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Jüdische Rundschau · 1919-12-23 · Heft 91 (23.12.1919) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 91 (23.12.1919)
Date
1919-12-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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j UEDISCH E RUNDSCHAU Seite' ־ 712 sehen ״Tagblattes“ in Lemberg und hat sowohl bei | diesem, als auch in zahlreichen anderen zionistische■ Zeitungen und Zeitschriften Kitgearbeitet. Während des letzten Jahres war Stand «cfrtver leidend und an jeder politischen Tätigkeit verhindert. Seine Krankheit verschlimmerte sich in den Setzten Monaten in so besorgniserregender Weise, daß der Eintritt der Katastrophe längst vorausgesehen wurde. Er litt außerordentlich und ist durch den Tod buchstäblich erlöst worden. Noch auf dem Krankenbett verfolgte er mit gespanntestem Interesse alle Vorgänge der jüdischen Politik und die Erfolge des Zionismus, dem sein ganzes Leben gewetlrt war, verklärten seine letzten Stunden. Die Zionisten der ganzen Welt stehen in tiefer Trauer ua der Bahre dieses Treuen, derrt es nicht mehr vergönnt war, in das gelobte Land hinüberzuziehen. Sein Name wird in der Reihe jener Führer, die ihr Leben der Idee geopfert haben, vom jüdischen Volk stets mit ■daakbarer Verehrung genannt werden. Enteniepressestimmen über die Londoner Beratungen Kadi einer Meldung des ״Matin“ nahm die Lomdotier Besprechung in־ der türkischen Frage folgendere Standpunkt ein: Man gewann die Ueberzeugung, daß Polk, der Vertreter Amerikas, bei den letzten Beratungen oft ohne jeden Auftrag gehandelt habe. Wenn Amerika keinen Bevollmächtigten mit genauen Direktiven entsenden wolle, müßte man sich entschließen, allein zu handeln. Die türkische Frage werde den Gegenstand vom Beratungen vor der interalliierten Konferenz bilden, dem Dreierrat oder dem Viererrat, der in Zukunft die oberste Behörde der Friedenskonferenz sein soll. Der ״Petit Pari s i en“ erfährt von einer Cienienceau nahestehenden Persönlichkeit, daß über Kanstanönopel, Syrien und Kleinasien volle Uebereinstiinmung erzielt sei, wegen Mesopotamien und Mossul werde *ichste Woche noch ein besonderes Abkommen unterzeichnet werden. ״Corriere della Sera“ berichtet, ein Beschluß über die Türkei hätte mit Rücksicht auf die noch unbekannte Stellung der Vereinigten Staaten nicht gefaßt werden können. Bedrohliche Situation in Rumänien Das Komitee der jüdischen Delegationen bei der Friedenskonferenz meldet am 10. Dezember aus Bukar e s t, daß dort unter der Flagge eines Kampfes gegen den Bolschewismus eine wütende Propaganda gegen die Juden seiten» de» General» V a t o j a n o begonnen die bereits 'im, Fr%thte trägt. Der General hat In» ganzen Laad״ Plakate mit der Ucbersäirift ״Le» b£tes Rouges“ anteilig en lassen und hat Tausende von Broschüren, in der Staatsdruckerei hergestellt, verbreiten lassen, in derjen behauptet wird, daß die Juden die einzigen Schuldigen am Bolschewismus sind und man sie erbarmungslos bekämpfen müsse. Alle Interventionen der Juden bei der rumänischen Regierung zwecks Ein- Stellung dieses■ Hetze waren vergeblich. In Adjud, einem kleinen moldauischen, von zahlreichen Juden bewohnten Städtchen, haben die Plakate sofort antijüdische Exzesse '1hervorgerufen. Der Leutnant Constantimesko, der Bahnhofskonumndant, begann am hellen Tage auf die Juden einen Angriff, bei denen viele grausam geschlagen, andere gefoltert oder verhaftet und zahlreiche Läden