Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 89 (16.12.1919)
- Date
- 1919-12-16
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
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Nr. 89 J V EDISON B RUNDSCHAU Seite 097 #eiw soll, darüber send die Meinungen geteilt. Diejenigen, die in Amerika waren (und Bure Zahl ist nicht klein), wünschen an Protektorat Amerikas, die Kathofiten und die Bewohner der Hafenstädte verlangen ein Protektorat Frankreichs, welches sie immer geschützt und große Summen für sie ausgegeben hat. Die Griechisch-Orthodoxen sind für England, ebenso «in Teil der Mohammedaner. ' Zu dieser Partei gehört weniger als ein Drittel der Bewohner Syriens. 4, Die libanonischen Parteien Die Bewohner des Libanongebietes haben schon seit 1852 ihre Autonomie, sind daher die Freiheit schon gewöhnt und wollen jetzt nicht einer anderen Regierung in Damaskus unterstellt werden. Und daß sic dem Hedschas nicht angegliedert werden wollen, braucht wohl nicht eigens gesagt zu werden. Die Meroniten und Drusen bestehen energisch auf ihrer Freiheit und wollen nichts von Faisul wissen. Meinungsverschiedenbeiten gibt es unter ihnen bloß bezüglich Sidon und Beirut. Die kleinlibanonische will alles beim alten lassen und den Status quo aufrechterhalten. Sie wünscht auch keine Gebietserweiterung. Die großlibanonisehe Partei hingegen ist der Ansicht, daß man mit der Annexion von Beirut nichts verderben könnte. Auch die Bewohner von Beirut wünschen den Anschluß. Beirut ist eine kultivierte Stadt und blickt auf Damaskus von oben herab. Außerdem sind die Bewohner von Beirut zum großen! Teil Christen und wollen daher lieber unter französischem Protektorat selbständig . sein als einer mohammedanischen Regierung in Damaskus unterstehen. Diese Partei ist doppelt so groß wie die kleinlibanonische. Beiden Parteien ist es gleichgültig, ob Palästina selbständig ■wird oder zu Syrien gehört. Unter den beiden ltoananisdien Parteien gibt es keine Gegner des Zio- MSimiB. Gründung einer Kolonie des Hapoel-Hazair K.Z. B. Die landwirtschaftliche Kommission des Hapoel-Hazair beschloß, unverzüglich zur Gründung der er *teil Siedlung nt schreiten, für welche folgende Statuten grundlegenden Charakters angenommen wurden: L Mitglied der Landsiedlung kann jeder landwirt- »chaftliche Arbeiter ohne Unterschied des Geschlechts werden, der sich zu folgenden Prinzipien bekennt: a) unbedingt eigene Arbeitskraft (ohne Zuhilfenahme fremder Lohnarbeit); b) der Boden als das Eigentum der Nation; t) absolute Durchführung der hebräischen Sprache. 2. Re Zahl der Mitglieder der Landsiedlung soll 50 bis 70 betragen, 'abgesehen von den Vertretern anderer Berufe, wie Lehrer, Handwerker, die im Interesse der Siedlung •otw endig sind. 3. Jeder landwirtschaftliche Arbeiter erhält außer dem Platze an seinem Hause ein Feld »on <60—70 Durtain Fläche. Sollte der Beschluß gefaßt werden, einen Teil des Jadeits W«־ PJjanzttngcn, zu bestimmen, 90 90(1 hierfür ein Maximujit des Bodens bestimmt werden. 