Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 88 (12.12.1919)
- Date
- 1919-12-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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י 1 ■ itiÜlS f; וווו Kl׳ 11 ־.§!■ 1 ןןן|! 'IÄ1 Seite 690 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr, 88 Palästina Die Verschiebung der Wahlen Wie wir bereits gemeldet haben, hat der Waad Hasmaau den Beschluß gefaßt, die Wahlen zu verschieben. Die offizielle Note, die der Waad Hasmani darüber veröffentlichte, hat in deutscher Ueberse tauig folgenden Wortlaut: ״Der Waad Hasmani hat auf seiner letzten Sitzung am 23. Oktober auf den Antrag der Führer der zionistjsehen Bewegung, Ussisehkin und Dr. Weizmann, beschlossen, die Wahlen zur Assifath Niwcharim (Delegierten Versammlung) auf einen gelegeneren Zeitpunkt au verschieben, Nach aller vorbereitenden langdauernden Tätigkeit, nach aller Energie, die wir auf das Arrangement der Wahlen verwandt haben, sehen wir uns im letzten Moiment zu unserem tiefsten Bedauern gezwungen, die Wahlen zu verschieben. Wir kifarmieren das Publikum mit größtem Bedauern von dieser Eaitschlieliung, zu der wir durch die Schwierigkeit der Situation geführt wurden, aber wir haben starke Hoffnung, dafs der Tag nahe ist, wo wir als eine organisierte Gemeinschaft imstande sein werden, die Wahlen nach dem Prinzip unseres Statutes vornehmen zu lassen» die auch van der Zionistischen Organisation gutgebeißen worden sind. Der Waad Hasmani hat in Würdigung der augenblicklichen kritischen Situation und £tn Einvernehmen mit dem Wunsche der Führer der zionistischen Bewegung beschlösse», die ihm׳ auferlegte Aufgabe durchzuführen, bis ׳wir imstande sein 'werden, eine demokratischere Vertretung zu wählen. Die Wahl wurde nur verschoben, um sie zu einer geeigneteren Zeit und in größerer Einmütigkeit vorzunehmen. Wir appellieren an unsere Brüder im Lande und bitten sie um Vertrauen und Unterstützung. Es gibt iwxto Arbeit genug für uns, unsere Aufgabe ist ein« so schwere und verantwortungsvolle, daß sie nur durchgeführt weiden kann, wenn die Oeffentikhkeit ganz mit uns ist“ Hapoel-Hazair und Ächduih-Haawodah Das KopenJiagenev Zionistische Büro veröffentlicht eine Zuschrift aus Palästina, die über den Standpunkt und das Verhältnis beider palästinensischen Arbeiter- Organisationen in ausgezeichneter Weise informiert. Wir bringen deshalb die Darstellung ungekürzt Die 'hier eintreffenden Presseorgane aus dt•!! verschiedeasten Ländern der Diaspora beweisen, daft die bei uns entstandenen 11:14* noch bogt: nicht abgeschlossen *en fdeenkämpfe zwisclscii dem ״Hapoel-Hazair“ und der dem Weltrerbaml Poale-Zion angeh ärenden neu* gegründeten ״/ichtliiiih-Haawodah“ in der monistischen -'»"■ist■ mbtorÄi« Interesse hcTvotgerufen haben. Aus den Berichte!» ist indes zu ersehen, daß im Gallith falsche Vorstellungen über die Ursachen und Enlstehungsgründe »fieser Ideenkainpfe herrschen. Wenn allgemein (**glaubt wird, es handle sich um einen Streit zwischen zwei Prinrtr-o» ^zwischen ׳Demokratie und Klassenkampf, so ist <tas ekle ganz vofkebrte Auffassung. Der Hapoei-Hazair ist die älteste Arbeiterorganasation in Palästina; sie hat auf dem Gebiete der jiidisehen Kolonisation und der Wiedergeburt des Landes große Verdienste. Das Hauptprjuzlp des Hapoel-Hazair ist das Pioniertum, die Schaffung und Konsolid!erung der