Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 89 (16.12.1919)
- Date
- 1919-12-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2652135-2652224--12718-2670382- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 698 J U EDI SCH E RUNDSCHAU Nr. gf Nr ® der nationalen Minderheiten wurde verboten, weil sie gegen diesen Beschluß, der von einem Volke gefaßt wurde, das selbst vor einem Jahre noch unterdrückt war, protestiert hatte. in der Zeit der Herrschaft der Bolschewiki in Riga konnte die Agudath Hazionim nicht öffentlich auftrctcn, doch wurden vom Rat der Arbeiter und Soldaten einige Vorlesungen des Herrn Sachs, Bevollmächtigter der russischen Zentrale, über Fragen des Palästina- Aufbaues gestattet. Die Vorlesungen waren von einer nach vielen Hunderten zählenden Menge besucht, trotzdem in der Stadt eine sehr gedrückte Stimmung herrschte und die Straffe nicht ohne Gefahr passiert «׳erden konnte. Das Interesse für Palästina war schon damals sehr lebhaft. Auch nach dem Abzug der Bolschewiki, nachdem in Lettland freier Verkehr und Handel gestattet wurde, haben sich 2000 Menschen bei dem in Riga errichteten Palästina amt zur Auswanderung nach Palästina bereit erklärt Da die Mehrzahl aus Handwerkern besteht und die jüdischen Handwerker am Baitikum gute Fachleute und tüchtige Arbeiter sind, werden sie für den Ausbau des Landes Israel manches leisten können. Beer -Damo. Die Gemeindeverwaltung in Kowno Laut einstimmigem Beschluß des Jüdischen Gemeiucterats in Kowno weiden die Geschäfte von einem großen Arbeitsausschuß aus sieben und einem engeren aus drei Mitgliedern geführt. Der Siebener-Ausschuß setzt sich aus dem Vorsitzenden und Vizevorsitzenden, des Oemeinderats und den Vorsitzenden der fünf Kommissionen zusammen. In den Kommissionen wird der Vorsitz folgendermaßen nach den Fraktionen verteilt: in der Scnulkonrmission Und der Kommission für soziale Hilfe — Zionisten, in den Kommissionen für Religions- und Finanzangelegenheiten — Orthodoxe (״Achduth“), in der Wirtschaftskommission — ein Vertreter des Handwerkerbundes. — Der Dreier-Ausschuß besteht aus einem׳ Zionisten, einem Orthodoxen und einem Handwerker. Die •sozialistischen Fraktionen lehnten jede Mitarbeit ab. Zionistenverfolgungen in Moskau Wie ,,Das jüdische Volk“ in Warschau mitteilt, ist der jüdische Oemeinderat in Moskau von der Regierung aufgelöst worden. Die zionistischen Führer Salkind und Tscherikower sind verhaftet. Es sollen noch manche andere Zionisten verhaftet sein, darunter Mitglieder der Leitung des ״Hechaluz“. Eine Misrachi-Organisation in Litauen In Wilna wurde am 22. September eine Misrachiorganisation für Litauen ins Leben Lehen gerufen. Etwa 15 Rabbiner, 30 hervorragende Jüdische Persönlichkeiten, 10 Vertreter,der Zeire-Jisroel- Organisation nahmen an der Tagung teil. Die Leitung lag in den Händen des Wilnaer Oberrabbiiners Rubinstein. Er betonte, daß die orthodoxe Judenheit den Zionismus unterstützen müsse, der nicht länger eine abstrakte Idee sei. In der Periode der Verwirklichung, in die wir jetzt getreten seien, müßten die Rabbiner wie andere Führer des Volkes aktiven Anteil an der Be-wepmg nehmen. Die Satnuelkommlssioti Die Arbeiten der Samuelkomtnission sind zu Ende. Sir Samuel, Kapitän Wrigfit und ein Vertreter des polnischen Außenministeriums besuchten letztens Wilna, Lida, und Krakaa Ueberall konferierte Samuel mit den jüdischen Parteiführern und auch mit den Vertretern der polnischen Zivil- und Militärbehörden. Samuel reiste am 7. Dezember nach Paris und von dort Das hebräische Theater in