Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-12-09 · Heft 87 (9.12.1919) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 87 (9.12.1919)
Date
1919-12-09
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652222--12698-2670360
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seile 680 JUEDISCHE RUNDSCHAU Mr 8? Der Zionismus in Russland Das Kopenhagen er Zionistische Büro veröffentlicht einen Bericht aus Rußland, der hei dem völligen Abgeschnittenseiji unserer russischen Brüder von der übrigen weit vom gesamten Judentum gewiß mit Interesse aufgenommen werden wird. fS:g!4* 1 Äri f f, Allgemeine Lage Bei der Berichterstattung über die allgemeine Lage der Juden in Sowjet-Rußfand tmiß in Erwägung gezogen werden, daß die Zahl der doriten jüdischen Bevölkerung eine Verhältnismäßig sehr geringe ist. Die Ukraine sowie große Telle der Krim befinden sich unter der Herrschaft De n i k i n 9, und von den Gebieten des früheren Ansiedlungsrayons sind nur die größeren Teile der Gouvernements Witebsk und Mohilew unter der Sowjetherrschaft geblieben. Die Zahl der Juden im Wolgagebiet ist durch den Rücktransport der Flüchtlinge stark gesunken. Die Zahl der jüdisehen Bevölkerung in Moskau beträgt etwa 50 (X)0 Seelen; Irin zugerechnet die jüdische Bevölkerung in Petersburg ca. 50 000 Seelen sowie Sibirien, Baikalgebiet und die Teile der Krim, die noch unter der Sowjetherrschaft sind, dürfte sich die Gesamtzahl der Juden in Sowjetrußland auf etwa 750 000 Seelen steilen. Trotz der geringen Anzahl der Juden ist der Antisemit i'smits stark verbreitet. Dank den energischen Maßnahmen der Sowjetregierung im Kampfe gegen den Antisemitismus ist es aber bisher, abgesehen von vereinzelten Fällen zu keinen ernsteren Ausschreitungen gekommen. Der Antisemitismus wird von der Sowjetregierung als die gefährlichste konterrevolutionäre_ Bewegung erklärt und demgemäß aufs schärfste unterdrückt, v/ioi cdiittmm»■• pc mit der antisemitischen Welle If S ■ I;1! Viel schlimmer sieht es mit der antisemitischen Welle innerhalb der Roten Armee, die zuweifen bedrohliche Formet! annimmt. Die judenfeindliche Haltung vieler Truppenteile wird insbesondere in den von den Juden dicht bewohnten Gebieten des Gouvernements Mohilew und Witebsk zu einer großen Gefahr. In diesen Gouvemements sind Fälle zu verzeichnen, wo Truppenteile, die zum Schutz der jüdischen Bevölkerung in kleine Städtchen entsandt wurden, in denen bewaffnete Bauernscharen Pogrome veranstalteten, heftigsten Unwillen bekündeten, daß man sie für solche Zwecke ״mißbrauche'1. An mehreren Stellen nahmen solche Truppenteile an den Pogromen selbst teil. In solchen Fällen bestraften die Militärbehörden jedoch die Verbrecher, Zivilisten wie Soldaten, mit sofortiger Erschießung, im Gegensatz zu der Ukraine, wo ganze Rote Armee-Regimenter sich der blutigsten Judenexzesse schuldig gemacht haben, sind In Sow־jetruBland solche Fälle so gut wie gar nicht zu verzeichnen gewesen. Vereinzelte Ausnahmefälle nahmen keinen großen Umfang an. Gaaiz unhaltbar ist die ökonomische Lage der Juden in Sowjetrußland. Abgesehen von den zahlreichen Verboten, Privathandel zu treiben, sind es die großen VeTkehrsschv;ierigkeiten, die eine Betätigung