jüdischen Arbeit. Den Klassenkampf lehnt er ab, nicht aus prinzipieller Gegner- Schaft, sondern weil für den Klassenkampf in Palästina noch kein Platz vorhanden ist. Der typische Vertreter dieser Weltanschauung ist der Arbeiter und Schriftsteller A. D. öortlon, Die Gegner des Hapoel- Hazair waren die bis vor kurzem in Palästina existierenden Poale-Zion, welche einen Gegensatz zwischen Klassenkampf und Pioniertum nicht anerkenne« wollten. Daß die Poale-Zion das Pioniertum in seiner höchsten Stufe begreifen und verwirklichen konnten, bewies die unvergeßliche Gründung des ״Ha sc ho tri er“, die im wesentlichen das Werk da* Poale-Zion war. Die klasseubewußten, marxistische« Arbeiter. Verneiner de? Eigentumsrechts, opferten freudig Gesundheit und Leber! für eien Schutz des jüdischen Eigentums und der jüdischen Ehre vor den entwürdigenden arabische 11 Raubiifaerfälien. Der Hapoel-llazair behielt indessen geistig und organisatomch die Oberhand. Er erblickte seine Kraft und seht Zentrum im Boden Palästinas, während die Poale- Zion, die sich!1 ar als einen kleinen Bruchteil ihrer Gesamtpaitei betrachteten, das Hauptgebiet ihrer Betätigung in den Ländern der Diaspora sahen. Mit der Befreiung des Landes trat hierin ein bedeutender Umschwung ein. Die aus Amerika aiigekommend! poalc-zionistisclicn Elemente brachten neues Lehen und neue Strömungen in die Arbeiterbewegung. Insbesondere waren es zwei angesehene Vertreter des überozeanischen Poale-Zionismus Beii-Gorion und Ben- Zw», beide politischeFlüchtlinge, die DjemalPascha aus dem Lande vertrieb und die in Amerika für ihre Organisatten Bedeutendes geleistet haben. Das von ihnen in Amerika herausgegebene wissenschaftliche Werk ״Palästina“ hat seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregt. Schon der Gedanke der aktiven L e g i o n s b e w e g u n g, deren eifrigste Vertreter sie waren, brachte einen neuen Geist ta die jüdischen Arbeiterkreise in Palästina. Weit entfemt von jeder militärischen Tendenz gewannen ’ sie doch die palästinensischen Arbeiter für ihre Forderung, daß in der Zeit, wo Palästina einer neuen Epoche entgegengeführt werde, die aktive Beteiligung des jüdisehen Volkes nicht fehlen dürfe. Ein weiteres bedeutsame« Moment kam hinzu; die amerikanischen Poale-Zion erhöhen die Idee der Hlbraisierung des jüdischen Proletariats ta Palästina zu einem obersten Prinzip Aires Parteiprogramms. So entstand der Gedanke der Reorganisierung der palästinensischen jüdischen Arbeiterschaft. Palästina soö auch für das jüdische Proletariat der gesamten Diaspora das schöpferische, befreiende Zentrum werden. So entstand das Projekt der Auflösung der palästinensisch er! Gruppe der Poale - Zion und die Schaffung einer einheitlichen Organisation in de!״ ־Achduth-Haawodah“, die das gesamte werktätige Judentum im Lande auf sozialistischer Grundlage umfassen soll. Wenn hier und da der Vorwurf erhoben winde, es handle sich uni ein taktisches ״Manöver“ der Poale- Zion, die unter geändertem Namen eine mehr erfolgreiche Propagandatätigkeit zu erzielen hoffen, 90 mag־ dieser Vorwurf darin seine Entschuldigung finden, daß er in der ersten Hitze des Kampfes gemacht wurde. Schon die ersten Schritte der neuen Organisation wiesen das schöne Ziel und das ehrliche Bestreben ihrer Gründer. Hier handelt es sich um etwas ganz anderes, Größeres, um die Schaffung einer proletarischen