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Jüdische Rundschau · 1919-12-12 · Heft 88 (12.12.1919) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 88 (12.12.1919)
Date
1919-12-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 88 JUEDISOHE RUNDSCHAU Seite 689 ZT Sil röfictjj ewäs! skht: adiv! seih : ma1 :h sii! sie m >cshal cgori» strit n odi rin״«! 11 veil ka.j>i!a| tästirsa bajJ Deutschland Wohnungsnot und Ostjuden Wir sind in unserer Nr. 86 auf die Vorgänge Ln Je! Schöneberger Stadtverordnetenversammlung einge- .*äugen, in der wegen der in Schöneberg herrschenden Wohnungsnot Maßnahmen gegen die einwandemden Ost• judcn verlangt werden. Wenige Tage nach! dem Vorgangen im Schöneberger Stadtparlament veröffentlichte das ״Berliner Tageblatt“, das bekannte ״Judenorgan“, einen Artikel ״Die Ursachen der Kleinwobnungsnot in kUfsidlBerlin“ mit dem Untertitel ״Die übermäßige Einwandesollji'ung aus dem Osten“. Verfasser ist der Direktor des ifüh|BerIiner Wohnungsamtes Dr. Laporte. Der Verfasser schätzt die Zahl der zurzeit in Berlin anwesenden Per- »nen aus dem Osten auf 50000. Diese Ziffer ist zwar jülMii Fortschritt gegenüber den in der Schöneberger Stadt- "vcrordnetenversammhing behaupteten 70 000, dürfte aber weh wie vor vollkommen aus der Luft gegriffen sein. |Es ist uns nicht verständlich, wie ein Mann in der eiantwortlkhen Stellung des Dr. Laporte derartig leicht-!1 Faiisimig Ziffern veröffentlicht, für die eine Begründung l, «,•*■keineswegs gegeben werden kann. Ist Herrn Dr. laporte baltejemcr nicht bekamt, daß ein beträchtlicher Teil der Einn aujvamlerung aus dem Osten nicht aus galizischen und poljändtÄiischen Juden besteht, sondern aus Deutschen, die aus der rerdiJbkraine, aus dem Wolgagebiet, aus dem: Baltikum und ”ms Lodz zurückwandem? Die Gründe für die Auswanderung gibt Dr. Laporte richtig an: Pogrome und Zwangsrekmtierung. Was aber tic Anziehungskraft Berlins a«betrifft, so dürfte die Leiimrg des Geheimnisses darin liegen, daß eben für den ur Auswanderung Genötigten im Augenblick keine andere r Her!'*a hl vorhanden ist. IV. Laporte freilich sieht in Berlin die Schieber- I:; nt ra 1 e , die die polnischen Juden anzieht. Es dürfte Üc Gegenfrage gestattet sein, durch wen Berlin z.ur Ikliieberzentralc geworden ist. Im eigenartigen Gegen- Ei t1|»atz zum Inhalt des Ar tikels, der doch nach seiner Lieberliicl’cbrift die Vermehrung der Wohnungsnot durch dif Eint, bc־*vanderung• nachweisen will! steht aber die vvainiidtshmeivpdreue Schilderung des Autors über die Wohn verhält- *»isse der Einwanderuden. Laporte spricht von kleinen üininem, 21/* m breit und 3!/a m Lang, wo in 4 Betten 15 Personen liegen. Er spricht von Zimtnern, in denen :igene P weibliche Personen übernachten und in denen keinerlei der-fMöglfchköt zum Atmen existiert. So also leben iese berühmten ״Wuchercr und Schicc r“, die nach den Aeußertingen der Presse zu schließen a Deutschland ohne Arbeit Millionen verdienen. Daß [die Wegnahme derartiger Räumlichkeiten wirklich von ich ausschlaggebender Bedeutung für die Berliner öhmingsnot ist, scheint uns nicht bewiesen zu sein. ln seinen weiteren Ausführungen würdigt der Ver- ,sser dann die humanen Gründe der Regierung, die zu 1cm von uns eingehend besprochenen Erlasse geführt aben. Er kommt schließlich zu folgenden