Moskau Die hebräische Theatcrgesellscfmft ״Habimah“ in Moskau hat im Laufe des letzten halben Jahres bedeutende Fortschritte gemacht. Die künstlerische Ausbildung wurde erweitert, seitdem die künstlerische Leitung in die Hände des Künstlers E. B. Wacltangow gelegt wurde, Herr Wachtangow, ein hervorragender Künstler, Nichtftfde ist ein begeisterter Verfechter der hebräischen Theateridee. Gelegentlich■ seines letzten Besuches in Petrograd machte er einem /■;■onfstisefen Vertreter folgende interessante Mitteilungen Uber die ״TFabhnafi“: Die öffentlichen Vorstellungen der ״Habimah“ in der Wintersaison sind im April dieses Jahres abgeschlossen worden. Wir können mit dem׳ Verlauf der Saison zufrieden sein. Gegenwärtig ist die Gesellschaft mit der Spraoh- und Au sdrucksverbesseruug sowie der szetvscheu Technik nach dem System׳ unseres berühmten russischen Künstlers Stanislawski beschäftigt. Leider wird unsere Arbeit durch äußere Umstände erschwert. Wir setzen unsere Ho ff 11,1 lagen auf die nächste Saison, wo unsere Künstlertruppe, die zurzeit 25 Personen zählt. « die Provinz gehen wird, um sich dort der kiinstlerisclten Ausbildung völlig zu widmen. Wir gedenken, demnächst die Werke von An-ski ״Dibuk“ und ״Mewachem“ zur Aufführung zu bringen. Die Regie des letzten Werkes liegt in den Händen des Regisseurs des Moskauer Künstlertheaters, Herrn Mtschedekw. Unsere Truppe ist fest entschlossen, bei der ersten Mög- Itehkeit nach Palästina zu übersiedeln. Die ״Habi!nah“ stellt sich ihre Aufgabe nicht anders vor, .als in engster Fühlung mit dem jüdischen Volke i1׳ seiner historischen Heimat, in Palästina, zu arbeiten. Gleichzeitig will sie aber nicht den geistigen Zusammenhang mit ihrem Schöpfer und Begründer, dein Moskauer ICiinsttertheater, verlieren, und deshalb wird voraussichtlich auch in Z11kunft eine Zweigabteilurig der ״Habiinah“ in Moskau bestehen bleiben.“ Wachtangow fügte hinzu: ״Ich bin kein Jude und verstehe auch jetzt noch n'.-.ht h־׳V" ebviohl die bisher von der ״Ku:>iu״ h‘•;:v.'gtiä Stücke von mir geleitet wurden. Denn besteht aber das Wesen unserer Schule, der Schule Stanislawskis: Auf der Szene ist das wichtigste nicht das Wort, sondern das Erlebnis. Die Kenntnis des Hebräischen ist daher für fnteh nicht notwendig.“ nacn London. Er wird erst dann der englischen Regicrung einen ausführlichen Bericht über seine Eindrücke vorlegen. Ueber den Bericht Worge nt 11 aus an die amerikanische Regierung liegen noch keine authentischen Nachrichten vor. Der amerikanisch-jüdische Journalist Rüben Fink teilt in der jüdischen Presse in Amerika den Inhalt dieses Berichtes, den er aus einer ״ganz sicheren“ Quelle erhalten haben will, mit Da nacn bemüht sich Morgenthau in seinem Berichte, wie zu erwarten war, beide Parteien zu befriedigen. Staatsanwalt WJper verurteilt Im September fand in Moskau der Prozeß gegen den Staatsanwalt Wiper statt, der seinerzeit die Anklage im Beilisprozeß vertreten hatte. Qer Prozeß dauerte 3 Tage. Die Anklage wurde von Kri lenko, dein ersten Generalissimus der bolschewistischen Revolution, vertreten, der die Todesstrafe für den Angeklagten forderte. Das Urteil lautete auf 20 Jahre lnternier 11 n g im Konzentrationslager. Die Frage der Sabbatruhe in den polnischen Mittelschulen. Das polnische Unterrichtsministerium hat beschlossen, daß in den staatlichen Mittelschulen jüdische Schüler nicht verpflichtet sein werden, am Samstag zu schreiben. Was die privaten Mittelschulen anbelangt, haben die einzelnen Direktoren, denen das Ministerium keine Beschlüsse aufzwingen kann, die