4. Die ökonomischen, hygienischen und Erziehungseinrichtungen innerhalb der Siedlung müssen öffentlicher Natur sein und die Beteiligung an ihrer Erhaltung ist für sämtliche Mitglieder ,obligatorisch. Privatpersonen ist es verboten, Einrichtungen gleichen Charakters in der Siedlung zu gründen. Die Versamm»- hing• wählte eine siebe ngliedrige Kommission, die die Aufgabe hat, mit den entsprechenden Institutionen zwecks Uebemabme des geeigneten Bodens in Besprechungen zu treten. Ferner soll die Kommission mit den Arbeitern in Verhandlung treten, die sich zum Eintritt in die erste Landarbeiters! edlung bereit erklären. In den jüdischen Arbeiterkreisen mißt man dem Projekt dieser neuen Gründung großen Wert bei. dichtem wie Goldfaden unrecht, wenn man falsche — künstlerische! — Maßstäbe an ihr Werk legt. Gewiß: sie stahlen von links und rechts. Ihre Skrupellosigkeit hat ein monumentales Format. Sie sind unliterariscti und unkünstlerisch. Und — ihre Geschöpfe lebten und leben. Warum? Weil ihre Lieder Hebe Erinnerungen, Floskeln verarbeiteten, alte Vorstellungen erregten und Bilder zeichneten, in denen die künstlerisch unerzogene, von der Natur kaum berührte jüdische Masse ihre seelische Not, ihre nationale Hoffnung, — sich wiederfand; in einer volksliedgemachten Andeutung. Ein: jeglicher konnte selbst die barbarische Form mit der ganzen Zartheit eines träumerischen Innenlebens erfüllen. Selbst in der Hand des Meisters ist das Wort immer nur eine armselige, erstarrte Formel, und es ist im letzten Grunde ganz gleich, ob ein echtes Gefühl sich in Versgestammel oder in dem (auch nicht formvollendeten) Lajnstrahira bhn-bam oder in sonstigen unartikulierten Naturlauten entlädt. Ein rechtes ״Bamlken“ kann mehr sagen als selbst ein guter Vers. Daher: wer zum Volke geht, um es kennen zu lernen, also wie es mm einmal ist, lasse sein von draußen her erstandenes kritisches Gewaffen draußen. Der Neger liebt seine Glasperlenkette mit größerer Inbrunst als die Diva ihr Brillantenkollier. Die Masse hat eben ihre eigene Schätzung von echt und unecht. Nur der Bescheidene, der ach, wenigstens einstweilig, wgi seinem angenommenen Krimskram befreien kamt, kann bis in die feinste Art des Volkes Vordringen. Es ist lütter. Aber mit einem׳ an Mozart und Oounod eirtpargeläuterten Gesdhknack wird das Verständnis für das, was die primitiven jüdischen Singspiele dem Volke geworden sind, nicht gefördert. In der trivalsten Arie, die sich zu den Herzen des jüdischen Dienstmädchens und der jüdischen Arbeiterin den Weg gebrochen, das dann an des Kindes-Wiegeln wieder aufküngt, muß eben — nur 90 ist 'au paskenen! — ein Etwas sehr, das irgendeine Affinität aur jüdischen Seele besitzt. Jüdische Welt-Chronik Einzelheiten über die Pogrome Denikins] Das vom Comitfi des Delegations juives in Paris herausgegebene ״Bulletin“ bringt am 20. November Einzelheiten über die Pogrome, die die Freiwilligenarmee Denikins in Südruliland angerichtet hat Diese Berichte zeigen erst den ganzen Umfang, den diese schreckliehen Ausschreitungen über die 90 schwer betroffenen Juden der Ukraine gebracht haben. Die Berichte des ״Bulletins“ sind größtenteils der Nummer der ״Jewreiska Jisn“ vom 18. September d. J. entnommen. ״Jewreiska Jisn“ erscheint jetzt in Charkow. Wir lassen hier nur eine kurze Uebe1 sicht folgen. In Jekaterinoslaw wurden sämtliche jüdischen Häuser in vier Straßen geplündert, zahlreiche Juden getötet und Hunderte von Frauen vergewaltigt. Auf der Station S i n e 1 n i ko w wurden die jüdischen Reisenden von Soldaten und Offizieren