geplündert wurden. Der Vorsitzende der Jüdischen Ge- Bieinde Hermann Marcovici wurde gefoltert Sechs Juden wurden schwer verletzt. Die gesamte jüdiiehe Berölkerang der Stadt floh nach Focsani. Das Judentum auf der Wanderung Seitdem! man, nicht zuletzt unter der Einwirkung na tionaljüdi scher Gedankengänge und Erkenntnisse, aufgehört hat, da» jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart einseitig als den Entwicklungsprozeß eines Gedanken- und W eltansdtauungskoutptexes zu betrachten, seitdem man anders gewendet, gelernt liat, Judentum und Judenheit voneinander zu unterscheiden, hat die Betrachtung und Darstellung jüdischer Probleme nicht nur an Deutlichkeit und Tiefe, sondern auch ־an Umfang und Breite erheblich gewonnen. Eine Fülle «euer Fragen ist aufgetaucht, zur Erörterung gestellt und ihr er Lösung nähergebracht worden; eine F&le anderer harrt der wissenschaftlichen Erforschung, verlangt gebieterisch nach ihr. Das kann auch gar nicht anders sein, nachdem einmal erkannt und den Suchenden ins Bewußtsein gerückt worden ist, daß die Judenheit, nicht das Judentum Träger des jüdischen Geschiehts- Prozesses ist und daß dieser daher notwendigerweise in Veränderungen wirtschaftlicher, *ozialcr und politischer Art sich vollzieh en muß. Es kann kein Zweifel bestehen, daß unter den Vercinderungen wirtschaftlicher Natur, die die Entwicklung der jüdischen Geschichte und der jüdischen Gegenwart charakterisieren, diejenigen Vorgänge den ersten Platz beanspruchen dürfen und die größte Rolle spielen, die man als die Wanderungen der Juden zu bezeichnen hat. Sie eigentlich sind das Charakteristische des jüdischen Gesohichtsablaufs und des jüdischen Gegenwartslebens, und an ihnen kann daher weder der Historiker noch der Politiker, der sich den jüdischen Fragen offenen Blicks zuwendet, vorübeigehen. Es ist das Verdienst Wladimir Kaplun-Kogans, auf die zentrale Stellung dieses wirtschaftlichen Vorganges im jüdischen Gesehkhts- und Gegen»?artsleben hingewiesen zu habe». Palästina Besuch Ussischkins in Petach-Tikwah Bei einer Inspektionsreise durch die judäischen Kobnien verweilte Ussischkin in Petach-Tikwah mehrere Tage. In einer Versammlung im Arbeiterheim fand eine Aussprache zwischen ihm und den Vertretern der Arbeiter statt. Herr Goldberg, der ausführlich den Standpunkt der Arbeiter darlegte, sagte unter anderem, man könne jetzt nicht mehr, wie vor zehn Jahren, ein ״gegenseitiges Verständnis“ der Kolonisten und der Arbeiter predigen. Trotz der Herabsetzung der Lohnansprüdie des jüdischen Arbeiters bis auf ein Minimum ist der Prozentsatz der jüdischen Arbeiter in der Kolonie gesunken, statt zu steigen. Die Kolonisten bevorzugen billige, reicht jüdische Arbeit. Unter den wenigen jüdisehen Arbeitern, die alle Kriegsleiden überstanden haben, gibt es noch Arbeitslose. Von den vielen jüdischen Instanzen hat keine einzige Wesentliches für Beschaffung von Arbeitsgelegenheit getan. Im Namen der Arbeiter Petach-Tikwahs verlangte Goldberg die Einrkhtung von Arbeitergenossenschaften auf kleinen Parzellen, damit die Arbeiter selbständig und unabhängig arbeiten können. Ussischkin erwiderte darauf folgendes: Die jüdisdie Arbeit sei ein Axiom seiner Palästinatätigkeit. Im übrigen aber ist die Arbeiterfrage sehr kompliziert und nicht in einer Versammlung zu lösen. Die Leitung ist sich der schweren Lage der Arbeitenden und der Arbeitslosen voll bewußt. Der Weg zur Erlösung aber besteht nicht darin, daß man mit