Einheitsfront in der historische 11 Heimat unseres Volkes. Von hier aus sollte dk: neue Parole an das gesamte jüdische Proletariat ergehen. Es sollte der Grundstein gelegt werden für die neue hebräische Arbeiterkultur. Dieses Ziel kaum und soll mir auf der Grundlage des Sozialismus erreicht werden, jener Weltanschauung, der nach Ansicht der AchduthrHaawodah schließlich doch die Zukunft gehört und zu der sich die jüdische Arbeiterschaft Palästinas früher!xler später ja doch wird bekennen müssen. Hapoel-Hazair tot nach reiflicher Ueberiegung den neuen Ruf zur Einigung abgelcatait. Wohl sah er, daß dem Rufe der Achriuth-Haawodali fast 25CM) jüdische Arbeiter gefolgt waren, er mochte aber in! stillen seine Hoffnung auf die vielen tausende seiner Anhänger de! Zeire-Zioii in Rußland und in Polen nicht ohne Grund gesetzt haben. Hapoel-Hazair blieb es ferner nicht unbekannt, daß das Auftreten und die Taktik seiner alten Gegner, der Poale-Zion in Rußland und in der Ukraine nichts weniger als dazu geeignet waren, dem Poale-Zionisnius unter da! jüdischen Arbeitermassen Ani bänger und Sympathie zu verschaffen. Um 90 mehr | durfte er der Zuverlässigkeit und Festigkeit seiner östliehen zeire-zkniistischen Anhänger sicher sein, umgeachtet der auch in diesen Reihen wiederholt aufgetretenen Krisen. Dennoch gab es in den Reiten des Hapoel- Hazair gar manchen, der sich fragte, ob nicht das unerschütterlich!■ hebräische Prinrip des־ Achduth-Haawodah alle» Grand genug wäre, um den Versuch1 der Einigung der ganzen Arbeiterschaft Palästinas mitzumachen. Die Bedenken schienen aber sehr weitgeliend zu sein. Die Hoffnung der Achduth-Haavodah, von Palästina aus auf ihre Qesinnung-sgeiiossei» und ihre Anhänger in der Diaspora einen entscheidenden Einfluß auszttübai׳, vermochte der Hapoel-Hazair weht als begründet anzuerkernten. Die bisherige Er^Itnut; spricht jedenfalls dagegen. 1«! Gegensatz zum HajwiTI tonilr, dein es von Anfang an gelungen war, auf die Zelre-Zion im Osten eine wesentliche Einflußnahme zu gewinnen, haben die palästinensischen Poate-Ziou stets unter dem Einfluß ihrer ausländischen Gesinnungsgenossen gestanden, und zwar in einem Sinne, zu denr der palästinensische Hapoel-Hazair im schärfste« Gegensatz stand. So sehr der Einigungsgedanke manchen Mitgliedern der Örgautisatten verlockend schien, konnte sich der Hapoel-Hazair zu einem ,Sprung ins Dunkle“ nicht entschließen. Schließ-!ich spielte bei dem Hapoel-Hazair auch die Erwägung mit, daß kein Grund vorliege, eine Politik zu verlassen, die dem Lande und der national-jüdischen Demokratie zweifellos große reale Erfolge und moralische Eroberengen gebracht hatte. Nach wie vor erblickt also der Hapoel-Hazair in der Pionieridee den einzigen Weg, der zum Aufbau von Erez-Israel führen kann: Der unermüdliche aufopferungsvolle Aufbau des jüdischen Landes ist für ihn das erste und höchste Gesetz, neben dem alle anderen Prinapten vorläufig in den Hintergrund zu treten haben. Der Kampf der Ideen wird fortgesetzt, aber wir haben alle das Bewußtsein, daß das Problem der Schafhu^g einer geeinigten und starken jüdisehen Arbeiterschaft in Palästina, deren Worte und Taten für das gesamte jüdische Proletariat von entscheidender Bedeutung sein könnten, in absehbarer Zeit doch n«d1 zu einer großen prinzipiellen Aussprache führen muß. Die jüdische Arbeiterin Die Arbeiterin nengenossensc