1919 starb der Berunder des Unabhängigen Ordens Bnc r i 111 (U. O. B. B.) auf deutschem Boden, Julius Fenchel. Der Verstorbene war zuerst Mitglied des Old-Fcllow-Ordcns. Als anfangs der achtziger Jahre sich auch dort antisemitische Bestrebungen bemerkbar machten, trat Fenchel aus und faßte den Plan eine jüdische Loge in Deutschland nach dem Muster der m Amerika bereits seit 1843 bestehenden Bnc Brith- Logen zu begründen. Am 20. März 18S2 wurde die erste Loge auf deutschem Boden, die Deutsche Reichs- Loge, ui Berlin mit 26 Mitgliedern eröffnet. In rascher Folge wurden weitere Logen ins Loben gerufen, so daß m» Jahre 1885 die Installation der Großlüge für Deutschland VIII. U. O. B. B>. erfolgen konnte. Fenchel wurde der erste Großpräsidcnt, der bis zum! Jahre 1887 die Geschicke des deutschen Distriktes leitete. Bochum. Am 27. Dezember 1919 veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe im Saale des Wirtes Keitman, hier, eine M a kka bäc r feier, die von zirka 150 Per״ sonen besucht war. Dresden. Unter Mitwirkung des Dresdner Svnagogenchors, Leitung Dr. Leo Fantl, F«au Helga Petri i! ״ Laute), und Otto Bernstein, Mitglied der Volksbühne Berlin (Rezitationen) veranstaltete die Ziomsüsche Ortsgruppe zu Dresden am 18. Dezember 191© eine stimmungsvolle Makkabäerfeier. Elberfeld-Barmen. Der jüdische Wohlfahrtsverband Elberfcfd-Barmen veranstaltcte mit dem Mendelssohn-Verein eine jüdische Jugendschnftesn-Ausstellung vom 7. bis 10. Dezemlwr 1n0A^ran^Lur• *1, Donnerstag, den 1. Januar .״k.°A8׳?ru dn^,v0nJ natkmaljüdiscben Jugcndaus* schuß emberufenen öffentlichen Jugeudversammlüng Herr ״/• J.־* ,.־ ö ^e n s t e i n ־ Berlin. Der Redner sprach vor überfülltem Saal und die Diskussion gestaltet• sielt dementsprechend lebhaft und anregend. Leipzig. Der über 200 Mitglieder zählend* Bar veranstaltet am 17. Januar •in Schau- I Kochba