Forderunen. Entweder die Leute abzuschieben nach Polen, dis dieses eine Amnestie zusagt, oder nach Amerika und jingland, deren Gesetzgebung freilich wenig Aussichten int Aufnahme dieser Einwanderung gewährt. Die andere [tögbehkeit sieht Laporte in der Aufnahme der :«!wandernden unter Uebemahme der Verpflichtung, landwirtschaftlich tätig zu sein, oder sich mit;ichter körperlicher Arbeit internieren zu lassen, i Wir brauchen nicht zu betonen, daß uns der Weg er Abschiebung undiskutabel zu sein scheint. Die polpsche Regierung wird die verlangte Amnestie nicht währen und sie wird insbesondere keine Garantie bernehmem wollen, daß die Abgeschobenen nicht neuen pgromen zum Opfer fallen. Gegen die vorgeschlagene iternierung müßten wir schärfstens protestieren. Was [her die Ueberlührung geeigneter Elemente zur Landrbeit anbetrifft, so dürfte es Dr. Laporte ׳bekannt sin, daß die großen jüdischen Organisationen längst >it bestem Erfolg in dieser Richtung arbeiten, ins- :sondere das von der Zionistischen Vereinigung für Nischland eingerichtete Jüdische Arbeitsamt, [reilich scheint uns, als wenn mail die Unterbringung :1• Einwandemden nicht gerade auf die Landwirtschaft :schränken sollte Industrie und Handwerk bieten auch Jnterkunftsmögliehkeiten. Dem freilich steht eine Bes tim- י‘ Tl״g des Demobilmachungsausschusses entgegen, der die hterbringung von Ausländern in Berliner Betrieben ver- [riet. Die Aufhebung dieser Bestimmung würde geeignet!in, viele Schwierigkeiten zti beseitigen, und vielen Ost- Wen eine Betätigungsmöglichkeit geben. Es wäre erfreu- 11, wenn das Wohnungsamt der Stadt Berlin beim Demomachungsamt in diesem Sinne tätig sein würde. 1 us, | seiner! nkiitl g Mika büre r a - ch!3hme rber l^ie ״Vossische Zeitung“ druckt eine Zu prift des ״Verbandes der Ost/uden“ vollinhaltlich ab f die unsern Lesern bekanntem Argumente gegen de itiizschluß zusammenfassen. Ein Ostjudenartikel Poperts. »er ״Vortrupp“ bringt einen Artikel seines Hergtbers Hermann Pope rt ״Ostjuden“. Der Aufsatz puet sich mit unerhörter Schärfe gegen die Einwandeff» 11er Ost jaden. Der Verfasser erwartet, daß die ■«sehen Juden, gegen die er jeden Antisemitismus |lehnt, seinen Standpunkt teilen werden. Hermann IPert ist der deutschen Oeffentlichkeit durch sein Buch Je11 m u t h Ha rrin ga“ bekannt Es ist erstaunlich, em Mann wie Ponert mit einer derartigen Schärfe tr Dinge schreibt, über die er völlig uninfo rmiert ist iltl Jahrhundert zurückliegenden Lebensbeschreibun- ^aIomo n Maimons und die Einleitung jaköb V ™ e<.rs ~ 113s 5®d seine Quellen! Fromer als un- WRScher Beobachter der Ostjuden, das ist wie H. St!Mnnenait» als Engländer! Die deutschen Juden and der Bolschewismus Die Tageszeitungen berichten, daß der Vorsitzende des Bürgerrates von Chroß־Berlin sieh an den ״Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ mit der Anfrage gewandt habe, wie er sich zu dein auffallenden Uebe!