auf dem Gebiete des Handels und der Industrie fasi unmöglieh machen. Die Lage der jüdischen Handwerker und Arbeiter wäre erträglich, wenn nicht der, Mangel au losigkeit hervorgerafen hätte. Um! so bewunderumgswürdiger ist die starke Betätigung des russischen Judentu ms auf geistigen Gebieten. Der Kampf uni die Er- Haltung des jüdisch-nationalen Lebens, der religiösen Einrichtungen, der Schulen, der hebräischen Sprache und insbesondere der sozial-philanthropischen Institutionen, wird ein Ruhmesblatt in der Geschichte des russischen Judentums bleiben. Aus den früheren Berichten war bereits zu ersehen, welch schweres Unheil־ die sogenannten ,,Jüdischen Komnrissare“ dem russischen Judentum zufügen. Sie sind geradezu als die schlimmsten Feinde des Judentums zu ezeichnen. Aus Mangel an einer anderen Tätigkeit und aus dem •Bestreben heraus, sich um den Kampf gegen die ,,jüdische Konterrevolution“ verdient zu machen, quälen sie de jüdischen Gemeinden und jüdisehen Institutionen mit eien unsinnigsten .,Dekreten“, mit Verhaftungen, Haussuchungen, Konfiskationen usvr., die zur völligen Zerstörnng der Gemeinden und Anstalten führen. Am schwersten hat hierunter die Zionistische Oiganisation zu leiden. Glücklicherweise׳ haben die ,,jüdischen Kommissare“, die mit den verwerflichsten Mitteln arbeiten, in Moskau und PetrograiL, den Sitzen der zertraten Behörden, keinen Einfluß. In der Provinz dagegen sind sie oft allmächtig. Wie diese Elemente in der Ukraine vor der Vertreibung der Bolsehewiki gehaust' haben, ist zum Teil schon bekannt geworden. Der zukünftige jüdische Historiker wird sich mit (fiesen trüben Erscheinungen der jüdischen Geschichte noch zu beschäftigen haben. welches das Verbot des He bräiscfiea, aJIerdtags mit gewissen Einschränkungen, enthält, verdient wiedergege&en zu. werden. Es hat folgender! Wortlaut: l. Es wird festgestelü, daß die Sprache ״Ibrith" nicht die Umgangssprache der jüdischen Volkstnassen bittfet, aus welchem Grunde diese Sprache nicht als eine Sprache einer nationalen Minderheit angesehen werden kamen 1«1d infolgedessen in pädagogischer Beziehung denselben Be- Stimmungen unterliegt, wie jede ausländische Sprache, die keine Umgangssprache in den Gebieten Sowjetrußlands darstellt. 2. 'Es wird festgestellt, daß der Unterrieht in ״Ibrith“ in den Schulen der 1. Kategorie sofort eingestellt werden!miß, mit der Maßgabe, daß bei Beginn des nächsten Schuljahres die entsprechenden Schulräte zu erklären haben', in welcher der von der Sowjetregierung anerkannten Sprachen sie den Unterricht zu erteilen beabsichtigen. 3. Öen Schülern der 2. Kategorie, die den Unterricht in ״lbrith“ begonnen haben, soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Ausbildung in dieser Sprache zu.beenden, mit der Maßgabe, daß die neu ein treten׳ len Schüler in dieser Kategorie den Unterrieht in ״Jidisch“ oder in einer anderen Sprache, die von der Sowjetregierung als Umgangssprache anerkamt ist, erhalten. 4. Sämtliche Maßnahmen der Requisition, Konfiskation, der gewaltsamen Schließung, die durch irgend jemand gegen die Ibrith■Schulen unternoittmen worden sind,׳ werden annulliert.