aus den Zügen gerissen, gefoltert und getötet Am 15. Juni wurden allein siebzehn von den Soldaten ermordete Juden beerdigt. Auf der Strecke zwischen Charkow und Mel itopol fanden schreckliche Exzesse statt. Als die Kosaken im׳ Anfang Juli 1919 in die Stadt Lozovaya einrückten, boten ihnen die jüdischen Bewohnen 50 000 Rubel, wenn man von einem Pogrom absehen würde. Der Kommandant lehnte dies anfangs ab, und eine allgemeine Plünderung begann, bei der zwei Jude», em Zionist und ein Parteiloser, als angebliche Bolschewik! getötet wurden. Dann fand ein richtiger Pogrom statt, bei dem auch die Synagogen geplündert und acht Tnorarollen zerrissen wurden. Nun erst nahm! der Kommandant das ihm gebotene Geld an. ln der Stadt Michailowka legte der Kommandant der jüdischen Bevölkerung eine Kontribution von 250000 Rubel auf, ließ aber trotzdem einen Pogrom in Szene gehen. Die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt hat diese inzwischen verlassen müssen. In zahlreichen anderen Städten fanden Plünderungen und Pogrome statt. Besonders schlimm waren die Ausschreitungen aber in Kremenl schug, über das ״Jcwreiska jisn“ folgendes schreibt: ״Alle Greuel, die in den bisher erwähnten Orten stattfanden, sind nichts im Vergleich zu dem, was sich in Krementschug abspielte. Die Ausschreitungen begarnren schon beim Einzug der freiwilligen Truppen in die Stadt. Schmerzensschrek und Wehklagen erhoben sich in allen Teilen der Stadt Alle jüdischen Häuser wurden geplündert •und beraubt. Man hat 350 Fälle von Vergewaltigungen festgestellt. Man verschonte weder zwölfjährige Mädchen noch seehzigjährige Greisinnen. Nach dem Verbrechen wurden die Mädchen in die Klosetts geworfen.“ Ueber den Pogrom in Fastow haben wir bereits berichtet. Dip Ziffi^n über die Opfer dieses Pogroms sind schrecklich Jroß. (4« Zätung ״K1 e w s k o j o Echo“, die unter Zensur Denikins erscheint, gibt { a!1,־ daß 1000 bis 2000 Juden getötet wurden. Diese Ziffern scheinen jedoch etwas übertrieben, die wirkliehen Ziffern, die die Zeitung ״Kiewskaja Jisn“ angibt, lauten mehr als 000 Tote und mehr als 1200 Verwundete. Die Bedeutung dieser Ziffern erhellt daraus, 1 daß Fastow überhaupt nur '10000 jüdische Einwohner I. hat. 200 jüdische Häuser sind eingeäschert worden. 60 Juden, die sich in eine christliche Kirche geflüchtet hatten, wurden dort ermordet. In Kiew wurden 37 Mitglieder der jüdischen Selbstwehr erschossen, anderen gelang es, zu fliehen. Nur die Willkür kann Grenzen zwischen jüdischem Volkslied ■und dem ״Kunst“Ued. Ein Zweites: Nie besaß mich ein jüdisches Theater eine Partitur. Die ״Arien“, Lieder und ״Kupieten“ waren kaum in der primitivsten Art niedergeschrieben. Sie lebten volksliedgetnäß — in der Tradition. Wo ist Anfang, wo Ende des Kreises: Bühne, Haus, Arbeitestatte? Unser Teil ist es zu sammeln, wirklich mit dem Fanatismus, sogar mit der monomanischen Beschränktheit des Sammlers! Greifen wir der Zukunft nicht vor. Sie wird das Leblos-Verwesende von dem Nur- Scheintoten scheiden. So ist Winz vorgegangen und wir können froh sein, daß er glücklicherweise ohne foJfcloristische und philologische Schulung, selbst ohne musikalische Vorbildung sein Werk auf na hm - und sammelte! Er ging noch einer! Schritt weiter: er ließ Lieder, die ihm und ostjüdischen