ha ften, die in Metula, in Tiberias, in Sarona, in Mercbavjah, in Petach-Tikwah, in Ekrort und in Bett-Schemen bestanden haften, wurden vom Palästina-Amt wegen U«׳- rentabilität aufgelöst. Der ״Kuntres“, Mitteilungsblatt der ,,Achduth-Haawoda“, unterzieht diese Maßnähme einer sachlichen Kritik, an die er interessante Ausführungen über die Lage der jüdischen Arbeiterin in Palästina knüpft. Die Arbeitsfrage der Frau ln Palästina ist sehr verwickelt. Wo soll die junge Pionierin Arbeit finden? Für die Arbeit bei einem Privatkolonisten eignet sie sich noch weniger als der männliche Chaiuz. ln der Haus- Wirtschaft der Kolonistin hat sie schon gar keinen Platz, denn die Kolonistin behandelt ihre Hausarbdteii» viel schtirtmer als der Kolonist seinen Landaröeiter. Das Beispiel der jemenitischen und sepiiardischen Dienstmädchen ist abschreckend genug. Aber *selbst in den Arfceiterkwuzotb war das Arbeitsgebiet der Arbeiterin nicht sehr weit. Ihre ״natürliche“ Funktion war das Kochen, Backen und Wasdten, so daß unter vielen» Arbeitem mir wenige Arbeiterinnen Beschäftigung fanden (ungefähr eine auf 30 -40 Arbeiter, später eine auf 10 Arbeiter). Und dann existierte für die Arbeiteria all das nicht, was dem Leben des Arbeiters Inhalt und Wert gab: der Zusammenhang mit der Natur, die Beschäftigung mit Pflanzen und Tieren' die reine Luft, die Stille der Landarbeit. Die Küchenarbeit fesselt ans Haus, an die finstere Küche. Das Zubereiten von kargliehem Essen für hungrige und müde Kameraden reibt seelisch auf. Ihre Lage war trostlos. Da entstand der Typus einer eigenen Arbeit«- rinnengcisossenschaft, die eine arbeitende Frau ergibt, sie in neue Wirtschaftsgebiete führt und sie von der Aschenbrödelrolle der Nurköchin befreit. Ausgehend vom Gemüsebau dehnten die Arbeiteriniiengenossenschaften ihre Tätigkeit allmählich auf Milchwirtschaff und Geflügelzucht, auf Pfanzen und Bodertbestd- 11mg und auf Sumpftrocknung aus. Dadurch konste die Zahl der Arbeiterinnen vermehrt werden. Die Rück- Wirkung auf die Wirtschaft der Arbeiter war die, daß auch sie sich häuslicher eingerichtet haben, mit Molkerei, Geflügelhof usw. in den Arbeiterinnengruppon wurde eine gute Hausfrau herangezogen, die Kochkunst, die Sauberhaltung und die Krankenpflege besserten sich. Die Arbeiterin reifte zum ernsten Mitglied der Siedlung heran. Die Arbeiterinnen fanden Muße für hebräische Lektüre, es bildete sieh allmählich eine geistige Geirteiasdiaft. in Tiberias und in Ekron waren die Arbeiterin*!*»־ genossenschaften wichtige zionistische Vorposta!, che einzigen Mittelpunkte der hebräischen Sprache und selbständigen Arbcitslcbens. Tatsächlich ersetzten die Arberterinnengruppen eine Lehrfarm oder landwirtschaftliche Schale, denen gegenüber sie vo'raushaben, daft eie zu Selbstdisziplin erziehe«. Daß unsere Genossenschaften, nach Jahren guter Bilanz, dieses Jahr mit Defizit abschlossen, sollte kein Grund zur Liquidation dieser äußerst nützlichen, segensreichen Gemeinschaften sein. Die Arbeiterinnenkwuzoth sind die Vorposten bei der Eroberung von verschiedenen Arbeitsgebieten für die Frau, zugleich ein Versuchsfeld für die Begabung der Frau. Die Frau muß sich durch A r b e i t emanzipieren. Diese Emanzipation ist bei weitem wichtiger als die wahlrechtliche. Der Weg aber für die Arbeitsemanzlpation der jüdischen Frau in Palästina, besonders wenn Massen von CJialuzoth einwandern sollen, ist durch die Erfahrung der ausgezeichneten A r be i t e r i!1 n e n v i rt schal - ten gegeben, die auch die beste Erziehung für das Familienleben in der kommenden Siedlung sind Die Friedensgerichte (Orig'inalberidti der Jüdischen Rundschau“.) Vor dem Kriege bestand in Palästina nur ein ehuagec jüdisches Schiedsgericht J;:lfa. ltn Oktober ly! ft trliieü Herr Daniel Auster vom Palästinaamt d;.