“ Der Kampf gegen die hebräische Sprach« hat unter den Juden tiefste Erbitterung hervorgerufen, ln Moskau hat ein Protesten eeting stattgefunden. Wenn man bedenkt welchen Gefahren ma!1 sich im jetzigen Rußland aussetzt, wenn man öffentliche Protestkundgebungen gegen die von der Regierung geplanten Maßnahmen organisiert, so wird man die Bedeutung dieses Schrittes besonders zu werten wissen. Einstimmig wurde unter großem Enthusiasmus eine Resolution angenommen, die gegen den 'Kampf gegen die hebräische Sprache als eine unerhörte Vergewaltigung eines nationalen Rechtes, die sich ausschließlich gegen die Juden richtet, aufs schärfste protestiert. Die Resolutfon appelliert an die Regierung, den Gewalt- und Willkürnandluugen der unteren Organe, die die hebräischen Schulen konfiszieren und gewaltsam schließen, Einhalt zu gebieten, sowie sämtliche geschlossenen hebräischen Schulen wiederzueröffnen. Das jüdische Volk werde, was immer auch kommen möge, treu zu seiner nationalen Sprache halten und die Liebe zu seinem unvergänglichen Volksgut weiter pflegen, ■ungeachtet aller vorübergehenden harten Verfolgungen. Nach dem Erfolge, der durch das Dekret des Bildungsketmnissars erzielt worden war, schöpfte der jüdische Kommissar in Moskau, Herr Di man Ist ein, von neuem Mut, auch den Kampf gegen die Zionistische Organisation wieder aufzunehmen. Dieser zur ♦mutigen Berühmtheit gelangte Herr S. Dimantsteia veröffentlichte in deT ז >ffi zielten Regierungszeitung ״Prawda“ vom 12. 8epfe1mber einen Hefzartikd mit der Ueberscftrift ״Die jüdischen Imperialisten“, der den Zionismus atü der Entente verbündete II. Der Kampf!»egen die Zionistische Organisation Die Lorbeeren, die die ״Jüdischer. Kommissare“ in der Ukraine, Raff es und Cheifetz, im Kampfe gegen den Zionismus geerntet haben, haben ihre Kollegen in Moskau und Petrograd nicht ruhen lassen. Diese Bemühungen halfen jedoch keinen Erfolg. Die Exekutive der Moskauer Sowjetregierurig hat am 21. Juli 1919 auf Grund cler Beschwerden der zionistischen Vertreter gegen die Verfolgungen folgende Resolution gefaßt: ״In Anbetracht dessen, daß die Zionistische Organisatian durch kein einziges Dekret der Sowjetregierung als konterrevolutionär erklärt worden ist, ersucht das Präsidium der Exekutive sämtliche Sowjet- Organisationen, der genannten Partei, soweit ihre kui- ♦urell-anfklärerische Tätigkeit den Beschlüssen der Sowjetmacht nicht widerspricht, keine Hindernisse in den Weg zu legen.“ Diese Niederlage hat die ״jüdischen Kommissare“ ■keineswegs entmutigt. Maar schlug sofort eine andere Taktik ein und begann, die hebräische Sprache als eine ״konterrevolutionäre“ zu erklären, als ein Machwerk der jüdischen Reaktion, vermittels weicher sie die jüdischen Massen ,,verdunkeln“ wolle. Es begann ein förmlicher Sturm auf das Bildungskommissariat, an dessen Spitze ■der bekannte russische Schriftsteller Lumtschar ski steht. Letzterer, der ein großer Verehre des Hebräischen sein soll, hatte Lange widerstrebt, diesem Ansinnen nachzukommen, mußte schließlich aber doch gewisse ״Konzessionen“ machen. Das Dokwnent, Die Befürchtungen der Zionisten, daß dieser Artikel nur die Einleitung zif einer großen Zionisten Verfolgung darstelle haben sich ieider sehr bald ak begründet erwiesen. Zwei Tage nach dem Erscheinen de« Artikels wurden sämtliche in Petrograd anwesenden MitgliederdesZionistiscben Zentralkomütees verhaftet, um von der ״Außerordentliehen Kommission zur Bekämpfung der Konterrevolution“ verhört und abgeurteilt zu werden. Glücklicherweise gelang es jedoch rechtzeitig, bei der Moskauer Regierung Schritte zu unternehmen, de zur Freilassung der Verhafteten führten. 