Freunden gefielen, ״glatt“ gefielen, harmonisieren ־ für die öffentliche Darbietung. Ist dieses Mehr ein Weniger? Das musikhistorische und ethnologische Interesse mag wohl besser gewahrt sein, wenn die Melodien (die, fernab jüdisch original zu sein, auch nur entlehnte, verstümmelte und verstammelte sind) phonographisch aufgenommeu werden, in der Art, wie Idelsoh« die Sänge der jemenitischen Juden festgehalten Hat. Was will die Harmonisierung? Die Melodie wird fixiert. Und es bleibt der Versuch, die Orundstimimingei! zu illustrieren und zu verdeutlichen einer Menge, die in einer neuen Welt neugeartete«! Anpassungen ausgesetzt ist; es bleibt kurzweg der Versuch, das am das östliche Ghetto gebundene Lied zu europäisieren! Denn dieses vergessen wir nicht: Die Judenheit Osteuropas steht in einem katastrophalen Um- Setzungsprozeß. Wie sie aus dieser Neuwerde herauskommen wird, wissen wir nicht. Aber das ist sicher: Das Jiddische und die Welt des Jiddischen -- man mag es beklagen — werden zun» Opfer fallen. Das jüdische Leben der Diaspora! Ist eine Kette aufgezwungener. Zar Lage in Südrußlaad Dizengoff, der Bürgermeister von Tel-Awrw, ist von einer Reise durch Südrußland nach London zurückgekehrt und hat dem dortigen Jüdischen Korresponde-nzbüro über seine Eindrücke berichtet. Er weist darauf hin, daß bei Denikin und den ihm nahe- .stehenden Kreise die Ueberzeugung von dein Bol sehewismus der Juden feste Wurzeln habe, Denikin erklärte, er sei gegen die Pogrome, aber ihre Verhinderung könnte durch die Jude» selbst sehr erleichtert werden, wenn diese ihre politische Richtung änderten. Dizengoff betonte, daß die Pogrome überall Formen angenommen hätten, die früher unerhört gewesen seien. Wenn einige jüdische Häuser geplündert und einige Juden blutig geschlagen werden, nehmen selbst die jüdischen Zeitungen davon keine Notiz mehr. Mari spricht nur noch davon, wenn Hunderte von Toten das Opfer eines Pogroms waren. 111 zahlreichen Städten haben viele Pogrome hintereinander stattgefimden, so in Balta sechzehn. Am schlimmsten war der Pogrom in Fastow. Als der Pogrom seinen Höhepunkt erreicht hatte, brach ein Feuer aus, das 200 Häuser emäseberte. Da begab sich der Geistliche zum Kommandanten und erklärte: ״Jetzt muß ein Ende gemacht werden, mm muß das Feuer löschen, denn es versteht nicht zwischen den Nationalitäten zu unterscheiden.“ Die Lage der Juden in Lettland Die etwa 10000 in Lettland lebenden Jude« führen einen intensiven Kampf um ihr nationales Dasein. Das Prinzip der nationalpersonalen Autonomie wurde in Lettland proklamiert und die Juden haben zuzusammen mit den anderen nationalen Minderheiten (Deutschen und Russen) ihre Rechte als Nationen in den staatlichen Institutionen verteidigt. Das Judentum Lettlands kann die Eroberung wichtiger nationaler Positionen verzeichnen. Die kulturellen Anstalten (Volksschulen und eine Realschule) wurden von der Staat Riga subventioniert, während die inneren Angelegenheiten ausschließlich durch die jüdischen Parteien selbst geregelt wurden. Das einzige, was die lettische Regierung als obligatorisch verlangt hat, ist daß die lettische Sprache als Staatssprache gelehrt wird, ln der Fiage der Unterrichtsspracne in den Schulen wurde nach Besprechung mit den einzelnen Parteien ein