einem Federstrich 40 jüdische Bauernsiedlungen liquidieren soll. Er hofft, eine befriedigende Lösung der angeschnittenen Frage zu finden. Es wird bei der Palästinakommission ein SonderajusschußfürjüdischeArbeit (zusammengesetzt aus Arbeitgebern und -nehmern) gegründet, der sich mit dem Arbeitsproblem, das das Problem des Z ionismus ist, beschäftigen wird. Die Arbeiter Petach- Tikwahs möchten im Laufe einer oder. zwei Wochen eine Aufstellung ihrer Mininialforderungen vorlegen, mit genauer Angabe der gewünschten Arbeitsgebiete. Eine ״Partei der sozialistischen Arbeiter“ ln Heft 6 des ״Hapoel-Hazair“ finden wir die Zu- Schrift eines Ausschusses der ״Partei der sozialistischen Arbeiter in Palästina“, welche über eine Beratung dieser Partei, die Ende Tischri in Jaffa stattfand, berichtet.( Diese Beratung war von jenen Mitgliedern der poalezionistischen Organisation in Jaffa, Haifa und Jerusalem einberufen worden, welche nicht in die Achduth-Haäwodah eingetreten sind. Die Versammlung befaßte ach mit Fragen der Reorganisation der Partei, sowie mit zahlreichen ‘ Fragen der' kwonisatarischen und nationalen Arbeit. Ein Bericht hierüber befindet sich Inf Druck Aus dieser Zuschrift ist zu ersehen, daß nunmehr außer der dem Poalezion-Verband angehörigeri Achduth- Iiaawodah und dem Hj|poel-Hazair noch eine dritte Arbeiterpartei in Palästina besteht, die offenbar weiter links steht, als Achduth-Haawodah. Ke neue Partei führt zwar in der Klammer neben ihrem Namen die Be- Zeichnung Poale-Zion; wie wir jedoch von zuständiger Seite informiert werden, hat das Zentralbüro der Poale- Zion hi Stockholm die Anerkennung dieser Gruppe als Teil des Weltverbandes abgelehnt und nur Achduth- Haawodali jds die palästinensische Landesorganisation anerkannt. L. Z. B. Die Genossenschaftsbank in Jaffa (K u p p a t A m) hat die Erlaubnis erhalten, ihr bisher 5000 Pfund betragendes Kapital auf 10000 Pfund zu erhöhen. Die Bank wird eine Filiale in Jerusalem errichten. Bereits sein im Jahre 1913 erschienenes Buch ״Die Wanderbewegungen der Juden“ war in der Problem- Stellung und in der Verarbeitung des Materials ein Werte von mehr als alltäglicher Bedeutung. Dabei war es raur, wie jetzt deutlich erkennbar ist, ein Teilwerk. Denn Kaplun-Kogan hat in diesen Tagen seiner ersten Schrift die zweite ״Dk jüdischen. Wanderbewcgungen in der neuesten Zeit“ (1880—1914)*) folgen lassen, und auch diese ist, wie er im Vorwort (S. IV) ankündigt, reur ein Teil eines großen auf drei Bände berechneten. Werkes über ״Die Wanderbewegungen der Juden“. Die neue Schrift Kaplan-Kogans rechtfertigt in hohem Maße die Erwartungen, mit denen der Leser, der seine erste, programmatische Schrift kennt, an ihre Lektüre herangeht Ausgerüstet mit den besten wissenschaftlichen Untersuahungsmethoden, mit einer souveränen Beherraobung des gesamten, wahrlich schwer erreichbaren wirtschaftsstatistischen und wirtsd|aftsgeschichtltehen Mar terials entrollt Kaplun-Kogan ein wahrhaft erschütterndes Bild von dem unaufhörharen Abstrom der jüdischen Menschenmassen aus den östlichen Judensiedhuigen nach den überseeischen Neuländern. Ich greife nur eine einzige der vielen von Kaplun-Kogan in übersichtlichere Tabellen angeordneten Zahlen heraus. In den Jahren 1899—1914 sind in die Vereinigten Staaten von Nordamerika 1 485641 Juden eiregewandert, d. 11. etwa 10 % aller Einwanderer waren Juden, oder anders gesehen, von den 15 MilEonen in aller Weh lebenden Juden haben 10«/« den