111. Die Tätigkeit der Zionistischen Organisation (umfaßt die Berichtsperrode Mai- September 1919) Trotz aller Schwierigkeiten wird die zionistische Arbeit in den beiden Hauptstädten nach Möglichkeit fortgesetzt Die in Petrograd durdtgeführte Schekelwo die JSchekel-Hagetilah) ergab einen auÄergewöhniidhen Erfolg, ln den verschiedenen Stadtteilen wurden Versammlungen abgehalten, zahlreiche jüdische Volkskonzerte wurden veranstaltet, fast sämtliche jüdische Wohnungen wurden besucht und mit Literatur und Flugblättern versehen. Unter den Sdrekelabnehmem befindet sich eine große Anzahl vor! Personen, die bis vor kurzem noch als ausgesprochen« Gegner des Zfonismuss bekannt waren. Das Organ der Zionistischen Organi-satkai ״Chronik» Jewreskoj Jisn“ erschien bi« vor kurzem ununterbrochen unter der bekannten Bedingung, daß es zu den russischen politischen Tages fragen leine Stellung nehmen dürfe. Die Nummern enthalten daher ausschließlich Information smäterial über die Lage der jüdischen Bevölkerung־ und über die Tätigkeit der Zionistisdicn Organisation. _ (Außerdem erscheint die russische Monatsschrift ״Erez-Ssiael“, ein Wissenschaftlieh es Journal für die kolonisatorischen Palästinaprobleme.) Aber selbst das kleine Informationsblatt kann nur unter den größten Schwierigkeiten herausgegeben werden. Großen Erfolg hat die in Petrograd gegründete Ge- Seilschaft zur Ausbildung technischer Kräfte für Palästina, Die Gesellschaft, die den Manien ״Polytechnische Palästina״escllschaff“ trügt, gibt ilren Mitgliedern die Möglichkeit, an den in Rußland bestehenden technischen Kursen teilzunehmen. Ab erster Stelle steht (Ke Ausbil düng von Bauarbeitern. Eine besondere Abteilung wird für die Erlernung des Trocknens und der PräprTrierung von Früchten und Gemüsen eingerichtet werden. Zwecks Ausbildung von jüdischen Fachleuten auf dem Gebiete des Konsum wesens, das für Palästina von besonderer Bedeutung ist, stehen die kooperativen Kurse der Stadt Moskau zur Verfügung. Auch zahlreiche Fabriken und technische Unternehmungen haben der Gesellschaft ihre Unterstützung zugesagt. ״Die Resultate der Woche des ״Schekel-Hageulah ‘ haben die kühnsten Erwartungen übertroffen. Berichte über den günstigen Verlauf der Schekelkampague treffe» fortlaufend ein. Für den großen Erfolg der Woche des Schekel- Hageulah sprechen folgende Zahlen und Angaben: Hornel: Ungeachtet der Pogromstem mutig wurden 150Ö Schekel abgesetzt, die den Betrag von 8500 Rubel ergaben, lvenetz: Der größte Teil der jüdischen Bevölkerung kaufte den Schekel. Snow: Von 300 jüdischen Einwohnera zahlten 100 den Schekel. Shizk: Trotz des hier herrschenden Belagerungszustandes haben wir 1000 Schekel abgesetzt. "Uwarowitschi (Gouv. Mohilew): "Die mit großem Erfolg eingeleitete Schekelwoche ist durch den ausgebrochenen Pogrom, der 35 jüdische Familie« völlig ruiniert