־wiegen jüdischer Elemente in der Füllrang der kommunistischen Bewegung stelle, ln der darauf eingegangenen Antwort des Ceretralvereins heißt es: ״daß der Centralverein deutscher Staatsbürger jiidischen Glaubens, der mehr als 200 000 deutsche Juden vertritt, grundsätzlich auf dem Standpunkt steht, daß seine Mitglieder national-deutsch orientiert sind, ln den über fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens hat dar Central verein im besten Sinne des Wortes nationale Politik getrieben, indem er entsprechend der Vorschrift des § 1 seiner Satzungen seine Mitglieder in der unbeirrten Pflege deutscher Gesinnung bestärkte. Ein ausdrückliches Abrücken von dem Bolschewismus erscheint ihm ebenso unwürdig, als wenn man vom Volksverein! für das katholische Deutschland oder vom Evangelischen Bund ein Abrücken von dieser Bewegung verlangen würde. Der Centralverein hat oft genug erklärt, daß sich die jüdischen Deutschen jede Vermengung mit bolschewistischen Elementen verbitten, gleichviel, oh diese Juden oder Nichtjuden sind.“ Wir möchten zunächst unserer Empfindung Ausdruck geben, daß die Anfrage des Vorsitzenden des Bürgerrats von Groß-Berlin uns als dne absolut unzulässige Einmischung in innerjüdische Verhältnisse und als eine Taktlosigk eit erscheint. Wenn der Bürgerrat Groß-Berlins seine Aufgabe in der Bekämpfung des Bolschewismus sieht, so muß er seinen Kampf mit den dun gut scheinenden Mitteln führen. Ganz unzulässig muß es aber erscheinen, wenn er Organisationen, die angeblich die jüdischen Gcsmmtheits interessen gegen den Antisemitismus wahirnelmie« wollen, zu mutet, gegen einen• Teil der deutschen Juden tun ihrer poütischen Stellungnahme willen aufzutreten. Man sollte erwarten, daß der Centralverein dem Bürgerrat von Groß-Berlin eine Antwort gegeben hätte, die ihn in seine Schranken zurückgewiesen hätte. Das ist leider nicht geschehen. Die Antwort des Centralvereins läßt!eitler das Setbstfcewußtsein und die Würde vermissen, die von einer Organisation erwartet werden sollte, die in der Wahrung der Ehre des Judenttims angeblich ihre Aufgabe erblickt In einer wenig sympathischen Weise wird mit dem Wort ״national-deutsch“ und ״deutsche Gesinnung“ jongliert. Bisher brauchte man diese Worte im Kampf gegen die Zionisten; sie scheinen jetzt ihren Zweck auch gegen den Bolschewismus erfüllen zu sollen. Es wäre interessant, wenn der Centralverein eine authentische Interpretafion des Begriffes deutsch-national geben würde. Ist zum Beispiel ein Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Parfei deutsch-national und kann er sich im Kampf gegen den Antisemitismus, der ja von den Unabhängigen aller Schattierungen mit besonderer Energie geführt wird, auf den Centralverein stützen? Ist zum Beispiel das Vor- Staudsmitglied des Zentralvereins, der mebrheitssozialistisehe Abgeordnete Davidsohn, ebenfalls bereit, den Schutz der links von ihm stehenden Elemente als nicht deutsch abzulehnen? Es erscheint nicht ganz verständlich, was der Satz besagen soll, das ausdrückliche Abrücken vom Bolschewismus erscheint unwürdig. Der Centralverein hat dieses Abrücken in un näß verständlich er Weise besorgt und sich damit sein Urteil selbst gesprochen; es ist 1! n - wü rd ig. Zur Berliner Wahlrechtsfrage Es ist plötzlich still geworden. Der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde scheint es mit der Ansetzung eines neuen Wählte rmms nicht eilig zu haben. Man sollte denken, daß der Vorstand fieberhaft damit beschäftigt ist, die neue Wählerliste aufzustellen und diejenigen Verfügungen zai treffen, die erforderlich sind, um die MimsterLalbestinwming fai die Wirklichkeit umzusetzen. Aber nichts davon ist zu hören und es scheint, als wenn der