Wanderstab ergreifen müssen. Ein jeder kennt die vielfältigen Ursachen dieser furchtbaren Erscheinung im Leben des jüdischen Volkes, und doch ist es gut, daß Kaplun-Kogan noch einmal mit aller Deutlichkeit auf sie hiiiweist, noch einmal zeigt, wie vorüb eigehende und dauernde Ursachen, Ursachen poli- *) Bonn a. Rh., A. Marcus & E. Webers Verlag, 1919. j Nr. 9! Eine sehen Z< zember ir nahmen a eine, sov Tagung ־ Zentralko Tätigkeit! rierte üb ,und über dt• re. Er cHtktiven;daran ge die am ,׳ i Sitzung des Hilf! schere W unverzüg! auf dere Lande ri wurde a.1 Herr J. des Zent gegen d Tagung 1 woche ii dem Vei einer M; Ukraine herauszu! informier «avische Eine Den Gipl rischen J enthüllen uns gern ״Jüdische Israelitisc standss iti genamttK Komma n! die Rela Budapest Gerüchte entbehre! die Buc F reud garns en befreit v p a t r i o mee, a tution d faßt den neralvers der natk 111 v - F c der Jude zufeiten.' deres a H o r t h Pogrome Schrecke »Jii< Prager richtet v Slowakei sich bei zu beteili 70 israel Gemeind Die Wie ein sammitm Staaten׳ < bereits v Beschluß nischen 1 Itmg des Arbeit 1 Jüdische Welt-Chronik Ein tragischer Selbtmord Ein in München bestehender Verein ״Frohe Garde' faßte den Beschluß, die jüdischen Mitglieder auazuschließen. Max Spaeth, ein jüdisches Mitglied de» Vereins, Mitbegründer und wegen seiner Verdienste Ehrenmitglied, verlangte das Wort, um seinen Standpunkt klarmlegen. Die Versammlung wünschte jedoch keine Debatte, sondern gab das Zeichen zum Beginn] der Musik für eine vorbereitete Ballfestlichkeit. Max! Spaeth stürzte darauf ins Nebenzimmer, wo er sich erschoß. Der Verein hat dem so tragisch ums Lebe» gekommenen einen Nachruf gewidmet! Wir werde* auf das Symptomatische dieses Falls noch zurückkommen. Die Abreise Samuels aus Polen. Am 6. Dezember verließ Samuel Warschau. Vor der Abreise stattete et bei Paderewski einen Besuch ab. Unter anderem wie» Judenpolitik der Regierung und dm Friedensvertrag, sowie auf die Ungeheuerlichkeiten, die letztens auf de* polnischen Bahnen passieren! reisende Militärabteilunge* mißhandeln •und berauben jüdische Passagiere,' plündern jüdische Viertel neben den Bahnhöfen usw. Paderewski gab Herrn Samuel allerhand Erklärungen und — Versprechungen ab. — Sir Samuel ließ in den jüdisch« Zeitungen Warschaus einen AbscliiedsgruB veröffentliehen, der warme Dank- und Trostworte enthält. Vor der Tagung der jüdischen Stadtverordnete« In Polen. Im neuen Polen stellt der Antisemitismus eine außerordentlich gut organisierte Kraft dar, der die Juden nur dann mit Erfolg widerstehen können, wen« sie ihr eine ebensogut organisierte Kraft entgegenstelle*. Es fehlt aber bis jetzt den polnischen Juden eine zentrale Instanz, die den Verteidigungskampf im Landtag, in de* Stadträten und in der Presse überwachen und einheitlieh leiten könnte. Dieser Mangel macht sich immer mehr bemerkter, denn in Polen tobt ein regelrechter polihscher und wirtschaftlicher Krieg gegen die jüdische Bevölkerung. Um eine autoritative Instanz zu schaffen, die berufen wäre im Namen des jüdischen Volkes I* Polen die jüdische Politik zu führen, erging vor kurze» von der Zionistischen Organisation aus ein Rut m alle jüdischen Parteien und Gruppen, eine Tagung aber jüdischen Stadtverordneten einzuberufen. Aus Vertue־ tem aller Volksschichten bestehend, würde eine solche Tagung sachlich die Verhältnisse prüfen und frei vo« Parteirücksichten die Interessen der Juden wahnnehm« können. Die nichtztoiiistischen