fort, unterbrochen worden. Von 150 hier lebenden jüdischen Familien haben 130 den Schekel gekauft. Nowoborissow: 300 Schekolim, die den Betrag von 1500 Rubel ergaben. Pogost-Sluzlu Sämtliche 175 jüdischen Familien haben den Schekel gekauft. Urietschie: 90 0/0 der jüdischen Bevölkerung haben den Schekel gekauft. Rudensk: Von 105 jüdischen Einwohnern naben 100 den Schekel gekauft. Reinertrag: 600 Rubel Smilowitschi: Die Schekelwoche konnte nicht mit Erfolg durchgeführt werden, weil die Propaganda in jüdischer Sprache verboten wurde. Auch in russischer Sprache konnten wir nur Unter strenger Kontrolle des Komitees der Kommunistenpartei arbeiten. Korsowka: Von 600 jüdischen Einwohnern haben 570 den Schekel gekauft. Gcsamteirtnahm«: 2225 Rubel. Krasuc p 0 li e: Eine Propaganda für den Schekel-Hageulah konnten wir aus Mangel an intellektuellen Kräften nicht ausführen. Trotzdem ist es uns gelungen, unter 1100 jüdischen Einwohner» 700 Schekel abzusetzen. Retschiza: Auf ein ein Meeting, das glänzend verlief, haben wir Sr:J Schekel verkauft. Radoschkowid: 400 Schekolim verkauft. Reinertrag 1500 Rufel. Kletck: Nach viele:! Streitigkeiten, ist es gehingen, die allgemeinen Zionisten und die Zetre-Znon für eine gemeinsame Aktion zugunsten der Schekeiwocbe zu gewinnen. Der Erfolg war ein sehr großer. Glubokoje: Die Abhaltung der Schekelwoche ist von de* Behörden verboten worden. Wir bemühen uns trotzdein, Schekolim abzusetzen. Hierdurch teilen wir unseren Gesinnungsgenosse» mit, daß beim Zionistischen Zentralkomitee ein Zirkular des Provisorischen Zionistischen Zentralkomitees In Taurien eilig egangen ist. Das Zirkular enthält einen Bericht über die kürzlich abgehaltene Konferenz der Zionisten Tauriens. infolge der Unmöglichkeit, mit den zentralen zionistischen Organisationen in regelrechten Verkehr zu treten, hat die Konferenz beschlossen, einen provisorischen Merkas für Taurien zu bilden, bestehend aus Vertretern der größeren Orte. Etas Exekutivkomitee wird »einen Sitz in Simforopol haben. Es ist beschlossen, die Stadtkomitees in der Weise zu organisieren, daß sie aus den Zei're-Zk>n und den allgemeinen Zionisten zu gleiche» Teilen zusammengesetzt sind. Bei jedem Stadtkomifee ist eine Palästina-Kommission gegründet worden, dem‘־♦/•* Emigrationsarbeiten und die Behandlung der Pall?#*» fragen obliegen. Es wird beabsichtigt, zu dieser ktbeiten führende jüdische Persönlichkeiten, die den F*aiärtinagedanken nahe stehen, heranzuziehen.“ ... .Ejp anderes. ,Zirkular, des .Zentralkomitee; ״־■׳tllli InföTütatkmen über' die Verbreitung der Ac'hus*- bewegung in Sowjetrußland. Bis Juni 1919 waren 22 Achusahjrruppen gegründet worden, seit diener Zeit sind weitere Acrmsoth entstanden. In Petrograd ist ei!» Zentralbüro für sämtliche Achusalig rappen geg-.ündet worden; die Abhaltung einer Konferem» aller A״a3 ״hgruppen in Sowjetruilland ist geplant. IV. Zirkulare des Zentralkomitee« Eine Uebersicht über die Tätigkeit der 'Zkmfstfschen Organisation in Rußland geben folgende Zirkulare des Zionistischen Zentralkomitees, cfie Anfang Juü an samtttch• Ortsjßjaippe» ia SowjetruSland varachiclft worden: m, 81 Eine < Ok durd» if rem j ii vom 14. um über v e rsit lumg 90 gelegt v raten u welche 1 nächsten Zweck Komitee besdiliel 1. 