ihnen opportun scheinenden Bestimmungen zu treffen. Nach Erledigung der entsprechenden Formalitäten wird das Ministerium den einzelnen Schulverwaltungen itt einem Erlasse von erwähnter Begünstigung Mitteilung machen. Die gänzliche Befreiung der jüdischen Schüler vom Schulbesuch am Samstag wurde vom Ministerium abgelehnt. Die Stadtratswahlen in Minsk. Am 23. November fanden in Minsk die Stadtratswahlen statt, denen insofern besondere Bedeutung zukommt, als die Polen sie als Gradrnesser für das Plebiszit über die Zugehörigkeit der Ostgebiete betrachten. In Anbetracht dessen, daß verschiedene Parteien, so die Weißrussen, sich der Wahl enthielten, kann man die Wahlbeteiligung, die gegen 45 0/0 der Wähler betrug, als nicht gering bezeichnen. Genaue Wahlresultate liegen noch nicht vor. Nach der vorläufigen Zählung sollen 19 611 Wähler gestimmt haben, wovon die jüdische Liste 7532 Stimmen (17 bis 18 Kandidaten) und die polnische Liste 7436 Stimmen (17 Kandidaten) erhalten hat. Vortragstournee Max Brods. Max Brod befindet sich zurzeit auf einer Vortragstournee durch die jüdischen Gemeinden der Slowakei. Palästina-Abteilungen der englischen Konsolate? Nach einer unbestätigten Meldung des Warschauer ״Moment“ hat das englische Ministerium des Aeußern beschlossen, bei allen englischen Konsulaten spezielle Palästina-Abteilungen zu sdiaffen, die alle national-jüdischen Angelegenheiten, die im Zusammenhange mit der Emigration nach Palästina■ stehen, zu erledigen haben werden. Diesen Abteilungen sollen Juden vorstehen. - % Die Orthodoxie und die hebräische Sprache. Der Redakteur der Jerusalemer orthodoxen Wochenschrift ״Machsikc Hadatn“, Dr. Ta u b e r ist von seinem Posten zurückgetreten, weil der Herausgeber, Rabbiner Schur, ihm die Veröffentlichung eines Artikels über die Wichtigkeit der hebräischen Sprache nicht gestattete. — Eine Gruppe Jerusalemer Rabbiner hat die Herausgabe eines Büches ״Loschon Kedosclienu“ (Die Sprache unserer Weisenl beschlossen, d&s alle Aussprüche der Tanoim und Amoroimt wie auch aller jüdischen Weisen vom Mittelalter bis zur Jetztzeit über die Pflicht, hebräisch zu sprechen, enthalten soll. Literarische Mitteilungen Der Verlag Fritz G u r l i 11, Berlin, gibt soeben seinen ״Almanach «ruf das Jahr 1920“ heraus, dessen reicher Inhalt nicht nur von allgemeinem Interesse ist, sondern auch •für die jüdischen Kreise einige Beiträge bringt, die die Anzeige dieses Buches in diesem׳ Blatte rechtfertigen. Der Verlag hat unter Leitung von E. Alexander eine ■neue Abteilung begründet, die unter dem Namen ״Verlag für jüdische Kunst und Kultur“ eine Reiiie von Monumental werken herausbringt, d׳e neben den bisher bestehenden doch insofern eine Neuerung ■bedeuten, als nun endlich jüdische Werke auch in künstlerischer Form zur Erscheinung gelangen. Erwähnt sei zunächst eine neue Ausgabe des Alten Testamentes in hebräischem Urtext, dessen Bücher einzeln erscheinen und von Künstlern wie Budko, Lesser-Ury und Struck geschmückt werden. Zum ersten Male erscheint in deutscher Uebersetz.ua״ das in Jidisch weit verbreitete Werk des Jakow ben Jizchok Aschkenasi, ״Zetnoh u’reenoh“. Von modernen Dichtungen seien Werke von Perez, Gorelik und Arno Nadel genannt. Josepii Budko und Jacob Stein- Hardt haben die Ausschmückung verschiedener Werke übernommen. Der Almanadi selbst bringt eine Probe des ״Zeemoh u’reenoh“, außerdem zwei Dichtungen von Arno Nadel verschiedene Illustrationen ׳ von Joseph B ud ko und Lesser-Ury und schließlich eine kunstgeschichtliche Würdigung Urys von Dr. Karl S׳c 11 w a r z, der auch als Herausgeber des neuen Verlags zeichnet. Soeben ist die zweite Nummer der ״Misrachi-Monatshefte“ (Zürich) erschienen. Sie enthält folgende Aufsätze: Hermann Struck (Berlin): ״Ruf an die Jugend“. — Bernhard W e i n e r t: ״Dos Recht der jüdischen Frau.