Vorstand solange als es irgendmöglich ist, seine Aenrter weiterführen möchte, vermutlich in der Befürchtung, sie nicht wieder zu erhalten. Das hindert den Vorstand übrigens mehrt, wie uns von zu verlässiger Seite mitgeteilt wird, mit denjenigen Gruppen, die ihm nahestehen, geheime Besprechungen abzuhalteil und sie zu ״Anträgen“ zu veranlassen, die dem Gemeindevorstand genehm sind. Alle diese Manöver werden aber, wie wir zuversichtlich hoffen, nichts helfen. Die Jüdische Volkspartei, der bekanntlich die Berliner Zionistische Vereinigung angehört, hat in Oemeinschaft mit dem ״Neuen jüdischen Gemelndev erein“ dem. Vorstande folgende Eingabe überreicht: ״Einen ver ehrlichen Vorstand ersuchen die unterfertigten Vereinigungen, nachdem seit der Sitzung mit den Organisationen 6 Wochen vergangen sind, ohne daß seitens der Gemeindebehörden Vorbereitungen für die neu anzuberaumenden Reprä senta ntenwaWcn getroffen sind, nunmehr sofort die erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Wir erinnern daran, daß wir natürlich jeder Wahl entschiedensten Widerstand leisten würden, die nicht die vom Herrn Minister des Innern in. seinem1 letzten Erlasse festgelegten Richtlinien genau innehält. In bezug auf die Dauer des Wohnsitzes innerhalb der Gemeinde als Wahlrechtsvoraussetzung erinnern wir daran, daß wir auf keinen Fall einem längeren Zeitraum als 6 Monate vom Tage des Ausleger» der Wählerlisten zurückgerechnet, zusammen werden.‘* 11» dieser Eingabe wird die selbstverständliche Forderung aufgestellt, daß die Wahlen nach Grundsätzen vwg>:׳;xuwmen werden, wie sic den vom Ministex festgelegten Richtlinien entsprechen. Das bedeutet also, daß das Wahlrecht hi jeder Beziehung von der Steuerleistung unabhängig gemacht werden muß. Was die Teilnahme der Ausländer anbetrifft, so muß hier vw» uns im Sinne der Ministerialverfügung mit allem Nachdruck gefordert werden, daß den Ausländern das Wahlrecht nicht erst gegeben wird, wenn sie bereits längere Zeit in Berlin ansässig sind. Eine van verschiedenen Seiten geforderte Karenzzeit von einein Jahr oder länger müßte uns völlig unannehmbar erscheinen. Auf der anderen Seite ist natürlich eine kurze Karenzzeit unentbehrlich. Die von der Jüdischen Volkspartei vorgescMagene Frist von höchstens sechs Monaten erscheint demgemäß als 1*1%. Es bleibt abzuwarten, ob der Gemeindevorstand sich nun endlich entschließen wird, mit den Wahlvorbereitungen 711 beginnen. Glossen zum Gemeindewahlkampf in Chemnitz Ehre, wem Ehre gebührt. Kein Zeitpunkt ist geelgneter, die innige Harmonie zwischen den von den jüdischen Anhängern der Demokratie daheim und draußen vertretenen Grundsätzen zu beleuchten, als dieser Monat Dezember, in dem in zahlreichen Gemeinden des Deutsehen Reiches die jüdischen Wähler zur Urne schreiten. Das Chemnitzer Wahlstatut besagt im § 18 Al». 