Komprornißvorsehtag angenommen, nach dem der Unterricht in den niederen Klassen der Volksschule in jid»- scher, in den höheren in hebräischer Sprache erteilt wird. In der Realschule allerdings ist die Unterrichtssprache aus ״technischen Gründen“ vorwiegend russisch. Die jüdischen Abgeordneten haben der Regierung einen Gesetzentwurf betreffend die Autonomie der Minderheiten eingereicht. Der Minister- Präsident Ulmanis hatte nichts gegen den Entwurf einzmvenden und glaubte, daß er in der National ver- Sammlung angenommen werden wird. Die lettische ״Deinokraiie“ indessen nahm eine andere Haltitm* <•!«. Sic schob nicht nur die Beschlußfassung■ auf unbestimmt^ Zeit auf, sondern nahm auch ein Gesetz ״betreffend die Untertanenschaft“ an, das speziell gegen die Juden gerichtet ist. Nach diesen! wurden die Einwohner (lies: die Juden), die nicht in Lettland geboren sind, wenn sie auch schon Jahrzehnte im Lande leben, als Ausländer erklärt. Sie haben das Recht, uro Gewährung der lettischen Untertanenschaft einzukommen. Als dieses Gesetz mit den Stimmen aller lettischen Parteren (auch die lettische Sozialdemokratie stimmte dafür) angenommen war, verließen die jüdisehen Abgeordneten den Saal. Der ״Bund“ wurde gezwungen aus der lettischen Sozialdemokratie auszutreten, der Vorsteher der vereinigten jüdischen Sozialisten, den die Parteien in die Nationalversammlung entsandt hatten, wurde von ihr abberufen. Die Presse innerlich ausgeglichener Anpassungen. Eine neue Assim&atkm wird alte verdrängen. Den unverletzlichen natio־ naien Kern zu retten, wird nationale Pflicht. Einet! Versuch, auf einem Sandergebiete die zerstörende Wirkung der Umsetzung aufzuhalten, macht die Harmonisierung der Lieder. Sie braucht nichts Endgültige* zu geben. Zepler, Beymel, Lifschitz, Nadel, Roskin - sie alte leben in uns von der Tradition des Kreises der M'schorerim. Der ״Sitz", der ״Kneitsch“, das Gesinge ״unter dem Nos“ - - auch sie sind nur zeitliche und örtliche Ausdrucksformeil, die in der Zeit und an gewechselten! Ort vergehen. Aber der große Wurf wird einmal gelingen, alle aus den Liedern steigende» Stimmungen, di« zartesten gefühlischen Nebentöne zu erhalten, das Inhaltliche der seelischen Erregung für die dem alten Ghetto fremdgewordenen . und nur solche wird es bald nur geben! - zu retten. Nur in diesen Voraussetzungen gewinnen wir Distanz zu den rastlose» Bemühungen von Leo Winz. Es sind Anfänge. Die neue Form steht noch nicht da. Noch finden die Künstler nicht immer den rechten Tort Das Schlichte, Sinnende, Weltvergessene leidet Not. Theatratische Veräußerlichung verdeckt oft verinnerlichtes Gut. Wo wir Mignon wollen, tönt der wilde Schrei der Salome. Es fehlt noch die neue Kultur des neuen Stiles, den die beste Harmonisierung nicht erzwingen kann. Stilgefühl . . . das Ghetto hafte einen (wie inaner gearteten . . .) Stil. Der jüdische Uebergangsmensch -. lassen wir dieses peinliche Kapitel! Das umgestellte jüdische Lied wird ihn finden in dem gcläuterten Geschmack der Hörer, in der von aller blöden Schlagerwut erlösten Art der ausübenden Künstler. Und dahin führt nur ein Weg: die jüdische Öffentlichkeit! Auch für das jüdische Lied (wie für alle jüdischen Inhalte!) muß sie erst herangezogen werden, um erzogen erzieMich zu Wirken. Th־. Theodor ZlocUti.