׳,■! duitolg, die Organisation neuer Fiiedensgerichte Palästina durchzuführen. Diese Arbeit war erfolgreich. Es gibt iin Augenblick 24 Friedensgerichte um! /war in folgende!! Ortschaften; Jaffa, Haifa. Ciben;«׳-:. :-itofird Petach-Tikwah, Rischon le Zion, Niß 27 ata, Rechohoth, Gederah, Ber-Totna, Chedernh, Sichren! Jakob, Jabaiel, Kiuereth, Mescha, Sedjera, Merchawjah, Rösch Pin,ah, Machaiiajin», Jessod hama,alah, Metula, Ekron, Zentrales FriedensgerhSit für Obergaliläa in Rosch-Pinah, Zentrales Friedensgericht für Untergaliläa in Jabniel. Außerdem ist ein oberst es Friede nsgeric 11 tin Jaffa als letzte Instanz für ganz Palästina eingerichtet, das später nach Jerusalem verlegt werden soll, ln Jerusalem fehlt vorläufig noch das Gericht. Es besteht aber begründete Hoffnung, daß es auch demnächst eingerichtet werden kann. Der Grundsatz ist, daß jedes der genannten Gerichte für einen bestimmten lokalen Bezirk zuständig ist, und daß stets eine übergeordnete Instanz vorhanden ist. Diese übergeordnete Instanz soll für Judäa in Ri schon le Zion und für Samaria in Sichrem Jakob eingerichtet werden. Bisher haben die Friedensgerichte etwa 2000 Fälle zu beurteilen gehabt Die englische Regierung erkennt die jüdischen Friedensgerichte durchaus An. Sofern es verlangt wird, werden die Urteile der Gerichte durch die Regi erungsorgane vollstreckt. Da bisher nur eine geringe finanzielle Unterstützung seitens des ״Waad Hazirim“ erfolgte, sind die Abgaben, die dk Parteien zahlen müssen, ziemlich große. Die Friedensgerichte stellen eine außerordentlich wertvolle lustltution dar, deren Ausbau und Sicherung als ein wichtiger Zweig der jüdischen autonomen Verwaltung ini lande angesehen werden muß. Die Teuerung K. Z. B. Der Kampf gegen die Teuerung der Lebensmittel in Palästina wird letztens von fast allen jüdischen Organisationen energisch geführt. Besonders beschäftigt sich mit dieser Frage der Waad Iiair von Jerusalem. Vertreter des Waad I Dir und der Palästiua-Katnnüssion sprachen bei dem militärischen Gouverneur vor und stellten das Verlangen, unverzüglich bedeutende Quanten von Lebensmitteln aus Aegypten nach Palästina zu bringen. Sie erklärten sich bereit, als erste Anzahlung 8000 ägyptische Pfund zu entrichten. Der Gouverneur versprach;nach kurzer Beratung, diesem Verlangen nadizukommen. An! selben Tage wurde ein höherer Beamter zwecks Ankauf der notwendigen Lebensmittel mach Aegypten beordert. Der Waad Hair hat Maßnahmen ergriffen, daß die eingeführten Lebensmittel nicht den Händlern, sondern den Gemeindeverwaltungen zum Verkauf überwiesen werden. Man hofft, auf diese Weise erfolgreich gegen die künstlichen Preistreibereien zu kämpfen. Nr. 8 Wie ha «aMt( bereits! Jahresko, Holland, d ere T. werde«, bereite» vor. Die zuteil en gega^e. tätspr! von ums besteht < Anzahl \ versairam lieh diese hebräisch Ausarbei der Erri-c versität Professo! 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