“ Dieser Artikel tritt für das Frauen- Wahlrecht in Palästina ein. -- Piof. Da Faho: ״Judentum und Naturphilosophie“. — Berlowitz: 1״. Nogilath Antkkduis“. ~ S. Frug (A. Suhl): ״Sand und Sterine.“ — Ferner Mitteilungen aus aller Welt. — Literarische Rundschau und eine Oiamukah-Jugend- JugendBeilage. — Die Nummer kostet 75 Cents. (Im abonnement 9 Frcs.) und ist vom Misrachi-Verband in der Schweiz (Adr.: Zürich, Talacker 50) zu beziehen. In der ״Deutschen W arte“, dem Organ der Boitenneformer, befindet sich ein einer englischen Badenreformeraeitung entnommener Artikel der amerikanischen Ein neues Regulativ für Achusotb ״Haolani“ Nr. 7 verlauthart: ״Acbusa“ ist ein altes Wort in der zionistisch(! Welt. ״Achiusoth“ wurden seit jeher gegründet und waren zahlenmäßig, finanziell und statutenmäßig verschieden. Im allgemeinen stellten sich die ״Achusotb ' zum Ziel, P f La n Zungssiedlungen zu gründen, die von Lohnarbeitern bebaut werden, ln de letzten Zeit schließen sich auch kleine Gruppen von Leuten zusammen, die wenig Mittel haben und sich als Kleinbauern ansiedeln wollen, am ihren Boden selbst zu bearbeiten. Die letzteren werden im Gegensatz• zu den ersterwähnten Achusoth Klcinba uernwirtschalten genannt Entsprechend den neue« Umständen, den Boden- und Arbeitspreisen hat eine Kommission vor. Sachverständig en aus Palästina und der Diaspovi! die Statuten der Achusoth revidiert und gelangte zu folgenden Beschlüssen: Durch eine besondere Gesetzgebung kann erreicht werden, daß der ganze Boden allein vom Natkmalfomdr gekauft wird, vorausgesetzt, daß er dazu genügend Geld hat. Damit aber mit dem Ankauf von Boden im größeren Maße sofort angefang eil werden kann, müssen die Privatachusoth laut folgenden Grundsätzen ge gründe ז werden: ftnen, fal andere E Alles Faust sk treide־ o! ן vom Star schenswe 1. Die Achusoth sind Grundstücke für Pflanzungen, die hauptsächlich von Lohnarbeitern bebaut werden. 2. Jedes Mitglied muß, um sich einen Anteil rv; sichern, der ihn und Familie ernährt, mindestens 2000 Pfund Sterling (über 31)0000 AI.!) deponieren, die auch in sieben Raten gezahlt werden könnten, und zwar die erste Rate bei der Gründung, die zweite beiin Bodenkauf und die fünf weiteren Raten alljährlich im Laufe der nächsten fünf Jahre. 3. Der Boden wird durch eine zentrale Agentin der Zionistischen Organisation angekauft, in deren Hauden alle Bodenkäufe überhaupt konzentriert werden. Der Boden wird nach Vereinbarung zwischen der Achusa lind der Agentur gewählt, wobei darauf Gewicht gelegt werden 9011, daß jede Achusa von einer Reihe Kleinbauemsiedlungen umgeben wird, 90 daß man immer in den Achusoth jüdische Arbeiter der nahen Dörfer• beschäftigen kann. De Größe der Grundstücke in dir. Achusoth cmzuschränken, ist vorläufig nicht nötig. 4. Die Urbarmachung und die Pflanzungsarbcit müssen vor jüdischen Arbeitern gemacht werden. Die Arbeiter schließen sieh in Gruppen zusammen, <511: mit Hilfe der zu gründenden Arbeiterbank die Arbeit selbständig übernehmen können. Die Bank wird ihnen da«, nötige Geld zur'Verfügung stellen und für sie Bürgschaft leisten. Dadurch wird der ganze Gewinn, der bis jetzt ii die Kassen von Privatpflauzungsgesellscliafteii floß, den Arbeitern zugute kommen. Sollte die Urbarmachung und Pflanzungsarbeit einer Privatgesellschaft übergeben werden oder von der Leitung der Achusa selbst verwalte! werden, so muß dafür gesorgt werden, daß jüdische Arbeiter beschäftigt werden und daß die Beziehung«! zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vom zu gründenden Arbeitsamt überwacht werden» 5. Sollte ein Achusamtfglied seinen Garten nicht bc׳ bauen, sondern ihn i n Pachtgeben wollen, 90 hat er den jüdischen Berufsarbeitergruppen den Vorzug zu geben. 