Parteien sowie auch dk linken Zeire-Zion haben aber den Vorschlag der Zlonistischen Organisation abgelehnt. Statt dessen beruft jetzt jede Partei dne Sondertagung ihrer eigenen Stadtratfraktionen ein, 1was die vortiandene Uneinheitlichkeit nur noch zu steigern vermag. Der Gedanke, eine unparteiische Tagung zu veranstalten, ist trotzdem nicht fallen gelassen. Es bildete sich ein Oiganisationsawschuß (unter Beteiligung der Zionisten, des Mistacf« und des HandwerkerbundesT, der die jüdischen Stadtverordrieten ohne Unterschied der Richtung nach Warschau m einer Tagung dnlädt. Die Tagung soll am 28. Dezember stattfinden. Assimilationszwang in Lodz. Wie die Lemberger ״Chwila“ berichtet, hat der Lodzer städtische Schulrat beschlossen, aus dem Programm der städtischen Schul« die jüdischen Gegenstände und den hebräischen Unterrieht abzuschaffem da es unpädagogisch sei, gleichzeitig Polnisch und Hebräisch zu unterrichten und das lote Hebräisch mit dem Polnischen phonetisch nichts gern ei* habe. Die jüdischen kulturellen Organisationen von Lodz haben gegen diese Zwangsassimilatäonsniaßregei energisehen Protest erhoben.. Margolin ukrainischer Vertreter In London. Wie der Ukr. Pressedienst meldet, hat das Direktorium der Ukrainischen Volksrepublik zum Chef der Dipkrenatisehen Mission der Ukraine in London den Herrn AtwoW Margolin ernannt. Herr Margolin ist Mitglied dar aut jüdisch-nationalem Programme stehenden jüdisch« Volkspartei. tisch-rechtlicher und ökonomischer Natur die Juden Rufilands, Rumäniens und Gähnens vom Jahr zu Jahr auf die Wanderung drängen. Denn nur, wenn sich die Judenheit der Gegenwart der Ursachen dieser Wanderungsbeweguregen der Juden in vollem Umfange bewußt wird, ist zu hoffen, daß säe die entscheidenden Maßnahme» selbst eigreift und bei den Regierungen der Völker auf sie drängt, die diesen die Judenheit atonresterende* und das Judentum vernichtenden Zwang zur Wandterureg ein Ende zu setzen geeignet sind. Nur dann audi ist zu erhoffen, daß für die Wandeningen der Jude« endlich die großzügigen Grganisationsformen vom der Judenheit selbst gefunden werden, die der Bedeutung dieses gewaltigen Wirtschaftsprozesses entsprechen, rar dann endlich zu erwarten, daß die furchtbaren Wirkung« einer regel- oder planlosen Wanderungsbew^gung der Juden in den Auswanderungs- und Einwanderung»!!*- dern, die Kaplun-Kogan im letzten Kapitel seine» Buch«* rart eindringlicher Sprache schildert, vermieden werde* und endlich an die SteBe einer wilden ״Migration“ dne ״vorbedachte, planvoll geleitete Kolonisation“ (S. Tfy tritt. d Kaplun-Kogans Schrift kann den jüdischem Politikern und Volkswirtschaftlern unserer Tage nicht dringend genug zur Lektüre und Beachtung empfohlen werde* Sie verdient das ernste Studium jedes Juden, dem da* Schicksal und die Zukunft seines Volkes am Heise* liegt. Dr. Georg Herlitz. Oie berühmte ״Geniza“ (Synagogenarchiv) m Kairo, die eine Menge hebräischer Manuskripte e*thält und in der seinerzeit das hebräische Original des Sirachbucftes gefunden wurde, ist von Uisiichkin für J erasal em erworben worden und wird de*»׳־ nächst dorthin gebracht Zum und Lud kalendert Spiegelte geben, d! auch die! jedem G Die zu Wor das abgc durch di tischen I vor der in die Warten Pogrome hebung «Inen C rieh h\! beiten d berichtet Erez Isr Entwickl bieten d Ein; Theor Pathos Worte, in Wien fahren- Chauvin Max B Itemokr. liehen I anszekh

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