1: ,Stimmberechtigt ist jedes steuerzahlende, in» Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befindliche Gemeindemitglied, welches das 25, Lebensjalir überschritten hat und mit seinen Gemeindeabgaben nicht länger als 12 Monate im Rückstand ist. Gemeinden») tglieder, die in keinem deutschen Bundes- Staate staatsangehörig sind, haben das Wahlrecht nur dann, wenn sie die letzten 10 Jahre ununterbrochen im Gemeindebezirke Ihren Wohnsitz gehabt und während dieser Zeit i m Durchschnitt jährlich mindestens 25 M. Gemeindesteuern gezahlt haben“ Selbstverständlich ist cs aber den Entrechteten guätilgst gestattet, Steuern zu zalden. Die Demokratie and die Gesamtvertretung der — evangelischen Landeskirche In derselben Zeit, da unsere Notabeln im Verband der deutschen Juden und im D. J. G. B. damit umgehen, sich als Gesamtvertretung der deutschen Juden aufzuspielen, ist eine Interpellation interessant, die die demokratisene Fraktion in der preußischen Landesversammhing wegen der Gesanrt*.׳ertreh»B-d&:,׳־p1€aßtscFc:,1 Las•■• deskirche «angebracht hat. Ursprünglich war nämlich die Einberufung einer verfassunggebenden Kirchenversamim hing beabsichtigt, einer Konstituante, zu der die Vertreter aus allgemeinen direkten Wahlen nach dem Pu portionalwahlsystem gewählt werden sollten. Später aber setzte die Reaktion ein, und es wurde in Aussicht enommen, die Mitglieder der Gesamtvt1-־ etung durch ie kirchlichen Körperschaften, die Synoden, wählen zu Lassen. Hiei^egen wendet sch die demokratische Interheißt es in der Begründung' der Interpellation — ״daß die Wahlen zur verfassunggebenden K:*׳־'henversamn»l»ng nicht unmittelbar durch die Mitglieder der evangelischen Landeskirche, sondern mittelbar durch die Mitglieder der vereinigten kirchlichen Körperschaften erfolgen solle.“ Und das ״Berliner Tageblatt“ beschäftigt sich in einem Leitartikel mit der durch dieses reaktionäre Wahlrecht für die evangelische Kirche herbeigeführten Gefahr. Nun, bei uns Juden gibt es ja keine Reaktionäre. Unsere Notabein sind ja alle Demokraten, zum Teil in führender Stellung bei der demokratischen Partei. Brauchen wir zu fürchten, daß Männer wie der Geh. Justizrat Cassel die Prinzipien, die sie in der evangelischen Landeskirche für notwendig halten, in der jüdischen Gemeinschaft verleugnen werden? Doch wohl nicht. Und so können wir hoffen, daß jene Demokraten auch unsere Forderung unterstützen werden, daß eine Gesamtvertrehing der deutschen Juden nur aus allgemeinen, gleichen, direkten Wahlen auf Grund des Proportionalsystein» hervorgehen kann. Was der evangelischen Landeskirche recht ist, muß für uns Juden billig sein. Denn wir haben doch die Gleichberechtigung! Jüdische Handwerkerkurse in Berlin Im Zentrum Berlins werden in nächster Zeit in den Abendstunden unentgeltliche Handwerkerkurse, und zwar Anfänger- und Fortbildungskurse bei jüdischen Handwerkermeistern eingerichtet werden. Vorgesehen sind zunächst Schneider-, Schuster-, Schlosser-, Buchbinder- und ähnliche Kurse; da nach dem Grad des Bedürfnisses bestimmt werden soll, welche Kurse in Betracht kommen, werden alte diejenigen, die teilnehmen wollen, gebeten, umgehend das Fach in dem sie ausgebildet werden wollen sowie den Grad ihrer Vorkenntnisse dem Sekretariat ״H a po el - Ha za 1 r“, Dorotheenstr. 35, oder dem Jüdischen Arb eitsamt, Monbijouplatz 1, mitzuteilen. Näheres wird den Angemckleten dann bekannrtgegebe« werden. An unsere Leser! Der Versand der ״Jüdischen Rundschau“ ist jetzt wieder nach allen Ländern zugelassen. Wir bitten daher unsere Leser darum, uns Adressen ihrer Bekannten im Auslande tu übermitteln, an die wir mit der Aufforderung zum Abonnement herantreten könnten. Verlag ״Jüdische Rundschau“, Berlin W. 15, Sächsische Str, 8.

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