6. Die Gründer von Achusoth müssen sich dessen Ixwußt sein, daß alle Arten von Pflanzungen erst nach• 6 oder 7 Jahren Gewinn abwerfen, deshalb muß jeder von Zu Ruppins Palästinabuch Berl verein Dezembe straße 7(! und bitte ן freizuhalt Beil anstaltet Oranienb alle bef! halten.! Berl in den straße F zweiten Berl sa mm 1 finden ir vorschläf einzureic im ln sei׳ ßruc Recbtsan über das der Sozi: Ausführn Palästina von 500 Bre! feld in hing üb Che des Kau I! i s t i s 1 sehen berufene A n t i s t imupts&c auf den F e 11 i s zender 1 politisch! kling.! Zionistin Mary Fels: ״Was könnte der Z io ־ nismusbedeuten?“ Frau Fels verlangt eine durchgreifende Bodenreform in Palästina, in ähnlichem Sin« hat sie bekanntlich auch auf der Chikagoer Tagung der amerikanischen Zionisten gesprochen. Franz Karl End res, der zu denjenigen gehörte, die in Deutschland schon während des Krieges, als die öffentliche Meinung Deutschlands noch von gpqßem Einfluß auf die Gestaltung der Verhältnisse in der Türkei und in Palästina war, mit Wärme und viel Verständnis für den zionistischen Gedanken eingetreten ist —• er schrieb damals unter anderem eine Broschüre: ,,Zionismus und WeJtpolr'tik“ —, veröffentlicht in den ״Münchner N e u es ten Na c 11 richten“ einen Artikel: ״Antisemitismus und K u It u r“. Herr Endres wehrt sich dagegen, den Antisemitismt» als politisches Kampfmittel zu benutzen. Das große Problem der Juden frage könne nicht durch Methoden des Hasses gelöst werden. Der deutsche Kulturmensch mag ruhig den Kampf mit seinen jüdischen Mitbürgern aufnehmen; er werde einer gefürchteten Verjudung ata besten Vorbeugen, wenn er versuche, seinen jüdischen Mitbürger in der Arbeit, in persönlicher Leistung, an Intellekt und Charakter zu übertreffen. Schimpfen, fetze» oder prügeln seien Handlungsweisen, die meistens die ultima ratio des geistig und charakterlich Schwächeren bedeuten. — Ohne allen Ausführungen des Verfassers zustimmen zu können, verzeichnen wir doch gern seinen Aufsatz, die Stimme eines unparteiisch Empfindenden. Mit Rücksicht auf den Palästina-Delegiertentag und verschiedene Aufbauaktionen mußte ״Der Aufbau des jüdischen Palästina“ von Dr. Arthur Ruppin seinerzeit mit solcher Beschleunigung hergestellt werden, daß das Register der Auflage nicht mehr eingefügt werden konnte. Das Register wurde nachträglich hergesteilt und_ wird allen Besitzern des Buches kostenlos zugehen. Es ist außerordentlich detailliert angelegt und macht das Buch erst zu einem praktischen Hand- und Nachsdhlagebuch für alle Fragen des Aufbaus. Düs Tumu heute s! bewährt! sich zur Bevölkei sitzendei und An! Herma« entgegci Düs hier die Landes Pom e itt der י urbeit t wurde. Außer c tige Gs und heb galt, ai werden erforder als bisli Beifall A wert bürg, d Kraft tn v,*derlei grilndur!;tätigt A.rbeit : endete Hin g für je für die Ziehung beitsau: zwei V ausschu berg Tätigte siiienth Elt Versa וזו große 1 folgend besann Judenti großem Anschh «teuer Wohlfa temen Haifa-t Qetneii eiligen Aussicl Ausfüh Jüdischer Verlag Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. esse au gemein ßeschh seines iung z«