1 1 % l 3. J 1 4. 1 1 Bin unter Mi1 stein, an diest tale Un Volkes Ein K1 Die Erregunj U s s i s 1 ״H a d a «fer, ״H Medical neue 2» nach A UfcstlsdH »dien C nisehe Unit in Stellung Komir ameri V. Die Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds. Der Jüdische Nationalfonds setzt seine Arbeit intensiv fort. Laut den Veröffentlichungen des Hauptbüros ta Moskau war bis zum 1. Mai 1919 der Betrag von 433 995,6 t Rubel eing egangen. Abgesehen von einzelnen behördlichen Störungen konnte der Nationalfonds seine Tätigkeit ungehindert ausüben. Ehe Eingänge waren regelmäßig־ in der ״Chronika lewreskoi Jisn“ veröffentlieht. Seit dem Monat Mai sind weitere enorme Eingänge des Jüdischen Nationalfonds zu verzeichnen. Ein Bald über die Tätigkeit und Entwicklung des )mischen Nationalfonds gibt folgendes von dem Leiter des Moskauer Hauptbüros Herrn L. Tacberikower anlerzeichnetes Zirkular: ״Bei weitem nicht alle Orte in Sowjet-Rußland haben ihre Berichte über den Verlauf ihrer Sammeltätigkeit an das Hauptbüro gesandt. Aber die bereits eingelaufene große Anzahl der Berichte beweist, wie groß das Verstänitnis für die Aufgaben des jütischen Nationalfonds in den weitesten Kreisen unseres Volkes ist 111 Simfnrsk wurde eine allgemeine Sammlung für den Jüdische■ Nationalfonds eingeleitet, die in den ersten zwei Tagen 20 00t) Rubel ergab. Eine weitere Sammlung in Elna (.Gouvernement Smolensk) ergab mehr als 10 000 Rubel Walncnd einer Pause auf einem Meeting in Moskau sind 30 000 Rubel gezeichnet worden. Im Städtchen Schwaivitschi (Gouvernement Mohilew) wurden 960 Rubel gesammelt. Aehriliehe Beispiele könnte man In großer Anzahl anführen. Gleichzeitig wird eine starke Tltigfcelt rar Durchführung der Selbstbesteuerung zugunsten des Jüdischen Nationalfonds entfaltet. Die Losung zur Selbst־ Besteuerung, die wir mit unserem 'Zirkular Nr. 7 ausf' ln Kamyschöw (Gouvernement PoitawaJ sind bereits 53 Seitstbesteuerangen zu verzeichnen, die eine monatliche Eirnähme von 334,50 Rubel ergeben, Owsei, ein kleines Städtchen im Gouvernement wüebsk, hat bis jetzt 39 SelbstbeSteuerungen zu verzeichnen mit einer monatlkfcefl Einnahme von 553 Rubel. Aus Charkow erhalten wir die Mitteilung, daß die Arbeit dort so organisiert worden IsL daß jedes jüdische Haus im Laufe einer kurzen Zeit zwecks Heranziehung zur Selbstbesteuerung besucht wird. Die bisher übliche Methode, die Sammlung Meta*■ Spenden, verschwindet allmählich von der Szene, tftd ihren Platz einer neuen Arbeitsform zu räumen: die breiten Volksmassen, das ganze Volk, schreitet 11 Erkenntnis der Größe des Moments und der Bedeute*® der derr Nationalfonds auferlegten Aufgaben zu regul&rea Zahlungen, zu einer systematischen Volkssteuer, uro auf diese Weise das Inst Wirt zu stärken, das für <iea A»ffw« Palästinas eine große Aufgabe zu erfüllen hat. sei. ״ dieser Prinzip sind, di fügen ו Wi letzte«« risch «ich «agei «Chaftli fangen beigetr schloß lieh zi wird Uebe zur 1 dafür; keit »t Wenter ttvien* Ameril Ei ch a s bruisk Waisa den, d die sh Landsi um g« lukata! Al OiaM vm4 t Ban )eras Ei dal i> tters I I* Jicitfe* fe*de haada Jcntsi

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.